Autor Thema: Noch mehr Männerröcke in 2023  (Gelesen 2281 mal)

Offline Holger Haehle

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Noch mehr Männerröcke in 2023
« am: 14.11.2022 15:59 »
Was sind die Trends in der Männermode für 2023. Fashionistas werden weite Hosen und Jeans, funktionelle Shorts und sogar Röcke als Varianten für die Herrengarderobe finden, ebenso wie elegante Perlenketten. Außerdem werden die Unterschiede zwischen Männer- und Frauenkleidung noch geringer, da geschlechtsneutrale Stile an Bedeutung gewinnen. So werden kurze Hosen kürzer, die Auswahl an Männerröcken wird größer und Accessoires, die traditionell als weiblich galten, erscheinen in Männerkleidung.

Das jedenfalls prophezeit das französisch-englische Modemagazin icon-icon:
https://www.icon-icon.com/the-mens-fashion-trends-for-spring-summer-2023/


Online hirti

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #1 am: 14.11.2022 16:59 »
Ich habe mir mal wieder die Instyle und die Instyle Man im Doppelpack gekauft.
Momentan lese ich gerade mit viel Interesse die Frauenversion - wenn ich dann auch noch die "Men" durch habe, berichte ich ob die deutsche Presse auch wieder mehr Männerröcke für uns vorsieht.  :)

Online JJSW

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #2 am: 14.11.2022 17:39 »
Na wird doch Zeit das dies nun endlich jemand prophezeit, wo wir ich doch schon das ganze Sommerhalbjahr Röcke oder Kleider getragen habe. Wenn auch keine Shorts und Perlenketten  ;)

Grüßle
Jürgen
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Offline hummerbrummer

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #3 am: 14.11.2022 23:28 »
Na wird doch Zeit das dies nun endlich jemand prophezeit, wo wir ich doch schon das ganze Sommerhalbjahr Röcke oder Kleider getragen habe. Wenn auch keine Shorts und Perlenketten  ;)

Ok, für dich ist das dann die Vorhersehung des letzten Sommers. 8)

Aber ein kleiner Trend ist erkennbar. Noch dazu, wo selbst der konservativere Teil der Presse dank Mr. Pitt den Rock am Mann propagiert oder zumindest nicht heruntermacht. Ob das bei deren Leserschaft ankommt, ist allerdings etwas fraglich. Es wird nur auf die Edelmode hingewiesen, aber nicht darauf, dass man auch deutlich weniger als 'nen Tausi für so einen Rock ausgeben kann. Ist mir nur mal aufgefallen.

Gruß Hummerbrummer



Online JJSW

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #4 am: 15.11.2022 03:40 »
Immerhin bietet Adidas nun schonmal Röcke auch für Männer an und das zu recht fairen Preisen.
Und bei dem Kleid zwar nicht speziell auch für Männer, das ich dort bestellte, waren die (Über)Größen auch genderneutral (mit einer Art Anleitung für Männer) angegeben.

Wenn jetzt einige weitere Anbieter für bezahlbare Kleidung im zweistelligem Bereich da mitziehen, und entsprechendes anbieten,
dann würde ich von einem richtigen Trend sprechen.

Ansonsten ist es wieder so 'ne Luftnummer wie schon öfter in den letzten Jahren.

Es wird nur auf die Edelmode hingewiesen, aber nicht darauf, dass man auch deutlich weniger als 'nen Tausi für so einen Rock ausgeben kann. Ist mir nur mal aufgefallen.

Das ist für mich in den momentan geldklammen Zeiten für große Teile der Bevölkerung gegenüber eher eine Frechheit, als ein Trend.
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Jürgen

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Offline GregorM

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #5 am: 15.11.2022 06:35 »
Zitat von: Hummerbrummer
Es wird nur auf die Edelmode hingewiesen, aber nicht darauf, dass man auch deutlich weniger als 'nen Tausi für so einen Rock ausgeben kann. Ist mir nur mal aufgefallen.

Ja, aber nicht nur. Zum Beispiel im Oktobernummer des GQ-Magazins gibt man auch die Damenabteilung als Bezugsquelle an:

Wo kaufe ich einen Männerrock?
Einige Online-Shops und Läden bieten bereits Männerröcke an, Farfetch, Ssense und der VooStore haben eine Auswahl der neuesten Designer-Röcke für Männer in ihrem Sortiment. Da sich ein Männerrock in der Machart nicht von einem Frauenrock unterscheidet, können Sie auch die Frauenabteilung durchstöbern.

