Autor Thema: Druckfrisch - Beinfreiheit bei Hitze: Männer tragen jetzt Rock  (Gelesen 2492 mal)

Offline GregorM

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Noch dazu kommt, dass viele dieser Prominente auch in der öffentlichen Wahrnehmung so gar nicht mit "queeren Elementen" in Verbindung gebracht werden - und trotzdem Rock / Kleid tragen. Auch wenn diese meine Aussage soeben den Menschen, die sich der "queeren Community" zuordnen, jetzt unheimlich weh tut, so ist es gesamtgesellschaftlich wichtig, dass Bekleidungsfreiheiten auch für den Mann nicht ausschließlich mit Queersein verknüpft werden. Und genau dafür sind solche Menschen wie Brad Pitt wichtig.

Auch für mich ist es wichtig. Und für Queeren auch zum Vorteil, denn warum sehen wir kaum weibliche Transvestiten, Crossdresser etc.? Weil sie in den Scharen von Frauen in Hosen verschwinden oder nicht wahrgenommen werden.
Denn es gibt sie bestimmt.

Gruß
Gregor
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Online Hanna

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Was interessiert mich ein  Brad Pitt der mal einen rock trägt weil er auf einem event unbedingt auffallen will  :)
Spannend finde ich männer wie ihr die ihre röcke im alltag tragen und so ihren eigenen stil haben.


Noch dazu kommt, dass viele dieser Prominente auch in der öffentlichen Wahrnehmung so gar nicht mit "queeren Elementen" in Verbindung gebracht werden - und trotzdem Rock / Kleid tragen. Auch wenn diese meine Aussage soeben den Menschen, die sich der "queeren Community" zuordnen, jetzt unheimlich weh tut, so ist es gesamtgesellschaftlich wichtig, dass Bekleidungsfreiheiten auch für den Mann nicht ausschließlich mit Queersein verknüpft werden. Und genau dafür sind solche Menschen wie Brad Pitt wichtig.

Für mich jedenfalls. Wenn auch nicht für Dich.

Ich weiss zwar nicht genau was du unter "queer" vestehst.
Meinst du eher Crossdresser oder Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (lesbisch, schwul, bisexuell und transgender).
Wenn du lgbt meinst gehöre ich gleich doppelt dazu denn ich bin nicht nur eine transfrau nein ich bin auch noch lesbisch.
Deine aussage tut mir aber überhaupt nicht weh, warum auch.
Das Brad röcke trägt finde ich sehr gut aber gerade sein letztes outfit schreckt mich eher ab als das ich sagen würde ein mann im rock sieht gut aus.
Für mich wirkt es für eure sache eher  kontraproduktiv.
Ein mann im rock darf für mich ruhig maskulin wirken aber mit einem gewissen chic.

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Basel - Herbstmesse 2019 by Karlheinz Klingbeil, auf Flickr


Offline Skirtedman

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Meiner Meinung nach ist speziell jetzt schwul/lesbisch nicht automatisch 'queer'.

Ich glaube, dass gerade im Zusammenhang mit dem Brad-Pitt-Rock ich als schlüssige 'queer'-Kurzdefinition gelesen habe, dass zu 'queer' im Grunde alles gehört, was nicht eindeutig ins bipolare Erwartungsbild Mann/Frau passt.

Insofern müsste ich im Rock oder Kleid in den Augen von anderen ebenso als 'queer' gelten. Ich selbst zähle mich aber nicht zur 'Queer-Comminity', sondern ich erweitere einfach nur das Erwartungsbild des Mannes. Also zur LGBTplus-Szene rechne ich mich auch nicht. Und CSD ist auch nicht mein Event.

Ich finde allerdings schon, dass das aktuelle Outfit von Brad Pitt uns durchaus hilfreich ist. Es ist nicht schickimicky-abgehoben chic, sondern durchaus für viele Anlässe für viele tragbar. Er fungiert damit durchaus breitenwirksamer als die praktisch untragbaren Poses von Harry Style.

Offline MAS

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Ich finde auch, dass ein Mann im Rock nicht unbedingt chique sein muss. Wenn es nur darum geht, merh Brise um die Beine zu spüren, als man es in einer Hose, auch einer kurzen, kann, dann reicht es einfach, die Hose durch den Rock auszutauschen. So hat es ja auch bei den meisten von uns angefangen. Bei vielen hat es sich dann doch verändert, bei anderen ist es dabei geblieben.

