Autor Thema: Im Rock auf der Arbeit  (Gelesen 14447 mal)

Offline MAS

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #165 am: 21.11.2022 22:48 »
Ja, und anschließend schrieb ich von mir. Sorry.

Das macht ja nichts.  :)

LG, Micha
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Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #166 am: 22.11.2022 06:59 »
Sagen wir es so: lieber sehe ich richtig männlich als falsch-weiblich aus. Und richtig weiblich geht nun mal nicht.

Warum sollte ich weiblich aussehen wollen?

Ich bin doch ein Mann.
Und ich war schon Junge, bevor man mir das erste Mal Hosen angezogen hat.

Wenn ich was anderes anziehen möchte, heisst es noch lange nicht, dass ich wie eine Frau aussehen möchte.

Frauen, die in meinen Augen hübsch anzuschauen sind, finde ich schön. Deswegen muss ich aber doch nicht genauso aussehen wollen, nur weil ich deren Kleidung angenehm finde. Und ich würde nach wie vor noch immer freiwillig Hosen tragen, wenn keine einzige Frau Hosen tragen würde.
Der letzte Satz klingt ja sehr merkwürdig. Klingt wie - erst wenn Frauen wieder Röcke tragen trage ich Hosen.
Kann man interpretieren als Rebellion gegen die Eroberung der Hose durch Frau und deshalb nehme ich den Rock.
Sehr missverständlich. Verstehe ich wohl falsch.
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Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #167 am: 22.11.2022 07:14 »
Kilt , die Gehhilfen für Männer die sich nicht an andere Röcke rantrauen. Der Alibirock.

Ich war dabei, dir zu antworten, gab es aber auf. Es wäre meine Zeit zu vergeuden.

Gruß
Gregor

Schade denn dann hätte es zu neuen Erkenntnissen führen können warum sich viele  dem Schottenrock zuwenden aber nicht einem anderen vermeintlich weiblichen Rock.
Braucht man da eine Argumentationshilfe
ala - der Schotte macht’s auch?
Der Kilt der männliche Rock?
Ob die Öffentlichkeit da so sehr differenziert?

Ja, die Öffentlichkeit differenziert da schon.
Ein Kilt ist immer noch höher geachtet in der deutschen Öffentlichkeit als ein Rock, der nicht als eindeutiger Kilt zu klassifizieren ist (ein Modern Kilt, z.B. einfarbig, oder Utilikilt wird da schon sehr viel argwöhnischer beäugt), oder gar ein eindeutig als Damenrock einzuordnender Rock wird an einem Mann deutlich abfälliger beachtet. In der Summe. Nicht im Einzelfall.

Aber Du hast sicherlich Recht:
Kilt , die Gehhilfen für Männer die sich nicht an andere Röcke rantrauen. Der Alibirock.

Was aber daran soll schlecht sein? Jeder, der aus seiner Hose ausbrechen möchte, sucht doch nach Möglichkeiten. Wenn ein Kilt eine gangbare Möglichkeit ist, was ist Deiner Meinung nach schlecht?

Schlecht scheinst Du es ja zu befinden, gemessen an Deiner herabwürdigenden Ausdrucksweise.

Im Grunde brauchst Du ja keine Argumentationshilfe pro Schottenrock, Du hast es ja schon passend eingeordnet. Allerdings verstehe ich nicht, was Du daran verurteilst.

Ich trage auch keine Schottenröcke - ich verdamme jemanden, der einen Schottenrock trägt, obwohl er kein Schotte ist, allerdings nicht als jemanden, der keinen Mut hat, was anderes zu tragen.

Auch wenn nicht Thema, aber dergleichen tu ich allerdings mit jener Gruppe von Männern - falls es die gibt - die sich in das Erscheinungsbild einer Frau flüchten, nur um was anderes als Hosen tragen zu dürfen. Wenn das die einzige Motivation sein sollte, 'en femme' zu gehen, dann ist das eine "Gehhilfe", ein "Krückstock" - finde ich, der aber am eigentlichen Dilemma, als Mann gesellschaftlich nur Hosen tragen zu sollen, nichts ändert. Diese Anmerkung nur nebenbei - wobei ich damit diesem Thread vermutlich eine weitere neue Richtung gebe, was ich aber mit dieser Anmerkung gar nicht beabsichtige.

