Autor Thema: Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid  (Gelesen 2471 mal)

Offline JJSW

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Mal bissle im anderem Forum gestöbert und das hier entdeckt:

Gefunden auf BR24 | Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid

https://www.br.de/nachrichten/bayern/fotoprojekt-lockdowngala-alltag-im-abendkleid,ST9JYfH

Zitat
Caroline Guth würde sich freuen, wenn sich der eine oder die andere von ihrer Idee inspirieren lässt. Sie empfiehlt: Einfach mal vor dem Spiegel tanzen und beim Spaziergang die schönste Garderobe anziehen. Egal ob Kleid, Anzug oder das Kleidungsstück, das nur für besondere Anlässe im Schrank hängt. Damit wir die Freude am Leben und der Leichtigkeit nicht verlieren.

Besser als in "Jogging"hose im Lockdown zu versauern. Oder nicht?

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen

Offline hirti

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #1 am: 08.04.2021 07:55 »
Finde ich mega!
Einfach eine tolle Idee um ein wenig Glanz, Glamour und Freude in diese Zeit zu bringen!

Im Prinzip ist es ja ganz ähnlich dem was wir hier tun. Eine Frau die hübsch im Abendkleid ihren Einkauf macht fällt genau so auf und wird genau so seltsam angeguckt wie der Mann in Rock, Bluse und High Heels. Und beide können sich sehr glücklich fühlen wenn sie Freude haben an dem was sie da tun.

Erinnert mich auch an dieses Thema:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=8360.0

In diesem Sinne gemäß Don Bosco:
"Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen."

Offline BerlinerKerl

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #2 am: 08.04.2021 12:27 »
Ich habe keine Ahnung was ihr den ganzen Tag so macht, aber ich gehe arbeiten und treffe mich Abends mit Freunden. Ja wir testen uns gegenseitig auf Corona bei einem Glas Rotwein.

Übrigens. Beim Treffen muss keiner von uns 9999,99 € an Spenden bezahlen.

Wir gehen auch nicht hin und versuchen anderen vorzuschreiben was sie zu tun haben um es selber nicht zu machen.

Dafür brauche ich kein Fotoprojekt in dieser Zeit.
Ich emanzipiere mich, wer kommt mit?

Offline hirti

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #3 am: 08.04.2021 13:23 »
Ich habe deinen Beitrag überhaupt nicht verstanden, BerlinerKerl.
Weder ist die Rede von einer Spendenaktion, noch davon dass jemandem etwas vorgeschrieben wird.

Es geht doch darum dass man schöne Fotos macht die der Fotografin, den Porträtierten und dem Zuschauer Freude machen. Was kann daran falsch sein?

Und ich geb's ganz ehrlich zu, mir fehlt es auch sehr dass wir nirgends mehr hingehen, keine Gelegenheit haben uns mal wieder toll anzuziehen, ich meine Frau seit Jahren in keinem sexy Outfit mehr gesehen habe und die am wenigsten abgerockte Jeans meines Hosenregals schon mein High Fashion Highlight des Jahres darstellt.


Offline BerlinerKerl

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #4 am: 08.04.2021 14:41 »
Nun hat mich an diesem Bericht schon das Wort LOCKDOWM zur Weißglut getrieben. Als ob man so eine Einschränkung braucht um eine Fotosession zu machen.

Ich habe manchmal das Gefühl, auch die Medien spielen mit den Menschen.

Arbeiten gehe ich mind 10 Std. Und genieße mein Leben wie gewohnt. Während einer Ausfahrt mit dem Motorrad hat man die Stulle dabei und genießt seine Freiheit.

Wozu man ein Fotoprojekt nutzt, um die Leute zu belustigen ist mir ein Rätsel.

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Offline high4all

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #5 am: 08.04.2021 15:30 »
Wozu man ein Fotoprojekt nutzt, um die Leute zu belustigen ist mir ein Rätsel.
Ich nehme an, dass Du nicht ins Theater gehst oder in eine andere Belustigungsstätte?

Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, dass andere Leute anders leben als Du? Und somit andere Interessen haben? Und nichts mit Motorrädern am Hut haben?
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin. (Psalm 139,14)

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Offline Skirtedman

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #6 am: 08.04.2021 16:44 »
Nun, da Berliner Kerl nicht der Massstab für alle Menschen in diesem Land ist, genausowenig wie Hajo oder ich Massstab für Berliner Kerl sind, so darf Berliner Kerl aber seine persönliche Haltung dazu schreiben.

Das mit der Spende hab ich auch nicht bisher kapiert. Aber ich weiß auch nicht, was am Motorradfahren so toll sein soll. Man muss sich dick einmummeln, man muß das Töff pflegen, Garage auf, Garage zu, sich in den Helm zwängen, dann der Krach, die ständigen Unfälle, hach, manche mögen das schön finden, freut mich für sie.

Der besagten Aktion (Fotosession) kann ich mehr abgewinnen. Ziviele Klamotten lagern daheim ohne dass sie sinnvoll zum Einsatz kämen. Die Idee der Aktion find ich gut. Männer - wir - sollten sich auch beteiligen. Wobei ein schnöder Anzug ich da nicht für reizvoll halte. Alle Anzüge sind schnöde. Es gibt schöneres für uns Männer. Schaut mal in Euren Schränken nach!

Offline high4all

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #7 am: 08.04.2021 17:23 »
Zitat
Alle Anzüge sind schnöde.

Nö. Mindestens zwei Anzüge sind nicht schnöde. Das weiß ich, weil ich sie gelegentlich trage.

An meinem letzten aktiven Arbeitstag werde ich im Abendkleid zur Umkleide gehen. Und nach Feierabend das Teil wieder überstreifen. Oder ich nehme doch das Hochzeitsdirndl. Grübel, denk!

