Autor Thema: Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag  (Gelesen 570 mal)

Offline Yoshi

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Bei meinem Heimweg laufe ich immer einen Schleichweg entlang. Dort ist eine kleine Bank, auf der oft Menschen sitzen. Seit einigen Wochen begegne ich dort recht häufig zwei jungen Teenagern, die ich bisher weder gegrüßt noch mit ihnen gesprochen habe. Sie erkennen mich aber, aufgrund meines Kleidungsstils.

Die beiden sind schätzungsweise 15, 16 Jahre, dunkelhäutig und ihrer Sprache zufolge, die mir unbekannt ist, wahrscheinlich schwarzafrikanischer Abstammung. Beide sind groß gewachsen, ziemlich korpulent und wirken sehr stark, aber eher aufgrund des Übergewichts, denn sie erscheinen alles andere als sportlich, muskulär oder trainiert. Ich muss zugeben, dass ich diese "bärenhafte" Statur als etwas einschüchternd empfand.

Bei unserer ersten Begegnung trug ich eine Hose aus der Damenabteilung mit auffälligem Muster. Sie schauten kurz zu mir rüber und dann war ich schon wieder uninteressant. Beim Vorbeilaufen vernahm ich, dass sie Videos in ihrer Muttersprache sich ansahen. Das machen sie jedes Mal, wenn ich auch in Zukunft vorbei lief. Typische Jugendliche eben! Sie wirkten auf mich als recht freundliche und anständige junge Männer.

Bei unserer zweiten Begegnung trug ich einen Rock, aber ich wurde gar nicht wahrgenommen, weil sie so sehr ins Handy vertieft waren.

Bei unserer dritten Begegnung trug ich wieder einen Rock. Sie sahen mich von Weitem und guckten sich quasi an mir fest. Aus der Ferne konnte ich die Mimik nicht erkennen und die Blicke nicht deuten. Natürlich kam der Gedanke auf: "Was ist, wenn sie doch ein Problem mit meinem Rock haben, weil sie mich für schwul halten? Werden sie mich blöd anmachen? Werden sie mich vielleicht sogar angreifen?" Ich will niemanden was unterstellen, aber es schadet nie, etwas vorsichtig zu sein und nicht zu naiv durch die Welt zu laufen. Bei diesen beiden Typen mit ihrer "Bärenstatur" hätte ich nämlich ziemlich schlechte Karten bei einer Konfrontation gehabt. Im Notfall hätte ich eine Abzweigung nehmen können, um nicht vorbei laufen zu müssen.

Das erwies sich allerdings als nicht nötig. Je näher ich kam, desto besser konnte ich die Gesichtszüge erkennen. Ihre Blicke zeugten von freundlichem Interesse und Faszination für meinen Rock. Nach einer Weile vertiefte sich der eine Jugendliche wieder in sein Handy, aber der andere konnte immer noch nicht seine Augenpaare von mir lassen. Mein Rock schien ihn irgendwie zu fesseln. Erst als ich ziemlich nah kam, schaute er auch wieder auf das Handy seines Freundes und ich passierte die beiden kommentarlos wie bei den vorherigen Begegnungen.

Seitdem habe ich sie schon öfter mal dort angetroffen, meist in den Vorabendstunden. Manchmal nehmen sie mich gar nicht wahr, weil sie ins Handy vertieft sind und wenn sie mich wahrnehmen, dann schauen sie wieder nur interessiert mein Outfit an. Die Blicke sind allerdings nicht mehr so ewig lang, wie beim ersten Mal, als sie mich im Rock erkannten.

Ich würde diese Geschichte aber nicht erzählen, wenn es nicht noch eine überraschende Wendung gäbe. Letzten Freitag traf ich die beiden wieder dort an. Als ich näher kam, machte ich eine interessante Beobachtung. Der eine Jugendliche kraulte den anderen am Rücken, dann streichelte er ihn zärtlich, um anschließend am Nacken weiter zu kraulen und als ich direkt vorbei lief, legte er seinen Arm über die Schulter des Anderen.

Ich fühlte mich ein wenig schlecht, weil ich sie bei unserer dritten Begegnung fälschlicherweise als potentiell schwulenfeindlich eingestuft hatte und sich nun herausstellte, dass sie anscheinend selbst queer sein könnten. Da kam mir wieder mal ein englisches Sprichwort in den Sinn: Don't judge a book by its cover.

Offline Skirtedman

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #1 am: 30.06.2024 13:17 »
Schöne Geschichte, Yoshi.

Von denen geht keine Gefahr aus. Selbst, wenn sie wollten, so hast Du bestimmt ihren Respekt schon längst erarbeitet, weil Du nicht vor lauter Angst schon längst einen anderen Weg genommen hast, sondern Du mehrfach unbeeindruckt an ihnen vorbeigelaufen bist.

