Autor Thema: "Welches ist Dein Pronomen?"  (Gelesen 3467 mal)

Offline Skirtedman

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #15 am: 16.01.2023 19:59 »
Von höflichen Menschen bin ich schon nach der erwünschten Anrede gefragt worden.

Die Antwort, die Du den höflichen Menschen daraufhin gegeben hast, würde mich interessieren.

Offline cephalus

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #16 am: 16.01.2023 22:01 »
Damit hätte ich kein Problem, da Frauen für mich gleichwertig sind.

Davon bin ich ausgegangen,  es war auch nicht al Kritik oder Provokation gemeint.

Offline high4all

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #17 am: 16.01.2023 22:19 »
Die Antwort, die Du den höflichen Menschen daraufhin gegeben hast, würde mich interessieren.
Es gibt nicht die Antwort, weil es von den jeweiligen Situationen abhing.

By the way:

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Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

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Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

Offline Skirtedman

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #18 am: 16.01.2023 22:26 »
Ah, interessant, dann hängt also Dein Pronomen von der Situation wohl ab!

(Zum Glück heiße ich weder Schulze noch Schultze.  ;D )


Offline MAS

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #19 am: 17.01.2023 00:15 »
Ich kann das nachvollziehen, dass man das Pronomen mal so und mal so bevorzugt.

Ich habe in meinem Profil hier im Forum bei der Frage nach dem Pronomen "unwichtig" geschrieben.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #20 am: 17.01.2023 04:01 »
Hm. Finde ich nach wie vor recht interessant.

Zwar trete ich recht verbissen für die Rechte von Cis-Männern ein, Röcke tragen zu dürfen und im Rocktragen ein Wir-Gefühl entwickeln zu dürfen, auch ist mir wichtig, mein Mann-Sein vor allem aus den gerade genannten Gründen nicht zu verstecken - und dazu kommt noch, dass ich in der richtigen Schublade lande, wenn ich in eine gesteckt werden soll,
aber
mit zunehmenden Jahresringen finde ich es immer weniger peinlich (cephalus: als mich neulich tatsächlich auch mal jemand nach dem Pronomen fragte, brachte mich das auch erstmal ins Grübeln), falls ich potentiell mal notfalls mit "Frau" angesprochen werden könnte.

Das ist mir zwar bisher nur zweimal passiert (von einem fünfjährigen Kind und einer Bedienung hinter einer Theke aus den Augenwinkeln heraus), mir zerbrechen da aber nicht mehr komplette Lebenswelten, falls das mal wieder erneut auftreten sollte.

Ich hatte vor Jahren auch mal einen Thread gestartet, um mit Euch gemeinsam darüber nachzudenken, warum das denn gesellschaftlich wohl so fundamental wichtig zu sein scheint, das Geschlecht eines Menschen zu wissen (respektive zwischen 'Herr' und 'Frau' zu unterscheiden).

Leider fand das niemand so interessant, um den Thread mit einem Beitrag zu bereichern.

Offline doppelrock

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #21 am: 17.01.2023 05:42 »
Die sogenannte "Höhe der gesellschaftichen Entwicklung" laut MAS ist allenfalls das Getöse einer lauten aggressiven Minderheit. Innerhalb deren Blase mag es wie eine Mehrheit aussehen, aber an der Gesamtbevölkerung hat sie unter 10% Zustimmung. Dazu gibt es zahlreiche Umfragen und selbst die der Hauptmedien zeigen keine nennenswert höheren Zahlen.

Wenn jemand meint, seine momentane Definition wäre wichtiger als das Sein, bitte. Aber nicht wundern, wenn viele Leute das nicht unterstützen.

Offline MAS

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #22 am: 17.01.2023 08:15 »
Verlinke doch noch mal auf den Thread mit Deiner Frage, Wolfgang.

Übrigens hat Dich Petra mal von weitem für eine Frau gehalten. Mich aber auch.

