Autor Thema: Gendern wissenschaftlich betrachtet  (Gelesen 5017 mal)

Offline culture skirt

  • Routinier
  • *****
  • Beiträge: 3.499
  • Geschlecht: Geschlechtsneutral
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #75 am: 06.11.2021 01:54 »
Aber dadurch, dass das Maskulinum zugleich das maskuline Generikum (jetzt nicht im Sinne des gleichen Wortes für bestimmte Arzneimittel) ist, und das Femininum ein Sonderfall ist, ist das Männliche das normale Menschliche und das Weibliche ist ein Sonderfall
Nein. Die weibliche Innen Endung ist das normale menschliche das für den besonderen Mensch hervorgehoben wird. Das generische Maskulinum ist der Sonderfall , damit sich Frauen von dem menschlichen "Abfall" abgrenzen können. Männer werden nicht als vollwertige Menschen oder überhaupt menschlich angesehen. Dem kann man sehr leicht auf die Schliche kommen. Als Mann sollst du möglichst sozialverträglich den Löffel abgeben. Männer sind nur Kanonenfutter… egal woher und egal wo.

Offline doppelrock

  • Hero
  • ****
  • Beiträge: 826
  • Geschlecht: Männlich
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #76 am: 06.11.2021 06:30 »
Ein viel menschlicherer und pragmatischerer Ansatz wäre doch, auf dem Ausweis das Geschlecht nicht mehr zu nennen, in der Stellenanzeige zu schreiben "Alle können sich gleichermaßen bewerben" und in der Folge die Sprache einfach zu lassen wie sie ist.
Denn dann könnten wir uns wieder um die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Statt Wortakrobatik und Symbolpolitik könnten wir beweisen, wir wir Menschen in unserem Umfeld tatsächlich akzeptieren und integrieren, unabhängig von politisch vorgegebenen Definitionen.

Wer traut sich?

Offline MAS

  • Für ein großherziges Forum ohne Ausgrenzung!
  • Legende
  • ******
  • Beiträge: 20.421
  • Geschlecht: Männlich
  • Toleranz ist gut, Respekt ist besser!
    • IFN
  • Pronomen: Unwichtig
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #77 am: 06.11.2021 08:33 »
Aber dadurch, dass das Maskulinum zugleich das maskuline Generikum (jetzt nicht im Sinne des gleichen Wortes für bestimmte Arzneimittel) ist, und das Femininum ein Sonderfall ist, ist das Männliche das normale Menschliche und das Weibliche ist ein Sonderfall
Nein. Die weibliche Innen Endung ist das normale menschliche das für den besonderen Mensch hervorgehoben wird. Das generische Maskulinum ist der Sonderfall , damit sich Frauen von dem menschlichen "Abfall" abgrenzen können. Männer werden nicht als vollwertige Menschen oder überhaupt menschlich angesehen. Dem kann man sehr leicht auf die Schliche kommen. Als Mann sollst du möglichst sozialverträglich den Löffel abgeben. Männer sind nur Kanonenfutter… egal woher und egal wo.

Ach Jule ....


LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Offline cephalus

  • Team
  • Legende
  • ******
  • Beiträge: 5.435
  • Geschlecht: Männlich
    • Münchengeflüster
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #78 am: 06.11.2021 11:33 »
Ein viel menschlicherer und pragmatischerer Ansatz wäre doch, auf dem Ausweis das Geschlecht nicht mehr zu nennen, in der

Konsequenter Weise sollte das Geschlecht ganz aus den Gesetzbüchern verschwinden, sonst sind das halbe Sachen. Alleine Vornamen müsse lt. Gesetz das Geschlecht erkennbar machen.
Geschlechtseinträge sind prinzipiell nur dazu erforderlich eine Ungleichbehandlung zu ermöglichen.
Man denke an Wehrpflicht (gibt's im Verteidigungsfall immernoch nur für Männer), Ehe (vor kurzem abgeschafft) Adoption, und vermutlich einigen mir unbekannten Unterscheidungen.

Cephalus


Offline MAS

  • Für ein großherziges Forum ohne Ausgrenzung!
  • Legende
  • ******
  • Beiträge: 20.421
  • Geschlecht: Männlich
  • Toleranz ist gut, Respekt ist besser!
    • IFN
  • Pronomen: Unwichtig
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #79 am: 06.11.2021 16:24 »
Gude!

Die beste Art, das Geschlecht nicht zu nennen, weder explizit durch geschlechtsspezifische Endungen wie "-er" oder "-in", noch vereinnahmend durch generisches Maskulin oder Feminin, böte das schon oft genannte Utrum und zwar auch für Pronomen und Wörter wie "eine" oder "einer", "jeder" oder "jede" usw.

Allerdings, lieber Cephalus, sind Vornamen nicht unbedingt eindeutig männlich oder weiblich, müssen es auch nicht sein, aber sollten es weiterhin sein dürfen.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

ACHTUNG! Ich verbiete ausdrücklich, Texte oder Bilder, die ich hier einstelle, ohne meine ausdrückliche Erlaubnis auf andere Seiten zu kopieren!

