Warum Männer keine Kleider und Röcke tragen dürfen
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19. Oktober 2018 23:37
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Autor Thema: Warum Männer keine Kleider und Röcke tragen dürfen  (Gelesen 1801 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Petrullo
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« Antworten #15 am: 15. Mai 2018 09:22 »

Mit Verboten erreicht man wenig. Und der Herrenanzug ist sowieso auf dem Rücktritt. Merkwürdig eigentlich, dass diese Entwicklung dem Autor vorbeipassiert ist, ohne dass er es bemerkt hat. Er hätte den Artikel vor zehn oder fünfzehn Jahren schreiben sollen und erkannt, dass er nun die Zeit verpasst hatte.   

Gruß
Gregor
Nein,der Anzug wird wieder verstärkt durchgesetzt,man siet es in viele Job.

https://www.ardmediathek.de/tv/Unsere-zweite-Haut/Sendung?documentId=33404008
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Holger Haehle
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« Antworten #16 am: 15. Mai 2018 17:02 »

Richtig Jürgen,

niemand hindert uns daran Röcke zu tragen. Aber wahrscheinlich würde uns auch niemand daran hindern einen einen Kartoffelsack und dazu einen Blumentopf als Hut zu tragen.

Glücklicher Weise ist die Toleranz immer noch hoch im Lande, zumindest gegenüber „Volksdeutschen“ (Unsere Austauschstudenten aus Leipzig und Zwickau berichten jedoch von einigen Übergriffen). Die individuellen Freiheitsrechte werden weiterhin von einer Mehrheit hoch angesehen.

Aber Toleranz ist nicht das Gleiche wie Akzeptanz. Toleranz ist nur eine Art Duldung.

Warum also verbreitet sich die Männerrockkultur nicht weiter? Und das liegt eben an gesellschaftlichen Strukturen und Rollenzuweisungen, die der Seggiani-Artikel beschreibt.

In einer Umfrage an unserer Uni haben 100% der Männer gesagt: Jeder soll anziehen was er will. Von mir aus auch einen Rock. Ebenso haben 100%  der Männer gesagt: Ich ziehe solange keinen Rock an, wie das nicht auch andere Männer machen, sonst verliere ich mein Gesicht als Mann.

Solange die patriarchalischen Strukturen der bürgerlichen Bewegungen des 18./19. Jahrhubderts weiter bestehen bleiben, verliert der Mann im Rock sozialen Status. So lange wir uns der Gleichberechtigung nur annähern, bleiben die Frauen tendenziell dem Manne untergeordnet. Und genau so lange bleibt der feminin konnotierte Rock ein Symbol für eine unterlegene „Kaste“ zu der Mann nicht herabsteigen will.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2018 17:24 von Holger Haehle » Gespeichert
GregorM
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Die meisten nennen meine Röcke Kilts


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« Antworten #17 am: 15. Mai 2018 17:21 »


Nein,der Anzug wird wieder verstärkt durchgesetzt,man siet es in viele Job.


Wirklich? Bei uns nicht.

Jetzt frage ich mich, ob der Grund sein könnte, dass bei uns die Gleichberichtigung der beiden Geschlechter sich vermutlich stärker durchgesetzt hat?

Gruß
Gregor

« Letzte Änderung: 15. Mai 2018 17:23 von GregorM » Gespeichert

www.dress2kilt.eu/index_de.htm
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Ein Rock ist ein Rock, und ein Mann ist ein Mann. Ein Mann im Rock ist ein Mann im Rock.
Holger Haehle
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« Antworten #18 am: 15. Mai 2018 17:22 »


