Autor Thema: Wärst Du lieber eine Frau?  (Gelesen 52705 mal)

rockability

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #15 am: 01.10.2017 18:43 »
Von wievielen Frauen hast Du gehört, die einen 30 Jahre ältern Mann geheiratet haben und im Gegensatz dazu von wievielen Männern, die eine 30 Jahre ältere Frau geheiratet haben?
Von sehr vielen Frauen. Selbst im Bekannten- und Kollegenkreis ist überproportional der Freund/Mann älter als die Frau.

Von den wenigsten Männern. Ich kenne persönlich nur einen, wenn ich mich ni täusche. Meist haben sie eine jüngere Freundin/Frau. Bis zu einem gewissen Alter, so unter 30 mag sich das noch ausgehen, dass 18, 19 jährige Männer, die älter wirken als sie sind, Chancen bei 25 jährigen Frauen haben. Wenns aber um Familiengründung geht dreht sich das Blatt. da zählen andere Prioritäten.

Zitat
Zwei Sereotypen: Eine Frau muß jung und hübsch sein, ein Mann muß reich und smart sein. Und von diesen Stereotypen gibt es Abweichungen bis zu 100%.
Was hat mein Beispiel nun mit deiner Aussage zu tun, dass Frauen und Männer sich unterschiedlich verhalten?
Ich hab dich gefragt, ob du auch Butchs anziehend findest? In dem Punkt unterscheiden sich Männer ned wirklich von Frauen, die ned auf männliche Femmes stehen.

Zitat
Also Alles ist möglich, nur je weiter Du von der Norm abweichst, desto geringer die Chancen.
Von was schreibe ich denn die ganze Zeit? Du bestätigst dich gerade selber und das ist der Grund, warum Männern ned abweichen. Damit sie an die Frau kommen und sie von sich überzeugen können. Frauen können sich es leisten abzuweichen, da sie in der Regel! genügend Anwärter oder Umwerber haben.

Grüße

Online JJSW

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #16 am: 01.10.2017 21:08 »
Weiß nicht was ich hier wählen soll.
Ich bin mit mir zufrieden.
Gruß
Jürgen
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rockability

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #17 am: 01.10.2017 21:22 »
Weiß nicht was ich hier wählen soll.
Ich bin mit mir zufrieden.
Gruß
Jürgen
ein Mann

Offline Ludwig Wilhem

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #18 am: 01.10.2017 21:54 »
Hallo
ich kleide mich gerne mit Kleidern und Röcken, da die Auswahl erheblich größer ist im Modebereich, aber ich bin und bleibe ein Mann, sonst wäre ich in einem anderen Forum.
Wenn ich im Rock oder Kleid unters Volk gehe, sehe ich weiterhin als Mann aus und möchte meine männlichen Attribute behalten, aber auch meine femininen Anteile im Wesen und Aussehen nicht missen.
Euer Ludwig
Ich trage Röcke oder Kleider gerne, denn es sind Kleidungsstücke für uns alle.


Offline Zwurg

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #19 am: 01.10.2017 22:36 »
Ich bin mit meinem Körper eigentlich recht zufrieden, nur mit der Wahlmöglichkeit der Klamotten nicht.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Online JJSW

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #20 am: 02.10.2017 04:34 »
Weiß nicht was ich hier wählen soll.
Ich bin mit mir zufrieden.
Gruß
Jürgen
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Ich muß doch nicht wählen, was ich eh schon bin. Oder nicht?
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Offline Holger Haehle

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #21 am: 02.10.2017 17:57 »
Ich möchte  noch auf den Unterschied hinweisen zwischen dem biologischen Geschlecht (sexus) und dem kulturellen Geschlecht (gender). Die Geschlechterrollen sind gesellschaftliche Vereinbarungen, die sich im Laufe der Zeit ändern können; und auch unterschiedliche Ausprägungen in unterschiedlichen Kulturen finden können. Jeder neue Zeitgeist kann sie ändern, aufheben oder umkehren. Man muss also nicht unbedingt das Geschlecht ändern, weil einem die eigene Rolle nicht gefällt.

In Indien wollen viele Mädchen lieber Jungen sein (National Geographic: Gender Revolution, Jan 2017), weil sie dann mehr Freiheiten haben, höhere Schulen besuchen könnten oder einen Partner selbst wählen könnten. Sollten die Indischen Mädchen also ernsthaft eine Geschlechtsänderung in Erwägung ziehen, oder sollten die gesellschaftlich zugewiesenen Rollen geändert werden?

