Autor Thema: Analyse einer Rockträger-Kategorie  (Gelesen 842 mal)

Offline Skirtedman

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Analyse einer Rockträger-Kategorie
« am: 28.07.2022 12:26 »
Hallo, dieser Beitrag hat zwei Anfänge.

Diesen ersten Anfang muss ich nun nachträglich hinzudichten, da der Thread, wo der Beitrag hinsollte, inzwischen geschlossen wurde, während ich schrieb.

Um welchen Thread es sich handelt, kann man einem Link entnehmen, der in meinem eigentlichen Beitrag auftaucht.

Natürlich musste ich jetzt einen neuen Thread aufmachen, weil ich nicht umsonst meine Zeit verwendet haben wollte, die es brauchte, diesen Beitrag zu schreiben.

Wo mache ich nun den neuen Thread auf? War dann die nächste Herausforderung.

Zwar richtet sich der Beitrag gezielt an einen User (von daher 'Mitgliederbereich'), aber ich glaube, es gibt noch andere User, gerade die stillen Mitleser, die eben nicht den Mitgliederbereich einsehen können, die sich genauso davon angesprochen fühlen könnten.

Drum platziere ich diesen Beitrag, der nun bald mit seinem zweiten, seinem eigentlichen Anfang beginnt, im öffentlichen Bereich. Und ich wählte 'Erfahrungsberichte', weil die nun folgende Analyse auf ganz viel Beobachtung meinerseits und auch mit Erfahrung meinerseits im Rocktragen aber auch auf Erfahrungen hier im Forum basiert.

Und abschließend noch das: es handelt sich nicht nur um die Analyse eines einzelnen Users, sondern einer ganzen Gruppe, und letztlich auch um eine Analyse dieses Forums.

Durch den Umstand, dass ich meinen Beitrag nicht mehr dort platzieren konnte, wo er eigentlich vorgesehen war, wurde er also jetzt nochmals länger. Ich bitte, dies zu entschuldigen.

Zweiter Beitrags-Anfang, der eigentliche Beitragsanfang:
Hallo Timper, da Du glaubst, unsere Forums-Gemeinschaft so scharfsinnig analysieren zu können,

glaube ich, Dich ebenso analysieren zu können.


Diese Analyse hatte ich bereits vorgestern im Kopf, als ich jenen Beitrag schrieb. Daran hat sich nichts geändert, im Gegenteil inzwischen hast Du in einigen Punkten sie sogar bestätigt.

Sei froh, dass ich weder Berliner Schnauze spreche, noch die Methoden der Berliner Schnauze verwende, nämlich direkt unverblümt, manchmal zu schnell formuliert, drum rede ich auch nicht von zwanghafter Ablehnung in meiner Analyse.

Von Deiner Wesensart scheinst Du knapp 20 Jahre jünger zu wirken als Du tatsächlich bist - meine Vermutung. Das soll nichts schlimmes sein, im Gegenteil, das zeigt, dass Dir eine gewisse Frische im Geist erhalten geblieben ist.

Du bist nach zwei Ruhejahren jetzt wieder am Aufblühen, weil vieles nun nach der gesellschaftlichen Hochphase der Pandemie nun wieder geht, was man schmerzlich vermisst hatte.

Dieses Aufblühen weckt in Dir innere Kräfte, Dinge neu zu bewerten, neu zu denken.

Entweder bist Du nun erneut in einer Phase auf der Suche nach Dir selbst, oder Du warst auch vor den zwei C-Jahren noch in der Entwicklungsphase auf der Suche nach Dir selbst.

Ganz gleich, Dinge zu bewerten oder neu zu bewerten, hat auch immer mit Selbstreflexion zu tun. Keine Selbstfindung ohne Selbstreflexion: Was will ich? Was tut mir gut? Wie verhalte ich mich damit? Etc.

Hier im Forum triffst Du auf Kollegen, die von rein äusserlichen Grob-Merkmalen Kollegen sind, weil sie ebenfalls wie Du mal Bekleidung wählen, die nicht eine Hose mit beinhaltet. Auf Deiner Suche nach Selbstbestätigung wünschst Du Dir, genügend Unterstützer zu finden, die Deinem Selbstbild gerecht werden. Klar, wer will das nicht.

