Autor Thema: Heute Show vom 4.3.2022  (Gelesen 4221 mal)

Offline Skirtedman

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #45 am: 09.03.2022 20:03 »
Kleiner thematischer Sidekick:

Ich hab mich schon seit Ewigkeiten gefragt, warum Obdachlose, die ja weit jenseits bürgerlicher Normen leben, nicht öfter mal was anderes als diese Hosen tragen.

Hier in meiner Stadt haben wir inzwischen seit wohl letytem Jahr ja einen, der immer Rock trägt - ich hatte ihn ja letzte Woche bei "Rocker gesichtet" mal abgebildet - grad heute wieder grsehen (heute trug er den Rock in Olivgrûn). Er ist allerdings erst der zweite Obdachlose im Rock, den ich seit meiner Fragestellung in den 80ern sehe.

Nun mag ein Rock weniger praktisch sein für die Herausforderungen des Lebens auf der Straße. Dennoch möchte daran ich ablesen, dass Hosen fûr Männer soetwas tief eingefleischtes ist, dass es auch von den wildesten Geistern einfach nicht hinterfragt werden kann.

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #46 am: 09.03.2022 20:08 »
Hosen werden nicht in erster Linie aus praktischen Gründen getragen, sondern weil Männer nicht schön aussehen. Zu schön (und zu kurz, obwohl das Hosen sind) darf die Hose auch nicht sein, die ist dann auch dem schönen Geschlecht vorbehalten. Und woher sollen Jungen Unterschiede kennen, wenn Röcke und Kleider für Mütter das Privileg ihrer hübschen Mädchen sind?

Online Zareen

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #47 am: 09.03.2022 21:53 »
Und da ist es so, daß du im Denkmuster von Männern, mit weiblicher Kleidung ganz schnell (erst mal nur in deren Köpfen) vom Podest "Mann" heruntergeschubst wirst. Es geht hier nicht um das Selbstverständnis der Frauen, die sich - sofern sie sich nicht zu sehr haben verbiegen lassen - als den Männern überlegen ansehen, was sie ja rein biologisch auch sind, sondern um das wackelige Selbstverständnis der Männer, die meinen, sich nur durch die Unterdrückung und Abwertung der Frauen auf ihrem 'Treppchen' halten zu können.
Mit feministischer Indoktrination hat das m.E. nichts zu tun.

LG
Zareen
wen meinst du mit biologisch überlegen? Frauen oder Männer?
In allen Gesellschaften sind Männer in Anzahl überflüssig und Frauen für den Fortbestand wichtiger, darum werden sie auch nicht in den Krieg geschickt (siehe Ukraine 18-160 jährige Männer müssen dort bleiben). Du wirst als Mann in Frauensachen von der Stufe geschubst, weil du für Männer keine echte Frau bist (ein Nestbeschmutzer echter Frauen) und nicht weil für Männer echte Frauen minderwertig sind. Die hübschen sexy gekleideten Frauen schubst kein Mann von der Treppe. Um die wird gebuhlt.

Es hat sehr viel mit der 68er Erziehung zu tun. Es gibt auch kein Patriarchat. Das ist ein Luftschloss. Dann würden Männer (welches die Mächtigen im Patriarchat sein müssten) die Frauen früh zur Arbeit und in den Krieg schicken und nicht umgekehrt. In allen Gesellschaften sieht man viel mehr Matriachatsformen. Die Frau kümmert sich um den Kerninhalt des Lebens, ihrer Familie und Freunde und schickt den Mann früh im funktionalen nüchtern fleckenunempfindlichen Anzug zur Arbeit um ihr Geld und das ihrer Kinder zu erarbeiten.

