Autor Thema: Anerkennung in der Firma  (Gelesen 3330 mal)

skortsandtights

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Antw:Anerkennung in der Firma
« Antwort #15 am: 01.06.2022 21:29 »
Hallo Rockie

Gut formuliert aber das mit transfrau und transe finde ich eher unglücklich.
Auch das wegen der männlichen anatomie da muss ich doch eher schmunzeln.
Gut das ist deine sache aber du hättest ja einfach schreiben können das dir kleider und röcke gefallen und das du sie selber gerne trägst.

LG, Hanna

Offline hirti

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« Antwort #16 am: 02.06.2022 09:55 »
Ich bin kein Fan davon, mich präventiv zu entschuldigen oder zu erklären.
Zugegebenermaßen ist es manchmal der einfachere Weg, aber ich habe mich entschieden mich statt vorzuwarnen irgendwann zum ersten Mal einfach im Rock zu zeigen und im Gespräch mit meinem Gegenüber gerne und freundlich zu erklären warum ich das mache.

Das lässt natürlich Raum für Spekulationen, aber damit kann ich leben.

Offline JJSW

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Antw:Anerkennung in der Firma
« Antwort #17 am: 02.06.2022 14:36 »
Musste jetzt nochmal im Archiv kramen, wann ich das erste Mal im Rock zur Arbeit bin. Das war am Donnerstag,  22.06.2017.
Nachdem ich am Vortag dermaßen in meiner Jeans geschwitzt hab und einige Kollegen in kurze Hosen gekommen sind, hab ich es gewagt. Mit dem Rock auf die Arbeit. Ohne große Ankündigung.
Seit dem trage ich immer in der warmen Jahreshälfte Rock oder auch Kleid zur Arbeit.
Beim Kleid gabs dann doch mal bissle Bohei unter den Kollegen aber auch das war nach wenigen Tagen erledigt.

Grüßle
Jürgen
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Antw:Anerkennung in der Firma
« Antwort #18 am: 02.06.2022 18:49 »

... finde ich eher unglücklich.
Auch das wegen der männlichen anatomie da muss ich doch eher schmunzeln.
Gut das ist deine sache aber du hättest ja einfach schreiben können das dir kleider und röcke gefallen und das du sie selber gerne trägst.

Sag ich doch, dass es auch immer mal wieder schön ist, hier im Forum schmunzeln zu können.

Ich versuche dann von der Palme runter zurückzuschmunzeln, wenn Menschen nicht verstehen können, dass einigen Männern Hosen genau wegen der Anatomie zu unbequem sind.

Ich finde es gut, auf das Anatomische hinzuweisen, wenn man sich erklären möchte - und wenn nicht vor allem andere Gründe das Bedürfnis nach Röcken und Kleidern hervorrufen.

"Es schön zu finden", ist eine vielleicht ausreichende, aber vielfach zu banale Erklärung und damit für viele nicht nachvollziehbar. Etliche fänden es auch schöner, bei Sommerhitze nur in Badehosen zu arbeiten...

@Rockie:
alle meine Daumen hoch für Dich!!!


Offline JJSW

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« Antwort #19 am: 02.06.2022 19:50 »
Hallo Rockie

Letztlich ist es egal, welchen Weg Du gefunden hast, Röcke oder Kleider in der Firma zu tragen und sogar Lob und Anerkennung zu erhalten. Wichtig ist, das Du es geschafft hast. 👍😊

Grüßle
Jürgen
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Offline MAS

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« Antwort #20 am: 03.06.2022 00:30 »
Liebe Kolleginnen und Kollegen (ich gendere hier absichtlich nicht, denn ihr seid für mich keine „Mitarbeitenden“ sondern Kolleginnen und Kollegen und auch teilweise Freunde!)

Lieber Rockie,

mit dieser Anrede unterscheidest Du zwischen zwei Genderidentitäten. Wenn das kein Gendern ist, was ist dann eines? "Liebe Mitarbeitende" wäre dagegen degendert oder entgendert.

