Autor Thema: Unterschiede im Kopf  (Gelesen 6516 mal)

Online high4all

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« Antwort #15 am: 11.02.2020 14:29 »
Das Problem ist nicht, dass andere über "Mann im Rock" hinausgehen. Das Problem ist alleine die Angst im eigenen Kopf. Und daran muss man arbeiten, statt denen, die tatsächlich etwas verändern, die Schuld an dieser Angst zu geben.

Aber es ist so bequem, anderen die Schuld zu geben. Etwa so: " Wenn Hajo (oder XY) sich nicht so exotisch kleiden würde, würden viel mehr Männer Röcke tragen!"

Das sagt zwar niemand direkt, es wird allgemein formuliert:
Zitat
Aber alle die vielleicht nicht wissen ob sie evtl. doch lieber eine Frau sein möchten, stehen zumindest dem "Rock am Mann" aus meiner Sicht deutlich im Weg!

Geschrieben wird "alle die", vor Augen stehen jedoch konkrete Männer. Denen nebenbei unterstellt wird, eventuell doch keine Männer sein zu wollen. 

Ich sach ma ganz krass: Selbst wenn ich das Tragen von Röcken auf Kilts oder andere Männerröcke beschränken würde, gäbe es keinen einzigen Rockträger mehr. Weil keiner mehr da ist, der den Weg für Rockträger bereitet, die nicht auffallen wollen.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,14)

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Offline Barefoot-Joe

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« Antwort #16 am: 11.02.2020 14:33 »
Hallo sentinel,

Zitat
Es macht einen großen Unterschied ob etwas gesellschaftlich toleriert oder akzeptiert wird.
Das Ziel sollte aber die Akzeptanz sein.

Natürlich. Du erreichst aber keine Akzeptanz ohne vorherige Toleranz.
Die ersten Frauen, die Hosen trugen, wurden auch erst angespuckt, dann toleriert und erst viel später akzeptiert - und heute ist es Normalität.
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Offline Barefoot-Joe

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« Antwort #17 am: 11.02.2020 14:45 »
Hallo Hajo,

Zitat
Etwa so: " Wenn Hajo (oder XY) sich nicht so exotisch kleiden würde, würden viel mehr Männer Röcke tragen!"

Ich habe genau das zwischen den Zeilen gelesen.
Das erinnnert mich an die Vegetarier und Veganer, die sich gegenseitig angreifen, obwohl sie doch gemeinsame Ziele haben...

Zitat
Geschrieben wird "alle die", vor Augen stehen jedoch konkrete Männer. Denen nebenbei unterstellt wird, eventuell doch keine Männer sein zu wollen. 

In meinem Fall stimmt das: Ich will weder Mann noch Frau sein - ich will Mensch sein.

Zitat
Ich sach ma ganz krass: Selbst wenn ich das Tragen von Röcken auf Kilts oder andere Männerröcke beschränken würde, gäbe es keinen einzigen Rockträger mehr. Weil keiner mehr da ist, der den Weg für Rockträger bereitet, die nicht auffallen wollen.

Ganz genau. Im Gegenteil. Viele finden das, was wir machen und die Selbstverständlichkeit, wie wir es machen, durchaus reizvoll, trauen sich das selbst aber nicht. Sie sehen aber, dass es geht und fangen vielleicht erst einmal einem Rock an. Das ist im Grunde das "McDonalds-Prinzip": Wenn du einen Milchshake verkaufen willst, darfst du nicht fragen, ob der Kunde einen haben will. Du musst fragen, ob er einen Kleinen oder einen Großen haben will. Denn dann wird er sich für den kleinen entscheiden.