Oder anders ausgedrückt: Muss ich eine Frau werden, um Rock zu tragen, oder sollten die Regeln für geschlechtsspezifische Kleidung geändert werden.

Offline GregorM

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #22 am: 02.10.2017 19:22 »
Oder anders ausgedrückt: Muss ich eine Frau werden, um Rock zu tragen, oder sollten die Regeln für geschlechtsspezifische Kleidung geändert werden.

Aber klar kannst du einen Rock tragen – als Mann. Und du braucht keineswegs wie eine Frau auszusehen, um das zu tun. Das heißt, du kannst gerne auf alles anderes verzichten, das mit Frauen konnotiert ist. Ein Rock sieht mit vielen Herrenschuhen fabelhaft gut aus. Und ohne dünne, transparente Feinstrumpfhosen geht’s gut. Mit ein wenig Geschick könntest du sogar durchaus männlich im Rock erscheinen. 

Aber das ist dir vermutlich schon eingefallen?
   
Gruß
Gregor
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Übrigens meine ich, dass politische Diskussionen in diesem Forum untersagt sein sollten.

rockability

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #23 am: 02.10.2017 23:07 »
Ich möchte  noch auf den Unterschied hinweisen zwischen dem biologischen Geschlecht (sexus) und dem kulturellen Geschlecht (gender). Die Geschlechterrollen sind gesellschaftliche Vereinbarungen, die sich im Laufe der Zeit ändern können; und auch unterschiedliche Ausprägungen in unterschiedlichen Kulturen finden können. Jeder neue Zeitgeist kann sie ändern, aufheben oder umkehren. Man muss also nicht unbedingt das Geschlecht ändern, weil einem die eigene Rolle nicht gefällt.
Im Prinzip wurde schon alles geschrieben, was die eigentlichen Motivationen hinter Gender sind und das Beispiel mit dem Elf hat die Behauptung der biologischen Identität ja nahezu entlarvt. Die Frau, die sich ihr Aussehen zur Barbie-Puppe operieren lies, ist ja von ihrer Identität her auch keine Barbie, oder dass sie zu viele Rippen hätte als andere Menschen und die falsche BH-Größe. Dahinter stecken massive Schönheitsideale. Und ich kann mir vorstellen, dass sich viele Männer einfach ned so schön finden und selber mal genauso im Mittelpunkt stehen oder umworben werden wollen, wie eine Frau, um sich mal einen Drink ausgeben zu lassen. oder freien Eintritt zu bekommen. Es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die zu einer bestimmten sozialen Rolle gehören. Die funktionieren aber nur wenn das Aussehen halbwegs mit dem Verhalten übereinstimmt. Sonst wird es missachtet oder missverstanden. Alle sozialen Funktionen die man so erfüllt, sind eine Art Rollenspiel, indem man einen Teil von sich in einer bestimmten Weise preisgibt. Ich behaupte, dass viele der eigenen Verhaltensweisen besser zu einer weiblichen oder männlichen Rolle passen und besser verstanden oder positiver bewertet werden, wenn das Aussehen dazu passt. Wenn du tatsächlich glaubst, es seien nur gesellschaftliche Vereinbarungen, die die großen Unterschiede machen, dann führe doch mal folgendes Experiment aus. Wenn du das nächste mal einen Fernsehabend zusammen mit deinen Freunden hast, dann täusche einfach mal vor, dass es dir auf dem Sofa ein bisschen kalt geworden ist. Dann nimmst du dir eine Decke und fragst deinen Freund, ob es ihm nicht auch kalt ist und er mit darunter will. Bitte berichte dann darüber, wie er reagiert hat.

