Autor Thema: Die Bahn  (Gelesen 74581 mal)

Offline doppelrock

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Antw:Die Bahn
« Antwort #15 am: 11.08.2023 12:20 »
Es macht schon einen Unterschied, ob man die Qualität allgemein oder im Durchschnitt aller Beförderungen betrachtet oder ob man sie auf die persönlichen Erfahrungen beschränkt.

Meine persönlichen Erfahrungen sagen, dass im Schnitt jede 2. Fahrt größere Probleme verursachte. Von deutlicher Verspätung, die den Anschluss verpassen ließ bis zum versuchten Rauswurf durch einen Schaffner, weil das gerade eben am Schalter des Bahnhofs gekaufte Ticket angeblich für diesen Zug nicht gültig sei, er aber wegen vergessenem Kursbuch keine Alternative vorschlagen kann. Also alles etwas mehr als 5min länger warten oder randalierende Alkoholiker auf dem Weg zum Fußball, die ich vor allem samstags oft erlebt habe.
Nebenbei sagt die Bahn, dass ausgefallene Züge nicht bei den Verspätungen gerechnet werden, auch nicht mit einem Standardwert oder der Wartezeit auf den nächsten Zug der selben Linie.

Die stattdessen von mir genutzten älteren PKW waren 100% zuverlässig und ich habe die Zielorte dank realistischer Planung sehr pünktlich erreicht. Das heißt bei 250km etwa 3-5min Abweichung ohne Nutzung eines Navi. Daraus und aus der Bahn-Werbung entstehen meine Erwartungen.

Irgendwie irgendwann zu einem hohen Preis zum Ziel oder grob in die Richtung kommen reicht mir nicht. Nebenbei habe ich meist auch Waren zu transportieren und die Zielorte sind weit außerhalb von Bus und Bahn. Das 1,7m lange und 60kg schwere Bauteil für eine Forstmaschine von Waldeck am Edersee nach Kassel zum Bahnhof transportieren wäre sicher eine eigene Story wert gewesen. Der Transport zum Empfänger ohnehin. So habe ich es einfach ins Auto gepackt und bin gefahren, von Tür zu Tür, und konnte noch unterwegs andere Aufgaben abarbeiten. Bahn ist eben für Menschen ohne Gepäck von Stadt zu Stadt.

Offline chris-s

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Antw:Die Bahn
« Antwort #16 am: 11.08.2023 13:24 »

Nach dem II. Weltkrieg kamen die Regierungen überein, den Völkeraustausch durch Erlassen der Kerosinsteuer zu fördern. Sie wollten das internationale Reisen erschwinglich machen. Gut gedacht, aber von den Auswirkungen auf das Klima wusste man damals noch nichts.

LG, Micha

Es war in den 80ern (?) sogar mal im Gespräch wieder eine Kerosinsteuer einzuführen. Damals gab es noch einen gewissen Franz-Josef Strauß, passionierter Flieger und nebenbei Politiker. Der hat sich damals vehement gegen eine Kerosinsteuer eingesetzt - und so ist es bis heute.
Genau so wurde auch schon ein Tempolimit auf Autobahnen angedacht, aber durch die massive Lobbyarbeit interessierter Kreise verhindert.
Geschichte wiederholt sich

Offline Gotti

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Antw:Die Bahn
« Antwort #17 am: 11.08.2023 14:54 »
Auch wenn ich ein Premium Vielfahrer bei der Bahn bin so nutze ich PKW und Flug gleichberechtigt. Beim PKW bin ich ganz klar gegen jede Geschwindigkeitsbeschränkung. Ich bin schon bedient wenn ich als Mainzer auf großen mehrspurigen Hauptstraßen Tempo 30 sehe was bei mir neben Corona meine Onlinekaufquote auf 95% hoch gesetzt hat.

Da die Bahn es bis heute nicht geschafft hat ein zusammenhängendes HGV Netz aufzubauen nutze ich auch innerdeutsche Flüge. Ganz zu schweigen davon das ich ggf. auch gerne mit einer Cessna 172 gerne in die Luft gehe.

