Autor Thema: Gender-Neusprech  (Gelesen 2954 mal)

Offline culture skirt

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #75 am: 03.05.2021 23:19 »
Dieses LGBT... Wort gibt es auch in noch längerer Ausprägung: LGBTQIA+
Hier gibt es eine Erklärung: https://bestlifeonline.com/what-lgbtqia-means/
Leider schießt sich das Ganze mit der Übermotivation alles und jeden abzudecken selber tot.
Jede Ideologie schießt sich über kurz oder lang selber tot. Wenn die Leute echte Probleme hätten, machen sie sich um Buchstabenmenschen als letztes Gedanken.

Offline culture skirt

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #76 am: 03.05.2021 23:20 »
Es gibt doch auch den Witz: "Meine Schwester ist schwanger, aber das Geschlecht des Kindes will sie vor der Geburt nicht wissen. Dabei wüsste ich so gerne, ob ich Onkel oder Tante werde!" ;D

LG, Micha
  ???

Offline culture skirt

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #77 am: 04.05.2021 00:22 »
Man sollte auch diese Reihenfolge beibehalten, da allzuoft den durch das F symbolisierte Menschen den Vorzug gegeben wird, und das auch schon in einer Zeit, als sich diese durch die durch M symbolisierten Menschen herabgewürdigt behandelt gefühlt haben. Diese MF-Reihenfolge knüpft also an die Denke an, wie Malu Dreyer (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz) bei ihrer Antrittsrede die Ansprache "Sehr geehrte Herren und Damen" verwendete und immer mal wieder gelegentlich anwendet.
Hallo Sabbelman, kannst du dich auch normaler ausdrücken? Wieso schreibst du nicht einfach, da allzuoft den durch das F Frauen den Vorzug gegeben wird, und das auch schon in einer Zeit, als sich diese durch die Männer herab gewürdigt behandelt gefühlt haben. Ach ich vergaß, du sabbelst gerne den ganzen Tag.

Im Knigge steht bei "Sehr geehrte Damen und Herren", dass Personen mit höhere Hierarchie zuerst begrüßt werden. Werden zum Beispiel der Chef und dessen Assistentin adressiert, wird der Chef zuerst genannt. Bei unpersönlichen Begrüßungen männlicher und weiblicher Anwesenden ist es üblich die Frauen zuerst zu begrüssen. Auch bei der Begrüßung mit Handschlag: Die Ranghöchste kommt immer zuerst. Darum gibt man Frauen auch zuerst die Hand, öffnet die Tür oder lässt die Frau als erstes Platz nehmen. Früher hat man den Königen aus dem Mantel geholfen und den Stuhl vorgerückt. Heute und früher Frauen. Sehr geehrte Herren und Damen ist mir noch nie geläufig gewesen.


LGBTQIAPAP+
Merkt denn niemand, dass solche Buchstabenketten das Unormale hervorheben? So wird verfestigt, dass cis weiß hetero normal ist (kommt nämlich nicht drin vor) und die ganze Buchstabensuppe als Sammelbecken für das Abnormale und Andersartige herhalten wird.


Abschließend sollte man natürlich noch einmal einen Blick auf alle bisherig vom Pluspol angezogenen und ursprünglich beinhalteten Gruppen werfen. Denn es kann in jeder der genannten Gruppen vorkommen, dass Menschen dabei sind, die mit einer anderen Gruppe oder gar mit mehreren anderen Gruppen nicht in einen Topf geworfen werden möchten, diese sollte man auch mit einschließen.  wobei ich ehrlich gesagt eher für das generische LGBTQIAPAPMF± bin.
Du willst nicht in einen Topf geworfen werden, aber ein Phantasiekürzel erfinden wollen, was alle in eine n Topf wirft. Na ganz tolle Logik. Nicht.
Also findest du es gut, dass man dich mit ∓ oder PAPMF anspricht statt mit Herr oder Frau? Komisch, dass sich aufgeregt wird, als man Juden eine Nummer verpasst hat und dass es menschenentwürdigend wäre. Die waren anscheinend ihrer Zeit voraus und konnten das Geschlechterbenamsungproblem geschickt umgehen. 024657 her kommen! Damit wird keiner mehr diskriminiert und auf sein Geschlecht und seine Sexualität reduziert ::) Das ist wohl der feuchte Traum der sozialistischen GleichberechtigungskämpferI*_/nnen, dass alle Menschen gleich sein und sich gleich verhalten sollen.

