Autor Thema: Klimawandel  (Gelesen 18177 mal)

Offline MAS

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Antw:Klimawandel
« Antwort #30 am: 06.08.2021 13:40 »
Dann eben 19 Stunden, Jule, aber immer noch keine Woche. In einer Woche kommst Du mit der Bahn von Moskau nach Wladiwostok.

Ja, wenn sich die 300 Einwohner selbst verpflichten würden, diesen Laden zu unerhalten, in dem sie in ihm einkaufen, könnte es funktieren.

Wenn mehr Leute sich ein Auto teilen würden, ginge es noch besser als mit Mietwagen. Unsere Sekretärin an der Uni hält sich ein Auto zusammem mit einer Freundin.

Wie gesagt gehe ich nicht von der heutigen Technik aus. Ein bisschen Fortschritt traue ich ihr noch zu. Kerkraft hat bekanntnlich andere Gefahren über Jahrzehntausende hinweg.

Du bist teilrealistisch. Bin ich auch. Ich weiß aber, dass ich nur einen kleinen Teil der Realität erkenne. Weißt Du das von Dir auch?


LG, Micha

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Offline MAS

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Antw:Klimawandel
« Antwort #31 am: 06.08.2021 13:43 »
Die Politik muss noch liefern.

Eben. Aber wenn es schon 5 nach 12 ist, lohnt sich das nicht mehr. Also besser 5 vor 12!

LG, Micha
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Offline culture skirt

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Antw:Klimawandel
« Antwort #32 am: 06.08.2021 14:17 »
Wieso hast du dann eine Woche bis nach Irland gebraucht?

Ja, wenn sich die 300 Einwohner selbst verpflichten würden, diesen Laden zu unterhalten, in dem sie in ihm einkaufen, könnte es funktieren.
wie selbst verpflichten? Und wenn die was brauchen, was es dort nicht gibt? Willst du jetzt überall einen Elektronikladen, ein Schuhgeschäft, ein Modegeschäft, einen Getränkeladen, einen Bäcker und Fleischer in jedes Dorf bauen?

Wenn mehr Leute sich ein Auto teilen würden, ginge es noch besser als mit Mietwagen. Unsere Sekretärin an der Uni hält sich ein Auto zusammem mit einer Freundin.
ahja.. Einer zahlt und die anderen fahren und dann macht einer einen Unfall und der Dumme kann dann alles bezahlen und wird in der Versicherung hochgestuft. Nicht aus Spaß muss man bei der Versicherung angeben, wer mit der Karre fährt. Ich würde jedenfalls niemand fremdes mein Eigentum geben.

Wie gesagt gehe ich nicht von der heutigen Technik aus. Ein bisschen Fortschritt traue ich ihr noch zu. Kernkraft hat bekanntlich andere Gefahren über Jahrzehntausende hinweg.
Hat sie nicht. wen man sich damit mal richtig beschäftigen würde. Ich sprach doch trotz der ionisierenden Strahlung, ist die Gefahr eines Unfalls sehr gering. Alphastrahlung ist durch ein Stück Papier abschirmbar hat nur paar Zentimeter Reichweite. Gammastrahlung schlängelt sich durch den Körper und macht durch. Ist ja nur elektromagnetische Energie wie bei G4 oder G5.  problematisch sind nur die Endzerfallsprodukte Cäsium und Strontium die eingeatmet werden können, die treten bei den neuen Reaktoren aber nicht aus und Atommüll wie man es von früher kennt, fällt auch keins mehr an mit den Flüssigsalzreaktoren. Unser Westerzgebirge und  sogar der Schwarzwald tickt stärker als jede Außenhülle eines KKW (die darf laut Strahlenschutzgesetzt nicht mehr als 0,1µSv/h übersteigen). Das ist weniger als in Radebeul die Hintergrundaktivität und die jährliche aufgenommene Dosis. Und in Köln odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/messstelle/053150004.html  ists sogar höher 0,136 µSv/h. Mein Geigerzähler hat an manchen Gebieten bis zu 24 µSv/h angezeigt. Da würde einige schon eine Evakuierung einleiten.  ::)

Gruß
Jule

Zitat
Du bist teilrealistisch. Bin ich auch."
Du machst Gefühlspolitik statt sachlich informierte.

