Autor Thema: Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?  (Gelesen 3979 mal)

Offline ikm4799

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Über die taz bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden:
https://taz.de/Transfeindliche-Feministinnen/!5827790/

Interessant auch die Kommentare dazu.
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Offline Holger Haehle

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #1 am: 28.01.2022 04:12 »
Dieses Thema wird gerade an anderer Stelle diskutiert. Schau mal hier: "Müssen wir in Stereotypen denken?"

Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mal eine Frau gesagt hat, dass Transfrauen keine echten Frauen sein können, weil dazu ein bestimmtes Empfinden gehöre. Und so etwas wie Regelschmerzen oder auch Angst vor männlicher Gewalt oder ungewollter Schwangerschaft würden TG ja gar nicht kennen. Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.

Offline Skirtedman

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #2 am: 28.01.2022 04:49 »
Ja, diese Argumentation kenne ich und sie ist nicht vollkommen von der Hand zu weisen.

Ob man das Beschriebene nun alles per se zu 'den Schattenseiten des Frauseins' zuordnen kann? - Ich denke, das wiederum ist vielschichtig. Regelschmerzen ja, klingt ja schon nach Schmerzen. Allerdings verbindet sich ja damit auch die wunderbare Fähigkeit, neues Leben zu erschaffen.

Die Angst vor männlichen Übergriffen steht ja ebenso der Fähigkeit gegenüber, Männer zu verführen, was ja auch ein Knistern ins Leben bringt, im Großen wie im recht alltäglichem Kleinen.

Ich denke, Sonnenseiten und Schattenseiten sind Sachen des sehr persönlichen, individuellen Blickwinkels.

Und klar, ich könnte mir vorstellen, dass man ein wunderbarer Franzose werden kann, wenn man irgendwann mal seinen Lebensmittelpunkt von Deutschland in die Provence verlegt. Darf man zuvor bereits so frankophil gewesen sein, wie man will. Das Gefühl eines eingeborenen Provenzalen wird man aber nie vollumfänglich erreichen.

Offline MAS

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #3 am: 28.01.2022 07:57 »

Und klar, ich könnte mir vorstellen, dass man ein wunderbarer Franzose werden kann, wenn man irgendwann mal seinen Lebensmittelpunkt von Deutschland in die Provence verlegt. Darf man zuvor bereits so frankophil gewesen sein, wie man will. Das Gefühl eines eingeborenen Provenzalen wird man aber nie vollumfänglich erreichen.

Wobei die Provenzalen keine Durchschnittsfranzosen sind. Sie haben neben Französisch sogar noch Provenzalisch als eigene romanische Sprache. Nicht alle, aber einige.

LG; Micha
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skortsandtights

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #4 am: 28.01.2022 10:16 »
Dieses Thema wird gerade an anderer Stelle diskutiert. Schau mal hier: "Müssen wir in Stereotypen denken?"

Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mal eine Frau gesagt hat, dass Transfrauen keine echten Frauen sein können, weil dazu ein bestimmtes Empfinden gehöre. Und so etwas wie Regelschmerzen oder auch Angst vor männlicher Gewalt oder ungewollter Schwangerschaft würden TG ja gar nicht kennen. Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.

In sachen gewalt gerade gegen transfrauen liegt die dame falsch.
Gerade die jungen frauen sollten sich zweimal überlegen ob sie des nachts in gewissen stadtteilen unterwegs sein sollen.
Ganz egal ob cis oder trans.
Hier in der schweiz ist das noch selten aber die angst ist natürlich vorhanden.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #5 am: 13.02.2022 19:50 »
Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.
Genau wie die Transmänner. Die leben auch nicht das Leben der meisten Männer, in Doppelbelastung, Alleinernährer, Bauberuf usw. Die sind konsequent in den angenehmen Frauenberufen.
Achja es gab mal einen Bericht von einem Transmann, der sich wunderte, warum er in der Straßenbahn nicht mehr beachtet wurde, ihm auf die Füße getreten wurde und sogar angemault wurde und keinerlei Komplimente bekam, was er als Frau so nie kannte, da immer auf sie Rücksicht genommen wurde. So wurde ihm erstmals klar, was es wirklich heißt Mann zu sein und dass das nicht so eine gute Entscheidung gewesen ist.

