Autor Thema: Im Rock auf der Arbeit  (Gelesen 6437 mal)

Offline Janna

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #180 am: 23.11.2022 01:46 »
Nun ich kann nicht sagen ob der kilt ein alibirock oder sogar eine falle ist das müssen die herren schon selber wissen.
Bei mir hängen miniröcke und shorts zusammen auf einer stange und heute früh werde ich dann spontan auswählen was mir gerade gefällt.
Meine einzige jeans finde ich zwar praktisch bei gewissen gelegenheiten aber ich trage sie so wenig das sie ihren platz zusammengelegt in einer schublade zusammrn mit den arbeitshosen hat.
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Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #181 am: 23.11.2022 06:39 »
Ich seh das genauso, eigentlich geht es im Kern dieses Forums doch darum, dass es völlig in Ordnung sein sollte, zu tragen was man möchte. Eben auch Röcke der verschiedensten Arten - Jeder nach seinem Geschmack.
Natürlich in Abstimmung mit der Situation/Umwelt - also nicht im Mini mit Spider-FSH zur Beerdigung oder im Abendkleid am Grill, Würstchen wendend...
Aber da setze ich jetzt mal das nötige Feingefühl voraus.

Und zumindest ich habe von den unterschiedlichsten Mitgliedern hier viel profitiert.
Als ich hier gelandet bin war ich fixiert auf dünne, lange, weite Seidenröcke, inzwischen hab ich auch einige overknees aus Baumwolle oder BW/Seidenmix.

Und in einem davon hab ich vor, näxtes Jahr am ersten Tag über30 Grad auf Arbeit zu
erscheinen: :)

... Womit die Brücke zum eigentlichhen Thread wiedee offen wäre ...

Klar kann jeder machen wir er möchte. Das muss er mit sich und seinem Umfeld klar machen. Ich finde aber man kann auch mal die Hintergründe beleuchten warum dies oder das. Und da sind sind dann Aussagen wie ich bin ein Mann also soll der Rock auch männlich wirken  schon aufschlussreich.
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Offline Rockie

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #182 am: 23.11.2022 07:57 »
Hallo!

Vor ein paar Tagen hat ein nettes Forenmitglied über meine Gedanken zum Rock in der Arbeit nachgedacht und mir in einer Nachricht vorgeschlagen, doch mit einem Utilikilt in fetizger Farbe anzufangen. Zuerst einmal vielen Dank für deine Nachricht!


Ja was Timper sagt stimmt schon. Allerdings kann es einem auch egal sein ob die Kollegen die denken "jetzt zieht er sich wie eine Frau an" dann Recht bekommen oder nicht?
Ich schlage für diese Fälle immer einen Jeansrock in etwa Knielänge vor - Sowas kannst du als Mann gut tragen. Darunter in der jetzigen Jahreszeit eine Leggings oder blickdichte Strumpfhose.
Als Oberteil ein passendes Oberhemd und fertig. Damit hast du dann eine Basis um dich weiter vorzutasten :-)

LG Harald

Offline GregorM

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #183 am: 23.11.2022 08:43 »
Ich finde die Idee mit Utility Kilts auf der Arbeit nicht schlecht, auch nicht für jenen, der es sich Feminineres vorgestellt hätte. 
Denn was ist die Alternative? Weiterhin jeden guten Arbeitstag in unbequemen Hosen verbringen zu müssen, weil die erwünschte Lösung nicht praktizierbar oder doch zu gewagt wäre? Sich darüber Gedanken zu machen, kann Jahre dauern, und nachher dreht man höchst wahrscheinlich noch in Hosen auf dem Bürostuhl.

Wäre es unter allen Umständen nicht besser, sofort die Freiheit eines Rocks erleben zu können, auch sei er als Kilt positioniert und damit ein Kompromiss? Sowieso kleiden wir uns ja bei der Arbeit formeller als in der Freizeit. Und dass ein Utility Kilt weniger Aufregen macht als ein dünnes florales Kleid mit Feinstrumpfhosen in Absatzschuhen, dürfte indiskutabel sein.

