Autor Thema: Die Selbstverständlichkeit  (Gelesen 1312 mal)

Offline cephalus

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Die Selbstverständlichkeit
« am: 29.06.2021 21:12 »
Vorhin habe ich meinem Sohn erzählt,  dass ich in jungen Jahren immer Probleme mit der richtigen Hosengröße hatte:
Entweder waren sie viel zu weit,  wenn die Beinlänge passte, oder zu kurz, wenn die Bundweite stimmte. (Sondergrößen waren damals rar)

Die trockene Antwort meines Sohnes:

"Warum hast Du kein Kleid genommen wie Du gerade an hast? Da sind doch ein paar cm egal?"

Es folgte eine längere Erklärung zu Zeitgeschichte und  persönlicher Entwicklung meinerseits, die er mit dem Jungen aus seiner Parallelklasse, der meistens Kleider trägt, kommentierte.

Ja  die Welt hat sich in 40 Jahren doch weiterentwickelt.  ;D


Offline MAS

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #1 am: 29.06.2021 21:16 »
Prima, Cephalus! Auch Dein Werk! :D

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Offline cephalus

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #2 am: 30.06.2021 11:34 »
Prima, Cephalus! Auch Dein Werk! :D

Vielleicht,  was man ständig sieht ist einfach normal.
Auch seine Freunde und Klassenkameraden betrachten mich und auch den Mitschüler als normal.

Spannend werden die neuen Kontakte,  die sich jetzt mit dem Schulwechsel ergeben werden.

Offline hirti

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #3 am: 30.06.2021 12:26 »
Erstaunlich, wirklich erstaunlich für mich welche Selbstverständlichkeit bei dem Thema du und deine Familie über die Jahre entwickeln konntet.
Und für mich ist es auch sehr erfreulich und erfrischend, deine Schilderungen zu lesen.

Umso mehr bin ich auch gespannt was du uns dann von neuen Kontakten nach dem Schulwechsel zu berichten weißt. Aber ich rate mal dass dein Sohn die sicher auftretenden Irritationen und Fragen mit dem nötigen Selbstbewusstsein zu beantworten weiß.  :)


Offline GregorM

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #4 am: 30.06.2021 12:38 »
Ja  die Welt hat sich in 40 Jahren doch weiterentwickelt.  ;D

Genau.

Und dann in derselben Schule im gleichen Alter zwei Jungen, die beide Kleider/Röcke tragen und einer davon, dessen Vater es auch tut.
Die Welt hat sich bestimmt weiterentwickelt.

Gruß
Gregor

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Offline cephalus

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #5 am: 30.06.2021 14:40 »
Ganz ehrlich bin ich selbst immer noch und immer wieder überrascht über die Normalität.

Sonst würde ich es vermutlich nicht bemerken oder gar schreiben.

Einfach am Morgen Rock oder Kleid statt Hose und... nix.

Ja, von besonders bunten, femininen oder auffälligen Sachen habe ich bislang Abstand genommen,  kann aber noch kommen (soweit ich das überhaupt will )



Offline GregorM

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #6 am: 30.06.2021 15:43 »
Ja, von besonders bunten, femininen oder auffälligen Sachen habe ich bislang Abstand genommen,  kann aber noch kommen (soweit ich das überhaupt will )

Ja, denn was wollen wir eigentlich? Ist das Endziel so feminin wie möglich zu erscheinen, oder reicht uns Auffallen, oder?

Mein Ziel ist weder kurz- noch langfristig feminin zu erscheinen. Mann-im-Rock zu sein mit der für mich natürliche Portion "Mann" ist alles, was ich brauche.

Gruß
Gregor

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Offline JJSW

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #7 am: 30.06.2021 16:14 »
Hm, das Endziel?
Keine Ahnung. Es kommt wie es kommt 😏
Aber nach Rock kam das Kleid, dann die Lust, immer mal was neues auszuprobieren. Und manchmal reizt es mir, aufzufallen.
Wobei ob maskulin oder feminin, darum mache ich mir keinen Kopf. Warum das nur für alle immer so wichtig ist?