Offline culture skirt

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Antw:Klimawandel
« Antwort #33 am: 06.08.2021 14:20 »
Die Politik muss noch liefern.

Eben. Aber wenn es schon 5 nach 12 ist, lohnt sich das nicht mehr. Also besser 5 vor 12!

LG, Micha
Davon wirds ja nicht richtiger. Das ist das gleiche wenn du 80 bist und dir schönredest noch statistisch viele Jahre zu haben, obwohl du weißt, dass die Schnur hinten raus kürzer ist als noch mit 30.


Offline culture skirt

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Antw:Klimawandel
« Antwort #34 am: 06.08.2021 14:29 »
Hochwasser gab es in allen von Hochwasser gefährdeten Gebieten zu allen Zeiten, auch Große und ganz Große. Die Frage ist, wie die Kurve der Pegel über einen möglichst großen Zeitraum  aussieht. Und wenn man dann sieht, das die Kurve ansteigt und die Kurve auch noch korrelliert mit anderen Parametern, dann wird der globale Zusammenhang klar.  Dann kann das mathematisch gesehen eben nicht mehr Zufall sein.

Die Meteorologen haben doch schön gezeigt, wie der Jetstream langsamer wird, weil der Temperaturgegensatz zwischen Arktis und Äquator abnimmt und wie dann automatisch die Tiefdruckgebiete langsamer wandern und mehr Regen auf einem Gebiet abgeben können. Und wenn dann noch die Lufttemperatur ansteigt, steigt auch die Aufnahmekapazität für Feuchtigkeit und dann regnet es eben noch mehr.
Das mag stimmen. Die Frage ist aber, ob der Mensch daran schuld ist. Und das ist bis jetzt nicht eindeutig belegt.

Durch die Analyse von Bohrkernen aus Gletschereis haben wir Klimadaten aus den letzten 100.000 Jahren. Wissenschaftlich läßt sich da nichts mehr diskutieren und interpretieren.
wir? also du? In den Proben sieht man aber auch, dass sich die Erde in sehr kurzen Zeiträumen mehrmals heftig verändert hat, wodurch es auch zu Massenaussterben kam.

Leider fangen mit dieser Bestandsaufnahme die Probleme erst richtig an. Wie kann man etwas zum Positiven ändern und gleichzeitig unseren Wohlstand so erhalten, das jeder In Brot und Arbeit bleibt und nicht aufs Auto und den Urlaub auf Malle im Billigflieger verzichten muss? Die Naturwissenschaftler haben ihren Job gemacht. Die Politik muss noch liefern.
Wie denn? Dann würden hier gar nicht diskutieren, wenn die Lösung bekannt ist. Unsere Napsülzen von Politiker werden einen scheißdreck tun. Die geben keinen müden Cent aus. Die halten nur die Pfoten auf.

Offline Holger Haehle

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Antw:Klimawandel
« Antwort #35 am: 06.08.2021 14:47 »
Zitat Jule
..Das mag stimmen. Die Frage ist aber, ob der Mensch daran schuld ist. Und das ist bis jetzt nicht eindeutig belegt.

Doch Jule, das ist belegt. Die Herkunft des Kohlenstoffs kann forensisch nachgewiesen werden. Man weiß z.B. ob der Kohlenstoff bei Vergärung von Pflanzen oder dem Verbrennen  von Braunkohle freigesetzt wurde. Das ist profane Chemie.

Offline culture skirt

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Antw:Klimawandel
« Antwort #36 am: 06.08.2021 15:05 »
dann unterhalte dich mal mit echten (nicht politisch bezahlten) Geologen und keinen Politpfeifen.

https://www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/nur-die-fakten-bitte-klimawandel_id_1983987.html
Zitat
Eisbohrungen, Sedimentkerne, Proben aus Gesteinsschichten tief unter der Erdoberfläche verraten Geologen die Zusammensetzung der Erdatmosphäre vor Hunderttausenden, gar vor Millionen von Jahren. Die geologischen Beweise zeigen ganz deutlich: Das Klima auf der Erde hat sich schon immer gewandelt. Warm- und Kältephasen wechselten sich ab, der Meeresspiegel stieg und sank wieder. „In den vergangenen 50 Millionen Jahren hat sich das Klima auf der Erde graduell abgekühlt“, schreiben die Wissenschaftler. „Zu Beginn dieser Abkühlung lag die globale Durchschnittstemperatur etwa sechs bis sieben Grad über der heutigen.“ Vor 2,6 Millionen Jahren schließlich war die nördliche Hemisphäre von einem riesigen Eisschild bedeckt. Seitdem, schreiben die Geologen, war das Klima durchschnittlich kälter als heute.