Gut so, Du hast es fast richtig verstanden. Die biologische Überlegenheit einer Frau gegenüber einem Mann ergibt sich aus der Tatsache, daß eine Frau Kinder gebären kann, ein Mann nicht. Der Mann ist künftig nur noch der Samenspender, aber das ist auch irgendwann vorbei. (Buch von Anthony Clare: Männer haben keine Zukunft)

Daß es kein Patriarchat gebe, weil die Männer die Frauen nicht in den Krieg schicken halte ich für ein schwaches Argument. Das Patriarchat schickt die Frauen nicht in den Krieg, weil sie sich durchaus um den Fortbestand ihrer eigenen Spezies sorgen. Je mehr Männer dezimiert werden, desto mehr Männer werden geboren. Das ist so in der Tier-, wie auch in der Menschenwelt. Es wäre geradezu selbstmörderisch, wenn Patriarchen die Garanten für ihr Patriarchat (Nachwuchs-Gebärmaschine Frau) in gro§er Zahl in den Krieg schicken würden. Daran zeigt sich doch die Geringschätzung des Patriarchats gegenüber Frauen. Richtig gut wäre ein Ding in der Mitte. Eine Gemeinsamkeit - ohne Krieg! Ohne Verluste!

Daß sich die Frau um den Kerninhalt des Lebens kümmert, sehe ich nicht als Beweis eines, wenn auch versteckten, oder Schatten-Matriarchats. Das ist ganz einfach die Rolle, die sie vom Patriarchat zugewiesen bekommen hat.

Ob Frauen unter sich das ganz gegenteilig sehen und nur darauf warten, bis sich die arroganten Patriarchen selbst ausgelöscht haben, ist eine ganz andere Sichtweise. Sage so etwas Frauen, und sie werden dich dafür lieben. Aber dir keine Stellung im Untergrund-Matriarchat geben - auch nicht, wenn wir Männer Röcke tragen.

Ein Rock und oder Ohrringe, oder Nylons, auch High-Heels, befreien Männer nicht vom Mann-Sein. So etwas kann die optischen Grenzen etwas abrunden. Aber den biologischen Vorteil einer Frau wird kein Mann jemals erreichen

Also? Machen wir das Beste daraus. Seien wir bunt und friedlich.
Mir hat eine Verkäuferin mit blauen Haaren neulich gesagt: mach, solange du lebst. Am Ende bereuen wir nicht, was wir getan haben, sondern was wir nicht getan haben.
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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #48 am: 09.03.2022 22:57 »
Es werden mehr Jungs geboren. 1. in Wohlstandsländern und 2. weil Jungen häufiger schon im Säuglingsalter sterben oder behindert zur Welt kommen.
Das Verheizen von Soldaten hat kein Bewusstsein auf die Geburtenrate. Es gibt auch kein Geschlechtergleichgewicht, dass sagt so und so viel wurden geboren/sind gestorben also müssen jetzt mehr Mädchen geboren werden.

"Daran zeigt sich doch die Geringschätzung des Patriarchats gegenüber Frauen. " Hä was? Frauen und Mädchen in Sicherheit zu bringen ist eine Geringschätzung gegenüber Frauen und dafür die Jungen und Männer wie in Srebrenica ermorden zu lassen?

Anscheinend hast du die Begriffe Patriarchat und Matriarchat nicht verstanden.

Eine 2016 in der Zeitschrift Social Psychological and Personality Science veröffentlichte Studie ergab, dass Menschen in Krisenzeiten eher bereit sind, Männer zu opfern als Frauen, und dass sie eher bereit sind, Männern Schaden zuzufügen als Frauen. Im Jahr 2017 lieferte ein Versuch, das Milgram-Experiment in Polen zu replizieren, einige Beweise dafür, dass die Menschen eher bereit sind, schwere Stromschläge bei Männern als bei Frauen zu verursachen.
Eine Studie aus dem Jahr 2000 ergab, dass bei Morden, die mit einem Fahrzeug begangen werden, Fahrer, die Frauen töten, tendenziell längere Strafen erhalten als Fahrer, die Männer töten.
Einige Sozialwissenschaftler haben auch festgestellt, dass sich die Medien eher auf weibliche Opfer konzentrieren als auf männliche Opfer. Dies gilt insbesondere für weiße weibliche Opfer.

