Autor Thema: Karma  (Gelesen 2551 mal)

Offline MAS

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Karma
« am: 11.10.2023 21:07 »
Abzweigung von hier: https://www.rockmode.de/index.php?topic=9558.msg184078#msg184078

Ich glaube du siehst da was falsch. Ich halte mich weder für Gott noch für das wichtigste Wesen. Keine Ahnung wie du auf so ein dünnes Brett kommst.

Ich halte viel vom freien Spiel der Kräfte und eben Karma. Davon abgesehen habe ich eng gesetzte Grenzen wie ich mir meine Mobilität vorstelle und was eben nicht.

Karma? Kennst Du Dich damit aus?
Deine Argumentation schaut nicht wirklich danach aus.

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Offline Peter55Muc

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« Antwort #1 am: 12.10.2023 13:04 »
Ich empfehle das Buch von David Safier
„ mieses Karma“. Wenn du mal wieder herzhaft Lachen willst

Offline MAS

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« Antwort #2 am: 12.10.2023 16:36 »
Ich empfehle das Buch von David Safier
„ mieses Karma“. Wenn du mal wieder herzhaft Lachen willst

Ah so: https://www.thalia.de/suche?sq=David+Safier

Habe ich noch nichts davon gelesen.

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Offline Peter55Muc

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« Antwort #3 am: 12.10.2023 18:23 »
Ich empfehle das Buch von David Safier
„ mieses Karma“. Wenn du mal wieder herzhaft Lachen willst

Ah so: https://www.thalia.de/suche?sq=David+Safier

Habe ich noch nichts davon gelesen.

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Wie gesagt, ist sehr lustig geschrieben.

LG Peter


Offline Zwurg

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« Antwort #4 am: 12.10.2023 18:26 »
Ich erinnere mich auch einmal ein gleichnamiges Spiel gespielt zu haben.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline MAS

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« Antwort #5 am: 12.10.2023 18:29 »
Ich bin ein wenig hin und her gerissen, da ich diesen Thread als einen ernsten Thread begann. Ich habe nichts dagegen, wenn man Auswüchsen des Karmaglaubens ironisch begegnet. Aber mir wäre es nicht recht, wenn die Karmalehre auf den Arm genommen würde, ohne sie verstanden zu haben. Da ich das besagte Buch nicht kenne, weiß ich nicht, was von beidem da zutrifft oder ob gar nichts von beidem.

Zum gleichnamigen Spiel kann ich auch nichts sagen. Ich spielte mal ein Spiel, in dem es auch darum ging, weiß aber nicht, ob es auch so hieß. Das Spiel fand ich gut, wenn man es ernsthaft spielt.

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Offline Yoshi

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« Antwort #6 am: 12.10.2023 22:09 »
Karma? Kennst Du Dich damit aus?
Deine Argumentation schaut nicht wirklich danach aus.

Ich mache auch oft die Erfahrung, dass Karma und Wiedergeburt im Westen völlig missverstanden wird und wenig mit den fernöstlichen Lehren gemein hat. Meist ist diese Unwissenheit kombiniert mit einer unreflektierten Idealisierung des Buddhismus.

Offline MAS

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« Antwort #7 am: 12.10.2023 22:21 »
Karma? Kennst Du Dich damit aus?
Deine Argumentation schaut nicht wirklich danach aus.

Ich mache auch oft die Erfahrung, dass Karma und Wiedergeburt im Westen völlig missverstanden wird und wenig mit den fernöstlichen Lehren gemein hat. Meist ist diese Unwissenheit kombiniert mit einer unreflektierten Idealisierung des Buddhismus.

Ich versuchte gerade, meine Religions-for-Peace-Kolleg:innen davon zu überzeugen, nicht "Naher Osten", sondern "Südwestasien" zu schreiben, weil ich ja auch "Ostasien" und nicht  "Ferner Osten" schreibe, und jetzt schreibst Du, lieber Yoshi, "fernöstlich". Na ja, es sind alles poetische Wörter, aber eben eurozentrische.

