Autor Thema: Rock oder Hose. Neues bei der Bahn  (Gelesen 2236 mal)

Offline LKiR

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #15 am: 03.11.2022 14:01 »
Ich denke das es für männliche Bahnbediensteten einige Fahrgäste ein Hinderungsgrund für das Rock tragen ist.
Wenn aggressive Mitmenschen die Bediensteten verbal attackieren, besteht die Sorge das es beim Mann im Rock eher zur weiteren Eskalation kommen könnte.
Am Ende bereuen wir immer nur die Dinge, die wir nicht getan haben.

Offline Timper

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #16 am: 03.11.2022 14:04 »
Ja! Ein Fußballspiel und die Anhänger. Und dann der Schaffner mit Rock....
Das überlegt sich jeder dreimal.
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Offline MAS

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #17 am: 03.11.2022 15:44 »
Sicher: Bei der Ustra in Hannover ist es Straßenbahnfahrern schon seit Jahren erlaubt, einen Rock zu tragen. Hat jemand von Euch aber dort schon mal einen gesehen? Ich war 2019 auf einer Tagung in Hannover und bin in den Tagen recht viel Sraßenbahn gefahren, habe aber keinen gesehen. Nun sind vier Tage aber nicht unbedingt der Alltag in Hannover. Kann also jemand Erfeulicheres berichten, der öfter in Hannover ist?

LG, Micha
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Online Peter55Muc

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #18 am: 03.11.2022 15:59 »
Es ist bestimmt wie in den meisten größeren Firmen, das Diversität ( da gehört der Rock am Mann für mich auch durchaus dazu) zwar offiziell sehr begrüsst wird, aber da ist immer noch die Hemmschwelle, wie gehen meine langjährigen Kollegen damit um.
Ich persönlich würde es mich nicht trauen, weil ich Angst vor dem Gerede hätte.
Ich weis es ist etwas feig, aber es geht wohl  den meisten von uns so, denke ich.

LG Peter


Offline Modernfashion

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #19 am: 03.11.2022 16:16 »
Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die sich da bei der Bahn zum Thema Wahlfreiheit bei den Uniformen vollzieht.

Wenn ich mich recht erinnere, hat in dem Thread zum gleichen Thema bei der Fluggesellschaft Virgin Atlantic jemand geschrieben, dass es das bei der Bahn schon lange gäbe.
Ein Insider oder Zufall?

Sicher löst die Offenheit des Managements noch nicht alle Probleme, die damit z.B. für rocktragendes männliches Personal bestehen (aggressive Fahrgäste, tuschelnde Kollegen usw.). Aber es ist doch mehr als erfreulich, wenn die Geschäftsleitung das unterstützt. Und vor allem hoffe ich auf einen Schneeballeffekt, dass diese Offenheit in der Gesellschaft allgemein um sich greift und der "tipping point" (wie ihn Holger Haehle beschrieben hat) immer näher kommt...

Offline cephalus

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #20 am: 03.11.2022 16:19 »
aber da ist immer noch die Hemmschwelle, wie gehen meine langjährigen Kollegen damit um.
Ich persönlich würde es mich nicht trauen, weil ich Angst vor dem Gerede hätte.

Das dürfte das Hauptproblem sein. Oder auch der Chef, der natürlich weiß dass es zulässig ist, dem es aber nicht gefällt und das spüren lässt.

Offline MAS

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #21 am: 03.11.2022 16:30 »
Ich habe zu "Im Rock auf der Arbeit" mal einen neuen Thread eröffnet: https://www.rockmode.de/index.php?topic=9192.0

LG, Micha
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Offline doppelrock

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #22 am: 03.11.2022 17:04 »
Dass viele Beschäftigte den Wunsch äußerten, kann auch bedeuten , dass ausschließlich Frauen die Männerhosen und Jacken wollten.

Einfach mal unvoreingenommen betrachten.

Statt um (Ver-)Kleidung sollte sich die Bahn lieber um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit zu angemessenen Preisen kümmern. Was nützt diese Art von wokeness unter den schlechten Bedingungen für die Bahnkunden?

