Autor Thema: Gender-Neusprech  (Gelesen 21989 mal)

Offline GregorM

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« Antwort #60 am: 03.05.2021 07:07 »
Eine weibliche Medizinerin ist folglich ein Arzt und ein Mann in der Krankenpflege ist eine Krankenschwester?

Genau. Ich habe einen Arzt, die zwei Krankenschwester angestellt hat, einen Zahnarzt und einen Friseur, die alle weiblich sind - und mit denen ich als etwas Natürliches per du und Vornamen bin.
Beruflich bedeutet das Geschlecht ja nichts, und nur wenn ich betonen möchte, dass sie weiblich sind, sage ich, dass ich einen weiblichen Arzt etc. habe.

In der der Nachbarschaft wohnt ein Ehepaar. Er ist Arzt, sie ist Psychologe. Als ich zum ersten Mal mit ihr sprach, "was machst dann du für eine Arbeit? Ich bin Psychologe."


Gruß
Gregor

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Offline hirti

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #61 am: 03.05.2021 07:15 »
OK, verstanden, Gregor.
Ich erzähle ja auch in der Firma dass ich beim Zahnarzt war, obwohl es in Wirklichkeit eine Zahnärztin ist - was aber in diesem Zusammenhang unerheblich ist. Anders verhält es sich, wenn ich erzähle dass ich bei meiner Urologin war, was vielleicht in dem Fall eine erzählenswerte Tatsache darstellt dass es sich um eine Frau handelt.

Dieses LGBT... Wort gibt es auch in noch längerer Ausprägung: LGBTQIA+
Hier gibt es eine Erklärung: https://bestlifeonline.com/what-lgbtqia-means/
Leider schießt sich das Ganze mit der Übermotivation alles und jeden abzudecken selber tot. Ich hab wirklich was für die LGBT Idee über, höre aber wieder auf darüber zu sprechen wenn das Wort so lang geworden ist dass ich weder das Wort, noch seine Bedeutung mir merken geschweige denn erklären kann.

Offline cephalus

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #62 am: 03.05.2021 07:21 »
Wenn ich das richtig verstehe Gregor,  dann wird in DK auch ein generischen Maskulinum / Femininum verwendet,  wie in D auch. Nur mit dem Unterschied,  dass sich da keiner darüber aufregt?

Online Skirtedman

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« Antwort #63 am: 03.05.2021 12:24 »
Dieses LGBT... Wort gibt es auch in noch längerer Ausprägung: LGBTQIA+
Hier gibt es eine Erklärung: https://bestlifeonline.com/what-lgbtqia-means/
Leider schießt sich das Ganze mit der Übermotivation alles und jeden abzudecken selber tot. Ich hab wirklich was für die LGBT Idee über, höre aber wieder auf darüber zu sprechen wenn das Wort so lang geworden ist dass ich weder das Wort, noch seine Bedeutung mir merken geschweige denn erklären kann.

Nun, das Plus am Ende zieht natürlich alle Minderheiten magnetisch an.

Dein Link bereitet uns ja schon einmal darauf vor, dass man in den kommenden Jahren sich mit dem Begriff 'Pansexualität' vertraut machen sollte, also wird es dann zu LGBTQIAP+.

Und ich bin der Meinung, man sollte auch alle Androgynen noch erwähnen, die aus selbstgewählten oder unfreiwilligen Gründen nicht so recht hü oder hott erscheinen. Ein Beispiel hatte ich ja schon erwähnt mit dem Telefonat.
Mit dem A für die Androgynen wären wir also bei dem überschaubaren Kürzel LGBTQIAPA+.

Und jetzt - immer wichtiger, bei der Definition von Hausständen/Haushalten z.B. bei Paaren, die nicht zusammenleben - sollten auch noch die Polyamorösen nicht vergessen werden, also ein P gehörte noch mit dazu. Das ergibt das fast schon wieder aussprechliche LGBTQIAPAP+.