jedenfalls das mit dem S merken. Das ist nämlich die deutsch Variante. Das mit dem G (auch wenn´s im deutschen Halbenglisch ja auch ein wenig herleitbar ist) ist bei mir noch nicht ganz so angekommen und erinnert mich mehr an Gender als an Gay.
Für was soll das S nun stehen? Sex? Schwul (Gay)? Das ist wieder so ein Punkt, den du mit einem Satz erklären hättest können. Aber nö. sabbel sabbel sabbel. 

Naja, dann hätten wir im Deutschen eben ein flüssiges (generisches) LSBTQIVPAPMW±, wobei man statt dem schnöden schnöde-männlich und schnöde-weiblich natürlich auch mit schnöde-Mann und schnöde-Frau arbeiten könnte, dann müsste man nur zwei Buchstaben aus dem Englischen eindeutschen, also: LSBTQIVPAPMF±.
Ich versteh kein Wort. Was hat Schnöde jetzt mit dem G für Gay zu tun?

Da der Pluspol bestimmt noch weitere minderbenannte Gruppen anziehen wird, vielleicht gar der Minuspol noch überbetonte Gruppen zur Aufnahme begehren lässt, könnte man natürlich vorsorglich auch schon mal die ganze Klaviatur miteinbeziehen und sagen:
A–Z±.
Hallo A–Z± Skirtedmann. (Außenstehende wissen ja nicht, ob du dich als Body Integrity Identity Disorder, transidenter pansexueller pigmentierter behinderter windeltragender crossdressender kleptomanischer stotternder glitzerpupsender MtoF > Mann zu Flugeinhorn identifizierst).  ::)

Da fällt dann die sprachliche Verwendung im Englischen oder z.B. Deutschen auch nicht mehr ins Gewicht.
Und im Deutschen entwickelt sich daraus vielleicht auch ein neues nichtdiskrimierendes, neutrales Prononem 'az', oder als Anrede 'Az'.
Das gibts bei und als Nummernschild ASZ. Alles schwule Zwerge werden die bezeichnet. Es wird nie diskriminierungsfreie Sprache und Abkürzungen geben.

'Sehr geehrtaz Az Mayer' zum Beispiel." hm hm... schon klar. Atze Mayer. Wieso nicht gleich Rosa Schlüpper oder Axel Schweiß.


Nungut, im Dänischen wären die herauszustellenden Minderheitengruppen eben die A–ű
oder im Schwedischen die A–Ö±. Ist das sowas wie 50+? Nur für Österreicher?

Da ist ja meine Osterkerze gar nicht soweit entfernt davon. Darauf steht: ΑΩ.
Wie diskriminierend gegenüber Wachskerzen. Und wachsen können sie auch nicht, genauso wenig wie sie amperisch oder ohmsch werden können.

Gruß
Jule

Offline culture skirt

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #78 am: 04.05.2021 00:29 »

Wichtig ist mir letztlich, dass die Betroffenen nicht länger untergebuttert werden.

LG, Micha
Und du glaubst ernsthaft durch Sprache wird das aufgelöst? Nur weil man das N Wort nicht mehr sagen darf oder das S Wort, heißt das nicht, dass viele im privaten und im Freundeskreis trotzdem noch so denken und über andere so reden. In der DDR gabs ja auch offiziell keine Nazis. Das waren alles nur Asoziale und Trinker, denen das der Westen eingeflößt hat.
Und wie du  schon mal gesagt hast, war die DDR kein demokratischer Staat, auch wenn Demokratie auf dem Papier stand. So sehr unterschied sich die DDR von den heutigen auferlegten Doktrin und Ideologien auch nicht zum heutigen Deutschland.

Gruß
Jule


Offline Asterix

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Antw:Gender-Neusprech
« Antwort #79 am: 04.05.2021 01:10 »
Das Ultrum ist also kein generisches Maskulinum oder Femininum, und auch kein Neutrum, sondern eben ein Ultrum.