Doch die Kollegen hier im Forum sind nicht so enge Kollegen, die Deinem Selbstbild stark entsprechen. Für Dich ist Rocktragen nichts, was Du in Deinen Alltag integrieren willst. Zwar wäre es ein Traum, aber ein unerreichbarer Traum, bei dem Du sagst, dass Du akzeptierst, dass dieser Traum nie Realität werden wird und Du deshalb Dich in Deinem Alltag unterordnest, dem Allgemeinbild Dich fügst. Die Gründe, das zu akzeptieren, will ich nicht analysieren - ich glaube, das wäre auch eher nur ein Raten oder ein Aufzählen verschiedener Möglichkeiten.

Das Rocktragen und drumherum das Stylen ist für Dich Flucht aus dem Alltag. So etwas haben wir entlang des Rheins zum Beispiel einmal jährlich in Form von Fastnacht / Karneval.

Ich könnte mir fast vorstellen, dass Du mit Fastnacht / Karneval nichts anfangen kannst, da es Dir zu aufgesetzt ist, zu zwangsverordnet, wo einmal im Jahr die Wutz rausgelassen wird, und dann hat wieder ein Jahr lang alles so zu sein wie immer.

Du brauchst mehr als nur einmal diese Flucht aus dem Alltag. Wie oft, weiß ich nicht. Vielleicht jedes Wochenende, wann immer es möglich ist, also auch mehrmals pro Wochenende, oder ein ganzes Wochenende durchgehend - das soll ja auch möglich sein in Berlin. Vielleicht aber auch nur zu besonderen Events alle 5 Wochen - wie häufig auch immer.

Aber das sind Deine kleinen oder großen Fluchten aus dem Alltag, auf die Du Dich freust, die Dir aber auch ermöglichen, den eintönigen Alltag, in dem auch einiges von einem abverlangt wird, Malochen zum Beispiel, zu funktionieren und so, also diesen oftmals eintönigen und schweren Alltag zu ertragen.

In diesen Fluchten ist auch Dein Rocktragen und Dein ästhetisches Styling überhaupt angesiedelt. Da lässt Du es krachen, da lebst Du Dich aus, da kannst Du ganz Du selbst sein, da kannst Du Deinen Traum ausleben.

Gegen all das ist nichts einzuwenden, Timper, um mich nicht falsch zu verstehen.

Du verbindest damit auch - und das ist ebenso selbstverständlich - Deine Sexualität, Dein Attraktionspotenzial, Deine Wahrnehmung als Du, als Akteur -  im Gegensatz zum Alltag, wo das viel zu häufig ausgeklammert ist. Die Präsenz des Rockes ist gleichzeitig für Dich freudige, innere geistige, wie vielleicht auch körperliche Erregung. Ja, Du hast es ja selbst eingebracht, auch letztlich Fetisch.

Im Gegensatz zu Dir triffst Du hier im Forum vor allem aber auf Leute, die sich so nicht ausleben. Entweder, weil sie sich das nicht trauen, ihre Alltagslasten so zu einem Ventil zu kanalisieren. Oder Menschen, die ihre Freude am Rocktragen in den Alltag transportieren wollen oder schon längst geschafft haben. Das Fetischisierende des Rocktragens ist bei den genannten zumeist entweder zum Erliegen gekommen, oder hat nie nennenswert bestanden.

Auf Deiner Suche nach Selbstbestätigung triffst Du allerdings auf kaum wahrnehmbare Beispiele, die Dich in Deinem Tun, in Deinen Bedürfnisssen bestätigen. Ich kann verstehen, dass Du geneigt bist, Deine eigenen Bedürfnisse in den Forumskollegen zu erwecken.

Denn, was gibt es viel Schöneres, als unter Gleichgesinnten sich nahezu selbstredend gegenseitig zu verstehen!