Sagen wir mal so - ich finde das da beim Kilt eine gewisse Unehrlichkeit sich und anderen gegenüber  ( gar nicht mal hier) mitschwingt. So ein Alibi verdeckt ja eher den tieferen Kern. Nämlich einen Rock , einen Damenrock tragen zu wollen. Sein wir doch mal ehrlich- fast jeder wird denken der will Röcke tragen ,traut sich nicht und greift deswegen zum Kilt. Das steckt dahinter.
Verdammen tue ich niemand denn die Hürden sind ja nun allgemein bekannt.
Von daher kann ich es verstehen aber es ist und bleibt eine unglaubwürdige Gehhilfe auf der Straße Fremden gegenüber.
Niemand kauft einem Argumente wie ich find Kilt schön oder ich mag Schottland ect ab.
Da plädiere ich für mich zu Offenheit- ja ich trage Rock, einen Damenrock ( und was  du denkst kann ich nicht beeinflussen , auch nicht mit Kilt). Ich käme mir im Kilt noch komischer und vor allem unglaubwürdiger vor als im Damenlederrock. Aber wer damit klar kommt soll’s machen.
Ich sehe öfters am We am Abend Schottenröcke. Ich werde ggf mal fragen was sie motiviert. Vielleicht ist das in ihren Augen der einzige Weg als Mann mit Rock zu erscheinen.
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Offline Skirtedman

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #168 am: 22.11.2022 08:33 »
Moin. Timper,

ich sehe es weder als unehrlich an noch als unglaubwürdig, sondern als einen nachvollziehbaren und legitimen Weg, mit diesem Dilemma umzugehen.

Ich käme mir wohl genauso wie Du zwar komisch vor, würde ich in einem schottischen Kilt daherkommen. Aber manche Kiltträger kämen sich vermutlich gleichermaßen komisch vor, im Damenrock daherzukommen. Je nach Façon eben.


Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #169 am: 22.11.2022 09:00 »
Aber glaubst du das sich das Dilemma was uns alle betrifft damit auflösen lässt? Ich glaube es nicht. Würde ich statts Lederröcke einen Kilt haben würde ich ( und da bin ich mir ziemlich sicher) genauso argwöhnisch, irritiert, interessiert, oder sonst was betrachtet. Vielleicht sogar noch mehr.
Ich mache mir da jedenfalls keine Illusionen.
Mir würde die Gehhilfe nicht helfen.
Wenn es anderen hilft , bitte schön.
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Offline Skirtedman

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #170 am: 22.11.2022 09:14 »
Na, zunächst ist jedem selbst einmal ein Stück geholfen, mit diesem Dilemma umzugehen:

Ihm (Kiltträger), Dir (Damenlederrockträger), mir (Rock-/Kleidträger).

Jedenfalls bleiben wir alle drei erkennbar Mann (jeder auf seine Weise), ohne zu versuchen, die Männlichkeit zu vertuschen.

Deinen Vorbehalt gegen das Tragen von Kilts mit Deiner dazugehörigen Begründung kann ich insofern nachvollziehen, da ich diesen Vorbehalt - wie erwähnt - gleichermassen habe gegenüber Männern, falls sie sich nur zum Tragen von Rock oder Kleid - ohne weitere Veranlassung - in das Erscheinungsbild einer Frau begeben und versuchen, ihr Mannsein zu vertuschen.

Offline GregorM

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #171 am: 22.11.2022 10:02 »
Schade denn dann hätte es zu neuen Erkenntnissen führen können warum sich viele  dem Schottenrock zuwenden aber nicht einem anderen vermeintlich weiblichen Rock.
Braucht man da eine Argumentationshilfe
ala - der Schotte macht’s auch?
Der Kilt der männliche Rock?
Ob die Öffentlichkeit da so sehr differenziert?

