Autor Thema: It’s Perfectly Acceptable For Dudes to Rock Women’s Clothes Now  (Gelesen 2380 mal)

Offline culture skirt

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Mein Stil ist ein Identity Style. ;)
Das ist dann die nächste Stufe, wenn alles andere auch nicht funktioniert. Zu deutsch.: Soll doch jeder machen was er will, mich aber damit in Ruhe lassen.

Offline Skirtedman

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Für normale Leute trägt Hajo Frauensachen und keine Egalitarykleidung.

Aber genau darum geht es doch, Meckerjule!

Dass es eben egal ist, was Du trägst und wer Du bist.

Hajo muss sich allerdings von wohl uns allen am wenigsten darum Gedanken machen. Er trägt Frauensachen und er wirkt ja wie eine Frau. Und er drückt es ja nun vielleicht mehr als nur spaßhaft aus, es sei Identity Style. Vermutlich trifft auf Dich Egalitarian sehr viel mehr zu (soviel wir von Dir erahnen können) oder auf mich.

Offline Holger Haehle

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Hajo ist hier im Forum gerade weil er traditionelle Konnotationen am radikalsten egalisiert the most egalitarian Man.
Und Jule ist hier am wenigsten egalitär, weil sie praktisch jede Mode nach sehr eigenwilligem Gusto ästhetisch weiblich zuordnet.

Offline skortsandtights

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Hallo Holger,

danke für den Lesehinweis.

LG hohenlohe74

- und ist das schon egalitäre Mode? Wie man sieht ist das doch normal.

https://www.welovecolors.com/shop/crafts/fabrics/imperfect-tights
https://www.welovecolors.com/buzz/2018/Comfortable-Colored-Tights-for-Men-do-Exist
https://www.youtube.com/watch?v=x_OsnLoXINw

Für mich ist das auch ein sehr gutes beispiel, danke für dle links.
Die strumpfhose ist sicher das bekleidungsstück das ohne wenn und aber wirklich von allen getragen werden kann.



Offline Holger Haehle

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Ja Hohenlohe,

die Links erheben den Anspruch ein Produkt für alle anzubieten.
Es ist eben egal wer was anzieht. Die  bunten Strumpfhosen wollen egalisieren.
Das will prinzipiell auch die Genderless Fashion, geht aber dabei  bisher viele Kompromisse ein.

Jule wird gegen die "Gleichmacherei" ästhetische Einwände äußern. Aber, auch die allgemeine Ästhetik folgt modischen Sichtweisen, die veränderbar sind. In der Renaissance waren Strumpfhosen total sexy und zwar nur am Mann. Jule wird das nicht einsehen, weil  das nicht zu ihrer soziokulturellen Prägung  im 20./21. Jahrhundert gehört, die sie zu einem Fetisch verklärt hat.

Offline sentinel

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Jule wird das nicht einsehen, weil  das nicht zu ihrer soziokulturellen Prägung  im 20./21. Jahrhundert gehört, die sie zu einem Fetisch verklärt hat.

Moin ...
Ich denke die Sichtweisen sind halt sehr vielfältig ... für mich ist der Rock und nur dieser ein bequemes und luftiges Kleidungsstück alles darüber hinaus schränkt bequem und luftig deutlich ein und dann kann ich auch gleich zur Hose greifen.
Das ist meine praktische evtl. auch pragmatische Sichtweise, deshalb kann ich vielem hier nicht folgen.

Beste Grüße
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Lieber Lappen vorm Mund als Zettel am Fuß

Offline Skirtedman

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Hi Sentinel,

das war auch lange meine Überzeugung!

Ganz am Anfang hatte ich Strumpfhosen getragen, weil ich das so vom Röcketragen der Frauen gewöhnt war, dass im Winter Strumpfhosen fällig werden.

Sehr bald hatte ich schöne lange und vollkommen ausreichend warme Röcke gefunden, die ich auch im Winter, ohne Strumpfhosen anziehen zu müssen, selbst bei tiefen Minusgraden tragen konnte.

Ich genoss diese Freiheit und meine Überzeugung war die gleiche wie Deine. Mehrere Jahrzehnte.