Offline MAS

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Antw:Die Bahn
« Antwort #18 am: 11.08.2023 17:10 »
Auch wenn ich ein Premium Vielfahrer bei der Bahn bin so nutze ich PKW und Flug gleichberechtigt. Beim PKW bin ich ganz klar gegen jede Geschwindigkeitsbeschränkung. Ich bin schon bedient wenn ich als Mainzer auf großen mehrspurigen Hauptstraßen Tempo 30 sehe was bei mir neben Corona meine Onlinekaufquote auf 95% hoch gesetzt hat.

Da die Bahn es bis heute nicht geschafft hat ein zusammenhängendes HGV Netz aufzubauen nutze ich auch innerdeutsche Flüge. Ganz zu schweigen davon das ich ggf. auch gerne mit einer Cessna 172 gerne in die Luft gehe.

Ja so ist das mit der Freiheit. Jeder hat die Freiheit, mehr oder weniger Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen.

In Frakreich haben sie beides: Ein HGV-Bahn-Netz und Geschwindikeitsbegrenzung auf der Autobahn - nebst Maut.

LG, Micha
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Offline doppelrock

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Antw:Die Bahn
« Antwort #19 am: 11.08.2023 19:50 »
Schneller fahren wollen als es ein politisch oder ideologisch motiviertes Limit vorgibt, hat nichts mit Verantwortungslosigkeit zu tun. Das mag für unreflektierte Befehlsempfänger so wirken, ist aber nicht so.

Tempo30 und rote Welle in der Stadt erhöht Schadstoffe und Feinstaub drastisch. Ist sogar mehrfach nachgewiesen. Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass man 1981 noch wusste, dass in einer Stadt wie München die GRÜNE Welle die Schadstoffe um 45% reduziert gegenüber der bisherigen Schaltung. Ist nur leider nicht gewollt, weil es um andere Ziele geht.
Mainz fand ich zu der Zeit, als ich dort wohnte, auch schon furchtbar verkehrsfeindlich. Ist seitdem nicht besser geworden.

Durch das Unattraktivmachen der Alternativen wird eine schlechte Bahn aber keinen mm besser. Die Bahn muss DIREKT verbessert werden, doktern an Symptomen und beten reicht nicht.

Offline MAS

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Antw:Die Bahn
« Antwort #20 am: 11.08.2023 21:22 »
Schneller fahren wollen als es ein politisch oder ideologisch motiviertes Limit vorgibt, hat nichts mit Verantwortungslosigkeit zu tun. Das mag für unreflektierte Befehlsempfänger so wirken, ist aber nicht so.

Tempo30 und rote Welle in der Stadt erhöht Schadstoffe und Feinstaub drastisch. Ist sogar mehrfach nachgewiesen. Ich schrieb ja schon an anderer Stelle, dass man 1981 noch wusste, dass in einer Stadt wie München die GRÜNE Welle die Schadstoffe um 45% reduziert gegenüber der bisherigen Schaltung. Ist nur leider nicht gewollt, weil es um andere Ziele geht.
Mainz fand ich zu der Zeit, als ich dort wohnte, auch schon furchtbar verkehrsfeindlich. Ist seitdem nicht besser geworden.

Durch das Unattraktivmachen der Alternativen wird eine schlechte Bahn aber keinen mm besser. Die Bahn muss DIREKT verbessert werden, doktern an Symptomen und beten reicht nicht.

Also grüne Welle bei Tempo 30? Okay!
Noch besser, das Auto in der Stadt gar nicht benutzen.

Die Bahn hat derzeit viele Baustellen, damit sie besser wird. Solange sind die Baustellen aber hinderlich.

Dummerweise wurden in der Vergangenheit Stellen stillgelegt. Es gibt in Bendorf einen Bahnübergang, der die Wiedereröffnung der Brexbachtalahn verhindert. Denn es heißt, die Schranken würden Autostaus verursachen. Ich denke aber, die Autos verursachen den Stau. Leider hat man für eine Brücke kein Geld.

Na ja, aber was diskutiere ich mit Dir. Will ich ja nicht.

