Autor Thema: Vorstellung  (Gelesen 1442 mal)

Offline Heinz-Herbert

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« Antwort #15 am: 25.11.2022 13:41 »
Hallo,
ich freue mich über die nette Begrüßung. Euch allen ein Danke. Fühle mich schon recht wohl hier.
Eigentlich will ich meine Vorstellung auch mal beenden. Aber ich weiß nicht wo ich aufhören soll.
Also schreibe ich noch etwas über meinen Werdegang zum Rock Träger.

Meine Mutter erwischte mich damals in ihrem Kleid, das ich nicht mehr alleine ausziehen konnte.
Ich werde nie wieder ein Kleid anziehen, das schwor ich mir. An den nächsten Tagen habe ich auch keinen Kittel mehr getragen. "Heizi, das gefällt mir nicht, dass du keine Schürze mehr zur Hausarbeit trägst." Recht hatte sie ja. Ich machte meine Hausarbeit wieder in einer Kittelschürze. Dann kam mein 15 Geburtstag. Ich hatte Wünsche, viele Wünsche. Ich sammle nämlich Modell Traktoren und Lastwagen im Maßstab 1:32. Und Zubehör für diese Fahrzeuge. Am Morgen meines Geburtstages lag ein Päckchen an meinem Platz in der Küche. Meine Mutter setzte sich ganz gespannt mir gegenüber, um meine Reaktion abzuwarten. Das Päckchen war weich also kein Modellauto. Mein Schock als ich es auspackte. Eine blaue Kittelschürze mit hellblauem Kragen und hellblauen Taschen. Was hatte sie nun von mir erwartet?
Mein enttäuschtes Gesicht amüsierte sie. Ich solle den Kittel einmal anprobieren, bat sie mich. Das habe ich abgelehnt. Dann kam mein Vater herein und fragte, ob die anderen Geschenke noch gebraucht werden. Es wären mehrer Pakete und sehr staubig geworden im Keller. Eine Schürze ist sicher ratsam. So sah meine Mutter doch noch, dass ich den Kittel anziehe. Ich musste ihn gleich wieder ausziehen, weil ich ihn falsch herum an hatte. Um Gotteswiillen, was schenkt sie mir da. Einen Kittel, den ich nicht alleine anziehen kann, weil alle Knöpfe auf dem Rücken angebaut worden sind. Sie  freute sich auf meine Reaktion. Sie half mir aber beim Schließen. Nun stand ich in der Küche etwas verdattert. Mein Vater bat mich in den Keller, um ihm zu helfen. Wir gingen in meinen Hobbyraum.
Da standen meine Geburtstagswünsche. Sie ließen mich den blöden Kittel vergessen. Ich hatte bis zum Mittagessen mit meinen neuen Modellen zu tun.
Meine Mutter wollte mir aus den Kittel helfen, ich hätte ja Geburtstag. Außerdem wäre es doch nur ein Scherz gewesen.
Bis ich dann eine Lehrstelle anfing half ich weiterhin im Haushalt. Manche Tage, an denen meine Mutter zu hause war habe ich auch mal diesen Kittel getragen..
Aber schöner war es, wenn ich alleine war. An ihre Kleider traute ich mich nicht mehr ran. Mit 16 Jahren war ich schon so groß wie meine Mutter. Ich konnte es nicht lassen immer wieder an ihren Schrank zu gehen und das Eine und Andere Kleidungsstück heraus zuholen. Zuerst schaute ich aber immer in den Wäschekorb. Freudig war ich, wenn ein Rock und Bluse mich anlachten. Mein Interesse an Röcken erwachte. Ich zog sie wieder aus, wenn der Feierabend meiner Mutter nahte.
In den Ferien habe ich an manchen Tagen meine Mutter gebeten mir in den Kittel mit den Knöpfen auf dem Rücken zu helfen. Sie wunderte sich zwar aber half mir. Wenn sie zur Tür raus war, dann suchte ich einen Rock. Das war so schön an den Beinen. Und ich habe ihn auch anbehalten, wenn meine Mutter von der Arbeit kam. Der Stoff des Kittels war so dicht, dass sie den Rock nicht erkennen konnte. Aber wie es so ist, dann passierte es doch. Wir nahmen im Sommer die trockene Wäsche von der Leine, Mir fielen 2 Klammern aus der Hand und ich bückte mich. Warum musste sie sich jetzt gerade umdrehen? Sie schimpfte mit mir, weil..........
Heinz

Offline Skirtedman

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« Antwort #16 am: 25.11.2022 14:26 »
Hallo Heizi,

ich kaufe das Dauer-Abo für diesen vergnüglichen Fortsetzungs-Roman!