Es ist interessant, das oben Gesagte im Lichte der folgenden Punkte zu betrachten: Männer werden eher ermordet als Frauen, und in einigen Fällen werden sie eher körperlich angegriffen. In den meisten Ländern sterben Männer eher an Selbstmord, sie sind eher obdachlos, sie werden eher von der Polizei getötet, und sie werden eher in gefährlichen Jobs arbeiten. Einige Länder kriminalisieren auch spezifisch männliche Homosexualität, und männliche Homosexuelle werden eher Opfer von Hassverbrechen.

Das sind alles keine Hinweise für Patriarchate und männlicher Privilegien. Mir der Sesshaftigkeit der Menschen und dem Ackerbau haben sich Matriarchate herausgebildet. Es sind die Frauen, die die Männer in die Arbeit zuweisen um Geld zu verdienen. Wer das nicht macht, landet auf der Straße, oder wer zu wenig verdient, bleibt frauenlos und ist für Frauen uninteressant. In einem Patriarchat würden Rechte nur für Männer gelten, aber keine für Frauen. Aber unsere Politiker und Frauenministerien machen nur einseitige Geschlechterpolitik und Bevorzugungen für weibliche Menschen.

Wenn man Menschen unter Druck setzt, reagieren viele von ihnen mit dem Versuch, das Ungleichgewicht zu rechtfertigen. Einige behaupten beispielsweise, dass Gewalt gegen Frauen "geschlechtsspezifisch" ist und daher ernster genommen werden sollte. Aber auch Gewalt gegen Männer ist häufig geschlechtsspezifisch. Während des ruandischen Völkermords waren es vor allem Männer und Jungen, die wegen ihres Geschlechts wegen Mordes ins Visier genommen wurden. Männer selbst zögern oft, sich als Opfer zu betrachten, Traditionalisten (aller Geschlechter) könnten einer solchen Verschiebung der Geschlechternormen widerstehen, und viele Feministinnen würden wahrscheinlich nicht wollen, dass männliche Opfer zu viel Aufmerksamkeit erhalten.





 


Online Zareen

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #49 am: 10.03.2022 01:00 »
Zitat
Es werden mehr Jungs geboren. 1. in Wohlstandsländern und 2. weil Jungen häufiger schon im Säuglingsalter sterben oder behindert zur Welt kommen.
Das Verheizen von Soldaten hat kein Bewusstsein auf die Geburtenrate. Es gibt auch kein Geschlechtergleichgewicht, dass sagt so und so viel wurden geboren/sind gestorben also müssen jetzt mehr Mädchen geboren werden.

Das passt nicht zusammen.
Oben sagst Du, daß mehr Jungs geboren werden, wenn Kinder im Säuglingsalter sterben,
Danach sagst Du, daß das Sterben von Männern im Krieg keinen Einfluss auf die männliche Geburtenrate hat.

Was meinst Du, welcher Mechanismus steht dahinter?

Zitat
Daran zeigt sich doch die Geringschätzung des Patriarchats gegenüber Frauen. " Hä was? Frauen und Mädchen in Sicherheit zu bringen ist eine Geringschätzung gegenüber Frauen und dafür die Jungen und Männer wie in Srebrenica ermorden zu lassen?

Reiße bitte das, was ich geschrieben habe, nicht aus dem Zusammenhang.
Ich habe geschrieben,
Zitat
Es wäre geradezu selbstmörderisch, wenn Patriarchen die Garanten für ihr Patriarchat (Nachwuchs-Gebärmaschine Frau) in gro§er Zahl in den Krieg schicken würden. Daran zeigt sich doch die Geringschätzung des Patriarchats gegenüber Frauen. Richtig gut wäre ein Ding in der Mitte. Eine Gemeinsamkeit - ohne Krieg! Ohne Verluste!
Wie Du lesen kannst, ist der Gedankengang etwas komplizierter:
JEDER Krieg ist menschenverachtend.
Frauen in den Krieg zu schicken, statt sie nach Hause, oder in Sicherheit zu schicken, ist nicht nur menschenverachtend, sondern auch selbstmörderisch, weil dadurch nicht genug Nachwuchs gezeugt werden kann.
Aber Frauen zu Hause in Sicherheit zu lassen, um sie als Nachwuchs-Gebärmaschine zu gebrauchen (Lebensborn) ist eine Geringschätzung des Patriarchats gegenüber Frauern. Da hilft es auch nicht zu sagen, das geschehe durch die Frauen freiwillig. Da sitzen die Frauen geschickter Indoktrination auf.