Terfs gibts schon seit Ewigkeiten. Und jeder, der was gegen Männer in Kleidern hat, ist ein Terf, was die Mehrheit Menschen sein sollen, sagen die Terfs.

Gruß
Jule

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #6 am: 13.02.2022 19:59 »
Gerade die jungen frauen sollten sich zweimal überlegen ob sie des nachts in gewissen stadtteilen unterwegs sein sollen.
Ganz egal ob cis oder trans.
Die Wahrscheinlichkeit als Transfrau zusammengeschlagen zu werden ist viel höher als als cis Frau.
Bei Cis Frauen sind es höchstens nur sexuelle Motive. von denen Männer was wollen, die zwar schlimm sein können, aber nicht nach dem Leben getrachtet wird.
Wenn man sagt, dass Frauen statistisch gegenüber Männern/Transfrauen weniger Gewalt ausgesetzt sind, stößt das den Leuten auf, weil ihnen jahrzehntelang der Mythos eingetrichtert wurde, das nur Männer Frauen schlagen. Obwohl es eine Regel gibt, die heißt, Frauen schlägt man nicht. Die es umgekehrt aber für Männer nicht gibt.
Und hässlichen Frauen werden sowie nicht nachgestiegen. Was bei Transfrauen nicht der Fall ist. Sieht die zu sehr nach Mann aus, reizt das Aggressionen hervor.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #7 am: 13.02.2022 21:08 »
Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

Zitat
Ganserer wird außerdem vorgeworfen, im Rahmen der Quotenregelung ihrer Partei einen Platz für Frauen unrechtmäßig zu besetzen. Es wird eine Initiative namens „Geschlecht zählt“ zitiert, die dagegen juristisch vorgehe.

Spätestens jetzt sollte auch dem letzten Romantiker klar werden, dass es Feministinnen nie um Gleichstellung und Selbstbestimmung auch für Männer oder wen auch immer ging, sondern ausschließlich nur für Frauen.

Spätestens wenn "Männer" in Frauendomänen eindringen, oder irgendein echter Nachteil sich für Frauen ergibt, berufen sie sich wieder auf die Biologie der Geschlechter, obwohl sie vorher behauptet haben, dass alles nur anerzogen sei.

Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #8 am: 14.02.2022 10:49 »
Mittlerweile werden ja schon Frauen, die sich als Frau bekennen und wohlfühlen als transfeindlich bezeichnet. Begründung sie würden Transmenschen "ausgrenzen". Aber die knapp 50% Männer dürfen problemlos ausgegrenzt werden. Anscheinend wird in der woke Gesellschaft jeder als transfeindlich bezeichnet, der diese zahlenmäßige Minderheit nicht gegenüber den jeweils knapp 50% Männern und Frauen bevorzugt.
Dafür darf ein Mann, der in seinem Sport nicht mehr zu den Gewinnern zählt, sich als Frau fühlen und im Frauensport dann das Feld anführen. Oder nach einer Straftat sich ins Frauengefängnis sperren lassen und dort sein Unwesen treiben.

Find ich nur noch irrsinnig. Manchmal könnte ich denken, die woke Gesellschaft ist deshalb so aggressiv, weil sie sich sonst nicht gegenüber der absoluten Mehrheit der Andersdenkenden durchsetzen kann.

skortsandtights

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #9 am: 14.02.2022 15:57 »
Dafür darf ein Mann, der in seinem Sport nicht mehr zu den Gewinnern zählt, sich als Frau fühlen und im Frauensport dann das Feld anführen. Oder nach einer Straftat sich ins Frauengefängnis sperren lassen und dort sein Unwesen treiben.

