Rockmode.de
Röcke und mehr... => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: John1697 am 08.12.2025 23:09
-
Servus zusammen,
ja ich bin momentan leider nciht so aktiv hier, aber ich habe was zu berichten... und das leider nicht nur positives. Deshalb kleine Vorwarnung sollte jemand Probleme mit gewissen sensiblen Themen haben.
Ich war gestern auf unseren örtlichen Weihnachtsmarkt. Ich habe mich auch nicht Lumpen lassen und habe es gewagt. Es hat mich zwar viel Überwindung gekostet aber man muss auch mal Risiko eingehen.
Ich habe ein dunkelrotes Kleid eine Thermostrumpfhose darunter und eine normale Jacke getragen. Tatsächlich muss ich sagen, dass das Kleid doch etwas kürzer war, als ich es bestellt hatte, aber ich finde es trotzdem super (hab noch direkt zwei andere Farben bestellt), den es ist super warm und angenehm.
Naja auf jedenfall habe ich mich langsam unter die Leute gemischt und mir ist auch nicht wirklich was aufgefallen. Außer im Bus, da hab ich den ein oder anderen Blick bekommen, aber jetzt nicht negativ oder postiv. Ich glaube das war eher Interesse.
Ich bin dann über den Platz geschlendert, hab mir Glühwein geholt, etwas gegessen und habe dann noch ein kleines Schauspiel beobachtet. Ich hab fast selber vergessen, in welchem Outfit ich da gerade unterwegs war. Ich war auch ziemlich nervös / aufgeregt, aber irgendwie fühlte es sich irgendwann recht schnell "normal", bzw.auch irgendwie gut an.
Es gab aber einen Moment den ich ziemlich komisch fand: Als ich mich gerade zu den Menschenmengen stellte um mir die kleine Weihnachtsshow anzusehen wurde es ziemlich voll. Alles gut soweit. Irgendwann spürte ich dass irgendwas an meiner Jacke oder sogar Kleid zupfen. Ich hab es aber nur so semi wahrgenommen. Ich hab es noch einmal wahrgenommen, bevor dann etwas ganz komisches Geschah. Ich spürte wie etwas mein linkes Bein berührte und ich meine auch eine Bewegung im Saum meines Kleides im Augenwinkel gesehen zu haben. Ich habe mich umgesehen und auch leicht umgedreht: Links neben mir stand nur eine Frau und hinter mir standen halt auch noch Leute... überwiegend gemischt. Ich konnte nicht wirklich wahrnehmen woher das kam, bwz. wer das war (wenn da überhaupt was war). Vielleicht bin ich einfach auch nur paranoid.
Nachdem hab ich mich in der Menschenmenge so gar nicht mehr wohlgefühlt. Ich hab dann meinen Glühwein fertig getrunken und wollte auch irgendwie einfahc nur noch weg.
Ich bin dann zu Bushaltestelle. Es ist da noch eine Sache passiert. Vor der Bushaltestelle kamen dann zwei Halbstarke und haben schon vom weiten ziemlich ätzende Rufe wie "Hey Puppe", usw. geäußert. Ich habs erstmal ignoriert. Nur haben die sich dann an der Haltestelle direkt neben mich gestellt. Der eine kam dann vor mich und hat dann nur zum lachen angefangen. Er fragte, dann ob ich eine "Schuchtel" sei und auf Männer stehe? Ich hab das verneint und den beiden gesagt, woran sie das ausmachten. "Ja schau doch wie du aussiehst, das ist doch voll peinlich" Ich habe denen dann noch erklärt, dass ich zwar genderfluid, bzw. non-binär bin und biologisch auch männlich, aber für mich KLeidung kein Geschlecht hat und dass ich eine super liebe Freundin habe. Und dass ich es eher peinlich von ihnen finde, so (wahrscheinlich auch mit Frauen) zu reden und ihnen hinterherzurufen und dass es kein Wunder sei, dass Frauen von Leuten wie euch eher Abstand wollen etc.
Das hat ihnen wohl gar nicht geschmeckt, denn der eine kam bedrohlich nahe. Ich habe gesagt sie sollen Abstand halten und war kurz davor zu gehen. Zum Glück kamen dann aber zwei nette Damen und ein anderer Herr, die auch an der Bushaltestelle gewartet haben und es scheinbar mitbekommen haben und haben gefragt ob es hier ein Problem gäbe. Plötzlich war der eine ganz still. Der nette Mann hat dann gesagt, dass er sich ganz schnell verziehen soll und die Damen meinten auch dass sie die Polizei gleich dazu rufen. Daraufhin haben die mich in Ruhe gelassen und sind an die nächste Haltestelle auch gegangen.