Seit ich erst vor wenigen Jahren keine Lust mehr hatte, immer nur lange Röcke im Winterhalbjahr zu tragen, wieder-entdeckte ich die Strumpfhosen.

Seitdem weiß ich, dass Strumpfhosen deutlich angenehmer zu tragen sind als jeglichen anderen Hosen. Aber auch mir ist die Grundüberzeugung, es ohne Hosen bequemer zu haben, bis heute nicht abhanden gekommen.

Offline Skirtedman

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Hajo ist hier im Forum gerade weil er traditionelle Konnotationen am radikalsten egalisiert the most egalitarian Man.
Und Jule ist hier am wenigsten egalitär, weil sie praktisch jede Mode nach sehr eigenwilligem Gusto ästhetisch weiblich zuordnet.

Ich denke, auch hier sind die Sichtweisen sehr vielfältig (um die Formulierung von Sentinel nun auf dieses Themengebiet anzuwenden).

In puncto Jule mag ich - soweit ich Jules Optik aufgrund der dürftigen Beweislage überhaupt korrekt einschätzen kann - Dir, Holger, vielleicht am ehesten noch Recht geben.

Bei Hajo empfinde ich, dass die egalitäre Botschaft bei flüchtigen Begegnungen am wenigsten ankommt und genau deswegen die Signale setzt, die die traditionellen Zuordnungen am stärksten unterstützen. Im Umgang mit Freunden und Bekannten mag das bei Hajo sich dann ja anders auflösen, da weiß ich aber zu wenig drüber.

Am besten lassen wir die genannten doch selbst sprechen, sofern Lust dazu besteht.

Offline Skirtedman

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Und schon, lieber Holger, haben wir mit diesem neuen Begriff 'Egalitarian Fashion' schon wieder unscharfe Definitionsmuster.

Für mich passt zu diesem Begriff sehr gut das hier: 'Feminin umdefiniert' = würdevoll

Dieser neue Begriff (also 'Egalitarian Fashion' meine ich jetzt, nicht 'würdevoll') müsste auch erst einmal unter die Leute gebracht werden. Denn im Netz ist auf die Schnelle dazu nichts zu finden.

Ausserdem schien mir in dem von Dir mit uns geteilten Artikel diese Wortfügung nicht als feststehender Begriff gedacht zu sein, sondern einfach eine Wortkombination, um den Text und die Aussage, was in diesem Satz gemeint ist, einfach zu verdeutlichen.

Nicht zuletzt taucht diese Wortkombination auch nur ein einziges Mal in diesem längeren Text auf.

Aber Holger, Du kannst dies ja als Initialzündung verwenden, um in Deinen Publikationen diesen Begriff zu prägen. Vielleicht gehst Du damit in die Modegeschichte ein.

Leider halte ich den Begriff allerdings auch nur tauglich im Umgang in modehistorischen Betrachtungen. Für die Alltagssprache ist dieses Wortgebilde viel zu anstrengend. Vielleicht aber ließe sich auch davon abgeleitet etwas flüssigeres schaffen, was die Alltagssprache bereichern könnte, vielleicht 'Egal-Mode' oder 'Egal-Stil'. Und vielleicht setzt sich irgendwann mal auch der Begriff 'Egal-Mode' international durch, womit dann modehistorisch Deutschland als Trendsetter vielleicht verbunden wird.

Und wir sind Teil davon. Die meisten jedenfalls ;)
Also, Holger, nur zu!

Offline culture skirt

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Vielleicht aber ließe sich auch davon abgeleitet etwas flüssigeres schaffen, was die Alltagssprache bereichern könnte, vielleicht 'Egal-Mode' oder 'Egal-Stil'.
Die Mir scheiß Egal (wie ich rumlaufe) Mode ist der Jogginganzug.

