Autor Thema: Kleid statt Smoking - Modische Männer erobern die Met-Gala  (Gelesen 5388 mal)

Offline Skirtedman

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Schaulaufen oder Selbstdarstellung kann viele Formen haben .

Oh ja, das hast Du richtig erkannt! (Siehe da!)

Du machst Dein Schaulaufen in Deiner ummauerten Blase.

Okay, Du hast neulich vor kurzem auch mal Versuche gestartet, im Kino oder im Restaurant so aufzulaufen. Also ganz so uninteressiert, Dein Rocktragen auch ausserhalb dieser gut beleuchteten Blase zu etablieren, scheinst Du ja doch nicht (zumindest gewesen) zu sein.

Mir kamen andere inzwischen schon etwas zuvor, die Deine Einstellung versucht haben, ein wenig zu analysieren. Ich will mich aber auch damit nicht zurückhalten.

Und du gehst zu Aldi zum Schaulauf und hoffst im Stillen das dir die Kassiererin ein paar warme Worte schenkt die dein Ego und Selbstbewusstsein pushen. Und hinterher wird dann mit stolz geschwellter Brust berichtet wie sie begeistert war. So weit der Wunschgedanke. Aber wie oft passiert das. Einmal im Monat oder einmal Jahr?

Darüber hier zu berichten, ist doch genau der richtige Ort, wo wir uns gegenseitig unterstützen können, tiefeingebrannte Hemmungen loszuwerden. Was stört Dich denn daran, über diese kleinen erfreulichen Dinge zu berichten, dass man unter Menschen eben NICHT AUSGEGRENZT wird, sondern irgendwie WIE EIN relativ NORMALER MENSCH behandelt wird?

Ich lese da immer eine gehörige Portion Neid heraus, wenn Du, Timper, Deine Kritik daran immer wieder wiederholst und solche kleine, nette Erlebnisse schon fast verhöhnst.

Ich weiss nicht, Timper, da der Rock nicht zu Deiner Alltagskleidung zählst, wie Du sonst eben Dich für den Alltag anziehst. Kann es sein, dass Du irgendwann von irgendwem mal zu hören bekamst, dass dies oder jenes Dir besonders gut steht? Von Deiner Ex? Von Deiner Mutter? Einer Angebeteten? Von Kolleginnen? Kann das sein, dass Du aufgrund dieser "Empfehlungen" Deinen Alltagsstil darauf ausgerichtet hast? Kann es sein, dass Du von Alltag zu Alltag immer sehr, sehr ähnlich in einem ziemlich eng zu fassenden Stil gekleidet bist?

Kann es aber auch sein, dass Du irgendwie ein, zwei Lieblings-T-Shirts hast - mit besonderer Farbe. Oder mit irgendeiner besonderen Aufschrift?

Und so wird es sicherlich Tage geben, wo Du besonders viel Lust darauf hast, diese besonderen Lieblingsstücke anzuziehen. Aus Lust und Laune, weil Du einfach Bock darauf hast, dieses eine T-Shirt heute mal anzuziehen!

Timper, so geht es uns auch. Wir haben auch immer mal Lust und Laune, etwas, was wir besonders mögen, anzuziehen.

Und ich kann von mir nun sagen, dass ich ausser im Bett und unter der Dusche sonst immer irgendwie Kleidung um mich herum an meinem Körper habe. So, wie Andere besonders gerne Menschen um sich herum haben, mit denen sie besonders gut klarkommen, möchte ich mit der Kleidung, die mich die ganze Zeit umgibt, jene Kleidungsstücke tragen, mit denen ich besonders gut klarkomme.

Ich habe keine Lust, mir das auf die Zeit für ein paar Stunden am Wochenende aufzuheben. Ich habe Lust, das immer frei wählen zu können.

Und wenn ich bei Helga vom Aldi an der Kasse stehe, dann weil ich eben Einkaufen bin, nicht um von Helga gelobt zu werden.

Wenn Helga mir was Nettes sagt, habe ich trotzdem nichts dagegen. Kleine Nettigkeiten helfen zu erkennen, dass man trotz wegen seines abweichenden Verhaltens dennoch als Mitmensch anerkannt wird.

Und das sind die Momente, die den Alltag versüßen können. Aber nicht dieser Moment ist mir wichtig. Wichtig ist der ganze Tag und die Kleidung, in der ich stecke. Und die will ich frei wählen können, so wie das die andere Hälfte in unserer Gesellschaft ja auch tut.

Offline Skirtedman

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Zurück zum Thema.

Ich habe mir den Beitrag von SWR2 (mit erschreckend vielen Rechtschreibfehlern) durchgelesen und die Bilder und Short Videos angeschaut (den Podcast von 20 Minuten hatte ich glaubich schon mal in Gänze gehört).

