Autor Thema: Heute Show vom 4.3.2022  (Gelesen 4216 mal)

Offline culture skirt

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #30 am: 08.03.2022 18:42 »
Das hat nix mit Glaube zu tun. https://www.mri.tum.de/news/hautkrebs-studie-zeigt-das-risiko-wird-unterschaetzt "Die ultraviolette Strahlung der Sonne gilt als einer der Hauptverursacher für weißen Hautkrebs – der weltweit am häufigsten auftretende Krebs."

Offline culture skirt

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #31 am: 08.03.2022 18:45 »
Aber ja, Männer betrachten noch immer oft Frauen als minderwertig in bestimmten Bezügen und Frauen benutzen dieses Narrativ, um für sich Vorteile / Rechte, zum Teil zu Recht, einzufordern.
Darum verschonen sie die Frauen im Kriegsgebiet bleiben zu müssen, weil die so minderwertig sind. gell?

mit den eingenordeten Männern
einnorden? Gehts hier um Kompasse?

Online Zareen

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #32 am: 09.03.2022 01:23 »
Frauen in Männerkleidung interessiert schon deswegen nicht, weil Frauen unter sich viel toleranter und experimentierfreudiger sind und Männer die Frauen hierarchisch unter sich angesiedelt sehen. Da ist also keine 'Gefahr' vorhanden. Als Frau hast du fast Narrenfreiheit.

Der ersten These kann ich noch zustimmen, aber, dass Frauen untereinander toleranter wären, widerspricht dem was ich mitbekommen habe. Dass Frauen in der Hierarchie unter Männern stünden, könnte sich laut geäussert zu einem kapitalen Fettnäpfchen mausern.  ;)

Um nicht missverstanden zu werden:
Die Toleranz untereinander verstehe ich in dem Sinn, daß Frauen, im Gegensatz zu Männern, außergewöhnliche Kleidung untereinander anders tolerieren. Frauen werden nicht schief von Frauen wegen Hosentragen in die männliche Ecke geschoben, wie es einem Mann, der Rock trägt, passieren kann, wenn er unter Männern ist - obwohl, auch da tut sich langsam was in Richtung Toleranz.

Meine Aussage versteht sich relativ, nicht absolut. Frauen stehen in den meisten Kulturen unter den Männern. Jedenfalls sehen es die Männer gerne so und versuchen, die Frauen in ihrem Sinn zu beeinflussen. Ich habe gerade auf arte den Film '#female pleasure' gesehen. Meine  Aussage bezieht sich auf die noch leider (!) In den Köpfen viel zu vieler Männer befindlicher Einstellung. Und ich glaube, auch in unserem Land habe ich die realistische Befürchtung, daß Männer Frauen immer noch als unter ihnen stehend ansehen. In den meisten Kulturen hat das auch starke religiöse Einflüsse, was sich auch immer noch in den atheistischen Bereich hineinzieht.

Schwieriges Thema, bei dem es immer auf den Standpunkt ankommt und dem Blickwinkel, aus dem etwas beschrieben wird.
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Offline Holger Haehle

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #33 am: 09.03.2022 09:46 »
Ja Zareen,

wir kommen aus einer patriarchalisch gestrickten Gesellschaft. Das steckt uns in den Knochen und dementsprechend sind wir 'drauf, auch wenn uns das nicht immer so bewusst ist.

Es gibt Untersuchungen zur Überlegenheit der Männer seit den 60er Jahren. Das ist aus etlichen Blickwinkeln und mehreren Generationen von Soziologen, Psychologen, Anthropologen etc.untersucht.

Aus Taiwan gibt es Studien, die besagen, dass Mütter ihre Söhne mehr lieben als ihr Töchter. Früher wurden die Töchter weggeheiratet, während die Söhne die väterliche Linie fortführten. Obwohl das heute anders ist, spielen Söhne auch im 21, Jahrhundert für Mütter immer noch die größere Rolle.

Wenn ich Befragungen mache, warum Frauen kein Problem haben Männersachen bis hin zu Krawatte und Anzug zu tragen, aber umgekehrt die Jungs schnell in Panik geraten, wenn sie zu weiblich wirken, dann bekomme ich immer die gleichen Antworten. Frauen in Männersachen fühlen sich auf Augenhöhe und Männer im Rock fühlen sich herabgesetzt. Der Rock grenzt sie aus. Er macht sie schwach und machtlos.

