Zwei Erlebnisse heute
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23. Oktober 2017 15:19
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Autor Thema: Zwei Erlebnisse heute  (Gelesen 661 mal)
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MAS
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« am: 11. August 2017 23:19 »

Liebe Freunde,

heute hatte ich zwei interessante Erlebnisse:

Erstens traf ich in der Stadt eine Sprechstundenhilfe meiner Hausärztin die mich ansprach: "Darf ich Sie etwas fragen? Warum tragen Sie Röcke! Ich meine, ich habe nichts dagegen, aber wir philosophieren in der Praxis, obwohl es uns ja eigentlich nichts angeht. Aber wir überlegen: ist es was Religiöses? Nein! Was Berufliches? Nein. Oder ist es einfach nur bequem?" Ich bestätigte letzteres, fügte hinzu, dass es mir auch optisch gefalle und erzähählte von meiner Uroma, die in den 1920ern als eine der erstem Frauen Hosen trug, um damit bequemer Fahrrad fahren zu können. "Ah, dann machen Se es also nun umgekehrt?" Ein nettes Gespräch, und sie kann es nun ihren Kolleginnen erklären!

Zweitens trage ich derzeit zu Hause ein kurzes Träger-Shirtkleid, wie es Jürgen auch schon zeigte, nur nicht geblümt, sondern schwarz. Sozusagen ein "kleines Schwarzes". Heute trug ich es auch mal draußen, um zwei Briefe zum Briefkasten zu bringen, auf der anderen Seite der viel befahrenen Straße, an der wir wohnen. Ich zog mir darüber meine grüne Regenjacke an, weil es heute recht usselig war. Unterwegs hatte ich das Gefühl, dass mich alle Autofahrer anschauen und dass ich untentum nackt sei oder eben nur ein etwas längeres Hemd anhatte, das aber unten rum nicht lang genug war. Das Kleid ist einfach so luftig, wie sonst keines meiner Kleider, von den Röcken ganz zu schweigen. Es schauten aber sicher die Leute nicht mehr nach mit als sonst, wenn ich im Rock unterweg bis oder im Jeanskleid.

Was kann man aus den beiden Erlebnissen ersehen? Zum einen gibt es immer noch Menschen, die sich Gedanken machen darüber, warum ich Röcke trage, während mir das ganz normal ist. Und zweitens gibt es immer noch Kleidungsstücke, in denen ich mich unsicherer fühle als in anderen. Aber alles ist ein Frage der Gewohnheit, und zwar, indem sich Menschen an den Anblick von Männern in Röcken und Kleidern gewöhnen und der Gewohnheit, ein bestimmtes Kleidungsstück in der Öffentlichkeit zu tragen.

LG, Micha
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Skirtedman
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« Antworten #1 am: 12. August 2017 01:10 »

Ein Erlebnis von mir:

Gestern, am Donnerstag Abend, am Rande einer Veranstaltung, kam eine ältere Dame auf mich zu und meinte, wir würden uns kennen. Sie sagte, sie habe mich vor vier Jahren auf einem Weinfest (für Insider: "Kirchenstück") angesprochen und mich zu meiner Bekleidungsgewohnheiten befragt.
Am Ende hätte ich sie grafragt: "Jetzt wollen Sie bestimmt auch noch wissen, was ich unter dem Rock trage?", sie führte aus, dass sie das eigentlich gar nicht wissen wollte, ich hätte es ihr trotzdem gesagt: "Sandalen."
Da hätte sie lachen müssen. Seitdem erzähle sie diese Situation sehr oft immer wieder und sie würde damit immer alle zum Lachen bringen. Zwar kann ich mir keine Witze merken, aber habe so offenbar für ein kleines Erzählwitzchen gesorgt.

Gruß, Wolfgang
P.S.: Dem seligen Ferdi sei Dank, von ihm habe ich diese Antwort auf jene sehr oft gestellte Frage.
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MAS
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« Antworten #2 am: 12. August 2017 08:15 »

P.S.: Dem seligen Ferdi sei Dank, von ihm habe ich diese Antwort auf jene sehr oft gestellte Frage.