Und da immer mehr Minderheiten entstehen, sollten die zwei Minderheiten auf alle Fälle nicht vergessen werden, die sich mit vorangenannten Gruppen noch nicht so recht identifizieren konnten und die lange vor dem Pschyrembel bereits in der Bibel definiert wurden mit 'male' für ergreifend unerweitert männlich und 'female' für ergreifend unerweitert weiblich. Also mit den Buchstaben M und F. Man sollte auch diese Reihenfolge beibehalten, da allzuoft den durch das F symbolisierte Menschen den Vorzug gegeben wird, und das auch schon in einer Zeit, als sich diese durch die durch M symbolisierten Menschen herabgewürdigt behandelt gefühlt haben. Diese MF-Reihenfolge knüpft also an die Denke an, wie Malu Dreyer (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz) bei ihrer Antrittsrede die Ansprache "Sehr geehrte Herren und Damen" verwendete und immer mal wieder gelegentlich anwendet.
Zwar könnte man den Aufschrei der nachgestellten F´s vermeiden, indem man M und F zu C inform von 'Cisgender' zusammenfasst - die meisten M´s und F´s können sich aber herzlich wenig mit dem Begriff 'Cisgender' identifizieren, darum plädiere ich für die sicherlich noch nicht erschöpfend abschließende Erweiterung des sicherlich weiterhin noch fast in einem Atemzug aussprechbaren Kürzels LGBTQIAPAPMF+.

Abschließend sollte man natürlich noch einmal einen Blick auf alle bisherig vom Pluspol angezogenen und ursprünglich beinhalteten Gruppen werfen. Denn es kann in jeder der genannten Gruppen vorkommen, dass Menschen dabei sind, die mit einer anderen Gruppe oder gar mit mehreren anderen Gruppen nicht in einen Topf geworfen werden möchten, diese sollte man auch mit einschließen. Darum plädiere ich als vorläufigen Abschluss der Splittergruppengerechtigkeit die Verwendung des Zeichens ± statt dem schnöden Plus. Eine binäre Verwendung des Kürzels mit dem Zeichen ∓ erscheint mir je nach persönlichem Befinden zulässig. Natürlich kann man auch diese Binarität mit einbinden, und somit haben wir
entweder LGBTQIAPAPMF± oder LGBTQIAPAPMF∓ oder gerne LGBTQIAPAPMF±∓,
wobei ich ehrlich gesagt eher für das generische LGBTQIAPAPMF± bin.

Ausserdem konnte ich mir früher das noch besser in der Ausführung LSGBT (war da nicht noch mal ein zweites T für Transsexuelle und Transvestiten? Naja, egal) - jedenfalls das mit dem S merken. Das ist nämlich die deutsch Variante. Das mit dem G (auch wenn´s im deutschen Halbenglisch ja auch ein wenig herleitbar ist) ist bei mir noch nicht ganz so angekommen und erinnert mich mehr an Gender als an Gay. Naja, dann hätten wir im Deutschen eben ein flüssiges (generisches) LSBTQIVPAPMW±, wobei man statt dem schnöden schnöde-männlich und schnöde-weiblich natürlich auch mit schnöde-Mann und schnöde-Frau arbeiten könnte, dann müsste man nur zwei Buchstaben aus dem Englischen eindeutschen, also: LSBTQIVPAPMF±.

Da der Pluspol bestimmt noch weitere minderbenannte Gruppen anziehen wird, vielleicht gar der Minuspol noch überbetonte Gruppen zur Aufnahme begehren lässt, könnte man natürlich vorsorglich auch schon mal die ganze Klaviatur miteinbeziehen und sagen:
A–Z±.
Und mindestens unter dem Plus sind dann auch alle ziffernbetonte Menschen miteinbezogen und mit diesem genialen Kunstgriff mit Sicherheit auch jene Menschen, die sich nur mit einem Sonderzeichen identifizieren können.

