Autor Thema: Erinnerung an meine Kindheit oder: "Mama, wie findest du Jungen in Röcken?"  (Gelesen 26623 mal)

Offline Yoshi

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Es beruhigt mich, dass es einigen von euch ähnlich mit den Eltern ergeht bzw. erging. Ich bin da wohl doch nicht so allein, wie ich dachte, und das spendet mir ein wenig Trost. Es kann manchmal echt belastend sein, es aus Friedensgründen zu verheimlichen. Eigentlich lebe ich in diesem Sinne ein Doppelleben, wodurch ich mich immer mehr aus dem familiären Umfeld zurückziehe.

Ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in meiner Heimatstadt wohne und durch die räumliche Trennung freier leben kann. Meine Familie wohnt eine gute halbe Autostunde von mir entfernt. Manchmal macht es mir aber trotzdem etwas Sorgen, dass es auffliegen könnte, falls es sich doch rum spricht oder mich jemand zufällig so sieht.

Offline JoHa

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"dass es auffliegen könnte",
 lieber Yoshi, ja, das bewegte und bewegt mich manchmal noch.
Meine Eltern leben nicht mehr. Meine Mutter ermutigte mich zwar, zu Karneval, mich als Mädchen zu verkleiden, ja hielt auch das eine oder andere weiblich konnotierte Stück Wäsche für mich bereit; auch bat sie mich manchmal, ihre Pumps, die ihr zu eng erschienen, für sie auszuweiten (sie trug 41, ich damals 43), aber niemals kam die Sprache auf so etwas "Abnormales", wie Röcke und FSH für Jungen und Männer im Alltag zu tragen.
Dieses machte mich bis in die Gegenwart unsicher bei der Entscheidung, was ich zu tragen bereit war und ob ich durch die Wahl von Röcken und FSH zur von mir nicht angestrebten "Transe" werden könnte.
Nun, ja, so eingeengt waren damals meine Perspektiven. Ich hoffe nun, denen entwachsen zu sein.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline Skirt-Man

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Meine Elter mussten sehr früh lernen, dass ich nicht 08/15 bin und schon etwas aus der Masse heraussteche.
Erst kam der Heavy Metal, dann die Ohrringe, lange Haare, Piercings und später Tattoos.
Meine Mutter hat es hingenommen, weil ich da meinen eigenen Kopf habe. Sie war aber recht entspannt damit.
Mein Vater, als erzkonservativer Beamter, hatte da schon etwas mehr dran zu knabbern. Akzeptierte es gezwungener Maßen aber so langsam.

Bei meiner Frau hatte ich das Thema Rock nie weiter forciert.
Sie wusste, dass ich auf Festivals mit Rock rum laufe und so war ich auch mal beim örtlichen Stadtfest oder bei ner Familienfeier im kurzen Kilt.
Aber das war jeweils ein Einzelfall, weil ich noch nicht wusste, wo die Reise hingeht und selber Angst hatte, dass es doch in Richtung Fetisch oder Frau sein geht.

Dann hatte ich aber die Möglichkeit, mal genauer zu eruieren wohin die Reise geht und bin dabei hängen geblieben, dass ich einfach keine Geschlechtergrenzen mehr akzeptieren will.

Jetzt war für mich als erstes die Frage, wie meine Kids darauf reagieren und ob sie was dagegen haben. Die laufen so langsam aber konform damit und akzeptieren es.
Dazu lernte ich letztes Jahr noch eine super Frau kennen, die mich dabei unterstützt und mir geholfen hat, dass sich mein Umfeld auch daran gewöhnt.

Das Thema Rock ist für meine Mum noch etwas Gewöhnungsbedürftig. Sie muckiert sich aber nur beim begrüßen darüber und nimmt es dann hin.
Mein Dad hatte es nur letztes Jahr auf dem Geburtstag meines Großen mitbekommen, weil es da heiß war und ich keine Lust auf Hose hatte.
Alles weitere tue ich mich bei Ihm noch etwas schwer mit. Wobei er es früher oder später erleben wird und sich auch damit abfinden muss.

