Autor Thema: „Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”  (Gelesen 750 mal)

Offline culture skirt

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https://heyday-magazine.com/2021/07/05/ich-mag-es-einfach-mich-chic-anzuziehen/

Zitat
Du hast aber bestimmt nicht nur Lob für Deinen weiblichen Kleidungsstil geerntet. Hast Du Bespiele für kritische Stimmen?

Ja, ich erinnere mich an einen Sonntag bei der Urban Fashion in Mainz. Eine Frau kam vorbei und pöbelte mich an: „Päh! Wie sieht das aus! Häßlich!“


Zitat
Doch eine Sorge bleibt bei meiner Frau: Wo führt es noch hin? Ihre größte Angst ist, dass ich mich irgendwann zur Frau umoperieren lasse.

Aber zugegeben, dass ich als ihr Mann die weibliche Facette meiner Persönlichkeit auslebe, stößt bei ihr noch immer nicht auf Begeisterung. Ich glaube, es entspricht nicht ihrer Vorstellung der männlichen Eleganz. Für mich wiederum ist die „klassische männliche Eleganz“ nicht mehr interessant, denn ich habe sie 40 Jahre lang gelebt!

Offline cephalus

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #1 am: 06.12.2021 16:12 »
Ja, auch Stéphane habe ich schon oft in verschiedenen sozialen Medien gesehen, und genau wie auf Vlasta oder Mark Bryan stürzen sich irgendwann auch lobpreisend die konventionellen Medien darauf, wenn die Protagonisten offen ehrlich und Selbstbewusst einen ansehnlichen Stil pflegen.

Wer es will und schafft das so durchzuziehen kann sich ein wenig Berühmtheit und jeder Menge Anerkennung sicher sein.
Nur ist vermutlich nicht jeder Stil mit Rock oder Kleid so publikumswirksam.

Auf jeden Fall ist das mal wieder eine gut zu lesende Erfolgsgeschichte.

Danke für's Verlinken und weiter so Stéphane ;D

Offline Lars

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #2 am: 06.12.2021 16:47 »
Unser Schwarzmaler hat im Eröffnungsbeitrag natürlich gleich die wenigen negativen Stellen präsentiert und die Schönheit dieser Story dabei glatt übersehen ...

Offline cephalus

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #3 am: 06.12.2021 16:51 »
Unser Schwarzmaler hat im Eröffnungsbeitrag natürlich gleich die wenigen negativen Stellen präsentiert und die Schönheit dieser Story dabei glatt übersehen ...

Aber er ist aufmerksam, so leicht findet man die in der Masse des Guten nicht  ;D ;D ;D


Offline high4all

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« Antwort #4 am: 06.12.2021 17:22 »
Unser Schwarzmaler hat im Eröffnungsbeitrag natürlich gleich die wenigen negativen Stellen präsentiert und die Schönheit dieser Story dabei glatt übersehen ...
Jetzt lass´  ihm doch die Freude am Negativen.. Er hat doch sonst nichts, der Arme!

Frecher Weise habe ich bei meinem Beitrag einfach die richtige Überschrift gewählt:

„Ich mag es einfach, mich chic anzuziehen”

Passt gut zu einigen Protagonisten des Forums.
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Offline skortsandtights

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #5 am: 06.12.2021 17:27 »
Stéphane ist für mich eine klasse für sich.
Man kann ja seine outfits zu feminin halten wenn man will, aber hässlich sind sie nun wirklich nicht.
Ich folge ihm auf instagram und ganz egal ob in jeans oder einem kleid er sieht immer super aus  :)
Bei ihm kann man sich wirklich anregungen und tips holen!

Offline GregorM

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« Antwort #6 am: 06.12.2021 20:24 »
Hallo Jule,

vielen Dank für den Link. Interessant zu lesen, finde ich, dass dieser Stephane einen Weg gefundet hat, womit auch seine Frau leben kann, wenn auch mit einigen Reservationen und Befürchtungen ihrer Seite. Es geht also.
Ich weiß auch von einem Mann, einem früheren Kollegen meiner Frau, wo es geht. Sehr gut sogar, nachdem was ich erfahren habe.
Sie haben zusammen zwei Teenage-Kinder, und er hat sich vor ein paar Jahren einen weiblichen Vornamen zugelegt und sieht heute sehr weiblich aus.