Da fällt dann die sprachliche Verwendung im Englischen oder z.B. Deutschen auch nicht mehr ins Gewicht.
Und im Deutschen entwickelt sich daraus vielleicht auch ein neues nichtdiskrimierendes, neutrales Prononem 'az', oder als Anrede 'Az'.
'Sehr geehrtaz Az Mayer' zum Beispiel.

Nungut, im Dänischen wären die herauszustellenden Minderheitengruppen eben die A–ű,
oder im Schwedischen die A–Ö±.

Da ist ja meine Osterkerze gar nicht soweit entfernt davon. Darauf steht: ΑΩ.


Offline MAS

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #64 am: 03.05.2021 13:21 »
Köstlich, lieber Wolfgang!!! ;D

Danke für Deinen Humor! :)

LG, Micha
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Offline Mac

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« Antwort #65 am: 03.05.2021 13:22 »
 ;D ;D ;D ;D ;D
Wolfgang, du bringst es aber wieder auf den Punkt!

Oder heißt das jetzt Punkt*in?
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Online Skirtedman

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« Antwort #66 am: 03.05.2021 13:36 »
...du bringst es aber wieder auf den Punkt!

Dieser Satz müsste wohl eher so heißen:

'...du bringst er/sie/es/az±∓‽ aber wieder auf den/der/dazn±∓‽ (entscheidet, wenn er/sie/es/az±∓‽ mal groß ist) Punkt...*!'
*Satz wird vervollständigt, wenn er/sie/es/az±∓‽ groß ist

Offline JoHa

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« Antwort #67 am: 03.05.2021 19:03 »
Mein Freund wurde letzten Monat Großvater. Gefragt, ob es ein Junge oder ein Mädchen sei, antwortete er: Das soll das Kind entscheiden, wenn es so weit ist.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline MAS

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« Antwort #68 am: 03.05.2021 20:08 »
Es gibt doch auch den Witz: "Meine Schwester ist schwanger, aber das Geschlecht des Kindes will sie vor der Geburt nicht wissen. Dabei wüsste ich so gerne, ob ich Onkel oder Tante werde!" ;D

LG, Micha
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Offline GregorM

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« Antwort #69 am: 03.05.2021 22:03 »
Wenn ich das richtig verstehe Gregor,  dann wird in DK auch ein generischen Maskulinum / Femininum verwendet,  wie in D auch. Nur mit dem Unterschied,  dass sich da keiner darüber aufregt?

Hallo Cephalus,

wenn wir von Menschen/Personen (und dem eigenen Hund) reden, verwenden wir han=er und hun=sie. Die Substantiven Vater (far), Mutter (mor), Sohn (søn), Tochter (datter), Mann (mand), Frau (kone, frue), Junge (dreng), Mädchen (pige) etc. gehören alle dem gemeinsamen Geschlecht, Ultrum genannt. Beispiel: en dreng, drengen.
Doch ist ein Kind (et barn) wie auf Deutsch Neutrum. Im Gegensatz zum Deutsch ist Mensch (Menneske) es auch.   

Bei allen anderen Substantiven sagen wir bei Ultrum-Wörtern den=es und bei Neutrum-Wörten det=es. Rock, Kleid, Hemd, Schuh, Strumpf, Stiefel sind übrigens alle Ultrum-Wörter. Man rechnet damit, dass schon um 1300-1400 Maskulinum und Femininum zum Ultrum zusammengeschmolzen sind.

Gruß
Gregor 
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« Antwort #70 am: 03.05.2021 22:12 »
Das Ultrum ist also kein generisches Maskulinum oder Femininum, und auch kein Neutrum, sondern eben ein Ultrum.

Frage, lieber Gregor: Ist das Ultrum extra für diesen Zweck erfunden worden, oder gab es das auch früher schon?