Online Skirtedman

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #23 am: 03.11.2022 17:34 »
...aber da ist immer noch die Hemmschwelle, wie gehen meine langjährigen Kollegen damit um.
Ich persönlich würde es mich nicht trauen, weil ich Angst vor dem Gerede hätte.
Ich weis es ist etwas feig, aber es geht wohl  den meisten von uns so, denke ich.

LG Peter

Ja, sicher, die eigenen um einen herum liegenden Hemmschwellen gilt es noch immer zu überwinden.

Aber positiv ist, wenn der betriebliche Überbau Dir schon mal Rückendeckung gibt und kommuniziert: Dir droht von Arbeitgeberseite kein Gegenwind. Und mit dieser Ansage erreicht der Arbeitgeber ja nicht nur Dich als Betroffener, sondern auch Deine Kollegen, die dann immerhin schon mal was davongehört haben, egal, ob sie´s gut finden oder nicht.

Ich persönlich fand ja in meinem Arbeitsumfeld ganz andere Konstellationen vor, als in einem gut erkennbaren Gebilde einer Firma oder eines Konzerns mit meinem langjährigen Schreibtisch da drin zu arbeiten.

Insofern kann ich da gar nicht wirklich mitreden. Ich kann mir insofern aber vorstellen, wenn man solche Verlautbarungen der eigenen (oder einer anderen) Firma nutzt, um sein Interesse daran schon einmal in seinem Kollegenkreis lose zu streuen, dass dann schon die Hürdenlatte ein klein wenig niedriger hängt.

Online Skirtedman

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Antw:Rock oder Hose. Neues bei der Bahn
« Antwort #24 am: 03.11.2022 19:17 »
Statt um (Ver-)Kleidung sollte sich die Bahn lieber um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit zu angemessenen Preisen kümmern. Was nützt diese Art von wokeness unter den schlechten Bedingungen für die Bahnkunden?

Spätestens seit dem 9-Euro-Ticket habe ich auch einen reichen Erfahrungsschatz im Bahnbereich gesammelt, mit dem ich mich seitenweise ausheulen könnte.

Bei aller berechtigter Kritik darf man aber nicht vergessen, dass das System Bahn ein ausserordentlich komplexes Gebilde ist. Und auch anfällig. Und jedes nicht vorhersehbare Ereignis hat gleich einen ganzen Rattenschwanz von Auswirkungen. Das zu bewältigen, ist eine immerwährende Aufgabe.

Natürlich gab es und gibt es immer wieder Fehlentscheidungen, die automatisch zu Problemen führen. Eine der größten Fehlentscheidungen ist in meinen Augen die Privatisierung der Bahn gewesen, wo oft zur Schonung des Rotstifts an den falschen Ecken eingespart wurde. Und natürlich gibt es andere Bahnsysteme andernorts auf der Welt, die scheinbar reibungsloser laufen. Aber das eine kann man schlecht mit dem anderen vergleichen, weil ja überall ganz andere Voraussetzungen gegeben sind. Und andere Strukturen, andere Systeme, andere Historie.

Klar kann bei dieser immerwährenden Aufgabe noch etliches verbessert werden. Aber wie vorhin schon formuliert:

Erst Bahn retten, dann Gleichstellung?
oder lieber
Bahn retten und gleichzeitig Gleichstellung?

Mit meiner leider begrenzten Lebenszeit gefällt mir die zweite Variante irgendwie besser.

Offline MAS

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« Antwort #25 am: 03.11.2022 22:04 »
Das ist ja das Thema, das wir kürzlich kurz angeschnitten hatten: Es gibt so vieles Wichtigeres als die Männerrockbewgung, z.B. die Bekämpfung der Klimakatastrophe.

Aber man kann sich auch mit weniger wichtigen, deshalb aber nicht unwichtigen Themen beschäftigen.

Zudem mangelt es bei der Bahn in Deutschland vor allem an Gleisen. Zu viele Züge auf zu wenigen Gleisen. Dann gibt es Engpässe, an denen es sich staut, wenn mal ein Zug aus welchen Gründen auch immer außerhalb des geplanten Zeitfensters da ankommt. Man Vergleiche den Straßenbau der letzten Jahrzehnte mit dem Gleisstreckenbau oder gar -abbau!
Zudem mangelt es an Personal, vor allem, weil es derzeit hohe Krankheitsstände gibt.

