Autor Thema: Dior-Kollektion Winter 23/24  (Gelesen 1215 mal)

Offline Stadtneurotiker

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Dior-Kollektion Winter 23/24
« am: 20.01.2023 18:08 »
Guten Abend,

bei Diors wurde wieder gelaufstegt. Dazu gibt es ein Video.
Zu Gast war u. a. der britische Schauspieler Robert Pattinson im schicken Rock, der offenbar zuvor noch einen Bären erlegt und zu einer Jacke verarbeitet hat.

Viele Grüße
Ben.
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Online Janna

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #1 am: 20.01.2023 19:03 »
Haut mich jetzt nicht vom stuhl😁
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Offline Zwurg

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #2 am: 20.01.2023 19:45 »
mir gefällts
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Offline cephalus

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #3 am: 20.01.2023 20:11 »
Tatsächlich ganz schön und gut tragbar.

In Unkenntnis des selbigen befürchte ich, dass mich lediglich der Preis abhalten könnte, ein paar der Outfits zu tragen.


Online Janna

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #4 am: 20.01.2023 20:34 »
Kein problem solche röcke gibts in der damenabteilung für ein paar euro.
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Offline hummerbrummer

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #5 am: 21.01.2023 02:48 »
Könnte man nehmen; es gibt nur ein kleines finanzielles Problem...

Gruß Hummerbrummer

Offline GregorM

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #6 am: 21.01.2023 08:52 »
Ich finde es sehr schön, dass ein Modehaus wie Dior derart auf Röcke für Männer setzt. Die Designs sind noch dazu unmittelbar tragbar. Natürlich sind sie teuer, aber sollten sie den Weg zeigen, was hoffentlich der Fall wird, werden ähnliche auch bei Anbietern mit günstigeren Preisen zu haben sind. Sie damit abzufertigen, dass es schon ähnliche in den Damenabteilungen gibt, bringt uns keinen Schritt weiter, um den Mann in Röcken zu bringen.

Kein problem solche röcke gibts in der damenabteilung für ein paar euro.

Wer es mit MANN-im-Rock ernst meint, unterstützt die Initiative und kauft seine Röcke in den Herrenabteilungen, wenn vorhanden und preislich akzeptabel.
Würden Hosen bei Frauen erfolgreich geworden, hätten sie nur Hosen bei den Männern gekauft, weil sie billiger waren?  Die Industrie hätte schnell aufgegeben. Frauen werden augenscheinlich keine Hosen tragen, vergessen wir es. Die kleine Handvoll Frauen in Herrenhosen interessieren uns nicht, machen keinen Umsatz.

Sollen wir je viele Männer in Röcken werden, müssen es Röcke für uns geben. Davon bin ich überzeugt.

Aber ich sehe auch das Problem, das damit verbunden werden kann, denn wie kann man echter Crossdresser sein, wenn erst alles allem erlaubt ist, und deshalb niemand einen Crossdresser im Straßenbild erkennen kann? Wann habt ihr das letzte Mal eine Crossdresserin gesehen?
Das Wort Crossdresserin existiert nicht mal.

Einigen ein schrecklicher Gedanke?

Gruß
Gregor
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Offline high4all

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #7 am: 21.01.2023 10:37 »
Zitat
Wer es mit MANN-im-Rock ernst meint, unterstützt die Initiative und kauft seine Röcke in den Herrenabteilungen, wenn vorhanden und preislich akzeptabel.
Wer einen solchen Männerrock erworben hat, sollte nicht vergessen, ein Schild mit der Aufschrift:" Das ist ein Männerrock" vor sich her zu tragen. Damit er nicht versehentlich für einen Crossdresser gehalten wird. ::)

Oder selbst nähen. Ist nicht unbedingt preiswerter, aber individueller. Und nicht das Schild vergessen. ;)
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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #8 am: 21.01.2023 11:34 »
Ja schon schön aber mir auch zu teuer.