Ich werfe mal in den Raum, dass man den Ausdruck "die Lehrer" als "generischen Zwitter" auffassen kann, wohingegen bei "die Lehrerinnen" das Feminine überwiegt, da Artikel und Suffix feminin. Ansonsten wird durch "Gendern" der Sprache kaum eine Benachteiligung auf anderm Gebiet beseitigt. Aber jeder Mensch kann so sprechen wie er möchte.
Gruß
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Offline high4all

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« Antwort #80 am: 04.05.2021 01:44 »
Überprüft doch mal selbstkritisch, wie sehr ihr an maskulinen Formen klebt (oder frecher formuliert: am Patriarchat). Einfach dadurch, dass ihr generische Feminina auf euch wirken lasst:

Könntet ihr euch mit dem Begriff "Userinnen (als generisches Femininum verwendet)" angesprochen fühlen oder sträubt sich eure Männlichkeit dagegen?

99 Ärztinnen und ein Arzt werden übrigens ganz korrekt mit dem generischen Maskulinum "Ärzte" (nicht etwa "Ärztinnen") bezeichnet. Ein Mann ist in der Grammatik so viel wert wie 99 Frauen. Und warum? Weil er einen Penis hat. Das ist Qualifikation genug. Immer noch und immer wieder.

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Offline culture skirt

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« Antwort #81 am: 04.05.2021 03:29 »
Überprüft doch mal selbstkritisch, wie sehr ihr an maskulinen Formen klebt (oder frecher formuliert: am Patriarchat). Einfach dadurch, dass ihr generische Feminina auf euch wirken lasst:

Könntet ihr euch mit dem Begriff "Userinnen (als generisches Femininum verwendet)" angesprochen fühlen oder sträubt sich eure Männlichkeit dagegen?
Das hat wohl weniger mit Sträuben zu tun, als dass der Vergleich hinkt. User ist neutral. Sowohl männlich als auch weiblich. Userinnen sind ausschließlich weiblich. Männer sind da ausgenommen.
Das gleiche bei Lehrerin, Ärztin, Schülerin. Den Test kannst du auch mit normalen Menschen machen, die besseres zu tun haben, als sich mit irgendwelchen Patriarchatsmythen zu befassen.

99 Ärztinnen und ein Arzt werden übrigens ganz korrekt mit dem generischen Maskulinum "Ärzte" (nicht etwa "Ärztinnen") bezeichnet. Ein Mann ist in der Grammatik so viel wert wie 99 Frauen. Und warum? Weil er einen Penis hat. Das ist Qualifikation genug. Immer noch und immer wieder.
Das grammatikalische Geschlecht hat überhaupt nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun. Ja dein Schwanz ist so hoch angesehen, deshalb musst du den normalerweise in langen dicken Hosen verstecken, damit die Mitmenschen nicht das Kotzen bekommen als wenn eine hübsche Frau Pussyflashing mit ihren Rock macht. Aber Pussyflashing gibs ja in deiner Welt auch nicht, weil alle Frauen brav was unten drunter tragen. lol.  Traumtänzer. Und welcher Junge hat nicht schon paar in die Nüsse von anderen Jungs bekommen? Von Jungs oder Männern habe ich es noch nicht erlebt, dass sie Mädchen einfach aus Spaß unten rein latschen. Dass Mädchen Jungs in die Eier treten, ohne Grund, habe ich auch schon zu genüge zu Schulzeiten gesehen. Das männliche Glied wird mit als das mit abstand ekligste von  beiden Geschlechern gesehen, was an einen Menschen rumhängen kann.

Gruß
Jule

Offline GregorM

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« Antwort #82 am: 04.05.2021 07:10 »
Das Ultrum ist also kein generisches Maskulinum oder Femininum, und auch kein Neutrum, sondern eben ein Ultrum.

Frage, lieber Gregor: Ist das Ultrum extra für diesen Zweck erfunden worden, oder gab es das auch früher schon?


Ich denke, man hat es mal erfunden, um ein lateinisches Wort dafür zu haben. Es wird auch selten verwendet. Man redet vom "fælleskøn", dem gemeinsamen Geschlecht, und vom "intetkøn", was kein Geschlecht oder ohne Geschlecht bedeutet = Neutrum. Das gemeinsame Geschlecht hat einfach Maskulinum und Femininum abgelöst.