Offline Yoshi

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Ich habe hier bereits über meine Eltern gesprochen und es gab kürzlich ein interessantes Gespräch mit meiner Mutter beim diesjährigen Osteressen. Der Hintergrund ist, dass wir demnächst, aufgrund eines Ostergeschenks, einen Gutschein in einem Restaurant einlösen werden. Ich kenne das Restaurant aus Erzählungen, das etwas gehobener und nobler ist als der Durchschnitt, aber nicht in Richtung "Schickimicki" geht. Meine Eltern kennen es nicht, weil sie nie dort waren und ich wollte sie darauf hinweisen. Zu meiner Mutter sagte ich:

Y: "Das ist ein etwas gehobeneres Restaurant. Ihr solltet euch etwas besser anziehen als in normaler Alltagskleidung."
M: "Was soll das heißen?"
Y: "Ja, nicht so alltäglich wie sonst."
M (leicht wütend): "Ich bin doch immer gut angezogen!"
Y: "Darum geht es doch nicht. Da sollte man halt nicht im Schlabbershirt und einfacher Hose auftauchen."
M (wird lauter): "Bin ich heute etwa nicht gut angezogen? Ich bin immer gut gekleidet." (Sie trug eine Jeans und ein weißes Sweatshirt. In meinen Augen ein alltägliches Outfit, das für Ostern doch sehr schlicht war. Ein solches würde ich als "unpassend" für den anstehenden Restaurantbesuch empfinden.)
Y: "Man muss da jetzt nicht im Anzug oder Abendkleid auftauchen, damit wäre man overdressed. Es reicht ein Hemd oder Bluse mit guter Jeans."
M (sauer): "Ich will aber kein Kleid tragen!" (Wie ich schon mal erwähnte, hasst sie Röcke und Kleider seit eh und je. Wenn sie mal ein Kleid zu Hochzeiten oder Beerdigungen trug, empfand sie das als Zwang und hat den ganzen Tag darüber gemeckert.)
Y: "Das hat doch niemand gesagt. Du musst kein Kleid anziehen."
M: "Ich habe sogar Kleider. Ich besitze sowas." (Sie klang wie ein Kind, das etwas "beweisen" möchte. Wahrscheinlich nahm sie an, dass ich es ihr nicht glaube, weil ich sie in meinem Leben höchstens fünf Mal im Rock oder Kleid gesehen habe.)
Y: "Wie gesagt, wenn du willst, kannst du es anziehen, aber es ist nicht nötig."
M: "Was soll man denn dann anziehen? Was ziehst du denn an?"
Y: "Ich denke, ein weißes Hemd oder eines meiner Holzfällerhemden, die sehen nicht so 0815 aus."
M: "Aber dazu trägst du auch eine Jeans, oder?"
Y: "Ja, vielleicht meine schwarze Jeans, denn die wirkt etwas besser als meine Alltagsjeans." (Ich habe ja noch die Challenge, dass mein Outfit "männlich" wirken soll, damit meine Mutter nicht wieder meckert, es sähe "schwul" aus. Röcke fallen sowieso per se schon weg, aber auch farbige Hosen oder welche mit kariertem Schottenmuster können bereits queere Assoziationen bei ihr hervorrufen. Ich muss dann halt achten, dass es besonders "männlich" und schlicht ist, aber nicht so bieder und spießig. Schließlich will ich mich auch nicht verkleidet oder unwohl fühlen.)
M (wütend): "Wieso darfst du eine Jeans tragen und ich nicht?! Frauen können doch auch eine Jeans tragen!"
Y (mittlerweile genervt): "Hör mir doch mal richtig zu. Du kannst auch eine Jeans tragen. Es sollte halt nicht die Alltagskleidung sein, die ihr tagsüber zur Gartenarbeit angezogen habt."
M (immer noch wütend): Wieso dürfen Männer Hosen tragen und wir Frauen nicht?! Wieso sollen wir bei sowas Kleider tragen?! Das ist doch unfair! Ein Mann und eine Frau sollten doch die gleichen Rechte haben! Das ist doch nicht mehr so wie früher zu meiner Zeit!"
Y: "Wie gesagt, eine Bluse mit guter Jeans reicht. Du brauchst kein Kleid."

