Autor Thema: Rock im Alltag  (Gelesen 1229 mal)

Offline GregorM

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Rock im Alltag
« am: 10.11.2022 07:44 »
Vorgestern sollte ich beim Postamt ein Paket abholen. Es handelte sich um eine Ware, die ich online bestellt hatte, und die mit Röcken nichts zu tun hatte. Aber ich hatte einen schwarzen, knielangen Rock an.

Wie es vielleicht bekannt ist, haben wir keine Postämter im traditionellen Verstand mehr. Es sind vor allem kleine Lebensmittelgeschäfte, die als offizielle Postämter dienen. Briefe und Postkarten sind in der Praxis Geschichte. Wer einen Brief schreibt, muss mehr als eine Euro Porto bezahlen, und der Empfänger muss meistens fast eine Woche warten, bis es ihn hat. Das macht niemand mehr.
Es geht bei den Postämtern um Pakete, die zum Versand eingeliefert oder abgeholt werden.

Als ich bei der Bestellung ein Postamt für die Abholung wählte, machte ich einen Fehler. Es befand sich vier Kilometer entfernt, ich kannte es nicht, und es zeigte sich, dass es kein Lebensmittelgeschäft (länger) war, sondern ein Geschäft, das Vinylplatten und alte Plattenspieler verkaufte.
Drinnen hörte man Musik. Mitten im Lokal auf einem Tisch befand sich ein Bang & Olufsen Plattenspieler aus den 70ern. Er war mit einem Verstärker und zwei Lautsprechern verbunden, und von ihnen strömte die Musik, eine Jazz-Nummer. Ein anderer Kunde war da, und er unterhielt sich mit dem Inhaber über Musik und Vinylplatten. Zum sofortigen Bedienen hatte der „Postmeister“ angeblich keine besondere Lust, und ich wurde sofort ins Gespräch hineingezogen.

„Klingt es nicht schön?“, wollte der Kunde von mir wissen. Ich musste zugeben, dass es der Fall war. Ungefähr fünf Minuten haben sich dann drei Männer über Musik, analoge Geräte wie Plattenspieler, Tonbandgeräte und Walkmen, unterhalten, bevor es zu meinem Paket gekommen ist, und nachher haben wir noch einige Minuten weiter gesprochen. Mein erstes Grammofon war auch ein Bang & Olufsen (1963) und ein Vorgänger von dem, der jetzt spielte, und der einen neuen Pick-Up bekommen hatte. Reine Nostalgie einer Zeit, wo Musik sich bewegte, ob auf Platten mit 45 oder 33 Umdrehungen oder auf einem braunen BASF-Tonband mit 9,5 oder 19 cm per Sekunde.

Sie müssen beide meinen Rock gesehen haben, aber das war ihnen genauso gleichgültig, als hätte ich, wie sie, eine Jeans getragen.  Es ging um Wichtigeres als Kleidung.

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10 Minuten später habe ich einen kleinen Spaziergang im Wald gemacht.

Gruß
Gregor
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Offline MAS

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #1 am: 10.11.2022 08:23 »
So lässt man sich doch gerne mal vom schnellen Erledigen seiner Geschäfte ablenken! :)

LG, Micha
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Offline JoHa

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #2 am: 10.11.2022 22:31 »
So ist es.
Wenn es um wichtige Dinge geht, bestimmt Rock oder Hose nicht das Thema. Vorab sei bemerkt, daß ich Rock nie ohne Strumpf(hose) trage.
Ob im Fachgeschäft für Elektrogeräte in Holland, Bücher im Emsland, ja, bei der Taufe der Enkelkinder in Oldenburg; man schaute mal kurz hin, ging dann aber "zur Tagesordnung" über.
Mittlerweile bin ich immer sicherer: die eigenen Skrupel sind das eigentliche Problem. Eyecatcher sind eher die bestrumpften Beine als der Rock.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline Janna

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #3 am: 11.11.2022 21:38 »
Hallo Joachim

Wenn man die beine richtig im szene setzt werden sie zum eyecatcher.
Das geht natürlich nicht mit leggings oder socken da müssen schon strumpfhosen her.
Shorts oder miniröcke  sind nur mittel zum zweck um  möglichst viel bein zu zeigen.
Und die strumpfhose bietet das auf eine chice elegante art.
Also wenigstens für uns zwei unverzichtbar.

LG, Janna

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Offline JoHa

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #4 am: 11.11.2022 22:50 »
100% meine Einstellung!
Nicht Johannes. Joachim!

Online Timper

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #5 am: 11.11.2022 23:52 »
Hallo Joachim

Wenn man die beine richtig im szene setzt werden sie zum eyecatcher.
Das geht natürlich nicht mit leggings oder socken da müssen schon strumpfhosen her.
Shorts oder miniröcke  sind nur mittel zum zweck um  möglichst viel bein zu zeigen.
Und die strumpfhose bietet das auf eine chice elegante art.
Also wenigstens für uns zwei unverzichtbar.

LG, Janna
Für mich auch!
Außer im Hochsommer.
Oder ggf dünne Strumpfhosen.
Sushi Rolls Not Gender Rols.

Wenn man etwas will finden sich Wege. Wenn man etwas nicht will finden sich Gründe.

Offline Janna

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #6 am: 12.11.2022 04:30 »
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8den tights by tightseveryday, on Flickr

Für den hochsommer gibts besonders dünne wie hier.
Aber 20den geht immer🌡️
Für mich eine sache des stils und für meinen gehört eine fsh einfach dazu um vollständig gekleidet zu sein.
Zu dem gibt mir die fsh die freiheit das zu tragen was ich möchte ganz abgesehen von anlass oder jahreszeit.
Sie passt einfach immer und nur mit ihr fühle ich mich korrekt bekleidet.
LG, Janna

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Offline swen44

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #7 am: Gestern um 18:17 »
Strumpfhosen kommen mir gar nicht ins Haus. Ich trage ja einen Rock oder ein Kleid, um eben keine Hosen tragen zu müssen. Ansonsten teile ich die Meinung, dass man inzwischen im Rock toleriert wird. Manchmal gibt es auch Komplimente und bisher (nun 7 Jahre) hat mich erst vor kurzem so ein total versiffter junger Mann als "schwule Sau" angegiftet.

Ich trage eigentlich nur noch Röcke und Kleider, wenn ich aus dem Haus gehe. Allerdings ist das in einer Großstadt wie Leipzig einfacher als irgendwo auf dem Land.

Hier mal eine kleine Auslese ...
Swen
Liebe Grüße im Sinne einer totalen Gleichberechtigung.

Offline Rockermatze

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #8 am: Heute um 00:10 »
Das letzte Bild erinnert irgendwie an einen Ordensbruder ::)
LG,
Mara (Matze/Ramona)

Offline swen44

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Antw:Rock im Alltag
« Antwort #9 am: Heute um 11:50 »
Für einen Ordensbruder ist das Kleid zu kurz  ;D. Aber ich trage halt gerne Schwarz, weil die Farbe so manche "Problemzone" gut kaschiert.
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Liebe Grüße im Sinne einer totalen Gleichberechtigung.

 

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