Offline culture skirt

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In der Renaissance waren Strumpfhosen total sexy und zwar nur am Mann.
Das stimmt nicht. Frauen mussten ihre Beine verstecken, weil ihre Beine ein starkes Sexsymbol waren (Was sie heute noch sind). Männerbeine hat dagegen keine Sau interessiert.
Das ist der gleiche Schmäh wenn du sagen würdest, Frauen müssten einen BH tragen, weil weibliche Brüste unästhetisch aussehen. Der Grund warum Frauen einen BH tragen (neben dem praktischen Zweck) ist, dass die weibliche Brust eine sekundäres Geschlechtsmerkmal ist und nackte Brüste Männchen anlocken.

Offline high4all

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Zitat
Der Grund warum Frauen einen BH tragen (neben dem praktischen Zweck) ist, dass die weibliche Brust eine sekundäres Geschlechtsmerkmal ist und nackte Brüste Männchen anlocken.

Haste noch mehr so witzige Beiträge?

So, so, nackte Brüste unter Kleid oder Bluse locken also Männchen an.  Frauen mit BH, aber ohne etwas darüber sind äußerst selten zu sehen. Jedenfalls hier im Westen. Kann sein, dass sie in DD ständig so unterwegs sind.

Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,14)

Never be limited by other people's limited imaginations. (Dr. Mae Jemison)

Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unsern Kleidern. (Heinrich Heine)

Offline Holger Haehle

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Jule, wenn du deine Theorie jetzt noch ein bischen mit historischen Beispielen garnieren würdest, könnten wir deinen Behauptungen vielleicht etwas abgewinnen.

Also die Sau, die sich am meisten für Männerbeine interessierte war die Kirche, die die Unsitte bekämpfte. Aus Zürich sind zahlreiche Erlasse schriftlich überliefert einschließlich "Bußgeldkatalog" für Männer, die zu viel Bein zeigten, weil Rock oder Schecke zu kurz oder der Strumpf zu transparent waren. Deine Herzensdame in Sachen Mode, Barbara Vinken, schreibt dazu in Angezogen-Die Geheimnisse der Mode: "Die schönen, engbestrumpften, vorrevolutionaeren Männerbeine sind die neuen Beine der Frauen ... zeigten Männer Beine, Po und Geschlecht."

Das nackte Frauenbeine nicht unsexy waren, hat niemand bestritten, ist aber nicht das Thema hier, zumal es die Männerbeine nicht unsexy macht.

Und der BH-Vergleich passt überhaupt nicht. Worauf berufst du dich da bloß? Hättest du in meinem Buch nachgelesen oder nur mal bei Wiki reingeguckt, dann wüsstest du, dass es BH's bereits als Strophium bei den Griechen gab. Und die haben das Brustband sehr unterschiedlich getragen. 
1. Bei den Minoern auf Kreta diente der BH der züchtigen Bedeckung im Bade.
2. Straff gebunden sollte der antike BH die Brust  der Spartanerinnen flacher drücken, um männlicher zu wirken.
3. Kurtisanen trugen das Brustband unter der Brust, so das diese hochgedrückt wurde. Das steigerte die Erotik.

Also nur einer von drei Gründen einen BH zu tragen, verfolgt die Absicht feminine Reize hervorzuheben. Wer liest ist klar im Vorteil!

Offline skortsandtights

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Diese erlasse aus  zürich hätten mich natürlich brennend interessiert  :D
Aber kleiderordnungen waren wohl in vielen städten gang und gäbe.
Auf jedenfall hatte man niemals die modische freiheit wie heute.
Das muss man sich auch mal vor augen halten wenn es um einen dresscode bei der arbeit geht.
Das angebot von We love colors finde ich gut.
I see your legs geht zum beispiel noch weiter und bietet einfach strumpfhosen an.
Das ist für mich Egalitarian Fashion  :)

Offline culture skirt

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Haste noch mehr so witzige Beiträge?

So, so, nackte Brüste unter Kleid oder Bluse locken also Männchen an.  Frauen mit BH, aber ohne etwas darüber sind äußerst selten zu sehen.
vielleicht bist du asexuell. Ach stimmt, du bist christlich. Das ist fast das gleiche.  ::) Ich sprach von barbusig, da es zum Pendant um nackte Beine ging. Und Strumpfhosen lassen das Bein nackt wirken, obwohl sie angezogen sind.

 

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