Ich kann Dir einen kleinen Fingerzeig geben, wo ich versichere, dass da recht wenig Ausnahmen gibt, so wie ich es beobachte. Schau Dir an, wie die Outfits von den Kollegen, die hier das Forum mitgestalten, so beschaffen sind: Je häufiger Du bei jemandem Leder oder Kunstleder vorfindest, desto eher wirst Du auch einen Fetisch-Anteil antreffen können.

Das ist meine langjährige Beobachtung, nicht nur im Forum, aber gerade auch hier.

Und ich bin mir sicher, in der Gestaltung Deines Rock-Lebens wirst Du auch nicht der einzige sein. Besonders unter den vielen stillschweigenden Mitlesern wird es sicherlich viele Menschen geben, die ihren Traum so ähnlich ausleben, vermute ich.

Besten Gruß
Wolfgang

Offline hirti

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #1 am: 28.07.2022 13:16 »
Skirtedman, magst du noch verlinken auf welchen Beitrag von Timper du antwortest bzw. dich beziehst?
Ich habe deinen gesamten Text gelesen, war aber am Ende relativ enttäuscht zu sehen dass er für mich aus dem Zusammenhang gerissen ist.

... Je häufiger Du bei jemandem Leder oder Kunstleder vorfindest, desto eher wirst Du auch einen Fetisch-Anteil antreffen können. ...

Irgend jemand bestimmten im Blick, Skirtedman...?  8)
Würd ich niiiiiiiimals bestätigen...

lg, Hirti

Offline Skirtedman

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #2 am: 28.07.2022 13:59 »
Hirti, ich habe alle im Blick, auf die das zutrifft,  ... Leder, Kunstleder, vielleicht auch Lack.

Ich spreche von einer Tendenz, nicht davon, dass es eine absolute Allgemeingültigkeit ohne Ausnahmen hätte.



Ich beziehe mich nicht nur auf einen Beitrag, sondern auf eine ganze Reihe von Beiträgen in dem Thread, worauf ich auf einen meiner Beiträge verlinkt habe. Eine ganze Reihe von Beiträgen zeitlich vor diesem Link, aber auch alle zeitlich nach diesem verlinkten Beitrag.

Wenn Du den Zusammenhang suchst, dann hast Du wohl nicht den Thread mitverfolgt. Den Zusammenhang findest Du aber eben in jenem Thread. An vielen Stellen.

Offline high4all

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #3 am: 28.07.2022 14:08 »
Skirtedman, magst du noch verlinken auf welchen Beitrag von Timper du antwortest bzw. dich beziehst?
Ich habe deinen gesamten Text gelesen, war aber am Ende relativ enttäuscht zu sehen dass er für mich aus dem Zusammenhang gerissen ist.

... Je häufiger Du bei jemandem Leder oder Kunstleder vorfindest, desto eher wirst Du auch einen Fetisch-Anteil antreffen können. ...

Irgend jemand bestimmten im Blick, Skirtedman...?  8)
Würd ich niiiiiiiimals bestätigen...

lg, Hirti
Bedenke, lieber Hirti, dass es Leute gibt, die gerne Sachen mit dünnen Trägern tragen. Diese Vorliebe wird in Fachkreisen "Spaghetti-Fetisch" genannt. Vor allem bei solchen, die sich selbst als Experten für derartige Träger bezeichnen. ;)

Lack und Leder kann schließlich jeder! ::)
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine


Offline JJSW

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #4 am: 28.07.2022 15:14 »
Hmm, ich hab irgendwie gerade ein Problem mit dem Forum. Ich verstehe manche Mitglieder (aktuell Timper) nicht. Und andere, die ich verstehe, melden sich ab (aktuell chris-s)

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline MAS

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #5 am: 28.07.2022 16:18 »
Das geht mir auch so, lieber Jürgen!

Chris jedenfalls ist mir immer ein lieber Gesprächspartner, im Forum wie bei der Nisterwanderung.