Natürlich ist der Herrenanzug textiles Zeichen einer Unterdrückung der Frau. Er wurde schließlich im Zuge der erwähnten bürgerlichen Umwälzungen des 18./19. Jahrhunderts als Gegengewicht zur dekadenten Pracht des Adels eingeführt. Die Hose diente als Zeichen von Funktionalität und Sachlichkeit. Diese Werte sollten durch die schlichte Ausführung in dunklen Uni-Farben unterstrichen werden. Verspielte Kleider und allzu Buntes wurden zum Zeichen der Schönheit von Frauen. Denn zu mehr als Äußerlichkeiten sind Frauen nicht nützlich. Der Mann lenkt aber nicht länger wie der barocke Adel in weibischer Weise von seinen inneren Qualitäten ab, die ihn zum gottgewollten Herrscher der Gesellschaft machen. Das kann man so z.B. bei fortschrittlichen Köpfen wie dem Philosophen der Aufklärung Jean-J. Rousseau nachlesen, der immerhin als Mitbegründer der modernen Demokratie gilt.
« Letzte Änderung: 15. Mai 2018 17:26 von Holger Haehle » Gespeichert

DesigualHarry
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« Antworten #19 am: 15. Mai 2018 22:54 »

Hallo!

Vielleicht sollte man die Männer doch einfach Kleider und Röcke tragen lassen, anstatt ständig irgendwelche Geschichten aus der Vergangenheit herauskramen wieso Männer keine Röcke tragen...
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ΙΧΘΥΣ


« Antworten #20 am: 16. Mai 2018 05:47 »

Hallo!

Vielleicht sollte man die Männer doch einfach Kleider und Röcke tragen lassen, anstatt ständig irgendwelche Geschichten aus der Vergangenheit herauskramen wieso Männer keine Röcke tragen...
Wir leben nicht in einer vergangenheitslosen Zeit, sondern sind das Ergebnis der Vergangenheit. Insofern schleppen wir eine Menge Balast mit uns herum, von dem wir uns erst lösen müssen.
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« Antworten #21 am: 16. Mai 2018 06:36 »

Richtig Jürgen,

niemand hindert uns daran Röcke zu tragen. Aber wahrscheinlich würde uns auch niemand daran hindern einen einen Kartoffelsack und dazu einen Blumentopf als Hut zu tragen.

Lieber Holger

Wahrscheinlich könnte ich auch einen Kartoffelsack mit Blumentopf tragen.
Gefällt mir aber weniger. Ich trage lieber meine Röcke und Kleider, auch wenn meine Figur nicht so optimal  ist, wie die der Models aus dem Katalog.
Und es ist doch schön, das es von so vielen Menschen toleriert oder geduldet wird.

Natürlich  gibt es auch Menschen, denen das nicht gefällt.  Damit kann und muss ich eben leben.
Damit eine Akzeptanz entsteht oder sich gesellschaftliche Strukturen oder Dresscode ändern, müssten wir viel mehr sein.

Aber ist es hilfreich, darüber zu diskutieren, warum Männer keine Röcke oder Kleider tragen dürfen?

Und wieso folgt nach so viele "richtig" oder "ja" ein "aber"?

Hallo!

Vielleicht sollte man die Männer doch einfach Kleider und Röcke tragen lassen, anstatt ständig irgendwelche Geschichten aus der Vergangenheit herauskramen wieso Männer keine Röcke tragen...

Lieber Harry, sehe ich genauso.

Grüßle
Jürgen


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MAS
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« Antworten #22 am: 16. Mai 2018 07:40 »

Guten Morgen zusammen!

Ich muss Holger da Recht geben, wo er Toleranz von Akzeptanz unterscheidet. Solange der Durchschnittsmann das Rocktragen für sich selber nicht als normale Möglichkeit sieht, haben wir unser Ziel noch nicht erreicht. Wenn die Entscheidung zwischen Rocke und Hose nur noch eine reine Geschmacksfrage ist, dann ist es erreicht. Solange aber bei vielen Männern ein psychosozaiels Unwohlsein beim Gedanken, einen Rock oder ein Kleid zu tragen aufkommt, ist es nicht erreicht.

Allerdings fühle ich mich oft nicht nur toleriert, sondern auch respektiert und zumindest als rocktragender Mann auch akzeptiert, wenn auch das Rocktragen selber für sich selbst bei vielen Männern leider noch nicht akzeptiert ist.

