Autor Thema: Joyce entwirft Kleider für Jungen: "Angebot ist zu mädchenhaft"  (Gelesen 2180 mal)

Offline culture skirt

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Ich habe schon auch positive Gedanken bei der Klimadiskussion, wenn ich mir die jungen Menschen ansehe, die sich für ihre Zukunft einsetzen.
Die leben noch im Hotel Mama.
Lass die Rotzer erstmal arbeiten gehen, wenn die ihre ganze Scheiße selber bezahlen und erarbeiten müssen und dann sehen, dass die Kohle nicht bis zum Monatsende reicht, weil alles künstlich teurer gemacht wird, damit der Staat sich noch mehr durch Steuern und Zwangsabgaben bereichern kann.

Andernfalls sorgt die Klimakatastrophe schon dafür, ihnen recht zu geben. Das wäre dann aber die schmerzhaftere Variante.
Du guckst och wie eine Klimakatastrophe.

Wichtig ist eben, die Fähigkeit der Menschen, kreativ und weise zu sein, zu unterstützen, sowohl, was die Gerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Ethnien, sozialen Schichten usw. angeht, als auch, was den Respekt vor der Natur angeht.

LG, Micha
Deutschland hat nichtmal 1% richtige Natur und Wildnis. Das was wir hier haben sind alles Kulturlandschaften.
Es gibt nur für Frauen Geschlechtergerechtigkeit. Dass Gleichberechtigung eine Einbahnstraße ist, sieht man auch deutlich an brisanten Dingen (die hier natürlich niemanden interessieren, weil es nicht um so was belangloses wie Mode geht, die ja angeblich alle Männer befreien würde), wir sind nur Geisterfahrer in der Einbahnstraße mit der Ansicht die Einbahnstraße sei doch keine Einbahnstraße, nur weil alle anderen Straßen auch keine Einbahnstraße seien.

Gruß

Offline MAS

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Du guckst och wie eine Klimakatastrophe.

 ;D

Schlaf gut!

LG, Micha
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Offline skortsandtights

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Theoretisch magst Du recht haben, Johanna, aber auf alle oder gar auf die meisten Jungst trifft das nicht zu. Die würden lieber schamrot im Boden versinken, als Mädchensachen zu tragen.
Wir dürfen nicht unsere Sichtweisen auf alle übertragen.

LG, Micha

Hallo Micha

Es zwingt sie ja niemand dann lassen sies halt bleiben.
Aber er kommt anscheinend damit zurecht und hat die nötige selbstsicherheit.
Oder es ist ihm beigebracht worden das ein mädchen gleich viel wert ist wie ein junge und der sich darum für mädchensachen nicht zu schämen braucht.

Lg Johanna

Offline MAS

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Theoretisch magst Du recht haben, Johanna, aber auf alle oder gar auf die meisten Jungst trifft das nicht zu. Die würden lieber schamrot im Boden versinken, als Mädchensachen zu tragen.
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LG, Micha

Hallo Micha

Es zwingt sie ja niemand dann lassen sies halt bleiben.
Aber er kommt anscheinend damit zurecht und hat die nötige selbstsicherheit.
Oder es ist ihm beigebracht worden das ein mädchen gleich viel wert ist wie ein junge und der sich darum für mädchensachen nicht zu schämen braucht.

Lg Johanna

Das mag ja alles stimmen, liebe Johanna, und ich finde sein Outfit auch sehr schön und beneide ihn darum, so jung schon so selbstsicher damit umzugehen.
Nun kann man aber nicht per Order di Mufti Selbstsicherheit befehlen. Und ich denke, auch die weniger selbstsicheren und emanzipierten Jungs sollten eine Möglichkeit bekommen, Röcke und Kleider zu tragen. Und wenn dazu die Etikettierung als "Jungenrock" und "Jungenkleid" hilfreich ist, dann sollte man diesen Weg beschreiten. Später kann man dann auch weiter gehen und die gegenderten Etikettierungen sein lassen.

LG, Micha
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Offline cephalus

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Selbstsicherheit ist vermutlich das Eine, eine vorgelebte Selbstverständlichkeit das andere.
Ich vermute schon, dass ich einen gewissen Einfluss auf die Sichtweise meiner Jungs und deren Verhalten dadurch habe, dass ich einfach gelegentlich ein Kleid oder einen Rock trage.

Aber nie was mit Rüschchen, Tüll oder ähnlichem - das schließen meine Jungs auch weitgehend aus.
Selbstsicherheit baut sich dann auf, wenn es fast nur positives Feedback dafür gibt. Und das gibt es offensichtlich auch aus dem Freundeskreis, womit ich nicht unbedingt gerechnet hätte.

Offline MAS

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Vollkommen d'accord, lieber Cephalus.

Was Tüll, Rüschen usw. angehet, wäre es die Frage, ob sie auch zu einer Selbstverständlichkeit führen würden, wenn Du sie tragen würdest. Aber da es nicht Deiner Vorstellung von Männlichkeit entspricht, wäre es nicht authentisch, wenn Du es tragen würdest, nur aus der theoretischen Überlegung heraus, es sei genau so geschlechtsneutral, wie ein Rock oder Kleid an sich.