Gruß, Micha
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Offline doppelrock

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Antw:Die Bahn
« Antwort #21 am: 12.08.2023 17:08 »
@MAS:
Warum unbedingt ein ideologisch motiviertes Tempo30? Grüne Welle bei 50 ist auf Ring-, Verbindungs- und Durchgangsstraßen besser für die Umwelt. Gleichmäßig fließender Verkehr ist leiser, frag mal die Anwohner dazu.
Richtig finde ich Tempo30 vor Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen, vielleicht auch in der Nähe von Fußgängerzonen oder großen Haltestellen, wo häufig Leute unachtsam auf die Straße rennen. Dann müssen aber auch die Eltern kontrolliert werden, die ihre Kinder mal schnell direkt am Schultor absetzen möchten. Die sind nach meiner Beobachtung die gefährlichsten Verkehrsteilnehmer vor den Schulen. In meinem Dorf vermeide ich möglichst, um 8 oder um 12 dort vorbeizufahren.

Wegen ein paar bequemen Leuten, die unnötig mit dem Auto in die Stadt fahren, sehe ich keinen Grund, es allen zu verleiden. Kannst ja mal den Bofrost-Mann fragen, ob er dir deine Ware mit dem Lastenrad bringt. Oder der Postler die Pakete. Allein die Frage danach wird für viele neue Sympathien sorgen...

Online Lars

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Antw:Die Bahn
« Antwort #22 am: 13.08.2023 22:41 »
Kurzer Bericht von meiner letzten Bahnreise:
Vorgestern von Berlin nach Mainz zum Rocktreffen .... ICE von Berlin nach Frankfurt kam statt planmäßig um 12:03 schon um 11:58 am Bahnsteig der Mainmetropole zum stehen. Klingt unglaublich, aber das passiert auch gar nicht so selten, so eine Verfrühung. Die S-Bahn nach Mainz hat ein bissl getrödelt und kam ein paar Minuten später als geplant in Mainz an. Also: allet schick, und das an einem Freitag.
Eben zurück: S-Bahn pünktlich. ICE ab Frankfurt war bis kurz vor Lutherstadt Wittenberg pünktlich. Da mußte er 10 Minuten auf freier Strecke warten, weil es in einem in Wittenberg stehenden Zug einen Notarzteinsatz gab. Ansage dann im Zug: Ankunft Südkreuz um 20:57 statt planmäßig 20:47 ... Unser Kapitän hat aber Gas gegeben und uns dann doch schon um 20:51 am Südkreuz abgeliefert, so daß ich meine vorgesehene S-Bahn um 20:53 noch locker gekriegt habe. Also pünktlich am Ziel angekommen. Die letzten paar Kilometer im alten Benz funktionieren sowieso immer.
 
Viele Grüße,
Lars
Schützen die Grünen die Natur?
Oder müssen wir die Natur vor den Grünen schützen?

Offline MAS

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Antw:Die Bahn
« Antwort #23 am: 13.08.2023 23:25 »
@MAS:
Warum unbedingt ein ideologisch motiviertes Tempo30? Grüne Welle bei 50 ist auf Ring-, Verbindungs- und Durchgangsstraßen besser für die Umwelt. Gleichmäßig fließender Verkehr ist leiser, frag mal die Anwohner dazu.
Richtig finde ich Tempo30 vor Schulen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen, vielleicht auch in der Nähe von Fußgängerzonen oder großen Haltestellen, wo häufig Leute unachtsam auf die Straße rennen. Dann müssen aber auch die Eltern kontrolliert werden, die ihre Kinder mal schnell direkt am Schultor absetzen möchten. Die sind nach meiner Beobachtung die gefährlichsten Verkehrsteilnehmer vor den Schulen. In meinem Dorf vermeide ich möglichst, um 8 oder um 12 dort vorbeizufahren.

Wegen ein paar bequemen Leuten, die unnötig mit dem Auto in die Stadt fahren, sehe ich keinen Grund, es allen zu verleiden. Kannst ja mal den Bofrost-Mann fragen, ob er dir deine Ware mit dem Lastenrad bringt. Oder der Postler die Pakete. Allein die Frage danach wird für viele neue Sympathien sorgen...