Zitat
In Indien wollen viele Mädchen lieber Jungen sein (National Geographic: Gender Revolution, Jan 2017), weil sie dann mehr Freiheiten haben, höhere Schulen besuchen könnten oder einen Partner selbst wählen könnten. Sollten die Indischen Mädchen also ernsthaft eine Geschlechtsänderung in Erwägung ziehen, oder sollten die gesellschaftlich zugewiesenen Rollen geändert werden?
Wenn etwas zum Nachteil oder zu Ungunsten der Jungen oder Männer wird, verorten sich Mädchen schnell auf ihre angeborene Genderrolle zurück ;) Das interessiert euch hier nur ned, weil ihr denkt, dass abgesehen von Röcken, Männer überall bevorzugt seien. In einer Transgendergruppe, in der ich mich mal angemeldet habe, sind komischerweise überwiegend Transmänner anwesend und es werden wöchentlich mehr. Transfrauen kann ich bisher an 10 Fingern und Zehen abzählen, wenns hoch kommt. Und dabei wird immer wieder mühlenartig behauptet, dass überwiegend Männer gerne Frauen wären. Der Unterschied ist, dass Männer in der Öffentlichkeit ned auffallen und nicht großartig beachtet werden, wenn se ned gerade wie Elvis oder Michael Jackson rumlaufen. Das Phänomen mit den Mädchen existiert also ned nur in Indien. In Albaninien müssen Frauen ihr ganzes Leben als Männer verbringen, sich so anziehen, so aussehen und die Arbeiten der Männer übernehmen. Für die Frauen ist das ned unbedingt eine gewollte Erfüllung. Albanische Frauen, die nach Europa flüchten, nehmen wieder die Rolle als Frauen ein, obwohl bei uns auch vehement behauptet wird, dass Männer privilegierter seien als Frauen. Über die Motive westlicher Transmänner bin ich mir daher noch ned im Klaren was diese veranlasst, im Gegensatz zu indischen Mädchen, die Benachteiligungen in ihrem Land damit umgehen. Ich vermute eher die ständige präsente Mär von der Karriere und den ach so unabhängigen Männern scheint für Frauen verlockend zu sein. Nur blöd, dass an Transmänner ganz andere Anforderungen gestellt werden als an Cis-Männer und Transmänner auch ned biologisch in die Benachteiligungen geraten werden, von denen hauptsächlich Cis-Männer betroffen sein können. Dann würdens sich das nochmal überlegen, ob sie als Frau doch nicht mehr Vorteile genießen als als Mann. Dass Hormone sich auf genderspezifische Verhaltensweisen in die eine oder andere Richtung auswirken, lasse ich mit mir reden. Das erscheint mir plausibel.

Zitat
Oder anders ausgedrückt: Muss ich eine Frau werden, um Rock zu tragen, oder sollten die Regeln für geschlechtsspezifische Kleidung geändert werden.
Wenn du das wirkli noch glaubst, dass genderspezifische Verhaltensweisen keine Rolle spielen, dann mach doch dieses Experiment. Sprich dich mit einer Kollegin ab. Setz auf deinen Schreibtisch ein niedliches Plüschtier. Lass deine Kollegin vorbeischauen, mit einem Gefühlsausbruch "ohhh ist das süüß" und dabei beobachten, wie andere das aufnehmen. Das gleiche dann wiederholen in ihrem Büro. Du gehst auch vorbei, mit einem begeisterten Aufschrei "uiihh ist des aber süüß". Während dessen beobachtet ihr, wer die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht und mit welcher Bewertung. Dann kannst du hinterher weiter behaupten, es mache keinen Unterschied.

Offline Dr.Heizer

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Re: Wärst Du lieber eine Frau in Hosen?
« Antwort #24 am: 02.10.2017 23:39 »
Aber klar kannst du einen Rock tragen – als Mann. Und du braucht keineswegs wie eine Frau auszusehen, um das zu tun. Ein Rock sieht mit vielen Herrenschuhen fabelhaft gut aus.
Gruß
Gregor


Stimmt, und es haben viele hier schon mehrfach bewiesen: Sneaker, Sport-/Wander- oder Bootsschuhe, Schnürstiefel, Business-Schuhe oder Sandalen - egal! Sogar barfuß ist passend, Hauptsache, es rockt weiter oben. Ein Mann ist auch mit Rock oder Kilt ein Mann, vielleicht sogar mehr, als viele sog. echten Männer in Hosen. ;)
Viele Grüße aus dem Vogtland, Dr.Heizer

