Autor Thema: #allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?  (Gelesen 493 mal)

Offline ikm4799

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Ich habe erst heute Nachmittag von der Video-Aktion #allesdichtmachen erfahren,
als es bereits eskalierte und einige Akteure ihre Videos schon wieder zurück genommen hatten.

Zum Hintergrund: diverse Schauspieler und Künstler haben mit Ironie und Sarkasmus FÜR (noch mehr) Befolgen der Corona-Regeln der Bundesregierung geworben.

Applaus kam von der falschen (=rechten) Seite und von der anderen Empörung,
weil man damit Corona-Opfer verhöhne und die Arbeit auf Intensivstationen nicht wertschätzen würde.

Tucholsky ´proklamierte mal "Was darf Satire? Alles!"

Wie seht ihr das?

Offline BerlinerKerl

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #1 am: 24.04.2021 11:33 »
Währe der Applaus von der Linkenseite besser gewesen?

Vielleicht noch von der ANTIFA??

Ja, Satire darf viel. Diese ist hier sogar berechtigt.
Keiner der 53 Künstler hat die Arbeit der Intensivpersonalts oder die Toten verhöhnt.

Die haben die Corona-Regeln auf "die Schüppe" genommen und das wird auch von vielen Kritisiert.

Hier mal ein Beispiel:
Oma darf nur 1 Person der Familie in der eigenen Wohnung treffen; aber SIE darf ALLE in der Wohnung der Familie treffen!
Erklärte das der Oma mal.
Ich emanzipiere mich, wer kommt mit?

Offline doppelrock

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #2 am: 25.04.2021 16:28 »
Ich finde die Aktion wichtig und richtig. Denn sie entlarvt die Doppelmoral von Politikern, manchen Schauspielern, ÖRR usw, die für die Maßnahmen sprechen und immer um Moral und Verständnis werben. Doppelmoral, deshalb, weil diese Menschen die Freiheit ihres eigenen Standpunktes ständig betonen, nicht aber die Freiheit anders denkender. Entsprechend falsch ist deren Behauptung, man würde die an oder mit der Krankheit Verstorbenen verhöhnen. Das ist genauso blödsinnig wie der Vorwurf mit rechtsaußen und was da immer so reflexartig geplärrt wird.

Die Texte der Künstler zeigen sehr gut, wie absurd und wirklichkeitsfremd die Maßnahmen sind, die kaum oder keine positive Wirkung auf das Geschehen haben, sondern nachgewiesenermaßen mehrheitlich schaden.

Offline high4all

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Offline JoHa

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #4 am: 25.04.2021 19:29 »
Frei nach Kurt Tucholsky: "Sag was gegen XY, und halb Deutschland sitzt auf dem Sofa und schmollt."
Die Künstelnden haben alles Recht, sich satirisch zu äußern. Die Kritisierenden desgleichen, selbst, wenn sie oft unfreiwillig (satirisch) komisch sind.
Was ich nicht leiden kann, aber aushalten muß, sind Predigende mit dem laaaangen pädagogischen Zeigefinger.
Nicht Johannes. Joachim!

Offline culture skirt

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #5 am: 25.04.2021 22:48 »
Ich würde gern mal ne Schicht machen. Es werden ja wieder Betten reduziert, weil sie unbelegt sind und drauße wird von einer 3. Welle gesabbelt. Dann bekommt man nämlich auch mal die Krankenakte zu gesicht und was wirklich die Auslöser sind. Wir müssten längst alle tot sein, wenn es so hochansteckend für jeden ist, weil schützen kann man sich vor Corona nie. Die Regierung wird ihre Totenzahlen so der so bekommen.

Offline doppelrock

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#allesdichtmachen
« Antwort #6 am: 26.04.2021 11:28 »
Wie auch in anderen Fällen gilt bei dieser Satire: Wer sich angesprochen fühlt, ist auch gemeint.

Mehr dazu hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=71825
und hier
https://www.nachdenkseiten.de/?p=71885

Offline BerlinerKerl

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #7 am: 26.04.2021 13:06 »
Ich würde gern mal ne Schicht machen. Es werden ja wieder Betten reduziert, weil sie unbelegt sind und drauße wird von einer 3. Welle gesabbelt. Dann bekommt man nämlich auch mal die Krankenakte zu gesicht und was wirklich die Auslöser sind. Wir müssten längst alle tot sein, wenn es so hochansteckend für jeden ist, weil schützen kann man sich vor Corona nie. Die Regierung wird ihre Totenzahlen so der so bekommen.

Nicht die Ansteckung soll gefährlich sein, sondern der Verlauf bei den alten Säckinnen.
Die werden früher sterben.

Wer Gesund ist und kein Übergewicht hat wird zwar den Virus bekommen, immun werden, aber daran nicht erkranken. Denn das ist ein anderes Stadium.

Darum sind die Maßnahmen für die Gesamtbevölkerung unverhältnismäßig.

Wie hat der Regiseur in einem Interview gesagt:"Ein Corona-Toter, ist einer zuviel."
Aber die anderen Toten in unserer Gesellschaft vergißt man. Es sterben mehr Menschen an Krebs, als an Corona.
Die scheinen derzeit aber egal zusein. In der Statistik erscheinen die wahrscheinlich als MIT Corona gestorben.

Die Kunst fand ich gut und diskutabel, die "Künstler", die sich davon abgewand haben, nur heuchler.
Ich emanzipiere mich, wer kommt mit?

Offline culture skirt

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #8 am: 26.04.2021 23:14 »
Ich habe erst heute Nachmittag von der Video-Aktion #allesdichtmachen erfahren,
als es bereits eskalierte und einige Akteure ihre Videos schon wieder zurück genommen hatten.

Zum Hintergrund: diverse Schauspieler und Künstler haben mit Ironie und Sarkasmus FÜR (noch mehr) Befolgen der Corona-Regeln der Bundesregierung geworben.
Um was geht es eigentlich bei diesem allesdichtmachen? Ich hab es immer noch nicht kapiert.  Sind die jetzt für das Befolgen der Regeln oder nicht? Und wieso noch mehr, wenn die angenommen die Regeln kritisieren?
Das ist alles so wirr.

Offline Asterix

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Antw:#allesdichtmachen - ist das Kunst oder kann das weg?
« Antwort #9 am: 27.04.2021 00:47 »
Nach gewissen Berichten wurden die Künstler, die sich abgewandt haben, bedroht. (Übrigens wie auch im Februar 2020 der Kurzzeit-Ministerpräsident von Thüringen, der wahrscheinlich auf Grund dessen zurückgetreten ist.)

Gruß
"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" (Giovanni Bosco)

Offline doppelrock

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Antw:#allesdichtmachen - alles aufwachen!!
« Antwort #10 am: 27.04.2021 05:22 »
Wenn wirklich Menschen mit anderer als der von oben vorgegebenen Meinung verfolgt, ausgegrenzt und mit dem Tod bedroht werden und der Staat wegschaut oder den Hass für eigene Ziele ausnutzt oder sogar schürt, ist das wohl eher Faschismus als Demokratie. In Österreich passieren die selben Dinge.

 

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