Ich erinnere mich daran dass  Ferdi diese Frage oft beantwortete mit: "Das überlasse ich Ihrer Phantasie!"

Das sagte ich mal, als zwei Mädchen mich das fragten, worauf sie reagierten mit: "Iiiih!"

LG, Micha
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DesigualHarry
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« Antworten #3 am: 12. August 2017 10:11 »

Hallo!

Cephalus hatte kürzlich ja ein ähnliches Problem... Auch ich kenne dieses Gefühl dass bestimmte Kleidungsstücke, in meinem Fall sehr feminin betonte, Unbehagen auslösen. Ich würde mich aber nicht dazu zwingen diese Kleidungsstücke öfters öffentlich zu tragen dass sie mir gewohnt sind, weil ich in solchen Kleidungsstücken die Unwohlsein in mir auslösen angreifbar werde.

Hier erkenne ich z.b. auch gut dass es nicht die Kleidung selbst ist, die das Unbehagen auslöst, sondern die persönliche Wertung. Das Kleid im Laden sieht super aus, aber anprobiert merkt man dass da was nicht stimmt. Aber andererseits habe ich es schon öfters bei Röcken erlebt, die ich im ersten Moment gar nicht so schön fand, aber bei der Anprobe ein richtig gutes Gefühl auslösten.
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MAS
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« Antworten #4 am: 12. August 2017 10:19 »

Hallo!

Cephalus hatte kürzlich ja ein ähnliches Problem... Auch ich kenne dieses Gefühl dass bestimmte Kleidungsstücke, in meinem Fall sehr feminin betonte, Unbehagen auslösen. Ich würde mich aber nicht dazu zwingen diese Kleidungsstücke öfters öffentlich zu tragen dass sie mir gewohnt sind, weil ich in solchen Kleidungsstücken die Unwohlsein in mir auslösen angreifbar werde.

Hier erkenne ich z.b. auch gut dass es nicht die Kleidung selbst ist, die das Unbehagen auslöst, sondern die persönliche Wertung. Das Kleid im Laden sieht super aus, aber anprobiert merkt man dass da was nicht stimmt. Aber andererseits habe ich es schon öfters bei Röcken erlebt, die ich im ersten Moment gar nicht so schön fand, aber bei der Anprobe ein richtig gutes Gefühl auslösten.

Lieber Harry,

meinst Du das jetzt in Bezug auf mein Kleiderlebnis? Ich fühle mich in diesem Kleid eigentlich pudelwohl, aber mehr zu Hause. Ich kann mir aber auch vorstellen, es an einem sehr warmen Tag mal draußen zu tragen. Jürgen sieht darin ja auch ganz gut aus, finde ich.

Alsi ich in meinem Träger-Jeanskleid erstmals draußen unterwegs war, fühlte ich mich darin auch etwas nackter und beaobachteter, was sich aber bald legte. Jetzt fühle ich mich darin auch draußen einfach nur wohl und bewege mich darin so sicher wie in Röcken- oder zumindest fast so sicher, aber es gibt auch Situationen, da fühle ich mich in Röcken etwas unsicher, wenn ich meine, dass ich auf Leute treffe, die es nicht richtig einordnen können. Kommt aber selten vor.

LG, Micha

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DesigualHarry
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« Antworten #5 am: 12. August 2017 10:54 »

Hallo!

Den Unterschied zwischen drinnen zu Hause und draußen unter Menschen kenne ich auch. Ich fühle es aber immer ganz genau ob ich mich in einem bestimmten Rock auch draußen noch wohlfühle, da spielt es keine Rolle ob ich den Rock schon einige Zeit getragen habe oder erst neu ist.

