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Sari

Aktualisiert am: 21.02.11

Indisches Gewand, das heute praktisch nur noch von Frauen und Transvestiten getragen wird. Besteht aus einer Stoffbahn von ca. 1,10 x 6 m, wovon ca. die Hälfte kunstvoll um die Hüften geschlungen wird, die andere Hälfte wird über den Oberkörper drapiert und endet meistens in einer langen Schärpe. Traditionell aus Baumwolle oder Seide, die Modewelt nutzt aber alle verfügbaren Stoffe. Jede Gegend und jede Kaste Indiens hatte ihren eigenen Stil, den Sari zu wickeln, die meisten sind aber inzwischen nur noch historisch, wenn überhaupt dokumentiert, es dominieren in der Modewelt Nivi und Gujarati Stil. Heute werden Saris in der Regel mit einem farblich passenden Unterrock und einer kurzen Bluse, die über dem Bauchnabel endet, getragen, was entweder auf moslemische oder englische Empfindlichkeiten zurückgeführt wird. Früher galten Saris als komplette Bekleidung und wurden sogar meistens brustfrei getragen. Historischen Dokumenten zufolge gibt es Saris seit Jahrtausenden und wurden ursprünglich von beiderlei Geschlecht getragen. Es heißt, daß gerade Männer sich mit prunkvollen Dekors gegenseitig zu übertreffen suchten. Ein traditioneller Sari entspricht auch dem Hindu-Ideal des ungenähten Gewandes - durchstochener Stoff gilt als unrein. Dementsprechend sind die Stoffe ungesäumt, fransen an den kurzen Enden leicht aus, die langen Seiten sind allerdings so gewebt, daß sie keinen Saum benötigen. Bluse und Unterrock passen natürlich nicht dazu. Allerdings bestanden früher die Blusen lediglich aus einem Stück Stoff, das hinter dem Rücken verknotet wurde, und Unterröcke wurden erst mit bestimmten Anstandsregeln eingeführt. Abgesehen von dem exotischen Eindruck, den ein Sari vermittelt, zögern viele auch deswegen einen zu tragen, weil das Wickeln kompliziert wirkt. Es gibt aber gute Anleitungen im Internet und Übung macht den Meister. Anleitungen zu historischen Trageweisen von Männern gibt es leider nicht.

Siehe auch: Dhoti
Lungi

Siehe auch:

  Lungi
 

Aktualisiert am: 21.02.11

Indisches rockähnliches Beinkleid für jedes Geschlecht, besteht entweder aus einer Stoffbahn aus Baumwolle oder Seide, die wie ein Sarong um die Hüften getragen wird, oder aus einem weiten Stoffschlauch, bei dem der überschüssige Stoff vor dem Bauch gefaltet wird.

Siehe auch: Dhoti
Sari


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