LG, Micha

PS: Petra meinte eben: "Ich kenn' nur ein Mordstrumm." ;D
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Offline culture skirt

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« Antwort #71 am: 03.05.2021 23:19 »
Dieses LGBT... Wort gibt es auch in noch längerer Ausprägung: LGBTQIA+
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Jede Ideologie schießt sich über kurz oder lang selber tot. Wenn die Leute echte Probleme hätten, machen sie sich um Buchstabenmenschen als letztes Gedanken.

Offline culture skirt

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« Antwort #72 am: 03.05.2021 23:20 »
Es gibt doch auch den Witz: "Meine Schwester ist schwanger, aber das Geschlecht des Kindes will sie vor der Geburt nicht wissen. Dabei wüsste ich so gerne, ob ich Onkel oder Tante werde!" ;D

LG, Micha
  ???

Offline culture skirt

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« Antwort #73 am: 04.05.2021 00:22 »
Man sollte auch diese Reihenfolge beibehalten, da allzuoft den durch das F symbolisierte Menschen den Vorzug gegeben wird, und das auch schon in einer Zeit, als sich diese durch die durch M symbolisierten Menschen herabgewürdigt behandelt gefühlt haben. Diese MF-Reihenfolge knüpft also an die Denke an, wie Malu Dreyer (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz) bei ihrer Antrittsrede die Ansprache "Sehr geehrte Herren und Damen" verwendete und immer mal wieder gelegentlich anwendet.
Hallo Sabbelman, kannst du dich auch normaler ausdrücken? Wieso schreibst du nicht einfach, da allzuoft den durch das F Frauen den Vorzug gegeben wird, und das auch schon in einer Zeit, als sich diese durch die Männer herab gewürdigt behandelt gefühlt haben. Ach ich vergaß, du sabbelst gerne den ganzen Tag.

Im Knigge steht bei "Sehr geehrte Damen und Herren", dass Personen mit höhere Hierarchie zuerst begrüßt werden. Werden zum Beispiel der Chef und dessen Assistentin adressiert, wird der Chef zuerst genannt. Bei unpersönlichen Begrüßungen männlicher und weiblicher Anwesenden ist es üblich die Frauen zuerst zu begrüssen. Auch bei der Begrüßung mit Handschlag: Die Ranghöchste kommt immer zuerst. Darum gibt man Frauen auch zuerst die Hand, öffnet die Tür oder lässt die Frau als erstes Platz nehmen. Früher hat man den Königen aus dem Mantel geholfen und den Stuhl vorgerückt. Heute und früher Frauen. Sehr geehrte Herren und Damen ist mir noch nie geläufig gewesen.


LGBTQIAPAP+
Merkt denn niemand, dass solche Buchstabenketten das Unormale hervorheben? So wird verfestigt, dass cis weiß hetero normal ist (kommt nämlich nicht drin vor) und die ganze Buchstabensuppe als Sammelbecken für das Abnormale und Andersartige herhalten wird.


Abschließend sollte man natürlich noch einmal einen Blick auf alle bisherig vom Pluspol angezogenen und ursprünglich beinhalteten Gruppen werfen. Denn es kann in jeder der genannten Gruppen vorkommen, dass Menschen dabei sind, die mit einer anderen Gruppe oder gar mit mehreren anderen Gruppen nicht in einen Topf geworfen werden möchten, diese sollte man auch mit einschließen.  wobei ich ehrlich gesagt eher für das generische LGBTQIAPAPMF± bin.
Du willst nicht in einen Topf geworfen werden, aber ein Phantasiekürzel erfinden wollen, was alle in eine n Topf wirft. Na ganz tolle Logik. Nicht.
Also findest du es gut, dass man dich mit ∓ oder PAPMF anspricht statt mit Herr oder Frau? Komisch, dass sich aufgeregt wird, als man Juden eine Nummer verpasst hat und dass es menschenentwürdigend wäre. Die waren anscheinend ihrer Zeit voraus und konnten das Geschlechterbenamsungproblem geschickt umgehen. 024657 her kommen! Damit wird keiner mehr diskriminiert und auf sein Geschlecht und seine Sexualität reduziert ::) Das ist wohl der feuchte Traum der sozialistischen GleichberechtigungskämpferI*_/nnen, dass alle Menschen gleich sein und sich gleich verhalten sollen.