Ich war überrascht. Sie fragten mich noch ob alles ok sei und ich bedankte mich auch sehr bei Ihnen. Der Herr meinte zwar auch ganz kurz dass mein Outfit "außergewöhhnlich" und nichts für ihn sei, aber meinen Mut sehr bewundere. Die Damen haben mich auf die Seite gezogen, bzw. gefragt ob ich mich zu ihnen stellen möchte. Sie haben mir dann auch postives Feedback gegeben und sich bedankt, dass ich mich allgemein für alle Frauen eingesetzt habe und dass es ihnen Leid tue dass ich sowas miterleben musste.
Achso, ja und hier noch zwei Bilder zum Outfit:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
(https://ibb.co/Qv9vP6Cy)
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
(https://ibb.co/yBkMgxDf)
-
Lieber John,
es tut mir Leid, dass dir sowas passiert ist. Du trägst an dieser Situation natürlich keine Schuld und es ist schön, dass es noch Menschen mit Zivilcourage gibt.
Ich höre das leider öfter von jungen Männern, die Rock oder Kleid tragen, dass sie blöd angemacht wurden. Meist passiert das spätabends, wenn junge Männer in Gruppen unterwegs sind und viel Alkohol im Spiel ist. Die fühlen sich dann stark und möchten sich profilieren. Es gibt leider immer solche Idioten, die sich ein Opfer aussuchen und da ist man als Mann im Kleid natürlich ein gefundenes Fressen. Ich kann mittlerweile Frauen verstehen, warum sie manche Plätze zu bestimmten Uhrzeiten nicht mehr alleine aufsuchen und sich nicht sicher fühlen. Viele meiden vor allem den öffentlichen Personennahverkehr. Das höre ich auch sehr oft von Menschen, die offen als queer leben oder die fälschlicherweise als queer gelesen werden können.
Vor ein paar Monaten habe ich mit einer jungen Transfrau gechattet. Sie sagte, dass ich sie inspiriere, weil ich oft Röcke in der Öffentlichkeit und auf der Arbeit trage. Deswegen outete sie sich bei ihrer Arbeit (Handwerksbetrieb) und bekam positives Feedback. Sie bedankte sich und war so glücklich. Dann erzählte sie mir, dass sie sich länger nicht getraut hätte. Vor zwei Jahren wäre sie das erste Mal in Frauenkleidung außer Haus gewesen und wollte mit Freunden auf eine Gender Switch Party, also wo man die Kleidung des anderen Geschlechtes trägt. Allerdings wird sie äußerlich oft als männlich gelesen, weil sie noch keine Hormontherapie begonnen hat. Sie wurde auf dem Weg zur Party am Mainzer Hauptbahnhof von einer Gruppe Jugendlichen zusammengeschlagen, und zwar so schlimm, dass sie im Krankenhaus behandelt werden musste. Das ging mir wirklich sehr nah. Ähnliche Geschichten habe ich schon häufiger von Femboys, Twinks, Transfrauen, Schwulen oder von (heterosexuellen) Männern in Röcken gehört. Deswegen meiden es junge Männer oft öffentlich Rock zu tragen oder machen es nur im geschützten Rahmen.
Mir ist sowas glücklicherweise noch nie passiert und bekam nur vereinzelt schon blöde Sprüche für meine Röcke. Aber auch ich wurde schon Opfer von Gewalt und da trug ich nach einer Weihnachtsfeier einen Anzug. Kenne auch andere Menschen aus meinem Bekanntenkreis, die Opfer geworden sind. Ein Freund meiner Eltern wurde mal so verdroschen, dass er monatelang im Koma lag und nur knapp überlebt hatte. Dafür kann es tausend Gründe geben. Sowas kann leider immer passieren, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist.
Leider triggert ein "femininer" Kleidungsstil an männlich gelesenen Personen immer noch manche Menschen. Deswegen habe ich auch ein wachsameres Auge, wenn ich im Rock unterwegs bin und meide es manchmal sogar im Rock raus zu gehen, wenn ich weiß, dass es später werden kann und ich eine Gegend passieren muss, in der dann viele Asoziale unterwegs sind.
Lass dich nicht von solchen Deppen entmutigen. Sei vorsichtig, aber lass dich nicht von der Angst bestimmen. Ich finde es schwierig bei solchen Konflikten Tipps zu geben, aber oftmals ist es besser, wenn man die Leute nicht noch weiter provoziert, um nicht unnötig Öl ins Feuer zu gießen. Ignorieren und dem Konflikt aus dem Weg gehen ist oft die bessere Wahl, aber es ist trotzdem keine Garantie, dass es nicht doch eskalieren kann.
