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Röcke und mehr... => Rund um den Rock => Thema gestartet von: Blumenrock am 15.11.2025 09:52
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Moin,
auch wenn es immer wieder Überwindung bedeutet, mit Rock und Strumpfhose in der Öffentlichkeit rum zu gehen, gibt es Tage, da macht es mir großen Spaß.
Da spüre ich mich sehr, was ich anhabe. Besonders mag ich die Begrenztheit der Strumpfhose, wie sie eng und anschmiegsam an den Beinen liegt. Wenn ich dann noch einen Damenhöschen anhabe, fühle ich mich sehr weiblich. Im Sommer genieße ich das Luftige. Auch komme ich in Rock und Strumpfhose leichter mit Menschen ins Gespräch. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite besteht darin, das ich einen inneren Zwang spüre, mich in Rock und Strumpfhose zu zeigen. Da weiß ich manchmal nicht, wo das noch hinführen soll. Ich weiß, das der Rock geschlechtslos ist und trotzdem nutze ich ihn, um in der Öffentlichkeit ein Stück Weiblichkeit zu zeigen. Außerdem kam man machen was man will, man fällt immer irgendwie mit Rock auf als Mann. In der einen Stadt mehr, in der anderen auch weniger. Auch hängt es von der Art des Rocks ab. Auf der anderen Seite mache ich die Erfahrung, wenn ich mit den Leuten rede, das die sagen, trage doch was Du willst, Hauptsache Du fühlst Dich wohl. Ich fühle mich wohl. Es gibt dann aber auch Momente, in denen es switcht, und ich mich nicht ganz so wohl fühle, wenn ich im Rock rumlaufe. Einfacher wäre das Leben wahrscheinlich ohne diesen Hang, weibliche Kleidung anzuziehen. Kleider trage ich aus dem Grund nicht, weil dann kein Verstecken mehr hilft. Es ist alles von oben bis unten weiblich. Außerdem gefällt es mir, meine langen Beine zur Geltung zu bringen. Das ist nur im Rock mit Strumpfhose irgendwie möglich, weil die Strumpfhosen die Beine schmeicheln. Die Leute sagen auch, ich hätte schöne Beine. Welche Sicht habt ihr?
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Moin,
Wenn ich dann noch einen Damenhöschen anhabe, fühle ich mich sehr weiblich... Ich weiß, das der Rock geschlechtslos ist und trotzdem nutze ich ihn, um in der Öffentlichkeit ein Stück Weiblichkeit zu zeigen.
Geschlechtslos ist ein Rock wohl vor allem (oder nur) Männern, die im Rock männlich erscheinen wollen. Da du offentsichtlich gerne Weiblichkeit ausstrahlen möchtest, ist es wohl ein Vorteil, falls der Rock nur weiblich konnotiert ist, oder?
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Moin,
Wenn ich dann noch einen Damenhöschen anhabe, fühle ich mich sehr weiblich... Ich weiß, das der Rock geschlechtslos ist und trotzdem nutze ich ihn, um in der Öffentlichkeit ein Stück Weiblichkeit zu zeigen.
Geschlechtslos ist ein Rock wohl vor allem (oder nur) Männern, die im Rock männlich erscheinen wollen. Da du offentsichtlich gerne Weiblichkeit ausstrahlen möchtest, ist es wohl ein Vorteil, falls der Rock nur weiblich konnotiert ist, oder?
da hast Du vollkommen recht. Danke für den Hinweis. Ich trage Röcke, um meine Weiblichkeit auszudrücken. Aber wenn ich einen Jeansrock mit einem fetzigen shirt trage, fühle ich mich als Mann, der Röcke trägt. Es gibt einen Teil in mir, der Röcke einfach ausdrucksstärker findet als Hosen.
:) ;) :)
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Es gibt einen Teil in mir, der Röcke einfach ausdrucksstärker findet als Hosen.
:) ;) :)
Genau das ist letztlich auch der Grund warum Frauen z.B. Röcke oder Kleider tragen. Es ist eine schöne, willkommene Abwechslung zum alltäglichen "Einerlei", in dem inzwischen auch fast alle Frauen Hosen tragen.
Es gibt dann aber auch Momente, in denen es switcht, und ich mich nicht ganz so wohl fühle, wenn ich im Rock rumlaufe.
Auch das kann jedem/jeder passieren. Zum einen braucht man eine gewisse innere Gelassenheit, wenn man z.B. durch Kleidung auffallen könnte. Die hat man nicht immer und schon gar nicht jeden Tag. Zum anderen kann sich Kleidung in einem Umfeld oder bei einem Anlass gut und passend anfühlen und in einem anderen Umfeld oder bei einem anderen Anlass eben auch als unpassend z.B. overdressed, wenn alle um einen herum in "abgewetzten Jeans" unterwegs sind, während man selbst in einem schönen Rock oder Kleid unterwegs ist.
Das kann immer mal passieren, weil man nicht immer vorhersehen bzw. ahnen kann, in was für Situationen man im Laufe des Tages so kommt. Im besten Fall fällt man anderen auf und wird nett angesprochen und hat schöne Gespräche. Ausgefallene Kleidung signalisiert anderen oft nonverbal, dass man gerne gesehen werden und Kontakt haben möchte.
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Hallo Blumenrock,
vielen Dank für deine Ausführungen. Ich kann sie zum größten Teil nachempfinden. Auch mich reizt "die Begrenztheit der Strumpfhose" und "das Luftige", wenn ich einen Rock trage. Darum trage ich im Sommer - zumindest zu Hause - fast nur noch Röcke. In der Öffentlichkeit kommt es auf die Veranstaltung an. Auch für mich ist es immer wieder eine Herausforderung.
Nur zu unseren Treffen im Unperfekthaus Essen fahre ich ganz entspannt. Und dann gibt es schöne Erlebnisse wie das folgende: Als ich am Freitagabend das Parkhaus in Essen verließ, um zum Unperfekthaus zu gehen, kam mir ein Pärchen (um die 40) entgegen. ER bemerkte ganz verwundert: "Du hast ja einen Rock an!" Meine spontane Erwiderung "Ja, ist doch chic, nicht wahr?". Leider ergab sich keine Gelegenheit für ein längeres Gespräch mit den beiden.
Was für dich das Tragen von Damenhöschen bedeutet, das ist für mich die Kombination meiner (Jeans)Röcke mit einem oder mehreren Unterröcken. Gerade bei einem weiten (Jeans)Rock wie am Freitagabend ist das von Vorteil. Am Freitag hatte ich z.B. zwei frisch gestärkte weiße Batist-Unterröcke unter dem weiten Jeansrock und darunter noch einen Nylonrock angezogen, so dass die weite Form des Jeansrockes gut zur Geltung kam. Das Spüren dieser Stofffülle unter meinen Röcken finde ich einfach genial - und auch weiblich. Insofern haben wir offenbar etwas gemeinsam ...
Viele Grüße
Radix
Moin,
auch wenn es immer wieder Überwindung bedeutet, mit Rock und Strumpfhose in der Öffentlichkeit rum zu gehen, gibt es Tage, da macht es mir großen Spaß.
Da spüre ich mich sehr, was ich anhabe. Besonders mag ich die Begrenztheit der Strumpfhose, wie sie eng und anschmiegsam an den Beinen liegt. Wenn ich dann noch einen Damenhöschen anhabe, fühle ich mich sehr weiblich. Im Sommer genieße ich das Luftige. Auch komme ich in Rock und Strumpfhose leichter mit Menschen ins Gespräch. [...]
Welche Sicht habt ihr?
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Auch ich kann mich allen Äußerungen anschließen und finde das Gefühl von Stumpfhose mit Rock oder Kleid sehr angenehm. Will zwar weiter Mann sein, aber ich mag meine weibliche Seite zeigen, was ja auch meine langen Haare zeigen und seitdem ich nur im Rock/Kleid in der Öffentlichkeit unterwegs bin, schwindet die Unsicherheit total und daher werde ich sehr selten angesprochen. Danke an Blumenrock für das Thema. LG Ludwig
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Ich kann hier vieles gut nachempfinde.
Wir haben ja auch hier schon darüber diskutiert, also über Männlichkeit, Weiblichkeit und Genderneutralität der Kleidung und Accessoires: https://www.rockmode.de/index.php?topic=10263.0 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10263.0)
LG, Micha
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Ein schönes Thema, danke dafür. Ich bin ja wie schon öfters erwähnt, über die Strumpfhose zum Rock gekommen und genieße es auch heute noch so unterwegs zu sein.
Es gibt aber auch Tage, wie bei vielen hier, da will ich nicht mit FSH und Rock unterwegs sein, sondern besser als graue Maus meine Einkäufe erledigen. In meinem Freundeskreis bin ich nicht geoutet und auch nicht bei meiner Familie, außer bei meiner Frau.
Ich glaube nicht, dass das tragen von Strumpfhosen und Röcken von Männern als Gesellschaftsfähig angesehen werden wird, zumindest nicht so lange ich Lebe.
Wäre schön, wenn ich mich irre.
LG Peter
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Gesellschaftsfähig... das kommt ganz darauf an, in welchem Stil, in welchem Zusammenhang, in welcher Umgebung, zu welchem Anlass. Ich bin ja regelmäßig in Clubs und zu Konzerten unterwegs, wo sich ua. die schwarze Szene zu ihren Partyabenden trifft und niemand stört sich. Klar ist man am Anfang ein Blickfang, aber da die Szene ohnehin nicht im Mainstream erscheint ist das so ungewöhnlich auch nicht. Gepflegtes Schwarz im Gothic Styl stört niemand. Im Gegenteil, ich glaube eher das das einen edlen extravaganten Eindruck macht. Das ist eben anderes, dem Anlass angemessen. Ein Bekannter meinte, man ist eben auffällig und ungewöhnlich. Gut so. Fr und Samstag war es hervorragend damit.
Die Jeansfraktion wird damit natürlich wenig anfangen können.
Und Blümchen Kleider mit Spaghettiträger in Rosa im Supermarkt ist natürlich anders. Aber wer will denn schon sowas tragen?
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Ich glaube nicht, dass das tragen von Strumpfhosen und Röcken von Männern als Gesellschaftsfähig angesehen werden wird, zumindest nicht so lange ich Lebe.
Wäre schön, wenn ich mich irre.
LG Peter
Lieber Peter,
ich habe nicht den Eindruck, in Rock mit oder ohne FSH oder entsprechenden Leggings als nicht gesellschaftsfähig angesehen zu werden. Andernfalls wäre es wohl nicht gelitten, meine Lehrveranstaltungen so abzuhalten.
LG, Micha
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Ja, sehe ich ähnlich.
Man kann sich natürlich lebenslang "einen Kopp drum machen",
oder man fängt vor seinem Lebensende schon mal damit an, sich mehr Freiheiten zu gönnen. Dann hat man von den Möglichkeiten, die heute schon möglich sind, zumindest schon mal profitiert.
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Ich trage auch sehr gerne Strümpfe (mit Halter, halterlose nerven nur) oder FSH (und fast immer hohe Schuhe) zum Rock, wenn es kälter wird .
Ich mache das auch ganz normal im Alltag, auch wenn ich nur zu Lidl oder Aldi einkaufen gehe.
Tatsächlich ist das viel gesellschaftsfähiger als ich selbst früher gedacht habe, es interessiert einfach niemanden und macht auch keinen Unterschied, als ob ich in Jeans und Sneaker unterwegs wäre…
Sitze gerade im Flughafen und warte auf meinen Flug, auch hier juckt es niemanden, dass ich einen Rock, schwarze Strumpfhosen und hohe Stiefeletten trage….
