Autor Thema: If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?  (Gelesen 1275 mal)

Offline noch_so_einer

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schreibt zumindest die britische GQ

Offline cephalus

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #1 am: 13.08.2021 11:32 »
Netter Artikel,  danke für den Link.

Der Verfasser würde gerne, "kann" aber nicht - gut , dass wur hier schon weiter sind ;D

Offline Holger Haehle

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #2 am: 13.08.2021 12:41 »
Danke du einer,

schon wieder ein Artikel, den ich gleich weiter verbreitet habe auf Instagram und Pinterest.

Online JJSW

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #3 am: 13.08.2021 16:38 »
Netter Artikel,  danke für den Link.

Der Verfasser würde gerne, "kann" aber nicht - gut , dass wur hier schon weiter sind ;D

Wur hier sind schon weiter, doch über uns schreibt kaum einer einen Artikel  ;) ;D

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen


Offline cephalus

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #4 am: 13.08.2021 17:00 »
Netter Artikel,  danke für den Link.

Der Verfasser würde gerne, "kann" aber nicht - gut , dass wur hier schon weiter sind ;D

Wur hier sind schon weiter, doch über uns schreibt kaum einer einen Artikel  ;) ;D

Grüßle
Jürgen

Dann mach's doch selbst ;)
Z.B. Blogg starten, oder vernünftigen Artikel über die Männerrockszene schreiben, sich evtl. selbst einbauen und als freier Autor geeigneten Medien anbieten.
Ungewöhnliches, Skurriles und Themen bei denen die eigenen Redakteure wenig Kompetenz haben, werden manchmal ganz gerne genommen.
Am liebsten mit guten und rechtlich einwandfreien Bildern.

Ich hab sogar schon mal ernsthaft darüber nachgedacht.

Offline noch_so_einer

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Antw:If you are not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #5 am: 13.08.2021 17:37 »
Zur Zeit häufen sich die Artikel mit positivem Grundtenor - so auch bei den Italienern.

Vielleicht ist doch irgendwas dran....

Offline JoHa

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #6 am: 13.08.2021 22:33 »
Designergefasel. nicht oder kaum alltagstauglich.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline Holger Haehle

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #7 am: 14.08.2021 18:37 »
Nochmal danke noch_so_einer,

wieder ein guter Griff, denn der Artikel führt zu mehreren Designern aus New York. Bitte bleibe wachsam.

Die Sachen sind zwar nicht immer tragbar, aber inspirierend.

Und interessanter Weise haben die Designer mit ihren abgefahrenen Männerröcken bei Instagram viel mehr Klicks, als die meisten Männerrockaktivisten. Wieso sprechen die ein so weites Publkum an, wo Leute wie ich praktische Rockmode zeigen, die tausendmal tragbarer ist?

Ist das wieder dieser Mark Bryan Effekt? Wer kann es mir erklären?


Offline cephalus

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #8 am: 14.08.2021 20:24 »
Erklären?

Nö, aber vielleicht ist es irgendwie etwas wie Sensationslust?
Was herraussticht, skurril und auffällig ist, löst stärkere Emotionen und Klickfinger aus,  im Vergleich zum fast Normalen.
Damit, dass es den Leuten besser gefällt,  dass sie es eher tragen würden,  hat das nichts zu tun.




Unabhängig davon ist meist die optische Wirkung einer professionellen Aufnahme von gestylter Designerkleidung an einem gut aussehenden Modell besser, als die Handyaufnahme von einem schief sitzenden Discounterkleid an einem "Hendelfriedhof"

Offline Holger Haehle

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #9 am: 15.08.2021 11:33 »
Das Designer und auch Mark Bryan so viel Zustimmung für abgefahrene Kreationen bekommen, kann doch nicht bedeuten, dass sie solche Mode ablehnen.

Ich sehe das Liken solcher Modeideen durchaus als ein Zeichen grundsätzlicher Zustimmung. Und ich glaube auch nicht, dass diese Zustimmung sich ins Gegenteil verkehrt, wenn tatsächlich Männer diese Röcke in ihrem persönlichen Umfeld anziehen.

Die Klicker möchten nur nicht selbst den Anfang machen. Aber wenn die Zustimmung insgesamt auch zu gewagten Modekreationen groß ist, dann finde ich,  sollte der Einzelne weniger Angst haben, denn die Angst vor negativen Reaktion ist folglich unberechtigt.