Wir leben in einer solchen Phase. Die derzeitige Warmperiode besteht seit etwa 11 500 Jahren, seitdem ist das Klima relativ stabil.

Auch in der Vergangenheit gab es schon abrupten Klimawandel und schnelle Anstiege der CO2-Konzentration, schreiben die Forscher,.
Allerdings existierten Phasen, in denen die CO2-Konzentration der Atmosphäre auf Werte anstieg, die mit heutigen vergleichbar sind: Etwa vor 5,2 und vor 2,6 Millionen Jahren erreichten die CO2-Konzentrationen zwischen 330 und 400 ppm. Während dieser Perioden lagen die globalen Temperaturen um zwei bis drei Grad höher als heute, und der Meeresspiegel stieg um zehn bis 25 Meter über das heutige Level. „Grönland und die Westantarktis waren vermutlich weitestgehend eisfrei, ebenso die arktische See zu manchen Jahreszeiten. Wo heute Tundra ist, waren damals Nadelwälder“, erläutern die Forscher.


https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-geologen-ticken-anders-1.583200

https://www.amazon.de/nat%C3%BCrliche-Klimawandel-geologischer-arch%C3%A4ologischer-astrophysikalischer/dp/3906212858
Zitat
Mit ihrem geozentrischen Weltbild, bei dem sich die Sonne und das Universum um die Erde drehen, stellten die Mächtigen und Einflussreichen des mittelalterlichen Europas den Mensch, bzw. die Erde in den Mittelpunkt des Universums. Ein modernes Pendant unserer Zeit ist der Irrglauben, dass der Mensch durch sein anthropogen erzeugtes CO2 den Klimawandel hervorruft bzw. kontrollieren kann. In dem vorliegenden Buch werden die natürlichen Klimaschwankungen und deren Auswirkungen auf die Temperatur der Erdatmosphäre sowie auf den Meeresspiegel der letzten Jahrmillionen beschrieben. Ebenso werden die Ursachen und Prozesse aus geologischer, archäologischer und astrophysikalischer Sicht erklärt und diskutiert. Dabei wird deutlich, dass überaus komplexe astrophysikalische Wirkmechanismen die Klimaschwankungen in periodisch wiederkehrenden lang\- und kurzfristigen Zeitabständen hervorrufen, ohne dass der Mensch dies in irgendeiner Weise beeinflussen kann, auch nicht durch einen erhöhten oder reduzierten anthropogenen CO2\-Eintrag.

Das ist profane Chemie.
Die du sicherlich im Biounterricht hattest  ::)

Der Global2000 Report wurde weltweit kommuniziert. Das war Thema in meinem Biologieunterricht.
Klima, Wetter und so weiter wird im Geologie-Unterricht behandelt. Komisch ist nur, was du so alles in der Schule an Themen gehabt haben sollst, von Gentechnik über Neurologie bis zu Bohrkernen und Latein, was ich nicht mal in einer modernen Zeit in der Schule hatte. Wir hatten kein Klimagedöns im Unterricht.  Wir hatten nicht mal richtigen Kernphysikunterricht in Physik mit Experimenten und so. Darum hats keine Sau verstanden. nuja.  ::)

Offline cephalus

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Antw:Klimawandel
« Antwort #37 am: 06.08.2021 16:20 »


PS: Ach ja der Ventilator. Ich sprach von Windgeneratoren etwas größer als Ventilatoren. Das gibt es sogar schon: https://i.pinimg.com/736x/83/76/ce/8376cea7b62d75b5cc0372d07b3abc2a.jpg

Schööön...
So ein ähnliches Ding wollte ich mir nach einem Umbau des Hauses montieren.
Leider bedarf es einer Genehmigung,  die grundsätzlich in einem Wohn-/Gewerbemischgebiet bei mir nicht erteilt wird.  Ohne weitere Prüfung und Argumente.
Der Mensch von der Behörde meint nur ich sollte doch eine Photovoltaikanlage auf das Beschattung Dach setzen und dafür die störenden alten und geschützten 🌳entfernen.