Ja bei der Sicherheitskontrolle musste ich die Stiefeletten ausziehen und durchleuchten lassen, aber nicht ein Spur irgend eines komischen Kommentars oder Blicks…
Fazit: einfach machen.
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Ich glaube nicht, dass das tragen von Strumpfhosen und Röcken von Männern als Gesellschaftsfähig angesehen werden wird, zumindest nicht so lange ich Lebe.
Wäre schön, wenn ich mich irre.
LG Peter
Lieber Peter,
ich habe nicht den Eindruck, in Rock mit oder ohne FSH oder entsprechenden Leggings als nicht gesellschaftsfähig angesehen zu werden. Andernfalls wäre es wohl nicht gelitten, meine Lehrveranstaltungen so abzuhalten.
LG, Micha
Lieber Micha, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich meinte eher, dass der Rock und die Strumpfhose am Mann wohl auf absehbare Zeit, nicht von der Gesellschaft als vollkommen normal angesehen wird. Ich stelle ja auch immer mal wieder fest, wenn ich mit Rock und Strumpfhose unterwegs bin, dass es niemanden wirklich interessiert, was darüber gedacht wird, weis ich natürlich nicht. Bei dir auf dem Campus, sind sie wahrscheinlich aufgeschlossener, was ich sehr schön finde.
LG Peter
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Lieber Peter,
als vollkommen normal nicht, da gebe ich Dir recht. Wären sie das, bräuchten wir dieses Forum nicht.
Aber es normalisiert sich so allmählich in einzelnen Teilbereichen der Gesellschaft, z.B. in Unis. Unis sollten da ja auch als Vorbilder vorausgehen, finde ich.
LG, Micha
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Moin,
Gefühle bei Rock und Strumpfhose.......
Bei dem aktuellen Wetter habe ich ein wärmendes Gefühl an meinen Beinen......
Noch bin ich im Jeans-Rock bzw. Wollrock unterwegs und nutze FSH als wärmendes Bekleidungsteil.
Mann im Rock tägich in einer Kleinstadt unterwegs, beim Einkaufen, auf dem Weg von und zur Arbeit..........
ich werde selten angesprochen und wenn positiv, meistens von Frauen.
Unseren Fundus an FSH´s nutzen meine Frau und ich übrigens gemeinsam.
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Die Jeansfraktion wird damit natürlich wenig anfangen können.
Und Blümchen Kleider mit Spaghettiträger in Rosa im Supermarkt ist natürlich anders. Aber wer will denn schon sowas tragen?
Jeder, der Bock darauf hat.
So, wie Du Bock hast auf 'Dunkelbunt' und auf Schminke.
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Zurück zum Thema!
...ein sehr vielschichtiges Thema. Will ich zunächst mal anfangen mit einem Blick auf meine früheren Zeiten.
Ich fand es schon immer reizend, fsh-bestrumpfte Beine mit meinen Händen zu streicheln. Gekannt und allmählich gekonnt habe ich das an Mädchenbeinen. Es war eine sehr sinnliche Wahrnehmung auf verschiedenen Ebenen. Und natürlich konnte man so auch austesten, wie sehr die betreffende einem zugeneigt war, je nachdem wie weit man da gehen konnte.
Selbst als ich bereits Röcke trug - vor allem zuhause - kamen mir FSH am eigenen Bein eigentlich nie in den Sinn. Und als mich Mutter und Schwestern mal in FSH stecken wollten zu einer Fastnachtsverkleidung (als Mädchen), habe ich mich vehement dagegen gewehrt - aber dann doch über mich ergehen lassen.
Später war es dann genau zu Fastnacht, wo ich selbst FSH trug. Und da war es ein sinnliches Erlebnis, als dann in dunklen Eckchen sich die neue Flamme und ich uns gegenseitig die FSH entlang streichelten. Ja, für die Mädels war es auch immer eine neue Erfahrung.
Meine ersten FSH habe ich übrigens, völlig unwissend, nach der Schuhgröße gekauft. Zufällig haben die dann auch tatsächlich gepasst. Auch unterm Jahr (Winterhalbjahr) hab ich einige Male, ein, zwei Winter, mal FSH zum kurzen Rock getragen, zumeist zum Mädelsauffreißen oder Vorstufen davon. Da frequentierte ich häufig in der Nachbarstadt eine Anmach-Kneipe.
Die machte alsbald auch in meiner Stadt auf, dort war ich aber nicht zugange, da ich damals noch nicht alten Bekannten oder Schul- und anderen Kameraden begegnen wollte. FSH waren aber eher was für außerhalb meiner Stadt, weil sie noch mal eine ganz andere Interpretationsebene aufmachten und ich mich bei mir altbekannten Menschen noch mehr davor als beim Rock scheute, damit entdeckt zu werden. FSH waren aber mehr ein notwendiges Übel für den Winter, auch wenn sie eine gewisse sinnliche Bereicherung erzeugen konnten. Zuvor hatte ich regelmäßig eine Rock-Winterpause eingelegt, weil ich dachte, Röcke seien im Winter zu kalt. Mit FSH konnte ich also die lange Winterpause ein paar Mal durchbrechen. Als ich entdeckte, dass es auch wärmere Röcke für kühlere Tage gibt, bin ich von den FSH wieder abgekommen, zumal sie neben dem erwähnten zwar sinnlichen Reiz, dennoch den Tragekomfort von Röcken wieder zunichte machten.
Lange Zeit war ich sogar stolz darauf, im Winter ohne Strumpfhosen auszukommen. Das hat sich ja erst nach etlichen Jahrzehnten, mittlerweile vor etwa 10 Jahren wieder geändert. Inzwischen sind FSH aber auch viel bequemer als Ende der 80er oder Anfang der 90er.
Und jetzt können sie auch bei mir wieder stärker mit dieser Sinnlichkeit punkten, da sie im Schritt oder sonstwo nicht mehr so bzw. de facto oftmals gar nicht mehr einengen.
Inzwischen kann ich mir also auch selber über die fsh-bekleideten Beine streichen, und die haptische Sinnlichkeit über die Hände erleben, aber - in Ergänzung zum früheren Anbandeln mit jungen Damen - nun auch die "Gegenseite" spüren, also das bestreichelte Bein spüren mit diesem Hauch von Nichts auf der Haut. Dieses Erlebnis hat man ja als normiert erzogener Junge nie zugestanden bekommen.
Ich finde aber FSH besonders optisch sehr reizvoll, wenn sie auch etwas Haut durchschimmern lassen, oder recht viel. Drum trage ich auch nahezu ausschließlich eher transparentere FSH. Ich finde, vor allem in Schwarz verleiht das den Beinen einen edlen Schimmer. Und schon alleine diese Optik finde ich sehr sinnlich.
Aber mit all dem empfinde ich dieses Erleben nicht als etwas Weibliches. Vielmehr freut es mich, die Erfahrungen, die Frauen damit machen können, selber zu erleben. Ebenso, in Verbindung mit FSH sehr kurze Röcke tragen zu können und sich damit in der Öffentlichkeit bewegen, vor allem aufhalten und sitzen zu können. Das sind Erfahrungen, die ich mit den Frauen nun teilen kann. Erfahrungen, die mich aber dadurch nicht weiblicher fühlen lassen, sondern die ich als Mann mir an Erfahrung und Erleben aneigne.
Ich finde es manchmal reizvoll, dieses Plus an 'Verletzlichkeit', die hauchdünne FSH und ein kurzer Rock in Alltagssituationen mit sich bringen, souverän meistern zu können. Was Frauen können, können wir Männer doch weitestgehend auch!
Soweit meine etwas unstrukturierten Einblicke dazu.
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Es gibt dann aber auch Momente, in denen es switcht, und ich mich nicht ganz so wohl fühle, wenn ich im Rock rumlaufe. Einfacher wäre das Leben wahrscheinlich ohne diesen Hang, weibliche Kleidung anzuziehen. Kleider trage ich aus dem Grund nicht, weil dann kein Verstecken mehr hilft. Es ist alles von oben bis unten weiblich.
Natürlich wäre es viel einfacher, wenn man nicht diesen Hang hätte, eine andere als die für uns vorgesehene Kleidung anzuziehen. Aber welchen Preis zahlst Du dann für diese 'Einfachheit'? Indem Du schön brav das tust, was andere für Dich vorgesehen haben.
Das mit dem "Umswitchen" das kenne ich aus meinen Anfangsjahren. Ein paar Mal erinnere ich mich schemenhaft, dass ich irgendwo in einem Restaurant (anfangs besuchte ich überwiegend die Kaufhaus-Essenstheken oder andere Selbstbedienungssachen) deutlich länger als nötig, quasi wie angewurzelt, sitzen blieb, weil ich bestimmten Leuten durchs Aufstehen nicht offenbaren wollte, dass ich Rock trug. Oder manchmal bin ich aus dem Auto nicht rausgekommen, weil irgendwo Leute rumliefen, deren Aufmerksamkeit bei meinem Aussteigen ich scheute. Oder ich blieb im Restaurant oder Café sitzen nicht wegen bestimmter Leute, sondern überhaupt, weil ich nicht wieder alle Augen auf mich gerichtet haben wollte. Ja, verstecken, das geht, wenn man obenrum "normal" gekleidet ist, nur unten den Rock anhat, den man im Sitzen aber nicht mehr sieht.
Das hat sich bei mir längst gelegt. In Bezug auf Kleider ("oben und unten weiblich") gibt es aber auch Kleider, die oben z.B. einem Pullover gleichen. Also auch in manchen Kleidern kann man durchaus seine Andersartigkeit sitzend "verstecken".
Es geht bei mir manchmal eher in die andere Richtung, ähnlich zu Dir, Blumenrock:
Die andere Seite besteht darin, das ich einen inneren Zwang spüre, mich in Rock und Strumpfhose zu zeigen.
Ja, es macht mir richtig Freude, mich zu zeigen. Oftmals. Ja, eben auch, um in der Öffentlichkeit präsent zu sein und zu zeigen, dass ein Mann (der sich auch als ein solcher fühlt und versucht, sich so zu geben) auch was anderes tragen kann als Hosen. Ein bisschen Stolz mischt sich da unter. Ja, Freude ist es. Zwang? Naja, Drang, jedenfalls Drang war es früher. Heute Lust.
Zwang? Blumenrock, Zwang? Beleuchte das noch einmal Dir selber. Ist es ein Zwang, der Dich leiden lässt? Ist es nicht eher Lust, die Dich zwar auch gewissen Gefahren aussetzt (Blicke z.B., komische Kommentare z.B.), aber die Deine Lust dennoch wieder wettmacht? Das, was ich bei mir eher mit "Drang" bezeichnet habe, lässt mich erahnen, was Du mit "Zwang" tituliert hast: Ja, das Bestreben, zu zeigen, was man wirklich will. Das Bestreben, der Drang, sich zu zeigen und sich nicht weiterhin zu verstecken. Ein Drang, der eigentlich nichts anderes ist als am liebsten laut auszubrüllen: "Ja, verdammtnochmal, das bin ich! Ich will mich nicht mehr zurückhalten. Ich will mich nicht mehr verstecken müssen!" - Ein Drang zur Befreiung! Der Drang, die anderen verkrusteten Zwänge, die Dich daran hinderten, endlich abzulegen. So in etwa war das bei mir. Schritt für Schritt, aber es war geradezu ein stetiger Drang.
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Wolfgang, Du schreibst: "Meine ersten FSH habe ich übrigens, völlig unwissend, nach der Schuhgröße gekauft."
Mir ist noch nie aufgefallen, dass bei FSH überhaupt eine Schuhgröße angegeben wird, sondern nur die allgemeine Größe. Die ist bei mir denn 52/54 oder XXL. Aber wo steht zusätzlich die Schuhgröße und welche Auswahl hat man da?