jedenfalls das mit dem S merken. Das ist nämlich die deutsch Variante. Das mit dem G (auch wenn´s im deutschen Halbenglisch ja auch ein wenig herleitbar ist) ist bei mir noch nicht ganz so angekommen und erinnert mich mehr an Gender als an Gay.
Für was soll das S nun stehen? Sex? Schwul (Gay)? Das ist wieder so ein Punkt, den du mit einem Satz erklären hättest können. Aber nö. sabbel sabbel sabbel. 

Naja, dann hätten wir im Deutschen eben ein flüssiges (generisches) LSBTQIVPAPMW±, wobei man statt dem schnöden schnöde-männlich und schnöde-weiblich natürlich auch mit schnöde-Mann und schnöde-Frau arbeiten könnte, dann müsste man nur zwei Buchstaben aus dem Englischen eindeutschen, also: LSBTQIVPAPMF±.
Ich versteh kein Wort. Was hat Schnöde jetzt mit dem G für Gay zu tun?

Da der Pluspol bestimmt noch weitere minderbenannte Gruppen anziehen wird, vielleicht gar der Minuspol noch überbetonte Gruppen zur Aufnahme begehren lässt, könnte man natürlich vorsorglich auch schon mal die ganze Klaviatur miteinbeziehen und sagen:
A–Z±.
Hallo A–Z± Skirtedmann. (Außenstehende wissen ja nicht, ob du dich als Body Integrity Identity Disorder, transidenter pansexueller pigmentierter behinderter windeltragender crossdressender kleptomanischer stotternder glitzerpupsender MtoF > Mann zu Flugeinhorn identifizierst).  ::)

Da fällt dann die sprachliche Verwendung im Englischen oder z.B. Deutschen auch nicht mehr ins Gewicht.
Und im Deutschen entwickelt sich daraus vielleicht auch ein neues nichtdiskrimierendes, neutrales Prononem 'az', oder als Anrede 'Az'.
Das gibts bei und als Nummernschild ASZ. Alles schwule Zwerge werden die bezeichnet. Es wird nie diskriminierungsfreie Sprache und Abkürzungen geben.

'Sehr geehrtaz Az Mayer' zum Beispiel." hm hm... schon klar. Atze Mayer. Wieso nicht gleich Rosa Schlüpper oder Axel Schweiß.


Nungut, im Dänischen wären die herauszustellenden Minderheitengruppen eben die A–ű
oder im Schwedischen die A–Ö±. Ist das sowas wie 50+? Nur für Österreicher?

Da ist ja meine Osterkerze gar nicht soweit entfernt davon. Darauf steht: ΑΩ.
Wie diskriminierend gegenüber Wachskerzen. Und wachsen können sie auch nicht, genauso wenig wie sie amperisch oder ohmsch werden können.

Gruß
Jule

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« Antwort #74 am: 04.05.2021 00:29 »

Wichtig ist mir letztlich, dass die Betroffenen nicht länger untergebuttert werden.

LG, Micha
Und du glaubst ernsthaft durch Sprache wird das aufgelöst? Nur weil man das N Wort nicht mehr sagen darf oder das S Wort, heißt das nicht, dass viele im privaten und im Freundeskreis trotzdem noch so denken und über andere so reden. In der DDR gabs ja auch offiziell keine Nazis. Das waren alles nur Asoziale und Trinker, denen das der Westen eingeflößt hat.
Und wie du  schon mal gesagt hast, war die DDR kein demokratischer Staat, auch wenn Demokratie auf dem Papier stand. So sehr unterschied sich die DDR von den heutigen auferlegten Doktrin und Ideologien auch nicht zum heutigen Deutschland.

Gruß
Jule

 

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