LG, Micha
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JJSW
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« Antworten #23 am: 16. Mai 2018 09:16 »

Was könnte ich noch tun, um unser Ziel zu erreichen?
Bin weder Missionar noch Marketingstratege und aggressive oder aufdringliche Reklame mag ich nicht.
So bin ich eben so oft mir möglich draußen in Rock, Kilt oder Kleid unterwegs.

Wer noch gute Ideen hat, her damit

Grüßle
Jürgen
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DesigualHarry
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« Antworten #24 am: 16. Mai 2018 11:04 »

Hallo!

Es gibt nur einen Weg: So tun als ob das Ziel schon erreicht ist. Wenn ich Morgen haben möchte dass die Männer Röcke tragen, dann muss ich es heute schon vorwegnehmen. Wenn man sich aber vom Ballast der Geschichte nicht trennen mag, dann dauert es halt ewig...
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Lars
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« Antworten #25 am: 16. Mai 2018 11:19 »

Allgemeine Frage:
Wieso eigentlich ZIEL? Ziel ist Stillstand. Ziel erreicht ... und was dann?
 Grin

@ Jürgen:
Sei authentisch, lebe so, wie du es magst ... das strahlst du dann auch aus und das spüren die Leute.
Damit setzt du sehr viele Impulse. Und mehr braucht es nicht.
 
Ich mache es nicht anders, und ich hatte in letzter Zeit so viele geniale Erlebnisse, daß ich ein Buch drüber schreiben könnte ...
 
Viele Grüße,
Lars
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« Antworten #26 am: 16. Mai 2018 12:16 »

Hallösche
Na dann mach ich doch einfach mal so weiter. Das Ziel ist mir auch nicht so wichtig. Der Weg ist das Ziel.

Schon beachtlich was ich in drei Jahren erreicht habe. Nicht jeder akzeptiert das aber die meisten tolerieren es.
Hab auch schon viel schönes erlebt im Rock. Für ein Buch reicht es aber noch nicht.
 Smiley
Grüßle
Jürgen
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Holger Haehle
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« Antworten #27 am: 16. Mai 2018 13:44 »

Lieber DesigualHarry,

wir Menschen sind Produkte der Gesellschaften und Kulturen in die wir geboren werden. Die wiederum sind das Ergebnis geschichtlicher Prozesse. Natürlich können wir den Lauf der Welt verändern. Aber wenn immer wir etwas Neues wagen, dann fangen wir nicht bei null an, sondern knüpfen an bei dem was wir vorfinden.

In der Geschichte kramen, heißt aufzudecken, welche Strukturen, welches Erbe uns begleitet. Viele Verhaltensweisen, Regeln und Rollen sind das Ergebnis vergangener Prozesse, die uns oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Und unsere aktuellen Rollenzuweisungen sind eben das Ergebnis gesellschaftlicher Implementierungen des 18./19. Jahrhunderts. Das hegemoniale Patriarchat ist zwar in Auflösung begriffen, aber es ist noch nicht überwunden. So erklärt sich, warum der Männerrock keine breite Zustimmung findet.

Es hat seine Vorteile zu wissen wo der Hund begraben liegt, damit zielgerichtet Ideen entwickeln werden können etwas zu verändern. Einfach anders machen ist ein Anfang. Mit einem Plan anders machen verspricht aber mehr Erfolg.


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cephalus
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« Antworten #28 am: 16. Mai 2018 15:06 »

Ich mache es nicht anders, und ich hatte in letzter Zeit so viele geniale Erlebnisse, daß ich ein Buch drüber schreiben könnte ...

Hab auch schon viel schönes erlebt im Rock.

Ich bin beeindruckt!
Vermutlich trage ich zu selten Rock, aber besondere Erlebnisse hatte ich wegen des Rock noch kaum. Weder positiv noch negativ  - einfach nur normal. Oder ich bin zu abgestumpft  Undecided
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Petrullo
Grünschnabel

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« Antworten #29 am: 16. Mai 2018 16:35 »

Die Frauen mussten für die Hosen bis in die 70. Jahre kämpfen,die Männer sollten energischer für das Recht anzuziehen was sie wollen kämpfen.

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/36/maennermode-kleid-geschlechter
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