Dieses ständige Hinterfragen ob ich mich derzeit so noch wohlfühle ist für mich ein wichtiger Baustein um Selbstbewusstsein überhaupt durchführen zu können.
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rockability
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« Antworten #6 am: 12. August 2017 11:10 »

Ich erinnere mich daran dass  Ferdi diese Frage oft beantwortete mit: "Das überlasse ich Ihrer Phantasie!"

Das sagte ich mal, als zwei Mädchen mich das fragten, worauf sie reagierten mit: "Iiiih!"

LG, Micha
*Stirnklatsch* Mensch, Michael. Du musst auch schon abwägen, zu wem du das sagst. bei erwachsenen mag das gehen, die verstehen die Pointe. Aber doch nicht alle Kinder und schon gar nicht weibliche Kinder.

Was aber wichtiger ist, ist die ehrliche Reaktion dahinter, die Erwachsene nie so gegen uns über äußern würden.
Die Frage, was du darunter trägst, hat nichts mit den Mythos der Schotten zu tun. Das männliche Glied wird als dominant und damit ekelhaft assoziiert. Eine Vulva wird als niedlich und süß betrachtet, da das weibliche Genital zurückhaltend ist. Ähnlich oder genauso kannst du das vergleichen, warum Frauen in der Öffentlichkeit nicht barbußig sein dürfen im Gegensatz zu Männern. Ein Freund, der selber mal ein Kleid anzieht, hat mir letztens auch erklärt, dass es viele Männer gibt, die der Sommer ankotzt und schon oft von seinen Freunden und anderen Männern in seinem Umfeld zu hören bekommen hatte, dass sie das auch mal angebenhm empfänden, mit einem Rock mal unten Luft ran zulassen, wie "Frauen, die "Luft um ihre Möse wehen lassen." "Aber die Gesellschaft gegenüber Männern", sagen sie.
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Nach sorgfältiger Abwägung und langer Überlegung, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Transsexualismus ein kulturell-psychologisches Phänomen ist.
rockability
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« Antworten #7 am: 12. August 2017 11:18 »

Das sagte ich mal, als zwei Mädchen mich das fragten, worauf sie reagierten mit: "Iiiih!"
Achso, weibliche Menschen habe sehr viel Einfluss auf Jungen und Männer, wie sie in der Öffentkichkeit gesehen werden möchten.  Auch, wenn sich niemand darüber so wirklich mal Gedanken gemacht hat. Das läuft unterbewusst ab. Ich hatte auch schon einen Moment,wo Mädchen "angeweidert" mich ansahen (Aber auch Frauen mittleren Alters). Wenn ein junges oder kleines Mädchen angewiedert schaut, zieht sich das wie eine Kettenreaktion durch alle Kreise. Die Reaktion des Mädchens wird auf Erwachsene übetragen, die für das Mädchen Partei ergreifen und  den Rockträger als "Perversling" oder Kinderschreck dastehen lassen. Niemand selbst will aber als "abartig" gelten und lässt das schnell sein oder fängt es erst gar nicht an, weil so viel Freizügigkeit und Körpelichkeit der männlichen Biologie und Identität widerspricht. Das "Iiiih!" ist schon eine Schmähreaktion, den die meisten männlichen Menschen zu Herzen nehmen und solche Spielchen lieber schnell sein lassen. Der Paragraph § 183 gilt deshalb auch nur (noch) für Männer. Frauen wurden später durch Forderungen von Feministinnen aus dem Paragraph gestrichen.
« Letzte Änderung: 12. August 2017 11:29 von rockability » Gespeichert

Nach sorgfältiger Abwägung und langer Überlegung, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Transsexualismus ein kulturell-psychologisches Phänomen ist.
cephalus
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« Antworten #8 am: 12. August 2017 12:24 »

Der Paragraph § 183 gilt deshalb auch nur (noch) für Männer. Frauen wurden später durch Forderungen von Feministinnen aus dem Paragraph gestrichen.