Gruß
Gregor
https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Offline skortsandtights

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« Antwort #7 am: 06.12.2021 20:59 »
Ich denke was Stéphane auzeichnet ist auch das es ihm sehr wichtig ist und das er positiv ran geht.
Das strahlt er auch aus und darum werden im allgemeinen die reaktionen auch positiv sein.
Wenn ich aber schon mit einer negativen grundhaltung ran gehe kann das schlicht und einfach nicht gut kommen.
Mit kritik muss man immer leben können das ist nun mal so.
Und wer wie wir hier oder Stéphane modisch aus der rolle fällt hat nicht nur fans sondern wohl auch neider.


Offline skortsandtights

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #8 am: 07.12.2021 07:59 »
Hier habe ich noch den link auf seinen account
Ich habe ihn natürlich vorher gefragt und wie man sieht hat er ja gesagt  :)

Offline Wolkenkobold

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #9 am: 07.12.2021 08:40 »
Ich folge Stéphane schon einige Tage auf Instagram, ich verweile immer gerne auf den Bildern und denke wow ein toller Mensch.

Offline doppelrock

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Stephane
« Antwort #10 am: 07.12.2021 08:48 »
Der Stil von Stephane gefällt mir gut. Er wirkt sympathisch und authentisch. Die Bilder könnten den ein oder anderen anregen, auch mal andere als die gewohnte Kleidung zu tragen.

Offline skortsandtights

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #11 am: 07.12.2021 09:20 »
Nee ich bleibe meinem stil treu  :)

Offline hirti

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #12 am: 07.12.2021 09:57 »
BOAH!!!!!
Ich habe gerade seinen Instagram Account durchgesehen:
Die Outfits sind ja allesamt mega schön, passen perfekt und der Stil ist super! Ist vielen hier vermutlich ein wenig zu feminin, aber genau meins.

Offline Skirtedman

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Antw: Er mag es einfach, sich chic anzuziehen
« Antwort #13 am: 08.12.2021 14:31 »
Nee, mein Stil ist es nicht.

Für mich ergibt sich da im Stil keine Inspirationsquelle.

Auch wenn, oder gerade weil er meine Region 'rockt' sehe, ich da nur begrenztes Potential, womit wir uns gegenseitig durch unsere Koexistenz im gleichen Raum nennenswert unterstützen.

Da bin ich zu konservativ, so gesehen. Ich hadere noch immer damit, allzu weibliche Schuhe zu tragen. Ich hadere noch immer damit, allzu weibliche Haltungen und Accessoires in meinem Ausdrucksbild zu integrieren. Ich hadere immer noch damit, Make-Up zu tragen. Ich hadere noch immer damit, eine dem weiblichen Erscheinungsbild angepasstere Frisur zu tragen. Nein, ich hadere nicht mit all diesen Dingen. Ich will sie einfach nicht.

Für mich kleidet Stéphane sich nicht nur weiblich, er erscheint auch in meinen Augen als Frau. Lobenswert möchte ich aber sagen, dass er sich nicht der Zwangs-BH-isierung hingibt. Das finde ich schon einmal top!

Seinen Stil betreffend finde ich - so gesehen bin ich da dann wiederum gar nicht konservativ - zwar elegant, aber mit einem deutlichen Hang hin zum Altbackenen. Ja, gehobener Büro-Stil, soweit von mir akzeptiert. Büro-Stil hat aber für mich den Flair von einer gewissen Unterkühltheit, Reserviertheit. Für den Alltag - aber auch für meinen Arbeitsbereich - ist das für mich nicht inspirierend.

Was mich aber von vornherein noch zusätzlich störte, dass da gleich wieder das Label 'Diversity' anhaften muss. Vielleicht bin ich da noch zu eng gestrickt, um unter 'Diversity' nicht sofort wieder die Verbindung im Kopf zu haben zu dem Erklärungsmuster der unendlich vielen non-binären Geschlechter. Warum muss alles als non-binär deklariert werden? Warum darf nicht auch ein 'binärer' Mann Röcke tragen oder Strumpfhosen, ohne irgendeine weibliche Seite von sich eingestehen zu müssen? Jedenfalls erscheint er mir als Mann, der vom ersten Eindruck her wie eine Frau aussehen möchte.