LG, Micha
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Offline Timper

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #6 am: 28.07.2022 17:58 »
@ Skirtedman- gut zusammen getragen. Aber Stichworte gab es ja zuletzt genügend. Etwas ausgeschmückt, etwas hineininterpretiert etwas spekuliert, etwas abschätzt und fertig. Nicht schlecht. 👍🏻
Manches passt, manches nicht.
Eines will ich mal herausgreifen-die Suche nach Beispielen . Ja es ist wirklich so das ich bis jetzt fast nichts gesehen habe was mich ansprechen würde. Vieles ist unpassend, unvorteilhaft, unästhetisch, manches komödiantenhaft, grotesk. Ein Kommentar wäre oft nur schwer in Worte zu fassen.
Dabei frage ich mich selber oft genug welche Komödie spielst du heute?
Aber ich stelle oft fest das es noch getopt wird.
Was ich bewundere ist die Nervenstärke sich in dies oder das in der Öffentlichkeit so zu zeigen und die Reaktionen zu ignorieren.
Da frage ich mich ist das Überzeugung vom Tun oder  Ignoranz der Umgebung?
Mein schärfster Kritiker ist mein großer Spiegel. Gottseidank habe ich ihn.

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Offline MAS

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #7 am: 28.07.2022 19:22 »
Lieber Wolfgang,

ich habe diesen Thread erst durch Jürgens Beitrag bemerkt und erst eben, dass vor diesem ein langer Beitrag von Dir ist. Ich war am Arbeiten und wollte mich nicht zu sehr davon ablenken lassen.

Aber Hut ab! Ich bewundere immer wieder Deine Texte. Manchmal sind sie mir zu lang, weil ich gerade keine Muße habe. Aber diesen las ich jetzt und erkannte, dass einige Deiner Gedanken auch mir gestern auf unserm Ausflug - da ist übrigens das Rätsel noch offen - durch den Kopf gingen. Ich wollte dann auch was in dieser Richtung schreiben, ließ es aber sein, da ich nicht zu sehr ins Spekulieren kommen wollte. Es schwebte mir auch vor, etwas ironisch Timper den Spiegel vorzuhalten. Er sollte merken, wie es ist, wenn ihm jemand Dinge unterstellt, die er absolut als nicht wahr wahrnimmt, der Untersteller ihm aber Lüge unterstellt, sobald er versucht, sich zu erklären. Ich ließ es sein.

Ich redete dagegen Tacheles, bis Cephalus den Thread schloss. Dann wollte ich mich nicht mehr damit beschäftigen. Ich ging auch nicht auf seinen Beitrag bei "Was habt Ihr gestern getragen ein", denn ich sah keinen Funken von Selbstkritik bei ihm, sondern nur die eigenen Interessen zum Maß für alle zu machen und andere Interessen, Geschmäcker, Selbstkonzepte respektlos zu beschimpfen.

Nun könnte es aber sein, dass Dein Beitrag ihn zum Nachdenken bringen kann. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Wir sind ein bunter Haufen von Männern, die aus recht unterschiedlichen Motivationen heraus gerne Röcke und anders tragen, das nicht zur konventionellen Männergarderobe unserer Gesellschaft gehört. Fetischismus ist sicher eine vorkommende Motivation, Mode eine andere, Belüftung noch eine andere, Gleichbereichtigung wieder eine andere, Transgenderismus wieder eine ander usw. usf. Und diese alle in verschiedenen Mischungsverhältnissen.

Ich finde nun, dass hier keiner die Hosen herunter lassen den Rock anheben muss und seine geheimen Motivationen, die er nur für sich behalten will, ausplaudern muss. Das zu verlangen ist übergriffig. Und alle anderen auf die eigene Linie bringen zu wollen, ist anmaßend. Das ist meine Meinung.

Wer dagegen Vertrauen gefasst hat, von sich zu erzählen, der darf es tun, vollkommen freiwillig und ohne Zwang, und dessen Vertraulichkeit darf nicht gegen ihn ausgenutzt werden.  Das ist auch meine Meinung.

So, das jetzt dazu.

LG, Micha
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Offline Timper

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #8 am: 28.07.2022 19:44 »
Also kein Anzweifeln der Erzählungen mehr, keine Kritik mehr, schön zujubeln und bewundern?  Applaus auch dann, wenn es unästhetisch ist, damit man sich damit nicht auseinandersetzen muss?