Ob ich queer bin oder nicht, ist mir eigentlich egal. Aber lieber identifiziere ich mich mit queeren Menschen als mit queerphoben, von denen es ja leider auch viele gibt.

LG, Micha
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Offline culture skirt

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Gerade gefunden:

https://mannschaft.com/beinfreiheit-bei-hitze-maenner-tragen-jetzt-rock/
sieht aus wie ein aufgeschnittener Kartoffelsack. So zementiert man Geschlechterbilder des hässlichen Mann der für schönere Sachen nicht würdig ist.

Offline culture skirt

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denn warum sehen wir kaum weibliche Transvestiten, Crossdresser etc.? Weil sie in den Scharen von Frauen in Hosen verschwinden oder nicht wahrgenommen werden.
Denn es gibt sie bestimmt.
Was? Weibliche Crossdresser verschwinden in Hosen von Frauen? Sind das dann nicht schon immer Frauen gewesen oder redest du von Transmännern, die Hosen anziehen, weil sie nicht für eine Frau gehalten werden wollen?

Offline culture skirt

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Aber immerhin haben diese Prominenten es geschafft, ein großes Medienecho, also breite Aufmerksamkeit für dieses Thema Rock am Mann zu erzeugen.
Und solch ein breites Medienecho knüpft auch noch ein bisschen an unserer eigenen Erscheinung an, wie die Menschen auf uns Männern in Röcken blicken.
Jaja ja. Dann kommt das Argument, du bist kein Promi. Das war schon um die 2000 als Brett Bit im Kleid und Rock abgelichtet wurde. Außer dass sich die Mäuler über ihn vom Frauenschwarm zum Schwuli zerfranst wurden, ist nichts passiert.

Offline culture skirt

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Der Rocker in Rudolstadt, der meint, er sei 2000 der erste im Rock auf dem Festival gewesen, kannte unser Forum ja auch noch nicht. Jung war er aber auch nicht mehr.

LG, Micha
siehste so gehts los. Irgendein "Influencer" reißt sich in 10 Jahren das Label unter den Nagel, der erste im Rock gewesen zu sein, obwohl er nur ein "Trittbrettfahrer" ist, der womöglich zuvor noch andere Rockträger vor ihm als Schwuchtel beschimpft und ihnen den Tod an den Hals gewünscht hat.

Offline Timper

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Ich will hier mal einhaken, weil die Stichworte Brise um die Beine und Queer fallen. Mir erscheint das als vorgeschoben, denn mir kann niemand erzählen, dass kurze Shorts nicht luftig sind. Ich behaupte mal das es in der Regel eher um den Ausbruch aus konventionellen Zwängen geht. Eine Selbstermächtigung, eine Selbstbestimmung etwas anders zu sein, etwas anderes zu tragen als 99,9 % der Männer es tun. Vieles, was hier gezeigt wird, wird mit Sicherheit in der U-Bahn mit Verwunderung betrachtet. Mal krass und übertrieben zugespitzt könnte es ein Spießrutenlauf sein. (Übertrieben). Ein Mann mit rotem Kleid dürfte sicher auch in Berlin Seltenheitswert haben. Dh indirekt ist es ihm verwert. Oder er wird sich Fragen stellen lassen müssen.
Und hier sind wir nicht weit weg von der Queer Szene ( LGBT....) die genau das einfordern. Nämlich ihr Recht auf anderes sein verbunden mit Toleranz, Akzeptanz und Respektierung 24/7. Und das ist auch einer der Gründe das zb auf dem CSD nicht wenige Hetros unterwegs sind um sich an diesen "Zug" dranzuhängen und aus dem gewöhnlichen Muster auszubrechen. Was ich sagen will, ist, wer als Hetro mit Rock unterwegs ist hängt indirekt da mit dran, auch wenn er selbst gar keinen Bezug dazu hat. Wäre das alles (Rock, Kleid... ) unspektakulär würde niemand über Brad Pitt in der Presse schreiben.  Wie sagte einer im Fernsehen - er wünscht sich  so wie er auf dem CSD mit seiner extravaganten Kleidung mitlief jeden Tag unbelästig oder anderes  in der U Bahn fahren zu können.   
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Offline Skirtedman

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Na, dieses gegenseitige Unverständnis taucht hier im Forum immer mal wieder auf.

Die einen fanden raus aus der Hose, weil selbige ihnen zu unbequem war.

Doe anderen haben eben einen anderen Zugang zu Hosenalternativen gefunden. Mit anderen Worten, die Motivation, Röcke, Kleider etc zu tragen, ist bei der zweiten Gruppe nicht die, dass sie Hosen je zu unbequem , also physisch zu eng empfunden hätten.