Woher Du nur immer deine falschen Informationen beziehst, um sie ungeprüft als Tatsache zu veröffentlichen Roll Eyes Lips Sealed Cry

Im Übrigen, wenn die Welt so schlimm ist und du permanent Angst hast, keine abzubekommen, kleide dich halt konventionell.

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rockability
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« Antworten #9 am: 12. August 2017 13:24 »

Ich habe keine Angst davor. Wer erzählt sowas? Was meinst du mit falsche Information, den Paragraphen? Den nannte ich nur als Ursache auf die Auswirkung von Röcken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein Rock, eine Hotpants, enge Badeshosen oder Leggings sind. Dass du und wir das überwunden haben, is ein anderes Thema. Was den Paragraphen betrifft. Ich zitiere: "Der Paragraph 183 StGB beschrieb ursprünglich geschlechtsneutral den Straftatbestand der "Unzüchtige Handlungen". Heute ist es ein sexistischer Paragraph, der nur Männer wegen "exhibitionistische Handlungen" Strafe androht."

Dazu eine Übersicht

183 StGB - Unzüchtige Handlungen
20. März 1876
(1) Wer durch eine unzüchtige Handlung öffentlich ein Ärgerniß gibt, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu fünfhundert Mark bestraft.
(2) Neben der Gefängnißstrafe kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.

von 1. Sept. 1969
(1) Wer durch eine unzüchtige Handlung öffentlich ein Ärgerniß gibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu fünfhundert Mark bestraft.
(2) (weggefallen)

183 StGB - Unzüchtige Handlungen
von 24. Nov. 1973
(1) Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.
(3) Das Gericht kann die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe auch dann zur Bewährung aussetzen, wenn zu erwarten ist, daß der Täter erst nach einer längeren Heilbehandlung keine exhibitionistischen Handlungen mehr vornehmen wird.
(4) Absatz 3 gilt auch, wenn ein Mann oder eine Frau wegen einer exhibitionistischen Handlung
1. nach einer anderen Vorschrift, die im Höchstmaß Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe androht, oder
2. nach § 174]Abs. 2 Nr. 1 oder § 176 Abs. 5 Nr. 1
bestraft wird.

von 5. Juli 1997
"-"
(4) Absatz 3 gilt auch, wenn ein Mann oder eine Frau wegen einer exhibitionistischen Handlung
1. nach einer anderen Vorschrift, die im Höchstmaß Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe androht, oder
2. nach § 174 Abs. 2 Nr. 1 oder § 176 Abs. 3 Nr. 1 bestraft wird. http://lexetius.com/StGB/183

von 1. Apr. 1998
"-"
(4) Absatz 3 gilt auch, wenn ein Mann oder eine Frau wegen einer exhibitionistischen Handlung
1. nach einer anderen Vorschrift, die im Höchstmaß Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe androht, oder
2. nach § 174 Abs. 2 Nr. 1 oder § 176 Abs. 4 Nr. 1 bestraft wird.  https://dejure.org/gesetze/StGB/183.html






Ich denke schon, dass ich gut darüber informiert bin, wie Männer und Frauen Männer bewerten. Das, mit dem Mädchen war nur ein Beispiel, weil MAS es erwähnt hatte und je nach Zeigeist beliebig austauschbar ist. Aktuell. auch nachdem Agent*in ins Leben gerufen wurde, scheint es, gelten Männer weniger als schwul als dass sie durch ihr Rocktragen in den Augen von Männern nur für die Anliegen bei Frauen eintreten, es also mit dem Rock symbolisieren, nach außen tragen (würden). Ich zitiere aus:
Zitat von: Kritik zur Agent*in
Die Natur des Mannes und der Frau, die sich über Jahrtausende Evolutionär entwickelt hat und postfaktische Empfindungen, dass Männer priviligiert sind, rechtfertigt nicht, dass man Gesetze erlässt, damit Männer schlechter befördert werden oder ihnen die Kinder weggenommen werden! Männer sterben früher, mir hat man versucht meinen Sohn wegzunehmen mit der Aussage "Männer lieben ihre Kinder nicht so sehr" und ich fühle mich nicht so priviligiert! Und wenn die Männer so priviligiert sind und das Weibliche so einen schlechten Ruf hat, warum versuchen so viele Männer Frauen zu werden und defamieren Männer dann so sehr?