Wenn Du meinst, ich könne Patriarchat und Matriarchat nicht recht verwenden, dann bin ich auf Deine Definition gespannt 🙂

Zitat
Eine 2016 in der Zeitschrift Social Psychological and Personality Science veröffentlichte Studie ergab, dass Menschen in Krisenzeiten eher bereit sind, Männer zu opfern als Frauen, und dass sie eher bereit sind, Männern Schaden zuzufügen als Frauen

Gruselig - Menschenopfer! Und das heute noch?
Daß Menschen größere Hemmungen haben Frauen Leid anzutun, oder sie zu töten, hat m.E. damit zu tun, daß Menschen das Bewusstsein haben, daß Frauen Lebensspender sind - die Mutter tötet man nicht, der habe ich mein Leben zu verdanken. Das sind Urinstinkte, denn das betrifft beide Geschlechter.

Gewalt ist in keinem Fall gerechtfertigt. Ob die Gewalt eine nachvollziehbare Ursache hat und deswegen erklärbar ist (nicht entschuldbar) ist ein recht umfangreiches Thema
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Offline hirti

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #50 am: 10.03.2022 06:05 »
Könnt ihr das bitte anderswo diskutieren?

Hier gehts um das Outfit in der Heute Show!

Offline Holger Haehle

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #51 am: 10.03.2022 13:07 »
Jule, ich könnte dich eventuell verstehen, wenn schwangere Frauen nicht als kriegstauglich eingestuft würden. Aber alle anderen könnte man schon an die Front schicken. Und in den Ländern wo das gemacht wird funktioniert das ohne Auswirkungen auf eine negative Geburtenrate. So ist dein Argument ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Weibliche Kleidung kann auf Menschen sexy, anziehend bis erotisch wirken. Richtig. Es gibt aber genug weibliche Kleidung, die nicht dieser Art ist. Im Geschäftsleben ist die von dir beschriebene Damenkleidung außer für Sekretärinnen unüblich. Frauen, die sich wie eine Sekretärin anziehen machen nicht Karriere, weil Sexyness minderwertig ist. Sie lenkt von den wirklich wichtigen und nicht vorhandenen Qualifikationen ab. Genau deshalb sind die Männer ja zu schlichter dunkler Kleidung übergegangen. Und Karrierefrauen machen das auch. Aber du hast Recht für alle Frauen in assistierenden Positionen, die vom Chef flachgelegt werden können. Sexyness macht Frauen zum Gebrauchsobjekt.

Übertreibst du nicht ein bisschen, wenn du schreibst: Beim Rock und alles was Frauen tragen, sieht man eindeutig ein Privileg und Herrschaftssymbol, dass den Männern vorenthalten ist.
War es nicht vielmehr so, dass die Männer von sich aus das Rocktragen aufgegeben haben, weil sie in der Hose was besseres gefunden hatten, das ihnen ganz exklusiv gehörte? Der Rock wurde abgewertet,schreibt Rousseau: und war fortan nur noch für Weibsvolk geeignet. Der Rock wurde zum absoluten Gegenteil eines Machtsymbols. Napoleon in seinem Krönungsklkeid, das war noch ein Machtsymbol, aber die Zeiten waren im 19. Jahrhundert vorbei.

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #52 am: 10.03.2022 14:50 »
Jule, ich könnte dich eventuell verstehen, wenn schwangere Frauen nicht als kriegstauglich eingestuft würden. Aber alle anderen könnte man schon an die Front schicken. Und in den Ländern wo das gemacht wird funktioniert das ohne Auswirkungen auf eine negative Geburtenrate. So ist dein Argument ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
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... Sexyness macht Frauen zum Gebrauchsobjekt.