Aber Jeansrock mit T-Shirt trage ich doch recht häufig im Alltag.

Ja  die Welt hat sich in 40 Jahren doch weiterentwickelt.  ;D


Auch wegen Euch. Und deswegen herzlichen Dank an MAS, cephalus, Gregor und all die anderen Foren-Urgesteine, auch wenn einige leider nicht mehr aktiv hier dabei sind, für die Vorarbeit.
So ermutigt hab ich ab 2013 die ersten zaghaften Rockausflüge unternommen und jetzt ist es mir selbstverständlich.

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Grüßle
Jürgen
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Offline Rockermatze

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #8 am: 30.06.2021 16:59 »
Da kann ich mich den Ansichten von Jürgen anschließen:
Vor ziemlich genau 2 Jahren (Mitte Juli 2019, 3 Tage nach meinem 51. Geburtstag) machte ich meinen ersten Schritt im Rock vor die Tür als Spontanidee wegen den damals vorherrschenden hohen Temperaturen und ohne vorher groß darüber nachzudenken.
Inzwischen bin ich so gut wie immer nur noch im Rock unterwegs, auch auf dem Weg zur Arbeit.
Da sind es hauptsächlich Jeansröcke unterschiedlicher Längen und Schnitte.
Kleider trage ich auch, allerdings noch nicht zur Arbeit.
Mein Trend geht nun langsam von "maskulinen" Unifarben zu bunt/blumig und auch "feminin" mit Volants.

LG, Matze
Mann muss auch mal den Mut haben, die Herde zu verlassen und seinen eigenen Weg gehen.
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für den Mann.

Offline cephalus

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #9 am: 30.06.2021 17:19 »
Ja, denn was wollen wir eigentlich? Ist das Endziel so feminin wie möglich zu erscheinen, oder reicht uns Auffallen, oder?

Nein, bei mir definitiv nicht, ich möchte männlich wirken.

Aber: Es gibt einfach Stücke die mir gefallen, obwohl sie auf mich femininer wirken und auf die verzichte ich derzeit.

Andererseits habe ich auch schon bemerkt, dass meine feine Abstufung was jetzt mehr oder weniger weiblich wirkt, von meiner Umwelt nicht, oder zumindest nicht so fein differenziert, mitgetragen wird.

Rock=Rock=Kleid basta. Kilts mal ausgenommen.

Offline MAS

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #10 am: 30.06.2021 23:54 »
Endziel? Erlösung vom und zum Menschsein! Oder so ...

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Offline Skirtedman

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #11 am: 01.07.2021 00:05 »
Ja, denn was wollen wir eigentlich? Ist das Endziel so feminin wie möglich zu erscheinen, oder reicht uns Auffallen, oder?

Nein, bei mir definitiv nicht, ich möchte männlich wirken.


Cephalus, ich könnte mir vorstellen, dass Gregor das vielleicht gar nicht exakt so meinte, wie Du es aufgefasst hast.

Ich halte es für möglich, dass Gregor meinte, ob das Endziel für uns ist, möglichst ungebremst feminine Garderobe uns anzueignen, auch wenn wir trotzdem weiterhin als Mann erkennbar bleiben.

Ich glaube, Gregor zielte weniger auf - sagen wir - Hajo oder Menschen 'en femme' ab, sondern eher auf solche wie mich, die immer seltener Berührungsängste mit sämtlicher weiblich besetzter Garderobe haben, auch wenn ich sie als erkennbarer Mann - 'en homme' - trage.

Wenn Gregor das so meint, wie ich es mir jetzt ausgemalt habe, so muss ich sagen: Vielleicht.
Das heißt, nein, ich muss mir nicht die ganze Palette als weiblich geltender Garderobe aneignen. Im Laufe der Zeit hat es sich aber so ergeben, dass ich wesentliche Merkmale der Damengarderobe auch mir erlaubt habe - einen ersten Einblick in die Hintergründe hatte ich ja heute zufällig in einem anderen Thread (nämlich hier) gegeben.

