Zur Magdeburger Erklärung der AfD
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19. August 2017 03:41
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Autor Thema: Zur Magdeburger Erklärung der AfD  (Gelesen 3842 mal)
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MAS
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« Antworten #45 am: 14. Februar 2017 10:36 »

Deswegen sind Nichtwähler vor allem mitverantwortlich, wenn Undemokraten ans Ruder kommen.

 Grin
 
Wir leben in einer Wirtschaftsdiktatur, schon seit Jahren ....
Unsere sogenannte Regierung mag vielleicht das Ruder in der Hand haben, den Kurs jedoch bestimmen andere. Deswegen ist es egal, wer in der Regierung sitzt.
 
Wir können uns jeden Tag überlegen, was wir sinnvolles tun. Was kaufen wir ein, welche Medien konsumieren wir, wie bewegen wir uns fort, was für einen Job machen wir, wen unterstützen wir mit letzterem, wie nachhaltig ist unser gesamter Lebensstil, wem stecken wir unser Geld in die Tasche, was brauchen wir wirklich für ein glückliches Leben usw. usf. ... ?
WIR haben die Macht ... aber wir wissen es scheinbar noch nicht ...
 
Grüße,
Lars

An der Rede von der Wirtschaftsdiktatur ist was dran. Bei der Wende 1989/90 habe ich viel öfter das Wort "Marktwirtschaft" als "Demokratie" gehört. Und bei Trump kam viel häufiger die Sorge der deutschen Wirtschaft als der die der wohl wieder nicht krankenversicherten amerikanischen Armen zu Wort.

Ja, Lars, da hast Du nicht Unrecht.

Aber daran würde sich auch nichts ändern, wenn Nationalisten an die Macht kämen. Die Großkonzerne haben sich immer schon jeder politischen Wetterlage angepasst, außer, wenn sie zwangsenteignet wurden wie im Ostblock. Das möchte ich nun aber auch nicht propagieren.  

LG, Micha
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Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.
Holger Haehle
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« Antworten #46 am: 14. Februar 2017 12:01 »

An dieser Stelle muss ich auf einen aktuellen Kommentar von Nico in diesem Thread reagieren. Ich werde es so kurz wie möglich machen, denn diese Art Auseinandersetzung gefällt mir ganz und gar nicht. Ich kann nur hoffen, dass sich da mal was ändert.

Quellenangaben mache ich dort, wo ich es als notwendig erachte. Wenn ich z.B. davon ausgehen kann, dass eine Information mehrfach publiziert ist oder in der Standardliteratur angegeben ist, unterlasse ich es. In anderen Fällen gebe ich selbstverständlich eine Quelle an. Das sollte Nico wissen, denn er liest sehr viel im Forum. Und natürlich könnte er freundlich nachfragen und um eine Quelle bitten.

Deswegen finde ich es dreist und polemisch von ihm so lapidar zu schreiben: „Holger ist bekannt dafür, nie Quellen für seine Thesen anzugeben."

Diese Behauptung ist falsch. Genaugenommen ist es eine Lüge. Es gibt Beiträge von mir mit Quellenangaben. Angesichts seiner Belesenheit und der vielen Kommentare zu meinen Beiträgen, muss ich hier annehmen, dass er schon wieder und wider besseren Wissens, absichtlich eine Falschaussage macht. Solch emotionaler Tobak in seinen Worten beeinträchtigt den freundlichen und verständnisvollen Umgang. Ein konstruktiver Beitrag sieht anders aus. Ich bin es leid zum wiederholten Male die gleiche Kritik zu üben. Falsche Behauptungen geben ein falsches Zeugnis. Das macht sie verleumderisch! Das gehört nicht in ein Forum, wo Gleichgesinnte Solidarität suchen.