Ich weiss nicht woher du diese aussagen hast aber sie sind völlig absurd und  transphob.
Aber sie zeigen ganz klar das du keine ahnung vom thema trans hast.
Ich als transfrau habe den grössten respekt vor cisfrauen  selbst wenn sie Alice Schwarzer heissen und die  EMMA herausgeben.
Schade das du keine frau bist sonst könntest du dich bewerben.

Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #10 am: 15.02.2022 08:38 »
Das ist so in Nachrichten zu lesen.
Von daher hat es nichts mit meiner Ahnung oder Meinung zu tun. Ich gebe nur diese Aussagen weiter.
Wenn es tatsächlich so erlaubt oder bereits geschehen ist, beschweren sich die Frauen im Sport zurecht über die neue Konkurrenz in ihren Reihen. Und diese Frauen sind dann auch ganz bestimmt nicht ransphob.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #11 am: 18.02.2022 21:47 »
Nunja es gibt eine Seite der Terfs, die über Anzeigen und Gerichtsurteile in den USA berichten, wo sich transsexuelle Frauen an Mädchen vergangen haben und das Kleideranziehen laut Meinung der Terfs für ihren Trieb zu  nutzen.

Wenn es ans Eingemachte geht, berufen sich sogar Grüne und Feministinnen auf das biologische Geschlecht, sobald irgendein "Mann" einen Vorteil haben könnte. Transsexuelle werden nur für die Ziele der Frauenrechte eingespannt  Als gleichwertig oder vollwertige Frau werden sie von Frauen keinesfalls erachtet.

Offline ikm4799

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #12 am: 09.03.2022 11:33 »
Es kommt noch besser -
jetzt spricht die eine "Transe" der anderen das "Transensein" ab.

https://www.schwulissimo.de/neuigkeiten/trans-frau-spricht-ganserer-identitaet-ab-beifall-von-trans-frauen-aus-der-lgbti

Verrückte Welt!

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Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #13 am: 09.03.2022 12:19 »
Wobei die Frage erlaubt ist, ob HERR Ganserer, der weiterhin nach Biologie und Ausweis ein MANN ist und sich als Frau verkleidet, als trans gezählt werden kann, solange obige Merkmale bestehen.
Generell zeigt sich hieran einerseits, wie willkürlich die Genderpolitiker agieren und wie sehr sich alle möglichen und unmöglichen Leute in so ein Randthema hereinsteigern, statt sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern. Beispiele:

Frieden statt Krieg
Meinungsfreiheit statt Zensur
Völkerverständigung statt Rassismus
Demokratie statt Diktatur
Nahrung statt Hunger
Gesundes Essen ohne Gentechnik
Menschsein statt Transhumanist
Leben und Leben lassen statt Eugenik
Umwelt schonen statt mit Chemie und Pharma-Abfällen vergiften
Alle Menschen als gleichwertig betrachten wie im GG...
Wenn danach noch Bedarf ist, kann man sich um gefühlte Identitäten und philosophische Ansätze kümmern.

Offline Rockstocker

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #14 am: 09.03.2022 12:23 »
Danke, ikm4799 für den Link. Die Emma-Diskurssion hatte ich schon verfolgt, aber das ist jetzt wirklich eine verrückte Welt.

Offline Skirtedman

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #15 am: 09.03.2022 12:37 »
Naja, für Aussenstehende mag das als verrückt vorkommen.

Für Betroffene macht es aber wohl zum Teil einen erheblichen Unterschied.

Man kann es auch mal 'sportlich' sehen, naja, mal transferiert auf etwas anderes.

Was die Youtuberin meint (XeniaX oder so, müsst ich nachgucken, will es aber nicht), was sie also meint, entspricht ungefähr folgender Situation:

Da macht jemand eine mehrjährige Ausbildung, vielleicht mit langem Bildungsweg, zum Beruf XYZ.
Und dann kommt jemand anderes daher, der nun auch im Beruf XYZ tätig ist, aber viele Ausbildungsjahre übersprungen hat, also gar nicht die Qualifikation mitbringt, die in den Augen des ordentlich ausgebildeten XYZ also völlig fehlt.