Danach brach ich das Gespräch ab, weil ich den Teufelskreis dieser Argumentationskette kenne und darauf keine Lust hatte. Interessant fand ich, dass sie es so sehr auf Kleider bezog. Ihre tiefe Abneigung, die sie seit Kindesalter gegen Röcke und Kleider hegt, offenbarte sich hier. Sie hatte wohl Sorgen, dass sie das tragen muss. Dann hätte sie schnell die Lust verloren und man könnte sich den ganzen Abend das Gemecker anhören, wie schrecklich es ist, dass sie jetzt gezwungenermaßen ein Kleid trägt. Ich kenne diesen seltenen Fall aus der Vergangenheit.

Vor allem ihr Pochen auf die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau blieb mir in den letzten Wochen im Gedächtnis. Sie empfindet es also als "unfair", wenn eine Frau zu bestimmten Anlässen keine Hose tragen darf und sie das gleiche "Hosenrecht" wie jeder Mann haben sollte. Es ist diese Doppelmoral, die darin liegt, denn ich könnte genau das gleiche sagen, warum ich als Mann ein Recht habe, einen Rock zu tragen. Mir lag es natürlich auf der Zunge, darüber zu sprechen, aber um mir unnötige Diskussionen zu ersparen, behielt ich es auf derselbigen.


Online Skirtedman

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Ja, Doppelmoral.

Wenn das Gespräch vor 2 Wochen exakt so im Wortlaut ablief, wie Du es uns aus Erinnerung hier wiedergibst, dann hattest Du freilich eine ziemlich steile Steilvorlage bekommen, diese Argumentation zu Deinen Gunsten zu drehen. Ich kann verstehen, dass Du unnötige (unnötige?, anyway) Diskussionen Dir zu diesem Zeitpunkt ersparen wolltest, aber so eine kleine stichelnde Spitze (spitze Bemerkung) hättest Du dennoch setzen können. Und sei es bei dem Stichwort "Gleichberechtigung" nur ein vermutlich in seinem Sinngehalt nicht völlig bei Deiner Mutter angekommenen:
"Ja, da hast Du absolut, vollkommen Recht!" gewesen.

Du kannst natürlich, wenn Du es mal drauf ankommen lassen willst, Dich immer noch auf Euer kurzes Gespräch von Ostern beziehen. Mit dieser bestätigenden Zustimmung Deinerseits hättest Du vielleicht in Deiner Mutter die Erinnerung an Eure Konversation noch ein wenig stärker untermauern können.

Apropos Spitze. Ich glaube, Deine Mutter hat in ihrer Abneigung, Röcke oder Kleider zu tragen, in Deiner Gesprächseröffnung und im weiteren Verlauf auch sowas wie eine Spitze in Deiner Rede vermutet.
Allzu gerne wenden besonders Frauen (aber auch Männer können dies durchaus) diese Technik an, um zwischen den Blumen Botschaften zu setzen, die dem Empfänger unangenehm sind.

So ähnlich habe ich das auch schon erlebt, wo jemand - zum Glück nur selten vorgekommen - mir unterjubeln wollte, ich solle eine Hose anziehen.

Offline Yoshi

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aber so eine kleine stichelnde Spitze (spitze Bemerkung) hättest Du dennoch setzen können.

Dachte ich mir im Nachhinein auch, aber nach kurzer Überlegung, war es wohl besser, dass ich mir auf die Zunge biss. War übrigens nicht die einzige Situation, in der ich das tat. Als es um meine Arbeit ging, driftete es schnell wieder in Richtung "Kanakenkinder" vom "Kopftuchgeschwader" ab. Das war aber noch vergleichsweise harmlos, denn sonst fallen auch Sätze wie: "So ein kleiner Hitler würde Deutschland ganz gut tun, der hier mal wieder richtig aufräumt mit den Asylanten." Die Treffen sind für mich oftmals nur schwer auszuhalten. Ich möchte durch ein Kleidungsstück die angespannte Grundstimmung nicht noch weiter vergiften. Zumal ich ja weiß, wie abwertend sie über Queerness denken, womit sie mich dann auch in Verbindung bringen werden.