Wenn man gerne etwas wissen will, fragt man. Dann gibt es meistens auch eine Antwort. Wenn man aber damit anfängt, seine eigenen Meinungen zu offenbaren, und zwar als wären sie die reine und unverkennbare Wahrheit und damit fortfährt, dann ist es nicht der Weg zu einem Dialog. Das nenne ich ein Statement. Dazu hat jeder sein Recht, aber klüger wird  er sicher nicht.

Gruß
Gregor

https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #172 am: 22.11.2022 10:17 »
Du kannst doch zu jeder Meinung eine Gegenmeinung veröffentlichen .
Jeder hat eine Meinung. Ganz normal.

Aber gut dann die Frage warum Schottenrock und kein anderer“echter“ Rock? Also Damenrock zb aus Leder Jeans ect.
Was soll der Schottenrock für ein Bild erzeugen? Soll das „ männlich“ wirken?
Glaubst du das du damit mehre Akzeptanz bekommst? 
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Offline cephalus

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #173 am: 22.11.2022 10:20 »
Sagen wir mal so - ich finde das da beim Kilt eine gewisse Unehrlichkeit sich und anderen gegenüber  ( gar nicht mal hier) mitschwingt. So ein Alibi verdeckt ja eher den tieferen Kern. Nämlich einen Rock , einen Damenrock tragen zu wollen. Sein wir doch mal ehrlich- fast jeder wird denken der will Röcke tragen ,traut sich nicht und greift deswegen zum Kilt.

Ich verstehe was Du sagen willst und bei einzelnen, die einen Kilt tragen, mag das zutreffen. Dass Außenstehende das so sehen, kann auch vorkommen, dürfte aber nicht die Regel sein.

Dass dem Träger einfach gefällt was er trägt berücksichtigst Du nicht.
Ich besitze und trage keine Kilts, habe aber bei meinen Aufenthalten in der Südsee überwiegend die dort üblichen Röcke getragen. Nicht weil ich einen Damenrock tragen wollte und mich nicht getraut habe, sondern einfach weil sie mir gefielen und perfekt zum Klima passten.

Und ich trage sie an heißen Tage auch noch gerne zuhause - nicht weil sie echte Männerröcke sind, sondern weil sie sehr angenehm sind.


Offline Peter55Muc

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #174 am: 22.11.2022 12:23 »
Irre ich mich, oder hat das alles nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun.

Gruß Peter

Offline GregorM

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #175 am: 22.11.2022 17:14 »
Du kannst doch zu jeder Meinung eine Gegenmeinung veröffentlichen .
Jeder hat eine Meinung. Ganz normal.

Aber gut dann die Frage warum Schottenrock und kein anderer“echter“ Rock? Also Damenrock zb aus Leder Jeans ect.
Was soll der Schottenrock für ein Bild erzeugen? Soll das „ männlich“ wirken?
Glaubst du das du damit mehre Akzeptanz bekommst?

Zur ersten Frage:
Ich trage nicht nur Schottenröcke, wobei ich mit Schottenrock einen karierten Rock verstehe, die nach gewissen Vorschriften konstruiert ist. Sie sind hier näher beschrieben: https://www.dress2kilt.eu/de02.htm.
Den Schottenrock kann man auch einen traditionellen Kilt nennen. Die Bezeichnung Schottenrock gefällt mir übrigens.

Ist der Rock monochrom statt kariert, aber sonst mit ihm identisch, ist er zwar auch ein Kilt, aber per Definition kein Schottenrock.
Es gibt diese Kilts auch in außergewöhnlichen Materialien wie Denim, Tweed und Leder.

Ändert sich die Form, kann man, falls der Rock hinten gefaltet ist und vom Typ Wickelrock, noch vom Kilt reden. Er ist dann nicht traditionell, sondern Modern. Die meisten sind sogenannte Utility Kilts, die auch lederne sein können. Sie haben mit Schotten und Schottland keine Verbindung.

Hat der Rock an der Seite Falten statt hinten, oder hat er keine Falten, oder ist er mit Reißverschluss wie Hosen „geschlossen“, ist von einem Kilt nicht länger die Rede, doch ein Rock ist er natürlich ohnehin.