Andere Studien zeigen, dass Frauen in Hosenanzügen beruflich kompetenter wahrgenommen werden als in Kostümen weil Hose nund Anzüge anders aufgeladen sind mit abgrenzenden Bedeutungszuordnungen als Röcke und Kleider. Es gibt sogar eine Vergleichsstudie mit nigerianischen Geschäftsmännern, die im Anzug  oder dem traditionellen Boubou (Kaftan) versuchten auf einer Industriemesse Kunden anzusprechen. Die Anzugsträger wirkten auf die angesprochenen Messebesucher einfach kompetenter.

Rock und Hose sind Symbole einer Gesellschaftsordnung mit Privilegien und Pflichten die im 18./ 19. Jahrhundert etabliert wurden.  Das hierarchische Patriarchat ist zwar in Auflösung begriffen, aber dieser Prozess wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

Das alles kann man nachlesen, z. B.  im wohl berühmtesten Bestseller zur Weltgeschichte von Prof. Y.-N. Harari, "Eine kurze Geschichte der Menschheit". Und im Buch "Männerrock - Geschlechterrollen in Mode und Gesellschaft" gibt es ein eigenes Kapitel zur Soziologie der Geschlechterordnung in der Mode. Die geschlechtliche Zuordnung von Rock und Hose und ihre zunehmende Verschiebung ist aber auch Gegenstand im "Zukunftsreport 2022" des Frankfurter Zukunftsinstituts für Demografie und Wirtschaftsforschung, das sich mit der wirtschaftlichen Bedeutung gesellschaftlicher Veränderungen beschäftigt.


Offline doppelrock

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #34 am: 09.03.2022 10:40 »
Für mich ist der Mann im Kleid in dieser Sendung nur als Klamauk gedacht, nicht als Werbung für den Mann im Kleid. Man kann da natürlich auch anderes hineininterpretieren, braucht sich aber nicht wundern, wenn außer 2-3 Teilnehmern hier keiner das genauso sieht. Die Sendung an sich ist ja auch nur Klamauk oder Comedy, mittlerweile auf tiefem Niveau und stark einseitig politisch besetzt. Schon deshalb würde ich so einen Beitrag nicht überbewerten, geschweige ernst nehmen.

Fakten finden immer noch im Leben statt, nicht im TV.

Online Zareen

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #35 am: 09.03.2022 12:12 »
Lieber Holger,

Genau das habe ich ja versucht zu beschreiben. Ich habe auch keine Angst damit ins Fettnäpchen zu treten, weil die Situation eben so vielschichtig ist und die Betrachtungswinkel des Volkes - auch in diesem Forum - nicht zu einem absoluten "so ist es, und nicht anders" taugen.

Im Gegenteil, je offener wir uns Traditionen abgewöhnen, die nicht zielführend sind, desto leichter wird es.

Genau das, was Du beschreibst, daß eine Hose eine Frau "aufwertet" und ein Rock einen Mann "abwertet", ist ganz einfach der nicht zielführende Denkansatz.
Ich sage es in dieser Runde einfach mal sehr krass: wer einen Menschen nur aufgrund seiner Kleidung bewertet, zeigt, welch Geistes Kind er ist (oder auch nicht ist).

LG
Zareen
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Offline doppelrock

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #36 am: 09.03.2022 12:29 »
Wer entscheidet denn, wann eine Tradition "zielführend" ist? Die Mehrheit, eine Minderheit? Eine Organisation? Die jeweils radikalsten oder woke-sten?

Das sollten doch die Menschen selbst entscheiden, die Traditionen pflegen.

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #37 am: 09.03.2022 12:31 »
In Rock oder Kleid habe ich mich früher in manchen Situationen auch schwach empfunden.

Heute fühle ich mich in Rock oder Kleid unheimlich stark! Viel stärker als jemals in Hosen.