Und es müssen schon mehrere Dinge zusammenkommen, um positive Rückmeldungen nach sich zu ziehen. So Deine Selbstverständlichkeit und Authentizität, aber auch eine bestimmte Bereitschaft in der Gesamtgesellschaft, bestimmte bisher rein weiblich konnotierte Dinge nicht mehr als rein weiblich zu sehen oder auch die Bereitschaft, geschlechtliche Grenzüberschreitungen zu respektieren. Mit andern Worten: deine individuelle Authentizität und eine bestimmte gesellschaftliche Entwicklung bewirken zusammen, dass Deine Gewandungen sowohl bei Deinen Söhnen als auch bei ihren Freunden positiv wahrgenommen werden.

Bei Rüschen, Tüll usw. ist beides noch nicht so weit, kann aber noch kommen.

LG, Micha
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Offline skortsandtights

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Nur die Etikettierung als "Jungenrock" und "Jungenkleid" wir ihm im alltag nichts nutzen.
Ein kleid oder rock ist nun mal in unserem kultutkreis feminin, das ist einfach so, wenn ihr es auch nicht wahr haben wollt.
Ich wünsche ja gerade kindern das solche sachen gut gehen aber negative reaktionen wird er wohl auch haben.
Selbstsicher ist er dann wenn er damit umgehen kann. Aber das kann er nur wenn er erstens halt hat und zweitens weiss das weiblich nich minderwertig oder zweitklassig bedeutet.
Da habe ich etwas mühe denn in vielen familien wird das söhnchen zum prinzen erzogen.
Das hat natürlich auch eine negative seite es werden von ihm sachen verlangt die er nun mal als kind nicht leisten kann.
ich bin der meinung das man den kindern von anfang an mitgibt das kleider kein geschlecht haben dann kann die mutter mit ihrem sohn in ein geschäft gehen und er kann sich etwas aussuchen das nicht als jungenhaft vorselektioniert ist.
Und wer da in der riesenauswahl nichts findet macht sich selber als mutter oder vater die probleme.
Das ist wie früher mit den jungenstrumpfhosen die ja völlig vom markt verschwunden sind.

Offline MAS

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Ja, Johanna, das ist das große Ziel.

Aber wie Du ja schon selbst sagst: Kleider und Röcke sind in unserer Kultur weiblich belegt.

Und wie kann man das ändern? In mehreren kleinen Schritten, so wie Joyce es tut, oder in einem großen Schritt, wie es Dir vorschwebt?

LG, Micha
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Offline Olivier

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Hallo Micha,

Und wie kann man das ändern? In mehreren kleinen Schritten, so wie Joyce es tut, oder in einem großen Schritt, wie es Dir vorschwebt?

Die Frage ist einfach zu beantworten: Solche Änderungen gehen nur per Evolution und nie per Revolution.

LG, Olivier
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Offline skortsandtights

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Wenn ihr meint mit zaudern und zögern könne man was bewirken seid ihr auf dem holzweg.
Es braucht die klare ansage und leute die nicht zögern und jammern sondern frech und selbstbewusst für ihre sache einstehen.
Sei es nun der junge in schuluniform oder dieser femboy
Es braucht modisch die revolution sonst würde die mädchen und frauen heute noch in altbackenen kniellangen röcken rumlaufen.

Offline MAS

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Liebe Johanna,

ich zögere und zaudere nicht, aber ich zwinge auch niemandem eine Kleidung auf, die er nicht mag, warum auch immer.

Das ist so, als wollte ich jemanden zwingen, vom Zehnmeterbrett zu springen, nur weil mir das Spaß macht. (Ist nur ein Beispiel. Ich bin noch nie von zehn Metern gesprungen.)

LG, Micha
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Offline skortsandtights

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Da bin ich deiner meinung mode soll spass machen und er hat sein kleid sicher in der damenabteilung gefunden.
Aber wenn ihr ewig auf euren geschlechterschubladen beharrt werdet ihr modisch nie weiterkommen  ;D


Offline Olivier

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Hallo Johanna,

die Geschichte der Frau in Hosen geht weiter zurück als die meisten denken:
https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/mode/hose/pwiederkampfumdiehose100.html

Bei den Rocklängen ist es auch mehr eine in Wellen ablaufende Evolultion als Revolution wie man an der Grafik oben links sehen kann
https://de.wikipedia.org/wiki/Rocksaumtheorie

Bei solchen Änderungen gibt es immer Vorreiter aber bis das normal wird dauert es einfach. So auch beim Bikini. Die Modelle die in den 1950'ern skandalös waren würden heute als langweilig und altbacken gelten.

LG, Olivier
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Ich würde es mal so sagen: Dre Junge aus Deinem Beispiel, Johanna, ist so ein Vorreiter. Aber für die meisten reitet er zu weit vor bzw. in die falsche Richtung. Für diese brauchen wir langsamere Vorreiter, denen sie auch folgen können.

Auch ich mit meiner Kleidungsvorliebe reite für viele Männer in die falsche Richtung. Aber doch verändert sich die Stimmung so allmählich.

Sicher brauchen wir beides: revolutioäre schnelle Vorreiter und evolutionäre Langstreckenreiter mit langem Atem. Die ersteren können den zweiteren die Richtung weisen und diese dann denen, die noch nicht aufs Pferd gestiegen sind.

LG, Micha
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