Offline doppelrock

  • Hero
  • ****
  • Beiträge: 826
  • Geschlecht: Männlich
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #80 am: 10.11.2021 05:51 »
Im aktuellen Interview mit  Birgit Kelle auf punkt-preradovic.com wird die Genderpolitik tatsächlich wissenschaftlich betrachtet.
Es gibt keine ideologischen Lobeshymnen auf für oder gegen, sondern es werden offene Fragen gestellt, die beantwortet werden müssen. Und diese Politik lässt sehr viele Fragen offen, auch nach ihrer Umsetzung durch eine aggressive Minderheit gegen eine Mehrheit. Es wird z.B. sehr schnell deutlich, wie sehr Genderpolitik frauenfeindlich ist und Minderheiten, manchmal sogar Mehrheiten ausgrenzt. Allein der Punkt, dass es eine Professorin in "kritischer Weißseinsforschung" gibt. Eine lesbische, schwarze Frau. Wenig überraschend, dass diese dann zu einer hellhäutigen Frau sagt, sie würde Gewalt auf sie ausüben aufgrund ihrer Farbe. Vorurteile? Rassismus? Aber nicht doch...
Und nach solchen Beispielen möchte ich gern wissen von den Befürwortern der Genderpolitik, wo eine Politik verbindet oder integriert, die auf widersinnigste Weise in Opfer und Täter aufteilt.

Offline culture skirt

  • Routinier
  • *****
  • Beiträge: 3.499
  • Geschlecht: Geschlechtsneutral
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #81 am: 01.12.2021 19:57 »
Aber nichts ist wichtiger als die eigene Identität.
Arbeit und bezahlbare Wohnung und Energie. Den Transsexuellen nützt die neue Identität auch nichts, wenn sie kein Geld haben durch Arbeitslosigkeit etc.

Wenn das stimmen sollte, warum riskieren dann TS Arbeitslosigkeit durch ihre Anpassung. Die meisten TS sind arbeitslos, weil sie auf Transfeindlichkeit stoßen.  Es ginge ihnen wirtschaftlich besser, wenn sie in ihrem alten Geschlecht geblieben wären. Ist ihnen die eigene Identität doch wichtiger als alles andere?
Das geht nur in den Ländern, wo alle in der sozialen Hängematte aufgefangen werden und sich auf anderen ausruhen können.

Offline doppelrock

  • Hero
  • ****
  • Beiträge: 826
  • Geschlecht: Männlich
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #82 am: 01.12.2021 21:24 »
Auf solche Welten braucht niemand hoffen. Selbst wenn bald das digitale Zentralbankgeld als "Grundeinkommen" eingeführt wird, hilft das nicht, die gefühlte Identität auszuleben. Denn dieses ist an ein Sozialpunktesystem geknüpft, besitzt ein Verfallsdatum und ist firmenbezogen, um den Konsum zu steuern. Z.B. Richtung amaz.n und stark verarbeitete Lebensmittel oder fast food bei der goldenen Möwe.

Zum Genderthema an sich empfehle ich erneut das genannte Interview.

Offline culture skirt

  • Routinier
  • *****
  • Beiträge: 3.499
  • Geschlecht: Geschlechtsneutral
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #83 am: 18.12.2021 13:00 »
Die beste Art, das Geschlecht nicht zu nennen, weder explizit durch geschlechtsspezifische Endungen wie "-er" oder "-in", noch vereinnahmend durch generisches Maskulin oder Feminin, böte das schon oft genannte Utrum und zwar auch für Pronomen und Wörter wie "eine" oder "einer", "jeder" oder "jede" usw.
LG, Micha
Sprache beeinflusst überhaupt nichts am Denken und Lebenswirklichkeiten. In der Arabischen und Türkischen Sprache gibt es auch kein der die das (natürlich in der entsprechenden Sprache). Die haben genauso geschlechtslose Artikel wie im Englischen. Und nun schau dir mal den Stellenwert der Frau in diesen Ländern an. Logischerweise müssten die Frauen dort gleichberechtigt sein, aufgrund der nichtgeschlechtsbezogenen Sprache.

Gruß

Offline doppelrock

  • Hero
  • ****
  • Beiträge: 826
  • Geschlecht: Männlich
Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #84 am: 18.12.2021 15:17 »
Genderpolitische Sprachverkomplizierung ist eben ein wunderbares Mittel, um von den wirklich wichtigen Dingen abzulenken und sich ein reines Gutmenschen-Gewissen zu verschaffen, obwohl man außer Placebomaßnahmen überhaupt nichts für die Leute tut, von denen man vorgibt, sich für sie einzusetzen. Gleichzeitig nimmt man gern in Kauf, einer Mehrheit mindestens beim Sprachgebrauch zu schaden.

Offline Holger Haehle

  • Routinier
  • *****
  • Beiträge: 2.038
  • Geschlecht: Männlich
Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #85 am: 18.12.2021 15:36 »
Grüß dich Jule,

aber warum ist dein Vergleich logisch? Oder mathematisch gefragt, worin besteht die logische Korrelation in deinem Vergleich? Woher weißt du, dass du nicht Äpfel mit Birnen vergleichst?
Das Problem ist, dass dein Vergleich multifaktorell ist. Du vergleichst gleichzeitig die Sprachen und die kulturellen Unterschiede. Hast du die kulturellen Unterschiede als Fehlerquelle aus den Vergleichsgruppen herausgerechnet?

In den sprachwissenschaftlichen Lehrbüchern, die sich auf die Schnelle checken lassen, habe ich keine Ausführungen gefunden, die deine These betätigen. Woher hast du dein Wissen? Oder verstehe ich dich falsch, weil du nur eine Vermutung hast, dass das so sein könnte?
Gleich der erste Treffer bei Youtube führt zu einem TED-Talk, wo eine russische Forscherin erklärt, wie der Zusammenhang zwischen geschlechtlichen Sprachelementen  und der Zuordnung unterschiedler Eigenschaften funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=RKK7wGAYP6k&list=PL_IE58K5wiT4SYvotooGnWyPtFMYH-v-W&index=137

 

SMF 2.0.17 | SMF © 2020, Simple Machines
SMFAds for Free Forums


go up