Autor Thema: Eurovision Song Contest 2024  (Gelesen 7319 mal)

Offline Yoshi

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #135 am: 11.06.2024 09:23 »
Racial Profiling gibt es leider auch in Deutschland. Glücklicherweise aber nicht so stark ausgeprägt wie in den USA.

Offline MAS

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #136 am: 11.06.2024 10:52 »
Bei der Nachricht aus Berlin wäre wichtig, etwas über den Hintergrund oder das Motiv der Täter zu erfahren, um Spekulationen zu vermeiden.
Die Aussage "Männer aus einer Familiengruppe" könnte den einen oder anderen vermuten lassen, dass es eine Großfamilie mit ausgeprägter Religiosität ist. Was aber nicht zum allgemeinen Framing "rechtspopulistisch" passt.
Journalismus, der Wichtiges verschweigt, macht schlechte Arbeit und sich überflüssig.

Das passt schon zusammen, denn Islamismus ist auch eine Art von Nationalismus, nur dass die Nation für diese Leute aus dem Islam besteht. Ich nenne es auch gerne "Religionismus". Gemeinsam ist Nationalisten und Religionisten, dass sie ihre Identität von einer offenen, liberalen und vielfältigen Gesellschaft gefährdet sehen. In Bezug auf Gender haben beide darüber hinaus ein klares binäres, trans- und homophobes Weltbild. Das gilt übrigens auch für manche Linksextremist:innen.

Statt Menschen nach ihren Ethnien und Religionen in ein Wir und Andere aufzuteilen, sollten wir lieber jeder Form von Extremismus eine Abfuhr erteilen!

LG, Micha

 
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Offline John1697

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #137 am: 11.06.2024 11:20 »
Aber daran sieht man auch mal wieder, dass es Menschen auf der Welt gibt die eindeutig ohne Hirn und Verstand auf die Welt gekommen sind.

Echt traurig sowas... >:(

Offline Kim70

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #138 am: 11.06.2024 11:45 »
Langfristig werden die Straftaten gegen Minderheiten, Unangepasste und anders aussehende zurückgehen.

In einem rechten Klima der Ausgrenzung, Unterdückung und Belästigung, werden sie sich weniger zeigen, ihre Meinung nicht kundtun, oder auch das Land verlassen.
Das ist in allen rechts oder totalitär geführten Staaten zu beobachten. Die paar dann immer noch Unangepassten, werden später durch staatliche Eingriffe zurechtgestutzt.

Das System rechts wirkt, wenn man es will, kann man die Stimmung des Hasses und der Unfreiheit genießen und muss nicht mehr Angst haben, dass einen ein Mann in einem Rock mit seinem Aussehen belästigt.

Ich bin beeindruckt, dass sich fast jeder 5. Deutsche so eine Gesellschaft wünscht.


Offline Skirtedman

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #139 am: 11.06.2024 13:27 »
Es ist ja alles richtig, was Ihr so schreibt. Ich wünsche mir nicht so eine Gesellschaft, wie Kim es gerade beschreibt.

Ich bin beeindruckt, dass sich fast jeder 5. Deutsche so eine Gesellschaft wünscht.

Wobei ich nicht glaube, dass jeder, der sein Kreuz dafür auf den Wahlschein gesetzt hat, sich wirklich in aller Konsequenz diese Art der Gesellschaft wünscht. Ich muss leider wieder das Wort "Populismus" bemühen, der es schafft, verunsicherte Menschen in den Bann restriktiver Lebensauffassungen zu ziehen. Das mündet aus einer Überforderung etlicher Menschen, die eine weltoffene Gesinnung nicht aus eigener Kraft sich vorstellen können, da bekräftigen dann populistische Parolen ihre weltoffene Zurückhaltung.

Leider ist auch etliches falsch gemacht worden in der Vergangenheit. Integration zugewanderter Menschen zum Beispiel hat man viel zu lange vernachlässigt oder für eine freiwillige Leistung der Neuankömmlinge gehalten. Ehemalige Kolonialmächte, auch so eine relativ unbedeutende wie Deutschland, trifft natürlich eine besondere Verantwortung. Sie, und ihre jetzigen Verbündeten (ich spreche vornehmlich von den Staaten der EU), haben aber unter dem Nimbus des verhältnismäßig sicheren Zusammenlebens und der wirtschaftlichen Prosperität zu leiden. Gutgemeinte humanitäre Hilfe lässt oft ausser Acht, dass es intern trotz durchschnittlichen Wohlstands noch viele ungelöste gesellschaftliche Aufgaben gibt.
Das wiegelt Interessenkonflikte auf. "Wir und die Anderen" gewinnt da an Bedeutung und reißt Gräben dazwischen auf. Das Erstarken der Nationalstaaten im "freien Europa" ist die Konsequenz. Manchenorts schneller als woanders.

