Autor Thema: Feminin umdefiniert  (Gelesen 379 mal)

Offline Skirtedman

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Feminin umdefiniert
« am: 07.07.2021 14:59 »
Hallo Gemeinde!

Gestern war das sommerliche Wetter einstweilen pausieren, da konnte ich auch mal wieder etwas höher geschlossenes anziehen, ohne in Strömen von Schweiß auszubrechen.

Meine Wahl fiel auf ein eher für die Übergangszeit angesiedeltes Kleid, das ich draussen dann noch mit einer Jacke oder Cardigan erweitere. Gestern entfiel eben dieser Kombinationsgrund. Für manche mag es noch immer wie ein Hochsommerkleid vorkommen, für mich ist es ab 20 Grad aufwärts zu warm.

Das besondere an diesem Kleid ist, dass es feine Blütchen hat (Stammleser werden wissen, dass ich die Scheu davor überwunden habe), ausserdem hat es feine Cut-Outs (also es ist im Grunde ein Spitzenkleid), und der hauchdünne Oberstoff hat einen eingebauten Unterrock drunter, der aber einige Zentimeter kürzer ist als der Oberstoff, damit der feine Spitzenstoff noch kecke Transparenzen am Saum aufweist.

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Bei soviel Feinheit kommt mir dieses Kleid als etwas ganz besonderes vor - ja als etwas sehr feminines!

Bewusst wählte ich feine Riemchensandalen dazu. Meine Wahl fiel auf die schwarzen Lacksandalen. In dieser Kombination wäre jede Frau darin ein Hingucker.

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Auch der unterrock-freie Saum ist beim Gehen ein Erlebnis. Er umsäuselt noch einmal fein die Beine beim Schreiten.

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Ja, Schreiten ist das richtige Stichwort. Der Hauch von Saum verleitet dazu. Das sich Wohlfühlen verleitet dazu. Und gewiss die Lacksandalen führen automatisch zu einer anderen Gehweise als in Trekkingsandalen.

Ich finde, das Kleid steht mir ziemlich gut. Und mit diesem Bewusstsein habe ich in der Tat jeden einzelnen Schritt genossen. Jeder einzelne Schritt des Schreitens!

Und, ehrlich gesagt, mich ergriff ein Gefühl von 'Dame' - naja, zu einer Dame würden einige noch mehr unternehmen - also: ein Gefühl von 'Frau'. Ich hatte in der Tat ein feminines Lebensgefühl!

Stop! (Nein, nicht beim Schreiten, da lass ich mich nicht so leicht stoppen in diesem Outfit) Feminin? Ich stoppte beim Denken, trat im Geiste ein paar Schritte neben mich, trat wieder in mir ein und überdachte noch einmal die Gefühlslage.

Nein! Nicht feminin fühlte ich mich - würdevoll fühlte ich mich!

Ja, schöne, feine, nette, verspielte Kleidung zu tragen ist nichts feminines (ich muss also nicht auf einer Genderskala sonstwohin rutschen), sondern es ist etwas ungemein würdevolles.

Drum, liebe Sportsfreunde, seid auch Ihr aufgerufen, manchmal nachzufühlen, ob das Feminine Euch reizt, oder ob es einfach nur das Bedürfnis nach etwas Würdevollem ist.

Und wenn Eure Lebenspartnerin meint, dies oder jenes sei zu feminin - dann sagt Ihr: "Nein, Schatz, das ist etwas Würdevolles!"

Offline culture skirt

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #1 am: 07.07.2021 15:35 »
Und wenn Eure Lebenspartnerin meint, dies oder jenes sei zu feminin - dann sagt Ihr: "Nein, Schatz, das ist etwas Würdevolles!"
Dann bekommt man zu hören, Männer haben nichts würdevolles. Wie gestern die Frau in ihrem Kleid, die zuerst lächelte und dann die Mundwinkel runter gingen und der böse Blick "wie kann man als Mann.." So als wäre der Frauen die Würde damit genommen.
Ich trage Kleider nicht, um weiblich auszusehen, ich möchte weiblich aussehen, weil ich gerne Kleider trage.

Offline hirti

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #2 am: 07.07.2021 15:46 »
Hallo Wolfgang!

Danke für diesen tollen, motivierenden, einfach schönen Bericht!
Es lässt einen dein schönes Gefühl beim Tragen des Kleides förmlich spüren und macht wirklich Lust auf so ein Kleid.
Der beste Grund, so ein Kleid zu tragen?
Einfach weil es der Seele gut tut, weil es die Sinne berührt, weil es schöne Gefühle auslöst.

Der zweitbeste Grund?
Für mich schaust du super aus da drinnen! Es steht dir, es passt dir, die Farbe schmeichelt deinem Teint, es wirkt einfach überzeugend.

Und der drittbeste Grund?
So ein Kleid sorgt für so viel Freude und gute Stimmung dass es die manchmal auch vorhandenen Zwischenrufe, wie den über meinem Posting, einfach vergessen macht.

 

Offline cephalus

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #3 am: 07.07.2021 16:21 »
In dieser Kombination wäre jede Frau darin ein Hingucker.

Zweifellos auch JEDER Mann.

An Dir hat es die Besonderheit, dass es Dir steht und stimmig aussieht, in meinen "Männerkleid erprobten" Augen.
Feminin ist es, ob es bei "feminin" im Auge des unerfahrenen Betrachters Abstufungen gibt, zwischen Jeansrock und so einem Kleid, wage ich nicht zu vermuten.

Ich bin mir sicher, dass es sich gut trägt, zumindest wenn es ein wenig kühler ist. Mehrlagige Kleider habe ich in letzter Zeit auch geparkt, da sie mir zu warm waren.


Offline Ludwig Wilhem

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #4 am: 07.07.2021 16:41 »
Hallo Wolfgang, diese Bilder und dein Text treffen den Kern, Männer im Kleid sind ebenso chic gekleidet wie Frauen, brauchen wir hier das Wort feminin?
Dein letzter Satz
Und wenn Eure Lebenspartnerin meint, dies oder jenes sei zu feminin - dann sagt Ihr: "Nein, Schatz, das ist etwas Würdevolles!"
gefällt mir sehr. Danke
Ludwig
Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.

Offline cephalus

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #5 am: 07.07.2021 19:29 »
Natürlich.
Die Wirkung ist anders, aber hingucken tut man schon.

Offline MAS

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #6 am: 07.07.2021 20:11 »
Lieber Wolfgang,

würdevoll wirke und fühle ich mich auch in meinem langen schwarzen Men-in-time. Ich denke, so ein Kleid würde mich wegen seiner Feinheit und Zartheit reizen. Du wirkst darin zierlicher als in manchen anderen Gewandungen.

LG, Micha
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Online JJSW

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Antw:Feminin umdefiniert
« Antwort #7 am: 07.07.2021 20:20 »
Ja, Wolfgang sieht wirklich fein in diesem Kleid aus.
Bei mir kann ich es aber nicht so recht vorstellen, das ich damit zu einer zarten Versuchung werde.

 ;)

Grüßle
Jürgen

 
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