Autor Thema: Beliebte Rockformen  (Gelesen 42420 mal)

Offline Zareen

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« Antwort #60 am: 15.09.2022 20:49 »
Ich finde gerade Röcke am praktischsten. Am besten sind für meinen Geschmack solche mit Stretch-Anteil, da sie unsere mangelnden Rundungen an den Hüften und hinten etwas kaschieren. Der, den ich am liebsten trage, hat leider keinen und läßt viel Luft hinten, da er für rundere, weil weibliche "Unterbauten" geschnitten ist.
Ich hatte mir mal einen Stretch Jeansrock bestellt. hat sich wie eine Gummihaut angefühlt. Stretch empfinde ich irgendwie zu gummiartig. Ich empfinde, die Bewegungsfreiheit muß durch die Fülle des Stoffes kommen.
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Offline Skirtedman

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« Antwort #61 am: 15.09.2022 20:56 »
Na, ich bin in diesem Punkt etwas anders drauf.

Die Haptik von Stretch finde ich interessant. Ausserdem macht Stretch besonders Jeansstoffe irgendwie stabiler.
Aus diesem Grund mag ich durchaus Röcke mit Stretchanteil - aber nicht zum Stretchen, damit ich reinpasse, sondern zum formstabileren Aussehen. D.h. meine Stretchröcke sind eher eine Nummer größer als ich bräuchte.

Offline MAS

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« Antwort #62 am: 15.09.2022 22:14 »
Es gibt ja unterschiedliche Anteile an Elastan: Je mehr, desto gummiartiger.

LG, Micha
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Online Morle

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« Antwort #63 am: 16.09.2022 23:06 »
Daß Du den Stretch-Rock zu gummiartig empfunden hast, tut mir leid für Dich, Zareen. War der Stretch-Anteil vielleicht einfach zu hoch?
Noch eine Verständnisfrage, wenn Du erlaubst: Du sagst, die Bewegungsfreiheit muß durch die Fülle des Stoffes kommen. Sofern es sich um einen geraden Rock handelt, begreife ich das eher als einen Widerspruch in sich selbst: je mehr Stoff, desto weniger Bewegungsfreiheit. Wo stehe ich auf der (Verständnis-)Leitung?


Online Silkman

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« Antwort #64 am: 16.09.2022 23:57 »
Hallo Morle,
ich denke das Missverständnis liegt bei den geraden Röcken:

Am schönsten sind für mich fast bodenlange sehr weite Röcke, die so etwas von Großzügigkeit haben.
...
Lange Röcke, die unten sehr weit werden vermitteln eine Optik von Standfestigkeit

Und lange weite Röcke geben einfach die maximale Bewegungsfreiheit durch eine wahre Fülle an Stoff - einer meiner Lieblingsröcke hat über 11m Saumweite (selber nachgemessen, keine Hersteller "Angabe"), damit könnte ich auch ohne Unterhoserock problemlos  einen Spagat machen.

Wenn ich das denn überhaupt könnte  ;)
weeeit entfernt davon grüßt 
Jürgen

Offline Albis

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« Antwort #65 am: 18.09.2022 21:36 »
Nachdem ich mir anfangs überwiegend bodenlange Tellerröcke beschafft habe, merke ich, dass mir zunehmend auch eine A-Linie statt eines vollständigen Tellers genügt. Die Tellerröcke mag ich trotzdem noch und ziehe sie gerne an. Gestern habe ich angesichts des Regens den bodenlangen Leder-Tellerrock gewählt, den ich aufgrund seines Gewichts (ca. 5 kg) immer mit zu Rockträgern umgenutzten Hosenträgern anziehe. Für das Raffen zum Treppensteigen brauche ich aufgrund der Weite beide Hände. Und Tellerröcke mit leichtem Stoff (also nicht der Lederrock) neigen beim Laufen dazu, sich um die Beine zu wickeln. Insofern: Für die Alltagstauglichkeit = Bewegungsfreiheit am sinnvollsten ist ein Saumumfang von ca. 3 m, sodass der Rock die Schrittlänge nicht begrenzt.

Die optimale Länge für maximale Bewegungsfreiheit ist die, bei der man gerade noch ohne zu raffen Treppen steigen kann, also ca. 15...20 cm Bodenfreiheit.

