Autor Thema: Mark Bryan - Married father of 3 wears skirts, heels to work because ‘he can’  (Gelesen 7149 mal)

Offline Matthias

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Ich meine mich zu erinnern, dass er hier einen Account hat und auch schon mal was geschrieben hat. In der Galerie hat er glaube ich auch mal was hochgeladen. Ich finde es aber auf die schnelle nicht.

@high4all
Hajo, die sieben männlichen Hobbys: Sex+Saufen+Grillen
Alle guten Dinge sind drei!  ;D

Grüße Matthias
Give respect to get respect.
Gewohnheiten zu verlassen bedeutet neue zu gewinnen.

Offline MickyBlueEyes

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Ich meine mich zu erinnern, dass er hier einen Account hat und auch schon mal was geschrieben hat. In der Galerie hat er glaube ich auch mal was hochgeladen. Ich finde es aber auf die schnelle nicht.
...

siehe Jürgens Beitrag ...  ::)

Offline Holger Haehle

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Aber wie schafft es der Mann so eine Welle zu machen? Ich wäre schon happy, wenn dieses Forum nur einen Teil seiner öffentlichen Aufmerksamkeit bekäme.

Offline cephalus

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Aber wie schafft es der Mann so eine Welle zu machen? Ich wäre schon happy, wenn dieses Forum nur einen Teil seiner öffentlichen Aufmerksamkeit bekäme.

Ein Teil ist sicher Zufall, der Rest:

Er stellt sich als Person in die Öffentlichkeit.
  - mit Name
  - mit persönlichen Informationen
  - mit Bildern
  - mit Hintergrund
Seine Bilder sind interessant, gepflegt, auffallend aber nicht abstoßend.
Er ist umfangreich in sozialen Medien präsent.
Er kommuniziert auf englisch.
Er geht offen mit Massenmedien um.

Vieles davon passiert hier gerade nicht.
Die meisten achten auf Anonymität, halten sich aus sozialen Medien fern, betrachten den Umgang mit Massenmedien mindestens kritisch, veröffentlichen kopflose Bilder, oft mit eher experimenteller Kleidung, die auch nicht immer einen gepflegten Eindruck hinterlassen.

Dass soll keine Kritik sein (sonst würde ich mich in vielen Punkten selbst kritisieren ;) ) aber eine Erklärung. 

Cephalus


Offline high4all

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Aber wie schafft es der Mann so eine Welle zu machen? Ich wäre schon happy, wenn dieses Forum nur einen Teil seiner öffentlichen Aufmerksamkeit bekäme.
Warum? Wozu?

Nicht alle Rockträger sind "Rampensäue". Oder wollen sich abhängig machen von Followern, die am Ende vorgeben, was der Gefollowte zu tragen hat, damit sie ihm weiter folgen.

Mir genügen die Komplimente, die ich ab und an erhalte. Für die ich jedoch nicht meinen Stil ändere, damit es mehr werden.

Und auf bearbeitete Fotos, die nicht mich, sondern ein idealisiertes Trugbild von mir zeigen, sind nicht mein Ding. Es reicht schon, wenn ich mich auf den Fotos möglichst vorteilhaft präsentiere.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine)

Offline cephalus

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Aber wie schafft es der Mann so eine Welle zu machen? Ich wäre schon happy, wenn dieses Forum nur einen Teil seiner öffentlichen Aufmerksamkeit bekäme.
Warum? Wozu?

Nicht alle Rockträger sind "Rampensäue". Oder wollen sich abhängig machen von Followern, die am Ende vorgeben, was der Gefollowte zu tragen hat, damit sie ihm weiter folgen.

Ich sehe das wie Hajo, wenn Du für dich die Aufmerksamkeit erreichen willst, dann ist das ungleich einfacher zu erreichen wie für ein schmuckloses Forum - das dann vieleicht sogar manch zaghafte Interressenten abschrecken könnte.
Cephalus


Hansi1973

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Aber wie schafft es der Mann so eine Welle zu machen? Ich wäre schon happy, wenn dieses Forum nur einen Teil seiner öffentlichen Aufmerksamkeit bekäme.