Gut wäre es schon, würde es Männerröcke in den Kaufhäusern zu erschwinglichen Preisen geben, da für viele gewöhnliche Männer es eine nahezu unüberwindbare Hürde ist, sich in der Damenenabteilung etwas passendendes zu suchen.

Andererseits ist es beim Tragen eh meist nicht mehr ersichtlich, aus welcher Abteilung der Rock kam. Da seh ich es ähnlich wie Hajo.

So hab ich eben die meisten meiner Röcke aus dem Damensortiment.

Grüßle
Jürgen
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Offline Skirtedman

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #9 am: 21.01.2023 12:05 »

Aber ich sehe auch das Problem, das damit verbunden werden kann, denn wie kann man echter Crossdresser sein, wenn erst alles allem erlaubt ist, und deshalb niemand einen Crossdresser im Straßenbild erkennen kann? Wann habt ihr das letzte Mal eine Crossdresserin gesehen?
Das Wort Crossdresserin existiert nicht mal.

Einigen ein schrecklicher Gedanke?

Gruß
Gregor

Ganz falsch, Gregor.

Denn ein Crossdresser aus der Crossdresser-Community ist es wichtig, auf den ersten Blick und möglichst auf weitere Blicke als Frau wahrgenommen zu werden. Da ist es relativ unerheblich, welche Kleidung man als Mann tragen darf.

Recht gebe ich Dir, Gregor, dass für manchen CD der Reiz des Crossdressings vielleicht reduziert wird, weil es eben genau vor allem die Kleidung war, die ihn überwiegend in die Frauen-Darstellung getrieben hat. Ja, die Zahl der CDs dürfte etwas zurückgehen - aber es wird weiterhin etliche geben, die auch nach einer erhöhten Bekleidungsfreiheit für den Mann noch weiterhin zeitweise eine Frau darstellen wollen.

Offline Stadtneurotiker

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #10 am: 21.01.2023 13:24 »
Wer es mit MANN-im-Rock ernst meint, unterstützt die Initiative und kauft seine Röcke in den Herrenabteilungen, wenn vorhanden und preislich akzeptabel.
Dann gäbe es selbst hier im Forum sehr wenige Männer, die Röcke tragen, und das Erscheinungsbild wäre recht einheitlich und für meinen Geschmack zu langweilig.

Würden Hosen bei Frauen erfolgreich geworden, hätten sie nur Hosen bei den Männern gekauft, weil sie billiger waren?  Die Industrie hätte schnell aufgegeben. Frauen werden augenscheinlich keine Hosen tragen, vergessen wir es. Die kleine Handvoll Frauen in Herrenhosen interessieren uns nicht, machen keinen Umsatz.
Ich weiß es nicht, dennoch vermute ich, dass sich viele Frauen anfangs in den Herrenabteilungen bedient haben oder schlaue Verkäufer*innen ursprünglich für Männer gedachte Hosen in die Damenabteilung gehängt haben.
Ich werde übrigens häufiger gefragt „Wo kaufst Du Deine Röcke?“ als „Ist das ein Männerrock?“.

Aber ich sehe auch das Problem, das damit verbunden werden kann, denn wie kann man echter Crossdresser sein, wenn erst alles allem erlaubt ist, und deshalb niemand einen Crossdresser im Straßenbild erkennen kann? Wann habt ihr das letzte Mal eine Crossdresserin gesehen?
Das Wort Crossdresserin existiert nicht mal.
Die permanente Abgrenzung ihre Männlichkeit Betonender von allem, was irgendwie mit Crossdressing, etc. in Verbindung gebracht werden könnte, halte ich für ein großes Problem.
Neulich sah ich am nahegelegenen Platz einen geschminkten Jugendlichen aus der benachbarten Realschule, der ganz selbstverständlich mit ein paar Klassenkameraden im Außenbereich des Cafés saß.
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Offline Skirtedman

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #11 am: 21.01.2023 14:07 »
Wann habt ihr das letzte Mal eine Crossdresserin gesehen?
Das Wort Crossdresserin existiert nicht mal.