Offline MAS

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Antw:Klimawandel
« Antwort #38 am: 06.08.2021 16:26 »
Jule,

ich habe nicht eine Woche bist Irland gebraucht, sondern beim ersten Mal mit zwei Zwischenübernachtungen, weil ich einen Umweg gefahren bin, und beim zweiten Mal mit einer Zwischenübernachtung, die nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die Reise war in beiden Fällen auch Teil des Urlaubs.

Über die anteiligen Kosten bei Versicherungen und Unfällen beim Carsharing kann man sich vorher vertraglich einig werden.

Wenn man handlungsfähig bleiben möchte, muss man sich auch Optionen offen halten. Wenn man von vorn herein sagt, es gebe keine mehr, kann man gleich den letzten Whisky leer trinken und sich dann zum Sterben hinlegen. (Anspielung uf eine Szene aus "Day after tomorrow.")
Das ist dasselbe wie bei der Frage nach der Willensfreiheit.

Gefühle sind auch sehr wichtig. Du hast doch auch welche, die Deine Argumente antreiben, nur eben meistrens pessimistische.

Sachfragen:
Der Atommüll, für den jetzt verzweifelt Endlager gesucht werden, ist also von seiner Strahlung her ungäfhrlich?
Und die verstrahlten Gebiete bei Fokushima sind auch ungefährlich?


LG, Micha

PS: Ich ziehe mich jetzt mal vorübergehend aus der Diskussion zurück, weil ich Klausuren zu Ende korrigieren und die Noten noch vor dem Tee eintragen will.





 

 
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Offline MAS

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« Antwort #39 am: 06.08.2021 16:27 »


PS: Ach ja der Ventilator. Ich sprach von Windgeneratoren etwas größer als Ventilatoren. Das gibt es sogar schon: https://i.pinimg.com/736x/83/76/ce/8376cea7b62d75b5cc0372d07b3abc2a.jpg

Schööön...
So ein ähnliches Ding wollte ich mir nach einem Umbau des Hauses montieren.
Leider bedarf es einer Genehmigung,  die grundsätzlich in einem Wohn-/Gewerbemischgebiet bei mir nicht erteilt wird.  Ohne weitere Prüfung und Argumente.
Der Mensch von der Behörde meint nur ich sollte doch eine Photovoltaikanlage auf das Beschattung Dach setzen und dafür die störenden alten und geschützten 🌳entfernen.

Sch... Bürokratie!

LG, Micha
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Offline Holger Haehle

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Antw:Klimawandel
« Antwort #40 am: 06.08.2021 17:52 »
Jule, driften wir hier schon wieder ab? Kernphysik hast du bestimmt gehabt. Das war das mit dem Bohrschen- und dem Kugelwolkenmodell. Dazu wurde erklärt, das der exakte Aufenthaltsort von Elektronen wegen der Unschärferelation nicht angegebn werden kann. Und da Experimente dazu nicht im Unterricht möglich sind, wird in der Schule das Rutherford-Experiment im Zeichentrickfilm vorgestellt, wo sie mit Elektronen auf eine Goldfolie schießen. Steht alles in den Lehrplänen der Kultusministerien drin. Und da ich auch nicht mehr alles weiß, habe ich hier für profane Chemie das Taschenbuch "Abiturwissen Chemie", das es für alle Fächer gibt,. Und wer in Biologie das Thema Ökologie belegt, der lernt den globalen Kohlenstoffkreislauf. Das galt schon in den 80er Jahren und erst recht heutzutage.Weißt du das denn nicht? Kann man aber auch nachlesen. Also bitte erst informieren, dann nachfragen.

Was wilst du mit deinen Zitaten über Klimawandel sagen? Wir wissen das die Nordsee mal trocken war und die Themse ein Nebenfluss des Rheins. Allein schon durch die geneigte Erdachse haben wir regelmäßig wiederkehrende Kalt- und Warmzeiten. Das ist doch hinlänglich bekannt. Die Erde hatte noch nie ein Problem damit. Hier würde der Planetenwitz von Micha nochmal gut passen.