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Offline Skirtedman

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #23 am: 17.01.2023 12:29 »
Ja, ja. In Büdingen, wo Ihr wusstet, dass ich jeden Moment auftauchen müsste, aber auf 150 Metern Entfernung (ich hatte es mal genauer nachgemessen) das optische Abbild noch nicht ausreichte, mich als Mann zu erkennen.

Das erinnert mich an eine Begegnung auf einer einsamen Insel Ende der 80er Jahre. Ich lief durch Auwald und Wiese mit einem wadenlangen Rock. Mir kam ein ähnlich junger Mann entgegen, der sich wohl sichtlich freute, in dieser Abgeschiedenheit einer jungen Frau zu begegnen. Und mit diesem Blick ist er mir auch beim Vorrübergehen entgegnet. Seitdem kann ich mir vorstellen, wie es sich für eine Frau anfühlen muss, wenn Männer interessiert, nein: vorschuss-verliebt Frauen anschauen. Erst auf den allerletzten Metern versteinerte sein Blick.

Naja, es ist klar, wenn man schemenhaft von größerer Entfernung nicht korrekt einsortiert wird. Spätestens, wenn die Gesichtszüge erkennbar werden, sagen wir so auf 20 Meter Entfernung, sollte dann aber die Zuordnung schon funktionieren, wenn einem das wichtig ist.

Zu dem Link:

Ich habe zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Mein gestarteter Thread ist immerhin bisher 4411 mal aufgerufen worden und ein kleiner Austausch hatte sich dann doch bereits ergeben, bevor der Thread ins Nirwana versank.

Hier der Thread:
"Identifikation als "Mann" oder als "Frau" - warum scheint das wichtig?" von Februar 2019


Bei der Suche danach fielen mir zumindest zwei weitere Beiträge in die Hände, die auch da in dieses Themenfeld mit hineinreichen. Zur geneigten Vertiefung kann ich die beiden Beiträge noch ans Herz legen:
"Weibliches oder männliches Erscheinungsbild", Februar 2020
"Männlich, Weiblich, Menschlich", Oktober 2021

Offline Albis

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #24 am: 17.01.2023 22:02 »
Es ist schon faszinierend, was man alles in ein kurzes Gespräch hineininterpretieren kann. Also nochmal: Ich fand das Gespräch sehr angenehm und halte die Frage für vollkommen in Ordnung. Solange wir Männer in Röcken noch eine Ausnahmeerscheinung sind, ist es vollkommen nachvollziehbar, dass das soziale Geschlecht (Gender) nicht immer eindeutig erkennbar ist. Und somit die Frage eine Frage der Höflichkeit mit dem Ziel in der Ansprache das richtige Geschlecht bzw. Pronomen zu verwenden.

Da ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man Menschen nicht nach Geschlecht ordnen sollte bzw. alles, was in Richtung Unisex geht, gut finde, würde ich mich freuen, wenn sich auch die Sprache weiterentwickeln würde, sodass man eben nicht mehr nach Geschlechtern unterscheidet. Mir Genderstern usw. geht es zwar schon in diese Richtung, aber bei den Pronomen gibt es noch keine Lösung, sondern nur das Hilfskonstrukt dieser Frage. Bei einer vollkommenen Gleichberechtigung und geschlechtsneutraler Sprache würde sich die Frage erübrigen. 

Offline MAS

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #25 am: 18.01.2023 00:26 »
Lieber Albis,

ja, diesen Wunsch hege ich auch. Im aktuellen Philosophie Magazin gibt es einen Artikel über Gendergerechtigkeit in der Sprache ohne Sternchen usw., wobei der Blick auf andere Sprachen geht. Ich habe den Artikel aber noch nicht gelesen (Teaser:https://www.philomag.de/archives/67-philosophie-magazin-1-2023 Eine Sprache für alle).

LG, Micha
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Offline MAS

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #26 am: 18.01.2023 00:32 »
Ja, ja. In Büdingen, wo Ihr wusstet, dass ich jeden Moment auftauchen müsste, aber auf 150 Metern Entfernung (ich hatte es mal genauer nachgemessen) das optische Abbild noch nicht ausreichte, mich als Mann zu erkennen.