Naja, in zutreffenden Fällen wird es diese Wortbildung vielleicht auch geben.

Wann ich das letzte Mal eine Crossdresserin sah? Keine Ahnung, vielleicht häufiger als es mir bewusst wurde, vielleicht häufiger als ich denke. In Bezug auf Frauen denke ich eben eher an 'Lesbe' oder an 'Kampfemanze' - wobei dazu einiges mehr braucht als nur männlich wirkende Klamotten anzuziehen. Eine Frau in Hemd, Schlips und Männeranzug ist noch nicht automatisch in meinen Augen eine 'Lesbe', 'Kampfemanze' und schon gar nicht Corssdresserin - denn: bei einem Mann-zu-Frau-Crossdresser reichen ja auch nicht die Kleidungsstücke, da muss mehr hinzukommen, um dem Erscheinungsbild einer Frau zu entsprechen.

In Mainz hatten wir vor knapp 120 Jahren eine Crossdresserin - oder Transvestitin, die jahrelang in der Öffentlichkeit nur als Mann auftrat. Bis sie aufflog. Und ins Gefängnis kam. Sie hatte sich dadurch Rechte erschlichen, die damals nur einem Mann vorbehalten waren. Zum Beispiel ging sie arbeiten. Bei einem großen Mainzer Unternehmen. Sie war (mit einem Mann) verheiratet und tat dies aus wirtschaftlichen Gründen.

Crossdressing hat oft die Ziele, sich dadurch etwas herausnehmen zu dürfen, die als Erscheinung im eigenen Geschlecht verwehrt bleiben.

Bei Crossdressern mag es die Kleidung sein, die sie mit dem Erscheinungsbild einer Frau eben ungescholten tragen dürfen. Es mögen aber auch noch andere Attribute sein, die den Reiz ausmachen. Z.B. mit der Haarpracht spielen zu dürfen. Sich schminken zu dürfen. Andere Bewegungsabläufe darstellen, Gesten ausführen und Haltungen einnehmen zu dürfen. Vielleicht auch die Sehnsucht, nicht immer Dominanz ausstrahlen zu müssen, auch zart und verletzlich sein zu dürfen - alles Dinge, die ein Mann im einzelnen vielleicht darf, oft aber nicht macht, in der Gesamtheit aber auch bei einem Mann nicht willkommen sind.

In puncto Crossdresserin fällt mir aktiv eine Frau ein, wo ich monatelang brauchte, bis ich kapierte, dass sie eine Frau ist. Sie agiert zwar offensiv mit ihrem weiblichen Vornamen, widerspricht aber niemandem, der eine der sehr ähnlich klingenden männlichen Vornamen für sie fälschlicherweise verwendet. Den Vornamen falsch zu verstehen, passierte nicht nur mir, sondern beobachte ich immer wieder. Erst "seine" Frau, eine sehr hübsche, klärte mich nach monatelangem Irrflug auf:

Sie hatte sich in der Schule in einen Jungen verguckt. Und wie sie ihren Freundinnen davon gestand, sagten die Freundinnnen ihr, dass das gar kein Junge sei, sondern ein Mädchen. Das konnte "seine" jetzige Ehefrau aber damals nicht glauben, bis sie es mit eigenen Augen selbst herausfand. Sie war - und ist es eigentlich bis heute - aber nicht lesbisch. Aber die Liebe zu der Person war stärker, dass es ihr letztlich egal war, dass ihr Traumjunge ein Mädchen war. Und jetzt sind sie seit zwei, drei Jahren verheiratet, zuvor schon gut 10 Jahre zusammen und ein überaus glückliches Paar.

Hier könnte ich tatsächlich noch sagen, dass "er", wie die Frau oft wahrgenommen wird, tatsächlich eine Crossdresserin ist. Diesem Paar begegne ich mal mehr, mal weniger, im Moment so alle 2 Wochen.