Das Problem sind wir Menschen, die hier leben wollen. Dürren und Überschwemmungen sind kein Problem für die Erde. Das sind Probleme für uns. Oder möchtest du bei einem Anstieg des Meeresspiegels noch ein paar mehr Flüchtlinge aus den Niederlanden oder Bangladesch? Und das zweite Problem ist die Geschwindigkeit der Veränderungen. In geolgischen Zeiträumen finden bei Klimawechseln biologische Anpassungen statt. So haben die Wale schwimmen gelernt. Im Karbon war der Sauerstoffgehalt so groß, das sich Libellen mit Flügelspannweiten von 20cm entwickeln konnten. Als der O2-Spiegel reduzierte,setzten sich kleinere Insekten durch. War alles kein Problem. Wir haben aber aktuell ein größeres Artensterben als jemals in der Erdgeschichte. Das kann man auch ganz exakt forensisch messen über DNA-Spuren.

Mal gucken, ob ich dich doch noch beeindrucken kann. Folgendes Beispiel. Wenn man wissen will welche Fische, Krabbeltiere und Bakterien in einem See leben, musste man früher Netze auswerfen und den Fang kontrollieren. Heute reicht es eine Wasserprobe zu ziehen. Das wars. Warum? Na, weil man sich nur die DNA-Fragmente anschaut, die in der Wasserprobe rumschwimmen und mit der DNA vergleicht, die man von allen Tieren hat. Und dann kann man nicht nur sagen, dass ein DNA-Fragment zu einem Karpfen passt, sondern, wenn man ein paar mehr Proben zieht, auch wie viele Karpfen etwa im See schwimmen.

Offline culture skirt

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Antw:Klimawandel
« Antwort #41 am: 06.08.2021 18:01 »
Sachfragen:
Der Atommüll, für den jetzt verzweifelt Endlager gesucht werden, ist also von seiner Strahlung her ungefährlich?
Und die verstrahlten Gebiete bei Fukushima sind auch ungefährlich?
Ja. Dort leben ganz normal Menschen. Die Aktivität nimmt exponentiell im Quadrat zur Entfernung ab. Nur direkt um das Kraftwerk ist eine erhöhte Aktivität, die aber schon nicht mehr im gesundheitsgefährdeten Bereich liegt. Das ist eine Aktivität von ungefähr 3000 Bananen im Jahr.
Die Lagerung ist eine ganz andere Sache. Salzstollen sind ungeeignet weil dort Wasser durchdringt. in den 60ern meinte man sogar, es ins Meer zu werfen. Die Russen machen es sogar cleverer. Die Lagern es oberirdisch in Mayak. Dadurch haben sie alle im Blick und können immer kontrollieren. Lagerstätten gibt es aber genug, nur weigert man sich aus Unwissen dagegen, es woanders hinzuschaffen, um Protesten aus dem weg zu gehen. Und es gibt heute schon Methoden alte Brennstäbe neu aufzubereiten. Der Normalbürger weiß auch gar nichts über Radioaktivität. Der weiß noch nicht mal wie sie entsteht (Klar Kernspaltung hat er mal gehört, das ist aber alles), und wo sie her/vorkommt. Es wird tatsächlich von sehr vielen geglaubt dass "Atom in Kernkraftwerke erzeugt" würde. Der hört nur radioaktiv, verstrahlt, Atom und gerät in Panik. Ich habe mir von einem bekannten Kernphysiker den Vortrag angeschaut, der erklärt das gut und hat auf die Unterschiede zu Tschernobyl hingewiesen. Fakt ist auch, dass unsere Kernkraftwerke sicherer sind als in Fukushima und Russland und solche Zwischenfälle, so gut wie ausgeschlossen und selten sind. Ein Vulkanausbruch ist wahrscheinlicher als ein explodierender Reaktor. sagte er. Zumal da nicht der gesamte Reaktor hochflogen ist, wie es in den Medien dargestellt wurde, sondern nur ein Teil der Kammer. Der Rest wird nämlich in gesonderten Kammern gelagert  Ich kann dir das schriftlich schlecht erklären. Es gibt zwei Becken. in dem einen könnte man schwimmen gehen, obwohl da die Brennstäbe drin sind, in dem anderen solltes man nicht, auf lange Zeit^^