Aber ich hatte mir letztlich mehr erhofft, vor allem, was die visuellen Botschaften anbelangt. Vor allem hatte ich aufgrund Eurer Beiträge mir mehr für uns zielführenderes erhofft.

Aber immerhin: es ist gut, dass dieses steife Hemd-Frack-Fliege-Gehabe aufgebrochen wird. Und einige wohl modische Elemente aufgreifen, die bisher nur an Frauen denkbar waren.

Einschränkend muss ich aber wiederum sagen, dass es ja schon eine Art Kostümparty war, die auch noch im Zeichen einer Modeikone (Karl Lagerfeld) stand. Mit Alltag hat das nichts zu tun. Wer weiss, es wird aber zumindest ein kleines My auch in den Alltag ausstrahlen.

Vor allem schön, dass in dem SWR-Text gemutmasst wird, dass vielleicht auch Röcke bald (oder immer mehr) in die Männerkleiderschränke einziehen werden.

Schade jedoch - das stört mich immer wieder - dass das dann zumindest mehr oder weniger wieder mit den Stichworten "queer-gender-genderfluid" (siehe Internetadresse oder im Text) in Verbindung gebracht wird. Ich will als handelsüblicher Mann nicht queer sein müssen, um ähnliche Freiheiten zu haben wie die Frauen.

Offline Timper

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[Und du gehst zu Aldi zum Schaulauf und hoffst im Stillen das dir die Kassiererin ein paar warme Worte schenkt die dein Ego und Selbstbewusstsein pushen. Und hinterher wird dann mit stolz geschwellter Brust berichtet wie sie begeistert war. So weit der Wunschgedanke. Aber wie oft passiert das. Einmal im Monat oder einmal Jahr?
Sei froh das du nicht in ihre Köpfe sehen kannst.
 Schaulaufen oder Selbstdarstellung kann viele Formen haben .
 Ich hab’s jedenfalls nicht nötig Helga an der Kasse mich als „toller Hecht?“ zu präsentieren wie es hier viele praktizieren.
 Übrigens die Festivals von denen du  berichtest sind ebenso Anlässe zum Schaulauf. Also praktizierst du das genauso.

Ich hoffe auf gar nix, wenn ich im Rock zum einkaufen gehen würde. Höchstens akzeptiert zu werden.
Viele Menschen tun sich mit Kritik schwer, deswegen gibt es kaum welche, aber natürlich ist es schön ein Lob zu bekommen.
Positive Verstärkung nennt man es in der Psychologie.

Auf den Festivals habe ich einfach gemerkt, dass ein Kiltähnlicherr Rock im Sommer ein schönes luftiges gemütliches Kleidungsstück ist.
Den ich dann auch an habe, wenn ich im Lager sitze. Also nicht laufe.
Da ist mir die Gemeinschaft mit guten Freunden und der Spaß wichtiger als alles andere, weil das macht das Leben aus.
Es ist wohl eher so das du bei Festivals unter deines gleichen bist.
So stichst du weniger aus der Menge raus. Der Wohlfühlfaktor wird da dann größer. Ein Teil der Menge., der Gleichgesinnten.
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Offline Timper

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Wie ich sonst rumlaufe ? Ganz normal. Und stell dir vor mir gefällts. Ich muss mich nicht ständig präsentieren.
Neid? Auf was? Ich kann doch zu jeder Zeit anziehen was ich will. Außer im Job. Da gibt’s Dienstkleidung.
Ich muss mich nicht ständig als toller Hecht zeigen. Ein Bedürfnis danach gibt’s nicht. Ich muss nicht mit dem Weinglas im Röckchen posieren und Lob einsammeln.
Wenn ihr das Lob bei Aldi braucht sei es euch gegönnt. Es wird nur zu oft überhöht und als Dammbruch charakterisiert.  Als wenn jetzt alle das als tollsten Trend begrüßen. Das sind lediglich nur einzelne Menschen.
Übrigens bewegst auch du dich in einer Blase nämlich deinem näheren Umfeld. Deinen Bekannten, Verwandten ggf Kollegen, deinen Stadtteil. Vertrautes Gelände. Es vermittelt Vertrauen. Wenn du aber aus dieser Blase rausgehst sieht’s anders aus. Deine Sinne werden wacher, du achtest mehr auf dein Umfeld und die Reaktionen. Eine neue Blase. Sie vermittelt Unsicherheit.
Fazit jeder hat irgendwie eine Blase.
Das hier Kritische Anmerkungen zur Realität nicht auf fruchtbaren Boden fallen ist klar. Es kratzt am vermeintlich Wunschdenken. Wunschdenken was durch diese Promi Berichte genährt wird.
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Offline Skirtedman

