Autor Thema: Buddhistische Götter im Kleid  (Gelesen 2140 mal)

Offline Holger Haehle

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #15 am: 22.02.2024 13:28 »
Darf ich die Gelegenheit nutzen und die Experten in der Runde fragen, warum auch hinduistische Krishna-Darstellungen so "feminin" sein können - mit weichen Gesichtszügen, Makeup und viel Schmuck?

Offline MAS

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #16 am: 22.02.2024 19:37 »
Lieber Holger,

ich bin zwar kein Experte für diese Detailfrage, aber das traditonelle indische Schönheitsideal für Männer erscheint für europäische Sehgewohnheiten recht feminin. Allerdings gibt es auch "maskulinere" Männerdarstellungen.

Oder, Yoschi, was meinst Du?

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Offline Yoshi

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #17 am: 22.02.2024 21:07 »
Ich habe gerade ein Déjà-vu. Diese Frage habe ich damals ständig gehört, als ich Indologiestudent und Krishna-Anhänger war. Vorneweg erstmal: Die Darstellungen sind natürlich nicht "feminin" und möchten es auch gar nicht sein, aber ich höre oft von Europäern, dass sie Krishna (oder auch Shiva) für eine Frau halten. Das liegt nicht nur am Aussehen, sondern ebenso an den Namensendungen mit "-a", die von uns meist mit Frauennamen assoziiert werden. Um es salopp zu sagen: Das ist einfach nur ein kulturell- und historisch-bedingtes Männerbild, das von unserem abweicht. Ich möchte trotzdem ein paar Gedanken dazu äußern.

Krishna wird in den Schriften ausschließlich in Gestalt als Säugling, Kind oder junger Erwachsener dargestellt. Er ist der Schönling, dem alle Gopis (Kuhhirtinnen) erlegen sind und die jugendliche Schönheit wird mit Zartheit und Sanftheit abgebildet. Das scheint in Asien sehr beliebt zu sein, weil heutige männliche Anime-Charaktere ebenso häufig mit sehr weichen Zügen gezeichnet werden. Der Trend des zarten Jünglings gab es aber auch immer wieder in der westlichen Kunstgeschichte, beispielsweise in der Renaissance oder im Barock, in der die jungen Männer sehr androgyne Züge und Kleider hatten. Da habe ich manchmal schon im Museum gestanden und konnte erst anhand der Textbeschreibung erfahren, um welches Geschlecht es sich handelt.

Der Schmuck steht einfach nur für Macht und die Göttlich- und Heiligkeit Krishnas. Es soll seine Schönheit unterstreichen, genauso wie die langen, lockigen Haare, die bunten Gewänder, die Blumenkränze, die Krone und die Pfauenfeder. Die Schriften beschreiben ihn als das schönste Wesen, das durch seine Schönheit "sinnliche Freuden" bereitet.

Übrigens ist Krishna weder männlich noch weiblich und doch beides zugleich, weil er beides in sich trägt. Um es den Menschen aber einfacher zu machen, erscheint er in männlicher Gestalt, weil er so "greifbarer" für sie ist. Er ist in der Gott-Mensch-Beziehung der "männliche Part" und seine Anhänger sind die "weiblichen Energien", die sich ihm aus Liebe hingeben. Die Hindus nennen das Bhakti, was sich am besten mit "liebevoller, hingebungsvoller Dienst an Gott" umschreiben lässt.

Wenn Krishna-Anhänger erlöst werden, kommen sie nach Goloka (wörtlich: "Kuhwelt", eine Art "Paradies"), wo sie in Gestalt einer Gopi (Kuhhirtin) mit Krishna tanzen. Die Gopis tanzen im geschlossenen Kreis um Krishna und seiner Frau Radha herum. Krishna spielt auf der Bansuri-Flöte und die Gopis huldigen seiner Schönheit und Allmacht. Nicht selten vervielfältigt er sich dann, damit er mit allen Gopis tanzen kann, damit niemand eifersüchtig wird. Es ist ein sehr erotisches Gottesbild, was für Europäer sehr merkwürdig erscheinen mag. Erotik wird hier aber "spirituell" und nicht "sexuell" verstanden. Der Tanz selbst nennt sich Rasa-Lila (wörtlich: "Geschmack am Spiel" oder "Liebe zum Spiel"). Nähere Infos und Bilder kann man hier finden.