LG, Micha
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Zwang? Blumenrock, Zwang? Beleuchte das noch einmal Dir selber. Ist es ein Zwang, der Dich leiden lässt? Ist es nicht eher Lust, die Dich zwar auch gewissen Gefahren aussetzt (Blicke z.B., komische Kommentare z.B.), aber die Deine Lust dennoch wieder wettmacht?
Also bei mir ist es ein Drang zur Leidvermeidung. Ein Freund meinte mal, er trage keine Röcke, weil das Leiden am Hosentragenmüssen bei ihm nicht so groß sei wie bei mir.
Letztlich - buddhistisch gesehen - ist das alles eine Folge von Gier, Hass und Verblendung, und die Zuflucht im Röcketragen zu suchen, ist eine vorläufige.
LG, Micha
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Wenn individueller Wille nach offizieller buddhistischer Sicht Ausdruck von Gier, Verblendung und Hass darstellt, dann weiß ich spätestens jetzt, dass diese Religion mich niemals reizen würde. In Bezug auf konkret Rock fallen mir in den Buddhismus geborene Männer ein, die teilweise eher andere Kleidung als Hosen tragen.
Aber vertiefen wir den religiös angehauchten Ausflug hier in diesem Thread biite nicht weiter!
Das mit dem Leidensdruck beim Hosentragen / Hosentragenmüssen scheint in der Tat sehr individuell verteilt zu sein. Manche Männer empfinden Hosentragen sogar ausgesprochen bequem. Wobei ich da vermute, dass es darunter welche gibt, die seit ihrer Anerziehung von Hosen noch nie mal ihr Hosentragen hinterfragt und noch niemals Alternativen erwogen haben.
#FSH-Größen
Bei meinem Erstkauf von FSH war ich völlig ahnungslos. Ich habe die Zahlenangaben als Schuhgrößen interpretiert. Bei Strümpfen und Socken war mir das auf diese Weise geläufig. Bei Strumpfhosen dachte ich, müsse das genauso sein.
Meine Schuhgröße und Damenkonfektionsgröße war dann zufälligerweise identisch. Meinen anfänglichen Fehler habe ich dann recht schnell selbständig erkannt. Damals gab es noch kein Ding, was man befragen konnte (Internet), und eine lebende Person zu befragen, dazu war meine Scheu viel zu groß angesichts meines verruchten Wunschs (meines Schweinskrams), als Männlichgeborener Weibszeug nutzen zu wollen.
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Es geht ja in diesem Beitrag um die FSH, hier ins religiöse abzuwandern kann man machen, macht aber nur Sinn wenn man bei seinen Leisten bleibt.
Der Buddhismus ist in Deutschland keine so gesellschaftlich relevante Religion, das die jetzt als Beispiel herangehzogen werden sollte. Da passt doch ebensogut die christliche lutherische oder römisch-katholische Kirche.
Gier, Hass und Verblendung finden dort allemal ihre Beispiele, so z.B. Trebartz van Elz als Badewannen-Bischof von Limburg (der kam gerade in einem Artikel wieder auf), aber auch Hass und Verblendung sind allenthalben im Neuen Testatment Thema.
Im Buddhismus werden Gier, Hass und Verblendung gar nicht erst thematisiert. hier ist der Weg zur inneren Ausgeglichenheit das Ziel.
Also wenn ein Mensch die FSH trägt, sich wohlfühlt kommt er seinem Ziel wohl näher.
Ach so wen´s interessiert für den leichten Einstieg in die Religionen: G. Schweizer, "Ungläubig sind immer die anderen"
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Also, ich kann nicht über Sinn und Unsinn des Lebens nachdenken, ohne buddhistische Antwortvorschläge mit zu berücksichtigen. Wenn ich über Zwang oder Drang nachdenke, dann sind eben buddhistische Antwortvorschläge ganz zentral in meinem Nachdenken. Wenn ich die weglasse, brauche ich nicht weiter nachzudenken. Zwar nehme ich auch christliches, islamische, jüdische, hinduistische, daoistische, säkulare und andere Antwortvorschläge mit in mein Denken hinein - ich bin eben interreligiös und interweltanschaulich - aber die buddhistischen sind es doch, die mich am meisten berühren und herausfordern.
"Gier" bedeutet in diesem Zusammenhang: Seinwollen, Habenwollen.
"Hass" bedeutet in diesem Zusammenhang: Vermeidenwollen, Loswerdenwollen, Nichseinwollen, Nichthabenwollen.
"Verblendung" bedeutet in diesem Zusammenhang: nicht erkennen, wie diese Dinge zusammengehören und Gier und Hass Leid verursachen.
Und somit sehe ich auch, dass nicht das Hosentragen Leid verursacht, sondern das Loswerdenwollen des Hosentragezwangs, also der Hass auf das Hosentragenmüssen. Und das Rocktragenwollen verursacht auch Leid, das ich mindere, indem ich Röcke trage. Indem ich das Hosentragenmüssen für mich abgeschafft habe und mir das Röcketragen erlaube, habe ich das damit verbundene Leid überwunden. Aber es ist immer in Gefahr, wieder zu meinen Ungunsten verändert zu werden, wenn die gesellschaftliche Toleranz oder Respekt der Mitmenschen, die und den wir derzeit genießen, wieder rückläufig wird. Daher muss ich mein Recht auf das Röcketragen verteidigen. Das machen wir vielfach hier im Forum und viele von uns im Alltag, nicht unbedingt verbal, sondern durch so selbstverständliches Röcketragen wie es irgend geht. Aber wir sind immer in einer Art Kampfstimmung, bereit, für unsere Rechte einzutreten.
Wäre ich allerdings vollkommen unabhängig von diesem Hass auf den Hosentragezwang und der Gier auf das Röcketragen, wäre ich noch viel freier. Bin ich aber nicht.
Jetzt kann ich aber jüdisches Denken aktivieren: Genieße das Leben, das Gott Dir geschenkt hat.
Aber auch jüdisch-christlich-islamisch gibt es die Gefahr der Absonderung (Sünde) von Gott durch Egoismus z.B. durch Rücksichtslosigkeit beim Durchsetzen eigener Interessen. Also auch da gibt es nicht das Recht auf hemmungslosen Genuss des Lebens, sondern der Genuss muss Rücksicht nehmen und der Mensch sich rückbinden auf die Quelle seines Daseins.
Und auch säkular muss ich Rücksicht nehmen, denn Säkularismus bedeutet auch nicht unbedingt, dass man alles darf, was man gerne täte. Aber gegen das Tragen von Röcken und Strumpfhosen spricht m.E. auch da kein vernünftiger Grund. Ich darf das Leben genießen, solange es dauert, und so lange ich niemand anderem damit schade. Letzteres ist allerdings nicht immer gegeben, wenngleich der Schaden oft unabsichtlich geschieht, weil ich nicht alle Wirkungen meines Tuns erkenne. (Ich meine jetzt z.B. ökologische und wirtschaftliche Wirkungen.)
Ja, und so bin ich ständig in einem inneren interreligiösen Dialog mit mir selbst und immer wieder auch gerne mit anderen Menschen.
Und jetzt im Augenblick sitze ich in Rock, Leggings (60 DEN glaube ich) und Stiefeln, sowie Hemd und Pollunder im Zug, mir ist es recht warm, während es draußen eben recht frisch war. Durchschnittlich fühle ich mich derzeit wohl in meiner Haut und in meiner Kleidung.
LG, Micha
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Nun, mit das mit der Ausgeglichenheit im Inneren und dann auch im Äußeren, dafür war mir eigentlich der Buddhismus eher bekannt. Insofern kann ich das Röcketragen als Akt zur inneren Ausgeglichenheit durchaus als etwas betrachten, das der Buddhismus eher unterstützen würde.
Das erinnert mich an eine Begebenheit - hier im Forum vor ewigen Zeiten schon mal erwähnt -, die mir beim Überqueren der Neckarbrücke in Mannheim widerfahren ist. Ich im Rock, vermutlich ohne FSH, vermutlich Ende eines Oktobers, kurz nach, oder genau dann, als in BaWü das Donnerstagsshopping bis 20 Uhr (oder so) eingeführt wurde, also ewig her... Von hinten überholte mich ein mittelalter Mann mit dem Fahrrad, wohl religiös eher fanatisch eingestellt. Er im Vorüberfahren: "Da ist aber einer nicht gottesfürchtig!" oder die Worte waren: "Sind Sie nicht gottesfürchtig?". Und aus dem Affekt heraus antwortete ich: "Doch!" - heute würde ich nicht so freiraus diese Antwort wählen - und er rief im Weiterfahren belehrend: "Oh doch, das ist nicht gottesfürchtig!" und vermutlich rief er noch irgendeine Drohung, dass ich meine Strafe ernten würde oder so ähnlich, noch in den Wind und in den Verkehrslärm.
Zack! Jetzt sind wir wieder bei den Religionen. Okay, Blumenrock hat nichts davon erwähnt, dass es bei den angesprochenen Gefühlen explizit nicht um religiöse Gefühle gehen soll. Aber die Vorteile der einen oder anderen Religion in Bezug auf unser Handeln sollten wir, falls tatsächlich noch nötig, in einem anderen Thread ausdebattieren.
Aber freilich wird Micha es sich nun nicht nehmen lassen, hier das Stöckchen zu ergreifen und weitere Anmerkungen dazu zu formulieren.
Für mich jedenfalls war es etwas besonderes, als ich nach vielen Jahrzehnten das erste Mal in meiner Stammkirche im Rock im Gottesdienst war. Ja, das war ein Glücksgefühl, ein Gefühl der endlichen umfassenden Befreiung. Hatte ich mir doch vor 40, 50 Jahren nichts sehnlicher gewünscht, als einfach im Rock statt Hosen dort anwesend zu sein. An jenem Tag wurde mein Traum einfach endlich Realität!
Doch im Rock im normalen Leben anzukommen, diesen Traum habe ich ja schon längst für mich realisiert. Auch immer verbunden mit einer wilden Mischung aus Schuldgefühlen, Gefühlen, sich bewusst (scheinbar) auszugrenzen, und den Gefühlen, es aber niemals wieder sein lassen zu können - und ja eben auch mit Glücksgefühlen, sich befreit zu haben.
...oh... und eben sehe ich, dass mir Micha selbstverständlich zuvorgekommen ist... :blank:
...um ganze 26 Sekunden
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"Gier" bedeutet in diesem Zusammenhang: Seinwollen, Habenwollen.
"Hass" bedeutet in diesem Zusammenhang: Vermeidenwollen, Loswerdenwollen, Nichseinwollen, Nichthabenwollen.
"Verblendung" bedeutet in diesem Zusammenhang: nicht erkennen, wie diese Dinge zusammengehören und Gier und Hass Leid verursachen.
So ähnlich hatte ich das auch sofort verstanden, dass das so gemeint ist.
Vor allem das mit der "Verblendung" und dem Leid verstehe ich anders.
Dieser "Hass" erzeugt doch Leid in Dir. Diesen Hass hast Du nicht selbst ausgesucht, der ergab sich aus der Situation, in der Du Dich befindest ("Du sollst Hosen tragen!").
Diese "Gier" in Dir, gibst Du ihr nach, reduziert Dein inneres Leid, es verlagert Leid in das Äußere - Du lässt andere leiden, die mit Dir umgehen sollen, aber Du bekommst auch aus dem Äußeren wieder Leid zurück, weil im Äußeren das längst nicht jeder leiden mag, was Du machst. Andererseits spiegelt dieses nach außen getragene Leid wiederum den Anderen, dass sie an was festhalten wollen, das tatsächlich in der Lage ist, Menschen leiden zu lassen. Eigentlich lehrt das den Anderen, gutmütiger sein zu können.