« Letzte Änderung: 14. Februar 2017 12:10 von Holger Haehle » Gespeichert
MAS
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« Antworten #47 am: 14. Februar 2017 12:54 »

An dieser Stelle muss ich auf einen aktuellen Kommentar von Nico in diesem Thread reagieren. Ich werde es so kurz wie möglich machen, denn diese Art Auseinandersetzung gefällt mir ganz und gar nicht. Ich kann nur hoffen, dass sich da mal was ändert.

Quellenangaben mache ich dort, wo ich es als notwendig erachte. Wenn ich z.B. davon ausgehen kann, dass eine Information mehrfach publiziert ist oder in der Standardliteratur angegeben ist, unterlasse ich es. In anderen Fällen gebe ich selbstverständlich eine Quelle an. Das sollte Nico wissen, denn er liest sehr viel im Forum. Und natürlich könnte er freundlich nachfragen und um eine Quelle bitten.

Deswegen finde ich es dreist und polemisch von ihm so lapidar zu schreiben: „Holger ist bekannt dafür, nie Quellen für seine Thesen anzugeben."

Diese Behauptung ist falsch. Genaugenommen ist es eine Lüge. Es gibt Beiträge von mir mit Quellenangaben. Angesichts seiner Belesenheit und der vielen Kommentare zu meinen Beiträgen, muss ich hier annehmen, dass er schon wieder und wider besseren Wissens, absichtlich eine Falschaussage macht. Solch emotionaler Tobak in seinen Worten beeinträchtigt den freundlichen und verständnisvollen Umgang. Ein konstruktiver Beitrag sieht anders aus. Ich bin es leid zum wiederholten Male die gleiche Kritik zu üben. Falsche Behauptungen geben ein falsches Zeugnis. Das macht sie verleumderisch! Das gehört nicht in ein Forum, wo Gleichgesinnte Solidarität suchen.



Lieber Holger,

Ich hätte diesen Satz beim Zitieren weglassen können, also Zensur anweden können. Vielleicht hätte ich das tun sollen. Ich weiß nicht.

Frage: Wie empfindest Du den Rest des Zitates von Nico?

LG, Micha
« Letzte Änderung: 14. Februar 2017 12:54 von MAS » Gespeichert

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Holger Haehle
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« Antworten #48 am: 14. Februar 2017 13:37 »

Hallo Micha,
du bist an Nicos Kommentaren indirekt beteiligt, deswegen antworte ich dir eher ungern auf eine inhaltliche Frage, die von Nico kommen müsste. Aber nun denn, auch der Rest seiner Ausführungen ist durchwachsen. Einerseits stellt er richtig fest, dass die AfD sich nicht offiziell und explizit zu rocktragenden Männern geäußert hat (es geht um von der Norm abweichendes geschlechtliches Verhalten), andererseits behauptet er, ich hätte genau das von einem AfD-Politiker behauptet. Zitat Nico:  "Wie kommt Holger nun darauf, dass es die Aussage eines AfD Politikers ist?" Ich sehe lediglich die Magdeburger Erklärung mit Besorgnis, weil sie Konsequenzen für uns haben wird, wenn sie umgesetzt wird. Das bestätigen Anhänger bzw. potenzielle AfD-Wähler. Nur die kann ich befragen. AfD-Politiker habe ich zur Befragung nicht in Reichweite.
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MAS
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« Antworten #49 am: 14. Februar 2017 15:28 »

Hallo Micha,
du bist an Nicos Kommentaren indirekt beteiligt, deswegen antworte ich dir eher ungern auf eine inhaltliche Frage, die von Nico kommen müsste. Aber nun denn, auch der Rest seiner Ausführungen ist durchwachsen. Einerseits stellt er richtig fest, dass die AfD sich nicht offiziell und explizit zu rocktragenden Männern geäußert hat (es geht um von der Norm abweichendes geschlechtliches Verhalten), andererseits behauptet er, ich hätte genau das von einem AfD-Politiker behauptet. Zitat Nico:  "Wie kommt Holger nun darauf, dass es die Aussage eines AfD Politikers ist?" Ich sehe lediglich die Magdeburger Erklärung mit Besorgnis, weil sie Konsequenzen für uns haben wird, wenn sie umgesetzt wird. Das bestätigen Anhänger bzw. potenzielle AfD-Wähler. Nur die kann ich befragen. AfD-Politiker habe ich zur Befragung nicht in Reichweite.