Übertreibst du nicht ein bisschen, wenn du schreibst: Beim Rock und alles was Frauen tragen, sieht man eindeutig ein Privileg und Herrschaftssymbol, dass den Männern vorenthalten ist.
War es nicht vielmehr so, dass die Männer von sich aus das Rocktragen aufgegeben haben, weil sie in der Hose was besseres gefunden hatten, das ihnen ganz exklusiv gehörte? Der Rock wurde abgewertet,schreibt Rousseau: und war fortan nur noch für Weibsvolk geeignet. Der Rock wurde zum absoluten Gegenteil eines Machtsymbols. Napoleon in seinem Krönungsklkeid, das war noch ein Machtsymbol, aber die Zeiten waren im 19. Jahrhundert vorbei.

Holger,
Darf ich da mal nachfragen?
Wo auf der Welt gibt's eine reine Frauerarmee?
Und wenn's die gäbe, müsste die so gut und skrupellos sein, damit sie ihre Verluste so niedrig wie irgend möglich hält. Aber für die zurückbleibenden Männer gibt es ja heute weltweit genug Frauen.
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Es ist in der Tat die Frage, warum ich Röcke trage. Der Sexyness wegen, oder weil es mein Stil ist, weil ich es für bequemer halte, usw.?
Für mich persönlich steht Sexyness beim Rocktragen ganz ganz weit hinten.
Unser gesamtes System krankt daran, daß Menschen zu Objekten gemacht werden, mit denen einige machen, was sie wollen. Da müssen wir schleunigst raus, sonst werden Klimaziele, Kriege, Abrüstungen, usw. Keinen Bestand haben.
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Den Satz "Beim Rock und alles was Frauen tragen, sieht man eindeutig ein Privileg und Herrschaftssymbol, dass den Männern vorenthalten ist."
Verstehe ich nicht. Der Rock als Privileg und Herrschaftssymbol? Wer herrscht denn? Die Männer.(sagt und glaubt man im Allgemeinen)

Die Aufgabe des Tragens einröhriger Beinkleidung geschah für die breite Masse dadurch, daß der Adel  begann, engere Beinkleidung zu tragen und dadurch das Volk sich mental dem Adel annähern wollte, etwas besseres sein, als das getretene Volk. Tschüß Rock, willkommen Hose.

Aber auch das spielt sich in den Köpfen eines jeden einzelnen ab.

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #53 am: 10.03.2022 15:10 »
Verstehe ich nicht. Der Rock als Privileg und Herrschaftssymbol? Wer herrscht denn? Die Männer.(sagt und glaubt man im Allgemeinen)
Das wurde alles schon Jahre zuvor bis ins kleinste beleuchtet. Beitrag 905 u. 907
Dummerweise hatte sich Jo von Michael durch seinen Religionskram vergraulen lassen und weil es ein Kampf gegen Windmühlen vermutlich war. Hier zählen Empfindungen mehr als Zahlen und Tatsachen.

Offline Holger Haehle

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #54 am: 10.03.2022 16:42 »
Für Zareen

Die bekannteste Armee, in der wehrpflichtige Frauen dienen, ist Israel.
In den großen Armeen Chinas, der USA oder Nordkoreas gibt sehr viele Frauen als Zeit und Berufssoldaten in kämpfenden Einheiten.