Statt Menschen nach ihren Ethnien und Religionen in ein Wir und Andere aufzuteilen, sollten wir lieber jeder Form von Extremismus eine Abfuhr erteilen!

Das ist prinzipiell richtig. Eine "Abfuhr erteilen" darf aber nicht in Denkverbote münden. Das wiegelt Extremisten nur noch mehr auf. Oder mündet in Idealform in einen anderen restriktiven Staat, der dann eben in der politischen Mitte angesiedelt ist.

Das "Wir und die Anderen" muss mehr zu einem "Wir" führen! Denn wir können nicht mehr leugnen, dass der Islam - die potentiell islamisch geprägte Intoleranz von Timpers geschildertem Vorfall lag mir sofort nahe -, dass also der Islam inzwischen tatsächlich zu Deutschland gehört. Mit dieser Religion und den gesellschaftlichen Folgen müssen wir uns einfach auseinandersetzen.

Verdammen hilft da nichts.

Wie es zu einem alle einschließenden "Wir" kommen kann, zeigt gut ein Blick auf den Straßenverkehr.

Dort gibt es Regeln, die bestimmte Freiheiten einschränken, um ein allgemein auskömmliches Miteinander zu ermöglichen.
Fast jeder hält sich, egal welcher Gesinnung oder ob Rechtschaffender oder Krimineller, an die Regeln, die dafür geschaffen wurden. Und so ist es möglich, Tag für Tag immer wieder ohne ernsthafte Blessuren in diesem Netzwerk unterwegs zu sein und mit vielen Anderen mit unterschiedlichsten Interessen zusammen auskommen zu können.

Auch wenn es ein paar Rowdys gibt, und Unfälle, so haben wir ein erträgliches Miteinander im Straßenverkehr.

So muss das auch im Zusammenleben in unseren Städten, in unseren Bundesländern, in unserem Heimatland oder gewählten Aufenthaltsland funktionieren. Das ist kein Ding der Unmöglichkeit. Schwierig, nicht unmöglich.

Dazu gehört es aber, nicht "Multikulti" als die oberste Maxime zu stellen, sondern eine primäre Integration zu ermöglichen. Und da lief vieles schief. Wir ermöglichen zwar Einzelschicksalen eine vernünftige Chance, ein würdiges Leben zu führen, aber die Ursachen, weshalb Menschen es nach Europa getrieben hat, werden in deren Herkunftsländern dadurch nicht gelöst. Stattdessen bürden wir uns intern neue Aufgaben auf, an denen viele sich betroffen Fühlende an Überforderung scheitern.

Integration kann nicht gelingen, wenn wir viele Einheimische überfordern. Integration kann nur gelingen, wenn wir parallel zu unserem Respekt vor den Zugewanderten auch den Respekt vor den Grundwerten der neuen Lebensregion einfordern. Kulturelle Bereicherung muss das nicht ausschließen. Aber neue Parallelgesellschaften in einer in sich nicht völlig einigen Gemeinschaft kann dem Zusammenleben nicht dienlich sein. Und Parallelgesellschaften sind das beste Zeichen für mangelnde Integrationsleistungen auf beiden Seiten. Besonders von der politischen Seite, die für ein funktionierendes Miteinander sorgen sollte.

Offline Skirtedman

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #140 am: 11.06.2024 14:07 »
Aber daran sieht man auch mal wieder, dass es Menschen auf der Welt gibt die eindeutig ohne Hirn und Verstand auf die Welt gekommen sind.

Echt traurig sowas... >:(

Selber denken ist eben noch immer weitverbreitet unpopulär.

Da begibt man sich eben gerne in die vorgedachten Bahnen. Oder geht Vordenkern auf den Leim, die nur eigenen Profit daraus schlagen wollen, mit welchem Hintergedanken auch immer.

Wir Rockträger beweisen, dass wir zumindest im Lebensbereich "Bekleidung" selber denken können. Und es uns wert ist, eingetretene Pfade zu verlassen.

Jedoch ist selber denken ja nur begrenzt effizient. Warum soll ich jede Handlung, jede Meinung, jeden Lebensschritt mir selbst neu denken, wenn es viele vorgezeichnete, gangbare Wege gibt? Schule - Ausbildung - Beruf, zum Beispiel. Tanzschule - Flirten - Heirat - Kinder - Rente und Großeltern, zum Beispiel. Und ganz ganz vieles mehr.