Doch auch hier ist es strenggenommen keine Crossdresserin, da beim Crossdressen, im Gegensatz zu Transvestiten, zumeist nicht die spezifische Sexualität ausgedrückt wird. Deswegen ist es eher eine Transvestitin. Doch auch mit Kurzhaarschnitt und Fußballklamotten könnte sie rein optisch auch als Frau durchgehen (die Stimme ist aber ausgesprochen tief, die Art sich zu bewegen und auszudrücken ebenso sehr männlich).

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag so gar nicht und so tief wieder auf die Definitionen eingehen. Eigentlich wollte ich meinen vorherigen Beitrag etwas aus einer anderen Sichtweise umformulieren.

Denn ich schrieb: "Ganz falsch, Gregor" wegen Deiner Worte:
Aber ich sehe auch das Problem, das damit verbunden werden kann, denn wie kann man echter Crossdresser sein, wenn erst alles allem erlaubt ist, und deshalb niemand einen Crossdresser im Straßenbild erkennen kann? ...
Einigen ein schrecklicher Gedanke?

Und ich schrieb:
Recht gebe ich Dir, Gregor, dass für manchen CD (aus der CD-Szene) der Reiz des Crossdressings vielleicht reduziert wird, weil es eben genau vor allem die Kleidung war, die ihn überwiegend in die Frauen-Darstellung getrieben hat. Ja, die Zahl der CDs dürfte etwas zurückgehen - aber es wird weiterhin etliche geben, die auch nach einer erhöhten Bekleidungsfreiheit für den Mann noch weiterhin zeitweise eine Frau darstellen wollen.

Ja, die Zahl dürfte etwas zurückgehen.

Allerdings habe ich es bewusst etwas übertrieben. Wenn bislang weiblich konnotierte Bekleidung auch für den Mann auf der Straße erreichen würde, dann: Ich kann mir vorstellen - und ich habe nur einen begrenzten Einblick in die CD-Szene - dass eine beträchtliche Anzahl von CDs den Reiz verlieren würden, den Aufwand zu betreiben, um unter der Vorspiegelung eines Frauendaseins Damenkleidung tragen zu dürfen. Ja, ich kann mir vorstellen, dass die Zahl der aktiven CDs sich deutlich reduzieren würde. Also, dass die CD-Szene deutlich an Zulauf verlieren würde. Und nicht nur einige, wie in meinem vorherigen Beitrag formuliert, sondern etliche.

"Einige" hatte ich zunächst eher polemisch formuliert, um den Unterschied stärker zu gestalten zwischen den Erscheinungsformen Crossdresser (zeitweiseDarstellung einer Frau ohne Bezug auf die eigene sexuelle Neigung) und "Mann im Rock" (ohne Darstellung eines Frauendaseins).

Zusammenfassend kann ich sagen: Ja, Gregor, die CD-Szene wird an Zulauf verlieren. Du schriebst ja: "Für einige bestimmt ein grässlicher Gedanke." Aber die, die abwandern, dürfte das nicht ein grässlicher Gedanke sein, sondern eher eine Befreiung, weil es für sie bisher wirklich der gangbare Ausweg darstellte, die geliebte Kleidung tragen zu dürfen.

Und die, die CDs bleiben, dürfte es auch eher kein grässlicher Gedanke sein, weil es andere Dinge sind, die den überwiegenden Reiz am CD´ing ausmachen. Ja, es dürfte dann schwieriger werden, um als Frau erkannt zu werden bzw. um als Frau durchzugehen - da müssen sie sich vielleicht mehr ins Zeug legen. Das mag ärgerlich sein. Aber für die, die aus mehr als nur aus Kleidungsgründen CDs bleiben, dürfte mehr Bekleidungsfreiheiten beim Mann auch kein grässlicher Gedanken sein.
---
Aber ich lese hier in den Profilen der Forumsmitglieder immer wieder, dass es einigen wichtig ist, manchmal auch als Frau wahrgenommen zu werden.