Das Problem mit der Damenabteilung ist nur, wie ich es sehe, dass es immer weniger Männern geeignete Röcke gibt.

Gruß
Gregor
https://www.dress2kilt.eu/de00.htm
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

Online hirti

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #6 am: 15.11.2022 08:57 »
Interessanter Einwurf, Gregor!
Gibt es wirklich weniger männertaugliche Röcke in den Damenabteilungen?

Wobei… ich habe kürzlich überlegt wie mein erster Rock fürs Büro aussehen könnte und dabei die Shops von Comma und Esprit durchgeschaut und war von keinem Rock so recht inspiriert.

Online Timper

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #7 am: 15.11.2022 09:06 »
Wie kann man Designer Röcke für utopische Preise als Trend bezeichnen die nur von Millionäre in London, New York oder Paris getragen werden? Das macht nur eine hauchdünne Schicht aus der Mode Szene.
Wenn es Trend werden soll dann muss das in der Breite verfügbar und auch bezahlbar sein.
Und die wenigsten Röcke in der Damenabteilung haben einen Stil wie die genannten von Tom Brown oder anderen.
Das ist ja sehr einfach gedacht. Diese Alternative sehe ich kaum um daraus einen Trend werden zu lassen.
Und Adidas sehe ich auch nicht als Massstab. Wenn das mal nicht Marketing ohne Risiko ist. Der Genderdebatte geschuldet, auf der Welle mitschwingen. Ein paar Fotos machen, auf der Website zeigen. Fast Null Kosten aber ein modernes Image.
Aber setzen diese Röcke einen Trend und Zeichen? Spielen sie vom Design her  in der Liga der ModeDesigner? Für mich nur eine Randerscheinung.
Günstige Designerröcke für 100 Euro bei Karstadt würden Schub und Trend bringen. Es gibt ja auch günstige Designer für die Breite.
Aber so wird das nichts.
Zu teuer und nur Nischenprodukt.
Die Idee ist gut aber für die Verbreitung nicht geeignet.
Vor allem fehlt doch ein Gesamtkonzept. Jeder stellt sich die Frage mit was trage ich den Rock? Welche Schuhe, welche Jacken, welche Strümpfe? Oder vielleicht mit Leggings oder sogar Strumpfhose? Wenn ja Blickdicht oder Halbtransparent? Da fehlt was.
Nicht ohne Grund habe ich mir einen neuen Trenchcoat gekauft!!!

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Offline Janna

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #8 am: 15.11.2022 10:50 »
Das is für mich reine werbung für diese völlig überteuerten männerröcke 😃
Bringen wird das überhaupt nichts.
Wenn man schon männerröcke anbieten will müssten sie einigermassem im preis von damenröcken sein.
Aber rock ist rock wer immer ihn auch trägt.
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Offline Olivier

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #9 am: 15.11.2022 11:28 »
Ja das Etikett unisex bzw. Männerrock ist nett aber wo ist der Unterschied zur Damenabteilung?
Von daher muß ich Janna recht geben. Komme gut mit der Auswahl bei den Damen klar und nur für das Etikett zahle ich sicher keinen Aufpreis.
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Online hirti

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #10 am: 15.11.2022 11:36 »
Der Unterschied ist das Etikett das es Männern ermöglicht einen Rock zu tragen, die sich nicht - wie die meisten von uns - dafür entschieden haben Frauenkleider zu tragen.
Die Hürde ist riesengroß und ein für Männer ausgezeichnetes Kleidungsstück ermöglicht es vielleicht dem einen oder anderen, sie zu überspringen.

In Modepublikationen gezeigte Bilder bringen wohl keinen Mann zum Rock, wenn es nicht das passende Angebot gibt bei dem er zugreifen kann.

Es liegt dann an uns ob wir uns damit zufriedengeben dass wir Frauenkleider tragen, oder, wie Gregor, aktiv mit dem Kauf den Herstellern signalisieren dass uns Röcke für Männer wichtig sind und es dafür einen Markt gibt.

Offline hummerbrummer

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #11 am: 15.11.2022 12:20 »
Wie kann man Designer Röcke für utopische Preise als Trend bezeichnen die nur von Millionäre in London, New York oder Paris getragen werden? Das macht nur eine hauchdünne Schicht aus der Mode Szene.
Wenn es Trend werden soll dann muss das in der Breite verfügbar und auch bezahlbar sein.

