Autor Thema: Gender-Neusprech  (Gelesen 21986 mal)

Offline MAS

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #45 am: 27.04.2021 22:08 »
Deine Info ist falsch.

Persönlich stelle ich mir die Frage, welchen Nutzen der amtliche Geschlechtseintrag bringt und warum man ihn vornimmt,  wenn man doch die Geschlechter laut GG gleich behandeln will.
Eine Unterscheidung ist damit obsolet.

Im Personalausweis verzichtet man darauf sogar schon länger...
Meine Info ist nicht falsch, weil sich in den Gruppen, in denen ich mitlese, viele junge Transmenschen ihren Zusatz DGI Ausweis beantragen, bis es ganz im Perso geändert ist.
Bisher ist darunter kein Intersexueller. Die kommen wirklich nur im Promillebereich vor.

Menschen beurteilen abseits des GG. Denen ist das GG scheiß egal, ob dort was gleichbehandelt werden soll. Männer und Frauen sind für die meisten nicht gleich. Das sehe wir doch immer wieder auch an der Bekleidung.

Dass das Geschlecht nicht mehr im Perso steht, zeigt doch schön, dass ein geschlechtsloses Pronomen auch nichts ändert.
Und die Polizei weiß trotzdem auch noch, nach welchem Geschlecht sie bei einem Täter suchen muss und hält nicht noch zusätzlich wahllos Frauen an, wenn sie weiß, dass eine männliche Person gesucht wird und ist dann auch nicht überfordert, wenn dort das m und w fehlt, ob es sich bei dem Gesuchten um einen Mann handelt.

Gruß
Jule

Jule,

vielleicht ist das so bei den Menschen, bei denen Du mitliest. Aber meinst Du, das sind alle, die es gibt?

LG, Micha
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Offline culture skirt

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #46 am: 28.04.2021 00:51 »


Jule,

vielleicht ist das so bei den Menschen, bei denen Du mitliest. Aber meinst Du, das sind alle, die es gibt?

LG, Micha
Was soll ich nur bei denen mitlesen? Das gilt für alle Transmeschen die einen Antrag stellen auf Personenstandsänderung im Ausweis. Nicht nur bei denen ich mitlese, bzw. die ihre Berichte schreiben.

Offline MAS

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« Antwort #47 am: 28.04.2021 08:12 »


Jule,

vielleicht ist das so bei den Menschen, bei denen Du mitliest. Aber meinst Du, das sind alle, die es gibt?

LG, Micha
Was soll ich nur bei denen mitlesen? Das gilt für alle Transmeschen die einen Antrag stellen auf Personenstandsänderung im Ausweis. Nicht nur bei denen ich mitlese, bzw. die ihre Berichte schreiben.

Guten Morgen Jule!

Woher weißt Du das? Was ist Deine Datenbasis?

LG, Micha
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Offline culture skirt

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« Antwort #48 am: 28.04.2021 10:39 »
Weils gesetzlich so ist.


Offline MAS

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #49 am: 28.04.2021 10:43 »
Weils gesetzlich so ist.

Moment, Jule, da scheint ein Missverständnis vorzuliegen:

Ich meinte, woher weißt Du, dass es keine Menschen gibt, sich wirklich als nicht-binär verstehen? Ihc verstehe Dich so, dass Du behauptest, alle, die sich als nicht-binär ausgeben, tun das nur so lange, bis sie ein eindeutiges Geschlecht, männlich oder weiblich, als Personenstand haben, dass also alle angeblichen nicht-binären Menschen, und nicht nur die, bei denen Du mitliest, trans seien. Und da frage ich, woher Du das weiß, was Deine Datenbasis ist.

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Offline cephalus

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #50 am: 02.05.2021 11:36 »
Ein Interview mit einem betroffenen Menschen, das gerade ins Thema passt:

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/gender-divers-nonbinaer-horwitz-100.html

Offline MAS

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #51 am: 02.05.2021 12:15 »
Danke Cephalus!

Ich muss gestehen, dass mit das I+ am Ende von "LGBTQI+" neu ist. Das Wort wird ja immer länger! "PoC" heißt sicher "People of Color". "Disabled" heißt "beeinträchtigt" oder "behindert". Ich kann schon verstehen, dass manche Menschen schon alleine sprachliche Verstehensprobleme haben, noch bevor die inhaltichen kommen.

