Autor Thema: Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?  (Gelesen 2215 mal)

Offline ikm4799

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Über die taz bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden:
https://taz.de/Transfeindliche-Feministinnen/!5827790/

Interessant auch die Kommentare dazu.
Einigkeit und Recht auf Freizeit.

Offline Holger Haehle

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #1 am: 28.01.2022 04:12 »
Dieses Thema wird gerade an anderer Stelle diskutiert. Schau mal hier: "Müssen wir in Stereotypen denken?"

Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mal eine Frau gesagt hat, dass Transfrauen keine echten Frauen sein können, weil dazu ein bestimmtes Empfinden gehöre. Und so etwas wie Regelschmerzen oder auch Angst vor männlicher Gewalt oder ungewollter Schwangerschaft würden TG ja gar nicht kennen. Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.

Offline Skirtedman

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #2 am: 28.01.2022 04:49 »
Ja, diese Argumentation kenne ich und sie ist nicht vollkommen von der Hand zu weisen.

Ob man das Beschriebene nun alles per se zu 'den Schattenseiten des Frauseins' zuordnen kann? - Ich denke, das wiederum ist vielschichtig. Regelschmerzen ja, klingt ja schon nach Schmerzen. Allerdings verbindet sich ja damit auch die wunderbare Fähigkeit, neues Leben zu erschaffen.

Die Angst vor männlichen Übergriffen steht ja ebenso der Fähigkeit gegenüber, Männer zu verführen, was ja auch ein Knistern ins Leben bringt, im Großen wie im recht alltäglichem Kleinen.

Ich denke, Sonnenseiten und Schattenseiten sind Sachen des sehr persönlichen, individuellen Blickwinkels.

Und klar, ich könnte mir vorstellen, dass man ein wunderbarer Franzose werden kann, wenn man irgendwann mal seinen Lebensmittelpunkt von Deutschland in die Provence verlegt. Darf man zuvor bereits so frankophil gewesen sein, wie man will. Das Gefühl eines eingeborenen Provenzalen wird man aber nie vollumfänglich erreichen.

Offline MAS

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #3 am: 28.01.2022 07:57 »

Und klar, ich könnte mir vorstellen, dass man ein wunderbarer Franzose werden kann, wenn man irgendwann mal seinen Lebensmittelpunkt von Deutschland in die Provence verlegt. Darf man zuvor bereits so frankophil gewesen sein, wie man will. Das Gefühl eines eingeborenen Provenzalen wird man aber nie vollumfänglich erreichen.

Wobei die Provenzalen keine Durchschnittsfranzosen sind. Sie haben neben Französisch sogar noch Provenzalisch als eigene romanische Sprache. Nicht alle, aber einige.

LG; Micha
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Online Hanna

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #4 am: 28.01.2022 10:16 »
Dieses Thema wird gerade an anderer Stelle diskutiert. Schau mal hier: "Müssen wir in Stereotypen denken?"

Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass mal eine Frau gesagt hat, dass Transfrauen keine echten Frauen sein können, weil dazu ein bestimmtes Empfinden gehöre. Und so etwas wie Regelschmerzen oder auch Angst vor männlicher Gewalt oder ungewollter Schwangerschaft würden TG ja gar nicht kennen. Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.

In sachen gewalt gerade gegen transfrauen liegt die dame falsch.
Gerade die jungen frauen sollten sich zweimal überlegen ob sie des nachts in gewissen stadtteilen unterwegs sein sollen.
Ganz egal ob cis oder trans.
Hier in der schweiz ist das noch selten aber die angst ist natürlich vorhanden.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #5 am: 13.02.2022 19:50 »
Sie würden nur die Sonnenseiten des Frausein leben und seien deshalb nur halbe Frauen.
Genau wie die Transmänner. Die leben auch nicht das Leben der meisten Männer, in Doppelbelastung, Alleinernährer, Bauberuf usw. Die sind konsequent in den angenehmen Frauenberufen.
Achja es gab mal einen Bericht von einem Transmann, der sich wunderte, warum er in der Straßenbahn nicht mehr beachtet wurde, ihm auf die Füße getreten wurde und sogar angemault wurde und keinerlei Komplimente bekam, was er als Frau so nie kannte, da immer auf sie Rücksicht genommen wurde. So wurde ihm erstmals klar, was es wirklich heißt Mann zu sein und dass das nicht so eine gute Entscheidung gewesen ist.

Terfs gibts schon seit Ewigkeiten. Und jeder, der was gegen Männer in Kleidern hat, ist ein Terf, was die Mehrheit Menschen sein sollen, sagen die Terfs.

Gruß
Jule

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #6 am: 13.02.2022 19:59 »
Gerade die jungen frauen sollten sich zweimal überlegen ob sie des nachts in gewissen stadtteilen unterwegs sein sollen.
Ganz egal ob cis oder trans.
Die Wahrscheinlichkeit als Transfrau zusammengeschlagen zu werden ist viel höher als als cis Frau.
Bei Cis Frauen sind es höchstens nur sexuelle Motive. von denen Männer was wollen, die zwar schlimm sein können, aber nicht nach dem Leben getrachtet wird.
Wenn man sagt, dass Frauen statistisch gegenüber Männern/Transfrauen weniger Gewalt ausgesetzt sind, stößt das den Leuten auf, weil ihnen jahrzehntelang der Mythos eingetrichtert wurde, das nur Männer Frauen schlagen. Obwohl es eine Regel gibt, die heißt, Frauen schlägt man nicht. Die es umgekehrt aber für Männer nicht gibt.
Und hässlichen Frauen werden sowie nicht nachgestiegen. Was bei Transfrauen nicht der Fall ist. Sieht die zu sehr nach Mann aus, reizt das Aggressionen hervor.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #7 am: 13.02.2022 21:08 »
Schon  interessant, dass sich eine radikale Verfechterin für sexuelle Selbstbestimmung so positioniert.