Offline Holger Haehle

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #16 am: 09.03.2022 17:19 »
Na, das klingt doch sehr vernünftig, was PersiaX bei Schwulissimo sagt.  Menschen können sehr unterschiedlich sein. Das gilt auch für einzelne Gruppierungen und ihren fließenden Übergängen.

Da kann ich nur nochmal auf meine Transfreundin verweisen, mit der ich in den 90ern fast zwei Jahre zusammen war. Roberta nahm die Kategorie Frau nur an, weil sie da in einem binären System besser hinpasste. Eigentlich sah sie sich als drittes Geschlecht, das nach ihren Worten das beste von Mann und Frau vereinigte. Sie war somit nonbinär. Damit war die Kategorie Frau nur eine Behelfsschublade in einer binären Gesellschaft. Ich vermute Roberta würde sich heute als divers outen.

Offline culture skirt

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« Antwort #17 am: 09.03.2022 18:54 »
Es kommt noch besser -
jetzt spricht die eine "Transe" der anderen das "Transensein" ab.
Naja, für Aussenstehende mag das als verrückt vorkommen.
Da gehts nicht darum, ob eine Person die einen Beruf ergreift, weniger Erfahrung hat als eine, die den Beruf 3 Jahre gelernt hat, sondern, dass die Ganserer für die meisten Transfrauen keine echte (Trans()Frau ist, sondern nur ein Mann in Frauenkleidern, der sich einen Frauenposten ergattert hat, weil er noch nicht mal eine Personenstandsänderung hat und auch keine geschlechtsangleichende OP in Betracht zieht. Ich hab schon vor 3 Jahren geschrieben, dass mit dem Fortschritt der Medizin, die Bedingungen härter werden, als was sich jemand bezeichnen darf und gesehen/angenommen wird. In mehr als 15 Jahren sehen wir keine Männer mehr in Frauensachen, die nicht mit echten Frauen zu verwechseln sind. Die Ausläufer sind dann nur noch vereinzelte 40, 60 jährige, zu deren Jugend es keine Hormontherapien gab.
Alle anderen ergreifen schon Vormaßnahmen. So zementieren sich Geschlechterbild noch deutlicher und der Konsum und das Marketing kann noch genauer auf die einzelnen Person abgestimmt werden.

Offline MAS

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« Antwort #18 am: 09.03.2022 19:20 »
Naja, für Aussenstehende mag das als verrückt vorkommen.

Für Betroffene macht es aber wohl zum Teil einen erheblichen Unterschied.

Man kann es auch mal 'sportlich' sehen, naja, mal transferiert auf etwas anderes.

Was die Youtuberin meint (XeniaX oder so, müsst ich nachgucken, will es aber nicht), was sie also meint, entspricht ungefähr folgender Situation:

Da macht jemand eine mehrjährige Ausbildung, vielleicht mit langem Bildungsweg, zum Beruf XYZ.
Und dann kommt jemand anderes daher, der nun auch im Beruf XYZ tätig ist, aber viele Ausbildungsjahre übersprungen hat, also gar nicht die Qualifikation mitbringt, die in den Augen des ordentlich ausgebildeten XYZ also völlig fehlt.

Stimmt, sowas kommt doch allen Gruppen vor, dass jemand meint, jemand anders gehöre nicht wirklich dazu, weil dieses oder jenes nicht stimme.

LG, Micha
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Offline ikm4799

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« Antwort #19 am: 10.03.2022 00:49 »
Vielleicht habe ich von all dem zu wenig Ahnung.

Aber ich sehe es nicht vergleichbar mit dem Berufsweg. Siehe Politiker allgemein: gestern Familie, heute Finanzen, morgen Militär.