Ich fahre viel Eisenbahn und bin in den meisten Fällen mit weniger als einer Stunde Verspätung angekommen. Der Schnitt war mit dem Auto in meinen 20 Autojahren auch nicht immer besser.

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Offline Luan

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« Antwort #26 am: 03.11.2022 23:17 »
Im vergangenen Sommer habe ich ausgiebig das 9€ Ticket genutzt und auch am vergangenen Wochenende war ich mit der Bahn zu einem Klassentreffen gefahren. Und dazu kann ich sagen, die Bahn kann auch noch pünktlich. Hat super geklappt von Mainz aus über Hagen ins Sauerland.

Zitat
Berliner Zeitung Online:

„Eine bestehende traditionelle Regelung haben wir angepasst. DB-Mitarbeitende können damit also genau die Kleidung tragen, in der sie sich am wohlsten fühlen.  Das freut mich persönlich sehr, denn eine vielfältige und bunte DB liegt mir als Schirmherr von #Railbow, unseren LGBTIQ* Mitarbeitenden-Netzwerk besonders am Herzen.“

Zuviel Information.

Zitat
FAZ

Zugbegleiter:innen, Kundenbetreuer:innen, Lockführer:innen oder Servicekräfte können damit sowohl Artikel aus der Männer – als auch aus der Frauenkollektion bestellen und im Dienst tragen“, schrieb Bahnchef Richard Lutz am Mittwoch auf der Karriereplattform Linkedin. Die Beschäftigten könnten damit „genau die Kleidung tragen, in der sie sich am wohlsten fühlen“.

Ein Bahnsprecher teilte mit, dass die bisherige „traditionelle Regelung“ angepasst wurde, nachdem immer mehr Beschäftigte diesen Wunsch geäußert hätten.

Die Aussage, dass Mitarbeitende genau die Kleidung tragen können in der sie sich wohlfühlen reicht doch völlig aus.

Wenn ich einen Freund besuche dann auch gerne mit dem Regionalexpress, weil das schneller geht als mit dem Auto.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wann ich den ersten männlichen "Kartenbeißer im Rock/Kleid" zu Gesicht bekommen werde.
Gib deine Ideale nicht auf! Ohne sie bist du wohl noch, aber du lebst nicht mehr. (Mark Twain)

Offline doppelrock

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« Antwort #27 am: 04.11.2022 04:21 »
Gerade WEGEN der begrenzten Lebenszeit möchte ich in pünktlichen, sauberen Zügen fahren und nicht stundenlang in dreckigen oder kalten Abteilen oder auf Bahnsteigen die Zeit rennen sehen und Termine verpassen.

Aufgrund der überwiegend schlechten Erfahrungen sehe ich keinen Anlass, die Organisation in Schutz zu nehmen oder schön zu reden. Der Laden muss ganz dringend neu organisiert und aufgeräumt werden, so wie in anderen Ländern schon lange möglich.


Offline Petrullo

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« Antwort #28 am: 04.11.2022 09:04 »
 Das ist OK, Kleider haben kein Geschlecht.

Offline Stadtneurotiker

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« Antwort #29 am: 04.11.2022 10:23 »
Sicher: Bei der Ustra in Hannover ist es Straßenbahnfahrern schon seit Jahren erlaubt, einen Rock zu tragen. Hat jemand von Euch aber dort schon mal einen gesehen? Ich war 2019 auf einer Tagung in Hannover und bin in den Tagen recht viel Sraßenbahn gefahren, habe aber keinen gesehen. Nun sind vier Tage aber nicht unbedingt der Alltag in Hannover. Kann also jemand Erfeulicheres berichten, der öfter in Hannover ist?

LG, Micha
Das war leider nur ein Marketing-Gag der üstra. De facto konnten Mitarbeiter keine Röcke bestellen oder im Dienst tragen.
Lieb doch, wen Du willst! Und trag doch, was Dir gefällt!

 

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