Josef

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #25 am: 03.10.2017 04:58 »
Hallo rockability,

mit
Zitat
warum solltest du es dann nicht auf die Reihe bekommen, ein Dirndlkeid anzuiehen, wenn du Brüste und Dekollette hättest oder einen weiblicheren Körper?
triffst du genau das, was mich an der leider nicht gegebenen Möglichkeit, das Geschlecht zu wechseln, interessiert. Denn ich sähe in einem Dirndl echt Scheiße aus ... mit Brüsten hingegen und einem dazu passenden Gesicht würde ich natürlich ein Dirndl anziehen. Ich kann dir bei deiner Aussage
Zitat
dass sich viele Männer einfach ned so schön finden und selber mal genauso im Mittelpunkt stehen oder umworben werden wollen, wie eine Frau, um sich mal einen Drink ausgeben zu lassen.
nämlich zumindest teilweise folgen. Denn, ja, (als Frau) im Dirndl hätte ich eine Aufmerksamkeit, die ich als Mann nicht bekommen kann. Die herausgestellten Vorzüge meines Körpers würden - mal freundlich formuliert - bewundert werden.

Und das ist es, was ich so faszinierend finden. Frauen haben mehr Möglichkeiten ihre Körper modisch in Szene zu setzen. Ja, ich kann als Mann auch knallenge Hosen anziehen. Und T-Shirts, die sich an Oberkörper schmiegen. Aber verglichen mit dem Repertoire weiblicher Modemöglichkeiten ist das so gut wie nichts. Weibliche Mode ermöglicht verschiedenste Inszenierungen. Die auch tief hinein greifen in die Formung des Körpers. Was allein schon all die BH-Varianten an optischen Veränderungen bewirken ...

Ja, das fehlt mir als Mann. Mit meinem Körper spielen zu können.

Natürlich könnte ich das trotzdem zu tun versuchen, aber dann ist da ja noch die Wahrnehmung anderer. Ein Mann, der sich z.B. aufreizend anzieht, wird gänzlich anders wahrgenommen, als eine Frau. Und das ist nicht nur gesellschaftlich bedingt, da kommt vieles tief aus unseren Genen. Auch wenn ich jetzt mal übelst vereinfache: Der Mann ist Jäger, die Frau ist Beute. Und Beute wird eben anders angeschaut ...

Manchmal möchte ich eben gerne Beute sein.

Viele Grüße
Josef

PS: Ja, ich kenne den Witz, dass Frauen die einzigen Raubtiere sind, die sich von ihrer Beute jagen lassen  ;)

Offline steffish

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #26 am: 03.10.2017 10:40 »
Frauen haben mehr Möglichkeiten ihre Körper modisch in Szene zu setzen.
Da verallgemeinerst Du aber stark und gehst wohl gedanklich von weiblichen Models aus. So eine Figur haben die Wenigsten und manche leiden auch unter ihrem von der Norm abweichenden Körper. Auch als Mann kann man einiges erreichen was eine gute Optik betrifft, aber auch hier gibt es natürlich wieder unterschiedliche anatomische Grenzen.

Offline Barefoot-Joe

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #27 am: 03.10.2017 11:18 »
Hallo Josef,

Zitat
Ich kann dir bei deiner Aussage
Zitat
dass sich viele Männer einfach ned so schön finden und selber mal genauso im Mittelpunkt stehen oder umworben werden wollen, wie eine Frau, um sich mal einen Drink ausgeben zu lassen.
nämlich zumindest teilweise folgen. Denn, ja, (als Frau) im Dirndl hätte ich eine Aufmerksamkeit, die ich als Mann nicht bekommen kann. Die herausgestellten Vorzüge meines Körpers würden - mal freundlich formuliert - bewundert werden.

Aufmerksamkeit bekommst du als Mann im Rock aber auch. Ich vermute aber, es geht dir um eine andere Form von Aufmerksamkeit - die, die wir Männer so nicht bekommen, weil das in unserer Gesellschaft nur Frauen können: Die eigenen Reize zu benutzen, um das Interesse von anderen zu wecken. Männer können das zwar auch über Auto, Geld, Kleidung, aber das sind keine körperlichen Reize, die zum Einsatz kommen.

Zitat
Aber verglichen mit dem Repertoire weiblicher Modemöglichkeiten ist das so gut wie nichts. Weibliche Mode ermöglicht verschiedenste Inszenierungen. Die auch tief hinein greifen in die Formung des Körpers. Was allein schon all die BH-Varianten an optischen Veränderungen bewirken ...