Die von Dir geschilderte Wendung könnte aber auch eine Art der Kommunikation mit Dir gewesen sein. Eventuell haben sie sich bewusst so verhalten, um Dich mit dieser Geste bewusst (vermeintlich) zu provozieren. Ein vorgetäuschtes Spiegeln dessen, was sie bei Dir eventuell vermuten, ist durchaus ein nicht untypisches Verhalten in dieser Altersklasse.

Wenn dem so wäre, geht von denen trotzdem keinerlei Gefahr aus. Vielleicht ermöglicht das sogar beim nächsten Mal eine vertiefte Kommunikation, und sei es nur ein kurzes Zunicken (Deinerseits) und einen kurzen, knappen Gruß (Hallo!), zunächst ohne groß auf deren Reaktion und Mienen zu achten, denn das könnten sie wiederum falsch verstehen, sondern einfach nach dem knappen Gruß einfach wie sonst weitergehen und die Leute nicht wie auf eine Reaktion wartend anschauen.

Nach ein paar weiteren Malen redet Ihr vielleicht sogar kurz mal miteinander.

Offline John1697

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #2 am: 30.06.2024 13:29 »
Hey,

ok dass ist wirklich eine schöne Erfahrung. Ich finde es schön zu sehen dass es selbst so junge Leute gibt, die dann doch anderen mit Respekt begegnen.


Ich hatte erst gestern Nacht eine sehr interessante Begegnung:
Ich war seit längerem mal wieder spazieren am Kanal (also eigentlich meine übliche Strecke) um etwas Zeit für mich vom Alltag zu haben und einfach den Kopf frei zu kriegen.
Natürlich hatte ich ein schlichtes Poloshirt in weiß und meinen Plisseerock von H&M an.
Die Strecke die ich immer hoch und runter laufe ist eigentlich immer Menschenleer, aber heute Nacht bin ich einigen über den Weg gelaufen. Bei mir war es leider immer so, dass ich mich, sobald ich Leuten begegnet bin, mich weggedreht habe. Soweit so gut...

Die Meisten Reaktionen waren soweit ich mitbekommen haben eigentlich reaktionslos, also eigentlich kam keine Reaktion von den Leuten. Bis auf ein oder zwei zweier Gruppen / Paare die die ganze Zeit geredet haben und als wir auf gleicher Höhe waren kurz aufgehört hatten zu reden. (Ich denke mal eventuell lag das auch an mir  :-X)

Dann bin ich noch einer relativ jungen Dame (18 - 19 Jahre) begegnet. Sie trug eine weiße, sehr luftige Bluse und auch einen grauen Midirock, ebenfalls plissiert und hörte Musik.
Als wir uns begegneten konnte ich nur noch mitbekommen wie sie zuerst auf mein Outfit schaute, und dann mich anschaute und lächelte. Als sie etwas weiter weg war, konnte ich noch leise hören wie sie eine Sprachnachricht verfasste: "... weißt du was mir gerade passiert ist? Mir ist gerade (ich glaube ein Typ) über den Weg gelaufen, der den gleichen Rock hat wie ich....". Ich glaube sie meinte am Ende noch etwas mit dass sie das voll cool findet...

Aber das war es noch nicht...
Es wurde wieder super stürmisch und es zog ein bisschen was auf. Also bin ich umgedreht und wollte nach Hause. Es gab nur das Problem dass es WIRKLICH stürmisch, gar Orkanartig wurde.
Ich hab das etwas unterschätzt und wirklich mehr das Problem gehabt, dass mir beim Laufen der Rock nicht gleich abhaut  ;D
Kurz bevor ich wieder bei der Brücke, über die ich musste, konnte ich schon vom weiten sehen, dass die Dame, der ich vorhin über den Weg gelaufen bin gerade über die Brücke auf meine Seite ging und ebenfalls ziemlich zu kämpfen hatte.

Die Wege sind so gebaut, dass es zwei gibt, einen der direkt am Kanal entlang führt und einer etwas tiefer gelegen. Dazwischen war immer eine kleine Steigung mit Rasen.
Ich bin dann weiter gelaufen und kurz vor Brücke kam Sie auch schon die Treppe runter und hatte mich auch schon bemerkt. Als sie unten war wir uns wieder fast begegnet hatten kam eine so heftige Windböe, dass es mir aufgrund der Steigung den Rock eiskalt hochgeweht hatte. Und sie hatte ebenfalls das Problem dass der Wind so heftig war, dass ihr Rock auf der einen Seite so gegen die Beine gedrückt wurde und auf der anderen Seite vollkommen nach oben flatterte...  :laugh:

Wir haben uns kurz in die Augen gesehen und uns angelächelt und als wir mit unserem Kampf fertig waren und es etwas ruhiger wurde sprach sie mich an:
Sie sprach mich auf das stürmische Wetter an und wir unterhielten uns kurz. Zuerst haben wir beide uns angelacht weil wir glaube ich beide den Moment der Böe schon SEHR unpassend fanden xD
Sie fragte mich vorisichtig ob ich eine Art CD oder Trans oder ähnliches sei. Ich hab sie darüber aufgeklärt dass ich lediglich gerne Röcke trage, vor Allem im Sommer und mich nicht als eines von dem vorhin genannten identifiziere, sondern einfach ein Mann bin, der halt einfach versucht das zu Tragen was ihm gefällt. Sie fand das voll cool und findet, dass eigentlich jeder das machen sollte.
Ich entschuldigte mich auch kurz "für mein Beinahe entblößen" und da meinte sie auch, dass man da halt nicht viel machen kann. Sie ist auch oft unterwegs und das auch meistens wenn es etwas windiger ist, weil sie da einfach entspannen kann. Sie kennt das Problem und ich soll mir keine Gedanken machen, einfach versuchen so gut es geht gegen zu halten oder passieren lassen. (Macht sie auch so...).  8)
Sie selber hat auch hauptsächlich solche Röcke, weil sie die auch am angenehmsten findet und man da am Meisten Beinfreiheit hat, natürlich zum Preis wenn es richtig windig wird, ist man erstmal etwas beschäftigt. Und witzigerweiße hat sie wirklich genau den Rock, den ich auch an hatte, sogar 3 mal, weil es auch einer ihrer Lieblingsröcke ist :D

Im Großen und Ganzen haben wir uns noch etwas so unterhalten, hatte noch ein bis zwei mal einen Lachermoment, weil der Wind natürlich mitreden wollte. Und dann verabschiedeten wir uns, weil wir beide heim wollten, bevor das Umwetter da ist.


Im Großen und Ganzen also eigentlich eine sehr nette und witzige Erfahrung.

Leider habe ich einfach immer noch das Problem, dass ich mich nicht so wirklich traue, bzw. mich entweder dann immer versuche zu verstecken oder es mir schwer fällt auch den Leuten ins Gesicht zu schauen beim vorbeilaufen. Und ich hab auch noch das Problem, dass ich immer noch mir Gedanken mache, was andere denken könnten...

Offline Yoshi

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #3 am: 30.06.2024 14:24 »
Die von Dir geschilderte Wendung könnte aber auch eine Art der Kommunikation mit Dir gewesen sein. Eventuell haben sie sich bewusst so verhalten, um Dich mit dieser Geste bewusst (vermeintlich) zu provozieren. Ein vorgetäuschtes Spiegeln dessen, was sie bei Dir eventuell vermuten, ist durchaus ein nicht untypisches Verhalten in dieser Altersklasse.

Es wirkte eigentlich nicht provozierend, sondern ziemlich vertraut. Sie haben dabei auch gar nicht mehr in meine Richtung geschaut, sondern waren ins Handy vertieft. Vielleicht zeigten sie das auch so offen, weil für sie von mir aus keine Gefahr bestand. In manchen Kulturkreisen gehen Männer aber auch zärtlicher um, als wir Europäer es kennen, und geben sich beispielsweise Küsschen. Aber die Gesten der beiden wirkten für mich schon zu romantisch, als dass es nur kumpelhaft gemeint sein könnte.

@John:

Ich mache auch meist die Erfahrung, dass Frauen es cool finden, insbesondere die ganz jungen, die Anfang 20 sind. Die Frage nach LGBT muss nicht zwangsweise bedeuten, dass sie dich damit in Verbindung bringt. Die Frau möchte manchmal sogar nicht nur rein informativ wissen, ob du hetero bist, sondern kann es aus Eigeninteresse erfragen. Wenn sie dich nämlich attraktiv findet, kann man das als subtile Einladung zum Flirten verstehen. Es gibt nicht wenige Frauen, gerade in dieser Altersklasse, die Männer in Röcken attraktiv finden.


Offline Skirtedman

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #4 am: 30.06.2024 15:38 »
Hallo John,

auch eine sehr schöne Geschichte!

Vor allem "Kopf frei kriegen", "Kanal entlang", "sonst menschenleer", "bei Begegnungen möglichst wegdrehen", ...
das lässt in mir meine uralten Erfahrungen aufleben, als ich in Röcken raus, nach draussen wollte,
aber ich noch voller nebulöser Gedanken war, wie schlimm das eigentlich ist,
dass ich als (junger) Mann sowas anziehe!