Offline cephalus

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #10 am: 15.08.2021 18:49 »
Ablehnen sicher nicht, aber für sich selbst akzeptieren tun es die meisten   Männer eben auch nicht.
Ja vielleicht freuen sie sich wenn ihnen jemand so bekleidet begegnet.

Offline Skirtedman

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #11 am: 16.08.2021 01:35 »
Aber wenn die Zustimmung insgesamt auch zu gewagten Modekreationen groß ist, dann finde ich, sollte der Einzelne weniger Angst haben, denn die Angst vor negativen Reaktion ist folglich unberechtigt.

Naja, nicht ganz. Denn negative Reaktionen werden aus dem eigenen Umfeld bestimmt kommen. Weil es viele dann doch erst mal noch überfordert, wenn ein geliebter oder funktionierender Verwandter sich auf einmal anders verhält als es ihm zugedacht wird.

Drum ist es wichtig, wenn in den Medien Berichte zu finden sind, in denen die vorgestellten Rockträger/Kleidträger auch offen sich zu ihrem Mannsein bekennen bzw. klar ist, dass sie aus den klassischen binären Rollenzuschreibungen nicht ausbrechen möchten. Bei einem Mario Barth im Rock würde man zum Beispiel nicht annehmen, dass er irgendwie ein bisschen transgender wäre. Dann kommt in der Öffentlichkeit nämlich allmählich an, dass Röcketragen nichts mit sexuellen Neigungen oder Identitätskrisen zu tun haben muss. Nicht dass sexuelle Neigungen oder Identitätskrisen nicht auch ihre Berechtigung haben dürften, wenn aber 'alles zusammenkommt', dann überfordert es die Verwandtschaft dann doch sehr stark. Und genau diese damit verbundenen Ängste provozieren ja die negativen Reaktionen im eigenen Umfeld.

Deswegen ist es gut, je mehr in Medien 'Mann in Rock oder Kleid' eben NICHT mit Infragestellung sonstiger männlicher Rollenerwartung in Verbindung gebracht wird. Damit das Umfeld schon mal lernen kann und ohne die Klischeeängste an einen 'Mann im Rock' in der Verwandtschaft herangehen kann.

Solche wiederholten Medienberichte bzw. mediale Präsenzen können also auch Männer aus der Reserve locken, die bislang sich nicht trauten.

Ich sehe das Liken solcher Modeideen durchaus als ein Zeichen grundsätzlicher Zustimmung. Und ich glaube auch nicht, dass diese Zustimmung sich ins Gegenteil verkehrt, wenn tatsächlich Männer diese Röcke in ihrem persönlichen Umfeld anziehen.

Ich glaube, da sind eine Reihe von jungen Mädels bzw. Frauen dabei, die das einfach cool finden und liken. Das schließe ich auch aus den Reaktionen (vielfältigen Reaktionen, positiven Reaktionen) von Passanten, die ich überwiegend von Frauen und besonders jungen bis sehr jungen Frauen bekomme.

Mit Sicherheit sind aber auch Männer dabei, die sich bisher einfach noch nicht trauten, das selbst so oder so ähnlich zu machen.

In beiden Fällen aber ist ablesbar, dass die breite Zustimmung da ist bzw. wächst.

Liebe Zeitgenossen, jetzt outen als Rockträger ist vermutlich so leicht wie noch nie zuvor.

Offline Holger Haehle

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« Antwort #12 am: 16.08.2021 10:08 »
Ablehnen sicher nicht, aber für sich selbst akzeptieren tun es die meisten   Männer eben auch nicht.
Ja vielleicht freuen sie sich wenn ihnen jemand so bekleidet begegnet.

An dieser Stelle geht es mir weniger um die Männer, die eh nicht wollen, sondern um die, die durchaus neugierig sind aber sich nicht trauen. Es geht um die, von denen Cephalus sagt, dass sie sich sogar freuen würden, wenn ihnen jemand so bekleidet begegnet.

Die grundsätzliche Zustimmung zu abgefahrener Mode und Typen wie Mark Bryan weist daraufhin, dass die Angst vor negativen Reaktionen eben doch nicht so hoch anzusetzen ist, wie viele es annehmen mögen. 