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Ich hoffe auf gar nix, wenn ich im Rock zum einkaufen gehen würde. Höchstens akzeptiert zu werden.
...
Auf den Festivals habe ich einfach gemerkt, dass ein Kiltähnlicherr Rock im Sommer ein schönes luftiges gemütliches Kleidungsstück ist.
Den ich dann auch an habe, wenn ich im Lager sitze. Also nicht laufe.
Da ist mir die Gemeinschaft mit guten Freunden und der Spaß wichtiger als alles andere, weil das macht das Leben aus.
Es ist wohl eher so das du bei Festivals unter deines gleichen bist.
So stichst du weniger aus der Menge raus. Der Wohlfühlfaktor wird da dann größer. Ein Teil der Menge., der Gleichgesinnten.

Das geht auch ganz normal unter Alltagsleuten...!

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Offline Timper

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Na das ist wohl eher die Blase der Vertrauten und Bekannten in deiner näheren Umgebung. Ich vermute mal das deine Stadt so groß das sich alle kennen.
Also auch fast Festival.
Vielleicht denken die dann das ist der merkwürdige von x y.  Den kenne ich , den sehe ich jeden Tag. Fällt nicht mehr auf.
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Ja, und?

Wer will was anderes?


Also auch fast Festival.

So wird das Leben zu einem immerwährenden Fest. :)

Offline Timper

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Ja na ist ja alles perfekt bei dir. Der Gewöhnungsfaktor für komische Menschen hat dann sicher maximalen Erfolg. Niemand beachtet es noch.
Gratuliere 😉👍🏻
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... letztendlich geht's wirklich darum sich ganz normal zu kleiden.

Und normal heißt dann eben nicht mehr für einen Mann: normal in Hosen. Sondern es wird egal sein, ob ich Hose oder Rock trage.

Es geht dann nicht darum: "der spinnt ja" - sondern das Outfit passt oder könnte verbessert werden. Mann kann auch in Hosen sehr bescheuert gekleidet sein.

Diese Normalität wünsche ich mir. Und ich denke diese Normalität kann man im Alltag leben. Wenn ich weiterhin als der Gleiche unabhängig von meinem Outfit wahrgenommen werde, wird unser Umfeld für alle vielfältiger.

Mehr als in meinen Umfeld kann und will ich gar nicht wahrgenommen werden.

VG
Jens
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Offline Timper

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Da hast du ja nicht unrecht. Aber das ist in weiter Ferne und ob das jemals kommt, ist aus verschiedensten Gründen ungewiss.

Und wenn es so käme, was sollte man dann anziehen, damit es wieder außergewöhnlich ist. Ich jedenfalls will gar nicht, dass es Alltag wird.
 Frauen ziehen Ballkleider auch nur zu gewissen Events an.
Was in meinen Augen viel wichtiger ist das jeder sich kleiden kann ohne Anfeindungen. Von mir aus auch merkwürdig.
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Ja, kleiden ohne Anfeindungen, ohne demonstratives Umdrehen, ohne blöd von unten nach oben angeschaut zu werden - das ist gelebte Vielfalt. Das tut einer Gesellschaft gut. Das hilft Allen - nicht nur Männern, die Röcke tragen wollen.

Und in so einer Normalität kann so ein kleines Pflänzchen, wie der Rock am Mann, erwachsen werden.

Klar, das liegt noch in einer ungewissen Zukunft. Doch dass es Frauen mit richtig viel Einsatz geschafft haben, die freie Wahl für sich zu erobern, sollte uns Männer Ansporn sein auch Einsatz zu zeigen.
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Zurück zum Thema.

...
Schade jedoch - das stört mich immer wieder - dass das dann zumindest mehr oder weniger wieder mit den Stichworten "queer-gender-genderfluid" (siehe Internetadresse oder im Text) in Verbindung gebracht wird. Ich will als handelsüblicher Mann nicht queer sein müssen, um ähnliche Freiheiten zu haben wie die Frauen.

Diese Erklärungsnot "Wie kann ein normaler Mann bloß auf die völlig abwegige Idee kommen und Röcke tragen?" - mit "queer-gender-genderfluid" zu beantworten, närvt mich auch. Hier wünsche ich mir Normalität und die kann jeder nur selbst in seinem Umfeld leben. 
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Offline tbz

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Das geht auch ganz normal unter Alltagsleuten...!

ui, habt ihr "Wer bin ich" gespielt. ? :-) Ganz schön große Gruppe.   .... Sorry...  :o

~1Km vom Ort der Fotos entfernt hat sich meine Frau mit nem Müllmann heute morgen angelegt der meine BeKLEIDung recht unfreundlich und länger kommentieren musste.  2h später und 1Km weiter dann gegenteilige Kommentierungen. #Seufz

Was in meinen Augen viel wichtiger ist das jeder sich kleiden kann ohne Anfeindungen. Von mir aus auch merkwürdig.