@cephalus hat schon viel genannt.

Ich würde zwei Faktoren herausstellen:
1. der Bruch mit der "typischen Männlichkeit" (mehrere Frauen, geile Autos, technik-affiner Job, Football,...) und dann eben Rock und Heels
2. englisch - das versteht die halbe Welt und/ oder kann es in die anderen Sprachen leichter übersetzen

Und so kommt man binnen 24h mit der gleichen Story einmal um die Erde.

Die Frage, die man sich für ein Forum, einen Verein, o.ä. aber auch stellen muss: "Will ich das?"
a) Will ich die Öffentlichkeit nutzen, um Gehör zu finden, damit mehr Menschen davon erfahren, das verstehen und einsehen "ja, warum eigentlich nicht?",
b) will ich mich in den Vordergrund stellen und riskiere dabei, Klischees zu bedienen und
c) laufe ich damit Gefahr, die "falschen" Kollegen für mein Forum/ den Verein zu gewinnen? (die sich bswp. nur zum gegenseitig liebhaben treffen wollen)
d) mache ich mich zur Zielscheibe für Gespött/ verbaue ich mir die Karriere/ riskiere ich womöglich Angriffe durch No-Brainer?

Ich denke, diese Fragen musste sich Mark nicht stellen.


Bruno

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Ob er sich die Fragen gestellt hat, wissen wir nicht. Er hat sie eindeutig beantwortet und sein Ding gemacht. Respekt.
Das muss ein Forum nicht leisten. Das wäre nicht die Aufgabe eines Forums.
Das soll und kann jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch können natürlich Synergieeffekte entstehen...
Viele Grüße
Bruno

Offline Jan Paul

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Kann es nicht sein, dass der Typ irgendwas macht, was er eben macht - wahrscheinlich beruflich und erfolgreich - UND das Zeug trägt. Beides ist ihm wichtig und macht ihn aus. Und er hat's zusammengebracht. Das ist doch einfach fein.

Rocky_Toky

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Der Mann ist absolut souverän, der macht sein Ding.

Offline Holger Haehle

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Liebe Leute,

Ich habe mal meine Frau zu den Bildern des US-Amerikaners befragt, denn ihre Expertise als Psychologie-Professorin hat mir schon mehrfach bei meinem Buch geholfen.

Sie sagt: Der Mann ist “doing Gender”, so ist die Fachbezeichnung für ein Verhalten, das Anleihen beim anderen Geschlecht macht, ohne sich als solches auszugeben. Er macht genau das, was Aktivisten der Queer-Theorie fordern. Die Gesellschaft fordert Heteronormativität, aber er bricht mit dem heteroperformativen Verhalten. Performativ, da Gender kulturell konstruiert und erlernt sind, so dass ein Befolgen zur verinnerlichten Rolle (Performation) wird. Und damit bricht der Mann in diesem Fall.

Die gewählten Kleidungsstücke (hohe, dünne Absätze und enge Röcke, mit Lackoptik, die den Körper modellieren) sind weiblich und sexuell konnotiert. Da die Erscheinung des Mannes, auch durch die Glatze, betont männlich ist, ist das Zusammentreffen mit sexuell pointierten femininen Kleidungsstücken dissonant. Diese Spannung macht das Auftreten spektakulär bis frivol, was die öffentliche Rezeption prägt, die eher shocking ist. Das Verhalten des Mannes ist mehr als Transgressing (Genderbending). Es ist ein "Gender-Fuck". Ein solches Verhalten ist ein Statement für Freiheit, aber keine Werbung für den Männerrock, gerade weil die sexuellen Zitate (Anspielungen) der gewählten Kleidungsstücke den Eindruck dominieren.