Wo steht, dass der Adel begann, engere Beinkleidung zu tragen und dass dadurch das Volk sich mental dem Adel annähern wollte?
In meinen Büchern zur Modegeschichte steht, das die Jakobiner die Hose einführten. Barbara Vinken schreibt dazu:
"Die Sans-culottes, die Hose der arbeitenden Bevölkerung, wurde zum Symbol der neuen Herrschaft. Sie stand für Nützlichkeit im Gegensatz zum repräsentativ wirkenden höfischen Rock, der zum Symbol hegemonialer Dekadenz wurde. Ein Rock war von nun an eines bürgerlichen Mannes nicht mehr würdig. Fortan war die Hose das einzig legitime Beinkleid für den erwachsenen Mann. In seiner schlichten Ausführung unterstrich sie den Anspruch auf exklusiv männliche Rationalität und Kompetenz. Der Psychologe John Carl Fluegel erklärte dazu 1930 in seiner „Psychologie der Bekleidung“, dass der freiwillige Verzicht auf äußerlich hervorge-hobene Schönheit auf höher zu bewertende innere Qualitäten verweisen sollte. Frauen wurden vom Hosentragen ausgeschlos-sen, denn sie hätten kein Sein. Ihr authentisches Wesen, so erklärte das der Philosoph und theoretische Vordenker der modernen Demokratie Jean-Jaques Rousseau, sei das Nichts des Scheins, das Theater. Frauen sollten im Hause die sanfte Herrschaft des Herzens ausüben, während die Männer die res publica, die Sache aller vertraten. Ohne den Mann, durch den die Frau bestimmt werde, sei die Frau nichts. So wurde die Hose zum na-türlichen Zeichen eines patriarchalen Führungsanspruchs."

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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #55 am: 10.03.2022 22:23 »
Holger,
Darf ich da mal nachfragen?
Wo auf der Welt gibt's eine reine Frauerarmee?
Und wenn's die gäbe, müsste die so gut und skrupellos sein, damit sie ihre Verluste so niedrig wie irgend möglich hält. Aber für die zurückbleibenden Männer gibt es ja heute weltweit genug Frauen.

Es gab mal eine. Ich meine in dieser Sendung ist davon die Rede: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/maechtige-maenner-ohnmaechtige-frauen-102.html

LG, Micha
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Antw:Heute Show vom 4.3.2022
« Antwort #56 am: 10.03.2022 22:26 »
Für Zareen

Die bekannteste Armee, in der wehrpflichtige Frauen dienen, ist Israel.
In den großen Armeen Chinas, der USA oder Nordkoreas gibt sehr viele Frauen als Zeit und Berufssoldaten in kämpfenden Einheiten.

Wo steht, dass der Adel begann, engere Beinkleidung zu tragen und dass dadurch das Volk sich mental dem Adel annähern wollte?
In meinen Büchern zur Modegeschichte steht, das die Jakobiner die Hose einführten. Barbara Vinken schreibt dazu:
"Die Sans-culottes, die Hose der arbeitenden Bevölkerung, wurde zum Symbol der neuen Herrschaft. Sie stand für Nützlichkeit im Gegensatz zum repräsentativ wirkenden höfischen Rock, der zum Symbol hegemonialer Dekadenz wurde. Ein Rock war von nun an eines bürgerlichen Mannes nicht mehr würdig. Fortan war die Hose das einzig legitime Beinkleid für den erwachsenen Mann. In seiner schlichten Ausführung unterstrich sie den Anspruch auf exklusiv männliche Rationalität und Kompetenz. Der Psychologe John Carl Fluegel erklärte dazu 1930 in seiner „Psychologie der Bekleidung“, dass der freiwillige Verzicht auf äußerlich hervorge-hobene Schönheit auf höher zu bewertende innere Qualitäten verweisen sollte. Frauen wurden vom Hosentragen ausgeschlos-sen, denn sie hätten kein Sein. Ihr authentisches Wesen, so erklärte das der Philosoph und theoretische Vordenker der modernen Demokratie Jean-Jaques Rousseau, sei das Nichts des Scheins, das Theater. Frauen sollten im Hause die sanfte Herrschaft des Herzens ausüben, während die Männer die res publica, die Sache aller vertraten. Ohne den Mann, durch den die Frau bestimmt werde, sei die Frau nichts. So wurde die Hose zum na-türlichen Zeichen eines patriarchalen Führungsanspruchs."

Lieber Holger,

das gilt für die lange, schmale Hose. Aber tatsächlich begann der Siegeszug der Männerhose im Übergang vom Spätmittelalter zur Neuzeit, so im 15./16. Jh., angefangen von langen Strumpfhosen unter immer kürzer werdenden Röcken bis hin zu Hosen mit Schamkapseln und Pumphosen.