Die Strahlung ist nicht das Problem. Ich weiß nicht woher der Mythos kommt. Von den Grünen aus de 70ern? Die hab ich zuhause auch. Und manche Oma oder Opa hat noch Urangläser in der Vitrine stehen. Und der "Atommüll" an sich auch nicht. Der ist dicht verschlossen. Die Außenwände der Behälter haben gerade mal eine Aktivität leicht über der natürlichen Hintergrundstrahlung.
Da sind sind Arsenatstoffe und andere Schwermetalle viel problematischer, die dort unten mit eingelagert werden. Claudetit würde ich nie in der Natur aufsammeln. Davon sind schon weniger als 1 Milligramm tödlich und schwerst krankheitserregend. Und Atombomben wurden wegen der gewaltigen Druckwelle eingesetzt, die durch die freigesetzte Energie entsteht. Nicht wegen der Ionisierung, wie alle glauben. Auf die Masse und Jahrzehnte gesehen fällt sogar weniger radioaktiver Abfall an als bei entsorgten Windrädern der fall ist. Die Rotoren und Motoren halten nur 5 oder 10 Jahre und müssen dann abgerissen und ausgetauscht werden. Recycled können sie auch nicht werden, wegen der Schwermetalle oder was verbaut ist. Das landet irgendwo in Afrika auf der Halde. Ist natürlich besser, weil das grüne Siegel und Bio drauf steht.

Offline culture skirt

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« Antwort #42 am: 06.08.2021 18:23 »
Jule, driften wir hier schon wieder ab? Kernphysik hast du bestimmt gehabt. Das war das mit dem Bohrschen- und dem Kugelwolkenmodell. Dazu wurde erklärt, das der exakte Aufenthaltsort von Elektronen wegen der Unschärferelation nicht angegeben werden kann. Und da Experimente dazu nicht im Unterricht möglich sind, wird in der Schule das Rutherford-Experiment im Zeichentrickfilm vorgestellt, wo sie mit Elektronen auf eine Goldfolie schießen.
Kann sein das wir das hatten, kann mich aber nicht daran erinnern. Nur an Umrechnungseinheiten und Sätzen die wir uns merken mussten. Habs in der Schule trotzdem nicht verstanden. Berechnungen nützten dir im Unterricht einen fuchs wenn du die Basics und Grundmaterie nicht verstanden hast was du mit den Zahlen anfangen sollst. Was sagt dir schon 100 Bq/kg. Nichts. Ich hab erst richtig verstanden nachdem ich mich mit Radioaktivität zum Anfassen beschäftigte. Ich weiß von Hochschulen, dass sie Pechblende im Physikunterricht als Anschauungsmaterial hatten und damit Messungen durchgeführt haben. https://www.profil.at/wissenschaft/strahlenproben/400878818 Das wäre was handfestes gewesen und keine Comicfilme mit ionisierenden Teilchen die umherschießen. Experiment sind damit schon möglich. Ist aber in Angstdeutschland verboten. Uns wurde ja nicht mal erklärt, dass Radioaktivität in der Natur vorkommt. Das einzige was im Unterricht hängen geblieben war, ist Atomkraftwerke, Tschernobyl, Verstrahlung, Krebs, verseuchte Landschaften. Da kann ich aber überall rumfragen.

Und wer in Biologie das Thema Ökologie belegt, der lernt den globalen Kohlenstoffkreislauf. Das galt schon in den 80er Jahren und erst recht heutzutage.Weißt du das denn nicht?
Nein bin Ende 80er Jahre Kind.

Das Problem sind wir Menschen, die hier leben wollen. Dürren und Überschwemmungen sind kein Problem für die Erde. Das sind Probleme für uns.
Was du willst ist der Erde aber egal. Die zieht ihr Ding durch und nicht was dir passt. 

Zitat
Oder möchtest du bei einem Anstieg des Meeresspiegels noch ein paar mehr Flüchtlinge aus den Niederlanden oder Bangladesch?
Flüchten die Menschen aus Ahrweiler für immer wegen Hochwasser nach Bangladesch? Nein. Die bauen ihre Heimat wieder auf. Also. Es gibt keinen Grund Flüchtlinge aufzunehmen. Die müssen selber lernen ihr Land wieder aufzubauen und nicht einfach abhauen wie kleine Kinder. Sonst haben sie doch auch die große fresse mit isch mach disch messer na dann solln se mal dort unten das messer ziehen gegen ihre Gegner und ihr Land verteidigen wie richtige Männer.

