Autor Thema: Gendern wissenschaftlich betrachtet  (Gelesen 8673 mal)

Offline culture skirt

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #75 am: 06.11.2021 01:54 »
Aber dadurch, dass das Maskulinum zugleich das maskuline Generikum (jetzt nicht im Sinne des gleichen Wortes für bestimmte Arzneimittel) ist, und das Femininum ein Sonderfall ist, ist das Männliche das normale Menschliche und das Weibliche ist ein Sonderfall
Nein. Die weibliche Innen Endung ist das normale menschliche das für den besonderen Mensch hervorgehoben wird. Das generische Maskulinum ist der Sonderfall , damit sich Frauen von dem menschlichen "Abfall" abgrenzen können. Männer werden nicht als vollwertige Menschen oder überhaupt menschlich angesehen. Dem kann man sehr leicht auf die Schliche kommen. Als Mann sollst du möglichst sozialverträglich den Löffel abgeben. Männer sind nur Kanonenfutter… egal woher und egal wo.

Offline doppelrock

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #76 am: 06.11.2021 06:30 »
Ein viel menschlicherer und pragmatischerer Ansatz wäre doch, auf dem Ausweis das Geschlecht nicht mehr zu nennen, in der Stellenanzeige zu schreiben "Alle können sich gleichermaßen bewerben" und in der Folge die Sprache einfach zu lassen wie sie ist.
Denn dann könnten wir uns wieder um die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Statt Wortakrobatik und Symbolpolitik könnten wir beweisen, wir wir Menschen in unserem Umfeld tatsächlich akzeptieren und integrieren, unabhängig von politisch vorgegebenen Definitionen.

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Offline MAS

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #77 am: 06.11.2021 08:33 »
Aber dadurch, dass das Maskulinum zugleich das maskuline Generikum (jetzt nicht im Sinne des gleichen Wortes für bestimmte Arzneimittel) ist, und das Femininum ein Sonderfall ist, ist das Männliche das normale Menschliche und das Weibliche ist ein Sonderfall
Nein. Die weibliche Innen Endung ist das normale menschliche das für den besonderen Mensch hervorgehoben wird. Das generische Maskulinum ist der Sonderfall , damit sich Frauen von dem menschlichen "Abfall" abgrenzen können. Männer werden nicht als vollwertige Menschen oder überhaupt menschlich angesehen. Dem kann man sehr leicht auf die Schliche kommen. Als Mann sollst du möglichst sozialverträglich den Löffel abgeben. Männer sind nur Kanonenfutter… egal woher und egal wo.

Ach Jule ....


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Offline cephalus

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #78 am: 06.11.2021 11:33 »
Ein viel menschlicherer und pragmatischerer Ansatz wäre doch, auf dem Ausweis das Geschlecht nicht mehr zu nennen, in der

Konsequenter Weise sollte das Geschlecht ganz aus den Gesetzbüchern verschwinden, sonst sind das halbe Sachen. Alleine Vornamen müsse lt. Gesetz das Geschlecht erkennbar machen.
Geschlechtseinträge sind prinzipiell nur dazu erforderlich eine Ungleichbehandlung zu ermöglichen.
Man denke an Wehrpflicht (gibt's im Verteidigungsfall immernoch nur für Männer), Ehe (vor kurzem abgeschafft) Adoption, und vermutlich einigen mir unbekannten Unterscheidungen.

Cephalus


Offline MAS

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #79 am: 06.11.2021 16:24 »
Gude!

Die beste Art, das Geschlecht nicht zu nennen, weder explizit durch geschlechtsspezifische Endungen wie "-er" oder "-in", noch vereinnahmend durch generisches Maskulin oder Feminin, böte das schon oft genannte Utrum und zwar auch für Pronomen und Wörter wie "eine" oder "einer", "jeder" oder "jede" usw.

Allerdings, lieber Cephalus, sind Vornamen nicht unbedingt eindeutig männlich oder weiblich, müssen es auch nicht sein, aber sollten es weiterhin sein dürfen.

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Offline doppelrock

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #80 am: 10.11.2021 05:51 »
Im aktuellen Interview mit  Birgit Kelle auf punkt-preradovic.com wird die Genderpolitik tatsächlich wissenschaftlich betrachtet.
Es gibt keine ideologischen Lobeshymnen auf für oder gegen, sondern es werden offene Fragen gestellt, die beantwortet werden müssen. Und diese Politik lässt sehr viele Fragen offen, auch nach ihrer Umsetzung durch eine aggressive Minderheit gegen eine Mehrheit. Es wird z.B. sehr schnell deutlich, wie sehr Genderpolitik frauenfeindlich ist und Minderheiten, manchmal sogar Mehrheiten ausgrenzt. Allein der Punkt, dass es eine Professorin in "kritischer Weißseinsforschung" gibt. Eine lesbische, schwarze Frau. Wenig überraschend, dass diese dann zu einer hellhäutigen Frau sagt, sie würde Gewalt auf sie ausüben aufgrund ihrer Farbe. Vorurteile? Rassismus? Aber nicht doch...
Und nach solchen Beispielen möchte ich gern wissen von den Befürwortern der Genderpolitik, wo eine Politik verbindet oder integriert, die auf widersinnigste Weise in Opfer und Täter aufteilt.