Ich verweise noch mal auf den Straßenverkehr: Warum sollte ich mein Verhalten im Straßenverkehr selbst ausdenken, wenn es doch bereits Regeln dafür gibt, die weitestgehend recht gut funktionieren?

Das wirft noch mal ein Blick auf das "Wir und die Anderen"! In einer Gemeinschaft ist es wichtig, ein "Wir" zu entwickeln. Indem wir darauf vertrauen können, dass alle anderen weitgehend sich so verhalten, wie es die Regeln oder Gewohnheiten eben erwarten lassen. Es wäre ein Chaos, wenn wir jedesmal, sobald wir einem Anderen begegnen, die Regeln untereinander erneut aushandeln müssten. Das wäre die reine Anarchie. Deshalb vertrauen wir, dass jeder ein Mindestmaß an auskömmlichen Miteinander nach erwartbaren Regeln einhält.

Dieses Vertrauen reicht eben nur so weit, wie wir uns gegenseitig als ein relativ gleichberechtigtes "Wir" erkennen.
Das war geschichtlich schon immer wichtig, innerhalb einer Sippe, innerhalb eines Sippenbündnisses, innerhalb einer Dorfgemeinschaft, einer Stadt, eines Fürstentums oder eines Staates. Gleichzeitig gab es aber auch immer ein "die Anderen", die Fremden, die Feinde, wo man ein erwartbares Miteinander nicht ungefragt erwarten konnte, sondern eine Bedrohung befürchten musste.

So ist das auch mit Bedrohungen, die von aussen kommen. Wenn sie in Form von z.B. Islamismus hier eingeschleppt werden, dann sind das unweigerlich "die Anderen". Auch die Integrationswilligen sind zunächst "die Anderen", weil sie ihre Integration erst einmal unter Beweis stellen müssen.

Genauso ist es aber auch mit den Zugewanderten. Finden sie Menschen mit ähnlichen Lebenserfahrungen, dann entsteht da schneller ein "Wir" unter ihnen als ein "Wir" mit uns. Trotz aller Sehnsucht, zu uns zu kommen, bilden sich dort auch "Wir"-Gefühle aus, die uns als "die Anderen" erscheinen lässt.

Drum ist es auch verständlich, dass deren "Wir" inmitten neuer Lebensumstände einen Zusammenhalt befördert, den wir Einheimischen als Parallelgesellschaften wahrnehmen.

Nichts aber eint uns mehr, als ein Traum eines besseren Lebens, oder zumindest keines schlechteren Lebens. Das aber ist nur möglich, wenn die jeweils Anderen deren "Andere" etwas verstehen und zu einem besseren Miteinander finden.

Daraus ergibt sich noch kein Erfolgsrezept für ein Picknick im Park in Sichtweite zueinander. Aber Integration, "Mitnahme", "Einbindung" ist das Schlüsselwort. Nicht Ausstoßen. Und nicht nur für die gewünschten Fachkräfte, die Deutschland angeblich bräuchte, sondern für alle, die sich entschieden haben, hier zu leben.

Offline Skirtedman

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #141 am: 11.06.2024 14:17 »
Doppelrock, Du hast es jetzt geschafft, dass wir mit Blick auf den Picknick-Vorfall nun überwiegend auf den Islam als "Feindbild" gekommen sind.  :D
Dabei wissen wir gar nicht, welcher Art Familiengruppe der Auslöser für diesen Vorfall war. Jedenfalls war es eine intolerante Familiengruppe oder zumindest intolerante Verteidiger dieser Familiengruppe. Sie fühlten sich in ihrer Integrität bedroht, und bedrohten dadurch die empfundene Gefahr. Das ist eine Eskalation, die man nur mit Verständnis erfassen kann, aber mit nichts zu rechtfertigen ist, sofern man nicht selbst mal wegen was auch immer als Bedrohung gelten möchte.

Offline Timper

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #142 am: 11.06.2024 15:28 »
SKM , es gibt Regeln ( im StGB) nur sind eben einige der Meinung das muss sie nicht interessieren und sie können andere verprügeln im Park oder noch schlimmer sie laufen mit dem Messer durch Mannheim.
Und deswegen wählen viele mittlerweile die Parteien, von denen sie sich Abhilfe erhoffen. Andere nennen das Law and Order.
Das hat nichts mit Einschränkungen von Freiheit zu tun, sondern gewährleistet sie sogar.
Auch und besonders für Rockträger!
Ich möchte hier nicht lesen, das jemand ein Messer wegen seinem Rock im Kreuz hatte! (Zugespitzt).
Dein Wort Verständnis halte ich für unangebracht. Man kann den Gedankengang nachgehen, aber das hat nichts mit Verständnis zu tun. Da schwingt für mich zu viel Nachsicht mit. Das kann es nicht geben. (Ich weiß, dass du das du nicht meinst, aber das Wort ist einfach falsch.