Weil man irgendwie anfangen muss. Ich selbst sehe das auch nicht als Welle; sondern als einen Trend, der zumindest eine momentan verschwindend kleine Minderheit deutlich vergrößert. Ich selbst habe z.B. in den letzten 20 Jahren vielleicht drei Männer gesehen, die einen Rock trugen. Einer davon war transmäßig mindestens angehaucht, was man auch sehen konnte.
Zitat

Und die wenigsten Röcke in der Damenabteilung haben einen Stil wie die genannten von Tom Brown oder anderen.
Das ist ja sehr einfach gedacht. Diese Alternative sehe ich kaum um daraus einen Trend werden zu lassen.
Und Adidas sehe ich auch nicht als Massstab. Wenn das mal nicht Marketing ohne Risiko ist. Der Genderdebatte geschuldet, auf der Welle mitschwingen. Ein paar Fotos machen, auf der Website zeigen. Fast Null Kosten aber ein modernes Image.
Aber setzen diese Röcke einen Trend und Zeichen? Spielen sie vom Design her  in der Liga der ModeDesigner? Für mich nur eine Randerscheinung.

Ja; es ist eine Randerscheinung. Sie wird durch Majors wie Adidas oder auch Asos, der auch schon mal einen Männerrock anbietet, allerdings etwas näher in den Mittelpunkt gerückt und regt bestimmte Herren(auch mich übrigens) dazu an, mal nachzudenken. Vor allem über Design und damit auch über das Thema Mode oder Klamotten an sich.
Was die Liga angeht, in der sie spielen: Der Adidas- Rock würde wegen seiner Asymmetrie sicher auch als Designerklamotte durchgehen. Und erst recht das Hemdkleid, weil es einfach durch Schlichtheit besticht, denke ich. Das Asos-  Modell ist aus meiner Sicht einfach ein Faltenrock, der auch in der Qualität wahrscheinlich nicht mit Adidas mithält, aber praktisch nicht billiger ist: Ich meine dass der Preisunterschied bei fünf Euro liegt, wenn man die Rabattaktionen zu nutzen weiß und beim Kauf Geduld walten lassen kann.
Zitat

Günstige Designerröcke für 100 Euro bei Karstadt würden Schub und Trend bringen. Es gibt ja auch günstige Designer für die Breite.
Aber so wird das nichts.
Zu teuer und nur Nischenprodukt.
Die Idee ist gut aber für die Verbreitung nicht geeignet.

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass Karstadt längst nicht mehr der Hauptvertriebsweg für Kleidung ist, auch wenn das Preisleistungsverhältnis bei denen durchaus stimmig ist. Als Trendsetter eignen die sich nicht. Karstadt ist eher ein typischer Mainstreamanbieter für die Generation ab 30+ Jahre und funktioniert in gewisser Weise wie ein großer Kramladen. Versender wie Otto, Asos oder Zalando oder der Direktvertrieb(teilweise Adidas) sind schon lange wichtiger. Allerdings kaufe ich gelegentlich auch dort.


Zitat
Vor allem fehlt doch ein Gesamtkonzept. Jeder stellt sich die Frage mit was trage ich den Rock? Welche Schuhe, welche Jacken, welche Strümpfe? Oder vielleicht mit Leggings oder sogar Strumpfhose? Wenn ja Blickdicht oder Halbtransparent? Da fehlt was.
Nicht ohne Grund habe ich mir einen neuen Trenchcoat gekauft!!!

Das schlüssige Konzept fehlt manchmal auch einigen hier im Forum, ohne Leuten zu nahe treten zu wollen; weil ich am Ende auch nicht besser bin. Wichtig ist vor allem, dass der Rock aus seiner Ecke kommt und sichtbarer wird.
Mode muss sich bei Männern langsam einschleichen, wenn sie dauerhafte Wirkung entfalten soll. 
Was die Designtipps in den Zeitschriften angeht, kann man sich inspirieren lassen. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass Modedesign Kunst ist, die zu Übertreibungen neigt. Das macht die Klamotten auf dem Laufsteg zwar nicht straßentauglicher, zeigt aber Wege auf, wenn man reduzierter an die Sache herangeht. Soll heißen: Wer rote Leggings nicht mag, kann es auch mal in einem Blauton versuchen. Gehen Strumpfhosen irgendwie nicht, tun es vielleicht Leggings oder auch Lauftights. Ist der gezeigte Mantel überzogen, hilft vielleicht dein relativ schlichter Trenchcoat usw. Wichtig ist bei der ganzen Sache, nicht zu übertreiben und den Fokus geschickt zu setzen. Ich arbeite auch daran und gehe deshalb vorsichtig an die Designsache heran. Also eher Trekkingschuhe als Stiefel oder Hochhackiges und eher dunkle als plakative Oberteile zum Rock usw.