Es sind bei mir individuelle Befindlichkeiten, die nach und nach die Lösungen in den Damenabteilungen gefunden haben. Dass es jetzt feminine Teile sind, ist eher zufällig - es hätten auch madegassische oder vanuatische Teile sein können.

Aber ja, es weckt in mir auch Begehrlichkeiten nicht nur aus praktischen Gründen nach angenehmen Stoffen und Schnitten zu schauen, sondern darüberhinaus auch andere, nicht zwingend nötige Gestaltungselemente aus der Damenwelt zu testen - zum Beispiel verrückte Muster, ja, auch Blumenmuster. Das heißt, die Suche nach dem Notwendigen (luftige bzw. bequeme Kleidung) hat mir auch den Blick für Überflüssiges geöffnet und ich bin dem Reiz des scheinbar Verbotenen erlegen.

Insofern genieße ich, das Spannungsfeld zwischen dem Notwendigen und dem Überflüssigen aber Schönen auszutesten. Und es macht Freude, was wiederum bestimmt die Gesundheit auch ein wenig unterstützt.

Ja, insofern öffne ich mich mehr dem Weiblichen bzw. ich experimentiere, was ich aus dem vormals weiblich besetzten rüber zu mir ins Männliche holen kann.

Und dabei habe ich einigermassen für mich erkennbare Grenzen, die jedoch wesentlich weiter sind, als ich vor 20 Jahren noch glaubte.

Nein, ich will nicht so feminin wie möglich werden. Nein, ich will nicht stetig den Reiz des Verbotenen auskosten. Ich will gleiche Rechte für Männer.

Und da soll ruhig - muss nicht - auch ein Blumenkleid am Mann eine Selbstverständlichkeit werden. Ich hoffe diese Selbstverständlichkeit - egal in welchen individuellen Grenzen - erobern sich noch viele Männer.

Du, Cephalus, mit Deiner Familie, Ihr seid da sicherlich eine beneidenswerte Vorreiter-Keimzelle. Danke, Cephalus!

Offline MAS

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« Antwort #12 am: 01.07.2021 00:17 »
Wie so oft: Ein guter Text, Wolfgang!

Wie schaffst Du es nur, immer wieder so zugleich lange und hochkonzentrierte und detailreiche Texte zu verfassen?
Du läufst sehr hochtourig, wie mir scheint.


Ich bin da oft viel zu träge für.

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Offline Skirtedman

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« Antwort #13 am: 01.07.2021 00:25 »

Ich bin da oft viel zu träge für.


Och...  8)

Offline MAS

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« Antwort #14 am: 01.07.2021 00:30 »

Ich bin da oft viel zu träge für.


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Offline Skirtedman

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #15 am: 01.07.2021 00:40 »
Hi Micha,

Du wirkst so, als sei es für Dich eine Selbstverständlichkeit, dieses Kleid zu tragen.

Ehrlich gesagt, vor drei, vier Jahren, wäre es mir noch zu weiblich gewesen. Und zwar hätte ich das Weibliche daran verortet: an den Linien im Muster, die da scheinbar gepunktet, gestrichelt, jedenfalls durchbrochen sind.

Alleine daran hätte ich es als zu feminin deklariert. Heute wäre mir das überwiegend egal.

Offline JJSW

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #16 am: 01.07.2021 05:08 »
Wie so oft: Ein guter Text, Wolfgang!

Da stimme ich zu. Ich bin auch immer beeindruckt, was unser Wolfgang für tolle Texte schreiben kann.
Zu jeder Tages und Nachtzeit.

Zitat
Ich bin da oft viel zu träge für.
LG, Micha
Ich auch. Und auch wahrscheinlich  auch nicht gebildet genug.