Von der EMMA aus ging die Diskussion aus, ob eine M2F-Transsexuelle überhaupt genug Frau wäre, um als "Frau" sprechen zu können
und nun hält eine Transsexuelle wiederum der Person Ganserer vor, nicht genügend "trans" zu sein.

In Österreich scheint das Recht ein anderes zu sein. Da reicht das psychologische/ psychiatrische Gutachten - ein invasiver Eingriff, die Einnahme von Hormonen o.ä. scheint nicht notwendig zu sein.
Siehe auch Monika Donner.
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« Antwort #20 am: 10.03.2022 16:09 »
Die hat mal Einen platt gemacht. Der wird sich fünfmal überlegen, ob er nochmal Transsexuelle oder Homosexuelle dumm anmacht. Da war er der gef**** als die los legte.

Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #21 am: 27.04.2022 21:18 »
Zwischen Monika Donner und Herrn Ganserer sehe ich einen großen Unterschied.
Herr Ganserer ist im Ausweisdokument und Lebenswandel ein Mann, der sich in der Öffentlichkeit als Frau verkleidet, um über die Frauenquote in die Politik zu kommen. Er schadet also gleichzeitig Männern, Frauen und Transpersonen mit seiner Handlung. Und das muss man auch kritisieren dürfen. Zumindest kann ich ihn aufgrund der Fakten nicht als trans einstufen und stimme denen zu, die damit ebenfalls unzufrieden sind. Wer jeden Mann, der sich als Frau nennt oder verkleidet, als trans bezeichnet, erfüllt der Genderpolitik einen Bärendienst.
Die Geschichte hat ja nun hinreichend die Runde gemacht: Ein Mann musste nach Sexualdelikten in New Jersey ins Gefängnis. Er bezeichnete sich als Trans-Frau, um ins Frauengefängnis zu kommen. Dort schwängerte er 2 Frauen. Für klar denkende Menschen völlig klar, für ein paar verpeilte Genderpolitiker war es ein biologisches Wunder.

Offline ikm4799

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« Antwort #22 am: 01.05.2022 20:14 »
Herr Ganserer ist im Ausweisdokument und Lebenswandel ein Mann, der sich in der Öffentlichkeit als Frau verkleidet,
Um als "Transmensch" in Deutschland seine Papiere ändern zu lassen, ist eine Menge Aufwand nötig. Auch das belastet diese Menschen stark,
sich für alles und vor jedem rechtfertigen zu müssen, um dann mit ach und krach die notwendigen Papiere zu erhalten.
Vom Gendersternchen kann man sich nichts kaufen.

Was bitte ist denn der "trans-inadäquate Lebenswandel"?
Dass er weiterhin verheiratet ist und vielleicht noch Sex mit ihr hat?
Wäre es - platt ausgedrückt - besser, der Schniedel wäre ab und er würde es ihr mit einem Umschnall-Dildo besorgen?

Zitat
Wer jeden Mann, der sich als Frau nennt oder verkleidet, als trans bezeichnet, erfüllt der Genderpolitik einen Bärendienst.
Wann ist ein Mann ein Mann? und wann ist er eine Frau?
Wer legt die Grenzen fest und wer entscheidet darüber?
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Offline doppelrock

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« Antwort #23 am: 01.05.2022 22:06 »
Eine bei den Gender-Politikern mit Empörung abgelehnte Möglichkeit wäre die Entscheidung aufgrund biologischer Merkmale anstatt nach einer "gefühlten identität", die willkürlich veränderbar ist.
Aber hier rede ich gegen Wände, weil manche Natur und gefühlte Identität partout vermengen wollen.