Und dann das in Deiner Schilderung mit dieser jungen Frau! Auch noch die identischen Röcke!
Und das identische Setting, gegen den Wind anzukämpfen!
Eigentlich genieße ich es, einfach mal flattern zu lassen. Je nach Beobachtungsgrad aber lasse ich das mal mehr oder meistens weniger zu.
Und wenn Ihr beide gemeinsam zu kämpfen hattet, dann verband das ja schon einmal irgendwie!
Und dann noch denselben Rock! Das verbindet ja noch viel mehr!
Und dann hat sie auch gleich noch 3 davon!
Ja, ich glaube, mit Dir mitfühlen zu können, dass diese Begegnung eine herzerfrischende gewesen ist. Und ich glaube, Du musst Dir in Zukunft am Kanal - oder auch anderswo - längst nicht mehr soviel Kopf machen, was denn die anderen denken. Die meisten denken nichts, und wenn dann meistens nichts böses. Und wenn doch, dann ist das deren Sache.
Falls Deine Rockkameradin Dir sympathisch vorkam, dann halt am Kanal Ausschau nach ihr, sie erneut zu treffen.
Und falls sie in Dein Freundschaftschema reinpassen könnte, dann halt doch einfach die Kommunikation das nächste Mal am Laufen. So eine tolle Grundlage kann der Beginn einer schönen Freundschaft sein, welcher Ausprägung auch immer.

Und falls Du eine neue Partnerin gebrauchen könntest, dann zeigte Dir diese Begegnung, dass Du keine Scheu davor haben musst, Dich mit Deiner Kleidung potentiellen Partnerinnen zu zeigen. Manche findens cool, auch in anderen Altersklassen. Auf diese Weise kann man am besten eine Partnerin / einen Partner kennenlernen, die/der zu Dir passt!

Nur zu! Geh am besten gleich nachher noch mal an den Kanal!!!  :)

Offline cephalus

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #5 am: 30.06.2024 16:46 »
Schöne Geschichten!

Insgesamt habe ich die Erfahrung gemacht,  dass die Reaktionen um so positiver sind, je offener und selbstverständlicher man seinen Rock trägt - meist nur ein Lächeln oder Nicken, gaaaanz selten mal ein Kommentar.
Ist aber trotzdem gut.

Ich entsinne mich gerade nicht, dass es aufgrund meines Rocks mal ein Gespräch mit Fremden gegeben hat.

Ich erinnere mich aber an x Situationen in Rock oder Kleid, mit Fremden, Bekannten oder Freunden, die förmlich danach gerufen haben, den Rock irgendwie zu thematisieren, in denen nie etwas kam.
Vermutlich eine falsche Perspektive meinerseits - allen anderen ist dan nichts Erwähnenswertes

Offline Bahner

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Antw:Es ist nicht immer so, wie es zunächst erscheinen mag
« Antwort #6 am: 30.06.2024 17:23 »
Negatives hab ich auch grad nicht von vorn erlebt. Hinter mir seh ich es ja nicht. Heute auf dem Flohmarkt haben die Standbesitzter schon zimlich geguggt,
dem Volk schiens egal.
Das Frauen den Mann im Rock gut finden ist mir schon öfter begegnet, bei sich haben wollte ihn aber keine. Auch irgendwie falsch...

Grüße
🚂🚃🚃

Offline MAS

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« Antwort #7 am: 30.06.2024 23:56 »
Wirklich schöne Erlebnisse habt Ihr beiden da gehabt.

John, als ich meinen ersten längeren Rockspaziergang - die Gänge im Sarong in Sri Lanka und als Schotte verkleidet zu Fasnet nicht mitgerechnet - machte, habe ich es ganz anders gemacht: Ich bin auf mir begegnende Bekannte zugeganen und habe sie gefragt, was sie davon halten. Sogar eine mir unbekannte freu in fast gleichem Jeansrock fragte ich. Sie meinte, sie habe gar nicht darüber nachgedacht, sondern nur bemerkt, dass es fast der gleiche Rock sei und dass mehr Männer Röcke tragen sollten. Also ähntlich wie bei Dir. Und die anderen Gefragten haben sich alle positiv oder zumindest wohwollend-gleichgültig geäußert. Ich hatte bei diesem ersten Spaziergang aber auch eine Begegnung mit Schwuchtelrufern. Das hat mich angesichts der positven Reaktionen aber dann nicht so tangiert.

Mach weiter so, aber schau den Leuten ins Gesicht und grüße freundlich. Das befreit dann auch.

LG, Micha
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Offline JoHa

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« Antwort #8 am: 01.07.2024 00:40 »
Meine Frau hatte am 22. Geburtstag, mit viel Besuch vor, am und nach dem Termin. Meine Präsenz im Rock und FSH wurde vorausgesetzt. Positive oder keine Kommentare zu meiner Kleidung.
Nicht Johannes. Joachim!


 

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