Offline culture skirt

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #81 am: 01.12.2021 19:57 »
Aber nichts ist wichtiger als die eigene Identität.
Arbeit und bezahlbare Wohnung und Energie. Den Transsexuellen nützt die neue Identität auch nichts, wenn sie kein Geld haben durch Arbeitslosigkeit etc.

Wenn das stimmen sollte, warum riskieren dann TS Arbeitslosigkeit durch ihre Anpassung. Die meisten TS sind arbeitslos, weil sie auf Transfeindlichkeit stoßen.  Es ginge ihnen wirtschaftlich besser, wenn sie in ihrem alten Geschlecht geblieben wären. Ist ihnen die eigene Identität doch wichtiger als alles andere?
Das geht nur in den Ländern, wo alle in der sozialen Hängematte aufgefangen werden und sich auf anderen ausruhen können.

Offline doppelrock

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #82 am: 01.12.2021 21:24 »
Auf solche Welten braucht niemand hoffen. Selbst wenn bald das digitale Zentralbankgeld als "Grundeinkommen" eingeführt wird, hilft das nicht, die gefühlte Identität auszuleben. Denn dieses ist an ein Sozialpunktesystem geknüpft, besitzt ein Verfallsdatum und ist firmenbezogen, um den Konsum zu steuern. Z.B. Richtung amaz.n und stark verarbeitete Lebensmittel oder fast food bei der goldenen Möwe.

Zum Genderthema an sich empfehle ich erneut das genannte Interview.

Offline culture skirt

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #83 am: 18.12.2021 13:00 »
Die beste Art, das Geschlecht nicht zu nennen, weder explizit durch geschlechtsspezifische Endungen wie "-er" oder "-in", noch vereinnahmend durch generisches Maskulin oder Feminin, böte das schon oft genannte Utrum und zwar auch für Pronomen und Wörter wie "eine" oder "einer", "jeder" oder "jede" usw.
LG, Micha
Sprache beeinflusst überhaupt nichts am Denken und Lebenswirklichkeiten. In der Arabischen und Türkischen Sprache gibt es auch kein der die das (natürlich in der entsprechenden Sprache). Die haben genauso geschlechtslose Artikel wie im Englischen. Und nun schau dir mal den Stellenwert der Frau in diesen Ländern an. Logischerweise müssten die Frauen dort gleichberechtigt sein, aufgrund der nichtgeschlechtsbezogenen Sprache.

Gruß

Offline doppelrock

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Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #84 am: 18.12.2021 15:17 »
Genderpolitische Sprachverkomplizierung ist eben ein wunderbares Mittel, um von den wirklich wichtigen Dingen abzulenken und sich ein reines Gutmenschen-Gewissen zu verschaffen, obwohl man außer Placebomaßnahmen überhaupt nichts für die Leute tut, von denen man vorgibt, sich für sie einzusetzen. Gleichzeitig nimmt man gern in Kauf, einer Mehrheit mindestens beim Sprachgebrauch zu schaden.

Offline Holger Haehle

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #85 am: 18.12.2021 15:36 »
Grüß dich Jule,

aber warum ist dein Vergleich logisch? Oder mathematisch gefragt, worin besteht die logische Korrelation in deinem Vergleich? Woher weißt du, dass du nicht Äpfel mit Birnen vergleichst?
Das Problem ist, dass dein Vergleich multifaktorell ist. Du vergleichst gleichzeitig die Sprachen und die kulturellen Unterschiede. Hast du die kulturellen Unterschiede als Fehlerquelle aus den Vergleichsgruppen herausgerechnet?

In den sprachwissenschaftlichen Lehrbüchern, die sich auf die Schnelle checken lassen, habe ich keine Ausführungen gefunden, die deine These betätigen. Woher hast du dein Wissen? Oder verstehe ich dich falsch, weil du nur eine Vermutung hast, dass das so sein könnte?
Gleich der erste Treffer bei Youtube führt zu einem TED-Talk, wo eine russische Forscherin erklärt, wie der Zusammenhang zwischen geschlechtlichen Sprachelementen  und der Zuordnung unterschiedler Eigenschaften funktioniert.

https://www.youtube.com/watch?v=RKK7wGAYP6k&list=PL_IE58K5wiT4SYvotooGnWyPtFMYH-v-W&index=137

Offline doppelrock

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Gendern wissenschaftlich und gesellschaftlich betrachtet
« Antwort #86 am: 20.01.2022 14:58 »
Um kein weiteres Genderthema aufzumachen, hänge ich meinen Standpunkt mal hier an. Wenn es nicht passt, bitte als neues Thema anlegen.