Aber lieber Micha, die Trägheit glaub ich Dir nicht so ganz. Bei Deiner Ausdauer in den Wortwechseln bei Jule. Da gehts oft wie beim Tennis über viele Sätze. Aber das ist ein anderes Thema.

~~~

Der Weg ist das Ziel

Manche gehen ihn zügig, manche gehen ihn langsam. Manche scheinen auch auf der Stelle zu verharren und lieber aufs Endziel zu warten und dann zu denken "Ach hätte ich doch...".
Interessant, was wohl hinter der nächsten Kurve kommt. Oder für welchen Weg man sich an der nächsten Gabelung entscheidet.
Aber man kann nicht bis zur letzten Kreuzung. zurückgehen. Der Lebenswegs ist eine Einbahnstraße. Dann heißt es eben an der nächsten Kreuzung zu überlegen, wohin will ich?


Lieber Micha
Sehr schön das Bild, wo Du so entspannt auf der Veranda sitzt. Und das Kleid gefällt mir auch gut 😊

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Jürgen
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Offline MAS

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« Antwort #17 am: 01.07.2021 08:29 »
Lieber Wolfgang,

ich liebe dieses Kleid. Es ist sehr angenehm zu tragen, der Stoff ich weich und glatt zugleich, Petra hat es mir mal geschenkt, und ja, ich trug es von Anfang an selbstverständlich zu Hause und ab und zu auch mal auf einem Spaziergang. Es kommt mir auf keinen Fall zu feminin vor, aber bietet doch so einen Hauch von Feminität, der mir auch an mir gefällt. Und durch die dunkle Hintergrundfarbe machen auch die Querstreifen optisch nicht dick. Dass manche der Linien auch noch Punkte aufweisen, ist mir noch gar nicht so deutlich aufgefallen, aber es passt zu dem lockeren, verspielten Gesamtgefühl, das das Kleid vermittelt.


Lieber Jürgen,

Du hast auch schon Texte mit viel Weisheit geschrieben. Schulbildung ist nicht alles und im Vergleich mit Herzensbildung und gesundem Menschenverstand eher sogar weniger wichtig. Ich denke, das habt Ihr beide, Wolfgang und Du, aber alles genug.

Da bei den Tennis-Ping-Pongs mit Jule habe ich manchmal viel Geduld, weil ich immer noch an das Gute und Verständige in Jule glaube. Und weil ich in solchen Diskussionen doch auch immer wieder noch Recht haben will. ::)

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Offline GregorM

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« Antwort #18 am: 01.07.2021 15:04 »
Cephalus, ich könnte mir vorstellen, dass Gregor das vielleicht gar nicht exakt so meinte, wie Du es aufgefasst hast.

Ich halte es für möglich, dass Gregor meinte, ob das Endziel für uns ist, möglichst ungebremst feminine Garderobe uns anzueignen, auch wenn wir trotzdem weiterhin als Mann erkennbar bleiben.

Ich glaube, Gregor zielte weniger auf - sagen wir - Hajo oder Menschen 'en femme' ab, sondern eher auf solche wie mich, die immer seltener Berührungsängste mit sämtlicher weiblich besetzter Garderobe haben, auch wenn ich sie als erkennbarer Mann - 'en homme' - trage.


Hallo Wolfgang,

genau das war meine Absicht.

Gruß
Gregor
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Offline Albis

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« Antwort #19 am: 01.07.2021 21:52 »
Das Endziel ist, wie dieses Thema heißt, die Selbstverständlichkeit. Und zwar, dass alle Menschen alles anziehen können, ohne irgendwelche Nachteile, dumme Kommentare oder abwertende Blicke erwarten zu müssen. Insofern Glückwunsch, Hut ab, Respekt und Neid, Cephalus, dass Du das in Deinem Umfeld geschafft hast.  :)

Offline MAS

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« Antwort #20 am: 01.07.2021 22:35 »
Ja, das ist auch eines meiner Ziele!