Übrigens sind viele Krishna-Bilder im Internet von der ISKCON, die hauptsächlich von westlichen Krishna-Anhängern gemalt sind und teilweise schon sehr an christliche Ikonographie erinnern. Ich nenne mal zwei Beispiele: Krishna mit einem Kalb im Arm, was sehr an Jesus mit Lamm im Arm erinnert und Krishna mit einem gelblich-schimmernden Kreis um den Kopf, was sehr an den Heiligenschein Jesu erinnert. Ob die Maler sich da bewusst oder unbewusst bedient haben, sei mal dahingestellt. Jedenfalls zeigt es, dass man sich von seiner Kultur und Sozialisierung nicht so ganz lösen kann. Fällt mir auch immer wieder auf, wenn westliche Buddhisten von Karuna (Mitgefühl) sprechen, das dann aber sehr gefärbt ist vom christlichen Verständnis der Karitas (Nächstenliebe).

Das "Make-Up" bei den Göttern hat genaue religiöse Bedeutungen, die ich aber nicht im Einzelnen erklären kann. Es sind jedenfalls Segenszeichen und stehen für die verschiedenen Chakren. Der Punkt auf der Stirn beispielsweise steht für das dritte magische Auge. Die Gurus in Indien tragen traditionell solche Gesichtsbemalungen (siehe vgl. hier).

Zum Thema Make-Up in Asien musste ich die Tage zufälligerweise schonmal nachdenken. Ich habe mir wieder mal paar Klassiker der Martial-Arts-Filme aus dem Hongkong-Kino der 70er und 80er angeschaut. Da trugen die Kampfkünstler eine Art Kriegsbemalung, beispielsweise deckend weiß geschminktes Gesicht mit schwarzen Blitzen, schwarz umrandete Augen mit langem schwarzen Wing. Das erinnerte ein wenig an die Rockband KISS. Beliebt sind auch solche Make-Ups mit der Farbe rot. Die Kung-Fu-Meister trugen lange Roben in knalligen Farben oder auch Mützen im Leopardenprint mit Fasanfedern. In japanischen Samuraifilmen ist das ja ähnlich dargestellt.

Offline MAS

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #18 am: 22.02.2024 22:40 »
Und dann gibt es ja solche Darstellungen von Krishna:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.

Quelle und da noch mehr davon: https://wallpapercave.com/lord-krishna-and-arjuna-hd-wallpapers

Was übrigens die Namen angeht, so enden im Sanskrit männliche Namen oft auf a und weibliche auf i.

Ein ähnliches Problem gibt es bei der deutschen Wahrnehmung türkischer Namen: Eine Kollegin von mir hieß Bahar und wunderte sich darüber, dass sie oft mit "Herr ..." angeschrieben werde. Ich meinte, das liege an dem r am Ende, was im Deutschen typisch für männliche Namen sei. Hieße sie "Baha" ohne re, meinte ich, hätte sie das Problem nicht. Baha, meinte sie, sei aber ein männlicher Name im Türkischen.  ;D

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Offline Yoshi

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #19 am: 23.02.2024 00:20 »
Was übrigens die Namen angeht, so enden im Sanskrit männliche Namen oft auf a und weibliche auf i.
LG, Micha

Nicht ganz. Bei den Vokalen ist es entscheidend, ob es kurz oder lang ist.

अ-Endung = kurzes a. Ein Männername wie bei Krishna oder Shiva.
आ-Endung = langes a (in der Umschrift ā). Ein Frauenname wie bei Radha.
इ-Endung = kurzes i. Ein Männername wie bei Kalki.
ई-Endung = langes i (in der Umschrift ī). Ein Frauenname wie bei Lakshmi oder Kali.