Und "Verblendung" wäre auch m.E., wenn man den "Hass" innerlich zertrampelt und ihn dem ruhigen Seelenfrieden der Anderen zuliebe totschweigt.
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oops, jetzt hatte ich den Schreiben-Knopf gedrückt, obwohl ich noch ein paar weitere Sachen anmerken wollte. Also z.B.:
Und somit sehe ich auch, dass nicht das Hosentragen Leid verursacht, sondern das Loswerdenwollen des Hosentragezwangs, also der Hass auf das Hosentragenmüssen.
Für mich verursacht beides Leid. Das Hosentragenmüssen (dessen ich mich ja zum Glück entzogen habe), aber vor allem auch, weil mir das Hosentragen Leid verursacht. Und ich meine noch nicht mal den ganzen Komplex, mit Gestaltungsvarianten spielen zu können, sondern tatsächlich das physische Tragen von Hosen.
Wäre ich allerdings vollkommen unabhängig von diesem Hass auf den Hosentragezwang und der Gier auf das Röcketragen, wäre ich noch viel freier. Bin ich aber nicht.
Das geht aber auch fast nur dann, wenn unsere Gesellschaft begreifen würde, dass
- die Vorurteile, die sie mit Deinem Tun verbinden, völlig unbegründet sind, oder
- die Vorurteile, die sie mit Deinem Tun verbinden, weitestgehend sinnlos und nutzlos sind, und
- es viele Menschen (Männer) gibt, die genauso fühlen und es tun wie Du, und
- sie, die Gesellschaft, davon eher profitiert, wenn sie Menschen nicht mehr zu einem bestimmten Tun gegen deren Willen drängt.
Darum ist es gut:
Das machen wir vielfach hier im Forum und viele von uns im Alltag, nicht unbedingt verbal, sondern durch so selbstverständliches Röcketragen wie es irgend geht.
...dass wir sichtbar sind im Alltag. Nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern Tag für Tag. Sich zu verstecken bis zum Sanktnimmerleinstag hilft keinem von uns!
Ich für mein Teil habe das Gefühl, ich habe dadurch nur gewonnen. Sicherlich habe ich auch manch andere Möglichkeiten mir damit verbaut, aber darauf habe ich gerne verzichtet. Ich lebe jetzt mein Leben, das einfach besser zu mir passt. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass davon auch Andere etwas haben, auch wenn ihnen das nicht sofort klar sein sollte.
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Interressant, was ihr alles mit Rock und Strumpfhose verbindet.
Für den ersten internsiveren Kontakt mit Strumpfhosen hat meine erste Freundin gesorgt, ich liebte das sensorische Erlebnis an ihr. Leider war sie kein besonderer Fan dieser Dinger, und um alle zufrieden zu stellen hat sie mir damals eine geschenkt.
Und ja, auch viele Jahre später mag ich das taktile Gefühl der feinen Modelle noch immer.
Den dickeren oder gemusterten kann ich nichts abgewinnen und trage sie im Wesentlichen aus Design und Wärmegründen.
Mit Röcken und Kleidern verbinde ich an erster Stelle, den Spaß andere Silhouetten und Designs zu kreieren, mehr Abwechslung in die Garderobe zu bringen, manchmal etwas herauszustechen und vor allem früher, den Nervenkitzel etwas Ungewöhnliches zu machen, zu erhalten.
Dieser ist, ausser bei besonderen Designs oden speziellen Anlässen, weitgehend verschwunden.
Nicht aber der Spaß immer wieder über Neues nachzudenken oder es zu testen:
Es macht mir manchmal Spaß, mich durch meinen Kleiderschrank zu probieren, neu zusammen zu stellen und Outfits zu überlegen.
Manches erblickt das Licht der Öffentlichkeit, manches wartet auf die richtige Gelegenheit (und wartet und wartet und wartet...) und manches ist designiert lebenslang Schrankwache zu halten.
Eine Ausnahme vom Genannten stellen für mich vor allem heiße Sommertage dar:
Hier überwiegt als Grund und Gefühl schlicht die Luftigkeit.
Die Hitze lässt auch jegliche, evtl. vorhandene Restbedenken oder -unsicherheiten komplett davonschmelzen.
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Für den ersten internsiveren Kontakt mit Strumpfhosen hat meine erste Freundin gesorgt, ich liebte das sensorische Erlebnis an ihr. Leider war sie kein besonderer Fan dieser Dinger, und um alle zufrieden zu stellen hat sie mir damals eine geschenkt.
Ah, wie nett!
Aber sicherlich hatte sie es so gedacht, dass Du die Strumpfhosen nun streicheln kannst, wann immer Du möchtest. Vielleicht sogar damit verbunden, dass Du dabei an sie denkst.
Vermutlich hätte sie es sich niemals gewünscht, geschweige denn vorstellen können, dass Du die tatsächlich auch anziehen könntest / würdest.
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Im Buddhismus werden Gier, Hass und Verblendung gar nicht erst thematisiert.
Doch auf jeden Fall, Legardiane. Sie sind sogar zentraler Bestandteil der Buddha-Lehre. Schau mal in die zweite der Vier Edlen Wahrheiten: https://www.palikanon.com/buddhbib/01wrtbuddhas/03wortbuddhas.htm (https://www.palikanon.com/buddhbib/01wrtbuddhas/03wortbuddhas.htm) https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_edle_Wahrheiten (https://de.wikipedia.org/wiki/Vier_edle_Wahrheiten)
https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geistesgifte (https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geistesgifte)
LG, Micha
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Vermutlich hätte sie es sich niemals gewünscht, geschweige denn vorstellen können, dass Du die tatsächlich auch anziehen könntest / würdest.
Doch durchaus - sie hat dann von aussen für das angenehme Gefühl an den Beinen gesorgt.
Ich hätte mich damal nie getraut mir selbst eine zu kaufen, aber meine Beziehungen waren schon immer relativ offen und experimentierfreudig ;)
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oops, jetzt hatte ich den Schreiben-Knopf gedrückt, obwohl ich noch ein paar weitere Sachen anmerken wollte. Also z.B.:
Und somit sehe ich auch, dass nicht das Hosentragen Leid verursacht, sondern das Loswerdenwollen des Hosentragezwangs, also der Hass auf das Hosentragenmüssen.
Für mich verursacht beides Leid. Das Hosentragenmüssen (dessen ich mich ja zum Glück entzogen habe), aber vor allem auch, weil mir das Hosentragen Leid verursacht. Und ich meine noch nicht mal den ganzen Komplex, mit Gestaltungsvarianten spielen zu können, sondern tatsächlich das physische Tragen von Hosen.
Wäre ich allerdings vollkommen unabhängig von diesem Hass auf den Hosentragezwang und der Gier auf das Röcketragen, wäre ich noch viel freier. Bin ich aber nicht.
Das geht aber auch fast nur dann, wenn unsere Gesellschaft begreifen würde, dass
- die Vorurteile, die sie mit Deinem Tun verbinden, völlig unbegründet sind, oder
- die Vorurteile, die sie mit Deinem Tun verbinden, weitestgehend sinnlos und nutzlos sind, und
- es viele Menschen (Männer) gibt, die genauso fühlen und es tun wie Du, und
- sie, die Gesellschaft, davon eher profitiert, wenn sie Menschen nicht mehr zu einem bestimmten Tun gegen deren Willen drängt.
Darum ist es gut:
Das machen wir vielfach hier im Forum und viele von uns im Alltag, nicht unbedingt verbal, sondern durch so selbstverständliches Röcketragen wie es irgend geht.
...dass wir sichtbar sind im Alltag. Nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern Tag für Tag. Sich zu verstecken bis zum Sanktnimmerleinstag hilft keinem von uns!
Ich für mein Teil habe das Gefühl, ich habe dadurch nur gewonnen. Sicherlich habe ich auch manch andere Möglichkeiten mir damit verbaut, aber darauf habe ich gerne verzichtet. Ich lebe jetzt mein Leben, das einfach besser zu mir passt. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass davon auch Andere etwas haben, auch wenn ihnen das nicht sofort klar sein sollte.
Ich stimme, lieber Wolfgang, den letzten Schlussfolgerungen durchaus zu.
Nur in Bezug auf die Ursachen und Gier, Hass und Verblendung oder anders ausgedrückt, von egozentrierter Unzufriedenheit, verstehe ich es so, dass die Ursachen in unserer Natur liegen. Wir sind Mängelwesen, die ständig etwas brauchen, angefangen von der Atemluft und aufgehört bei der Selbstverwirklichung, so eben mal grob nach Maslow (wobei der m.W. die Atemluft vergessen hat).
Die buddhistische Askese sieht ja in einem Zurückschrauben der Bedürfnisse einen Heilsweg. Zufrieden sein mit dem, was da ist. Das ist so streng auch nicht mein Weg. Aber auch wenn ich Selbstverwirklichung immer noch als ein hohes und wichtiges Ziel ansehe, so überlege ich doch, ob ich damit nicht einem Phantom aufsitze. Andererseits ist die Anpassung an Vorstellungen anderer Menschen, die meinen Vorstellungen nicht entsprechen, eine Anpassung an deren Phantome. Und da meine ich, der mittlere Weg kann darin bestehen, meinen Selbstverwirklichungsweg so zu gehen, dass ich mit anderen Menschen in Kommunikation bin und ihnen zeige, dass man das durchaus so machen kann, wie ich es mache, und dass ich gerade dann, wenn man das respektiert, ein geselliger und empathischer Mensch bin und eher auch Glück ausstrahle, als wenn man mich zu etwas anderem zwingen will. Und umgekehrt gehe ich genau so mit anderen um, wie ich will, dass sie mit mir umgehen. Da sind wir wieder bei der Goldenen Regel.
Zugleich gucke ich bei mir selbst, wie viel Energie ich aus was verwende und denn mittleren Weg zwischen Hedonismus und Askese finde.
Also die Kleidung tragen, die ich gerne trage, das Tragen genießen, viel Zeit darauf verwenden, die richtige Kleidung zu finden und wenn sie aus dem gewöhnlichen Rahmen fällt, das zu rechtfertigen, das ist schon sehr hedonistisch. Es mal genug sein lassen, nicht allem hinterherjagen, sparsam konsumieren, das wäre eher asketisch. "Askese" heißt ja eigentlich "Übung". Ja, ich muss noch üben.
LG, Micha, der schon wieder in Rock und Feinleggings im Zug sitzt.
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Warum wusste ich, daß auch dieses Thema ganz schnell entgleisen wird?
Ich wollte grad meine Sichtweise und Erlebnisse zu diesem durchaus interessanten Thema schreiben, aber die Arbeit spare ich mir jetzt ...
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Mensch, Lars, sei doch nicht wieder so engstirnig!
Halte es doch lieber mit Karlsson vom Dach, der zu sagen pflegte: "Das stört keinen großen Geist!"
Schreibe, was Du schreiben willst, aber beschwere Dich nicht, wenn auch andere schreiben, was sie schreiben wollen, ohne Dich zunächst um Erlaubnis zu fragen.
Ich freue mich auf Deinen Beitrag!
LG, Micha
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Ich muss hier Lars mal recht geben, du Micha und Wolfgang schafft es immer wieder , dass ein Thema unlesbar wird, weil ihr es immer mit eueren Interpretationen, tot schreibt.
Ich finde das sehr schade.
LG Peter
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Vermutlich hätte sie es sich niemals gewünscht, geschweige denn vorstellen können, dass Du die tatsächlich auch anziehen könntest / würdest.
Doch durchaus - sie hat dann von aussen für das angenehme Gefühl an den Beinen gesorgt.