Die Dubliners waren in Bezug auf die Ansprache des Publikums übrigens schon in den 1960ern oder 70ern weiter als andere. In einer Aufnahme von "Finnegan's Wake" begrüßen sie das Publikum nach einigen Begüßungen von Honratioren mit "Ladies and Gentlemen and fellow persons". ;D

LG, Micha

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Offline Holger Haehle

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« Antwort #52 am: 02.05.2021 14:25 »
Schönes Beispiel Cephalus. Auch ich hatte in den 1990er Jahren nonbinäre Kommilitonen, Und in deren Freundeskreis identifizierten sich schon damals viele als genderfluid oder zweigeschlechtlich. Die Biomänner wirkten auf mich zwar weiblich und identifizierten sich damit, gleichwohl war es ihnen wichtig auch als Mann sexuell aktiv zu sein. Brüste und Schwanz waren ihnen untrennbar Teile ihrer weiblichen und männlichen Identität. Eine Personenstandsänderung in die eine  oder andere Richtung strebten sie nicht an.

Und darum geht es noch immer in diesem Thread. Wenn das Gendersternchen die Sprache "verhunzt", was ist dann die Alternative? Wie bereitet sich ein Personaler auf ein Bewerbungsgespräch vor, aus dessen Bewerbungsunterlagen hervorgeht, dass er nicht binär ist?

Offline cephalus

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« Antwort #53 am: 02.05.2021 15:45 »
Wie bereitet sich ein Personaler auf ein Bewerbungsgespräch vor, aus dessen Bewerbungsunterlagen hervorgeht, dass er nicht binär ist?

Ich befürchte häufig dadurch,  dass der sich Bewerbende nicht eingeladen wird.
Anderenfalls dadurch, dass zuerst nach der gewünschten Anrede gefragt wird.

Wie auch immer, es ist und bleibt schwierig:
Ein  Freund von mir hat einmal, in der festen Überzeugung alles richtig zu machen, eine Person, die optisch uneindeutig war, gefragt wie sie angesprochen werden will.
Sie reagierte mit Entrüstung.



Offline MAS

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« Antwort #54 am: 02.05.2021 17:41 »
Manchmal lese ich Ausschreibungen, die das genärische Maskulinum mit dem Zusatz (m/w/d) versehen, z.B. bei Bundeswehrplakaten:
- Pilot (m/w/d)
- Stabsarzt (m/w/d)
usw.
Ich empfinde das zumindest für diesen Fall als einen guten Kompromis.

Und bei der Anrede kann man doch sagen: "Sehr geerhte Mitmenschen".

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Offline Holger Haehle

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« Antwort #55 am: 02.05.2021 19:06 »
Danke Micha,

du zeigst Alternativen auf, obwohl du mit dem Genderstern einverstanden bist.
Aber die Alternativen habe ich eher von denen erwartet, die nicht mit dem derzeitigen Gendern einverstanden sind.
Es macht jedenfalls Sinn, wenn jemand nicht mit einem Vorschlag zu einem neuen Sprachgebrauch einverstanden ist, dass er einen besseren Vorschlag macht.

Offline MAS

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« Antwort #56 am: 02.05.2021 19:24 »
Lieber Holger,

es ist leichter, dagegen zu sein, als konstruktiv nach neuen Möglichkeiten zu suchen.

Das ist auch eine Kritik am reinen Dekonstruktivimus, die ich habe.

LG, Micha

 
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Offline JoHa

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #57 am: 02.05.2021 19:30 »
Als Angehöriger eines nur mittleren Bidungsniveaus bin ich für einfache Lösungen. Deshalb ist es mir tausendmal lieber, ein generisches Femininum durchzusetzen, als Pünktchen/Sternchen-Knacklaute zu vermehren.
In diesem Sinne, liebe Freundinnen!
Eure Joachime
Nicht Johannes. Joachim!

Offline MAS

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« Antwort #58 am: 02.05.2021 22:24 »
Lieber Johannes,

ich sehe es ähnlich. Das * oder das Binnen-I oder ein Doppelpunkt innerhalb eines Wortes widesprechen meinem Sprachempfinden wie vielen Kritikern. Ich hätte lieber eine Lösung, wie die Engländer oder die Dänen sie haben. Ob das dann ein generatives Maskulinum, Femininum, Neutrum oder sonst was wäre, ist mir dann egal.

Sonlange wie aber keine solche Lösung haben, akzeptiere ich auch das *, wenn auch als letztlich unzufriedenstellend.

Wichtig ist mir letztlich, dass die Betroffenen nicht länger untergebuttert werden.

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Offline Holger Haehle

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« Antwort #59 am: 03.05.2021 06:45 »
Was geht das mit dem generischen Geschlecht?

Gibt es in Dänemark im allgemeinen, also im nicht das Geschlecht betonenden Sprachgebrauch, keine Ärztinnen und  Krankenpfleger?

Eine weibliche Medizinerin ist folglich ein Arzt und ein Mann in der Krankenpflege ist eine Krankenschwester?

 

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