Und ja, Karma und Wiedergeburt, hinduistisch, buddhistisch, jainistisch verstanden, sind nicht einheitliche Konzepte. Aber hier in Europa werden sie oft sehr einseitig verstanden, ohne die Tiefe auszuloten. Es ist ja auch nicht einfach. Auch in Süd-, Südost- und Istasien, wo sie lange gebräuchlich sind, werden sie oft sehr oberflächlich verstanden.

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Offline Yoshi

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« Antwort #8 am: 12.10.2023 23:43 »
Ich versuchte gerade, meine Religions-for-Peace-Kolleg:innen davon zu überzeugen, nicht "Naher Osten", sondern "Südwestasien" zu schreiben, weil ich ja auch "Ostasien" und nicht  "Ferner Osten" schreibe, und jetzt schreibst Du, lieber Yoshi, "fernöstlich". Na ja, es sind alles poetische Wörter, aber eben eurozentrische.

Ja, das ist ein valider Einwand. Da fallen mir gleich noch einige solcher Begriffe ein: Orient, Morgen- und Abendland, die neue Welt oder der Wilde Westen. Am schlimmsten empfinde ich aber immer noch "Das Land, in dem die Sonne nie untergeht", denn es romantisiert die britische Kolonialherrschaft.

Und ja, Karma und Wiedergeburt, hinduistisch, buddhistisch, jainistisch verstanden, sind nicht einheitliche Konzepte. Aber hier in Europa werden sie oft sehr einseitig verstanden, ohne die Tiefe auszuloten. Es ist ja auch nicht einfach. Auch in Süd-, Südost- und Istasien, wo sie lange gebräuchlich sind, werden sie oft sehr oberflächlich verstanden.

Hinzu kommen noch die unzähligen europäischen "Intellektuellen", die die indischen Texte rezipiert haben: von Philosophen wie Schopenhauer über Steiners Anthroposophie bis hin zur Theosophischen Gesellschaft und von den zahlreichen Neuen Religiösen Bewegungen (Esoterik, New Age, etc.) braucht man da gar nicht erst anfangen. Dann beziehen die sich ja auch häufig noch auf nicht-indische Vorstellungen von Wiedergeburt und vermischen diese mit indischen Konzepten. Das ist alles natürlich im Sinne der Gedanken- und Religionsfreiheit völlig legitim, aber das hat halt oftmals mit der ursprünglichen Lehre nicht mehr viel gemeinsam.
Was ich auch sehr spannend fand: Ich habe mal zu Studienzeiten referiert über den Vergleich der Seelenwanderung in der griechischen Antike mit dem Buddhismus. Manche griechische Philosophen (Pythagoras, Empedokles) waren der buddhistischen Vorstellung von Karma, Wiedergeburt, Vegetarismus und Gewaltlosigkeit überraschenderweise sehr nah und durch diese Philosophen hat das ja auch in gnostischen Bewegungen des Christentums seine Spuren hinterlassen.

Offline MAS

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« Antwort #9 am: 12.10.2023 23:53 »
Ja, Yoshi, alles legitim, auch dann, wenn es eine ursprüngliche Lehre verändert, was ja auch im Buddhismus selbst geschah und geschieht. Wenn man es bewerten will, dann eher nach dem Tiefsinn und der Plausibilität, die so eine Neuinterpretation hat oder eben nicht hat.

Deswegen warte ich jetzt ja auf Gottis Interpretation.

"Seelenwanderung" im engen Sinne des Wortes ist übrigens keine buddhistische Lehre, zumindest nicht ursprünglich. Also wenn man mit "Seele" den Atman meint, dessen Existenz im hinduistischen Sinne der Buddha ja verneinte.

Mit dem Reich, in dem die Sonne nie untergeht, war übrigens zuerst das Reich Karl V. gemeint, denn sein Habsburger Reich umfasste auch die spanischen Kolonien rund um die Erde. Das British Empire kam später.

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Offline Yoshi

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« Antwort #10 am: 13.10.2023 00:20 »
"Seelenwanderung" im engen Sinne des Wortes ist übrigens keine buddhistische Lehre, zumindest nicht ursprünglich. Also wenn man mit "Seele" den Atman meint, dessen Existenz im hinduistischen Sinne der Buddha ja verneinte.