Stimmt. Aber liegt das am Mann sein oder an der Gesellschaft, die das nicht vorsieht? Ich denke nicht, dass das der Fluch des Mannes ist, sondern eine Frage der Erwartungen. Frauen wollen verführen und setzen dafür ihren Körper ein. Männer wollen beschützen und verführt werden. Die Gesellschaft erwartet es heute schlicht nicht, dass sich ein Mann körperlicher Reize bedient um Frauen zu verführen. Das gab es mal mit dem bis zum Bauchnabel offenen Hemd der südländischen Männer oder der sichtbaren Brustbehaarung, aber auch das sehen Frauen heute nicht mehr unbedingt als ansprechendes Signal an. ;) Vielleicht hat sich einfach das Wertebild und die Erwartungshaltung der Frau so geändert, dass sie solche Reize bei einem Mann nicht erwartet und sogar ablehnt.

Zitat
Ja, das fehlt mir als Mann. Mit meinem Körper spielen zu können.

Das kannst du doch, nur die Reaktionen sind nicht die erwarteten. ;) Denn das, worum es dir eigentlich gehen dürfte, ist ja, die gleichen Reaktionen bei anderen hervorzurufen, wie eine Frau, die diese Mittel einsetzt. Erst diese Reaktionen und die Aufmerksamkeit geben der Sache ja einen Sinn.  Raffa ist da übrigens ein schönes Beispiel, sie hat dazu gerade ein Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=liM_iRZu0ek

Zitat
Manchmal möchte ich eben gerne Beute sein.

Ich kann das nachvollziehen. :) Das ist eben eine Erfahrunge, die wir als Mann so nicht machen können - und, so vermute ich mal, auch die zentrale Motivation der meisten en femme Crossdresser.
Ich bin ein Mensch mit Irritationshintergrund.

Normality is a paved road: it’s comfortable to walk, but no flowers grow. - Vincent van Gogh

rockability

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #28 am: 03.10.2017 12:50 »
Und das ist es, was ich so faszinierend finden. Frauen haben mehr Möglichkeiten ihre Körper modisch in Szene zu setzen. Ja, ich kann als Mann auch knallenge Hosen anziehen. Und T-Shirts, die sich an Oberkörper schmiegen. Aber verglichen mit dem Repertoire weiblicher Modemöglichkeiten ist das so gut wie nichts. Weibliche Mode ermöglicht verschiedenste Inszenierungen. Die auch tief hinein greifen in die Formung des Körpers. Was allein schon all die BH-Varianten an optischen Veränderungen bewirken ...

Ja, das fehlt mir als Mann. Mit meinem Körper spielen zu können.


Viele Grüße
Josef
Da habt ihr die Antwort, um welche es sich hier insgeheim im Forum immer wieder dreht.

Hallo Steffish und Joe

Frauen haben mehr Möglichkeiten ihre Körper modisch in Szene zu setzen.
Da verallgemeinerst Du aber stark und gehst wohl gedanklich von weiblichen Models aus. So eine Figur haben die Wenigsten und manche leiden auch unter ihrem von der Norm abweichenden Körper. Auch als Mann kann man einiges erreichen was eine gute Optik betrifft, aber auch hier gibt es natürlich wieder unterschiedliche anatomische Grenzen.
Androgyne Models sind eh kein Rolemodel. Josef meint die Figur der gewöhnlichen Frau. Eine Frau mit Makeln kannfigurmäßig immer noch mehr aus sich raus holen als der schlankeste Mann ohne Makel. Genau um die anatomischen Grenzen geht es, die es bei Frauen ned gibt.

Ich habe mehr Kleider als Röcke aber optisch wäre mir ne Handvoll auch ansprechender, da bisher die einzige Kurve an meinem Körper der Po ist der meine Kleider betont. Alles andere erinnert an einen Zahnstocher und sieht objektiv betrachtet, ziemlich langweilig aus, das auch ein T-Shirt erfüllen könnte.

Aufmerksamkeit bekommst du als Mann im Rock aber auch.
Das ist nicht die gleiche Aufmerksamkeit, die eine Frau bekommt oder ein Mann erwartet von einer Frau zu bekommen. Männer haben keine evolutionär ausgestellten Reizmerkmale wie Frauen. Ein offener Hosenstall wird wohl eher als obszön aufgenommen werden. ;) Die menschliche Frau ist der einzige Säuger, bei denen die Brüste exponiert sind, dass sie auch als sexuelles Lockmittel dienen. Bei Primaten sind es die Pobacken. Wenn ein Mann weibliche Reize imitiert, bekommt er für gewöhnlich die Aufmerksamkeit von Männern und ned von Frauen. Das steht deshalb konträr zu der Motivation heterosexuelle Crossdresser.