Wenn man sich bspw. auf Instagram anschaut, wie das Verhältnis von "Männern im Rock" Accounts zu "Crossdresser oder queer" Accounts ist, dann stehen einem Account "Männer im Rock" schätzungsweise 1000 Accounts von Crossdressern und queeren Menschen gegenüber. Wenn sich in den Köpfen der User etwas in Richtung Toleranz und Akzeptanz bewegt, dann sicher eher durch die letzteren...
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Offline sentinel

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« Antwort #18 am: 11.02.2020 14:54 »
Ich sach ma ganz krass: Selbst wenn ich das Tragen von Röcken auf Kilts oder andere Männerröcke beschränken würde, gäbe es keinen einzigen Rockträger mehr. Weil keiner mehr da ist, der den Weg für Rockträger bereitet, die nicht auffallen wollen.

Das nennt man umgekehrte Logik .. aber das trifft glaube ich in diesem Fall nicht zu.

Ich sehe eher, dass es für Otto-Normalo viel entscheidender ist nicht auf die feminine Ebene geschoben zu werden und schon gar nicht auf die schwule Transenwelt.
Solange diese Ebenen so stark miteinander verknüpft sind wirst du insebsondere in Multikulti-Großstädten wie Berlin, keine Sonne sehen!
Berlin ist Bunt und Tolerant, solange du in den richtigen Bezirken bleibst.
Die meisten hier werden dich schlicht ignorieren. Aber geh niemals um die falsche Ecke.

Die Frage bleibt halt - Rock für die Masse oder meine/deine persönliche Befriedigung meiner/deiner Bedürfnisse.

Ich wünsche mir halt völlig selbstverständlich eine Rock tragen zu können ohne das ich oder jemand anders darüber nachdenken muss.

Das wäre mein Ideal. Das es in meiner Lebenszeit nicht mehr erreicht wird ist mir auch klar.

Warum nicht?

Wo sind diejenigen die sich zusammen tun und an der Sache arbeiten, statt sich in Diskussionen zu zerreden?

Wer stellt sich den repräsentativ den sozialen Medien der Presse der Öffentlichkeit?

Wer bietet den Modeanbietern entsprechendes Material und versucht diese für diese Sach zu gewinnen?

Aus den verschiedensten Motivationen keiner, weil alle Einzelkämpfer sind.

Ich sowieso nicht, weil für mich kann es ein Teil meines Lebens sein ... muss es aber nicht!

Würde ich mich trotzdem dafür einsetzen wollen? Im Rahmen meiner Möglichkeiten ein klares "JA"!

Keine Panik ... für heute habe ich fertig  ;)
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« Antwort #19 am: 11.02.2020 14:56 »
Von gesellschaftlicher Akzeptanz können andere Menschen nur träumen. Selbst Toleranz hält sich in Grenzen.

Zum Beispiel:

- dunkelhäutige Menschen
- Menschen mit fremd klingenden Namen
- andersgläubige Menschen, besonders Muslime
- Frauen mit Kopftüchern
- Flüchtlinge
- Juden, die eine Kippa tragen

Rockträger bitte hinten anstellen. Erst wenn diese Menschengruppen akzeptiert werden, kommen die Rockträger dran.
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Offline Skirtedman

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« Antwort #20 am: 11.02.2020 15:25 »
Das Problem ist nicht, dass andere über "Mann im Rock" hinausgehen. Das Problem ist alleine die Angst im eigenen Kopf. Und daran muss man arbeiten, statt denen, die tatsächlich etwas verändern, die Schuld an dieser Angst zu geben.

Vieles, was Du sast, Joe, ist irgendwie richtig; leider jedoch nicht vollständig richtig.

Das Problem ist wohl, dass die Männer so lange gebraucht haben, es in Sachen Gleichberechtigung (vor allem Kleidung) den Frauen gleichzuziehen. Lange Zeit wollten Menschen, die irgendwo sich zwischen Mann und Frau verorten, und als Mann geboren wurden, auch, bis auf wenige "Schrille", sich hinter dem zwangsweisen Mannsein verstecken.