"Wir sind ein bunter Haufen von Männern, die aus recht unterschiedlichen Motivationen heraus gerne Röcke und anders tragen, das nicht zur konventionellen Männergarderobe unserer Gesellschaft gehört. Fetischismus ist sicher eine vorkommende Motivation, Mode eine andere, Belüftung noch eine andere, Gleichbereichtigung wieder eine andere, Transgenderismus wieder eine ander usw. usf. Und diese alle in verschiedenen Mischungsverhältnissen.

An welcher Stelle wurde das bestritten?
Aber ist egal ich sehe eine tiefergehende Betrachtung ist nicht gewünscht.
Dann macht weiter mit der Bildershow. Ich brauche es nicht und betrachte das dann nur als passiver Zaungast mit eigenen Gedanken dazu. Ich finde sowas langweilig.
Sushi Rolls Not Gender Rols

Offline MAS

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #9 am: 28.07.2022 20:02 »
Doch, alles gerne, lieber Timper, aber achtsam und nicht verletzen wollend, wie Wolfgang es schon geschrieben hat.

Statt "Du bist ein Lügner" kann man auch schreiben "Deine Erzählung deckt sich nicht mit meinen Kenntnissen". Statt "Du siehst häßlich aus" kann man  auch schreiben: "Dein Aussehen entspricht nicht meinem Geschmack" usw. usf. Verstehst Du?

Und statt "wenn es unästhetisch ist" eben auch "wenn ich es nicht schön finde". Denn der Geschmack eines jeden von uns ist kein objektiver Maßstab.

Wenn ich z.B. gerade meine Lieblingsmusik höre und jemand meint, ich solle mal "den Krach" ausstellen, verletzt mich das. Wenn aber jemand sagt, die Musik gefalle ihm nicht, respektiere ich das als Geschmackäußerung, ohne diesem Menschen gegenüber negative Gefühle zu entwickeln.

Wie sagt man so schön: "Der Ton macht die Musik".
Oder, wie ich es gestern in der Zeitung las und dabei sofort an Dich dachte:
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Tiefer gehende Betrachtungen gab es hier schon - jetzt kommt ein Spruch, den ich oft bei der Bundeswehr hörte - da bist Du noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gerannt. Aber Du musst berücksichtigen, dass die nicht unbedingt zu den Ergebnissen kamen und kommen, die Dir vorschweben. Wir sind schließlich nicht gleichgeschaltet und tanzen nicht nach Deiner Pfeife, auch wenn Du das gerne hättest.

Gruß,
Micha
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Offline MarkM

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« Antwort #10 am: 28.07.2022 22:32 »
Guten Abend zusammen,

nicht ohne Grund hat Cephalus den Vorgänger-Thread geschlossen. Mir macht es gerade keinen Spaß, mich durch lange Texte durchzuarbeiten, die - vorsichtig ausgedrückt - nicht von Wohlwollen gegenüber anderen Forumsmitgliedern zeugen.

Ich erinnere mich an ein Vorgänger-Forum, wo es machmal tagelang keinen Beitrag gab - aber dann kam wieder etwas gehaltvolles. Heute habe ich den Eindruck, dass es wichtiger ist, schnell irgendetwas zu schreiben - Hauptsache, man hat was rausgeschossen, egal, wer dadurch verletzt oder beleidigt wird.

Eine Qualität dieses Forums ist, dass sich viele der Schreibenden aus dem realen Leben kennen - teilweise über Jahrzehnte. Vielleicht kommt daher ein respektvoller - nicht unkritischer - Umgang miteinander.

Denen, die Bilder von ihrer Alltagskleidung zeigen, möchte ich hier meine Achtung bekunden - auch wenn mir nicht alles immer gefällt. Wichtig ist mir, dass sich jede*r in seiner Kleidung wohlfühlt. Und was die Außenwirkung anbetrifft - da braucht es immer ein gutes Gefühl dafür, mit welcher Kleidung ich in eine bestimmte Situation gehe - Hajo zieht zur Hochzeit seiner Tochter tatsächlich eine Hose an und MAS macht mit einem Rock bei einer hochkarätig besetzten Diskussion im Frankfurter Haus am Dom optisch und inhaltlich eine gute Figur. Da traue ich den mir bekannten „Rockern“ zu, dass sie nicht „deplatziert“ auftreten.