Röcke können mehr oder weniger maskulin im Ausdrucksbild erscheinen. Und, wie wir wissen, für Frauen wie auch für Männer konzipiert und positioniert sein. Ebenfalls gibt es auch Schottenröcke für Frauen.

ICH trage ALLE Typen obengenannter Röcke, auch sind die aus der Damenabteilung, und so haben es viele Kilt-Träger. Aber zugegeben, es gibt Puristen, die NUR den traditionellen Schottenrock tragen und stets nur mit aller Drum und Dran. Hier erst wird für MICH der Kilt zur Tracht.
Ich trage keine Röcke aus Leder. Aber der Gedanke liegt mir nicht fern. Nur sind die meistens sehr teuer. Sollte ich endlich gegen Leder etwas einwenden, sollte es sein, dass Lederröcke mir manchmal übertrieben Macho vorkommen. 

Zur zweiten und dritten Frage:
MIR sollen meine Schottenröcke kein besonderes Bild erzeugen. Ich finde aber Tartans schön. Deshalb habe ich so viele dieser Röcke. Ich kann mich auch über die Qualität und das Handwerk eines gut genähten Kilts freuen.

Männlichkeit?
Kilts sind für Männer bestimmt, ich bin Mann, und deshalb ist es wohl natürlich, in erster Linie einen solchen Rock zu wählen. Mit Hemden und Schuhen ist es dasselbe. Und mit einem Fahrrad und mit Autos. Hat ein Auto das Prädikat Frauenauto, wähle ich anders. Erst wenn das mir nicht reicht oder genügt, gehe ich zu den Damen weiter, und damit habe ich kein Problem.

Schotte spielen?
Hat nur bei Schottenröcke Relevanz, aber Nein. Ich möchte beim Tragen nicht als Schotte wahrgenommen werden, sondern als Mann im Schottenrock. Ich wohne zum Glück auch in einem Land, wo man nicht automatisch einen Kilt mit einem Schotten verbindet, sondern wo man weiterdenken kann. Dazu gehört auch, dass ich keineswegs schottisch aussehe. Ich bin ausgeprägt nordisch, arisch, ob einige es möchten, und ich verwende zum Kilt ein Minimum an Zubehör. Ich bin meinem Umfeld ein Mann, der einfach eine außergewöhnliche Beinbekleidung gewählt hat.
Ich kenne Deutschland nur vom Urlaub, aber es ist meine Auffassung, dass es dort nicht anders ist.

Fordert es mehr Mut, einen „echten“ Rock zu tragen?
Nein, wer einen Rock möchte, braucht nicht mit einem Schottenrock anzufangen. Eher im Gegenteil, denn ein Schottenrock erregt viel mehr Aufmerksamkeit als ein Jeansrock.

Bekommt man im Kilt mehr Akzeptanz als im Rock?
Im eigenen Umfeld, einschließlich Frau, Kindern und Familie kann es vielleicht der Fall sein, aber sonst nicht.  Anderen ist es sowieso egal, was man trägt.

Habe ich Beleg für meine Gesichtspunkte?
Ja, denn ich habe mit allen Röcken Erfahrung.  Nur sind mir Schottenröcke lieber. Ich finde auch, dass Musik, auf CDs aufgenommen und durch die Hi-Fi-Anlage gespielt besser ist als durch ein Smartphone gestreamt. Und angeblich so altmodisch zu sein fordert mehr Mut, glaube ich, als einen Rock statt eines Kilts zu tragen – oder ist es umgekehrt? 

Gruß
Gregor
 
 
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Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #176 am: 22.11.2022 17:42 »
Na gut, aufschlussreiche Ansichten.
Ich halte mal fest „Kilts sind für Männer bestimmt, ich bin ein Mann. „ . Aus der Sicht nachvollziehbar.
Aber wie immer alles Geschmackssache. Und was Leder betrifft mag das evtl „ macho „ wirken aber das sind Damenröcke. Was sagt das nun? Was sicher richtig ist das sie nicht verspielt wirken.
Aber Damenröcke die männlich wirken? Widerspricht sich das nicht?
Und wie erklärt man das Fremden?
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Offline hirti

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #177 am: 22.11.2022 18:50 »
Hallo!