Er könnte sogar aus Leder sein:

https://schottenrock.com.de/standard-i-scottish-leather-uitlity-kilt.html

https://schottenrock.com.de/green-leather-kilt.html

https://schottenrock.com.de/pleated-black-leather-kilt-with-navy-highlights.html

https://schottenrock.com.de/pleated-black-and-red-leather-kilt.html

Oder fürs Büro gedacht:
https://utilikilts.com/product/the-mocker/   

Teuer schon, aber bezahlt man für Freiheit nicht gerne einen hohen Preis?

Gruß
Gregor

https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.


Offline Janna

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #184 am: 24.11.2022 01:22 »
Bei einem rock bei der arbeit würde ich wohl auch ein jeansrock aber nicht als mini tragen sondern etwas länger so das man die knie gerade noch sieht. Aber auch ein längerer rock könnte ich mir vorstellen.
Denn diese längeren finde ich einfach praktischer und das hat ja gerade bei der arbeit auch seinen stellenwert.
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Offline Delme-Didi

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #185 am: 24.11.2022 12:28 »
Hallo,

Sehr interessant, was hier so alles zusammen getragen wurde.

Ich habe Anfang des Jahres mit meinem ersten "Rock" angefangen. Und ja, es war ein Kilt, weil ich die echt toll finde. Seht auf mein Profilbild. Ich habe den auch gleich zur Arbeit getragen.

Beim Tragen des Kilts stellte ich gleich fest, um wieviel Röcke doch bequemer sind. Von daher habe ich mittlerweile gleichviel oder sogar mehr Röcke als meine Frau. Seither habe ich weniger als eine Woche Hosen getragen. Und der Anlass ist dabei völlig nebensächlich. Für mich ist nur wichtig, dass ich mich gut fühle. Ich habe lange, kurze, Stoff, Strick und Lederröcke. Alle sind toll. Bei kurzen Röcken besteht natürlich die "Gefahr", dass man darunter schauen kann. Aber mir ist das auch egal. Wer es sieht, soll sich daran erfreuen oder wegschauen.

Alles in allem. Ich bin ein Mann und will als solcher wahrgenommen werden. Egal was ich gerade trage. Bisher habe ich damit auch nur gute Erfahrungen gemacht.
Grüße vom Delme-Didi

Offline Skirtedman

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #186 am: 25.11.2022 02:31 »
Hey, Delme-Didi,

coole, mutmachende Story!

Ich meine, ich brauche diesen Mut im Grunde ja nicht mehr, ich habe vor ca. 30 Jahren bei Arbeit angefangen Rock zu tragen.
Aber da brauchte ich schon etliche Jahre, soweit zu kommen.

Aber wieviele möchten auch so cool sein wie Du! Und so schnell. Und akzeptiert!

Übrigens bin ich gerade über eine 'Rockersichtung' und den dazu verlinkten Beiträgen - sehr interessant übrigens, den alten Links und den darauf folgenden Beiträgen nachzugehen - auf eine Rockersichtung gekommen, wo auch ein Rockträger bei der Arbeit (von Sentinel, wohl Berlin) gesichtet wurde!

Also: geht doch!!

Achja, und unsere Rockersichtung 'heute' war nun ja auch irgendwie bei der Arbeit.

Offline MAS

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #187 am: 25.11.2022 08:40 »
Gestern auf einer Tagung sprach mich ein Mann, der selbst im Pflegebereich arbeitet und Personal anstellt, er sei selbst sehr konservativ aufgewachsen, habe ich sehr liberalisiert, arbeite aber im konservativen Bayern und hätte, sollte sich jemand im Rock oder mit einer Tätowierung bei ihm bewerben, Bedenken wegen der zu pflegenden Kundschaft, so dass er bei gleichem beruflichen Fähigkeiten unter zwei Bewerbern wohl eher den in Hose bzw. ohne Tätowierung einstellen würde. Das sei für ihn der leichtere Weg, den er am wenigsten vor anderen rechtfertigen müsse. Ein Kollege von ihm meinte, es sei vielleicht eher der schwerere Weg, denn dann müsste er sich evtl. vor Gleichstellungsbeauftragten rechtfertigen.