Gruss Hummerbrummer

Online Timper

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« Antwort #12 am: 15.11.2022 12:41 »
Der Unterschied ist das Etikett das es Männern ermöglicht einen Rock zu tragen, die sich nicht - wie die meisten von uns - dafür entschieden haben Frauenkleider zu tragen.
Die Hürde ist riesengroß und ein für Männer ausgezeichnetes Kleidungsstück ermöglicht es vielleicht dem einen oder anderen, sie zu überspringen.

In Modepublikationen gezeigte Bilder bringen wohl keinen Mann zum Rock, wenn es nicht das passende Angebot gibt bei dem er zugreifen kann.

Es liegt dann an uns ob wir uns damit zufriedengeben dass wir Frauenkleider tragen, oder, wie Gregor, aktiv mit dem Kauf den Herstellern signalisieren dass uns Röcke für Männer wichtig sind und es dafür einen Markt gibt.
Beim Kauf mag  das Etikett helfen. Dem stimme ich zu.
Aber nicht mehr auf der Straße beim tragen. Da hat niemand ein Etikett dran und für Fremde bleibt Rock Rock, in der Regel Damenrock. Die Hürde bleibt.
Und wahrscheinlich ist die Hürde höher als die beim Kauf.
Und wenn dann sowieso alles  in einen Topf geworfen wird kann man auch den für 100 aus der Damenabteilung nehmen und nicht den für 500 Euro aus der Herrenabteilung. ( Es sei er hat ein spezielles Herren Design, wenn es das gibt außer dem Kilt)
Am Ende ist es doch so das man das Denken andere Leute nicht beeinflussen kann. Niemand hängt sich für Fremde ein Schild um mit - das ist ein Herrenrock. 
Am Ende hilft nur das - lass sie denken.
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Offline Skirtedman

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Antw:Noch mehr Männerröcke in 2023
« Antwort #13 am: 15.11.2022 13:51 »
Beim Kauf mag  das Etikett helfen. ...
Aber...
Niemand hängt sich für Fremde ein Schild um mit - das ist ein Herrenrock. 
Am Ende hilft nur das - lass sie denken.

Das ist sicherlich richtig - für die meisten von uns hier im Forum ist das sicherlich hilfreich: "Lass sie denken!"

Wenn 'sie' aber innerhalb eines Monats fünf Rockmännern - und nicht nur Dir - begegnen, dann werden sie sicherlich beim fünften bereits etwas anders denken als beim ersten Mal, als sie Dir begegnet sind. Und dann noch Brad Pitt und zwei, drei Artikel oder Fernsehberichte über Männerröcke im Hinterkopf.

Dann werden aus dem anfangs einen schrägen Vogel eben fünf schräge Vögel, über die 'sie' aber längst nicht mehr ganz so schräg denken wie noch beim allerersten.

Von den 50.000 Männern, denen man innerhalb eines Monats so begegnet, dürfte bestimmt einer oder mehr als einer dabei sein, der sich vielleicht von den gesehenen Beispielen inspirieren lässt, mal selbst über seine Hosenrolle ins Grübeln zu kommen. Und hier rede ich nicht von jenen Männern, die aus eigenem Antrieb es bis hier her ins Forum geschafft haben, sondern von jenen, für die das bislang noch kein ernstzunehmendes Thema war. Oder schon, vielleicht unterschwellig, aber viel zu realtitätsfern. Mit drei, vier, fünf Beispielen im Monat vermag diese Realitätsferne aber doch schon sich ein klein wenig mehr in die Realität hineinzudrängen.

Darum ist jeder von uns auf der Straße schon hilfreich. Weil ohne Dich, hätten 'sie' ein Beispiel weniger gesehen.

Online Timper

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« Antwort #14 am: 15.11.2022 14:14 »
Ich verstehe schon was du meinst- den Schneeballeffekt. Aber dafür muss Schnee liegen. Aus einer Handvoll Flocken wird kein Schneeball und kommt auch nichts ins rollen.
Ich glaube es ist in der Breite kein Bedarf und kein Interesse vorhanden. Da werden leider auch die Promis wenig helfen.
Und stylische teure Sachen vom Laufsteg ebenso wenig.
Es bleibt einfach die Frage wie man Interesse und ggf Bedarf erzeugen will.
 Vielleicht hilft da der Klimawandel, ein großes Ereignis was Bewegung erzeugt....
Oder wir starten eine große Werbekampagne 😂. Was kostet sowas? Wer sponsert sowas?
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