skortsandtights

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #24 am: 01.05.2022 23:45 »
Ich finde es komisch das man einen menschen denn man noch nie gesprochen hat beurteilen kann.
Noch mal ganz klar und deutlich trans zu sein also im falschen körper zu leben ist kein spass den man sich macht.
Schlussendlich kann das nur jeder mensch selber wissen genau so wie die allermeisten wissen das sie im richtigen körper sind.
Zu dem sind die menschen nun mal verschieden und während die einte transfrau sehr feminin rumläuft ist mir der stil eines tomboy viel näher.
Und soll ich mir nun eine perücke aufsetzen mich mit schmuck behängen und heels tragen damit ich so rüberkomme wie sich viele eine transfrau vorstellen?
Nee das mache ich nicht wenn es mir kein verlangen ist.
Was mir wichtig ist ist der kontakt zu den frauen die mich wirklich als frau sehen und mit denen ich mich über themen unterhalten kann die sie mit einem mann nie teilen würden.
Ein dauerthema ist mode, ob nun ein schuh zum kleid passt oder der hautton einer fsh zum teint.
Da werde ich gerne zur beratung hingezogen und das ehrt mich natürlich.
Weil man mir einen gewissen geschmack zutraut.

Offline ikm4799

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« Antwort #25 am: 02.05.2022 11:10 »
Ich finde es komisch das man einen menschen denn man noch nie gesprochen hat beurteilen kann.

Tessa Ganserer ist - wie auch Herr Scholz oder Frau Baerbock - eine Person des Öffentlichen Lebens.
Sie hat sich selber in die Politik gebracht und damit in diese Position, in der Öffentlichkeit zu stehen.
Zumal sie ja Bürgerinteressen vertreten möchte/ soll.
Entsprechend wird auch sie misstrauisch beäugt, ihr Handeln und ihre Kompetenz (regelmäßig) in Frage gestellt.

Ich nenne hier als Beispiel mal die liebe Annalena, der mit ihrer Ernennung zur Außenministerin von vielen Leuten völlige Inkompetenz unterstellt wurde -
mittlerweile sind die Kritiker verstummt. 
(ähnlich verhält es sich mit der Aufstellung der Fußball-Nationalmannschaft - das wissen 80 Mio. auch besser, bis das Team dann doch gewinnt)

Es ist eine Sache, sich zu Fasching zu verkleiden oder am Wochenende mal für ein paar Stunden seine weiblichen Seiten auszuleben.
Aber damit in die Öffentlichkeit zu treten und zu sagen "ich bin so und laufe jetzt nur noch so herum" zeugt für mich von großer Stärke und Mut!
Denn das ist ja kein Schritt, den ein "normaler" CIS-Mann machen würde.
Damit stellt sich diese Person zumindest klar auf die Seite der transidenten Menschen - mit all den möglichen Nachteilen, die einem dadurch widerfahren können.
Ihr damit zu unterstellen, sie würde nur als Quotenfrau (oder gar Quoten-Transmensch) Vorteile erringen wollen, finde ich doch ziemlich unterirdisch.

Es ist unserer Gesellschaft leider immer noch höher bewertet, eine Hose anzuziehen und "seinen Mann zu stehen",
anstatt den Rock zu wählen und weiblichen Attribute hervorzuheben.


Zitat
Und soll ich mir nun eine perücke aufsetzen mich mit schmuck behängen und heels tragen damit ich so rüberkomme wie sich viele eine transfrau vorstellen?
Apropos Perücke: Wieso sieht das bei Frau Ganserer immer so aus, als hätte die damit geschlafen oder drauf gesessen?
Die Klamotten und Accessoires sehen gut und schick aus - aber die Haare?

Die Mitglieder des Bundestages erhalten eine monatliche „Abgeordnetenentschädigung“ in Höhe von 10.012,89 Euro (Stand 1. Juli 2021)
Da sollte doch Geld für eine hochwertige Haartracht drin sein!  ;)

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« Antwort #26 am: 02.05.2022 11:31 »
Hier übrigens ein ganz gutes Video von und mit Tessa Ganserer, worin sie auch die rechtlichen Probleme beschreibt, um als "Transmensch" anerkannt zu werden:
https://www.youtube.com/watch?v=QrwOJoCaqlQ

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