Autor Thema: "Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"  (Gelesen 989 mal)

Online MAS

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"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« am: 19.05.2022 23:51 »
So sagte es mir gestern eine Kollegin im Fahrstuhl. "Warum?", fragte ich.
"Er trägt auch so gerne Röcke."
"Wie alt ist er denn?"
"Fünf. Und manchmal, wenn er zweifelt, ob das so richtig ist, wenn er für ein Mädchen gehalten wird, sage ich, ich habe einen Kollegen, der auch gerne Röcke trägt. Dann ist es wieder gut."
"Was für eine schöne Geschichte," sagte ich noch, und "grüße ihn von mir", da musst ich raus, während sie noch einen Stock tiefer fuhr.

LG, Micha
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Offline cephalus

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #1 am: 19.05.2022 23:57 »
Schön...
Und es beweist,  dass die Vorbildfunktion weiter reicht, als bis zu dem, was man selbst sieht.

Offline Skirtedman

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #2 am: 20.05.2022 00:17 »
Ja. Dessen bin ich mir auch sicher.

Offline GuidoB

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #3 am: 21.05.2022 12:43 »

Höchsten Respekt vor der Mutter, dass sie ihren Sohn so unterstützt.
Finde ich super klasse.

Gruß und ein schönes Wochenende
Guido


Offline Marianne

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #4 am: 21.05.2022 13:50 »
So nett von der Mutter, ihr Kind zu unterstützen und dich auch zu akzeptieren und zu respektieren!

Die Welt braucht mehr solcher Eltern!

Grüße Marianne  :)

Offline JoHa

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #5 am: 24.05.2022 22:57 »
Für meine 2jährige Enkelin bin ich Opa, ob im Rock mit Nylons oder in Jeans. Das hat sich in ihrer Nachbarschaft auch schon so eingeschliffen. Wenn diese minimalen Schritte sich ausbreiten, wird eine Bewegung daraus.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline culture skirt

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #6 am: 26.05.2022 00:59 »
Für meine 2jährige Enkelin bin ich Opa, ob im Rock mit Nylons oder in Jeans.
Noch ;)

Offline JJSW

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #7 am: 27.05.2022 04:47 »
Sehr Schön, vielen Dank lieber Micha fürs Berichten.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Online MAS

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #8 am: 27.05.2022 08:28 »
Guten Morgen zusammen!

Ich habe den Jungen inzwischen auch mal gesehen, wie er in einem langen gelben, gemusterten Rock auf dem Weg zur Kita war. Wenn ich daran zurückdenke, dass auch ich in diesem Alter schon gerne mal die Röcke einer Freundin anzog, aber nur in ihrem Kinderzimmer und mich genierte, damit auch nur ihrem Vater unter die Augen zu treten, und dann längst erwachsen war, bis ich zum öffentlichen Rocktragen kam, dann muss ich zugeben, dass ich diesen Jungen beneide, vor allem aber, dass ich mich für ihn freue, dass er seine Röcke tragen kann und dabei von seinen Eltern und wohl auch der Kita usw. unterstützt wird. Einfach klasse!

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Offline GregorM

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #9 am: 27.05.2022 12:53 »
Ein schöner Bericht, lieber Micha!

Der junge kann nun sein Leben lang Röcke ohne Reue tragen, oder er kann mal damit aufhören und sagen, es war eine Epoche meines Lebens. Ich habe es probiert und es war schön, aber für mich nicht länger wichtig.

Wie viel besser doch als mit dem Gedanken leben zu müssen, dass man es sich immer gewünscht hätte, es nur nie probieren könnte oder es es dürfte.

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #10 am: 27.05.2022 13:36 »
Genau so sehe ich es auch, lieber Gregor! Ungezwungene Entscheidungsfreiheit in Sachen Kleidung.  :)

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Offline cephalus

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #11 am: 27.05.2022 13:55 »
Ich frage mich immer,  warum das so selten ist, und leider noch einer Würdigung bedarf.  >:(

Meine Jungs genießen die Freiheit auch, machen aber nur bedingt davon Gebrauch:
Mein Kleiner häufig,  zu allen Gelegenheiten besonders wenn er seinen Opa trifft ( ich glaube um ihn zu provozieren  ::) ;D), ausser in der Schule,
mein Großer eher selten, dafür war er schon im Kleid in der Schule. Dafür gab es aber jede Menge dumme Sprüche.
Er meinte an diesem Tag war er wohl der einzige Mensch an seinem Gymnasium, der kein Hose trug.

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #12 am: 28.05.2022 00:24 »
Lieber Cephalus,

ja, die Toleranz der Gesellschaft außerhalb der Familie oder auch einfach das Parallelisieren mit Peers und anderen maßgebenden Menschen spielt eben auch eine große Rolle.

Es mag aber auch sein, dass Deine Söhne wissen, wie es ist, Röcke und Kleider zu tragen, und gar keinen Hosenzwang empfinden, und so auch nicht den Druck haben, unbedingt Röcke/Kleider tragen zu müssen, um dem Hosenzwang etwas entgegenzusetzen. Sie empfinden einfach nicht den Leidensdruck durch den Hosenzwang, der uns so sehr bestimmt.