Okay, Holger, ich sehe es ähnlich. Momentan herrscht ja ein Machtkampf zwischen Herrn Höcke und Frau Petri in der AfD. Er ist ihr zu unbeliebt für die Clientel, die sie zu erreichen trachtet, und sie ist ihm zu kompromissbereit. Bei den Grünen nennt man so was den Streit zwischen Fundis und Realos.


Mich hat aber besonders diese Pasage aus Nicos Text angesprochen:
Zitat
Inhaltlich dürfte der AfD und anderen Parteien und schon gar einfachen Menschen irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungne am Allerwertesten vorbei gehen. Es interessiert sie schlicht nicht. Die wenigsten habe auch etwas mit Sozialpädogik und Psychogie zu tun. Schon gar nicht, einfache Männer, die vergeblich zum Rocktragen animiert werden sollen. Die spielen gar nicht mit dem Gedanken oder haben, wenn schon, die obere Aussage dieses Zitats eines angeblichen AfD Anhängers im Kopf und sagen sich: "Wenn ich nicht schwul bin, ziehe gefälligst eine Hose an, wie jeder normale Mann."]Inhaltlich dürfte der AfD und anderen Parteien und schon gar einfachen Menschen irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungne am Allerwertesten vorbei gehen. Es interessiert sie schlicht nicht. Die wenigsten habe auch etwas mit Sozialpädogik und Psychogie zu tun. Schon gar nicht, einfache Männer, die vergeblich zum Rocktragen animiert werden sollen. Die spielen gar nicht mit dem Gedanken oder haben, wenn schon, die obere Aussage dieses Zitats eines angeblichen AfD Anhängers im Kopf und sagen sich: "Wenn ich nicht schwul bin, ziehe gefälligst eine Hose an, wie jeder normale Mann."

Ich überlege nämlich, ob wir die Tragweite von Wissenschaft nicht überschätzen. Gerade wenn es um Wissenschaften geht, deren Ergebnisse nicht gleich in technische Umsetzbarkeit oder wirtschaftliche Gewinne münden, sondern um Wissenschaften, die es uns Menschen zumuten, gewohnte Denkmuster infragezustellen, geliebte Sicherheiten aufzugeben und statt dessen das Abenteuer des Umdenkens, des Akkomodierens, die richtien Lernens zu wagen.

Nicht falsch verstehen: Ich bin sehr für dieses Abenteuer. Aber ich bin nicht typisch für die meisten Menschen, genau so wenig wie Du Holger oder auch Nico, Hajo und überhaupt die meisten hier.

Aber wie gewinnt man den Wettlauf gegen Parteien oder andere Demagogen, die eher die Vorurteile pflegen und für ihre eigenen Machtbestrebungen ausnutzen wollen, anstatt - wie Ce es woanders ausdrückt - wirklich an Aufklärung interessiert zu sein? Ich las neulich, dass Bildung alleine nicht vor Fanatismus schützt. Ca. 25 % der westlichen IS-Anhänger haben einen Hochschulabschluss und ca. 40 % sonst einen höheren Schulabschluss. Das hindert sie nicht daran, sich fanatisieren zu lassen und gar als Selbstmordattentäter rekrutieren zu lassen. Aber viele von ihnen waren arbeitslos oder hatten sonstige Ausgrenzungserfahrungen erlebt. Nun ist zwar die AfD nicht mit dem IS auf eine Stufe zu stellen - das würe eher der NSU; während die AfD eher ähnlich tickt wie die AKP in der Türkei - aber auch bei AfD-Wählern sind viele Menschen, die sich benachteiligt oder eben ausgegrenzt fühlen. Das bringt Unwohlsein mit sich, Angst vor Feinden, die man als die Schuldigen ausmacht, innere Heimatlosigkeit.