Das erinnert mich an eine Begegnung auf einer einsamen Insel Ende der 80er Jahre. Ich lief durch Auwald und Wiese mit einem wadenlangen Rock. Mir kam ein ähnlich junger Mann entgegen, der sich wohl sichtlich freute, in dieser Abgeschiedenheit einer jungen Frau zu begegnen. Und mit diesem Blick ist er mir auch beim Vorrübergehen entgegnet. Seitdem kann ich mir vorstellen, wie es sich für eine Frau anfühlen muss, wenn Männer interessiert, nein: vorschuss-verliebt Frauen anschauen. Erst auf den allerletzten Metern versteinerte sein Blick.

Naja, es ist klar, wenn man schemenhaft von größerer Entfernung nicht korrekt einsortiert wird. Spätestens, wenn die Gesichtszüge erkennbar werden, sagen wir so auf 20 Meter Entfernung, sollte dann aber die Zuordnung schon funktionieren, wenn einem das wichtig ist.

Zu dem Link:

Ich habe zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Mein gestarteter Thread ist immerhin bisher 4411 mal aufgerufen worden und ein kleiner Austausch hatte sich dann doch bereits ergeben, bevor der Thread ins Nirwana versank.

Hier der Thread:
"Identifikation als "Mann" oder als "Frau" - warum scheint das wichtig?" von Februar 2019


Bei der Suche danach fielen mir zumindest zwei weitere Beiträge in die Hände, die auch da in dieses Themenfeld mit hineinreichen. Zur geneigten Vertiefung kann ich die beiden Beiträge noch ans Herz legen:
"Weibliches oder männliches Erscheinungsbild", Februar 2020
"Männlich, Weiblich, Menschlich", Oktober 2021

Habe dort was in den Thread geschrieben, aber nicht zum ersten Mal: https://www.rockmode.de/index.php?topic=7110.msg170261#msg170261

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Offline doppelrock

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #27 am: 18.01.2023 08:08 »
Die Sprache verhindert keineswegs die Gleichberechtigung. Es ist die Schranke im Kopf, die Gleichberechtigung verhindert.
Wenn ein Mensch ER und SIE gleichwertig betrachtet, braucht es kein * oder xy oder andere Verhunzungen, die eine Sprache unsprechbar machen.

Das sind alles nur Scheingefechte, die vom Wesentlichen ablenken.

Statt "Welches ist dein Pronomen", höflicher, aber ungelenker Neusprech, könnte man auch fragen: "Wer bist du?" Wenn der Gegenüber möchte, kann er was zu seiner Orientierung sagen, wenn er nicht in jedem Gespräch über Geschlecht und Identität sprechen möchte, nennt er seinen Namen, mit dem er angesprochen werden möchte. In den meisten Situationen ist es auch vollkommen egal, ob Kim Mann oder Frau ist oder als Mann oder Frau gesehen werden möchte. Gerüchteweise gibt es außer Gender noch Millionen andere Themen, über die Menschen sprechen möchten.

Über Kleidungsvielfalt auch für Männer zum Beispiel.

Offline Asterix

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Antw:"Welches ist Dein Pronomen?"
« Antwort #28 am: 18.01.2023 21:30 »
Freut mich für dich Albis.
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

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« Antwort #29 am: 19.01.2023 11:05 »
Wichtig ist die Frage nach dem Pronomen für die, die sich nicht dem optisch zuerst zutreffend scheinenden Geschlecht zuordnen, also für Transpersonen und diverse Diverse. Ich fände es gut, wenn es genderunabhängige Pronomen gäbe.

Ich finde es z.B.oft blöd, wenn in Bibliographien die Vornamen der Autor*innen nur mit einem Buchstaben und Punkt abgekürzt werden und ich dann nicht weiß, ob ich von Ihm oder ihr mit "er" oder "sie" sprechen soll. Deswegen schreibe ich in meinen Literaturlisten die Vornamen auch immer aus. Gäbe es ein Pronomen für alle Geschlechter, hätte ich das Problem nicht.

LG, Micha 
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