Der erste meinte, man stehe ja auch für seine Firma und nicht nur für sich selbst. Ich meinte, aber auch eine Firma stehe auf dem Boden des Grundgesetzes. Und der Kollege meinte, wenn man sich immer nur an den Konservativen ausrichten, könnten wir die Gesellschaft nie ändern. Der erste meinte, er gebe ja zu, dass sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten vielfach zu Guten verändert habe, was leider weniger sein Verdienst sei. Aber er habe ich selbst schon viel stärker verändert als viele andere.

LG, Micha 
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Offline cephalus

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #188 am: 25.11.2022 09:29 »
Rechtfertigungsgründe vor dem Recht braucht er nicht zu suchen, geschützt sind nur Geschlecht,  Religion,  sexuelle Orientierung usw., aber nicht die Kleidung.
Wie gut ein Mensch in Art, Auftreten und Erscheinung zu einer Firma passt,  darf der Arbeitgeber frei nach Gutdünken entscheiden. 

Ich frage mich in solchen Fällen immer, genauso wie auf der anderen Seite, der ich Möchtegerneabertraumichnichtw eiljemandeinproblemhabenkönnt erockträger, wie viel dabei vorauseilender Gehorsam ist. Der Versuch bringt meist ein anderes Ergebnis.

Offline Rockie

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #189 am: 25.11.2022 09:45 »
Ich glaube wir stehen derzeit was die Kleidung betrifft vor einem der größten Umbrüche der letzten 100 Jahre. In wenigen Jahren wir danach kein Hahn mehr krähen und Kleidung wird nicht mehr in männlich und weiblich unterschieden. Wenn es im Westen so weitergeht wie die letzten 10 Jahre mit Gender und Diskriminierungs-Leitsätzen, dauert es keine 10 Jahre mehr und die Geschlechter wie wir sie heute noch kennen werden abgeschafft sein. Und somit auch der Kleidungszwang für die Männer.

Man wird ja noch hoffen und träumen dürfen ;-)

LG Harald

Offline Timper

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #190 am: 25.11.2022 11:02 »
Na wenn das mal nicht unisex wird. Maskulinunisex..
Bei nicht wenigen Schuhen ist es schon so.
Janna hat gerade das typische Beispiel bei Schuhe.
Ob da dann noch der Rock überlebt?
Ritterrüstung und Dinosaurier sind auch verschwunden. Reifrock und Petticoat auch.
Mit Zylinder läuft auch niemand mehr rum außer zum Karneval...
Gibt massenhaft Dinge die verschwunden sind.
Wenn sich etwas angleicht weiß man selten in welche Richtung. Das kann ungewünschte Ergebnisse geben.
Vielleicht gibt’s in 100 Jahren Röcke nur noch im Museum..... wer weiß.
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Online Lars

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Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Antwort #191 am: 25.11.2022 11:42 »
Ritterrüstung und Dinosaurier sind auch verschwunden. Reifrock und Petticoat auch.

Petticoats sind verschwunden? Never .... dafür sorge ich schon  8) ;D
Wissenschaft ist der letzte Stand des Irrtums

Offline GregorM

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« Antwort #192 am: 25.11.2022 11:58 »
Petticoat? Erinnert mich an den Schlager Teenager-Melodie, die Conny Froboess und Peter Kraus 1958 sangen:

https://www.youtube.com/watch?v=Y1q6W2FE61E

CONNY:
 
Zieht Euch nur die flachen Schuhe an
Weil man damit besser tanzen kann
Die Pullis blau und gelb und rot
Zum Rock den neuen Petticoat
Kinder, das wird heute wieder schick

Ich denke auch, meine Frau hatte als ganz jung welche, aber dann sind sie Raritäten geworden.

Haben einige von euch die Petticoat-Zeit noch erlebt?

Gruss
Gregor
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Offline Timper

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« Antwort #193 am: 25.11.2022 12:24 »
Ritterrüstung und Dinosaurier sind auch verschwunden. Reifrock und Petticoat auch.