Es gibt natürlich noch weitere Endungen. Wenn man die Devanagari-Schrift oder ihre Transkription lesen kann und die Deklinationsendungen kennt, dann weiß man immer ganz genau, ob das Nomen maskulin, feminin oder neutrum ist. Da ist Sanskrit zum Glück sehr einheitlich.

Offline Yoshi

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #20 am: 23.02.2024 00:26 »
Genau, das ist ein Bild aus der Bhagavad Gita, in dem er sich dem Krieger Arjuna als Gott offenbart. Die obigen verschiedenen Männer und Tiere sind die unterschiedlichen Manifestationen Krishnas.

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« Antwort #21 am: 23.02.2024 00:43 »
Was übrigens die Namen angeht, so enden im Sanskrit männliche Namen oft auf a und weibliche auf i.
LG, Micha

Nicht ganz. Bei den Vokalen ist es entscheidend, ob es kurz oder lang ist.

अ-Endung = kurzes a. Ein Männername wie bei Krishna oder Shiva.
आ-Endung = langes a (in der Umschrift ā). Ein Frauenname wie bei Radha.
इ-Endung = kurzes i. Ein Männername wie bei Kalki.
ई-Endung = langes i (in der Umschrift ī). Ein Frauenname wie bei Lakshmi oder Kali.

Es gibt natürlich noch weitere Endungen. Wenn man die Devanagari-Schrift oder ihre Transkription lesen kann und die Deklinationsendungen kennt, dann weiß man immer ganz genau, ob das Nomen maskulin, feminin oder neutrum ist. Da ist Sanskrit zum Glück sehr einheitlich.

Danke, lieber Yoschi!

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #22 am: 23.02.2024 00:47 »
Genau, das ist ein Bild aus der Bhagavad Gita, in dem er sich dem Krieger Arjuna als Gott offenbart. Die obigen verschiedenen Männer und Tiere sind die unterschiedlichen Manifestationen Krishnas.

Und dabei verstehen sich ISKCON-Anhänger als Monotheist:innen: Ein Gott mit vielen Manifestationen.

Ich würde mich gerne mal mit Dir über Deinen spirituellen Weg unterhalten, Yoshi! Aber nicht hier in diesem Thread.

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Antw:Buddhistische Götter im Kleid
« Antwort #23 am: 23.02.2024 05:08 »
Das Bild Krishnas mit Arjuna aus der Bhagavad Gita zeigt ein Makeup, das mindestens aus Rouge, Lippenstift, Lidschatten, Kajal und Mascara besteht und soll also nicht weiblich gelesen werden, weil es einfach Unterschiede in der kulturellen Konstruktion gibt. Habe ich das so richtig verstanden?

Tatsächlich gibt es Kulturen, wie den Wodaabe im Niger, in denen Makeup männlich ausschließlich gelesen wird. Die veranstalten sogar ein Tanzfestival, bei dem die Frauen ihren Partner nach deren Schönheit ausgedrückt in der Wahl bunter Kleider, Makeup und Schmuck wählen.

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« Antwort #24 am: 23.02.2024 08:03 »
Das Bild Krishnas mit Arjuna aus der Bhagavad Gita zeigt ein Makeup, das mindestens aus Rouge, Lippenstift, Lidschatten, Kajal und Mascara besteht und soll also nicht weiblich gelesen werden, weil es einfach Unterschiede in der kulturellen Konstruktion gibt. Habe ich das so richtig verstanden?

Tatsächlich gibt es Kulturen, wie den Wodaabe im Niger, in denen Makeup männlich ausschließlich gelesen wird. Die veranstalten sogar ein Tanzfestival, bei dem die Frauen ihren Partner nach deren Schönheit ausgedrückt in der Wahl bunter Kleider, Makeup und Schmuck wählen.

Genau, lieber Holger! An die Wodaabe dachte ich jetzt auch:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Quelle: https://www.dailymail.co.uk/news/article-8250135/Wodaabe-tribe-MEN-spend-hours-doing-hair-makeup-impress-women.html

Vieles, was uns natürlich vorkommt, ist in Wahrheit soziale Konstruktion. Nimm z.B. auch die Farbe Rot, die auch in Europa vor 200 Jahren noch männlich konnotiert war und heute eher weiblich.