Bei der ersten Gruppe, die aber genau dies als zu unbequem empfunden haben, steht der Begriff 'Luftigkeit' nicht primär für die Belüftung der Beine, die ja eine Shorts schon mal besser bieten kann als lange Hosen, sondern für den gesteigerten Platz, den ein Rock besser bieten kann für die männlichen Genitalien als eine handelsübliche Herrenhose.

Interessanterweise haben offenbar diese körperliche Enge einer normalen Herrenhose längst nicht alle Männer so empfunden, etliche wohl nie hinterfragt, etliche sich damit abgefunden. Einige aber nicht. Zu diesen gehöre ich. Und ein paar andere unserer Mitforisten.

Offline Timper

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Hm, 99,9% der Männer empfinden keine Enge im Schritt jeglicher Art von Hose. Woran mag das nun liegen.? Und es gibt sogar enge Skinny Jeans die gekauft werden...!
Bei diese Prozentzahl und der dünn begründeten Zweckmäßigkeit wird sich der Rock für Männer nicht durchsetzen.
Da muss dann schon mehr her um ihn unter die breite Masse zu bringen.
Solange er nicht als Erweiterung des männlichen Kleiderschranks begriffen und akzeptiert wird wird das nichts.
Es mag viele Gründe geben Röcke verschiedenster Art zu tragen. Aber Luftigkeit dürfte recht weit hinten liegen.
Sushi Rolls Not Gender Rols

Offline MAS

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Ich will hier mal einhaken, weil die Stichworte Brise um die Beine und Queer fallen. Mir erscheint das als vorgeschoben, denn mir kann niemand erzählen, dass kurze Shorts nicht luftig sind. 

Doch, ich kann Dir das erzählen. Ich trug früher kurze Hosen im Sommer, aber Röcke empfand ich von Anfang an als noch luftiger, bei gleicher Länge und gleichem Stoff. Und kurze, weite Röcke aus dünnem Stoff sind am luftigsten.

Vorgeschoben kann es aber trotzdem sein, denn die Luftigkeit muss ja nicht der einzige Grund sein, einen Rock zu tragen.

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Offline Skirtedman

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Es mag viele Gründe geben Röcke verschiedenster Art zu tragen. Aber Luftigkeit dürfte recht weit hinten liegen.

"Dürfte".

Ja. Deine Einschätzung.
Meine ist eine andere.

Wo dem harten, gestandenen Mannsbild allmählich Emotion und Empathie zunehmend zugestanden wird, darf auch die männliche Selbstverleugnung zunehmend weichen zugunsten einer empfindsamen Selbstwahrnehmung.

Körperliche Selbstbestimmung ist nicht nur Frauen (da zwar in der Regel in anderem Zusammenhang) vorbehalten.

Offline cephalus

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Vorgeschoben kann es aber trotzdem sein, denn die Luftigkeit muss ja nicht der einzige Grund sein, einen Rock zu tragen.


Alleinstehend ist es wohl selten der einzige Grund.
Unter der Vorgabe, dass Röcke eine ganz normale Option der Kleidung sind, gereicht es mir schon der einzige Grund zu sein, dass ich die Luftigkeit eines Rockes höher bewerte als die einer Shorts, um ihn zu tragen. Vor meiner Rockerzeit wäre der Unterschied nicht hinreichend gewesen.

Online Hanna

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Gerade gefunden:

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sieht aus wie ein aufgeschnittener Kartoffelsack. So zementiert man Geschlechterbilder des hässlichen Mann der für schönere Sachen nicht würdig ist.

Vielen dank, besser kann man es nicht sagen!
Ich bin zu 100% deiner meinung.
Crossdresser gibt für mich überhaupt nicht mehr das ist ein begriff aus einer zeit als e noch klare kleideregeln gab.
Es gibt auf der weiblichen seite den tomboy der sich aus unserer sicht eher männlich kleidet.

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Tomboys of the 30s by scarlettrichards, auf Flickr

Die bekleidung ist aber der ausdruck eines lebenstils von mädchen und frauen die auch vom verhalten und den interessen her nicht unseren vorstellungen von feminin entsprechen.

Auf den männlichen seite gibts für mich den femboy der sich gerne weiblich kleidet.

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b4b8b557970b6a776bb2661d92507394 by Lizzy, auf Flickr

Auch hier ist die bekledung der ausdruck eines lebenstils und keine verkleidung.

 

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