Autor Thema: Männer in der Krise?  (Gelesen 95050 mal)

Offline Robrich

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Re: Männer in der Krise?
« Antwort #120 am: 13.06.2010 21:31 »
Hallo Rocker und alle anderen,

Männer in der Krise? JA!
Erziehung und Jungensozialisation geben ihnen immer noch ein Idealbild vor, das vom ehemaligen Mythos des Helden und Drachentöters herrührt. Können sie dem gerecht werden? NEIN!
Es entstehen zwangsläufig Erfahrungen von Schwäche und Versagen, und als "echter Mann" (will/muss er ja werden) darf er das nicht zeigen. Bis ihm der Kragen platzt. Er nicht mehr will: Nur noch "es denen noch einmal so richtig zeigen" - und sich mit dieser letzten Heldenerfahrung dann selber umbringen: AMOK.
Alles zu hypothetisch?
Der englischsprachige Autor Marc Ames hat in seinem Buch "Going Postal" Amokfälle untersucht - und genau dieses Muster vorgefunden.
Der deutschsprachige Soziologe Walter Hollstein hat in seinen Büchern ("Was vom Manne übrigblieb" u.a.) die Zurücksetzungserfahrungen beschrieben, aus gesellschaftlicher Perspektive. Erschreckend deutlich, aber alles wissenschaftlich und mit Zahlenmaterial belegt.

In den 1950er-1960er-Jahren haben die damaligen Herren Kavaliere den Damen neue -und zu Recht erwünschte/eingeforderte- Freiräume gelassen ..... was gab es da zuerst von einigen nicht alles an aufgeregten Diskussionen über hosentragende Frauen "so etwas gehört sich einfach nicht!" .....
Und genau diese Kavaliere sind aus der damaligen Generosität (starke Position) in eine Zurückweichmentalität (schwache Position) abgerutscht.
Leider wird das Heldenideal aber offensichtlich immer noch hochgehalten:
- neueste Mineralwasserwerbung: "HELDEN TRINKEN EX",
- bei Umfragen unter 8-Klässlerinnen nach Eigenschaften eines Traummannes zeigte sich
  "Held und Beschützer" als dominierendes Ideal. Wer ankommen will, muss Held sein .....

Vor einiger Zeit stieß ich auf einen Satz des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann:

"Nicht der KRIEG ist der Ernstfall, in dem der MANN sich zu bewähren hat, sondern der FRIEDE ist der Ernstfall, in dem WIR ALLE uns zu bewähren haben".

Hoffentlich hilft diese Sicht uns weiter.

Gruß
Robrich

Offline Luan

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Re: Männer in der Krise?
« Antwort #121 am: 09.08.2010 23:08 »
Hallo zusammen,

für morgen Abend um 22:15 h wurde für die 37° Reihe Reihe im ZDF ein Betrag angekündigt, der meiner Meinung nach zum Thema passt:

Zitat von: TV Spielfilm 16/2010 - ZDF 37°: Meine Frau zahlt
"Meine Frau zahlt: In jedem zehnten Haushalt erwirtschaften die Frauen das Einkommen. Nicht jeder Mann kommt damit zurecht.
Wenn Sie mehr verdient oder er gar arbeitslos den Hausmann gibt, ist der Rollentausch in unserer ach so so modernen Gesellschaft für viele Paare eine Feuerprobe. Familienoberhäupter wie Krankenschwester Manuela, Zahnärztin Alexandra und Sprachtrainerin Susanne erzählen.

Ich vermute mal, dass das ein interessanter TV-Beitrag werden könnte.
Gib deine Ideale nicht auf! Ohne sie bist du wohl noch, aber du lebst nicht mehr. (Mark Twain)

Offline thecompaqman

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Re: Männer in der Krise?
« Antwort #122 am: 22.02.2013 01:31 »
Das Wort zum Jahr 2010 ... von Keagan MacDonald

ich Liebe es :)

Chrisko



:)

Offline M.L.

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Re: Männer in der Krise?
« Antwort #123 am: 03.04.2013 22:03 »
Hallo Robrich .
Ich kann mich auch über das Tehma Tot quatschen .
Hir hat keiner eine Krise  Es ist wie es ist .
Sorry Wir wollen Veränderungen und nicht Stillstand.
Das ist meine Idee.
Das Mann auch Rock in der Öfenentlichkeit tragen kann ohne Doof angemacht zu werden .
Was ist daran so schwär zu verstehen ???
Grüsse M.L.


Offline Dr.Heizer

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Re: Männer in der Krise?
« Antwort #124 am: 10.09.2014 14:44 »
Ein schönes Thema gefunden: Männer in der Krise?

Ja, manche haben eine. Aber was ist denn Krise? Es geht mal nicht so gut weiter auf dem bisher eingeschlagenen Weg. Nun, da kannst Du Dich ja hinsetzen und grübeln oder Du schaust Dich einfach mal um, welche Möglichkeiten sich noch so bieten! Manchmal entsteht eine Krise auch nur durch Gerüchte, nicht durch Fakten. Zum Beispiel die Glaubenskrise von Otto: " Ich glaube, ich krise nix mehr zu trinken.." und schwupps, was der Schampus in seinem Mund gelandet." Oh, ein Wunder ist geschehn...!"
Was ich damit ausdrücken möchte: es ist nicht so schlimm, wie es geredet wird. Eine Krise bietet trotz des manchmal finstren Waldes auch gleichzeitig die Chance, etwas positives wieder zu beginnen, um den Weg zum Ziel weiter zu verfolgen oder einen neuen Weg einzuschlagen. Eine Krise ist ein kurzer Stop auf dem Weg, der sagt: So, mal schön Kraft tanken, überlegen, willst Du das wirklich? Diese Strapatzen auf Dich nehmen? Wenn die Antwort ist"Ja, sicher! Denn ich weiß, welche Freude es mir bereiten wird, wenn ich mein Ziel ereicht habe. Und dafür lohnt es sich, denn ich werde auf dem Weg dorthin viele Erfahrungen sammeln und neue Menschen kennenlernen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann, mein Ziel zu erreichen!" Dann findest Du auch eine Möglichkleit und die Kraft, voller Tatendrang aus dem Tal zum Gipfel aufzusteigen. Und Du findest Menschen, die Dir behilflich sein können oder gar den Weg mit Dir gemeinsam gehen. Also Männer in der Krise? Männer allein im Wald im finstren Tal? Nein danke, darüber sind wir doch hinweg. Wir sitzen nicht sinnlos rum und jammern, wir gehen fröhlich unseren Weg und halten nach den Gipfeln Ausschau, die wir erklimmen wollen!
Viele Grüße aus dem Vogtland, Dr.Heizer


 

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