Exakt diesen Unterschied habe ich damals auch erklärt. Ich finde es auch immer wieder amüsant, wenn Yoga-Stunden mit "Einklang von Körper, Geist und Seele" beworben werden.

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« Antwort #11 am: 13.10.2023 00:28 »
Na ja, Yoga im Sinne von Hatha-Yoga ist ja nicht buddhistisch, sondern hinduistisch. Aber hier in Europa ist es eher Gymnastik. Ich morgens auch ein paar Asanas im Sinne von "mens sanus in corpore sano". Das gibt es im Hinduismus abseits der reinen Erlösungslehre aber auch, etwa im Ayur Veda.
Überhaupt nehmen viele Asiaten die Trennungen zwischen den Religionen nicht so genau wie viele Europäer. Wobei das vor allem auf Japaner zutriff oder generell auf Ostasiaten, mehr als auf Inder. Ich für mich nehme das auch nicht so genau, sondern bin eher multipel-religiös.

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Offline Yoshi

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Antw:Karma
« Antwort #12 am: 13.10.2023 01:41 »
Überhaupt nehmen viele Asiaten die Trennungen zwischen den Religionen nicht so genau wie viele Europäer. Wobei das vor allem auf Japaner zutriff oder generell auf Ostasiaten, mehr als auf Inder. Ich für mich nehme das auch nicht so genau, sondern bin eher multipel-religiös.

"Religion" ist wie "Philosophie" ja auch nur ein europäischer Begriff, der sich nicht eins zu eins auf andere Kulturräume übertragen lässt. In der Indologie hatten wir in unseren Sanskrit-Sprachkursen Auslandsstudenten, die sich auch zu mehreren Weltanschauungen bekannten und darin keinen Widerspruch sahen, was ich sehr sympathisch fand:
1. Ein Chinese, der sich als Anhänger vom Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus verstand.
2. Ein Nepalese, der Hindu und Buddhist war. Er glaubte an Shiva und den Dalai Lama.
3. Ein Mönch aus Sri Lanka, der dem Theravada-Buddhismus angehörte und gleichzeitig ein großer Verehrer der Lehren Jesu war.
Ich bin da eher der Agnostiker und finde Religionen mehr aus philosophischer und ethischer Perspektive lehrreich.

Offline MAS

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« Antwort #13 am: 13.10.2023 08:11 »
Wir sind uns da ähnlich, lieber Yoshi und reihen uns wohl in die Reihe dieser asiatischen Kommilitonen gut ein!

Wobei ich die spirituelle Erfahrungen auch sehr wichtig finde, nicht nur die Ethik.

In China gibt es aber auch eine Unterscheidung zwischen Religion (chiao) und Philosophie (chia), und zwar innerhalb der Syteme Konfuzianismus und Daoismus. Zumindest wird es manchmal so übersetzt, wobei "chiao" dann eher den Bereich der Rituale bezeichnet und "chia" das rationale Nachdenken. Ich bin jetzt aber kein Fachmann für die chinesischen Religionen/Philosophien.

In Indien hat man mit "dharma" einen großen, vieldeutigen Metabegriff, der Religion und Philosophie umfasst und generell die Ordnung des Universums und das, was alles trägt. Und da gehört dann eben auch "karma" mit rein, als das Tun und Handeln der Menschen (und anderer Wesen) und die Wirkungen dieses Tuns, das wiederum Tun mit dem ganzen Körper, aber auch Reden und Denken umfasst bzw. umfassen kann.

Und ich warte immer noch auf Gottis Verständnis.

Gotti, melde Dich doch mal bitte und erkläre, was Du meinst mit

Zitat
Ich halte viel vom freien Spiel der Kräfte und eben Karma.
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Antw:Karma
« Antwort #14 am: 13.10.2023 21:13 »
Hmm, zum Thema kann ich nicht allzuviel sagen, kenne mich da nicht aus, hab da nur dieses Bild von heute, dem wohl letztem Sommertag am Freitag, 13. Oktober 2023

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So, und nun schreibt schön weiter.
Grüßle
Jürgen
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und genießt das Röcketragen


 

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