Zitat
Ganserer wird außerdem vorgeworfen, im Rahmen der Quotenregelung ihrer Partei einen Platz für Frauen unrechtmäßig zu besetzen. Es wird eine Initiative namens „Geschlecht zählt“ zitiert, die dagegen juristisch vorgehe.

Spätestens jetzt sollte auch dem letzten Romantiker klar werden, dass es Feministinnen nie um Gleichstellung und Selbstbestimmung auch für Männer oder wen auch immer ging, sondern ausschließlich nur für Frauen.

Spätestens wenn "Männer" in Frauendomänen eindringen, oder irgendein echter Nachteil sich für Frauen ergibt, berufen sie sich wieder auf die Biologie der Geschlechter, obwohl sie vorher behauptet haben, dass alles nur anerzogen sei.

Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #8 am: 14.02.2022 10:49 »
Mittlerweile werden ja schon Frauen, die sich als Frau bekennen und wohlfühlen als transfeindlich bezeichnet. Begründung sie würden Transmenschen "ausgrenzen". Aber die knapp 50% Männer dürfen problemlos ausgegrenzt werden. Anscheinend wird in der woke Gesellschaft jeder als transfeindlich bezeichnet, der diese zahlenmäßige Minderheit nicht gegenüber den jeweils knapp 50% Männern und Frauen bevorzugt.
Dafür darf ein Mann, der in seinem Sport nicht mehr zu den Gewinnern zählt, sich als Frau fühlen und im Frauensport dann das Feld anführen. Oder nach einer Straftat sich ins Frauengefängnis sperren lassen und dort sein Unwesen treiben.

Find ich nur noch irrsinnig. Manchmal könnte ich denken, die woke Gesellschaft ist deshalb so aggressiv, weil sie sich sonst nicht gegenüber der absoluten Mehrheit der Andersdenkenden durchsetzen kann.

Online Hanna

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #9 am: 14.02.2022 15:57 »
Dafür darf ein Mann, der in seinem Sport nicht mehr zu den Gewinnern zählt, sich als Frau fühlen und im Frauensport dann das Feld anführen. Oder nach einer Straftat sich ins Frauengefängnis sperren lassen und dort sein Unwesen treiben.

Ich weiss nicht woher du diese aussagen hast aber sie sind völlig absurd und  transphob.
Aber sie zeigen ganz klar das du keine ahnung vom thema trans hast.
Ich als transfrau habe den grössten respekt vor cisfrauen  selbst wenn sie Alice Schwarzer heissen und die  EMMA herausgeben.
Schade das du keine frau bist sonst könntest du dich bewerben.

Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #10 am: 15.02.2022 08:38 »
Das ist so in Nachrichten zu lesen.
Von daher hat es nichts mit meiner Ahnung oder Meinung zu tun. Ich gebe nur diese Aussagen weiter.
Wenn es tatsächlich so erlaubt oder bereits geschehen ist, beschweren sich die Frauen im Sport zurecht über die neue Konkurrenz in ihren Reihen. Und diese Frauen sind dann auch ganz bestimmt nicht ransphob.

Offline culture skirt

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #11 am: 18.02.2022 21:47 »
Nunja es gibt eine Seite der Terfs, die über Anzeigen und Gerichtsurteile in den USA berichten, wo sich transsexuelle Frauen an Mädchen vergangen haben und das Kleideranziehen laut Meinung der Terfs für ihren Trieb zu  nutzen.

Wenn es ans Eingemachte geht, berufen sich sogar Grüne und Feministinnen auf das biologische Geschlecht, sobald irgendein "Mann" einen Vorteil haben könnte. Transsexuelle werden nur für die Ziele der Frauenrechte eingespannt  Als gleichwertig oder vollwertige Frau werden sie von Frauen keinesfalls erachtet.

Offline ikm4799

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #12 am: 09.03.2022 11:33 »
Es kommt noch besser -
jetzt spricht die eine "Transe" der anderen das "Transensein" ab.

https://www.schwulissimo.de/neuigkeiten/trans-frau-spricht-ganserer-identitaet-ab-beifall-von-trans-frauen-aus-der-lgbti

Verrückte Welt!

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Offline doppelrock

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Antw:Transfeindliche Fe­mi­nis­t*in­nen bei EMMA?
« Antwort #13 am: 09.03.2022 12:19 »
Wobei die Frage erlaubt ist, ob HERR Ganserer, der weiterhin nach Biologie und Ausweis ein MANN ist und sich als Frau verkleidet, als trans gezählt werden kann, solange obige Merkmale bestehen.
Generell zeigt sich hieran einerseits, wie willkürlich die Genderpolitiker agieren und wie sehr sich alle möglichen und unmöglichen Leute in so ein Randthema hereinsteigern, statt sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern. Beispiele:

Frieden statt Krieg
Meinungsfreiheit statt Zensur
Völkerverständigung statt Rassismus
Demokratie statt Diktatur
Nahrung statt Hunger
Gesundes Essen ohne Gentechnik
Menschsein statt Transhumanist
Leben und Leben lassen statt Eugenik
Umwelt schonen statt mit Chemie und Pharma-Abfällen vergiften
Alle Menschen als gleichwertig betrachten wie im GG...
Wenn danach noch Bedarf ist, kann man sich um gefühlte Identitäten und philosophische Ansätze kümmern.

Offline Rockstocker

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« Antwort #14 am: 09.03.2022 12:23 »
Danke, ikm4799 für den Link. Die Emma-Diskurssion hatte ich schon verfolgt, aber das ist jetzt wirklich eine verrückte Welt.

 

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