Vor ein paar Tagen hat ein nettes Forenmitglied über meine Gedanken zum Rock in der Arbeit nachgedacht und mir in einer Nachricht vorgeschlagen, doch mit einem Utilikilt in fetizger Farbe anzufangen. Zuerst einmal vielen Dank für deine Nachricht!

In diesem speziellen Fall wäre der Kilt tatsächlich eine Krücke zum Damenrock.
Denn ich sehe es so: Wenn ich in die Firma mit Rock gehe, dann werde ich mich zwar bei weitem nicht so feminin anziehen wie zum Kinoabend mit Freunden, aber ich möchte mir doch das weite Feld der Damenröcke erschließen. Ich will im Frühling einen Jeansrock tragen, im Sommer einen tollen leichten weiten Sommerrock und im Winter auch mal ein Strickkleid. Ich will nicht wieder beim Kilt feststecken. Ich will nicht dann doch - weil ich irgendwann mehr will - zum Damenrock greifen und all diejenigen bestätigen die gleich dachten, "jetzt will er sich wie eine Frau anziehen".

Völlig anders sehe ich es mit überzeugten Kiltträgern:
Wenn man welche sieht, dann sieht das cool, überlegt und mit voller Absicht gewollt aus. Im Traum würde ich nicht auf die Idee kommen, den KTM Fans in ihren Kilts beim Motorradrennen, dem perfekt durchgestylten Hochzeitsgast den ich kürzlich sah, oder den Kärntner Trachtenträgern andichten zu wollen dass der Kilt für sie eine Krücke zum Frauenrock ist.

Das Thema Lederröcke ist sowieso voll meins.
Für mich fühlen sich Röcke aus Leder männlich und stark auf der einen Seite an und sehr sexy auf der anderen Seite.
Wenn meine Frau sich mal wieder entschließen sollte dass ich ein besonders reizvolles Outfit für sie wählen dürfte, wäre es ohne Zweifel ein Lederkleid oder Lederrock. (Konjunktiv => vorher friert vermutlich schon wieder die Hölle zu)
Selber fühle ich mich nicht wirklich "machohaft" wenn ich einen trage, auch wenn ich Leder als ein tolles Material für einen Rock für einen Mann empfinde.

Wenn ich über einen Rock fürs Büro im Winter nachgrüble fällt mir auch ein Lederrock als erstes ein. Vermutlich weil ich davon viele habe.
Auf der anderen Seite hadere ich mit mir ob das nicht dann schon wieder besonders sexy und damit weniger bürotauglich ist.

Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #178 am: 22.11.2022 19:08 »
Hirti du hast die Falle gut erkannt. Bist du in der Übergangslösung Kilt kommst du da schwer raus und würdest in der Tat alle Gedankengänge der anderen bei einem Wechsel zb zum Lederrock bestätigen.
Am wenigsten sexy wäre aus meiner Sicht was schlichtes, längeres. Kein enger Rock sondern eher A Line. Aufsehen und Fragen wirst du aber auch so haben. Davon solltest du ausgehen.
Und dann bleibt die Frage in welcher Kombination, welches Oberteil und auch welche Schuhe. Mit hohen wirkt das anders als mit flachen.
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Offline GregorM

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #179 am: 22.11.2022 20:04 »
Ich trinke am meisten Rotwein, aber auch gern Weißwein und Bier. Zwischen Kaffee und Thee wechsle ich mehrmals am Tag. Bei den stärkeren Getränken ist mein Favorit Whisky. Ich sage aber nicht nein zu einem Glas Vodka, Rum oder Gin. Whiskey schmeckt mir dafür weniger.
Warum sollte ich dann auch nicht zwischen Schottenröcken, Utility Kilts, genderneutralen Röcken wechseln können, wie auch mit Röcken, die H&M oder C&A oder Esprit verkauft haben?
Oder wie mit Frauen, die zwischen Hosen und Röcken und Kleidern wechseln?

Das eine schließt das andere nicht aus, braucht es allerdings nicht zu tun.

Gruß
Gregor
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