Wir haben aber aktuell ein größeres Artensterben als jemals in der Erdgeschichte. Das kann man auch ganz exakt forensisch messen über DNA-Spuren.
Gabs alles schon in weniger als hundert Jahren.

Offline Holger Haehle

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Antw:Klimawandel
« Antwort #43 am: 06.08.2021 19:40 »
Jule, ich habe in den 80er Jahren Abi gemacht. Ich hatte Bio Leistungskurs. Ökologie war das In-Thema für alle Umweltbewegten. Das war in der DDR vielleicht anders.

Und wenn die Niederlande dauernd unter Wasser sind, werden die Leute kaum dort bleiben können, es sei denn sie ziehen alle in Hausboote. In Ahrweiler können die Leute doch nur bleiben, weil das Hochwasser jetzt weg ist. Aber vielleicht müssen auch da noch Leute weichen, wenn die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Wenn dich praktische naturwissenschaftliche Sachen interessieren, dann zieh dir doch die Dokus von Lesch, TerraX und Co bei  www.zdf.de rein. Die haben doch tolle Animationen, um auch komplexe Dinge leicht zu verstehen. Die haben da mal  erklärt aus welch wahnsinniger Tiefe Diamanten an die Oberfläche wandern. Die Erdkruste reicht nur an wenigen Stellen tief genug, um einen ausreichenden Druck für die Kristallisation von Kohlenstoff zu einem Diamanten herzustellen. Beeindruckende Doku.


Offline culture skirt

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« Antwort #44 am: 06.08.2021 20:02 »
Ich bin in den 90ern in die Schule gegangen. Das war schon Westzeit.

"Aber vielleicht müssen auch da noch Leute weichen, wenn die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden."
Also der Sicherheitsbereich und die Wiesen die  normalerweise vorher nicht bebaut worden durften, aber die Stadt die $ Zeichen in den Augen hatte wegen Grundstücksteuern und das dann genehmigt hat, dass da drauf gebaut werden darf und hinterher wundert man sich, wenn das Haus weg ist. Bei uns an der Elbe ist es ja genauso. Da gibts auch Bereiche die bebaut worden, aber nach dem Hochwasser ein Riegel davor geschoben wurde, oder man haftet selber wenn was passiert.

Ich weiß wie Diamanten entstehen. Hauyne werden auch durch Vulkane hoch gedrückt. In Namibia gabs in den 50ern einen ganzen Sandabschnitt voller Diamanten. Die musste man nur auflesen. Und nein, irgendwelche Leschkacke (der hat dazu auch was über Radioaktivität gemacht und die Hälfte davon ist vollkommener Blödsinn. Schulunterricht halt) ist nicht das gleiche wie echte Objekte vor sich zu haben und wie sie funktionieren und sich verhalten.

Durch Animationsfilme wird keinerlei Interesse oder Verständnis für naturwissenschaftliche Sachen geweckt. Das wird bis zur nächsten Leistungskontrolle auswendig gelernt und dann vergessen. Hätte man im Unterricht einen schönen Cuprosklodowskit oder Curit als Anschauungsmaterial gezeigt, hätte das anders ausgesehen. Aber keine dämlichen Bilder von zerstörten Kernkraftwerken oder dämliche Trefoils und aufgekritzelten Atom und Molekülmodellen. Ich hatte (habs noch im Keller was ist was oder so ähnlich) ein Jugendbuch über allerlei Dinge, darunter auch Kernenergie erklärt. Da steht zum Beispiel, Wenn ein Atomkern ein Reiskorn am Anstoßpunkt ist, dann ist die Atomhülle so groß wie die gesamte Arena. Hab meine Eltern gefragt wie das gemeint ist, die waren überfordert und konnten es selber nicht erklären. Nicht weil sie ganz dämlich sind, sondern weil sie die Vorstellungskraft einfach nicht haben und Atome nicht verstanden haben. Und genauso ist das mit dem Co². Da wird sich aus der Theoriekiste bedient, jeder holt was raus und raus kommt ein bunter Brei aus allerlei Dingen ohne Bezug zur Praxis zu haben.

Wenn dich also Diamanten interessieren (ich finde sie langweilig) dann such lieber persönlich Fundorte auf und lerne was von der Geologie, wo es welche gibt und grabe danach. (Ich kann dir in Deutschland auch welche nennen, zu den ich aber selber schlecht spontan hinkomme mangels Auto ;) )

 

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