Nachtrag, durch Zufall gelesen.

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/mainufer-frankfurt-mann-19-greift-frau-mit-messer-an-19781269.html


Ist das Freiheit? Wohl kaum.
Ist es Zufall, das es wieder ein Migrant war? Ich weiß es nicht.
Ich weiß aber, was ICH unter Law and Order verstehe.
Für MICH bedeutet das Verurteilen, absitzen und danach abschieben! Unerwünscht!
Und da ist es völlig unerheblich, was in den Herkunftsländern los ist. Deutschland ist nicht das Sammelbecken für die Irren aus der ganzen Welt.
Das ist nicht Rechts , das ist gerecht.
Kuschelkurs ist vorbei.
Und das kann auch jemand männliches im Rock treffen! Man muss nur dem richtigen Irren in die Arme laufen.

Und MAS das hat nichts mit die armen Migranten werden zu hart bestraft. Die Strafen für Messerattacken sind für alle gleich!
Hier ist definitiv das Gastrecht (Asyl) in einer Gesellschaft, die schütz und unterstützt, verwirkt! Siehe Mannheim!

 
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Offline doppelrock

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #143 am: 11.06.2024 17:44 »
Lieber skirtedman,
das ist DEINE Interpretation, ich habe keine Gruppe genannt, sondern nur gewünscht, dass die Medien Klartext schreiben. Unterbleibt dieses, entstehen Reaktionen mit Unterstellungen wie deine.

Die Leute, die in jedem Nebensatz "gegen rechts" betonen, dürfen gern mal schreiben WOFÜR sie sind. gegen Regierungskritiker sein ist bestenfalls opportunistisch.

Offline MAS

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« Antwort #144 am: 11.06.2024 20:17 »
Aber daran sieht man auch mal wieder, dass es Menschen auf der Welt gibt die eindeutig ohne Hirn und Verstand auf die Welt gekommen sind.

Echt traurig sowas... >:(

Als sie auf die Welt kamen, hatte sie beides wahrscheinlich noch. Aber dann muss was schief gelaufen sein.

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Offline MAS

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« Antwort #145 am: 11.06.2024 20:19 »
Ich bin beeindruckt, dass sich fast jeder 5. Deutsche so eine Gesellschaft wünscht.

Das glaube ich gar nicht mal. Viele wollen nur gerecht behandelt werden. Nur haben sie nicht verstanden, dass sie da den Bock zum Gärtner machen.

LG, Micha
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Offline Timper

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« Antwort #146 am: 11.06.2024 20:51 »
Fakt das viele mit dem bisherigen Bock , Gärtner oder was auch immer eben nicht zufrieden waren und jetzt eine anderen Bock Gärtner oder was auch immer probieren.
Das nennt sich Demokratie.
So läuft das Spiel.
Und bei der nächsten Wahl kann es wieder so sein.
Wir haben keine Fürsten die für die nächsten 100 Jahre an der Macht sind.
Jede Regierung muss sich messen lassen an ihren Ergebnissen.
Eine Wahl ist ein Rechnung/ Abrechnung vom Souverän , dem Wähler!
Und das ist gut so! 
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Offline MAS

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« Antwort #147 am: 11.06.2024 22:18 »
Wolfgang, ich finde Deine beiden Texte hier sehr gut! Danke!

Sicher keine Denkverbote, aber durchaus Denkschulen, wie es sie seit Jahrtausenden gibt, im Rahmen von Religionen und Philosophien.

Das schon seit Jahren neue Zauberwort heißt übrigens nicht mehr "Integration", sondern "Inklusion". Der Unterschied ist der, dass bei der Integration verlangt wird, dass eine Gesellschaft einen Menschen, der irgendwie benachteiligt ist, in bestehende Systeme integriert, während bei der Inklusion eine Veränderung der Systeme so, dass sich alle darin wohlfühlen und teilhaben können, forciert wird. Der Begriff kommt aus der Sonderpädagogik und wurde zunächst für die Inklusion körperlich oder geistig behinderter Menschen entwickelt (enger Inklusionsbegriff), dann aber ausgeweitet wurde auf Menschen, die sie Sprache oder andere Skills noch nicht beherrschen (weiter Inklusionsbegriff).