Aber das schreibe ich nur mal so nehen bei, ohne hier ein Thema daraus machen zu wollen.

Davon abgesehen erinnere ich mich daran, dass ich so um 1999 herum ein ähnliches Erklärschreiben für die anderen Hausbewohner geschrieben habe. Ich weiß aber nicht mehr, ob ich es tatsächlich in ihre Briefkästen geworfen habe. Ich meine nein.

Aber 2013 habe ich unseren Siegburg aktuell Newsletter deswegen angeschrieben, um ihenen anzubieten, mich mal vorzustellen, damit Siegburger Bürger*innen, die mich auf der Straße sehen, eine Erklärung bekommen. Das passierte dann ja auch: Interview mit mir, Artikel mit Foto im Newsletter, daraufhin zwei Fernsehbeiträge im WDR und Sat.1 und ein Zeitungsartikel in der Express.

LG, Micha

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Offline hirti

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« Antwort #21 am: 03.06.2022 08:21 »
Micha, du alte Rampensau!  ;D
Finde ich eine spannende Idee, die Lokalpresse anzufunken und sich dort vorstellen zu lassen.

Irgendwie hat das mehr den Beigeschmack von "guckt mal, was für eine interessante Person" und nicht von "ich muss mich erklären". Gefällt mir!
Dass du dann auch noch so eine breitere mediale Wirkung erzielen konntest find ich natürlich toll.

Offline Rockie

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« Antwort #22 am: 03.06.2022 08:35 »
Hallo Rockie

Letztlich ist es egal, welchen Weg Du gefunden hast, Röcke oder Kleider in der Firma zu tragen und sogar Lob und Anerkennung zu erhalten. Wichtig ist, das Du es geschafft hast. 👍😊

Grüßle
Jürgen

Hallo Jürgen, ja deine Aussage trifft es ziemlich genau! ICH habe MEINEN Weg gefunden und das ist wichtig!
Es kam einfach der Punkt an dem ich mir gesagt habe du musst jetzt was tun, immer dieses hin- und herspringen zwischen dem was Andere erwarten und dem was ich möchte ging
einfach nicht mehr! Ist auch sicher nicht in jeder Firma oder Beruf so zu machen - Aber im öffentlichen Dienst wo die Regenbogenfahnen vor dem Haus wehen geht das eben gut :-)

Offline MAS

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« Antwort #23 am: 04.06.2022 00:31 »
Micha, du alte Rampensau!  ;D
Finde ich eine spannende Idee, die Lokalpresse anzufunken und sich dort vorstellen zu lassen.

Irgendwie hat das mehr den Beigeschmack von "guckt mal, was für eine interessante Person" und nicht von "ich muss mich erklären". Gefällt mir!
Dass du dann auch noch so eine breitere mediale Wirkung erzielen konntest find ich natürlich toll.

Lieber Hirti,

ja, es war schon so etwas wie ein Gefühl, ein Promi zu sein. Ich wurde dann sogar auf der Straße angesprochen. Aber das hat sich auch schnell wieder gelegt.
Im Siegburg aktuell Newletter war ich in den folgenden Jahren aber auch immer wieder mal im Rock abgebildet, ohne dass der Rock Thema war. Nur einma war er Thema, da waren auch Jürgen und Roland mit auf dem Bild auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Sonst waren es andere Themen und mein Rock war war einfach mit auf dem Bild wir bei anderen die Hose.

LG, Micha
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« Antwort #24 am: 04.06.2022 12:33 »
By the way...

Das passierte dann ja auch: Interview mit mir, Artikel mit Foto im Newsletter, daraufhin zwei Fernsehbeiträge im WDR und Sat.1 und ein Zeitungsartikel in der Express.