Gewiss gibt es Leute, die damit nichts anfangen können. Aber es gibt Kollegen, denen ich eine Freude mache. Oder sie belustige? Das macht nichts, denn ich bereite mir eine Freude. Das genügt. 8)

Das wird meine persönliche Look-upward-Gala. :)
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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #8 am: 08.04.2021 18:50 »
Aber ich weiß auch nicht, was am Motorradfahren so toll sein soll. Man muss sich dick einmummeln, man muß das Töff pflegen, Garage auf, Garage zu, sich in den Helm zwängen, dann der Krach, die ständigen Unfälle, hach, manche mögen das schön finden, freut mich für sie.
Das Gefühl von Freiheit, Straße und Geschwindigkeit. Aber wenn man selber noch nie Motorrad gefahren ist, wird man das vermutlich nicht nachvollziehen können, genauso wie man andere Männer nicht versteht, dass sie nicht nachvollziehen können, dass Kleider ein Gefühl von Freiheit haben. Viele die sich aufs Motorrad setzen, sind dann selber infiziert. Selbst Frauen.

Gruß
Jule

Offline BerlinerKerl

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #9 am: 08.04.2021 18:56 »
Nun, da Berliner Kerl nicht der Massstab für alle Menschen in diesem Land ist, genausowenig wie Hajo oder ich Massstab für Berliner Kerl sind, so darf Berliner Kerl aber seine persönliche Haltung dazu schreiben.

Das mit der Spende hab ich auch nicht bisher kapiert.

Das mit der Spende will ich dir erklären.  Wenn ich das „Lockdown“ schon lese und mir den Spahn mir dabei vorstelle, wie er uns angefleht hat doch im Lockdown zu bleiben und mit seinen Freundinnen die große Party am selben Abend gefeiert hat, somit die Wähler und den mündigen Bürger verarscht, verstehe ich nicht, warum der mündige Bürger seinen besten Zwirn im Alltag tragen soll, damit die Leute sich belustigen können.
Mehr sollte das wahrscheinlich auch nicht werden.

Vielleicht hast du das jetzt verstanden.

Zu den Hobbys ist eigentlich nichts hinzuzufügen, als das jeder sich auf seine Art die Freizeit vertreibt.
Meist sind die Hobbys auch an den finanziellen Verhältnissen angepasst. Jeder sollte seinen Spaß haben.
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Offline BerlinerKerl

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #10 am: 08.04.2021 18:57 »
Aber ich weiß auch nicht, was am Motorradfahren so toll sein soll. Man muss sich dick einmummeln, man muß das Töff pflegen, Garage auf, Garage zu, sich in den Helm zwängen, dann der Krach, die ständigen Unfälle, hach, manche mögen das schön finden, freut mich für sie.
Das Gefühl von Freiheit, Straße und Geschwindigkeit. Aber wenn man selber noch nie Motorrad gefahren ist, wird man das vermutlich nicht nachvollziehen können, genauso wie man andere Männer nicht versteht, dass sie nicht nachvollziehen können, dass Kleider ein Gefühl von Freiheit haben. Viele die sich aufs Motorrad setzen, sind dann selber infiziert. Selbst Frauen.


Gruß
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Toll geschrieben. Hätte ich nicht besser machen können.
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Offline JoHa

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #11 am: 08.04.2021 22:08 »
Mopped fahren. Ich hatte eine 1000er Kawa. Damals waren 98PS schon eine Hausnummer. Das Gefühl von Freiheit und (gekaufter) Potenz, auf der Straße Bonzenkarren abzuziehen, -mir wurden deshalb sogar Schläge angedroht-, war schon besonders.
 In fast 30 Jahren habe ich keinen Sturz gebaut, aber kürzlich, mit einer 125er Suzuki, habe ich mich hingelegt. Ja, wenns dem Esel zu wohl ist, fährt er auf nassem Laub. Meine Frau quengelt, ich soll endlich aufhören.
Aber noch ist mein Hirn nicht so weit...
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Offline doppelrock

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #12 am: 09.04.2021 12:47 »
Ich finde es eine nette Sache, ab und zumal etwas Farbe in den aktuell eher tristen Alltag zu bringen. Dieses kleine Stück Traumwelt darf uns nur nicht davon abhalten, die Wirklichkeit da draußen angemessen wahrzunehmen. Kleidungsfreiheit ist das eine, Meinungs- und Bewegungsfreiheit + Menschenrechte das andere und noch wichtigere. Und im Zweifelsfall setze ich dafür ein und die Kleidungsfreiheit ergibt sich daraus.

Auch als Motorradfahrer muss man ja gegen allerlei kämpfen, etwa den Plan zum Wochenendfahrverbot.

Online Asterix

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #13 am: 09.04.2021 20:00 »
Die beim Artikel des BR gezeigten Bilder fand ich wider Erwarten ganz gut, weil zum Glück keine Masken zu sehen waren.

Gruß
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

Offline Albis

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Antw:Fotoprojekt "Lockdowngala": Alltag im Abendkleid
« Antwort #14 am: 09.04.2021 21:57 »
Danke für den Link, Jürgen! Vielleicht ist das ja der erste Schritt dahin, dass Abendkleider nicht nur abends getragen werden können. Find ich auf jeden Fall sehr gut.

Auch bei mir gab es in letzter Zeit Tage, an denen der Weg zum Einkaufen der einzige war, zu dem ich das Haus verlassen habe. Und indem ich mir dafür einen Rock angezogen hatte, war dann dieser Weg der Höhepunkt des Tages. Das klingt nicht nur traurig, das ist es auch, denn ich warte sehnsüchtig darauf, wieder was unternehmen zu können, wo ich mich unter viele Menschen mischen kann. Egal ob Kultur oder Reisen.

 

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