...
😊😊😊👍👌
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Mensch, Lars, sei doch nicht wieder so engstirnig!
Halte es doch lieber mit Karlsson vom Dach, der zu sagen pflegte: "Das stört keinen großen Geist!"
Schreibe, was Du schreiben willst, aber beschwere Dich nicht, wenn auch andere schreiben, was sie schreiben wollen, ohne Dich zunächst um Erlaubnis zu fragen.
Ich freue mich auf Deinen Beitrag!
LG, Micha
👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
Edit 22:27: oben Zitat eingefügt.
(Beim Original-Absand des Beitrags eine Stunde zuvor ist das Zitat / der Bezug leider untergegangen.
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Na ja, dann war das leider für manche Leute unlesbar.
Gehen wir als ein Niveau-Level wieder runter:
Ich hab Bock
auf Strumpfhos und Rock!
So in etwa?
LG, Micha
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ich glaube die erste FSH hab ich im Fasching 1982 getragen, damals von einer Freundin geliehen, dazu ein Sweat Kleid.
Wann ich die erste FSH für mich gekauft habe, weiß ich nicht mehr, vielleich so mit 18 Jahren.
Ich fand es immer ein gutes Gefühl FSH zu tragen und in eine das erste mal hinein zu schlüpfen.
Die Röcke kamen wenig später hinzu.
Weiblich wollte ich mich noch nie fühlen. Ich wollte schon immer die Strumphose und den Rock in meine Kleidung als Mann integrieren.
Dabei trage ich Strumpfhosen nur wenn die Temperaturen draussen ertwas Kälter sind.
Immer noch sind Rock und Strumpfhose keine Alltagskleidung für mich, sondern eher selten zu besondern Anlässen getragen.
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Danke, lieber Zwurg, dass Du den Faden wieder aufgenommen hast.
Ich hatte übrigens anfangs tatsächlich auch das Gefühl, als sei der Rock mit Strumpfhose weiblicher als ohne. Das hat mich zugleich gereizt und abgeschreckt.
Heute trage ich Strumpfhosen oder Leggings zu langen oder kurzen Röcken, wenn es mir ohne zu kalt um die Beine ist.
Besonders gerne mag ich bei nasskaltem Wetter die Kombination aus hohen Schaftstiefeln, einem etwas überknielangen Jeansrock oder Cordrock, dessen Saum sich mit den Stiefeln etwas überschneidet, und darunter eine Leggings oder Strumpfhose.
LG, Micha
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Naja, wenn der Lars nur motzen, aber nix zum Thema schreiben will, dann schreib ich halt mal was ;)
Danke an Zwurg, interessanter Beitrag.
Bei mir war dagegen ein langer Weg, bis ich mich traute, Strumpfhosen zu tragen.
Ich begann mit dem Rock tragen im Sommer, weil mir Hosen zu warm war und es möglich luftig haben wollte. Bei kurzen Hosen war mir zuviel Stoff zwischen den Beinen. Die damaligen Röcke waren Wickelröcke oder Sarongs oder ein Kilt andere waren mir zu feminin.
Wenn es im Herbst kalt wurde, hab ich wieder Hosen getragen.
Als ich mich hier 2015 anmeldete bestellte ich mir einen langen Jeansrock. So wurde es mir möglich, auch im Herbst oder an milden Wintertagen Rock zu tragen.
Irgendwann zog ich dann an einem kaltem Wintertag eine baumwollene Leggings unter den Rock.
Im nächsten Herbst hab ich dann Sweat- und Strickkleider getragen in Kombination mit Leggings.
Leggings sah ich an Joggern und Radlern im Wald und ein schlichtes Kleid empfand ich als Longshirt.
Schließlich wagte ich mich auch an Strumpfhosen, wie man im Verlauf dieses Threads ab Antwort #94 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=5943.msg100854#msg100854)verfogen kann.
Cephalus ermunterte mich, es mit Strumpfhosen zu versuchen.
Das erste Mal in Strumpfhosen dann bei Antwort #108 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=5943.msg100995#msg100995)
Während Röcke und inzwischen auch Kleider tragen für mich weitgehend normal sind, ist das tragen von Strumpfhosen für mich immer noch etwas Besonderes. Diese trage ich in der kühleren Zeit vor allem dann, wenn es eher elegant sein soll.
40 bis 70 den und eher dunklere Farbtöne.
Bestimmt war es die Scheu vor dem Femininem, was mich so lange zögern ließ, aber auch davor hab ich keine Angst mehr.
Im Alltagsbetrieb bevorzuge ich weiterhin Leggings. Da bin ich auf der Arbeit schneller umgezogen. Strumpfhosen empfinde ich etwas umständlich.
Vielleicht tragen deswegen viele Frauen im Winter lieber Hosen als Röcke.
Strumpfhosen sind zwar einigermaßen angenehm zu tragen, das sinnliche Gefühl das so mancher dabei empfindet, will sich bei mir jedoch nicht so recht einstellen. Außerdem haben manche Strumpfhosen auch an mit die Tendenz zu rutschen
Ich behelfe mir da manchmal mit einem zusätzlichem Wäschegummi um den Bund ;)
Momentan trage ich bevorzugt Leggings
aber demnächst mal wieder mit Strumpfhose.
Mal sehen, vielleicht kommt das tolle Tragegefühl, von dem so mancher hier schwärmt ja noch...
Gruß
Jürgen
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Ich möchte gern noch mal auf den Eingangsbeitrag von Blumenrock zurückkommen.
Ich lese daraus diesen Zwiespalt, auf der einen Seite das Gefühl zu genießen, Rock und Strumpfhose zu tragen, auf der anderen Seite es als Zwang zu empfinden, der das Leben nicht gerade einfacher macht.
Ich glaube, viele von uns haben diese Gefühle im Laufe ihrer Rocker-Karriere auch gehabt. Zumindest ich hatte sie zu vielen Zeiten und kenne das gut. Gerade dann, wenn man manches Kunststück zuwege bringen muss, um Zeit für sich zu haben die man in seinen Lieblingssachen verbringen kann, wenn man es vielleicht vor seinem Umfeld verstecken muss, dann fühlt sich das durchaus wie ein Zwang an, den man manchmal gerne los wäre.
Im Laufe der Zeit habe ich aber ein anderes Gefühl zu dem Thema entwickelt.
Das Gefühl eines lästigen Zwanges ist in den Hintergrund getreten und es hat sich immer mehr das Wohlbefinden breit gemacht, etwas schönes tun zu können, das vielen anderen verwehrt bleibt die das auch gerne möchten. Ich würde nicht behaupten dass ich mich "besonders weiblich" fühle. Ich habe damit aufgehört, mich selber in irgendwelche Schubladen einordnen zu wollen.
Und so genieße ich das Gefühl von Rock und Strumpfhose einfach.
Und das tue ich nach wie vor, obwohl ich diese schönen Dinge schon seit einem Vierteljahrhundert trage. Heute zum Beispiel sitze ich in einem Strickkleid und feiner Strumpfhose im Büro und freue mich darüber wie toll und besonders sich das anfühlt...
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Guten Morgen zusammen!
Jürgen schrieb: "Im Alltagsbetrieb bevorzuge ich weiterhin Leggings. Da bin ich auf der Arbeit schneller umgezogen. Strumpfhosen empfinde ich etwas umständlich."
Ja, das mache ich auch so. Wenn ich zu Hause meinen Hausrock ausziehe und mich für draußen wärmer anziehen will, brauche ich bei Leggings nicht die Socken ausziehen, sondern ziehe die Leggings einfach darüber. Bei Strumpfhosen muss ich die Socken aus-, und die Strumpfhose anziehen. Und das dauert auch länger.
Zudem können bei Leggings die Fußteile nicht so leicht kaputt gehen bzw. gar nicht, da keine da sind. Bei Strumpfhosen habe ich aber auch den Trick gelernt, nach dem Anziehen mal zwischen die Zehen greifen und das Fußteil etwas ziehen. Dann ist da weniger Spannung drauf und die Teile bleiben länger ohne Loch.
Und Hirti schrieb: " Ich würde nicht behaupten dass ich mich 'besonders weiblich' fühle. Ich habe damit aufgehört, mich selber in irgendwelche Schubladen einordnen zu wollen."
Ja, das passt bei mir auch. Schublade "Mensch" reicht da vollkommen. Oder auch gerne "eigensinniger Mensch" im Hesse'schen Sinn des Wortes, variiert von mir (vgl. https://michael-alwis-schmiedel.blogspot.com/2005/03/ (https://michael-alwis-schmiedel.blogspot.com/2005/03/)).
LG und habt alle einen schönen Tag!
Micha
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Na ja, dann war das leider für manche Leute unlesbar.
Gehen wir als ein Niveau-Level wieder runter:
Ich hab Bock
auf Strumpfhos und Rock!
So in etwa?
LG, Micha
Lieber Micha,
diese arroganten Worte von dir, so hätte ich dich gar nicht eingeschätzt.
LG Peter
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"Routine setzt sich durch."
So will ich meinen Umgang mit Rock & Strumpfhose aktuell beschreiben. Besondere Gefühle empfinde ich nicht mehr. Das war am Anfang meiner "Rock-Karriere" so. Immer dann, wenn ich etwas Neues Ausprobiert habe. Mittlerweile gibt es nichts wirklich Neues mehr. Höchstens dann, wenn ich in einer neuen, ungewohnten Situation zu Rock & Strumpfhose greife. Dann entsteht ein gewisses Prickeln. Nur gibt es nicht mehr viel zu erobern. Ist der Lauf der Dinge. 8)
Dafür empfinde ich ein stetes Wohlgefühl beim Tragen der Kleidung, die ich tragen will. Im Unterschied dazu fehlt dieses Wohlgefühl, wenn ich Kleidung trage, die ich tragen muss. Was zum Glück nur selten vorkommt.
Das Wohlgefühl ist nicht an Rock, Kleid oder Strumpfhose gebunden, sondern erstreckt sich auch auf einige extravagante Hosen. ;)
-
Hallo Hajo,
auch wenn du diesbezüglich sicher einen deutlichen Vorsprung hast, empinde ich tendentiell genauso.
Was noch dazu kommt, ist das Erlebnis und die Vorfreude gelegentlich, oder eher selten, mal etwas Besonders tragen zu können, in einer Form die Mann üblicher Weise so nicht erleben kann. Es sei denn, Mann empfindet bei einem "White Tie" Outfit genauso ::).
Ich freue mich jedenfalls mein glitzerndes, teilweise transparentes Kleid demnächst zu tragen, einfach weil es dort passt. Ein normale dunkeler Anzug täte es auch, macht mir aber sicher nicht so viel Spaß.
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Na ja, dann war das leider für manche Leute unlesbar.
Gehen wir als ein Niveau-Level wieder runter:
Ich hab Bock
auf Strumpfhos und Rock!
So in etwa?
LG, Micha
Lieber Micha,
diese arroganten Worte von dir, so hätte ich dich gar nicht eingeschätzt.
LG Peter
Lieber Peter, liebe alle,
ich habe das Thema unter dem Titel "Gemecker und Umgangston im Forum" hierhin umgeleitet:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=10270.msg204171#msg204171 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10270.msg204171#msg204171)
Lasst uns dort weiter darüber schreiben und hier weiter über Gefühle beim Tragen von Röcken und Strumpfhosen schreiben.
LG, Micha
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Ich möchte gern noch mal auf den Eingangsbeitrag von Blumenrock zurückkommen.
Ich lese daraus diesen Zwiespalt, auf der einen Seite das Gefühl zu genießen, Rock und Strumpfhose zu tragen, auf der anderen Seite es als Zwang zu empfinden, der das Leben nicht gerade einfacher macht.