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« Antwort #57 am: 10.03.2022 22:59 »
Das Machtsymbol unterstreicht ja richtig die männliche Rationalität und Kompetenz und den Führungsanspruch rechts bei dem auf dem Bild.  ::)

In der israelischen Armee sieht die Realität bissl anders aus als was der Westfunk so daher erzählt. https://www.welt.de/politik/article2207152/Von-wegen-hart-Israel-und-seine-Soldatinnen.html

"Doch was macht eigentlich die Mehrzahl der Frauen in der israelischen Armee? „Gar nichts“, sagt eine Soldatin.
Oberstleutnant Liora Rubinstein, eine Frauenbeauftragte der Armee, drückt das etwas diplomatischer aus: „Wer in Kampfeinheiten dienen will, muss sich länger verpflichten. Das wollen viele Frauen nicht.“
Ui. Sowas aber auch.

"Auch die praktischen Gründe sind einleuchtend. So zeigen Studien, dass die meisten Frauen das Minimalgewicht der Ausrüstung für Kampfsoldaten von 50 Kilogramm einfach nicht tragen können. Auch haben selbst durchtrainierte Frauen Schwierigkeiten, Gepäckmärsche von mehr als 20 Kilometern durchzustehen. Zum Training gehören aber Märsche der doppelten Länge. Der Militärhistoriker Martin van Creveld kam in einer umfangreichen Untersuchung gar zu dem Schluss, der Einsatz von Frauen an der Front sei „geradezu kriminell“. Schon das Verletzungsrisiko liege unverhältnismäßig höher als bei Männern, weil Frauen mehr als doppelt so anfällig für Knochenbrüche seien. Im Durchschnitt verfügten Frauen über nicht mehr als 59 Prozent der Oberkörperstärke von Männern und seien für Kampfhandlungen einfach physisch nicht so gut aufgestellt. Hinzu kommen schlechte Erfahrungen, die die Armee im Unabhängigkeitskrieg 1948 mit dem Einsatz weiblicher Kämpfer gemacht hat."

"So litt die Kampfesmoral der Truppe deutlich stärker, wenn weibliche Soldatinnen im Kampf fielen. Außerdem zögerten die gegnerischen arabischen Truppen länger, sich gegenüber Soldatinnen zu ergeben – auch wenn deren Überlegenheit außer Zweifel stand." Na sowas. Wer konnte das auch vorher ahnen.

Der feministische Standpunkt
2007 wurde beschlossen, die letzten Männerbastionen in der Armee für Frauen zu öffnen. Doch es interessieren sich nicht mehr als 2,5 Prozent der weiblichen Rekruten für Kampfeinheiten.
Idan, ein bescheidenes Mädchen aus einem Kibbuz im Norden des Landes, hat vor drei Jahren den Wehrdienst verweigert. „Ich wurde zunächst zu zwei Wochen Militärgefängnis verurteilt, später haben sie mich dann aufgrund meiner feministischen Überzeugungen für untauglich erklärt“, sagt sie. In Israel, wo es offiziell keine Möglichkeit zur Verweigerung gibt, keine Selbstverständlichkeit."
Wie war das mit Feministinnen und der Gleichstellung männlicher Privilegien im Krieg zu sterben nochmal?

Offline Matthias

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« Antwort #58 am: 11.03.2022 09:47 »
Das hat nun überhaupt nichts mehr mit dem ursprünlichen Thema zu tun!
Macht dafür an passender Stelle neue Themen auf!
Zur Erinnerung nochmal der erste Beitrag:

war das nun Rock und Bluse, oder ein Kleid?
https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-4-maerz-2022-100.html
Ab Minute 16:35
Ich finde: schick.
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Offline Rockermatze

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« Antwort #59 am: 11.03.2022 17:44 »
Da der Link bald nicht mehr funktionieren wird, habe ich mal ein Foto vom Display gemacht, so wissen dann auch "Spätleser" noch, worum es eigentlich ging ::)

LG, Matze
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Mara (Matze/Ramona)

 

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