Deswegen bin ich der Meinung, dass unsere Gesellschaften, potilisch wie wirtschaftlich, mehr dafür tun müssen, Menschen nicht auszugrenzen, weder ethnisch oder religiös, aber auch nicht wirtschafltich. Wer noch so gebildet oder auch ausgebildet ist, in unserm Konkurrenzsystem aber nicht mithält und dadurch keine angesehene und verantwortliche Aufgabe erhält und eben kein Geld oder nur ein Almosen wie Hartz IV, der sucht nach Alternativen und rennt den Flötentönen der Rattenfänger hinterher, weil sie ihm so schön klingen. Wichtig ist also eine sozioökonomische Einbindungen, sind Anerkennung und Respekt, Geborgenheit und Sicherheit oder kurz gesagt, eine echte Heimat. Die wird uns im Neoloberalismus aber immer mehr genommen. Wer da nicht zu den Gewinnern im Wettbewrb zählt, zählt zu den Verlieren. Und von denen profitieren die extemen politischen und/oder religiosen Gruppen, Parteien usw.

So, das wollte ich nur mal schreiben. Das hätte ich vielleicht auch machen können, ohne Nico zu zitieren. Aber ich kann nicht davon schreiben, dass Ausgrenzung Fanatisierung fördert, ohne zugleich gegen eine - wenn auch nicht schuldlose - Ausgrenzung eines Forenmitgliedes zu argumentieren.

LG!
Micha
« Letzte Änderung: 14. Februar 2017 16:34 von MAS » Gespeichert

Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.
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« Antworten #50 am: 14. Februar 2017 21:35 »

Deswegen sind Nichtwähler vor allem mitverantwortlich, wenn Undemokraten ans Ruder kommen.

 Grin
 
Wir leben in einer Wirtschaftsdiktatur, schon seit Jahren ....
Unsere sogenannte Regierung mag vielleicht das Ruder in der Hand haben, den Kurs jedoch bestimmen andere. Deswegen ist es egal, wer in der Regierung sitzt.

Falsch.

Wenn es eine Wirtschaftsdiktatur wäre, dann könntest Du das meiste, was Du hier auflistest kaum frei entscheiden:

Zitat
... Was kaufen wir ein, welche Medien konsumieren wir,
wie bewegen wir uns fort,
 was für einen Job machen wir,
wen unterstützen wir mit letzterem,
wie nachhaltig ist unser gesamter Lebensstil,
wem stecken wir unser Geld in die Tasche,
was brauchen wir wirklich für ein glückliches Leben usw. usf. ... ?
WIR haben die Macht ... aber wir wissen es scheinbar noch nicht ...
Außer dem was ich an Essen zum Leben brauche und außer meiner Miete entscheide ich tatsächlich frei, wobe i Freiheit oft Rücksicht auf andere mit einbezieht, aber auch ethische Erwägungen.
In einer Diktatur lebe ich hier nicht, und in Deutschland kenne ich auch bislang niemanden persönlich, der so etwas denken würde.

Vielleicht wäre es gut, einmal den Begriff "Diktatur" in nachzusehen und zu überlegen, wohin uns Übertreibungen bringen:

"Diktatur: Eine totalitäre Staatsform, in der für einen Einzelnen oder eine Gruppierung eine nahezu uneingeschränkte Macht besteht und es keine (nennenswerte) Opposition gibt."
Offensichtlich nicht im westlichen Europa
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« Antworten #51 am: 14. Februar 2017 21:49 »

Deswegen sind Nichtwähler vor allem mitverantwortlich, wenn Undemokraten ans Ruder kommen.

 Grin
 
Wir leben in einer Wirtschaftsdiktatur, schon seit Jahren ....
Unsere sogenannte Regierung mag vielleicht das Ruder in der Hand haben, den Kurs jedoch bestimmen andere. Deswegen ist es egal, wer in der Regierung sitzt.