Ich glaube, viele von uns haben diese Gefühle im Laufe ihrer Rocker-Karriere auch gehabt. Zumindest ich hatte sie zu vielen Zeiten und kenne das gut. Gerade dann, wenn man manches Kunststück zuwege bringen muss, um Zeit für sich zu haben die man in seinen Lieblingssachen verbringen kann, wenn man es vielleicht vor seinem Umfeld verstecken muss, dann fühlt sich das durchaus wie ein Zwang an, den man manchmal gerne los wäre.
Ja, hatten wir, also ich jedenfalls, im Laufe meiner Rocker-Karriere, vor allem anfangs.
Diesen Aspekt mit diesem "Kunststück" habe ich nahezu schon aus meiner aktiven Erinnerung verdrängt. Ja, jemand, in dessen Umfeld sein Rocktragen nicht gemocht wird, hat vor allem auch erstmal diesen Spagat zu bewältigen, sich Freiräume zu verschaffen, seiner Neigung überhaupt erst einmal nachgehen zu können. Ich kenne das - auch in Bezug auf anderes -, wie klammernd manchmal die Lebenssituationen (und auch Partnerin) sein können, wo diese Freiräume fast ausgeschlossen sind.
-
Noch, was, was ich eben vergessen hatte:
...
Ich glaube, viele von uns haben diese Gefühle im Laufe ihrer Rocker-Karriere auch gehabt. Zumindest ich hatte sie zu vielen Zeiten und kenne das gut. Gerade dann, wenn man manches Kunststück zuwege bringen muss, um Zeit für sich zu haben die man in seinen Lieblingssachen verbringen kann, wenn man es vielleicht vor seinem Umfeld verstecken muss, dann fühlt sich das durchaus wie ein Zwang an, den man manchmal gerne los wäre.
Ja, diesen (von Dir näher charakterisierten) Zwang loszuwerden!
Fällt mir ein, dass ich das in einem leicht anderen Licht beschrieben habe:
Das, was ich bei mir eher mit "Drang" bezeichnet habe, lässt mich erahnen, was Du mit "Zwang" tituliert hast: Ja, das Bestreben, zu zeigen, was man wirklich will. Das Bestreben, der Drang, sich zu zeigen und sich nicht weiterhin zu verstecken. Ein Drang, der eigentlich nichts anderes ist als am liebsten laut auszubrüllen: "Ja, verdammtnochmal, das bin ich! Ich will mich nicht mehr zurückhalten. Ich will mich nicht mehr verstecken müssen!" - Ein Drang zur Befreiung! Der Drang, die anderen verkrusteten Zwänge, die Dich daran hinderten, endlich abzulegen. So in etwa war das bei mir. Schritt für Schritt, aber es war geradezu ein stetiger Drang.
Eigentlich ist dieser von Dir, hirti, charakterisierte Zwang letztlich nur abzulegen, wenn man seinem Umfeld mehr Offenheit Dir gegenüber, mehr Toleranz, mehr Akzeptanz beibringen kann, so, dass Du unbeschwert sein kannst, wie Du sein möchtest, und Dein Umfeld mehr Dein wahres, unverkrampfteres Ich kennen und schätzen lernen kann.
-
Ich finde es gut, die Diskussion auch wieder mehr an den Anfang dieses Threads anzulehnen.
Ich wollte schon seit Tagen mich thematisch auf den Start dieses Threads beziehen. Allerdings war mir auch wichtig, zunächst auf andere Aspekte einzugehen, z.B. auf die Gefühle bei meiner persönlichen Strumpfhosen-Historie.
Und auf einen Aspekt vom Start wollte ich auch noch näher eingehen, den Gregor gut in Worten zusammengefasst hat:
Moin,
Wenn ich dann noch einen Damenhöschen anhabe, fühle ich mich sehr weiblich... Ich weiß, das der Rock geschlechtslos ist und trotzdem nutze ich ihn, um in der Öffentlichkeit ein Stück Weiblichkeit zu zeigen.
Geschlechtslos ist ein Rock wohl vor allem (oder nur) Männern, die im Rock männlich erscheinen wollen. Da du offentsichtlich gerne Weiblichkeit ausstrahlen möchtest, ist es wohl ein Vorteil, falls der Rock nur weiblich konnotiert ist, oder?
Auch wenn die Aussage teils in einer Frage formuliert ist, so hat Gregor das gut in quasi zwei Lager differenziert.
Auch diese Hin- und Hergerissenheit hat weiters Blumenrock, haben auch andere thematisiert und hirti in seinem Beitrag von vorhin nochmals aufgegriffen.
Gut ist, dass ich mit diesem Beitrag ein paar Tage gewartet habe, weil zu Gregors klarer Zweiteilung und der gelegentlichen Hin- und Hergerissenheit zwischen beidem von manch Anderem sich dann heute bei einigen meiner Vorredner noch ein weiteres Lager aufgetan hat, das ich glatt übersehen hätte:
Diejenigen, denen es explizit schnuppe ist, ob es "männlich" oder "weiblich" ist, ja, sogar, ob sie selbst als eine "männliche" oder "weibliche" Person aufgefasst werden, Michas Kategorie "Mensch" mag da exemplarisch dafür stehen.
Also ist es so, dass es unter uns Rockträgern doch überwiegend zwei drei Lager gibt, in die man sich eher verorten kann. Und teilweise stehen die sich sogar in ihren Assoziationen konträr gegenüber, ja vielleicht manchmal sogar im Wege. Zum Glück ist es nicht mehr so, dass wir hier deswegen Grabenkämpfe ausfechten würden. Dennoch verschiebt sich durch diese Unterschiede unter uns die Interessenlage jeder Partei so auf unterschiedliche Dinge.
Ich habe in meinen längeren Beitragen in diesem Thread schon auf mein gelegentliches manchmal in Spuren vorhandene "weiblich" fühlen hingewiesen. Aber dennoch verorte ich mich in meiner Kleidung (trotz meiner Kleidung) und in meinem Tun als klar "Mann".
Lieber Blumenrock, so wie Du es hier und auch in anderen Beiträgen ausdrückst, scheint Dir sehr wichtig zu sein, dass Du auch ein "Höschen" trägst (was hier eindeutig als Damenunterhose gemeint ist). Das bereitet Dir glückliche Gefühle. Nun ist es ja so, dass die Unterwäsche doch etwas sehr intimes ist, und dass man die für gewöhnlich eher selten bis gar nicht auf der Straße in der Öffentlichkeit zur Schau stellen kann. Umso prickelnder ist es für Dich, doch die Gelegenheiten zu nutzen, anderen diese eher verborgene Freude mitzuteilen - beim Arztbesuch zum Beispiel. Oder es in Worten eben uns mitzuteilen. Es scheint Dir an diesem Stück Weiblichkeit sehr viel zu liegen und spiegelt vermutlich auch Dein Inneres, mit welchen Gefühlen Du mit Rock und Strumpfhose umgehst, und was Du überwiegend damit verbindest.
Ich kann das alles nachvollziehen, ist bei mir doch diese gelegentliche Hin- und Hergerissenheit auch nicht völlig entschwunden.
Ich erwähnte irgendwo in meinen ersten langen Vor-Beiträgen hier im Faden, dass mich das Erobern von weiblichen Dingen reizt.
Zum Beispiel schrieb ich (muss man nicht zwingend wieder lesen) :
Aber mit all dem empfinde ich dieses Erleben nicht als etwas Weibliches. Vielmehr freut es mich, die Erfahrungen, die Frauen damit machen können, selber zu erleben. ... . Das sind Erfahrungen, die ich mit den Frauen nun teilen kann. Erfahrungen, die mich aber dadurch nicht weiblicher fühlen lassen, sondern die ich als Mann mir an Erfahrung und Erleben aneigne.
Wie ich auch andernorts im Forum schon öfter beschrieben habe, will ich diese weiblichen Elemente - oft auch hyperfeminine Elemente -, also Rock, Strumpfhose, weite Ausschnitte, Spaghettiträger, Farbe Rosa, Pastelltöne, Blumen, Muster, ausschweifende Silhouetten etc., "erobern", in mein Leben integrieren, und sie an mir als Mann durchaus zu "entweiblichen". Sie hinein ins Männliche zu überführen. Oder mit Michas Zwischenstufe (oder Überstufe) "Mensch" ausgedrückt...
...nicht mich als Person zu deklassifizieren, sondern die benutzen Kleidungselemente zu deklassifizieren, also ihnen diese rein weibliche Anmut zu nehmen, sie quasi nicht weiblich oder männlich zu belassen, sondern sie "menschlich" zu machen.
Schließlich haben - entschuldigt meinen weiten Bogen - Frauen auch vieles erobert: das selbstverständliche Recht auf Arbeit, private Tätigkeiten wie Motorradfahren oder Bergsteigen, Sport überhaupt, auch Fußball, achja: Hosen, Hemden, Anzüge.
Sie haben den Männern ihr ausschließliches Recht auf Hosen genommen. Sie haben eigentlich alles von den Männern mit den einstmaligen ausschließlich Männern vorbehaltenen Exklusivitäten genommen. So wurde alles "vermenschlicht" - ist doch egal, ob das ein Mann macht bzw. anzieht, oder eine Frau. So kann das auch mit den Exklusivitäten geschehen, die bisher ausschließlich Frauen gemacht bzw. angezogen haben.
Und mit dieser Sicht darauf, ermächtige ich mich, bislang weibliches in mein Mann-Dasein reinzuholen.
Die Gefühle, die ich dabei habe, sind wie erwähnt nur selten mit 'sich weiblich fühlen' konnotiert,
sondern das als weiblich aufgefasste mir zu erobern, es zu 'vermännlichen',
und es zu nutzen und damit zu (er)leben, was viele Männer sich außerstande sehen, jemals zu erobern,
ja, auch ein paar Glücksgefühle dabei, es trotz anfänglichem Widerstand durchzuziehen,
und mit Zufriedenheit das ganze Repertoire nutzen zu können, mich optisch zu gestalten.
Und all die Dinge, die wie oben angerissen Frauen für sich erobert haben,
hat im großen Durchschnitt die Frauen nicht männlicher gemacht,
sie sind fast alle noch immer genauso Frau und weiblich.
Und das können wir Männer auch. Dinge erobern, ohne uns zu verweiblichen.
Das ist meine Message.
Für Frauen steht alles zur Verfügung. Für uns Männer auch. Wir müssen es nur nutzen.
Und dann brauchen wir uns auch keinen allzu großen Kopf mehr drum machen, ob etwas "zu weiblich" ist.
Wer, so wie Du, Blumenrock, das überwiegend etwas anders sieht, dem ist diese Entglorifizierung von weiblichen Elementen vielleicht nicht ganz so lieb. Aber ich denke, es braucht nicht die Kleidung, um sich innerlich weiblich zu fühlen.
-
Ich trage Röcke, um meine Weiblichkeit auszudrücken. Aber wenn ich einen Jeansrock mit einem fetzigen Shirt trage, fühle ich mich als Mann, der Röcke trägt. Es gibt einen Teil in mir, der Röcke einfach ausdrucksstärker findet als Hosen.
:) ;) :)
Da hast Du aber völlig recht.
Und für mich gibt es nicht nur einen Teil in mir, der das so empfindet, sondern ich als ganzer Kerl, also mein ganzer Kerl findet Röcke absolut ausdrucksstärker als Hosen.
-
Ein drittes Lager, das der Gleichgültigkeit ob männlich oder weiblich aufgefasst? Ja, muss es geben. Nur fragt man sich, wie groß es sein kann, also wie vielen Männern es TOTAL egal wirklich ist, ob sie in die F- oder M-Schublade geworfen werden?