Ja. auch wenn ab und an unangenehme Reaktionen kommen, habe ich dennoch den Eindruck, wir sind als Gesellschaft hier schon viel entspannter. 
Im Herzen des digitalen Universums, wo Code auf futuristische Beats trifft 🎵. Mein Stil? Ein kosmisches Zusammenspiel von Kleidern & Röcken. Zwischen Sci-Fi, Mode und Musik. 🌌👗🎧

Offline MAS

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Du widersprichst dich. Einerseits betonst du deine Unabhängigkeit und Freiheit und Autonomie bei deinen Röcken aber zeitgleich möchtest du Zustimmung, Anerkennung. In dem Moment wo ich mir Zustimmung wünsche bin ich nicht wirklich autonom. Was wäre wenn dir die Menschen wirklich sagen was sie denken. Das meiste ist nur Honig ums Maul schmieren. Die wenigsten sind ehrlich wenn sie sich äußern. Würdest du oft Ablehnung bei deiner Kleidung erfahren würdest du was ändern. Aber den meisten Passanten ist es einfach egal.
Dieses sich ständig präsentieren ( schaut mal ich im Rock ) ist auch Imponiergehabe. Als wenn Vögel ihr Gefieder aufstellen.
Wenn ich sehe wie manche sich ständig als Gockel mit Rock ablichten ist das nichts weiter als Selbstdarstellung, Geltungsbedürfnis oder wie du sagst Imponiergehabe.
Ja man ist ja schon geknickt wenn mal nichts geschrieben wird.
Aber wer’s braucht…..
Übrigens wo habe ich was geschrieben von Autonomie. Ganz im Gegenteil.
Geltungsbedürfnis ist genau das Gegenteil von Autonomie. Es lebt von der Beachtung, Betrachtung, Beurteilung anderer. Und in der Regel positiver Rückmeldung. Gibt es keine Rückmeldung ist die Luft raus, die Spannung erlischt. Am Ende wird es zur Enttäuschung.

Timper, ich hatte schon heute Morgen eine Antwort geschrieben, aber dann klingelete das Telefon und dann mussten wir zum Zug, so dass ich es jetzt nochmal schreibe:

Wer gänzlich autonom sein möchte, sollte Einsiedler werden. Wenn man aber in der Gesellschaft lebt, ist man immer auch auf andere Menschen angewiesen.

In Bezug auf das Rocktragen mache ich es so, dass ich es auch notfalls gegen Widerstand durchziehe und auch schon gegen Kritik verteidigt habe. Wohler fühle ich mich aber, wenn die Mitmenschen es zumindest tolerieren und ihre Ablehnung nicht lautstark verkünden oder besser noch respektieren und mich im Rock akzeptieren. Und das ist ja auch meistens der Fall.

Und ja, man kann es durchaus so sehen, dass ich im Rock auch imponieren will, als emanzipierter Mann, und dass ich will, dass die Mitmenschen mich sehen und sich so an den Anblick eines rocktragenden Mannes gewöhnen. Und ja, ich bin auch etwas stolu darauf, die Widerstände, die von andeen aber vor allem auch von mir selbst aufgebaut wurden, überwunden zu haben. Und es gab und gibt ja auch Menschen, die mich darin unterstützt haben und weiterhin unterstützen, dadurch, dass sie für mich Vorbilder sind oder sich wohlwollen äußern oder zumindest ihre Abneigung für sich behalten. Ja, auch durch letztere fühle ich mich unterstützt.

LG, Micha
Wer das Leben ernst nimmt, muss auch über sich lachen können.

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Offline JJSW

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Was in meinen Augen viel wichtiger ist das jeder sich kleiden kann ohne Anfeindungen. Von mir aus auch merkwürdig.

Ja das kann ich inzwischen. Ich ziehe an was ich will und geh so raus. Also alles gut 😊

Manchmal kleide ich mich unauffällig, manchmal auffällig, und sicher auch manchmal seltsam.

Natürlich gibts immer wieder mal Passanten, die komisch gucken oder das Gesicht verziehen. Das sind für mich aber noch keine Anfeindungen.
Mir gefällt auch nicht alles, was andere tragen. Und ich muss nicht jedem gefallen.

Aber hörbare negative Kommentare gabs in den letzten Jahren nur zweimal aus einem vorbeifahrendem Auto gerufen.
Angenehme Kommentare gibts dagegen immer mal wieder. Nicht so oft wie bei Lars aber immerhin.

Wenn meine Mitwelt (Will nicht immer Blase sagen) mich akzeptiert wie ich bin, reicht das doch schon.

Grüßle
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
und genießt das Röcketragen


 

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