Zitat
Stimmt. Aber liegt das am Mann sein oder an der Gesellschaft, die das nicht vorsieht?
Es liegt an biologischen Tatsachen als an der Gesellschaft. Es ergibt keinen Sinn, dass ein Mann eine weibliche Brust imitiert, die keine biologische Funktion erfüllt, außer das, was ich bereits genannt habe, für einen besseren Sitz und eine bessere und vielfältigere Optik der Kleidung. Nur wird sich jeder fragen, warum dann keine Kleidung gewählt wird, die der angeborenen Körperform folgt.

Zitat
Ich denke nicht, dass das der Fluch des Mannes ist, sondern eine Frage der Erwartungen. Frauen wollen verführen und setzen dafür ihren Körper ein. Männer wollen beschützen und verführt werden.
Männer sollen verführen und werden ned verführt.

Zitat
Die Gesellschaft erwartet es heute schlicht nicht, dass sich ein Mann körperlicher Reize bedient um Frauen zu verführen. Das gab es mal mit dem bis zum Bauchnabel offenen Hemd der südländischen Männer oder der sichtbaren Brustbehaarung, aber auch das sehen Frauen heute nicht mehr unbedingt als ansprechendes Signal an. ;) Vielleicht hat sich einfach das Wertebild und die Erwartungshaltung der Frau so geändert, dass sie solche Reize bei einem Mann nicht erwartet und sogar ablehnt.
In allen Epochen galt ein haarloser Körper als Schönheitsideal. Brusthaare können weiß gott ni als sexuelles Merkmal oder körperlichen Reiz herhalten. Mir fiele bei Männern höchstens die Braguette ein, die man mit dem BH vergleichen könnte. Aber das hilft alles wenig, dass weibliche Oberteile oder Kleider perfekter sitzen.

Mache doch mal folgendes Experiment. Schau dir Männer mit Bart und Brusthaaren in gedeckten Farben an und
dann den gleichen Mann in fließenden Stoffen und hellen Farben, was auf den ersten Blick ungepflegter erscheinen mag. Das wär so meine Erklärung, warum Männer hauptsächlich auf dunkle Farben zurückgreifen oder es von ihnen verlangt wird.

Zitat
Ja, das fehlt mir als Mann. Mit meinem Körper spielen zu können.
Das kannst du doch, nur die Reaktionen sind nicht die erwarteten. ;) Denn das, worum es dir eigentlich gehen dürfte, ist ja, die gleichen Reaktionen bei anderen hervorzurufen, wie eine Frau, die diese Mittel einsetzt.[/quote]
Das meint er doch. Der Unterschied ist aber, dass er die Reaktionen nicht bei anderen hervorgerufen sehen möchte, sondern bei Frauen, ohne dass diese den Mann als Frau(lich) sehen.

Zitat
Erst diese Reaktionen und die Aufmerksamkeit geben der Sache ja einen Sinn. Raffa ist da übrigens ein schönes Beispiel, sie hat dazu gerade ein Video gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=liM_iRZu0ek
Oh Gott. Das ist es doch. Welche heterosexuelle Frau würde sich davon angesprochen und angezogen fühlen?

Zitat
Ich kann das nachvollziehen. :) Das ist eben eine Erfahrunge, die wir als Mann so nicht machen können - und, so vermute ich mal, auch die zentrale Motivation der meisten en femme Crossdresser.
Das würde voraussetzen, entgegen aller Meinung hier, dass die meisten Crossdresser schwul oder wenigstens Bi seien, da von den Frauen sowas ned wirkli an Männern favorisiert wird.



Offline MAS

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Re: Wärst Du lieber eine Frau?
« Antwort #29 am: 03.10.2017 15:02 »
Das Hosentabu galt hauptsächlich in unseren westlichen Breitengraden. Im Orient (Islam ausgenommen) sowie im alten Ägypten trugen Frauen schon immer Hosen.

Auch im Islam bzw. genauer im türkischen Bereich waren die sog. Haremshosen unter Frauen üblich.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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