Falsch.

Wenn es eine Wirtschaftsdiktatur wäre, dann könntest Du das meiste, was Du hier auflistest kaum frei entscheiden:

Zitat
... Was kaufen wir ein, welche Medien konsumieren wir,
wie bewegen wir uns fort,
 was für einen Job machen wir,
wen unterstützen wir mit letzterem,
wie nachhaltig ist unser gesamter Lebensstil,
wem stecken wir unser Geld in die Tasche,
was brauchen wir wirklich für ein glückliches Leben usw. usf. ... ?
WIR haben die Macht ... aber wir wissen es scheinbar noch nicht ...
Außer dem was ich an Essen zum Leben brauche und außer meiner Miete entscheide ich tatsächlich frei, wobe i Freiheit oft Rücksicht auf andere mit einbezieht, aber auch ethische Erwägungen.
In einer Diktatur lebe ich hier nicht, und in Deutschland kenne ich auch bislang niemanden persönlich, der so etwas denken würde.

Vielleicht wäre es gut, einmal den Begriff "Diktatur" in nachzusehen und zu überlegen, wohin uns Übertreibungen bringen:

"Diktatur: Eine totalitäre Staatsform, in der für einen Einzelnen oder eine Gruppierung eine nahezu uneingeschränkte Macht besteht und es keine (nennenswerte) Opposition gibt."
Offensichtlich nicht im westlichen Europa

Lieber Rockio,

natürlich nicht "Diktatur" im Sinne dieser politischen Definition, aber im Sinne einer (Fast)allesbeherrschung durch die Ökonomie. (Fast) alles wird auf seine Retabilität berechnet. "Was bringt es mir?", fragen so viele Menschen, und meinen damit alleine den ökonomischen Nutzen.

Zudem bestimmen die Wirtschaftsunternehmer durch ihren Lobbyismus zu viel an politischen Entscheidungen mit, alleine aus Profitinteressen heraus. Und wenn die Politiker ihnen nicht entgegenkommen, wandern sie ab in Länder, in denen sie leicher Geld verdienen können, weil die Umwelt- oder Sicherheitsauflagen lascher sind oder die Arbeiter weniger Lohn bekommen.

So verstehe ich Lars und stimme ihm darin zu.

LG, Micha
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« Antworten #52 am: 14. Februar 2017 22:15 »

Danke Micha, du hast mir die Antwort abgenommen.
So in etwa meinte ich es.
 
Hier noch etwas zum Lesen, eins von tausend Beispielen. Es geht hier zwar um Indien, lässt sich aber auf jedes beliebige Land übertragen, auch auf unser so hochentwickeltes, schönes Deutschland ...
 
https://www.raum-und-zeit.com/r-z-online/bibliothek/gesellschaft/wirtschaftsdiktatur/
 
Grüße,
Lars
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« Antworten #53 am: 14. Februar 2017 22:28 »

(Fast) alles wird auf seine Retabilität berechnet. "Was bringt es mir?", fragen so viele Menschen, und meinen damit alleine den ökonomischen Nutzen.
Diese Frage hat schon Petrus gestellt (Matthäus 19,27):

Zitat
Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil?

Das ist eine ganz alltägliche Kosten-Nutzen-Rechnung, die sich jeder Mensch früher oder später stellt. Das Problem ist die Beschränkung auf die Okonomie.

Zudem bestimmen die Wirtschaftsunternehmer durch ihren Lobbyismus zu viel an politischen Entscheidungen mit, alleine aus Profitinteressen heraus.

LG, Micha
Lobbyarbeit wird auch von anderen Verbänden geleistet, z.B. Greenpeace, BUND, Kirchen, Sozialverbände usw.

Logisch ist es, dass Unternehmer ihr Unternehmen profitabel führen wollen. Täten sie es nicht, wären sie bald pleite.

Die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit ist gestört.