Nicht ideologisch, aber alles, was unter 30km/h ist, wird auf analogen Tachometern kaum angezeigt. Ansonsten gerne auch 10 km/h.  ;)

LG, Micha
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« Antwort #24 am: 13.08.2023 23:26 »
Kurzer Bericht von meiner letzten Bahnreise:
Vorgestern von Berlin nach Mainz zum Rocktreffen .... ICE von Berlin nach Frankfurt kam statt planmäßig um 12:03 schon um 11:58 am Bahnsteig der Mainmetropole zum stehen. Klingt unglaublich, aber das passiert auch gar nicht so selten, so eine Verfrühung. Die S-Bahn nach Mainz hat ein bissl getrödelt und kam ein paar Minuten später als geplant in Mainz an. Also: allet schick, und das an einem Freitag.
Eben zurück: S-Bahn pünktlich. ICE ab Frankfurt war bis kurz vor Lutherstadt Wittenberg pünktlich. Da mußte er 10 Minuten auf freier Strecke warten, weil es in einem in Wittenberg stehenden Zug einen Notarzteinsatz gab. Ansage dann im Zug: Ankunft Südkreuz um 20:57 statt planmäßig 20:47 ... Unser Kapitän hat aber Gas gegeben und uns dann doch schon um 20:51 am Südkreuz abgeliefert, so daß ich meine vorgesehene S-Bahn um 20:53 noch locker gekriegt habe. Also pünktlich am Ziel angekommen. Die letzten paar Kilometer im alten Benz funktionieren sowieso immer.
 
Viele Grüße,
Lars

Ja, so was gibt es auch! :)

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Offline cephalus

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Antw:Die Bahn
« Antwort #25 am: 13.08.2023 23:45 »
Nicht ideologisch, aber alles, was unter 30km/h ist, wird auf analogen Tachometern kaum angezeigt. Ansonsten gerne auch 10 km/h.  ;)

Nachgewiesenen Maßen sinkt der Schadstoffausstoß zwischen 50 und 30 kmh nicht  würde aber bei niedrigen Geschwindigkeiten sogar zunehmen.

Was ist/wäre der Vorteil  für die Gesellschaft,  wenn man schlicht länger unterwegs ist um seine Arbeit auszuführen,  bzw. weniger produktiv an einem Arbeitstag sein kann?

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« Antwort #26 am: 14.08.2023 00:06 »
Nicht ideologisch, aber alles, was unter 30km/h ist, wird auf analogen Tachometern kaum angezeigt. Ansonsten gerne auch 10 km/h.  ;)

Nachgewiesenen Maßen sinkt der Schadstoffausstoß zwischen 50 und 30 kmh nicht  würde aber bei niedrigen Geschwindigkeiten sogar zunehmen.

Was ist/wäre der Vorteil  für die Gesellschaft,  wenn man schlicht länger unterwegs ist um seine Arbeit auszuführen,  bzw. weniger produktiv an einem Arbeitstag sein kann?

Danke für den Hinweis, lieber Cephalus. Das spräche dann ja fürs Fahrrad als Alternative für Deutschland. Die Niederländer machen das schon lange. (ja gut, die NL sind kleiner als D, da sind die Entfernungen nicht so groß.)

LG, Micha

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Online Skirtedman

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Antw:Die Bahn
« Antwort #27 am: 14.08.2023 05:06 »

Nachgewiesenen Maßen sinkt der Schadstoffausstoß zwischen 50 und 30 kmh nicht  würde aber bei niedrigen Geschwindigkeiten sogar zunehmen.

Was ist/wäre der Vorteil  für die Gesellschaft,  wenn man schlicht länger unterwegs ist um seine Arbeit auszuführen,  bzw. weniger produktiv an einem Arbeitstag sein kann?

Danke für den Hinweis, lieber Cephalus. Das spräche dann ja fürs Fahrrad als Alternative für Deutschland. Die Niederländer machen das schon lange. (ja gut, die NL sind kleiner als D, da sind die Entfernungen nicht so groß.)

LG, Micha

@Micha
In NL sind die Hügel aber auch deutlich weniger hoch und deutlich weniger steil.
Und die Sache mit dem Wind ist mittlerweile ja bei uns auch recht ähnlich.

@cephalus
Ja, das stimmt. Schadstoffausstoße sind bei Geschwindigkeiten knapp über 50 bis 70, kontinuierlich gefahren im 5. Gang deutlich geringer.

Argument für die 30er-Straßen ist ja: weniger Ausstoß weil bei 30 gleichmässiger, nicht schneller, aber flüssiger gefahren wird.
Der geringere Ausstoß soll (und wir wahrscheinlich) nicht aus technischen Gründen sondern aus psychologischen Gründen resultieren.

Voraussetzung: gescheite Ampelschaltungen und regelmässige Geschwindigkeitskontrollen, sonst wird ja doch wieder 60 gefahren.

Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 entstehen weniger absolute Geschwindigkeitsunterschiede. Absolute (mehr als relative) Geschwindigkeitsunterschiede sind besonders bei mehreren Spuren in eine Fahrtrichtung der Grund für gegenseitiges Ausbremsen. Zudem bleibt bei geringeren Geschwindigkeiten mehr Zeit, die Absichten der anderen Fahrzeuge zu erkennen und diese vorausschauender in den Verkehrsfluss zu integrieren. Ausserdem wird bei einer höheren zulässigen Geschwindigkeit mehr beschleunigt und nachher an der nächsten Ampel oder beim nächsten Fahrmanöver des Vorder-/Nebenmanns wieder mehr Impuls ungenutzt vernichtet.

Welcher Vorteil es hat, Fahrzeuge auszubremsen? Wie gesagt, der eher psychologische Effekt bzgl. Kraftstoffverbrauch/Schadstoffausstoß.
Die Anwohner haben weniger Abrieb/Feinstaub. Weniger Lärm.
Volkswirtschaftlich mag es Nachteile mitbringen. Vordergründig jedenfalls.
Hat man erst mal gelernt, diese bescheuerten Verkehrsberuhigungen hinzunehmen, ist man anschließend eventuell entspannter unterwegs als ganz zuvor. Entspanntere Menschen können volkswirtschaftlich einen Nutzen bringen.

Offline MAS

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Antw:Die Bahn
« Antwort #28 am: 14.08.2023 08:20 »
Da ich an einer Hauptverkehrsstraße wohne, kann ich das mit der Abhängigkeit des Lärms von der Geschwindigkeit der Autos sehr bestätitgen, da der meiste Lärm von den Reifen kommt und dann erst vom Motor. Und je schneller die Reifen über den Asphalt rollen, desto lauter sind sie.

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Offline Hannes73

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« Antwort #29 am: 14.08.2023 15:29 »
Jahre, nein jahrzehntelang war ich eigentlich ein Freund der BAHN.
Entspanntes Reisen, die Hände und den Kopf frei,...

Ob nun mit Seesack und Dosenbier auf dem Gang (wie zu BW-Zeiten)
oder fein geschniegelt mit Laptop auf der Geschäftsreise.

Täglich zwischen Wohn- und Arbeitsstätte
oder ein-zwei Mal im Jahr zum Städtetrip.

"Genießen sie das Leben in vollen Zügen!"
Und wie ich das genossen oder teilweise verflucht habe!

Vor ein paar Jahren wollten wir auch zum Städtetrip nach Berlin.
Auto hatte ich schon ausgeschlossen (das macht in Bln. wenig Spaß),
also Flug oder Bahn? Dem Herzen nach Bahn - dem Geld nach dann doch Flug.
(300 statt 800 EUR)

Dennoch bin ich ein Freund des ÖPNVs und habe vor Corona/ Homeoffice auch gerne den Bus genommen.
Mit Jobticket nur 30 statt 80 EUR im Monat - das hatte sich gelohnt!
Aber seit drei Jahren sitze ich zuhause und die Gefahr, iweder ins Büro zu müssen steigt und steigt... aber wenn alles klappt,
dann ist mein nächster Büroplatz auch fußläufig erreichbar.

Dienstreisen sind bei uns grundsätzlich mit der Bahn zu machen, es sei denn es gibt besondere Gründe.
Aber bei Dienstreisen kann ich dann auch Superflex-Ticket buchen und fahre dann statt für 50 EUR (wie ich es privat machen würde),
eben für 200 EUR.

Was die Tempozonen angeht... angeblich wurde auch in Mainz alles auf Tempo 30 runtergeregelt, weil die Deutsche Umwelthilfe der Stadt die Pistole auf dei Brust setzte.
Ob Tempo 30 wirklich hilt,  Schadstoffe zu reduzieren oder man damit die "Raser" ausbremst und um die Stadt herumleitet? Keine Ahnung.
Ich persönlich finde Tempo 30 super entspannend.

Aus diesem Grunde habe ich mir letztes Jahr auch den passenden Flitzer für die Stadt zugelegt:

(Foto auf der Laubenheimer Höhe - auch eine schöne Location, mit Sicht auf Frankfurt und das Rheintal bis Nierstein)




 

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