Gruß
Wolfgang

Offline Silkman

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« Antwort #17 am: 25.11.2022 14:38 »
Ich schließe mich an - Klasse, Heinz, schön geschrieben  :)

Bis demnächst,
Jürgen

Offline Rockie

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« Antwort #18 am: 25.11.2022 16:02 »
Hallo und Willkommen hier. Deine Geschichte fesselt mich. Guter Einstand  ;D

LG Nice (Harald)


Offline Peter55Muc

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« Antwort #19 am: 25.11.2022 17:22 »
Ja bitte nicht aufhören zu schreiben, Heinz

Offline Holger Haehle

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« Antwort #20 am: 26.11.2022 17:00 »
Um die Wartezeit auf eine Fortsetzung etwas zu verkürzen, möchte ich einschieben, dass Hemdkittel und Kittelkleider früher sehr verbreitet waren und oft zur Schulkleidung dazugehörten. Oft gab es bei der Schuluniform nur ein Modell, das von Mädchen und Jungen getragen wurde. Diese Kittel oder Smocks waren gerade bei Jungs erwünscht, damit sie sich beim Toben nicht zu schmutzig machten. In Frankreich wurde die Kittelpflicht meines Wissens nach erst in den 60er Jahren abgeschafft.

Offline Heinz-Herbert

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« Antwort #21 am: 26.11.2022 17:08 »
Weiter:....ich bückte mich nach den heruntergefallenen Wäscheklammern und meine Mutter sah zufällig etwas Schwarzes unter meiner Kittelschürze. Sie kam und hob den Kittel hoch. Was sie sah gefiel ihr gar nicht. Ich hatte ihren Lederrock an. Sie schimpfte mit mir. "Darüber reden wir noch mein Freundchen." Das hörte sich nicht gut an. Als Erstes haben wir die trockene Wäsche in die Wohnung getragen. Mir wurde immer mulmiger, denn ein Donnerwetter zog auf.
Sie kam in das Zimmer, in der ich die Wäsche gebracht habe. "Sag mal, was denkst du dir eigentlich aus meinem Schrank zu nehmen was dir gefällt? Ich verbiete es dir für die Zukunft. Eigentlich müsstest du zur Strafe diesen Haufen Wäsche bügeln. Leider kannst du das nicht. Aber ich werde es dir noch beibringen. Ich bin sehr enttäuscht von dir, weil du kein Vertrauen zu mir hast. Eine Frage hätte gereicht. So wie du mein Kleid genommen hast ohne zu fragen, hast du dir meinen Rock genommen. Bis zum Schlafengehen wirst du die Sachen anbehalten."
Diese Standpauke hätte auch schlimmer ausgehen können. So verbrachte ich den ganzen Abend im Kittel mit den Knöpfen auf dem Rücken und immer noch im Lederrock. Mein Vater wunderte sich nur und fragte, ob ich es Mutter nachmachen will, den Abend in Arbeitskleidung zu verbringen. Er wolle sie mal fragen, ob sie auch einen Kittel für ihn hätte, das sähe doch lustig aus.
Ich verabschiede mich in mein Zimmer. Mutter musste ja noch kommen, um mir aus dem blöden Kittel zu helfen. Den wollte ich nie mehr anziehen.
Als meine Mutter dann kam, öffnete sie den Kittel.  "Weißt du Heinz, mir ist nicht entgangen, dass du dich in meinen Sachen nicht unwohl fühlst. Damit meine ich nicht den Kittel. Du hättest mich aber fragen müssen, wenn du mal was von mir tragen möchtest. Ich verstehe, das ihr Jungs auch mal was anprobieren wollt, um zu fühlen, wie es sich trägt. Das ist eben so und nicht schlimm. Verspreche mir, dass du es nicht mehr heimlich machst."
Ich habe es versprochen aber wochenlang kein Gebrauch davon gemacht. Ich habe mich geschämt.
Gruß Heinz

Offline Leder-Glocke

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« Antwort #22 am: 26.11.2022 17:40 »
Deine Mutter dürfte schon sehr modern eingestellt gewesen sein!! Das finde ich  prima!!!


Herzlich Willkommen hier im Forum!!!!

Offline Heinz-Herbert

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« Antwort #23 am: 28.11.2022 08:55 »
Hallo Leder-Glocke,
So habe ich meine Mutter vorher noch nicht gesehen. Erst schimpft sie mit mir und dann diese Änderung ihrer Meinung. Das habe schon mehrmals gelesen. Das ich Kittel tragen sollte, verstand ich damals sehr gut. Aber, dass es mit der Zeit bei mir was auslösen könnte, bemerkte ich nicht . Das mir auf einmal ein Kleid gefiel, das kam einfach so. Als ich dann heimlich auch einen Rock an zog, war ich glücklich darin. Das Leder und das Samtfutter, das an meinen Beinen zu spüren war, löste bei mir eine Erektion aus.
Jetzt war es passiert, ich wurde süchtig. Jahrelang versuchte meine Mutter mir zum Karneval ein Mädchenkostüm einzureden. Das hat sie nie geschafft. Sie wollte mich mal als Mädchen sehen. Das ist sicher kein seltener Wunsch einer Mutter.
Gruß Heinz