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Offline Asterix

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« Antwort #21 am: 02.07.2021 00:20 »
Schöner Bericht
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

Offline culture skirt

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #22 am: 02.07.2021 22:49 »
Alleine daran hätte ich es als zu feminin deklariert. Heute wäre mir das überwiegend egal.
Das kommt alles noch. Das nächste sind Satinkleider  und kurze Jumpsuits wo die Beinchen so weit sind, dass man das Gefühl hat, man trägt ein Kleid.
Ich trage Kleider nicht, um weiblich auszusehen, ich möchte weiblich aussehen, weil ich gerne Kleider trage.

Offline cephalus

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #23 am: 07.07.2021 13:02 »
Lange Zeit habe ich mich nicht getraut Röcke zu tragen, dann war ich lange Zeit sehr zurückhaltend,  und bis vor ein paar Monaten nur noch draussen oder bei Freunden usw., zurückhaltend.

Irgendwie,  habe ich mich in letzter Zeit ziemlich schnell gewandelt:
Nach Lust und Laune wähle ich morgens zwischen Rock, Hose oder Kleid wenn ich nicht meinem Job nachgehe, bei dem eine Hose praktischer ist.
Es ist für mich tatsächlich innerhalb von einigen Wochen selbstverständlich geworden.

Und, von den vielen Leuten die ich getroffen habe, kam nicht ein Kommentar,  nichtmal ein längerer Blick, den ich bemerkt hätte.

So hatte ich das nicht erwartet, ein klein wenig Aufmerksamkeit hatte ich einkalkuliert , aber nicht gewünscht.

Die käme vielleicht erst, wenn auch auffälligere Röcke und Kleider das Haus verließen: Lang, weit, bunt oder gemustert, aber danach ist mir ( noch?) nicht.

Wie so mancher vor mir stelle ich mir die Frage,  warum ich nicht, als ich das erste Mal auf die Idee kam, einfach einen Rock getragen habe.

Cephalus

Offline culture skirt

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #24 am: 07.07.2021 14:34 »
Wer guckt denn einen fast 2m goßen Hünen schief an oder beleidigt ihn? Die ham doch alle schiss.
Letztens hab ich meinen Munddeckel auf Arbeit vergessen beim Einkaufen und bin dann so rein, weils mir in dem Moment egal war und ich einkaufen musste. Der komische Reichsbürger vor mir mit seiner Freundin, der nie den Lappen trägt, um den hat sich keine Sau geschert was zu sagen. nur bei mir.
Ich trage Kleider nicht, um weiblich auszusehen, ich möchte weiblich aussehen, weil ich gerne Kleider trage.

Offline cephalus

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #25 am: 07.07.2021 15:46 »
Hallo Jule,
nicht von Angriffen, Beleidigungen oder negativen Reaktionen habe ich geschrieben.
Nur von allgemeinen Reaktionen, Aufmerksamkeit oder einer Bemerkung überhaupt spreche ich.
Da stelle ich als "gefährlicher Mensch ;) ;D" auch keine Gefahr dar.

Und ja, ich gebe zu, dass ich deutlich unangenehme Reaktionen auch nicht einkalkuliere.

Offline culture skirt

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Antw:Die Selbstverständlichkeit
« Antwort #26 am: 07.07.2021 15:55 »
Nur von allgemeinen Reaktionen, Aufmerksamkeit oder einer Bemerkung überhaupt spreche ich.
Ja das trauen die sich nicht irgendwas zu sagen oder einzuwenden. Glaub mir. Die wissen, dass die den kürzeren ziehen würden, wenn sie dich auf dem falschen Fuß erwischen. Bud Spender hätte im Rock auch niemand ausgelacht oder eine Reaktion bekommen. Da hätts paar Schelten und Backpfeifen gegeben und die hätten Kreisel gedreht.
Ich trage Kleider nicht, um weiblich auszusehen, ich möchte weiblich aussehen, weil ich gerne Kleider trage.

 

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