Petticoats sind verschwunden? Never .... dafür sorge ich schon  8) ;D

Der letzte seiner Art.
 Mich erinnert das an die eine letzte Galapagosschildkröte. Einzig, allein , kein Partner zur Vermehrung....
Dinosaurier gibt’s auch nur noch im TV.
Gladiatorenröcke sehe ich nur noch auf Partys....
Und 2100 gibt’s nur noch Unisexhosen...🙈
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Offline Skirtedman

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« Antwort #194 am: 25.11.2022 13:22 »
Ich glaube wir stehen derzeit was die Kleidung betrifft vor einem der größten Umbrüche der letzten 100 Jahre. In wenigen Jahren wir danach kein Hahn mehr krähen und Kleidung wird nicht mehr in männlich und weiblich unterschieden. Wenn es im Westen so weitergeht wie die letzten 10 Jahre mit Gender und Diskriminierungs-Leitsätzen, dauert es keine 10 Jahre mehr und die Geschlechter wie wir sie heute noch kennen werden abgeschafft sein. Und somit auch der Kleidungszwang für die Männer.

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LG Harald

Ja. Träumen ist gut.

Wenn die Schlussfolgerung Deiner Träume in 10 Jahren wirklich Realität sein sollte - warum auch nicht? (Solang wollte ich nicht warten, drum hab ich ja schon längst angefangen, mich dagegen zu verhalten) -, dann bin ich voll dafür.

Allerdings sehne ich mich nicht nach der Abschaffung der Geschlechter. Ich sehe kein Problem, als biologisch Mann oder biologisch Frau zu gelten - falls damit nicht alle erfasst werden, warum nicht noch weitere Kategorien in dieser Beziehung?

Die Geschlechter müssen meiner Meinung nicht abgeschafft werden - wie gesagt, vielleicht ein wenig ergänzt, mag sein. Was in den Köpfen abgeschafft werden muss, ist das vorherbestimmte Programm, das ein jeder Mensch aufgrund seines Geschlechtes durchlaufen soll/muß.

Es ist doch egal, wen er liebt. Es ist doch egal, für was er sich interessiert oder nicht interessiert. Es ist doch egal, welchen Job er annimmt oder nicht annimmt. Es ist doch egal, was er anzieht oder nicht anzieht. Das muss doch in keinsterweise an das biologische Geschlecht geknüpft sein.

Klar gibt es einen biologischen Grund, weshalb es biologische Geschlechter gibt. Wir alle profitierten davon. Solange die Menschheit sich nicht abgewöhnt, biologisch für Nachwuchs zu sorgen, gibt es ein paar Funktionen, die doch biologisch unweigerlich an das biologische Geschlecht gebunden sind. Aber jenseits dieser Funktionen und ihrer Erfüllung gibt es keinen Grund, weshalb man irgendein Verhalten, eine Neigung oder eine Kleidung an der biologischen Identität festmachen muss.

Und es muss ja auch nicht jeder am biologischen Programm zur direkten Nachwuchserzeugung teilnehmen. Also müssen die biologischen Funktionen auch nicht im Leben eines jeden Menschen eine tragende Rolle spielen. Drum kann doch jeder machen, was er will - soweit es der Gemeinschaft nicht immens schadet.

Und ein Rock am Mann schadet der Gesellschaft nicht immens. Diese ganzen Rollenklischees (im wahrsten Sinne: Clichés sind Formen, z.B. Formen für Plätzchen), in die man als Mensch und auch man als Mann hineingepresst wird, das ist doch sowas von gestern. Diese Klischees müssen einfach raus aus den Köpfen.

Dann bräuchte man auch kein Antidiskriminierungsgesetz.

Rechtfertigungsgründe vor dem Recht braucht er nicht zu suchen, geschützt sind nur Geschlecht,  Religion,  sexuelle Orientierung usw., aber nicht die Kleidung.

Das klingt halbseiden. Ich weiß, das ist so. Jedoch fühlte ich mich aufgrund meines Geschlechts diskriminiert, wenn ich aufgrund der Kleidung nicht das selbe Recht wie Frauen zugesprochen bekommen sollte. Ob das, wenn man es auf eine juristische Überprüfung anlegen würde, heutzutage oder bald noch so Bestand haben könnte, den Aspekt Kleidung da auszunehmen...?

 

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