Ich denke, wir haben aktive Crossdresser (vielleicht aus der Szene, oder auch ohne Vernetzung in die Szene) mitten unter uns hier im Forum - vermutlich auch überwiegend in der schweigenden Mehrheit der hier Versammelten. Es wäre schön, wenn da aus erster Hand uns Einblicke gewährt werden würde. Dann bräuchten wir nicht ausschließlich in unserer doch sehr eingeschränkten Vorstellungswelt herumstochern.

Ich habe gesehen, dass während ich hier am Beitrag schreibe, wohl auch Kolleg*in Marianne sich zu Wort gemeldet hat. Ich habe bewusst noch nicht gelesen, was dort geschrieben steht, weil ich zuerst meinen eigenen Sermon dazu loswerden wollte. --- Edit: Oh!!! Da hatte ich mich verguckt! Schade!!! Aber trotzdem habe ich auch den zwischenzeitlichen Beitrag von Kollege Stadtneurotiker noch nicht gelesen. Das kommt jetzt - dann wird aber an diesem Beitrag hier nichts mehr nachträglich am Inhalt geändert.

Offline cephalus

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #12 am: 21.01.2023 14:15 »

Recht gebe ich Dir, Gregor, dass für manchen CD der Reiz des Crossdressings vielleicht reduziert wird, weil es eben genau vor allem die Kleidung war, die ihn überwiegend in die Frauen-Darstwllung getrieben hat. Ja, die Zahl der CDs dürfte etwas zurückgehen - aber es wird weiterhin etliche geben, die auch nach einer erhöhten Bekleidungsfreiheit für den Mann noch weiterhin zeitweise eine Frau darstellen wollen.

Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem CD der nicht sehr angetan davon war, dass ich, als absichtlich erkennbarer Mann, Röcke und Kleider trage.
Für ihn seien diese Kleidungsstücke essentiell um seine gewünschte Rolle, trotz anderer optischer "Mängel" zu manifestieren.  Dieser Option würde er beraubt,  trügen zu viele Männer Röcke.

Offline doppelrock

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #13 am: 21.01.2023 14:42 »
Hab die Kollektion mal durchgeblättert und nichts gefunden, was mir spontan gefällt. Manche Bilder zeigen auch keine Röcke, sondern sehr weite kurze Hosen oder es ist nicht eindeutig erkennbar.
Die Oberteile finde ich meist unpassend zum Rest wie die Teddy-Jacke oder einfach unförmig.
Bei Schuhen und Strümpfen scheint man am gewohnten Männer-Bild festhalten zu wollen, das hatte mich schon bei früheren Kollektionen gestört.

Wenn es also identische Teile "preiswert" im Laden gäbe, würde ich sie trotzdem liegen lassen. Solange ich meine Figur halten kann, würde es ohnehin nicht in der passenden Größe angeboten werden, eher ab 2 Nummern zu groß aufwärts. Schon deshalb bleibt mir keine andere Wahl, als drüben einzukaufen, wo es neben den passenden Größen auch das angenehmere Material gibt.

Wie weit sich die 2/3der Männer mit hohem/zu hohem BMI begeistern können, mag ich nicht beurteilen, bin mir aber sicher, dass die Betonung des Feinkostgewölbes statt einer Taille den beabsichtigten Chic komplett zerstört. Den Effekt gibt es ja auch bei den Damen: Model mit Größe 34 oder 36 in der Zeitschrift, ältere Dame mit Größe 54 auf der Straße.

Mal schauen, ob es sich verbreitet oder zumindest ein nicht mehr so ganz ungewohnter Anblick wird.