Ich stelle mir vor, dass die allermeisten Männer jedenfalls tendieren, der einen oder anderen zu gehören und möglicherweise deshalb ihre Grenzen erforschen.
Vielleicht ist Ihnen eben der Zweifel, ob nun oder nicht, interessant?
Nur ein Gedanke.
-
Hallo Gregor,
klar bin ich biologisch ein Mann.
Ich fühle mich auch nicht als Frau, aber auch nicht als Mann.
Es hat mir noch nie jemand schlüssig erküren können, wie oder was diese Gefühle sind.
Ich mag den typisch maskulinen Umgang nicht, sowas wie, sich stark und dominant machen, Raum einnehmen, kompetitives Verhalten, Machotum und so weiter. Die Liste könnte ich beliebig verlängern, aber ich denke es ist klar, worauf ich hinauswill.
Dem entkommt Mann nicht unter Männern, und Frauen agieren immer mit einer gewissen Distanz zu Männern, anders als untereinander.
Unter Frauen, als "nicht Mann" wahrgenommen, fühle ich mich wohler, schlicht dazugehörig.
Ich will nicht als Frau, oder zumindest als Karikatur einer Frau wahrgenommen werden, aber erst recht nicht als üblicher Mann.
Leider werde ich fast immer männlich gelesen, ist es mal nicht so, oder berücksichtigt jemand meine Stellung dazwischen, fühle ich mich am wohlsten.
Ich könne natürlich auch plump die zeitgenössischen Begriffe verwenden, deren Interpretation und Kenntnis ist aber eher volatil.
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Vielen Dank für Eure Beiträge zu dem Thema, was sehr vielfältig diskutiert worden ist.
Mit dem Zwang in Zusammenhang hat mich beschäftigt. Ich denke dazu, was ausgelebt werde will, muss ausgelebt werden, so lange man niemand anders schadet. Im übrigen habe ich meine weibliche Seite entdeckt im Rahmen eins Retreats. Ich denke, wenn ich abtrete, dann habe ich etwas gewagt.
-
Hallo Blumenrock,
das mit der "weiblichen Seite" oder - wie es manche ausdrücken - mit den "weiblichen Anteilen" kann ich einigermaßen tolerieren oder akzeptieren. Dennoch denke ich mir manchmal, dass es einigen lediglich als Halteklammern dient, den Hang zu nicht-standardmäßigem Männerverhalten zu erklären, also z.B. auch den Hang zu gegenüber den vorgegebenen Erwartungen abweichenden Kleidungsinteressen.
Würde den Erscheinungsformen "Rock" oder "Kleid" nicht ausschließlich ein weiblicher Bezug beigemessen werden, wären etliche rock- oder kleidbegeisterten Männer nicht in der Bedrängnis, ihre Seele in weiblichen Anteilen oder in einer weiblichen Seite suchen zu müssen.
Sorry, dass ich das zur Stunde Minute gerade nicht einfacher ausdrücken kann.
P.S.: Ich für mein Teil, verbinde mein Rock- und Kleidtragen nicht mit irgendwelchen potentiellen weiblichen Anteilen oder einer weiblichen Seite in mir. - Aber ich will nicht von mir auf alle anderen Menschen Männer schließen. Trotzdem schwelt in mir der Verdacht, dass manche nach obigem Muster aufgefasste Einschätzung nur aus einer gewissen 'gesellschaftlichen Not' heraus getroffen wird, weil eben 'Rock oder Kleid = weiblich' gedeutet wird, woran nichts zu rütteln sei. Mein Ansatz eben ist: doch, daran ist was zu rütteln. "Traut Euch!", wäre mein missionarischer Aufruf.
Edit: Noch ein kleiner Denk-Impuls anbei: Es ist nüchtern betrachtet doch leichter, die Hülle um den Kern zu ändern, als den Kern wegen einer Hülle zu ändern...
-
...
Ich denke, wenn ich abtrete, dann habe ich etwas gewagt.
Ja, das ist ein wirklich essenzieller (also: wichtiger) Impuls (also: Denkansatz),
dass man nicht wartet, bis irgendwer Fremdes etwas tut, wovon Du profitieren könntest,
sondern, dass man es selber tut.
Und zwar, bevor man sein Lebensende erreicht.
-
klar bin ich biologisch ein Mann.
Ich fühle mich auch nicht als Frau, aber auch nicht als Mann.
Es hat mir noch nie jemand schlüssig erküren können, wie oder was diese Gefühle sind.
.
Man nennt das “non-binär” und dazu ist schon viel geschrieben worden… Du bist damit nicht allein… aber vielleicht hier im falschen Forum, da hier viele der Teilnehmenden darauf pochen, „richtige Männer“ zu sein, die nur zufällig gerne Röcke und Kleider tragen… naja…
Vielleicht mal hier schauen: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewforum.php?f=145
-
klar bin ich biologisch ein Mann.
Ich fühle mich auch nicht als Frau, aber auch nicht als Mann.
Es hat mir noch nie jemand schlüssig erküren können, wie oder was diese Gefühle sind.
.
Man nennt das “non-binär” und dazu ist schon viel geschrieben worden… Du bist damit nicht allein… aber vielleicht hier im falschen Forum, da hier viele der Teilnehmenden darauf pochen, „richtige Männer“ zu sein, die nur zufällig gerne Röcke und Kleider tragen… naja…
Vielleicht mal hier schauen: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewforum.php?f=145
"Falsches Forum"? Das kommt auf die Sichtweise an.
Was Du hier im Forum prima entwickeln kannst ist ein dickes Fell. Dann kratzen Dich auch die sogenannten "richtigen Männer" nicht. Damit ist es ein gutes Training für die analoge Welt jenseits des Forums.
Mit Deiner non-binären Sichtweise/Gefühlswelt bist Du selbst in diesem Forum nicht allein.
-
aber vielleicht hier im falschen Forum, da hier viele der Teilnehmenden darauf pochen, „richtige Männer“ zu sein, die nur zufällig gerne Röcke und Kleider tragen… naja…
Ich denke, es haben beide und noch mehr Platz hier. Wir sollten die Aufspaltung der Gesellschaft nicht noch weitertreiben, sonst haben wir bald keine mehr, sondern nur noch Blasen.
LG, Micha
-
Meiner Ansicht nach ist die Eigenschaft und die Zugehörigkeit "Non-Binär" mittlerweile überwiegend eine Rechtfertigung dafür, etwas zu tun, was untypisch für das eigene biologische Geschlecht wäre. Das wurde hier und da auch schon mal angedeutet. Es funktioniert zwar für viele Leute, aber sorgt auch für Unmut bei denjenigen, die wirklich von Geburt an oder in frühen Jahren am Strugglen sind mit ihrer Identität. Solche inneren Konflikte sind heftig und belastend und es fühlt sich wohl nicht gut an, wenn Männer in Non-Binären Gruppen dann hauptsächlich darüber berichten, wie gut es sich anfühlt, Strumpfhosen zu tragen. Und ob sich vielleicht noch andere Non-Binäre finden lassen, mit denen man gemeinsam mal zuhause Damenwäsche tragen kann.
Ich denke, es haben beide und noch mehr Platz hier. Wir sollten die Aufspaltung der Gesellschaft nicht noch weitertreiben, sonst haben wir bald keine mehr, sondern nur noch Blasen.
Dieses Problem sehe ich auch anbahnen. Helfen würde einfach, wenn Männer mehr darüber reden könnten. Aber stattdessen wird von Krankenkassen und anderen Institutionen Jahr für Jahr wiederholend darüber berichtet, dass Männer sich weniger über ihr Empfinden und ihre Gesundheit austauschen als Frauen und dann war es das auch schon wieder. Kaum Angebote dazu.
Ich möchte noch anfügen, dass ich niemandem seine Attribute absprechen möchte. Diese Freiheit steht jedem zu. Ich weiß halt nicht, ob es für alle zusammen zielführend ist. Dann kommen wieder bestimmte Boomer daher, die sich als Helikopter definieren...
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klar bin ich biologisch ein Mann.
Ich fühle mich auch nicht als Frau, aber auch nicht als Mann.
Es hat mir noch nie jemand schlüssig erklären können, wie oder was diese Gefühle sind.
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Man nennt das “non-binär” und dazu ist schon viel geschrieben worden… Du bist damit nicht allein… aber vielleicht hier im falschen Forum, da hier viele der Teilnehmenden darauf pochen, „richtige Männer“ zu sein, die nur zufällig gerne Röcke und Kleider tragen… naja…
Vielleicht mal hier schauen: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewforum.php?f=145
"Vielleicht hier im falschen Forum" ist zu hart ausgedrückt.
Ja, es verbindet viele User hier, sich als "richtige Männer" zu fühlen, und das auch immer mal wieder zu erwähnen.
Aber diese Männer verbindet auch viele Gemeinsamkeiten mit Männern, die sich nicht ganz so "männlich" fühlen oder eher mit einer queeren, non-binären Identität sich identifizieren können. Und zum Teil sind ja mitunter auch einige auf der Suche "nach sich selbst", um sich oder auch der Umwelt erklären zu können, warum sie irgendwie anders sind.
Es mag sein, dass im anderen Forum sich mancher mehr zuhause fühlt als hier, weil dort ein anderes Verständnis vorherrscht. Hier bei uns ist es wichtig, gemeinsame Gedanken und Erfahrungen auszutauschen, die uns oft mehr einen als voneinander trennen. Gleichwohl ist es hier bei uns wichtig, dass sich "richtige Männer" mit Neigung zu Rock und Kleid hier wiederfinden und auch verstanden werden.
Zu diesem Thema finde ich gut, auch zu dem, was Rockbaron gerade schrieb, was mir vorhin vor die Füße lief (inspiriert durch einen anderen Thread), nämlich das hier:
https://www.the-beskirted-man.com/gender/does-wearing-a-skirt-as-a-man-mean-im-gay-or-trans/
Lasst Euch die Seite ins Deutsch übersetzen, wenn das englische Original zu anstrengend ist. Die automatische Übersetzung fand ich sehr schön formuliert. Und ja, die Seite und der gesamte Blog stammt von einem männlichen Rockträger aus dem ländlichen Gebiet in Bayern.
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Non-binär hat nun erstmals gar nichts mit dem Tragen von Röcken oder Strumpfhosen usw. Zu tun, sondern mit der sexuellen Identität, also welchem Geschlecht fühle ich mich zugehörig, oder eben auch keinem der beiden „Extreme“.
Das non-binäre Menschen dann manchmal auch den Hang zum „Crossdressing“ haben, um der eigenen Identität nach außen Ausdruck zu verleihen, ist ein ganz anderer Geschichte.
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Das non-binäre Menschen dann manchmal auch den Hang zum „Crossdressing“ haben, um der eigenen Identität nach außen Ausdruck zu verleihen, ist eine ganz andere Geschichte.
Wie sieht der Hang zum Crossdressing aus? Das ist die spannende Frage ;D
Auf Jodel in der LGBT-Sektion, bei Reddit und in den Instagram-Kommentaren von non-binären Inhalten lese ich jedenfalls häufig, dass man anderen mit der Kleidung nicht auf die Nerven gehen soll. Das sei okay, aber solle man bitte nur zuhause tragen. Es sei besser in den Fetisch-Gruppen aufgehoben. So ähnlich wie die Furry-Masken auf dem Nürnberger CSD: Non-Binär sein ist okay, aber bitte nicht mit Fetischzeug herumspazieren. Ich spreche nicht die polizeilichen Gründe an, sondern die Meinungen von anderen Teilnehmern.