LG
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Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)
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« Antworten #54 am: 14. Februar 2017 22:43 »

Danke Micha, du hast mir die Antwort abgenommen.
So in etwa meinte ich es.
 
Hier noch etwas zum Lesen, eins von tausend Beispielen. Es geht hier zwar um Indien, lässt sich aber auf jedes beliebige Land übertragen, auch auf unser so hochentwickeltes, schönes Deutschland ...
 
https://www.raum-und-zeit.com/r-z-online/bibliothek/gesellschaft/wirtschaftsdiktatur/

Ich schau mir grundsätzlich keine Links von postfaktischen gewerblichen Verlagen an, die bekannt dafür sind, Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Dass dieser Verlag übrigens selbst mit dem Schmarren ordentlich Kohle von gutgläubigen Menschen abzockt (denn Sozialförderung gehört nicht zu dessen Zielen), das gehört nicht zur "Wirtschaftdiktatur"?
« Letzte Änderung: 14. Februar 2017 23:03 von Rockio » Gespeichert
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« Antworten #55 am: 14. Februar 2017 23:03 »

Lieber Rockio,

natürlich nicht "Diktatur" im Sinne dieser politischen Definition,

Dann sollte man es auch nicht verwenden. Die Vernunft gebietet doch, die Demokratie nicht so einfach schlecht zu reden.

Zitat
aber im Sinne einer (Fast)allesbeherrschung durch die Ökonomie. (Fast) alles wird auf seine Retabilität berechnet.

Muss ja auch. Wirtschaften ist das Arbeiten mit knappen Gütern. Dass Rentablität, Berechenbarkeit eine große Rolle spielt ist klar.
Aber das ist ja bei weitem nicht alles. Und wer "Diktatur" lose dahinredet verunglimpft das Andenken der zahllosen Menschen, die unter wirklichen Diktaturenschwer gelitten haben.

Abgesehen davon ist es ja schön, kritisch zu sein. Das wird ja auch täglich vorexerziert – nur warum wählen die Menschen dann demokratische Parteien am neoliberalen Ende? Muss man auch sagen: Wer solche Parteien wählt (darunter auch die Bonsai-Nazis der AfD mit einem unsozialen Programm par excellence), ist mit verantwortlich (und auch wer nicht wählt, s. mein gestriger Post).

Zitat
"Was bringt es mir?", fragen so viele Menschen, und meinen damit alleine den ökonomischen Nutzen.


Das ist zu kurz gegriffen, denn viele denken auch anders.
Und handeln anders.


Zitat
Zudem bestimmen die Wirtschaftsunternehmer durch ihren Lobbyismus zu viel an politischen Entscheidungen mit, alleine aus Profitinteressen heraus.

Unbestritten zuviel. Ja.
Aber nichts, was den Begriff  "Diktatur" irgendwie rechtfertigt.

Und wenn sich die Leute mal massenhaft solidarisieren würden um soziale Ziele herum, statt sich von neoliberalen (darunter auch die Bonsai-Nazis der AfD) einlullen zu lassen, dann wäre ja auch was möglich.


Zitat
Und wenn die Politiker ihnen nicht entgegenkommen, wandern sie ab in Länder, in denen sie leichter Geld verdienen können, weil die Umwelt- oder Sicherheitsauflagen lascher sind oder die Arbeiter weniger Lohn bekommen.

Das sind mal Wirtschaftsflüchtlinge Wink

Im Ernst: So leicht wandern Unternehmen gar nicht aus, auch wenn das immer wieder gerne als hohle Drohung ertönt.

Die deutschen Unternehmen, vor allem der tragende Mittelstand schätzt durchaus die gesetzlich sicheren Rahmenbedingungen, die hohe Qualität der Ausbildung, die sehr geringe Korruption.
Für die allermeisten Unternehmen (d. h. auch das Gros der Arbeitnehmer) gilt eh, dass sie gar nicht umziehen können. Wirtschaftliche Verbindungen zu anderen Unternehmen, Zulieferern, Kunden, Banken usw. machen das völlig illusorisch. Wenn eine von fünfhundert Firmen überhaupt abwandern könnte, dann wäre das viel.