Vielleicht wissen sie auch schon, dass ich Röcke trage, weil es sich über paar Ecken herum gesprochen hat. Ich denke es eher nicht, aber es liegt im Rahmen der Möglichkeiten. Ihr Wohnort ist nämlich nur eine gute halbe Autostunde von meinem entfernt. Es könnte ihrerseits eine Art "aus der Reserve locken" sein, aber eigentlich sind die da erfahrungsgemäß ziemlich direkt. Als ich damals Vegetarier war, gab es sechs Jahre lang Diskussionen und "Umkehrversuche". Mir wurde beispielsweise gesagt, dass der Hausarzt angeblich meinte, ich könnte innerhalb weniger Monate sterben, weil ohne Fleisch meine Knochen "zerbröseln" würden.

Ähnlich reagierten sie ja auch auf den Nagellack, mit dem sie mich ein paar Mal sahen und seitdem vermeide ich es bei unseren Treffen lackierte Fingernägel zu haben. Das würden doch nur Schwule machen. Mein Singleleben in der Großstadt wird sowieso schon mit Sorge kommentiert, ob ich denn keine Frau haben möchte. Ich kann mir Gespräche in dieser Hinsicht über Röcke ersparen, weil ich weiß, dass sie dann bei so gut wie jedem Treffen thematisiert werden und auf mich eingeredet wird, das doch sein zu lassen. Meine linksgrüne Weltsicht hat eh schon genügend Konfliktpotential und es muss keine neue Eskalationsstufe eingeführt werden.

Offline cephalus

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Sehr schwierig,  Deine Situation Yoshi.
Ich denke darüber nach, wie ich wohl reagieren würde.  Wäre meine Mutter nicht schon gestorben wie ich 22 war und davor noch lange krank gewesen, wäre ich vermutlich in einer ähnlichen Situation.

Wenn es nicht ausgerechnet die Eltern wären, würde ich mich definitiv von Leuten mit diesen Ansichten fernhalten  - wenn sie dann auch noch ablehnen,  was einen als Person ausmacht...

Offline MAS

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Sorry, ich habe es jetzt nur überflogen. Aus dieser Kenntnis empfinde ich aber vor allem mit der Mutter. Denn es geht auch mir darum, Kleidungszwänge abzulegen.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Offline GregorM

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Yoshi,
Du hast Eltern, die zwei Generationen älter sind, als ihre Geburtsjahre indizieren. Noch dazu bildet sich blitzschnell deine Mutter eine Auffassung ein, die allerlei rationalen Argumenten immun ist. So deine Beschreibung.

Deshalb scheint es (unmittelbar) richtig, dass du ihnen dein Tragen von Röcken und Kleidern verheimlicht hast. Sie würden es nicht verstehen.

Aber dann, wie würden sie reagieren? Wäre es ihnen wirklich so unverständlich, dass sie es doch nicht letztendlich akzeptieren würden?

Wie wäre es, wenn du schwul wärest, und das deinen Eltern erzähltest? Würden sie wirklich nicht etwas verstehen, was in vielen Familien eine Realität ist? Denken sie auch im Ernst, dass ein Klein-Hitler sowas mit einem Strich lösen könnte?
Gruß
Gregor

Offline JoHa

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Ja, die Argumentationsverweigerung von Eltern kenne ich zur Genüge.
Ich schrieb ja schon von meinem Vater, der ernsthaft versuchte, meinen schwulen Bruder zu akzeptieren, es aber nur verstandesmäßig schaffte; die psychische Blockade hat er nie überwunden: er liebte ihn, verachtete aber sein Umfeld.
Und meine Schwiegereltern, die total vernagelt waren, aber erkannten, daß man "zu diesen perversen Zeiten" das gesunde Volksempfinden besser bedeckt hielt. Um so gemeiner hetzten sie im Familienleben. 
Es ist so belastend, um des lieben Friedens Willen, solchen Leuten immer wieder ein Forum zu geben.
Ich denke, es wäre besser gewesen, massiver Stop! zu sagen.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline Silkman

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Meine Eltern (Jahrgang '23 und '30 in klassischer Baujahresverteilung) haben meine Vorliebe für Röcke nicht mehr miterleben ... können oder müssen oder dürfen.