Da die gewählte Kleidung sexualisierte Varianten sind, die eng mit Männerfantasien verbunden sind, liegt der Verdacht statistisch nahe, dass der Mann eine heteronormale sexuelle Männerfantasie auslebt. Das, was er an einer Frau erregend findet, stimuliert ihn auch, wenn er selbst ein solches Outfit trägt, weil die optischen Reize durch sensorische Reize des Tragens und Stöckelns nicht nur ersetzt, sondern verstärkt werden. Der öffentliche Auftritt, in aus gesellschaftlicher Sicht tabubrechender Weise, kann einen exhibitionistischen Schub auslösen.

Offline Ludwig Wilhem

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Hallo Holger, danke für deine/ deiner Frau Ausführungen. Ich will sie nicht werten, obwohl einige Aussagen für mich fraglich sind, aber trotzdem ist diese Sichtweise sehr interessant. Nochmals danke auch an deine Frau.
Ludwig
Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.

Offline Barefoot-Joe

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Da die Erscheinung des Mannes, auch durch die Glatze, betont männlich ist, ist das Zusammentreffen mit sexuell pointierten femininen Kleidungsstücken dissonant. Diese Spannung macht das Auftreten spektakulär bis frivol, was die öffentliche Rezeption prägt, die eher shocking ist.

Och, naja. Er ist doch relativ dezent unterwegs, wenn man von der generell ungewohnten Kombination absieht.

Frivol und shocking können Andere dann doch besser:

https://www.instagram.com/turquoisebliss_77/?hl=de
https://www.instagram.com/andys_happymoments/?hl=de
Ich bin ein Mensch mit Irritationshintergrund.

Normality is a paved road: it’s comfortable to walk, but no flowers grow. - Vincent van Gogh

Offline JJSW

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Ui-jui-jui, sich so frivol in sozialen Netzwerken zu präsentieren, da muss man wohl schon ziemlich abgebrüht sein  :o

Willkommen zurück im Forum, Barefoot-Joe, hab dich schon bissle hier vermisst  :)

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline Holger Haehle

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Da die Erscheinung des Mannes, auch durch die Glatze, betont männlich ist, ist das Zusammentreffen mit sexuell pointierten femininen Kleidungsstücken dissonant. Diese Spannung macht das Auftreten spektakulär bis frivol, was die öffentliche Rezeption prägt, die eher shocking ist.

Och, naja. Er ist doch relativ dezent unterwegs, wenn man von der generell ungewohnten Kombination absieht.

Frivol und shocking können Andere dann doch besser:

https://www.instagram.com/turquoisebliss_77/?hl=de
https://www.instagram.com/andys_happymoments/?hl=de

Naja Joe,

dezent liegt im Auge des Betrachters. Allein die hohen Hacken werden von etwa 90% der Frauen nicht getragen wegen ihrer sexuellen Symbolik. Geschlechtsindifferent ist das akzentuierende Auftreten somit nicht. Es ist nicht genderless. Der Zusammenprall zweier Welten ist gesucht. Das macht die Sache spektakulär. Das wird natürlich nicht von dir als frivol empfunden, du bist ein progressiver Geist, aber von einer bürgerlichen Mehrheit, die dazu auch gleich versucht ist eine homosexuelle Schublade aufzuziehen.

Vergleiche sein Auftreten mit einer Hosenrolle wie im Rosenkavalier, dann weisst du was gemeint ist. Damals ergötzte sich der Kleinbürger auch gerne an transgressiven Darstellungen, weil die so frech und anstößig waren. Nicht ohne Grund betitelte Renoir seine Darstellungen von Frauen in Hosenrollen als Transvestitinnen. Das geschlechterübergreifende Verhalten wurde eben nicht als "normal" empfunden. Es war weder genderless noch geschlechtsindifferent.

Deine Links zeigen nicht Männer, die weibliche Kleidungsstücke entweiblichen, sondern sie in ihrer weiblichen Symbolik sexuell betonen und die Betonung nochmals verstärken, indem sie ein gesellschaftliches Tabu brechen und die Sexsymbole des einen Geschlechts auf ein anderes Geschlecht übertragen. Das kann dir durchaus gefallen, löst aber eben keine Gendergrenzen auf; denn durch die Gegenüberstellung wird der Kontrast erst so richtig deutlich, das Frauen von der Venus und Maenner vom Mars sind.

 

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