Aber, es ist halt viel einfach mal falsch "Diktatur" zur rufen ....
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« Antworten #56 am: 14. Februar 2017 23:14 »

O.K., das Thema ist für meine Begriffe zu komplex, als daß ich es in eine noch vertretbare Textlänge packen könnte.
Ich selber hab eine lange Zeit gebraucht, um einige Zusammenhänge zu begreifen. Dabei haben mir persönliche Erlebnisse und mein Bauchgefühl mehr geholfen als alles andere. Das, was man dann in diversen Quellen ließt, ist mehr eine Bestätigung des eigenen Gefühls als ein aha-Effekt.
Ich ziehe mich jetzt nicht etwa schmollend zurück, sondern sage nur, jeder möge auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo hinter die Wahrheit kommen ....
Ist wie beim Rocktragen ... jeder muß selber auf den Geschmack kommen ... da hilft das ganze Gesabbel nix ... meins eingeschlossen ...  Grin Grin Grin
 
@ Rockio: falls wir uns mal irgendwo treffen, vielleicht sogar bei einem Treffen, haben wir schonmal ein interessantes Gesprächsthema  Wink
 
Grüße aus Berlin,
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« Antworten #57 am: 15. Februar 2017 00:43 »

(Fast) alles wird auf seine Retabilität berechnet. "Was bringt es mir?", fragen so viele Menschen, und meinen damit alleine den ökonomischen Nutzen.
Diese Frage hat schon Petrus gestellt (Matthäus 19,27):

Zitat
Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür zuteil?

Das ist eine ganz alltägliche Kosten-Nutzen-Rechnung, die sich jeder Mensch früher oder später stellt. Das Problem ist die Beschränkung auf die Okonomie.

Zudem bestimmen die Wirtschaftsunternehmer durch ihren Lobbyismus zu viel an politischen Entscheidungen mit, alleine aus Profitinteressen heraus.

LG, Micha
Lobbyarbeit wird auch von anderen Verbänden geleistet, z.B. Greenpeace, BUND, Kirchen, Sozialverbände usw.

Logisch ist es, dass Unternehmer ihr Unternehmen profitabel führen wollen. Täten sie es nicht, wären sie bald pleite.

Die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit ist gestört.

LG
Hajo

Alles richtig, lieber Hajo!

Ich bin ja auch nicht unbedingt für einen Kommunismus, aber für eine soziale Marktwirtschaft - weltweit!

Manche der kapitalistischen Unternehmer sind auch sehr sozialverantwortlich. Aber das System wird leider mehr von denen geprägt, die es nicht sind, und denen zu wenige Gesetze Einhalt gebieten.

LG, Micha
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« Antworten #58 am: 15. Februar 2017 00:49 »

Lieber Rockio,

natürlich nicht "Diktatur" im Sinne dieser politischen Definition,

Dann sollte man es auch nicht verwenden. Die Vernunft gebietet doch, die Demokratie nicht so einfach schlecht zu reden.

Zitat
aber im Sinne einer (Fast)allesbeherrschung durch die Ökonomie. (Fast) alles wird auf seine Retabilität berechnet.

Muss ja auch. Wirtschaften ist das Arbeiten mit knappen Gütern. Dass Rentablität, Berechenbarkeit eine große Rolle spielt ist klar.
Aber das ist ja bei weitem nicht alles. Und wer "Diktatur" lose dahinredet verunglimpft das Andenken der zahllosen Menschen, die unter wirklichen Diktaturenschwer gelitten haben.

Abgesehen davon ist es ja schön, kritisch zu sein. Das wird ja auch täglich vorexerziert – nur warum wählen die Menschen dann demokratische Parteien am neoliberalen Ende? Muss man auch sagen: Wer solche Parteien wählt (darunter auch die Bonsai-Nazis der AfD mit einem unsozialen Programm par excellence), ist mit verantwortlich (und auch wer nicht wählt, s. mein gestriger Post).