Gruß
Gregor
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Offline MAS

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« Antwort #83 am: 04.05.2021 10:32 »
Das Ultrum ist also kein generisches Maskulinum oder Femininum, und auch kein Neutrum, sondern eben ein Ultrum.

Frage, lieber Gregor: Ist das Ultrum extra für diesen Zweck erfunden worden, oder gab es das auch früher schon?


Ich denke, man hat es mal erfunden, um ein lateinisches Wort dafür zu haben. Es wird auch selten verwendet. Man redet vom "fælleskøn", dem gemeinsamen Geschlecht, und vom "intetkøn", was kein Geschlecht oder ohne Geschlecht bedeutet = Neutrum. Das gemeinsame Geschlecht hat einfach Maskulinum und Femininum abgelöst.

Gruß
Gregor

Lieber Gregor,

sind die die Formen, die man für das gemeinsame Geschlecht verwendet, neu erfunden, oder gab es die vorher schon? Also das "en" als Präposition oder Suffix?

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #84 am: 04.05.2021 12:39 »
Ja dein Schwanz ist so hoch angesehen, deshalb musst du den normalerweise in langen dicken Hosen verstecken, damit die Mitmenschen nicht das Kotzen bekommen ... Das männliche Glied wird mit als das mit abstand ekligste von  beiden Geschlechern gesehen, was an einen Menschen rumhängen kann.

Gruß
Jule

Hallo Jule,

ich bin froh, dass Du mit Deinem reichen Erfahrungsschatz für alle Menschen sprechen kannst! Ohne Deine bereichernden Lehren würde mir ein wesentlicher Teil der Welt verborgen bleiben.

Denn ich kann nur - oder überwiegend nur - aus meiner Sicht sprechen und da muss ich sagen, dass ich mit meiner Ausstattung durchaus zufrieden bin. Die Metamorphosen bereiten mir immer wieder langanhaltend Freude und etliche F-Menschen, soweit ich mir eine Zuordung anmaßen darf, hatten damit ihren Spaß und waren von meiner Ausstattung mehr als befriedigend angetan.

Dennoch sprichst Du vielleicht unfreiwillig einen wichtigen Aspekt an, da gemächtliche Metamorphosen in jungen Jahren aktiver und spontaner sind, vermitteln dicke Hosen ein Tragegefühl, allzu vorwitzige Formwandler in die Schranken zu weisen. Denn ein erregter Zustand ist weithin in der Öffentlichkeit verpönt und einem Mann kann man ohne Schutzvorrichtung das spontane Hüpfen der Hormone besser ablesen als einer Frau.

Was dies nun mit Sprache und mit dem generischen Maskulinum in der Deutschen Sprache im Speziellen zu tun hat, muss jetzt jeder für sich selbst ableiten.

Interessant finde ich, wie unterschiedlich die Einordnung des eigenen Geschlechts sein kann von zwei Menschen, die offensichtlich auf der einen Seite, zumindest scheinbar auf der anderen Seite, mit ihrem biologischen Geschlecht ein gutes Stück weit hadern:
99 Ärztinnen und ein Arzt werden übrigens ganz korrekt mit dem generischen Maskulinum "Ärzte" (nicht etwa "Ärztinnen") bezeichnet. Ein Mann ist in der Grammatik so viel wert wie 99 Frauen. Und warum? Weil er einen Penis hat. Das ist Qualifikation genug. Immer noch und immer wieder.
Das männliche Glied wird mit als das mit abstand ekligste von  beiden Geschlechern gesehen, was an einen Menschen rumhängen kann.

Offline hirti

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« Antwort #85 am: 04.05.2021 12:54 »
Ich komme noch mal auf den Hinweis von Hajo zurück der meinte
"Überprüft doch mal selbstkritisch, wie sehr ihr an maskulinen Formen klebt. Einfach dadurch, dass ihr generische Feminina auf euch wirken lasst:"

Das geht ganz leicht,  denn in vorauseilendem Gehorsam sprechen mittlerweile diverse Radiosprecher die neutralisierte Form mit dem sinnvollen Binnen-I aus. So hört man dann einfach von UserInnen und SchülerInnen und KrankenpflegerInnen, woraus in der Aussprache dann ganz einfach die weibliche Form wird.