Aber ich kann es mir lebhaft vorstellen:

Meine was-sollen-die-Nachbarn-denken-Mutter hat immer nur Hosen getragen und wäre dann endgültig vom schwulsein ihres einzigen Sohnes überzeugt gewesen -  deshalb hat er ja auch nie eine anständige Freundin mitgebracht ...
Und die er dann geheiratet hat war natürlich die falsche - findet sie das auch noch gut und trägt ähnliche Röcke  ;)

Mein Vater, der mich seit dem 7. Lebensjahr aufgezogen hat, hätte das eher komisch gefunden - und mir irgendwann erzählt, dass er doch Hosen viel praktischer fände, aber wenn es mir doch spaß macht...
Aber er war halt auch so ein grün-versiffter friedensbewegter...

Meine Schwiegermutter, die ihre letzten Jahre bei uns wohnte, war zu sehr mit sich und der allgemeinen Umwelt beschäftigt um mehr zu kommentieren dass sie mein vieles schwarz nicht mag. Sie war halt SEHR bunt, in Primärfarben, nix Pastell. Auch so eine grün-versiffte, schade dass sie und mein Vater sich nie kennengelernt haben...

Und meinem Schwiegervater und dem Rest der Familie meiner Frau steht das (demnächst) noch bevor, aber wie ich das einschätze ergibt das einen Querschnitt aus den bisherigen Reaktionen...

Wait&see...

Offline Experimental

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Mein Vater wird es nie erfahren. Ich weiß wie er reagiert, denn er hat mal einen seiner Studenten genau aus dem Grund aus seiner Vorlesung geworfen. Ich finde es schade, dass sich besagter Student nicht gewehrt hat. Meine Mutter ist da viel liberaler, ich bin mir sicher, dass sie z.B. mit einem Kilt überhaupt kein Problem hätte.

Offline Ludwig Wilhem

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Hallo zusammen, das Problem mit den Eltern besteht bei mir nicht mehr - Vater schon 1970 gestorben, Mutter 2015: zu der Zeit hatte ich zwar Hauskleider getragen aber noch keine Röcke/Kleider in der Öffentlichkeit. Dieses ergab sich erst mit der Rente und seit einigen Jahren fast 100% Rock (Kleider seltener in der Öffentlichkeit). Es hätte ähnliche Kommentare gegeben, wie sie hier schon wiedergegeben worden sind. Meine Familie (Frau und 4 Jungs Jahrgang 76/79/81/83 kennen mich die letzten Jahre nur mit Rock/Kleid auch in der Öffentlichkeit, so entstand auch dieses Foto: LG Ludwig

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Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.

Offline JoHa

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So müsste es doch überall sein! Welch ein Monster an Tabus und Vorurteilen muß so ein Rock doch gebären?
Nicht Johannes. Joachim!

Offline muc_mike

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Viele haben hier über das Unverständnis ihrer Eltern bezüglich des Tragens von Röcken oder Nagellack geschrieben. In meiner Familie ist das Gott sei Dank ganz anders. Mein Vater ist schon lange gestorben und meine Mutter nun über 90 Jahre alt. Sie akzeptiert das Tragen von Röcken und berät mich, welcher Rock für den jeweiligen Anlass geeignet ist. Das Gleiche passiert bei den Farben des Nagellacks. Sie freut sich, wenn ich ihr die Nägel lackiere und sie gibt mir Tipps bezüglich der an mir gut aussehenden Farben. Gerade gestern hat sie mich wieder bei der Farbwahl eines ganz dunklen Lackes bestärkt.

muc_mike
Es tragen so wenig Männer Röcke, weil so wenig Männer Röcke tragen.


 

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