Zitat von: purblemoonlight gofeminin
Eigentlich ist es ja logisch, warum die Reaktionen darauf so negativ sind.

Wenn eine Frau heterosexuell ist, dann will sie in der Regel einen Mann als Partner, und zwar einen Mann, der wie ein Mann aussieht. Wenn sich ein Mann aber wie eine Frau anzieht und schminkt, dann sieht er nicht mehr wie ein Mann aus, sondern wie eine Frau. Eine heterosexuelle Frau steht aber nicht auf Frauen, sondern auf Männer, also was soll sie mit einem Mann, der wie eine Frau aussieht? Ein Mann, der wie eine Frau aussieht, ist für diese Frauen eben nicht mehr sexuell anziehend oder attraktiv.

Es gibt ja auch bisexuelle Frauen, die sich von beiden Geschlechtern angezogen fühlen. Vielleicht stört die das nicht, wenn ein Mann wie eine Frau aussieht. Es gibt wahrscheinlich sogar heterosexuelle Frauen, die das nicht stört, sie sind vermutlich halt nicht so oft anzutreffen.


Man kann also festhalten, dass Männer sich "verraten" fühlen, weil Rockträger vermeintlich für die Anliegen der Frauen eintreten aber die Anliegen der eigenen Geschlechtergruppe vernachlässien oder verlassen.
Bei Frauen ist es umgekehrt, dass weiblich aussehende Männer für sie keine richtigen Männer mehr sind aber auch nie eine ebenwürdige Frau/Freundin sein werden, weil sie nur eine "Simulation" ihrer selbst sind.
« Letzte Änderung: 12. August 2017 13:54 von rockability » Gespeichert

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Seravajan
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« Antworten #10 am: 12. August 2017 16:55 »

Ein Mann im Rock oder Kleid sieht noch lange nicht wie eine Frau aus. Erst wenn da noch viel mehr dazu kommt, wird der Mann langsam zu einer Frau. Meine Erfahrungen zeigen, dass Rock oder Kleid alleine noch keine solchen Assoziationen auslöst.
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« Antworten #11 am: 12. August 2017 18:28 »

Nein, das da hast du recht, Seravajan, Das habe ich auch so nicht gemeint. Frauen sehen es aber anscheinend anders. Wink https://youtu.be/q774TxGabvE?t=33

Es liegt ein Widerspruch zwischen dem männlichen und weiblichen Wahrnehmungsbild. Als eindeutig erkennbarer Mann werden die meisten, sofern es weit über den schlichten Jeansrock oder Kilt hinausgeht, schief angeguckt werden, oder besser gesagt, sie vermeiden es schon von vornherein schief beäugt zu werden. Männern wird in der Gesellschaft keine Schönheit zugestanden und weibliche Schönheit (also das, was als weiblich gilt, wie der Augenzupf und Frisur-Witz im Clip) haben sich Männer nicht verdient, weil sie mit negativen Dingen verbunden werden. Ein Beispiel ist unser Hajo, der 2014 noch darauf pochte, dass sein Schnauzbart stehen bliebe. Jetzt hat er sich im Laufe der Zeit selber so gut es geht einem weiblicheren Erscheinunsbild genähert, damit die Sachen an ihn stimmiger ausehen.

Ich sehe trotzdem zu meinem angebrachten Beispiel mti dem STGB, gesellschafltiche Paralellen zu Röcken an Männern. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,384449,00.html http://www.stern.de/panorama/icke-muss-vor-jericht-wie-sieht-ein-kinderschaender-aus-1504134.html
Ein Beispiel was dem sehr nahe kommt, habe ich hier vor kurzem ja selber ausführlich niedergeschrieben.