Aber zum Glück gibt es ja auch Anlässe, bei denen man die Bewegungsfreiheit nicht ganz so dringend braucht, sodass man dazu die Tellerweite und die Bodenlänge genießen kann.  :)

Online Silkman

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« Antwort #66 am: 19.09.2022 00:18 »
Ich trag obenrum immer ein T-shirt, dadurch ist es recht einfach, den bodenlangen Rock vor der Treppe kurz ein paar cm hochzuziehen ohne dass es dann auffällt dass der Rock jetzt über der Plautze anfängt.
Nach der Treppe einkurzer Zug nach unten - fertig. 

Funktioniert natürlich nur mit dünnen leichten Röcken - meine sind meist aus Seide.

Und es lebe der Gummizug  ;)
Jürgen



Offline Zareen

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« Antwort #67 am: 20.09.2022 08:55 »
. Und Tellerröcke mit leichtem Stoff (also nicht der Lederrock) neigen beim Laufen dazu, sich um die Beine zu wickeln. Insofern: Für die Alltagstauglichkeit = Bewegungsfreiheit am sinnvollsten ist ein Saumumfang von ca. 3 m, sodass der Rock die Schrittlänge nicht begrenzt.

Die optimale Länge für maximale Bewegungsfreiheit ist die, bei der man gerade noch ohne zu raffen Treppen steigen kann, also ca. 15...20 cm Bodenfreiheit.

Aber zum Glück gibt es ja auch Anlässe, bei denen man die Bewegungsfreiheit nicht ganz so dringend braucht, sodass man dazu die Tellerweite und die Bodenlänge genießen kann.  :)
dem kann ich uneingeschränkt zustimmeb. Eine Schneiderin hat mir mal gesagt, daß sich das Um-die-Beine-wickeln bei leichteren Stoffen mit einem etwas engerem Unterrock aus etwas festerem Stogg vermeiden lässt.

Daß Du den Stretch-Rock zu gummiartig empfunden hast, tut mir leid für Dich, Zareen. War der Stretch-Anteil vielleicht einfach zu hoch?
Noch eine Verständnisfrage, wenn Du erlaubst: Du sagst, die Bewegungsfreiheit muß durch die Fülle des Stoffes kommen. Sofern es sich um einen geraden Rock handelt, begreife ich das eher als einen Widerspruch in sich selbst: je mehr Stoff, desto weniger Bewegungsfreiheit. Wo stehe ich auf der (Verständnis-)Leitung?
Du hast natürlich recht, ein schmaler gerader Rock ist nicht weit und schränkt die Schrittweite unter Umständen ein.
Ein kurzer Rock mit viel Stoff ist dann wahrscheinlich schon mehr ala ein A-Linien-Rock und geht in Richtung Halb-, Dreiviertel-, oder Vollkreis-Tellerrock.
Habe ich Dir helfen können?

Na, ich bin in diesem Punkt etwas anders drauf.

Die Haptik von Stretch finde ich interessant. Ausserdem macht Stretch besonders Jeansstoffe irgendwie stabiler.
Aus diesem Grund mag ich durchaus Röcke mit Stretchanteil - aber nicht zum Stretchen, damit ich reinpasse, sondern zum formstabileren Aussehen. D.h. meine Stretchröcke sind eher eine Nummer größer als ich bräuchte.
Nun ja, wenn es sich um Slinky handelt, ist es OK, aber ein Jeansrock, der zu stretschig ist, nervt ganz einfach. Er schlägt dort Falten, wo er nicht soll, rutscht unkontrolliert über natürliche Hindernisse (Hüfte) wenn er nicht nach der männlichen Anaromie geschnitten ist. Ist mein Empfinden. Ein Roch muss nicht nur im Stehen gut aussehen, wenn er gerade herunterfällt, sondern auch noch im Sitzen und beim Gehen.
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Offline Skirtedman

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« Antwort #68 am: 20.09.2022 11:06 »
Ein Rock muss nicht nur im Stehen gut aussehen, wenn er gerade herunterfällt, sondern auch noch im Sitzen und beim Gehen.

Da muss ich Dir unwidersprochen Recht geben!

Hierzu fällt mir in der Frühzeit meiner Rockkäufe einer ein. Das müsste mutmaßlich mein erster Jeansrock sein, den ich mir angeschafft habe.

Meine ersten Rockkäufe tätigte ich (ich wohne und wohnte ja schon immer in Mainz) zunächst in meinem Umfeld in Darmstadt, Raunheim, Rüsselsheim und Hanau. Dann kam wohl noch Offenbach, Groß-Gerau, Roßdorf und Frankfurt hinzu. Ich hatte mich daran gewöhnt, so zwei bis drei Röcke im Monat zu kaufen.