Anfangs hat mir das durchaus sauer aufgestoßen, mittlerweile denke ich mir dass das eben die Umkehrung dessen ist was wir in der deutschen Sprache mit dem männlichen Geschlecht gemacht haben. Und es ist mir wesentlich lieber als wenn ich nur mehr unsleserliche Wort-/innen lesen muss.

Offline MAS

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« Antwort #86 am: 04.05.2021 13:04 »
Lieber Hirti,

das ist kein Binnen-I, sondern ein Gendergab-*, was man an der kurzen Lücke bei der Aussprache merkt. Ohne diese Lücke ist es eine feminine Form.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #87 am: 04.05.2021 13:14 »
Ist ein Gendergab-* nochmal etwas anderes als ein Gender Gap?

Gruß
Wolfg*±∓‽


BTW off-topic:
Dazu fällt mir der 'Gabsheim Gap' ein.
Das ist die kurzzeitige mobile Versorgungslücke bei Telekommunikationsunternehmen .

Entstanden ist der Begriff in Gabsheim 2016. Wegen einer Veranstaltung mit Umzug konnte ich nicht meine Freunde finden, weil weder Mobiltelefon noch Datenkommunikation mehr funktionierte. Die Handymasten in dem in einer Mulde liegenden Ort waren nicht für eine solche Menschenmasse mit Kommunikationsbedürfnissen ausgelegt. Selbst SMS sind bei den unterschiedlichsten Anbietern nicht rausgegangen. Den Umzug musste ich mir erstmal alleine anschauen. Belohnt wurde ich mit 2x Weinnachfüllen und Küsschen von 2 Weinköniginnen, die ich zwar privat bereits kannte, die ich aber an der anderen Stelle verpasst hätte.

Seitdem bezeichnet 'Gabsheim Gap' die Versorgungslücke bei Großveranstaltungen. Nicht zu verwechseln mit dem Fulda Gap.

Offline culture skirt

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« Antwort #88 am: 04.05.2021 13:17 »
Lieber Hirti,

das ist kein Binnen-I, sondern ein Gendergab-*, was man an der kurzen Lücke bei der Aussprache merkt. Ohne diese Lücke ist es eine feminine Form.

LG, Micha
Man merkt das nicht an der Aussprache. Das ist das Problem. In ganz unglücklichen Sätzen denkt man, sofort, es geht um was innen und außen, wenn eine Pause mitten im Satz und dann mit innen weiter gemacht wird.  "Tür innen".
Achso ja, Tür außen.

Offline Skirtedman

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« Antwort #89 am: 04.05.2021 13:36 »
Ja, Hirti hat recht, den Test mit dem scheinbaren generischen Femininum habe ich in etlichen Radionachrichten schon vollzogen.

Und Jule hat recht, es gab schon mehrere Fälle, wo der Gender Gap durch eine deutliche Sprechpause hörbar war, wodurch aber der Satz mehrdeutig wurde. Eben 'innen' im egensatz zu außen. Mir fällt leider jetzt kein Beispiel dieser gehörten Sätze ein. Konstruieren könnte man solch ein Beispiel. Da ich es aber schon zwei-, dreimal in den Nachrichten beobachtete, wird es bestimmt irgendwann wieder vorkommen.

Manchen gesprochenen Gender Gaps gehen aber im Schnellsprech der Sprecher oder im flüchitgen Zuhären unter, sodass echt der EIndruck des generischen Femininums entsteht. Im Zweifelsfall macht das dann den betreffenden Satz ebenso uneindeutig wie er im generischen Maskulinum theoretisch uneindeutig hätte sein können. Nur dann mit dem Unterschied:

In der Regel werden Menschengruppen eher seltener unter dem Aspekt betrachtet, dass man nur die männlichen Anteile betrachtet. Sehr viel häufiger werden Menschengruppen auf die weiblichen Anteile gefiltert. Heutzutage hört man sehr viel häufiger z.B. von Unternehmerinnen als von (männlichen) Unternehmern. Deswegen wirft ein generisches Femininum  derzeit mehr Uneindeutigkeiten auf als ein generisches Maskulinum.

 

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