Ich wünsche mir, dass die Beiträge im Forum wieder so sind, dass Mann mit dem Thema „Rock am Mann“ unvertraute Menschen zum erkenntnisbereichernden Mitlesen einladen kann - das ist im Moment leider nicht so.

Beste Grüße
MarkM

Offline cephalus

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #11 am: 28.07.2022 22:58 »
Danke MarkM!

Ich habe gerade darüber nachgedacht wie dieser Thread weiterlaufen soll...

Offline MAS

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« Antwort #12 am: 29.07.2022 00:12 »
Lieber Mark,

danke für die Lorberen bzgl. Frankfurt!

Ich denke, das Wichtigste in diesem Thead ist gesagt.

Indes, lieber Cephalus,
bitte ich künftig um eine Vorwarnung, bevor Du einen Thread schließt. Schließlich verteidige ich den guten Umgangston hier im Forum nicht nur für mich. Da einfach abgwürgt zu werden hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, das es mir manchmal so vorkommt, als sei es nicht erwünscht, dass sich Mitglieder hier für das Forum einsetzen. Chris-S hat gerade das Forum verlassen, weil er den Eindruck hatte, ignoriert zu werden. Lasst uns besser daran arbeiten, dass sich jeder, der das will, hier wohlfühlt. Da sind unvorgewarnte Threadschließungen aber m.E. kontraproduktiv.

So, und nun auf ein gedeihliches Miteinander hier im Forum.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #13 am: 29.07.2022 04:41 »
Vielen Dank, Timper,

für Deine - wie ich finde - recht offenen Antworten.

Dein größter Kritiker sei, wie Du schreibst, Dein großer Spiegel.

Das ist schön poetisch ausgedrückt.

Jedoch wirft ein Spiegel lediglich gnadenlos das Spiegelbild zurück. Die Kritik entsteht im Auge des Betrachters (weniger poetisch ausgedrückt: im Kopf des Betrachters). Und im Falle der Selbstbetrachtung eben im eigenen Auge.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jeder, der mit Bildern von sich hier das Forum bereichert, sich selbst auch im Spiegel betrachtet hat - und natürlich auch im jeweiligen Bild. Und bestimmt nicht mit weniger Selbstkritik wie Du.

Die einzigen Unterschiede sind, dass die jeweiligen Schönheitssinne nicht die identischen sind, sondern stark voneinander abweichen können.

Was Du vielleicht unästhetisch findest, empfindet ein anderer vielleicht gerade ausgesprochen ästhetisch. Und umgekehrt.

Man kann es auch bspw. ablesen an Frisuren. Eine Frisur ist nicht nur eine Typ-Frage, sondern auch eine Frage des jeweiligen Schönheitsempfindens, oftmals auch gepaart mit Kompromissen.


Eines will ich mal herausgreifen-die Suche nach Beispielen . Ja es ist wirklich so das ich bis jetzt fast nichts gesehen habe was mich ansprechen würde.

Na, da ist doch schon mal eine gute Botschaft versteckt: Du hast auch schon mal was entdeckt, das Dich angesprochen hat.

Wann immer das mal wieder vorkommen wird, so würde uns freuen, wenn Du uns das mit einem positiven Feedback wissen lässt. Und gerne auch mit einer kurzen - oder meinetwegen auch längeren - Begründung, was daran bzw. warum es Dich anspricht.

Besten Gruß
Wolfgang

Offline Lars

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Antw:Analyse einer Rockträger-Kategorie
« Antwort #14 am: 29.07.2022 14:32 »
Ich habe gerade darüber nachgedacht wie dieser Thread weiterlaufen soll...

Das hängt wahrscheinlich ganz vom reflexhaften Tastaturfinger eines Users ab ....  ;D ;D ;D
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