Das waren eher so Glockenröcke, wohl allesamt aus Baumwolle. In Hanau der war ein Clochard-Rock, d.h. ein weiter, ganz gerade geschnittener Schlauch, der durch den mitgelieferten Stoffgürtel auf Passung zusammengezogen wird. Alleine die Bezeichnung 'Clochard-Rock' ließ mich damals glauben machen, es handele sich um einen Männerrock :) Zudem hatte er noch eine Knopfleiste, die männlich orientiert beknopft war. Nur die Farbe - rosa - passte irgendwie nicht so ganz, was mir aber erst Monate später bewusst wurde.

Ausserdem hatte ich noch Flausen im Kopf, einen Krepp-Rock zu kaufen. Ich fand die Optik des Stoffs recht schön. Diese waren auch eher sackartig geschnitten. Aber überall, wo ich hinkam, waren diese inzwischen wieder von der Stange verschwunden.

Bei allen meiner allerersten Röcken war ich bedacht, keinen Gehschlitz haben zu wollen - weil mir das zu sexy und damit zu weiblich vorkam. Nach wenigen Monaten wurde ich in Hanau bei einem anderen Rock dann aber vom Gegenteil überzeugt. Zumal es vermehrt Röcke mit Gehschlitzen gab.

Und dann begegnete ich den oben eingeführten Jeansrock - meinem ersten Jeansrock. Er hatte den Vorteil, dass er eben keinen Gehschlitz aufwies (auch wenn ich einen solchen nicht mehr völlig ablehnte, versuchte ich dennoch Gehschlitz zu vermeiden).
Auch bin ich inzwischen nicht mehr automatisch Schaulaufen vor der versammelten Belegschaft unter Applaus durch die Läden stolziert.

Da stand ich da in der Anprobe, befand den gut wadenlangen Jeansrock als hübsch (ein sehr dunkelblauer, fast schon schwarz) - und kaufte ihn. Das war in Marktheidenfeld.

Wenige Wochen später zog ich ihn dann im Auto an und wollte Neustadt an der Aisch erkunden. (Müsste Oktober 88 oder 89 gewesen sein.) Ich hatte relativ zentral einen Parkplatz bekommen und lief sogleich ins Zentrum. Nach wenigen hundert Metern musste ich entnervt abbrechen:

Denn in der Anprobe machte der Rock an mir eine gute Figur. Aber wegen lang und schmal konnte ich damit alles andere als laufen.

Seitdem mache ich bei meinen Anproben alles mögliche mit den Röcken, auch wenn ich die Anprobe nicht verlassen sollte: Schrittprobe, Sitzprobe, alle möglichen sonstigen Verrenkungen.

Es hat dann 40 Jahre gedauert, bis ich das Erkunden von Neustadt an der Aisch nachholen konnte. Meine Freundin kam zufälligerweise dort gleich zweimal ins Krankenhaus.

Edit: Mir fällt gerade auf, dass wir uns (Du, Zareen, und ich) am 19.07.2022 darüber schon einmal ausgetauscht haben. Und am 19.11.2021 hatte ich davon auch schon mal geschrieben. :)


Offline Albis

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Antw:Beliebte Rockformen
« Antwort #69 am: 25.09.2022 18:33 »
@Silkman: Für das Hochziehen vor der Treppe und das Runterziehen nach der Treppe braucht man mindestens eine, wenn nicht beide Hände. Daher, wenn ich weiß, dass ich mit Gepäck o.ä. Treppen steigen muss, wähle ich in der Regel einen Rock, der zumindest vorn entsprechende Bodenfreiheit hat. Und wenn ich die Hände frei habe, raffe ich eben und behalte den Rock in der Hand bis ich oben angekommen bin.

@Zareen: Das Prinzip mit dem etwas engeren Unterrock unter einem sehr weiten Rock wende ich auch in bestimmten Situationen an.

@Skirtedman: Aus den gleichen Gründen wie Du vermeide ich auch Schlitze. Ich habe lediglich zwei Röcke mit einem kurzen Schlitz von meiner Schwiegermutti mal bekommen, die andernfalls in der Kleidersammlung oder im Müll gelandet wären, die hinten einen kurzen Schlitz haben. Sie sind relativ eng und knielang und wenn ich darunter eine Strumpfhose anhatte wurde ich (liebevoll) schon als Sekretärin gehänselt. Diese Röcke ziehe ich zwar relativ selten ab, aber manchmal gibt es doch Gelegenheiten, da ist einer von beiden genau richtig.

 

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