Autor Thema: Mary Quant: So führt man ein revolutionäres Kleidungsstück ein.  (Gelesen 3151 mal)

Offline Ferdi

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Hallo Freunde!

Heute widmet sich die seriöse Tagespresse der Designerin Mary Quant, die heute 70 Jahre alt wird. Sie ist die Erfinderin des Minirocks, den sie in den frühen 60er Jahren entwarf. Damals war dieses Kleidungsstück in der Frauenwelt ebenso revolutionär wie heute der Männerrock für uns Männer.

Der Bonner General-Anzeiger schreibt dazu: "Der von ihr erfundene Minirock - er endet mindestens 10 Zentimeter oberhalb des Knies - setzte sich in allen sozialen Schichten durch. Sogar das britische Königshaus erlaubte schliesslich eine Rocklänge von sieben Zentimeter oberhalb des Knies."

Weiter heisst es dort: "Mit dem Minirock schuf Quant ein Kleidungsstück, das das Lebensgefühl einer ganzen Generation verkörperte" . . . . ."Vor allem Schüler und Studenten begannen, sich gegen Autoritäten aufzulehnen und die gesellschaftlichen Maßstäbe in Frage zu stellen. `Ich hatte gerade angefangen, als etwas, was bisher nur in der Luft gelegen hatte, zum Ausbruch kam` sagte Quant."

Weiter heisst es: "Aber nicht nur der Zeitgeist verhalf dem Minirock zum Erfolg - es war auch Quants Geschäftsstrategie. Sie bot ihre Mode und dazu passende Accessoires zu erschwinglichen Preisen (!) an, ganz anders als die französischen Couturiers, die damals den Ton angaben". Soweit der Bonner General-Anzeiger.

Heute scheint bei uns auch was in der Luft zu liegen, was bisher noch nicht zum Ausbruch gekommen ist. Der Event in NY hat sehr viel Bewegung in das Thema gebracht. Im Südwestfunk brachten sie neulich eine Diskussionsrunde dazu. Der Grossteil der männlichen Anrufer war nicht abgeneigt, wenn der Männerrock sich mehr etabliert hat. Die weiblichen Anrufer fanden durchweg die Idee Spitze, wobei immer wieder betont wurde, dass es nicht tuntig aussehen darf. Der Moderator meinte, dann bräuchte er im Sommer bei der Hitze nicht mehr die Frauen beneiden...

Na bitte, da ist doch was im Busch!  Jetzt müssen wir Männer das nur rausholen, wie damals Mary Quant. Wenn diese Frau das in den gesellschaftlich erheblich prüderen Zeiten geschafft hat, dann müssten wir Männer das doch erst recht schaffen. Den Frauen verlangte das Tragen so kurzer Röcke damals viel Selbstbewusstsein und Courage ab. Und das sollen wir Männer nicht schaffen? Sind Männer wirklich solche furchtsamen Wesen? Oder gibt es noch Männer, die wissen was sie sind, die bereit sind, Tore zu neuen Wegen aufzustossen? Ich denke schon, dass es sie gibt. Wir müssen ihnen nur bewusst machen, dass sie tatsächlich Männer sind und bleiben, egal ob sie nackt sind oder Hosen oder Röcke anhaben. "Kleider machen Leute" heisst es, aber man kann auch sagen "Neue Kleider machen neue Leute".

Leute, ich habe Informationen, dass sich was tut, ich kann leider keine Einzelheiten verraten, aber es könnte durchaus sein, dass sich eine Entwicklung wie beim Minirock für Frauen beim Rock für Männer wiederholen könnte. Aber dazu müssen die Männer, die den Rock wirklich wollen, auch die notwendigen Schritte tun.

Die Zeit wird kommen . . . . .

Schöne Grüsse,
Ferdi
Freiheit heißt, sich von anderen unterscheiden zu dürfen.

 

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