Inklusion - und Integration auch - funktionieren nicht so nebenher. Es braucht Schulungen, Betreuungen, Hilfestellungen, die auch nicht alle ehrenamtlich erbracht können. So haben wir in "meinem" Verein, dem BIM (https://migrapolis.de/bim-e-v/) hauptamtliche Angestellte, die sozialpädagogische Familienhilfe geben. Das kostet Geld. Das kommt aus öffentlichen Kassen. In Bonn haben wir noch gesunde politische Verhältnisse, aber ein Kollege eines anderen Vereins in Offenburg klagte schon, es sei schweiriger, die Gelder zu beantragen, seitdem AfD-Politiker mit darüber bestimmen. Er meinte, sie würden Vereine wie den seinen - und dann eben auch wie den unseren - am liebsten schließen. Denn wir arbeiten ja für die Inklusion, und die AfD will keine Inklusion, sondern Exklusion von Ausländern, nicht weil sie Straftäter sind - die kommen ihnen nur recht, um gegen Ausländer oder Andersgläubige generell hetzen zu können - sondern weil sie in ihren Augen unsere Kultur überfremden. Es ist halt völkisches Gedankengut. Nicht jeder AfDler hat dieses, aber leute wir Bernd Björn Höcke zum Beispiel. Angeblich wählen viele die AfD nicht wegen, sondern trotz Höcke. Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer!

Die demokratischen Parteien haben aber tatsächlich viele Fehler gemacht. Ich habe mir heute ein Heft der fachschaft Soziologie mitgenommen, das in der Mensa auslag. Es heißt "Climate Justice", also Klimagerechtigkeit. Wenn die Bekämpfung oder Abmilderung der Klimakatastrophe, die sich immer deutlicher abzeichnet - auch wenn die AfD das leugnet - ein allgemein menschliches Problem ist, müssen wir auch gemeinsam dagegen vorgehen, und nicht die Hauptlast den Ärmeren aufbürden, seien sie in ärmeren Ländern oder auch in unseren reicheren. Klar, wenn sie sich finanziell am Abgrund sehen, wählen sie auch mal extremistisch, auch wenn sie diesen Leuten herzlich egal sind. Wer sich von Putins Russland und Xis China bezahlen lässt, kann nicht ernsthaft behaupten, demokratisch zu sein.

Der Bock, lieber Timper, der demokratisch gewählt wurde, muss nicht demokratisch bleiben, wie Orban, Erdogan und Modi und natürlich auch Trump beweisen.

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Offline Timper

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Antw:Eurovision Song Contest 2024
« Antwort #148 am: 11.06.2024 22:31 »
Wer so viel Mist baut wie die derzeitigen Machthaber darf nicht darüber klagen das andere davon profitieren!
Das ist einfach abschieben von Verantwortung!
Da sollte man endlich mal bei sich! mit der Fehlersuche anfangen.
Ich kann jeden verstehen der die Schnauze voll hat.
Ideale und Moral muss man sich leisten können.
Gut so das das Pendel sich ausbalanciert.

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Offline Kim70

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« Antwort #149 am: 11.06.2024 23:32 »
Die Leute, die in jedem Nebensatz "gegen rechts" betonen, dürfen gern mal schreiben WOFÜR sie sind. gegen Regierungskritiker sein ist bestenfalls opportunistisch.

Gerne  lieber Doppelrock:
Ich wünsche mir eine Politik, die an erster Stelle in aller Konsequenz, unsere Lebensgrundlagen sichert, und wissenschaftliche Erkenntnisse nach gängigen Prinzipien anerkennt.
Mit unseren meine ich die der Menschheit.
Mir ist dabei bewusst, dass das Wirtschaften/Leben in der derzeitigen Form für Deutschland und andere entwickelte Nationen nicht mehr möglich sein wird, es wird aber die Lebesgrundlsge meiner Kinder und Enkel sichern.
Ich wünsche mir einen starken Staat, der in der Lage un willens ist, die Gesetze die in D bereits existieren durchzusetzen, und auch in der Lage ist, Bedürftigen Hilfe und
 Zuflucht zu gewähren, auch wenn es für die bestehenden Einwohner zu einer Belastung werden kann.

Ich wünsche mir eine Politik,  die Vermögen ab einer bestimmten Höhe kappt, oder verhindert.
Diese Höhe sehe ich dort, wo Geld vor allem dem Machtgewinn dient unendliche nicht mer alleine dem persönlichen Nutzen.

Und ja, eine solche Politik zuende gedacht/gemacht würde den Komfort in Deutschland für die nächste Zeit senken.

Langfristig wird die gesamte Welt davon profitieren.

Andere Staaten werden sich anschließen müssen,  soll es nicht zu einem Kollaps der Welt kommen.




 

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