Zitat
"Was bringt es mir?", fragen so viele Menschen, und meinen damit alleine den ökonomischen Nutzen.


Das ist zu kurz gegriffen, denn viele denken auch anders.
Und handeln anders.


Zitat
Zudem bestimmen die Wirtschaftsunternehmer durch ihren Lobbyismus zu viel an politischen Entscheidungen mit, alleine aus Profitinteressen heraus.

Unbestritten zuviel. Ja.
Aber nichts, was den Begriff  "Diktatur" irgendwie rechtfertigt.

Und wenn sich die Leute mal massenhaft solidarisieren würden um soziale Ziele herum, statt sich von neoliberalen (darunter auch die Bonsai-Nazis der AfD) einlullen zu lassen, dann wäre ja auch was möglich.


Zitat
Und wenn die Politiker ihnen nicht entgegenkommen, wandern sie ab in Länder, in denen sie leichter Geld verdienen können, weil die Umwelt- oder Sicherheitsauflagen lascher sind oder die Arbeiter weniger Lohn bekommen.

Das sind mal Wirtschaftsflüchtlinge Wink

Im Ernst: So leicht wandern Unternehmen gar nicht aus, auch wenn das immer wieder gerne als hohle Drohung ertönt.

Die deutschen Unternehmen, vor allem der tragende Mittelstand schätzt durchaus die gesetzlich sicheren Rahmenbedingungen, die hohe Qualität der Ausbildung, die sehr geringe Korruption.
Für die allermeisten Unternehmen (d. h. auch das Gros der Arbeitnehmer) gilt eh, dass sie gar nicht umziehen können. Wirtschaftliche Verbindungen zu anderen Unternehmen, Zulieferern, Kunden, Banken usw. machen das völlig illusorisch. Wenn eine von fünfhundert Firmen überhaupt abwandern könnte, dann wäre das viel.


Aber, es ist halt viel einfach mal falsch "Diktatur" zur rufen ....

Nun ja, mit dem "Auswandern" nimmst Du es vielleicht zu wörtlich, wie mir der "Diktatur", lieber Rockio. Nenn es halt "Outsourcing". Versuche doch mal, Kleidung zu kaufen, die nicht in Billiglohnländern hergestellt wurde. Es ist möglich, aber schwierig. Oder Computer!

Und warum lassen deutsche Autofirmen in Mexiko fertigen? Weil sie den Mexkanern ein gutes Einkommen bescheren wollen? Oder weil sie dort weniger Lohn zahlen müssen als in Europa oder in den USA? Und weil eben bis Trump die Grenzen für die Einfuhr nach USA zollfrei offen war? (Das soll jetzt nicht heißen, dass ich für Trumps Abschottungspolitik wäre. Wie ich heute las jagen seine Sohne Leoparden und Elefanten in Afrika. Ob sie die Trophäen wie Elfenbein usw. wohl in die USA hochverzollt einführen dürfen?)

Nimm halt statt "Diktatur" "Alleinherrschaft des Marktes" oder so was. Marktherrschaft ist was anderes als Demokratie. Es ist die Herrschaft der Stärkeren, Schlaueren, Reicheren.

Noch gibt es unsere Demokratie. Aber wir müssen sie verteidigen.

LG, Micha
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« Antworten #59 am: 15. Februar 2017 01:45 »


WIR haben die Macht ... aber wir wissen es scheinbar noch nicht ...
 

Wir haben die Macht, aber nur so lange, wie wir keine Regierung haben, die andere Meinungen unterdrückt, die Justiz beeinflusst usw.
Diktator Erdogan redet auch noch von Demokratie, und jede Meinung ist erlaubt, solange sie seiner entspricht.
In diese Richtung bewegen sich gerade viele Staaten, D möchte ich da nicht sehen, weil ich keine Lust und Alternative zum Auswandern habe.
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