´LG, Micha

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Offline Holger Haehle

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #13 am: 28.05.2022 05:36 »
Micha, du könntest den Jungen mit einer Buchempfehlung unterstützen.
Der Junge im Rock von Kerstin Brichzin
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Weil du ein magischer Junge bist von Lina Neuhaus

Und haben nicht früher sowieso alle Jungen bis zur Hosenreife Röcke getragen?
Es gibt ein Foto von Kurt Tucholsky mit der Beschriftung: Der fünfjährige Kurt mit seinen ersten Hosen.

Offline GregorM

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #14 am: 28.05.2022 07:10 »

Meine Jungs genießen die Freiheit auch, machen aber nur bedingt davon Gebrauch.

Aber ist ja ein gesundes Verhalten. Sie tragen ihre Röcke oder Kleider, wann sie es wollen. Und wenn vielleicht auch selten, dann kann es wohl häufiger sein als Mädchen in Röcken zu sehen?
Wie alt war dein Ältester, als er im Kleid zur Schule war? Und haben seine Erfahrungen in der Schule ihn derart abgeschreckt, dass er seltener oder nicht länger Kleider trägt?

   
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Offline cephalus

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #15 am: 28.05.2022 09:27 »
Hosenzwang empfinden, und so auch nicht den Druck haben, unbedingt Röcke/Kleider tragen zu müssen, um dem Hosenzwang etwas entgegenzusetzen. Sie empfinden einfach nicht den Leidensdruck durch den Hosenzwang, der uns so sehr bestimmt.

Liber Micha,
von dem was Du schreibst gehe ich aus. Ich denke sogar, dass es auf die meisten im Forum zutrifft.
Ich habe jedenfalls nie einen Hosenzwang empfunden und muß auch keine Röcke tragen. Sie sind einfach eine Erweiterung meiner Ausdrucksmöglichkeiten, manchmal angenehmer und Röcke bringen für mich noch ein paar andere Facetten mit.
Trotzdem sind sie bei mir, abhängig vom Wetter gleichberechtigt mit Hosen.
Nur Röcke tragen wohl die wenigsten?

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #16 am: 28.05.2022 09:33 »
Ich habe jedenfalls nie einen Hosenzwang empfunden und muß auch keine Röcke tragen.

Lieber Cephalus,

Du hast doch schon öfter geschrieben, wie viel Anlauf Du brauchtest, Dich im Rock unter die Leute zu wagen, und dass Deine Frau Dir manchmal einen Schubs geben musste. In Hosen unter die Leute zu gehen, erforderte doch auch bei Dir weniger Mut, aber einen Rock zu tragen, hast Du Dir gewünscht und es Dir allmählich erobert.
Oder sehe ich das falsch?

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« Antwort #17 am: 28.05.2022 09:34 »
Micha, du könntest den Jungen mit einer Buchempfehlung unterstützen.
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Danke, lieber Holger. Sollte ich nochmal mit meiner Kollegin darüber ins Gespräch kommen, kann ich gerne auf die Literatur verweisen.

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Antw:"Ich erzähle manchmal meinem Sohn von Dir"
« Antwort #18 am: 28.05.2022 11:07 »
Ja, lieber Micha, sonst wäre ich nicht im Forum. 

Aber einen Zwang leite ich daraus nicht ab.
Sonst müsste ich auch einen Kurzhaar- keine gemusterten Shirts- , absatzlose Schuhe- keinen Nagellack- oder was-weiß-ich-alles-Zwang ableiten.

Egal ob ich etwas,  oder was ich davon nutzen will, muss Mann erst für sich erkennen,  dass man frei ist, und das in jedem Einzelpunkt wieder.
Auch wenn es immer einfacher wird, von Punkt zu Punkt. Einen einzelnen Bereich als Zwang zu empfinden liegt mir fern, wenn ist es eher die Gesamtheit der gewünschten männlichen Rolle.
Da fällt es mir schwerer mich von den optische Konventionen zu verabschieden,  als von den sozialen,  wie Fußball, Bier, Haushalt, Kinder usw.

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« Antwort #19 am: 28.05.2022 23:08 »
Lieber Cephalus,

vielleicht verstehen wir unter "Zwang" ein wenig was Unterschiedliches. Ich meine damit entweder das Gefühl, etwas tun zu sollen, was man eigentlich nicht will oder aber auch, dass man eine Konvention gar nicht als Zwang wahrnimmt, ihr aber folgt, ohne sie zu hinterfragen.  In Bezug auf das Hosentragen tritt meines Erachtens eines der beiden auf die meisten Jungs von klein auf zu. Für Deine Söhne und den Sohn meiner Kollegin aber eben nicht. Und für Dich und mich traf es mal zu, aber wir haben uns daraus befreit, emanzipiert.

Oder siehst Du es noch anders?

LG, Micha

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