Stéphane ist 'Diversity Speaker', was auch immer das ist.

Ja. Inzwischen trage ich auch seltenst noch ein Kleidungsteil (ausser Unterhosen), das aus irgendeiner Männerabteilung stammt. Im Grunde mache ich eigentlich kaum was anderes als er. Gut, ich trage keine Schminke. Gut, ich trage keine übertrieben weiblichen Schuhe, sondern die eher derberen aus der Damenabteilung.

Ausstehende mag es überraschen, wenn ich für mich keine nennenswerte Hilfestellung ableite, dass Stéphane mit mir den gleichen regionalen Lebensraum bespielt.

Ein Freund von mir trägt übrigens genau dieselbe Frisur. Seine Ehefrau übrigens auch. Ich stelle mir bei näherem Hinsehen genau diesen Freund vor. Passt auch von der Statur ziemlich gut. Dieser Freund hat keinerlei Allüren, etwas anderes als das Standard-Männliche zu tragen. Seine Frisur, die in den letzten Jahren sich so entwickelt hat, steht ihm, aber auch ich musste mich erst einmal langsam daran gewöhnen. Wobei ich daraus nie ein Thema gemacht habe, warum auch.

Von Stéphane habe ich mir das Interview, das unter dem verlinkten Artikel abrufbar ist, zu großen Teilen angesehen.

Ja, da wirkt Stéphane gleich noch einmal anders als das 10 Bilder in gestellten Posen ausdrücken können. Im Video schimmert freilich deutlich mehr Mann durch als in den Fotos. Und in diesem Video erscheint er noch mehr recht ähnlich zu meinem Freund mit derselben Frisur. Mein besagter Freund ist ein sehr angenehmer Mensch. Von Stéphane habe ich den selben Eindruck gewonnen.

Und 'Diversity' hat er ja weiter gefasst, als ich es durch meine genderdebattenbelastete Brille gesehen habe. So gesehen bin ich in den Augen der Anderen mit Sicherherit also auch 'divers' (was jetzt nicht den gleichlautenden in Deutschland anerkannten Geschlechts-Begriff meint, sondern einfach nur 'anders', 'andersartig').

Ich habe den Eindruck, so wie Stéphane sich in dem Video erklärt, dass er in seinen Aussagen ganz viel Verständnis in der Damenwelt abholen kann. Mitnehmen kann er - meiner Meinung nach - auch viele Männer, die mit einem weiblichen Anteil in sich viel anfangen können. Die anderen Männer aber wohl nicht. Ich mag falsch liegen.

Ja, er hat mit allem, was er sagt, so ziemlich Recht. Aber sein Stil, sich optisch auszudrücken, inspiriert mich noch immer nicht.

Offline cephalus

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Antw:„Päh! Wie sieht das denn aus! Häßlich!”
« Antwort #14 am: 08.12.2021 15:13 »
Warum muss alles als non-binär deklariert werden? Warum darf nicht auch ein 'binärer' Mann Röcke tragen oder Strumpfhosen, ohne irgendeine weibliche Seite von sich eingestehen zu müssen?

Ein rein binärer Mann kann keine Röcke tragen, sonst wäre er nicht streng binär. Auch keinen Nagellack, keine Damenschuhe und er darf sich nur für Bier, Autos und Fußball interessieren.

Den rein binären Menschen werden wir kaum finden, die Frage ist nur, wer will wo im Kontinuum die Grenze ziehen, zwischen gerade noch binär genug um so bezeichnet zu werden, oder schon über der Grenze drüber.
Mir persönlich ist es völlig egal, was ich jetzt bin, oder für was mich die Leute halten. Manchen würde unabhängig von der Kleidung schon reichen, dass ich gelegentlich mal gerne nähe, um mich als nonbinär zu bezeichnen - na und?

 

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