Die Zunahme an queerem Leben, Diversität und Inklusion haben sogar Auswirkung auf meine erzkonservativen Verwandten und Bekannten  vom heimatlichen kath. Landfrauenverein und dem Schützenverein. Dort kursiert nämlich mein Buch, worauf mir der Schützenkönig (mein ehemaliger Mitschüler aus der Grundschule) mitgeteilt hat, dass er das schwule Mieterpaar im Ortsteil (mein Dorf ist mittlerweile eingemeindet) zum Schießen der Sportschützen eingeladen habe. Seine Verbindung zwischen meinen Röcken und dem schwulen Paar ist zwar bemerkenswert, aber immerhin scheint weder das eine noch das andere heute ein Problem zu sein.

Deshalb hat der Skirtedman recht. Die Zeit ist reif es zu tun. So viel Tolleranz und Akzeptanz hat es noch nie gegeben. Es sind die Angstfantasien im Kopf, die Rockliebhaber bremsen. Aber das sind eben nur Vorstellungen ohne Validität. Und es gibt doch Wege herauszufinden, ob Ängste berechtigt sind oder nicht. Wie wäre es zum Anfang mit einem Wochenende in einer anonymen Großstadt?

Offline culture skirt

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Antw:If you%u2019re not wearing skirts yet, then why not?
« Antwort #13 am: 16.08.2021 10:13 »
"Bei einem Mario Barth im Rock würde man zum Beispiel nicht annehmen, dass er irgendwie ein bisschen transgender wäre. "
Aber auch nicht, dass er es ernst meinen würde, dieser Blödelmax.  ;D "schwul schwul, da habsch meiner Freundin Paula erklärt... plötzlich fängt die an zu niesen".



"Dann kommt in der Öffentlichkeit nämlich allmählich an, dass Röcketragen nichts mit sexuellen Neigungen oder Identitätskrisen zu tun haben muss."

Nicht haben muss, hebt bereits hervor, dass du nichts gegen andere Sexualitäten hast. Die lange Erklärung danach ist also überflüssig.
"Nicht dass sexuelle Neigungen oder Identitätskrisen nicht auch ihre Berechtigung haben dürften, wenn aber 'alles zusammenkommt', dann überfordert es die Verwandtschaft dann doch sehr stark. Und genau diese damit verbundenen Ängste provozieren ja die negativen Reaktionen im eigenen Umfeld"

Was für Ängste haben eigentlich Verwandte? (kein Partner). Dass sie abgeschleppt werden oder was?

"Mit Sicherheit sind aber auch Männer dabei, die sich bisher einfach noch nicht trauten, das selbst so oder so ähnlich zu machen."
Oder einfach nur welche die es zwar an anderen stimmig finden weil es zur Figur oder optisch passt aber das selber nie tragen würden.

Offline Holger Haehle

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« Antwort #14 am: 16.08.2021 11:08 »
Richtig Jule,

der Mario Barth wäre ein schönes Beispiel, wenn er denn einen Rock anziehen würde, was sicher kein Problem für ihn wäre, wenn man ihm einen geben würde. Das wäre ihm wohl eher eine willkommene Vorlage für einen neuen Sketch.

Das Problem sind nicht Männer im Rock an sich, sonst hätte man ja auch ein Problem mit schottischen Soldaten in Paradeuniform. Das Problem liegt in der bestehenden Konnotation. Das heißt, der Rock ist ein gesellschaftliches Symbol für traditionell weibliche Eigenschaften. Da wir wissen, dass der Barth diese Eigenschaften überhaupt nicht verkörpert, wirkt er im Rock auch nicht weiblich. Genauso wird der Harley-Fahrer, den ich mal im Utilitykilt gesehen habe als klar männlich wahrgenommen.  Mehr von solchen Beispielen würden helfen, die bestehende Konnotation aufzulösen.

Viel wichtiger ist aber, dass die allgemeine Vorstellung von Diversität und Toleranz sich verändert hat. Mein Schützenkönig hat noch die traditionelle Rockkonnotation. Deshalb macht der liebe Holger in seinen Augen mit den Röcken bisschen was Schwules. Aber dass das eben in Ordnung ist, signalisiert er mir mit dem Beispiel des schwulen Paares, das er zum Schießtraining eingeladen hat.

Also Männer. Es ist egal, ob ihr im Rock als "echter" Mann wirkt, oder als schwul gesehen werdet. Beides geht heute mehr als gestern.

 

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