Offline Heinz-Herbert

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« Antwort #24 am: 28.11.2022 10:11 »
Hallo,
Nach dem mich meine Mutter in ihrem Lederrock erwischt hatte und wir uns ausgesprochen hatten, habe ich vorerst keine ihrer Sachen mehr angezogen. Auch keine Kittel mehr. Das kam nicht gut an.
Ich hatte noch acht Wochen, die ich vor dem Beginn meiner Lehre zu hause wohnte. Mein Lehr Betrieb war 100km weg. Da sollte ein Wohnheim mein neues Zuhause auf Zeit sein.
Bis dahin verging die Zeit langsam.
Eines abends. ich war in meinem Zimmer und Mutter nähte etwas im Wohnzimmer.
Sie kam zu mir und bat mich um Hilfe. Sie hätte sich einen Rock genäht und nun wolle sie ihn am Saum umnähen. Über die Länge wäre sie sich noch unschlüssig. Ob ich den Rock mal anziehen würde, so dass sie die Länge abstecken kann. Ich tat ihr den Gefallen. Aber ob ich der Richtige war? Vielleicht passt er mir nicht. Das viel weg, denn ihr Lederrock hat mir auch gepasst und das noch sehr gut. Also Rock an und rauf auf einen kleinen Hocker. Mutter nahm ihre Nadeln und steckte sie rund herum in den Stoff. Dann schaute sie und nahm die Nadeln wieder raus. "Bist du schon fertig?" Nein, es gefiel ihr noch nicht. Der Rock sah sehr schön aus. Er fiel glockig nach unten. Dann meinte sie, dass sie es besser beurteilen kann, wenn ich Schuhe tragen würde. Ich hatte schon mal Schuhe von ihr an, waren etwas groß aber ich soll ja nicht laufen. Ich wurde plötzlich 6cm größer und der Rock sollte nun ihrer Meinung nach besser aussehen. Sie verteilte erneut die Nadeln und holte auch schnell noch ein paar Stiefel und prüfte das Aussehen. Ich wollte meinen Kommentar dazu geben und sagte, dass mir der Rock mit den langen Stiefeln am Besten gefällt. Sie sagte, dass ich doch mal zum Spiegel in der Diele gehen solle. Ich tat es und mir gefiel, was ich da sah. Ich sollte mal kurz stehen bleiben. Sie nahm ihren Sommermantel vom Hake und hing ihn mir um. Das sah noch besser aus. Der Rock war nicht mehr zu sehen. Ich könnt glatt so mit dir spazieren gehen, sagte sie. Mir rutschte dann der Satz heraus: "Ich auch"
Gruß Heinz


Offline Heinz-Herbert

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« Antwort #25 am: 29.11.2022 08:59 »
Hallo,
nach dem Ereignis "Rock Anprobe" musste ich mich auf den Beginn der Ausbildung vorbereiten.
Eine Woche Lehre, dann Wochenende zu hause, so lief es drei Jahre ab. Ich habe es nicht ausgehalten ohne einmal einen rock anzuziehen. Ich ging in ein Kaufhaus und kaufte mir einen Jeans Rock. Ohne Probleme und ohne Anprobe. Als Niemand zu sehen war, hielt ich mir den Rock vor meinen Bauch.
Passt, sagte ich zu mir. Als ich dann wieder mal auf meiner Heimfahrt war, hielt ich auf einem Parkplatz an und tauschte meine Hose mit meinem neuen Rock. Ich stieg aus dem Auto um den Rock ordentlich zu schließen. Keiner hat es gesehen. So fuhr ich einen kleinen Umweg, um den Rock länger zu genießen. Kurz vor unserer Wohnung zog ich mich wieder um. Der Rock blieb im Auto.

Ich glaube, ich werde ein neues Thema anfangen. Die Vorstellung ist ganz schön lang geraten.
Gruß Heinz

Offline Zwurg

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« Antwort #26 am: 29.11.2022 09:39 »
Hallo Heinz,
Vielen Dank für deine Vorstellung und deine Erfahrunsberichte aus deiner Jugend. Wen du heute Rentner bist nehme ich an, dass die Ereignisse rund fünfzig Jahre zurückliegen, also Anfang der 70iger Jahre stattfanden.
Auf jeden Fall waren deine Eltern und deine Mutter sehr aufgeschlosssen, für die damalige Zeit.
Obwohl damals die Glam-Rock Zeit herrschte.Erstmals wagten sich männliche Künstler in sehr gewagten, femininen Kostümen auf die Bühne: T-Rex, Ziggy Stardust, The Sweet, usw.
Vielleicht hatte das etwas mit dieser Aufgeschlossenheit zu tun.
In den 80igern war diese Ära schon wieder vorbei.

Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline Zwurg

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« Antwort #27 am: 29.11.2022 09:41 »
Heute stelle ich wieder Rockkünstler fest, die ähnlich feminin auftreten, wie z.B die italenische Gruppe "Maneskin" weitere fallen mir im Moment nicht ein.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Online JJSW

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« Antwort #28 am: 03.12.2022 11:59 »
Hallo Heinz

Herzlich Willkommen im Forum
Und vielen Dank für Deine Vorstellung im schön geschriebenem Fortsetzungsroman-Stil.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline SimplyBread

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« Antwort #29 am: 05.12.2022 06:15 »
Hallo. Heinz!

Auch von mir ein herzliches Willkommen!

Wie ging es nun weiter in deinem Leben?


Gruß Stephan
Habe die Ähre 😉

 

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