Online Zareen

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #38 am: 09.03.2022 12:41 »

Frauen in Männerkleidung interessiert schon deswegen nicht, weil Frauen unter sich viel toleranter und experimentierfreudiger sind und Männer die Frauen hierarchisch unter sich angesiedelt sehen. Da ist also keine 'Gefahr' vorhanden. Als Frau hast du fast Narrenfreiheit.
Frauen ud besonders die schönen jungen sind nicht tolerant was das betrifft. Die lästern hinter dem Rücken, ohne dass du das merkst. Sonst hätten Frauen kein Problem mit ihrem Mann in Frauensachen. Die sind aber die größten Gegnerinnen in Sachen modischer Gleichberechtigung. Am Wochenende liefen an mir zwei ältere Frauen vorbei, die sich vor lachen nicht einkriegten als sie mich gesehen haben und an mir herunterblickten. Und eine Türkin oder was die sein sollte, rief mir mal Schwuchtel. richtig ekelhaft. hinterher. Frauen sind körperlich unterlegen, deshalb machen sie ihre Abwertung über andere Wege. Darum sieht es so aus als hätten Frauen die Narrenfreiheit oder ließen Männer gewähren. Und für Männer wie Frauen gilt das ungeschriebene Gesetz Frauen schlägt man nicht.

Zitat
Männer hingegen haben diese Narrenfreiheit nicht, denn ihr Selbstbewusstsein baut oftmals auf dem auf, was andere Männer über sie sagen und denken.
Ich hab das anders gehört. Die machen sich mehr Gedanken, was Frauen über sie denken können ("Wenn du als Mann Rock trägst, nimmt dich doch eine Frau nie mehr ernst." Willst du eine Freundin haben, würde ich das an deiner Stelle sein lassen mit den Frauensachen). Schließlich ist es ihnen auch völlig egal was fremde Männer von ihnen denken, wenn sie in zerrissenen Lumpen oder in verdreckten Arbeitssachen einkaufen gehen. Sie müssen denen ja nicht gefallen.

Zitat
Da wird man dann ganz schnell auf die Stufe der Frau heruntergeschubst.
Wahnsinn wie die die 60er feministische
Indoktrinierung noch nachwirkt. Du gelangst nicht auf die edle Stufe des exklusiven Mensch Frau, sondern schon als männlich geborener 2. Klasse, darunter, weil du keine echte Frau für Männer bist (nicht gebären kannst) und auch durch Aneignung ihre Kleiung nicht dazu wirst und deswegen Verachtung bekommst.

Lieber Culture Skirt,

"Wenn du als Mann Rock trägst, nimmt dich doch eine Frau nie mehr ernst."
Ich weiß nicht, wie Du so etwas anstellst solche Meinungen zu haben, aber dem kann ich nur widersprechen. Es ist die Frage, was Du mit Rock-tragen bezwecken willst. Mann sein, der einfach trägt, was er will? Oder ein wenig mehr Frau sein, den eine Frau nicht ernst nehmen kann weil Du keine Frau bist?
Ich spreche einzig von mir: ich bin Mann und will keine Frau sein. Aber ich habe wie Frauen das Recht, mich zu kleiden, wie ich es will. Ich glaube, da liegt ein wesentlicher Unterschied.

Ernst nehmen Dich Menschen, wenn Du ihnen die Chance gibst, Dich kennen zu lernen und mit Dir zu reden

"Da wird man dann ganz schnell auf die Stufe der Frau heruntergeschubst.
Wahnsinn wie die die 60er feministische Indoktrinierung noch nachwirkt. Du gelangst nicht auf die edle Stufe des exklusiven Mensch Frau, sondern schon als männlich geborener 2. Klasse, darunter, weil du keine echte Frau für Männer bist (nicht gebären kannst) und auch durch Aneignung ihre Kleiung nicht dazu wirst und deswegen Verachtung bekommst"

Ich empfehle Dir, den Zusammenhang zu lesen.
Und lasse mal Deine ganz persönliche Betrachtungsweise außen vor. Hier geht es um die breite Masse, um die seit Generationen eingebrannten Denk- und Verhaltensstrukturen. Holger hat das eben ganz gut beschrieben.
Und da ist es so, daß du im Denkmuster von Männern, mit weiblicher Kleidung ganz schnell (erst mal nur in deren Köpfen) vom Podest "Mann" heruntergeschubst wirst. Es geht hier nicht um das Selbstverständnis der Frauen, die sich - sofern sie sich nicht zu sehr haben verbiegen lassen - als den Männern überlegen ansehen, was sie ja rein biologisch auch sind, sondern um das wackelige Selbstverständnis der Männer, die meinen, sich nur durch die Unterdrückung und Abwertung der Frauen auf ihrem 'Treppchen' halten zu können.
Mit feministischer Indoktrination hat das m.E. nichts zu tun.