"British Airways macht Ernst beim Schutz gegen Pädophile"
Zitat
    "Kommen Sie bitte mit, mein Herr", sagte die Stewardess. "Ein Mann darf nicht neben Kindern sitzen." - "Aber er ist doch unser PAPA!","
http://www.merkur-online.de/nachrichten/welt/france-verbietet-maennern-plaetze-neben-kindern-444675.html

"Australische Airlines: Männer dürfen nicht neben Kindern sitzen"

Zitat
"Könnten Sie bitte diesen Platz nehmen? Er darf nicht neben Kindern sitzen."

"Man hat mich pauschal für einen Pädophilen gehalten", sagte McGirr der australischen Zeitung "The Age". "Alle haben mich angeguckt." Dem 33-Jährigen sei das alles sehr peinlich gewesen."

Nun stelle man sich vor, er trüge noch einen Rock. Oder anders betrachtet. Ist dieser Mann (nach diesem Vorfall) dazu zu bewegen, dass er sich einen Rock anzieht, wenn ihm schon die Blicke wegen so eines lapidaren Verdachts oder einer Verwechslung, äußert unangenehm waren, statt "darüber zu stehen" und diese mit der "Vorschriftsmaßnahme" der Stewardessin zu entkräften?

"Die zweijährige Abigail Rae ertrank in einem Dorfteich. Ein Mann der sie vorher sah, wollte ihr helfen, aber hatte davor Angst, dann als Perverser bezeichnet zu werden."
http://www.foxnews.com/story/0,2933,190586,00.html

"Und selbst Väter schrecken davor zurück, die eigene Tochter zu trösten ..."
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2006-17/artikel-2006-17-streicheleinheiten-sind-gestrichen.html


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« Antworten #12 am: 12. August 2017 18:39 »

Ich erinnere mich daran dass  Ferdi diese Frage oft beantwortete mit: "Das überlasse ich Ihrer Phantasie!"

Das sagte ich mal, als zwei Mädchen mich das fragten, worauf sie reagierten mit: "Iiiih!"

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Was aber wichtiger ist, ist die ehrliche Reaktion dahinter, die Erwachsene nie so gegen uns über äußern würden.
Die Frage, was du darunter trägst, hat nichts mit den Mythos der Schotten zu tun. Das männliche Glied wird als dominant und damit ekelhaft assoziiert. Eine Vulva wird als niedlich und süß betrachtet, da das weibliche Genital zurückhaltend ist. Ähnlich oder genauso kannst du das vergleichen, warum Frauen in der Öffentlichkeit nicht barbußig sein dürfen im Gegensatz zu Männern. Ein Freund, der selber mal ein Kleid anzieht, hat mir letztens auch erklärt, dass es viele Männer gibt, die der Sommer ankotzt und schon oft von seinen Freunden und anderen Männern in seinem Umfeld zu hören bekommen hatte, dass sie das auch mal angebenhm empfänden, mit einem Rock mal unten Luft ran zulassen, wie "Frauen, die "Luft um ihre Möse wehen lassen." "Aber die Gesellschaft gegenüber Männern", sagen sie.

Nun ja, pubertierende Mädchen kann man doch ruhig mal schocken!  Grin

LG, Micha
« Letzte Änderung: 12. August 2017 18:42 von MAS » Gespeichert

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« Antworten #13 am: 12. August 2017 19:25 »

Ich wöllt ja mal zu gern sehen, welchen Kerlen du das schmackhat machen könntest, mit all seinen Konsequenzen.
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« Antworten #14 am: 12. August 2017 19:59 »

Ich wöllt ja mal zu gern sehen, welchen Kerlen du das schmackhat machen könntest, mit all seinen Konsequenzen.

Pubertierende Mädchen zu schocken?

Das will ich überhaupt niemandem schmackhaft machen, das passiert einfach so wenn man mit den Pubertieren zusammen ist.

LG, Micha
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