Weil die weiteren Zusammenhänge zwischen Gesellschaft und Genderpolitik den meisten nicht so bewusst sind, hole ich etwas aus. Es geht um viel mehr als Buchstaben neu zu mischen, damit (angeblich) was für diverse Menschen getan wird:

In den 60er Jahren gab es schon erste Veröffentlichungen der Frankfurter Schule (Habermas, Adorno, Marcuse): „Nimm ihnen die Identität, schaffe die Nation ab, zerstöre die Sprache, relativiere die Kultur und schaffe eine neue Kultur mit den neuen Menschen.“ Genau das ist die Parallele zum jetzigen Geschehen. Denn eine Nation ist das einzige Konstrukt, in dem Demokratie gelebt werden kann. In einem Eine-Welt-Phantasiegebilde gibt es keine Demokratie und Rechte des einzelnen. Die Machtverdichtung einzelner „Eliten“ ist genau das, was sich die letzten zwei Jahre extrem beschleunigt hat bei gleichzeitigem Abbau von Grund- und Menschenrechten. In die selbe Richtung wandert Besitz und Reichtum. Wer mit den Globalisten sympatisiert, verstärkt genau das beschriebene. Das gilt nicht nur für Frau Merkel, die 2005 schon gesagt hat, dass wir kein Recht auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft hätten. Multilateralität, Universalismus und Globalität tauchten immer in ihren Reden auf. Die Identität der Republik spielt bei ihr und den jetzigen Nachfolgern keine Rolle. Sie soll zerstört werden. Das (Unterstützen der Globalisten) gilt für jeden, der nach diesem Schema denkt und handelt.

Das C* ist ein Vehikel, um die Ziele zu erreichen.

Corona/Impfagenda: Aus dem Kulturkampf ist ein Krieg geworden, was Politiker offen kommunizieren. Die Erkrankung wird von der Politik zunehmend instrumentalisiert, um die Menschen immer weiter gefügig zu machen. Der Widersinn der Regulierungen spielt für die Ausführenden nicht nur keine Rolle, es ist ein Mittel der psychologischen Kriegsführung gegen die Menschen und Machtdemonstration. Siehe auch „Teile und Herrsche“

Zerstörung der Familie, des Nationalstaates, der Sprache, Genderpolitik, Multi-kulti dient der Zerstörung der Identität und somit dem Ermächtigen des Globalismus. Wie schon mehrfach angemerkt, hat Genderpolitik für mich überhaupt nichts mit Stärkung der Rechte von „Diversen“ zu tun. Wer das behauptet, macht sich zum Unterstützer der Globalisten auf Kosten aller, unabhängig ob m,w,d.
Diese Aussagen werden den meisten nicht schmecken, aber das sind nun einmal die Profiteure des Ganzen



Offline MAS

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #87 am: 20.01.2022 16:29 »
Ach ja, immer diese Nationalisten! :blank:

Verabsolutieren eine Erfindung der Romantik.

Demokratien gab es auch schon vor der Erfindung der Nation, z.B. in den griechischen Stadtstaaten. Nur wer zum Demos der Polis gehörte, nämlich nur freie Männer, keine Frauen und keine Sklaven und Sklavinnen, würde und heute nicht zufriedenstellen. Na gut, einige vielleicht ...

Demokratie und Nation gehen jeweils auch ohne einander.

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Offline high4all

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Antw:Gendern wissenschaftlich betrachtet
« Antwort #88 am: 20.01.2022 16:44 »
Erinnert sich noch jemand an die Anrede "Fräulein"?

Beim Zusammenstellen einiger Dokumente für die Rentenversicherung meiner Frau sind uns dieses zwei Passagen aufgefallen:
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Das war 1975. Mithin drei Jahre nach der Abschaffung der Anrede "Fräulein"  bei den Bundesbehörden.

Die Anrede "Herrlein" für unverheiratete Männer gab es nicht. Nur das "Fräulein" für unverheiratete Frauen.  Die Anrede "Frau" ist auf dem Reifezeugnis nicht vorgesehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4ulein

Und Chemikerinnen waren 1982 nicht vorgesehen:
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Sind ja angeblich mit gemeint. Aber nicht mit bedacht.



Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine

Offline MAS

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« Antwort #89 am: 20.01.2022 16:59 »
Ja, lieber Hajo, das waren noch Zeiten, so ganz ohne aggressive Sprachverhunzung!

Ja, die guten alten Zeiten, als die Burschen noch schneidig, die Madln noch sittsam, das Bier noch dunkel und das Königlich Bayerische Amtsgericht, ach nee, letzteres gilt nicht, es sei denn Bayern wäre eine Nation.  Wobei ...

Liebe Grüße, auch an das Fräulein Chemiker!
Micha

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