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« Antwort #25 am: 23.02.2024 09:11 »
Das Bild Krishnas mit Arjuna aus der Bhagavad Gita zeigt ein Makeup, das mindestens aus Rouge, Lippenstift, Lidschatten, Kajal und Mascara besteht und soll also nicht weiblich gelesen werden, weil es einfach Unterschiede in der kulturellen Konstruktion gibt. Habe ich das so richtig verstanden?

Ja, genau. Auf YouTube findet man beispielsweise Make-Up Tutorials für Jungs. Das ist hauptsächlich für Janmashtami, dem Geburtsfest Krishnas, an dem wird nämlich traditionell ein Theaterstück aufgeführt und es ist eine große Ehre, wenn der Sohn Krishna darstellen darf. Hindus glauben, dass der Junge nicht nur Krishna verkörpert, sondern er in diesem Moment sogar Krishna selbst ist. Viele Zuschauer wollen den Darsteller dann anfassen, weil sie glauben durch die Berührung Krishnas gereinigt zu werden. Das ist ebenfalls der Grund, warum so viele indische Kinder nach Göttern benannt werden. Jedes Mal, wenn man den Namen seines Kindes ruft, wird man gereinigt, weil das Aussprechen der Götternamen eine heilige Wirkung hat. Deswegen werden auch so häufig die verschiedenen Götternamen in Mantras gesungen. Krishna-Anhänger begrüßen sich übrigens mit "Haribol". "Hari" ist ein Name Krishnas und "bol" die Aufforderung den Namen auszusprechen und ist zugleich ein Segenswunsch. Ein indischer Kommilitone sagte mal zu mir, dass das die indische Version des süddeutschen "Grüß Gott" sei.

Ich würde mich gerne mal mit Dir über Deinen spirituellen Weg unterhalten, Yoshi! Aber nicht hier in diesem Thread.

Vielleicht klappt das ja beim Treffen in Mainz.

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« Antwort #26 am: 23.02.2024 09:15 »
Krishna-Anhänger begrüßen sich übrigens mit "Haribol".

Hierzulande wird gerne das l weggelassen!  ;D

Ich würde mich gerne mal mit Dir über Deinen spirituellen Weg unterhalten, Yoshi! Aber nicht hier in diesem Thread.

Vielleicht klappt das ja beim Treffen in Mainz.

Gerne!
Ich hoffe es klappt bei uns!

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« Antwort #27 am: 23.02.2024 13:43 »
Micha,

da hast du aber ein prächtiges Bild gefunden. Bei den Wodaabe machen sich die Männer schön, weil nur Frauen den zukünftigen Gatten wählen. Männer dürfen nicht wählen. Sie müssen also mit Schönheit die Aufmerksamkeit der Damen auf sich lenken.

In vielen Matriarchaten sind schöne Kleider und Makeup ebenfalls Männersache. Im Patriarchat ist es natürlich umgekehrt, dann da wählen die Männer. Es wird also so rum oder so rum gegendert. Immer geht es um eine Zuordnung von Schönheit entsprechend der jeweiligen sozialen Ordnung einer Kultur. Die Zuordnung kann sich auch innerhalb einer Kultur im Laufe der Zeit ändern. In der Renaissance hatten Männer die scharfen Röcke und FSH an.

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« Antwort #28 am: 23.02.2024 16:18 »
Yoshi,
stimmt es, dass es in Hindu-Schriften wie dem Ramayana und dem Mahabharata Darstellungen des Helden Arjuna gibt, wie der sich in ein drittes Geschlecht verwandelt?

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« Antwort #29 am: 23.02.2024 17:24 »
Ja, es gibt da wohl eine Geschichte im Mahabharata, in der er verflucht wird und als Eunuch unter Frauen leben muss. An die Einzelheiten der Geschichte kann ich mich aber nicht erinnern. Er hat wohl Aufgaben ausgeführt, die heute die modernen Hijras übernehmen, für die er ja eine Art Vorbild ist.


 

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