Das Problem liegt vermutlich, dass es nun zeitgleich ist, wo Menschen dazwischen, sich jetzt in der Gesellschaft allmählich etablieren - für diese ist es ja gut so, und es wurde langsam mal Zeit - nun auch immer mehr "Cis-Männer" (als Mann geboren und sich als Mann fühlend) auf die Idee kommen, dass sie z.B. in Kleidung gesellschaftlich nicht gleichberechtigt sind.

Der Kern des Problems ist, dass nun ein "ganz normaler" Mann nicht einfach sich das Recht auf Hosenalternativen nehmen kann, ohne mit all den anderen Kategorien in Verbindung gebracht zu werden. Zwar ist es heute vielleicht wirklich ein bisschen einfacher, weil es nicht einfach nur die Kategorie "schwul" oder "Frau sein wollen" gibt, sondern etliche Stufen dazwischen. Und sich hier auszukennen, und alle Gedanken anderer, dass "doch mehr dahintersteckt" aus den Kopf schlagen zu können, ist nun wirklich nicht mehr so einfach als bloß zu sagen: "Ich will einfach keine Hosen anziehen - mehr nicht". Der Hintergrund, der nun in den Augen der anderen mit dem bloßen Rocktragen gesehen werden kann ist ein viel voluminöser. Und damit will ein "Cis-Mann", der auch eigentlich dieses Wort gar nicht braucht, nicht unbedingt auseinander setzen. Sondern einfach nur einen Rock anziehen.

Ja, natürlich sind die Probleme auch im eigenen Kopf verortet, doch bei aller Offenheit im eigenen Kopf ist diese Offenheit in den Köpfen derer, die einem wichtig sind, längst noch nicht ebenso angekommen oder deren Ängste vollkommen überwunden.

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Das ist nicht wahr. Wenn Du nur Kilts und Männerröcke tragen würdest, dann hätten wir ein schillerndes Mitglied weniger in diesem Forum, aber vielleicht ein Mitglied mehr, das selbstbewusst demonstriert, wie man in Kilts und Männerröcken selbstbestimmt auftreten kann und ein wunderbares Vorbild abgeben, das einige von uns Lesern oder viele ein Beispiel ist, wo sie gerne auch hinkämen.

Wegbereiter für Rockträger bist Du fast nur für die, die auch gerne dort hin möchten, wo Du bist. Dass es die gibt, möchte ich nicht in Abrede stellen. Ich mag in vielen meiner Outfits auch schon zu stark von dem gangbaren Weg für viele abgewichen sein - will ich nicht ausschliessen. Wenn es so aussieht, dass man 27 Dinge tun muss, um Rock tragen zu dürfen, dann ist es für bisherige Hosenmänner einfach zu mühsam, sich überhaupt auf den Weg zu machen.

Drum kann ich verstehen, dass man sich schwertun kann, hier im Forum eine geistige Heimat zu finden für jemanden, der einfach nur nicht immer oder nie mehr Hosen tragen will.

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« Antwort #21 am: 11.02.2020 15:30 »
Zitat
Solange diese Ebenen so stark miteinander verknüpft sind wirst du insebsondere in Multikulti-Großstädten wie Berlin, keine Sonne sehen!
Berlin ist Bunt und Tolerant, solange du in den richtigen Bezirken bleibst.
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Ich weiß nicht, was an Berlin so besonders sein soll. Bin schon um alle möglichen Ecken gegangen. Ob richtig, ob falsch, wer weiß? In allen möglichen Gegenden,  Dörfern, Kleinstädten, Großstädten im In- und Ausland. Mit und ohne Multikulti. Bei jedem Wetter inkl. Sonnenschein und Schneesturm. Überall bin ich Menschen begegnet, die mich mit Respekt behandelt haben. Und solchen, die mich ignoriert haben (was ganz normal ist, ich sehe ja auch nicht alle Menschen, die mir begegnen).