Offline Skirtedman

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Antw:Dior-Kollektion Winter 23/24
« Antwort #14 am: 21.01.2023 14:56 »

Würden Hosen bei Frauen erfolgreich geworden, hätten sie nur Hosen bei den Männern gekauft, weil sie billiger waren?  Die Industrie hätte schnell aufgegeben. Frauen werden augenscheinlich keine Hosen tragen, vergessen wir es. Die kleine Handvoll Frauen in Herrenhosen interessieren uns nicht, machen keinen Umsatz.
Ich weiß es nicht, dennoch vermute ich, dass sich viele Frauen anfangs in den Herrenabteilungen bedient haben oder schlaue Verkäufer*innen ursprünglich für Männer gedachte Hosen in die Damenabteilung gehängt haben.
Ich werde übrigens häufiger gefragt „Wo kaufst Du Deine Röcke?“ als „Ist das ein Männerrock?“.

Geht mir auch öfters so.

Gregors zitierte Worte waren ja aus der vermuteten hypothetischen Sicht der Bekleidungsindustrie formuliert.

Wir dürfen nicht vergessen, dass zu der Zeit, in der Frauen verstärkt zu Hosen griffen, das Selbernähen noch zu den Grundfertigkeiten der Frauen gehörte. Viele dürften sich zunächst auch mit Hosen selbstversorgt haben bzw. dass sie abgetragene Kleidung von ihren Männern (oder generell von den Männern, die aus dem Krieg nicht mehr heim kamen)  auf ihre Passform hin abgeändert haben. Die Industrie und der Handel dürften anfangs noch nicht die tragende Rolle gespielt haben wie es Industrie und Handel im umgekehrten Fall nun heutzutage bei den Röcken für Männer zukommt. Viele von uns warten ja darauf; wir nehmen Industrie und Handel ja förmlich in Verantwortung.

Aber immerhin, wir lesen ja auch hier im Forum immer mal wieder von erfolgreichen Eigenschöpfungen. Ganz aussen vor ist die Selbstversorgung ja auch beim Thema Rock am Mann nicht.




Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem CD der nicht sehr angetan davon war, dass ich, als absichtlich erkennbarer Mann, Röcke und Kleider trage.
Für ihn seien diese Kleidungsstücke essentiell um seine gewünschte Rolle, trotz anderer optischer "Mängel" zu manifestieren.  Dieser Option würde er beraubt,  trügen zu viele Männer Röcke.

Ja, und ich hatte neulich ein Gespräch mit einem CD, dem es völlig egal ist, ob Männer sich mehr Modefreiheiten nehmen oder nicht. Das ändert nichts an seinem CD´ing.

Und auch bei einigen "hartgesottenen" CDs mag es Unterschiede geben. Bei manchen mag es vielleicht doch direkt oder indirekt an die eigene sexuelle Orientierung gekoppelt sein, für einige mag es auch eine willkommene Zwischenstufe darstellen, um sich auf dem Weg zum Ausdruck der eigenen Identität ausprobieren zu können. Für andere ist es dann doch lediglich der Reiz, des "mehr als nur Klamotten" zeitweilig als "Teilzeit-Frau" leben und erleben zu können.

Ich vermute, es gibt mehr CDs als rocktragende, als Männer erkennbarbleiben wollende Männer. Und ich vermute, so grob die Hälfte macht es nur wegen Ausflucht, weil die Kleidung am Mann (noch) nicht geläufig ist, die restlichen CDs haben oben angerissene sonstige, über die Kleidung hinausgehende Beweggründe.

Soviel zu CDs. (Reicht in meinen Augen auch wieder - nein, fachkundige Statements von praktizierenden CDs sehr gerne willkommen!)

Ansonsten gerne wieder zurück zu Dior!!!!

Ich habe mir das Video nur ausschnittsweise angesehen (und auch nur auf dem Handy). Gibt es denn auch schon Links zu stehenden Bildern, Fotografien? Oder einem Shop mit den Teilen?

Das Bild mit dem Promi (der mir nix sagt) im Rock: Der Rock gefällt mir!!! Der gesamte Look in dieser Kombination - naja.
Vor allem erklärt sich mir nicht der helle Fleck unterhalb seines linken Knies. Hat da die Strumpfhose ein Designerloch???
(Zur Erinnerung: https://twitter.com/Dior/status/1616454347977539587)

 

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