LG
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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #39 am: 09.03.2022 12:49 »
In Rock oder Kleid habe ich mich früher in manchen Situationen auch schwach empfunden.

Heute fühle ich mich in Rock oder Kleid unheimlich stark! Viel stärker als jemals in Hosen.

Lieber Skirtedman,

Das sehe ich als Beweis, daß es sich bei uns im Kopf abspielt und die eigentliche Kleidung schon fast egal ist.
Also, es spielt sich in der Software und nicht im Bereich der Hardware ab.

Das ist sehr wichtig im Sinn zu behalten!

Natürlich bist Du im Kleid, oder Rock stark, weil Du den Mut aufgebracht hast, Dich über für Dich falsche Regeln, oder Ansichten hinwegzusetzen. Die Dir durch solche Handlungen prophezeite Hölle gibt es nicht, das hast Du erfahren, aber die anderen glauben daran noch immer. Die glauben an etwas, das nicht existiert und das macht sie so schwach.

Herzliche Grüße
Zareen
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Offline Holger Haehle

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #40 am: 09.03.2022 15:43 »
Die Zahl der Männer, die gerne einen Rock tragen würden, oder es nur heimlich tun ist erheblich, wenn ich nur mal diejenigen hochrechne, die mir Komplimente machen und im Nebensatz anfügen, aber das ist ganz schön mutig. Mut brauche ich schon lange nicht mehr dafür, denn ich sehe in mir im Rock etwas ganz anderes als die immer seltener werdenden Gaffer. Trotzdem genieße ich immer noch den leichten Adrenalinkick, wenn mir Gaffer nachblicken, weil sie meinen die erste "Schwuchtel" in ihrem Leben erblickt zu haben. Dann bleibe ich auch schon mal stehen und lächle freundlich zurück. Passend dazu hier mein aktueller Instagram Post (@gender_free_universe):

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #41 am: 09.03.2022 19:05 »
Das sehe ich als Beweis, daß es sich bei uns im Kopf abspielt und die eigentliche Kleidung schon fast egal ist.
Es gibt zwei Arten, ob sich jemand dafür interessiert oder nicht.
Entweder man sieht unattraktiv (also unsexy was das Frauenideal entspricht) auf andere Menschen aus, dann denken die sich, den Verrückten nimmt eh keiner ernst, lass den halt machen. für mich siehst schhräg aus, so würde ich nicht rumlaufen wollen.

Und dann die Sorte, die mit Frauen fast zu verwechseln ähnlich sind und Frauenkleidung durch die Figur erotisierend auf andere Menschen wirkt. Dann werden zwei Mechanismen aktiviert. Ist nicht fi***bar aber geil. Und der Neid. Ich würde auch mal gern sowas anziehen, um zu fühlen wie sich sowas trägt, aber meine physikalischen Grenzen geben das nicht her.
Verpackt werden diese Gedanken in, An dir sieht das geil aus, an mir oder bei anderen Männern will ich mir das aber nicht vorstellen.

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #42 am: 09.03.2022 19:21 »
Und da ist es so, daß du im Denkmuster von Männern, mit weiblicher Kleidung ganz schnell (erst mal nur in deren Köpfen) vom Podest "Mann" heruntergeschubst wirst. Es geht hier nicht um das Selbstverständnis der Frauen, die sich - sofern sie sich nicht zu sehr haben verbiegen lassen - als den Männern überlegen ansehen, was sie ja rein biologisch auch sind, sondern um das wackelige Selbstverständnis der Männer, die meinen, sich nur durch die Unterdrückung und Abwertung der Frauen auf ihrem 'Treppchen' halten zu können.
Mit feministischer Indoktrination hat das m.E. nichts zu tun.