Habe auch mit Menschen (z.B. Engländer) zu tun gehabt, bei denen wohlmeinende Mitmenschen im Vorfeld besorgt waren. Ganz ohne Probleme.

Die meiste Zeit verläuft das Leben ereignislos. Auch wenn die Schlagzeilen uns suggerieren, dass alles drunter und drüber geht.

https://www.youtube.com/watch?v=0V2W2oBQZ5k
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« Antwort #22 am: 11.02.2020 15:38 »
Zitat
Das ist nicht wahr. Wenn Du nur Kilts und Männerröcke tragen würdest, dann hätten wir ein schillerndes Mitglied weniger in diesem Forum, aber vielleicht ein Mitglied mehr, das selbstbewusst demonstriert, wie man in Kilts und Männerröcken selbstbestimmt auftreten kann und ein wunderbares Vorbild abgeben, das einige von uns Lesern oder viele ein Beispiel ist, wo sie gerne auch hinkämen.
Ich würde sagen, ein Mitglied weniger.

Kiltträger gibt es reichlich inner- und außerhalb des Forums. Eigentlich muss ich mich wundern, warum es nicht viel mehr Männer gibt, die sowas tragen. Bei den prominenten Vorbildern, die es weltweit gibt.

Bei den angebotenen Männerröcken habe ich bisher genau zwei gesehen, die mir zusagen. Jedoch ist einer davon so männlich, dass er in der heutigen prüden Zeit abschreckend wirkt (ich sage nur Schamkapsel!) und der zweite hat ein Blumenmuster, außerdem ist er rot.

Ich werde versuchen, extra für dieses Forum männliche Fotos mit männlichen Röcken zu fabrizieren. Wenn es nicht zu aufwendig ist. Im Alltag trage ich weiterhin das, was mir gefällt.

Meine Galerie habe ich schon aufgeräumt.
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Online JJSW

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Antw:Unterschiede im Kopf
« Antwort #23 am: 11.02.2020 15:45 »
Ich bin der Meinung, wenn ich als Mann  problemlos im buntem Kleid durch die Stadt spazieren kann, dann geht das im knie- oder knöchellangen einfarbig dunklem Rock mindestens genauso gut.

Grüßle
Jürgen
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Offline Skirtedman

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Antw:Unterschiede im Kopf
« Antwort #24 am: 11.02.2020 15:46 »
Wenn man sich bspw. auf Instagram anschaut, wie das Verhältnis von "Männern im Rock" Accounts zu "Crossdresser oder queer" Accounts ist, dann stehen einem Account "Männer im Rock" schätzungsweise 1000 Accounts von Crossdressern und queeren Menschen gegenüber. Wenn sich in den Köpfen der User etwas in Richtung Toleranz und Akzeptanz bewegt, dann sicher eher durch die letzteren...

Selbst Dein letzter Satz mag stimmen.

In den Sätzen davor aber schilderst Du genau das Problematische.

Crossdresser und queere Menschen kommen langsam in den Köpfen der Menschen an, weil sie so präsent in den ganzen Kanälen, auch gefühlt hier im Forum, sind. Männer, die aber sich nicht mit queeren Menschen oder Crossdressern identifizeren finden sehr wenige Beispiele, denen sie folgen können. Und es geht den meisten mit Sicherheit nicht um das eigene Folgen, sondern inwieweit sie von ihren Mitmenschen eingeschätzt werden. Die Hemmungen, mit etwas in Verbindung gebracht zu werden, was man gar nicht ist, und die in langen Gesprächen mit seinen Mitmenschen versichern zu müssen, dass man das alles nicht ists, womit man in Verbindung gebracht werden wird, sind die, die etliche Nachahmer sicherlich davon abhält, einfach den Schritt raus ohne Hose zu machen.

Frauen brauchten und brauchen doch auch keine queeren Identitäten, um was anderes als Kleid oder Rock zu tragen. Warum soll die Entsprechung nicht auch bei Männern gehen? Ohne den ganzen Gender-Überbau, der vielleicht manchem hilft, manchem aber halt eben nicht.