Non-binär hat nun erstmals gar nichts mit dem Tragen von Röcken oder Strumpfhosen usw. Zu tun, sondern mit der sexuellen Identität, also welchem Geschlecht fühle ich mich zugehörig, oder eben auch keinem der beiden „Extreme“.
Ich habe beim Erstellen meines ersten Beitrags auch erst gedacht, dass die sexuelle Identität mitbetroffen ist. Stimmt aber nicht:
Mit biologischem Geschlecht oder Geschlechtsmerkmalen hat die Nichtbinarität einer Person nichts zu tun, auch wenn manche intergeschlechtliche Menschen sich als nichtbinär identifizieren. Die geschlechtliche Identität ist zu unterscheiden von der sexuellen Identität: Die romantischen Ausrichtungen und sexuellen Orientierungen von nichtbinären Menschen sind genauso unterschiedlich und vielfältig wie die von „binären“ Personen (cis oder trans Männern und Frauen).
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtbin%C3%A4re_Geschlechtsidentit%C3%A4t (https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtbin%C3%A4re_Geschlechtsidentit%C3%A4t)
Eine Primärquelle hab ich aber dazu noch nicht gefunden.
Non-Binär kann wirklich alles sein. Ob das hilfreich ist oder nicht, sei mal dahin gestellt.
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Auf Jodel in der LGBT-Sektion, bei Reddit und in den Instagram-Kommentaren von non-binären Inhalten lese ich jedenfalls häufig, dass man anderen mit der Kleidung nicht auf die Nerven gehen soll. Das sei okay, aber solle man bitte nur zuhause tragen. Es sei besser in den Fetisch-Gruppen aufgehoben. So ähnlich wie die Furry-Masken auf dem Nürnberger CSD: Non-Binär sein ist okay, aber bitte nicht mit Fetischzeug herumspazieren. Ich spreche nicht die polizeilichen Gründe an, sondern die Meinungen von anderen Teilnehmern.
Bei solchen Community-Mitgliedern braucht´s keine Feinde! :-X
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Ohje, was für ein verworrenes Geschreibsel.
Sexuelle Identität (als was nehme ich mich selbst wahr) ist was anderes wie sexuelle Ausrichtung (welches Geschlecht interessiert mich sexuell).
Was das Tragen von Röcken mit Fetish-Gruppen zu tun hat , erschließt sich auch nur dem wirren Geist.
Was irgendwelche Leute in irgendwelchen sozialen Medien schreiben oder nicht interessiert mich kein Stück. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden, wie er/sie auftritt.
wäre ich religiös, würde ich sage „lieber Herrgott, wirf Hirn herunter!“
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Meines Wissens kann man zwischen sexueller (biologischer) und Gender- (sozialer) Geschlechtsidentität unterscheiden. Den Wunsch, sich in der Kleidung anders als cisgender zu kleiden gehört dann eher zur Genderidentität, denn die Kleidung ist ja kein biologisches, sondern ein kulturelles und da gesellschaftliches Merkmal.
LG, Micha
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Ich halte es persönlich genauso wie Micha. Das Geschreibsel ist allerdings wirklich so auf den unterschiedlichen Websites zu finden: Liebesleben, LSVD, TransInterQuer, Genderleicht, etc...
Hier zum Beispiel:
https://www.nonbinary.ch/non-binaeres-geschlecht/ (https://www.nonbinary.ch/non-binaeres-geschlecht/)
Testfrage: Was ist der Unterschied zwischen Skoliosexualität und Diamorik?
Kein Wunder, dass manche das als woke bezeichnen.
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Testfrage: Was ist der Unterschied zwischen Skoliosexualität und Diamorik?
Kein Wunder, dass manche das als woke bezeichnen.
Keine Ahnung. Habe diese Begriffe jetzt zum erstem Mal gelesen. Es gibt aber in diesem Bereich eine riesige Ausdifferenzierung der Begriffe.
Mit "woke" hat das aber m.W. wenig zu tun. Bei "woke" geht es um die Rechte von diskriminierten Bevölkerungsschichten, ursprünglich der Schwarzen in den USA. Mag sein, dass auch diskriminierte Genderidentitäten, die zum eigenen Recht erwacht sind, sich als "woke" bezeichnen. Meines Wissens wird der Begriff seit einiger Zeit aber eher von denen verwendet, die für eigene Privilegien kämpfen, die sie durch die "Woken" in Gefahr sehen. Sie benutzen "woke" dann eher als Schimpfwort.
Aber lasst uns das nicht hier in diesem Thread vertiefen.
LG, Micha
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Nun, ich habe den Eindruck, dass "woke", wenn in herabwürdigender Absicht benutzt, überwiegend sich bezieht auf einen übertrieben empfundenen Einsatz unbetroffener Menschen im gut gemeinten Sinne für andere Menschen, die sie betroffen sehen oder die tatsächlich betroffen sind.
Dazu zählen freilich auch so Phänomene wie "Gendern" (das, was die zuvor definierten Verwender von "woke" darunter verstehen), aber auch jene Phänomene, dass Zigeunerschnitzel oder Lumumba andere Bezeichnungen erhalten sollen, oder Werke von Karl May oder Schiller umgeschrieben werden sollen, weil sie Inhalte beinhalten, die andere Personengruppen, oftmals weit jenseits des Verbreitungsgebiets der Werke, als verletzend empfinden könnten. Oder welche nicht in den Sprachduktus längst vergangen geglaubter Zeiten verfallen wollen.
Für einige, vielleicht viele, mag es noch weitaus mehr bedeuten als das voran aufgeführte. Für wenige ist es jedenfalls ein Rundumschlag für alles, was ihnen persönlich nicht in den Kram passt.
Aber hier ist das Thema ja:
Gefühle bei Rock und Strumpfhosen -
also sowohl physische sinnliche Gefühle
als auch psychische innere Gefühle.
Und ja, die in den Beiträgen vorher genannten Begriffe und das Sammelsurium der nicht genannten, denen bin ich auch schon mal irgendwie im Kontext mit dem schon genannten Forum oder dem letzten Link begegnet, mit allerlei Begriffen, die mir zumeist völlig fremd waren, lexikonartig erklärt.
Ich hatte da mal mit Neugier reingelesen, aber schnell gemerkt, dass ich mit diesen kleinfeinen Unterbegriffen nicht viel anfangen kann.
Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.
Andererseits ist es nicht so erstaunlich, weil ja Frauen, die Hosen tragen, auch keinen eigenen Oberbegriff gebraucht haben.
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Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.
Es gibt ja zumindest hier im Forum den Begriff Rocker. Ich finde ihn zwar nicht 100% perfekt, aber er klingt immerhin neutral. Einen Ticken maskulin und etwas selbstironisch.
Ich weiß aber nicht, ob ich zu nem alten Kumpel sagen würde: Hey übrigens, ich bin Rocker...
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Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.
Andererseits ist es nicht so erstaunlich, weil ja Frauen, die Hosen tragen, auch keinen eigenen Oberbegriff gebraucht haben.
Eben!
Das "Cis" kannste weglassen, weil Trans-Männer wohl kaum Röcke tragen wollen. Die stehen auf Hosen.
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Ich kann mit den genzen Begrifflichkeiten wieder nichts anfangen.
Hab neulich mit meiner Kollegin drüber gesprochen.
Sie hat mich schon mal im Rock gesehn und wir haben über die Nachlassende Hormonproduktion unserer älteren Körper gesprochen.
Und dann hab ich gesagt, ich kann mich niemals weiblich oder feminin fühlen, denn mir fehlen die weiblichen Hormone, die weiblichen Brüste, die Vagina, das weibliche Gesicht und die Haare.
Mein Körper wird ja von Testosteron gesteuert.
Warum ich trotzdem Röcke und Strumpfhosen trage? Weil es mir auch als Mann gefällt.
Und ich kenne Frauen, die tragen niemals Röcke oder Kleider. Ich kenne sogar eine Frau, die früher ein Mann war und die trotzdem niemals Röcke oder Kleider trägt.
und was "woke" und "gender" betrifft, so stammen diese Worte aus dem amerikanischen Englisch. Und ich finde es schon seltsam, dass man damit die deutsche Sprache verändern möchte. Mit Verweisen auf historische amerikanische Ereignisse die in Deutschland keinen Vergleich finden, weil sie hier nicht so stattgefunden haben.
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Und dann hab ich gesagt, ich kann mich niemals weiblich oder feminin fühlen, denn mir fehlen die weiblichen Hormone, die weiblichen Brüste, die Vagina, das weibliche Gesicht und die Haare.
Mein Körper wird ja von Testosteron gesteuert.
So einfach ist es nicht, lieber Zwurg, denn auch Frauen haben Testosteron und Männer Östrogen, nur eben jeweils weniger als das andere Geschlecht.
LG, Micha
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Mir erschließt sich das Konzept des so oder so Fühlens nicht.
Ich bin ein Mann, offensichtlich.
Aber wie fühle ich mich korrekt männlich? Wie fühlt sich eine Frau? Wie könnte ich mich anders fühlen?
Ich fühle mich als ich, schon immer, egal was ich trage, was ich tue, wie ich aussehe, bleibe ich immer derselbe.
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Ich fühle mich als ich, schon immer, egal was ich trage, was ich tue, wie ich aussehe, bleibe ich immer derselbe.
Toll formuliert, besser kann ich es auch nicht ausdrücken.
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...lese ich jedenfalls häufig, dass man anderen mit der Kleidung nicht auf die Nerven gehen soll. Das sei okay, aber solle man bitte nur zuhause tragen. Es sei besser in den Fetisch-Gruppen aufgehoben. So ähnlich wie die Furry-Masken auf dem Nürnberger CSD: Non-Binär sein ist okay, aber bitte nicht mit Fetischzeug herumspazieren.
Das erste Thema, dass man das Zeug doch bitte daheim tragen soll, aber nicht damit herumspazieren, wurde mir auch schon als Kaffeeautomaten-Gespräch über mich in der Firma zugetragen. Ich hab zwar ein dickes Fell, aber manche Bemerkung dringt doch durch und kränkt mich ein bisschen. Das war eine davon.
Und zum Thema Fetisch Zeug... davon gibt es doch so viel und blöderweise steh ich irgendwie auf alles mögliche:
Frauenkleider, Schuhe mit Absätzen, Ledersachen, schicke Stiefel, schöne Strümpfe... blablabla... halt so gut wie alles was dem Mann eigentlich verboten sein sollte.
Naja... was soll ich sagen... ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert.
Wenn die Leute eh schon munkeln dass man da seinen Fetisch auslebt, dann ist es ja eigentlich wurscht und man kann man ruhig noch ein oder zwei weitere dazupacken. ;D
Fühlt sich jedenfalls toll an! (https://www.rockmode.de/index.php?topic=5988.msg197167#msg197167)
(außerdem sagt sogar cephalus' Frau, "Du trägst ein Kleid - da ist der Rest auch schon wuscht" und die hat bestimmt recht)
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Genauso sehe ich es auch. Ich zeige mich so, wie ich mich wohlfühlen. Da haben halt manche Leute Schwierigkeiten.
In ARTE (queer und verfolgt in der Türkei 19:40 Uhr bis 20:15 Uhr ). läuft außerdem heute ein Film über Queere Menschen. Da wird schon komisch geschaut, wenn man ein blaues Shirt mit rosa Pünktchen trägt. Man fällt auf und es besteht die Gefahr, , verhaftet zu werden.
Ich glaube, man darf da als Mann auch nicht im Rock rumlaufen bzw. Mut haben. Queer sagen die Herrschenden die Familie.
Auszug:
„Naja... was soll ich sagen... ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert.
Wenn die Leute eh schon munkeln dass man da seinen Fetisch auslebt, dann ist es ja eigentlich wurscht und man kann man ruhig noch ein oder zwei