Dazu passierte mir gestern etwas, was so kleine Parallelen hat...
Unter "Rockers gesichtet", Sichtung 2) und Sichtung 2a)

Offline MAS

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« Antwort #25 am: 04.06.2022 23:28 »
Lieber Wolfgang,

mach es!  :)

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Offline Holger Haehle

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« Antwort #26 am: 05.06.2022 04:37 »
Genau Micha,

man sollte es öfter einfach tun. Die Regionalzeitungen bringen praktisch alles. Die haben in Lingen sogar vom 40jährigen Klassentreffen meines Bruders berichtet. Auch alles was ich als Teenager und DLRG Funktionär an die Lokalredaktion gegeben habe wurde gedruckt. Ich musste nur einen fertigen Text verfassen und Bilder beilegen. So bin ich dann zur Redaktion gegangen. Später habe ich Vorgaben für die Anzahl der Zeichen bekommen. Meistens wurden dann meine Berichte ohne jede Überarbeitung abgedruckt.

Ich bin sicher, euch wird es genauso ergehen. Ruft einfach mal an. Zuletzt habe ich das zu Themen der Modegeschichte für die Ratinger Ausgabe der "Rheinische Post" und für queere Rockmode bei "Düsseldorf Queer" gemacht. Die Redakteurinnen sind meistens sehr dankbar für Anregungen.

In Abwandlung eines Zitats von Erich Kästner, möchte ich mal sagen: Es tut sich nichts außer man tut was (Und es ist so einfach einen ersten Schritt zu gehen)

Offline doppelrock

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« Antwort #27 am: 05.06.2022 11:43 »
Zur Anerkennung in der Firma gibt es sicher verschiedene Wege. Ein relativ leichter Weg in einem großen Unternehmen ist, sich zu einem aktuellen Thema des Betriebsrates zu äußern und sich dafür ablichten zu lassen.

Ich habe allerdings einen anderen Weg gewählt. An oberster Stelle steht die fachliche Kompetenz, dicht gefolgt von einer sehr guten Zusammenarbeit mit allen Abteilungen und klaren, eindeutigen und nachvollziehbaren Aussagen und Entscheidungen. Eben hart in der Sache, aber fair im Umgang. Also auch niemandem hinterher laufen oder in den Allerwertesten kriechen und kein politisches Taktieren.
Die einzigen Medien, in denen ich veröffentliche, sind Fachzeitschriften und auch da steht das Thema im Vordergrund, nicht das Aussehen des Schreibers. Wenn ich dort abgebildet bin, dann mit der Kleidung, die ich da gerade trage.
So denke ich, dass ich einen bürotauglichen Stil gefunden habe, ohne mich in eine Schublade stecken zu lassen, die mir nicht passt.

Ganz sicher braucht dieser Weg Ausdauer und Geduld, ist dafür nachhaltig. Ich kann mir stilistische Freiheiten erlauben, ohne auf Oberflächliches reduziert zu werden.

Offline MAS

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« Antwort #28 am: 05.06.2022 23:21 »
Lieber Holger,

leider habe ich auch schon andere Erfahrungen gemacht. Na ja, vielleicht waren meine Berichte über interrel. Veranstaltungen zu schlecht geschrieben, vielleicht passten sie aber auch nicht ins inhaltliche Konzept der Redaktion.
LG, Micha
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« Antwort #29 am: 05.06.2022 23:52 »
Nun, ich kann die Aussagen von Holger eher bestätigen.

Ich habe jahrelang Pressemitteilungen geschrieben und da war es so, dass alles bis zu zehn Sätzen (als Faustregel) sehr gute Chancen hatte, nahezu bis komplett unverändert abgedruckt zu werden.

Falls mal nicht in der Tagespresse, dann auf alle Fälle in dem kostenlos verteilten Wochenblatt.

War zwar in den 90ern, ich denke, die Situation hat sich heutzutage noch unkomplizierter gestaltet als damals, wegen dem Online-Konkurrenzdruck und dem Bedeutungsverlust lokaler Bezahl-Medien überhaupt.

 

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