Offline Skirtedman

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Antw:Unterschiede im Kopf
« Antwort #25 am: 11.02.2020 15:54 »
Und aus meinen soebigen Worten folgernd kann ich nur folgenden Appell an alle Unschlüssigen geben:

Die Hintergründe, Ziele und Sichtweisen von uns Schreibenden hier im Forum sind sehr vielfältig.

Bitte nutzt das Forum für Eure Ziele und schaut Euch um, es werden nicht alle, die hier versammelt sind genau Eure Vorbilder sein. Wahrscheinlich aber werdet Ihr hier irgendwo genau Euer Vorbild finden. Und wenn nicht, seid Euer eigenes Vorbild, wir haben auch alle mal klein angefangen.

Und vor allem: lasst uns an Euren Haltungen und Euren Schritten bitte gerne teilhaben. Nicht jeder von uns denkt oder dachte schon immer: "Ist mir doch egal, was Andere von mir denken!". Und nicht jeder braucht mehr als einfach nur einen Rock!

Wir lesen gerne von jedem.

Online JJSW

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« Antwort #26 am: 11.02.2020 16:02 »
Es sollten auch mal Forenmitglieder sich mehr beteiligen, die "einfach nur" Rock tragen wollen
Mit Text- und Bildbeiträgen (wobei Bilder nicht jedermanns Sache sind).
Diejenigen, die mehr über die Stränge schlagen, tun es ja auch.
Wer sich hier beteiligt, bestimmt die Richtung des Forums. Nicht die, die schweigen.
Aber ich hab das bestimmt schon mehrmals gesagt.

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Offline Holger Haehle

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Antw:Unterschiede im Kopf
« Antwort #27 am: 11.02.2020 16:05 »
Danke Hajo,

für diesen Link. Der ist Wasser auf meiner Mühle. Die geschlechtlichen Unterschiede werden größer gemacht als sie tatsächlich sind. Es sind soziale Faktoren, die uns zum gesellschaftlich gewünschten Rollenwesen machen. Und scheinbar merken wir nicht einmal, wenn wir uns bei der Selbsteinschätzung selber belügen.
Zitat 1: "Offenbar ließen sich die Probanden in ihrer Selbsteinschätzung von Stereotypen und sozialen Erwartungen beeinflussen. Frauen hielten sich für em­pa­thi­scher (oder wollten so gesehen werden), Männer gaben sich weniger verletzlich."

Zitat 2: "Der größte Geschlechterunterschiede liegt in der Körperbeschaffenheit."
Zitat 3: "Kaum messbare Unterschiede bei psychischen Merkmalen."
Zitat 4: "Forschung zeigte: Im Mittel trennt die Geschlechter weniger als angenommen."

Mir gefällt der Artikel, weil ich einfach nur Rock tragen will, ohne in eine Geschlechterschublade gesteckt zu werden. Der Artikel sagt es, die sozialen Faktoren generieren da etwas, was die Biologie nicht hergibt. Da ist viel stereotypische Scheiße in den Rollenzuordnungen.


Offline MAS

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Antw:Unterschiede im Kopf
« Antwort #28 am: 11.02.2020 16:41 »
Also ich bin ein wenig erschrocken vor diffamierenden Wörtern wie "irrsinnig" (Lars) oder "schwule Tansenwelt" (Senitel). Hat, wer so über andere redet ein Recht auf Toleranz?

Senitel will also Hajo rausschmeißen, damit sich mehr "normale" Kiltträger ins Forum und die Röcke trauen?

Also ich bin für ein Forum ohne Diskriminierung!!!

Hier haben alle Platz, so wie in einer offenen Gesellschaft auch, in der "multi-kulti" kein Schimpfwort ist, sondern ein Markenzeichen und eine Alternative zu "mono-kulti".

Wer von uns ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!

LG, Micha

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