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wen meinst du mit biologisch überlegen? Frauen oder Männer?
In allen Gesellschaften sind Männer in Anzahl überflüssig und Frauen für den Fortbestand wichtiger, darum werden sie auch nicht in den Krieg geschickt (siehe Ukraine 18-160 jährige Männer müssen dort bleiben). Du wirst als Mann in Frauensachen von der Stufe geschubst, weil du für Männer keine echte Frau bist (ein Nestbeschmutzer echter Frauen) und nicht weil für Männer echte Frauen minderwertig sind. Die hübschen sexy gekleideten Frauen schubst kein Mann von der Treppe. Um die wird gebuhlt.

Es hat sehr viel mit der 68er Erziehung zu tun. Es gibt auch kein Patriarchat. Das ist ein Luftschloss. Dann würden Männer (welches die Mächtigen im Patriarchat sein müssten) die Frauen früh zur Arbeit und in den Krieg schicken und nicht umgekehrt. In allen Gesellschaften sieht man viel mehr Matriachatsformen. Die Frau kümmert sich um den Kerninhalt des Lebens, ihrer Familie und Freunde und schickt den Mann früh im funktionalen nüchtern fleckenunempfindlichen Anzug zur Arbeit um ihr Geld und das ihrer Kinder zu erarbeiten.


Offline culture skirt

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« Antwort #43 am: 09.03.2022 19:35 »
Wenn ich Befragungen mache, warum Frauen kein Problem haben Männersachen bis hin zu Krawatte und Anzug zu tragen, aber umgekehrt die Jungs schnell in Panik geraten, wenn sie zu weiblich wirken, dann bekomme ich immer die gleichen Antworten. Frauen in Männersachen fühlen sich auf Augenhöhe und Männer im Rock fühlen sich herabgesetzt. Der Rock grenzt sie aus. Er macht sie schwach und machtlos.
Eine Mutter hat mir kürzlich zu einem Thema über Toleranz geschrieben, dass sie es auch nicht toll finden würde, wenn ihr eigener Sohn im Rock und Stöckelschuhen rumlaufen würde und dass sie nicht die einzige ist mit der Meinung. Liegt sicherlich daran, dass sie ihren Sohn in Mädchensachen auf Augenhöhe sieht, weil sie eine Frau ist.

Zitat
Andere Studien zeigen, dass Frauen in Hosenanzügen beruflich kompetenter wahrgenommen werden als in Kostümen weil Hose nund Anzüge anders aufgeladen sind mit abgrenzenden Bedeutungszuordnungen als Röcke und Kleider. Es gibt sogar eine Vergleichsstudie mit nigerianischen Geschäftsmännern, die im Anzug  oder dem traditionellen Boubou (Kaftan) versuchten auf einer Industriemesse Kunden anzusprechen. Die Anzugsträger wirkten auf die angesprochenen Messebesucher einfach kompetenter.
Auch hier werden Äpfel mit Birnen vermischt. Weibliche Kleidung wirkt auf Menschen sexy, anziehend bis erotisch. Die Verunsicherung oder Irritierung ist darin begründet, ob die Frau sexuelle Signale aussenden will anstatt geschäftliche. Die Konzentration liegt dann auf das Objekt der Begierde und nicht mehr auf den Inhalt.
Bei Männern in Kaftanen wird schlicht eine Rückständigkeit vermutet.

Zitat
Rock und Hose sind Symbole einer Gesellschaftsordnung mit Privilegien und Pflichten die im 18./ 19. Jahrhundert etabliert wurden.  Das hierarchische Patriarchat ist zwar in Auflösung begriffen, aber dieser Prozess wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.
Dann dürften Obdachlose gegenüber den vermeintlich privilegierten Männern keine Hosen tragen, wenn die Hose ein Machtsymbol wär. Es gibt sogar Obdachlose die Anzüge auftragen.
Beim Rock und alles was Frauen tragen, sieht man eindeutig ein Privileg und Herrschaftssymbol, dass den Männern vorenthalten ist.

Offline doppelrock

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #44 am: 09.03.2022 19:56 »
So schwarz-weiß ist die Welt nicht. Ein gebraucht aussehender Anzug beim Obdachlosen distanziert ihn von der übrigen Gesellschaft noch mehr als neutrale Kleidung. So wie Aldi Turnschuhe mit 2 Streifen statt 3. Da nützt auch ein selbstgemachter 3. Streifen nix, er verschlimmert den Abstand noch. Dazu gehören wollen aber nicht können deutlich sichtbar gemacht

 

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