-
Ich fahre selten und ungern ÖPNV. Nur wenn es nicht anders geht. Wie letztens zum Festival. Mit schwarzen längeren Lederrock und Trenchcoat dazu. Hab noch nie Stress gehabt aber trotzdem ist genug räudiges Pack unterwegs wo man reichlich Abstand hält. Letztens drehten im U Bahnzug ein Gruppe Schwarzer allgemein am Rad. Bierflaschen kreisten…
Da hält hält man dann gerne Abstand. Die Frauen im Zug waren wenig von diesen Gestalten begeistert. Deren Begleiter auch nicht. Nicht selten sind die in Gruppen unterwegs und müssen sich natürlich entsprechend profilieren.
Berlin ist zwar viel gewöhnt und locker aber man weiß ja nie….
Definitiv ist das Auto die bessere Wahl. Manchmal geht’s aber nicht wegen parken vor Ort. Das Frauen lieber Taxi oder Uber fahren als U Bahn ist verständlich.
Da fällt mir doch gerade das Stichwort „Stadtbild“ein….. da ist viel wahres dran.
Berlin kann ein Lied davon singen…
Am kommenden We werde ich wieder mit dem Auto fahren. Diesmal ist es gut, praktisch und machbar. Ich liebe es!
Es geht schneller zurück und keine Idioten die Stress machen.
-
Ein wirklich unangenehmes Erlebnis, lieber John!
Aber lass Dir von niemandem einreden, es liege an Dir oder Deiner Kleidung. Eher an der Passung zwischen Dir und dem beschränkten Weltbild dieser Männer. Sorgen macht mir indes die politische Entwicklung, die solche Typen ermuntert, endlich doch mal zu sagen, was bisher angeblich verboten gewesen sei. Minderheiten, die nicht in ihr enges Weltbild passen, können dann leicht zur Zielscheibe ihres Hasses werden.
Mach einfach weiter so, aber sei auch vorsichtig!
LG, Micha
-
Hallo John ich finde es mutig von Dir so raus zugehen Die Typen an der Bushaltestelle sind nicht normal die sind stoltz daß,sie Hosenträger sind .Ich hätte damit kein Problem soll jeder tragen was er will und wo er sich wohl fühlt.Mach weiter so mit dem tragen von Röcken .Auf solche Typen kann man verzichten wo kein Hirn haben.Lg
-
Lieber John,
Dir gehört mein Mitgefühl, dass Du diese Situationen erleben musstest.
So etwas kann extrem verunsichern. Die von der Haltestelle wollten das ja auch auf alle Fälle. Wenn Du deswegen solche Situationen in Zukunft meidest, dann gibt das denen Recht.
Mich erinnert das an die 80er und frühen 90er Jahre, das war in meinen persönlichen 20ern. Da gehörten solche Szenen fast zur Tagesordnung. Ich bin froh, dass ich mich davon nicht habe abhalten lassen. Froh bin ich auch, bei jeder dieser Situationen ein bisschen dazugelernt zu haben, an Erfahrung und auch jeweils ein Fitzelchen an Mut, mit solchen Situationen künftig umzugehen. Froh aber bin ich auch, dass diese Situationen längst nicht mehr an der Tagesordnung sind, sondern sehr extreme Ausnahme.
Auffallend ist, dass Menschen, die meinen, ihr Weltbild - unbewusst oder unterbewusst - durch "korrigierende Maßnahmen" einem aufdrücken zu wollen, selbst oft Schwierigkeiten haben, sich in die Gesellschaft erträglich einzufügen. Den Druck, den sie verspüren, lassen sie dann in "geeigneten" Situationen an anderen Menschen aus.
Ich finde toll, dass Du - wie Du schilderst - ja ihnen verbal schlagfertig Paroli bieten konntest. Der Verweis auf Frauenfeindlichkeit war ein eindrucksvoller Ansatz von Dir, den Stolz dieser hochintegrierten Hosenträger zu brechen. Doch Yoshi hat ebenso gut analysiert wie auch Recht, dass es meist besser ist, nicht noch Öl ins Feuer zu gießen.
Ich habe über all die Jahrzehnte gelernt, in solchen Situationen mich gemeinsam mit den Belustigten zu amüsieren. Mein eigenes Amüsement hat inzwischen zwei Ebenen:
- zum einen freue ich mich, dass ich andere Menschen erheitern konnte und ihnen Grund gab, nicht weiterhin miesgelaunt die allgemeine Stimmung runterzuziehen. Es ist ein gutes Werk, anderen Menschen zu ein bisschen Freude zu verhelfen.
- zum anderen freue ich mich, dass ich im Inneren mich über die amüsierten Leute amüsieren kann, dass sie eben noch einiges dazulernen könnten, und dass sie eigentlich arme Würstchen sind, die gefangen in ihrer beengten Weltsicht sind und noch nicht begriffen haben, dass es ihnen seelisch besser ginge, wenn sie nicht jedem ihr eigenes Weltbild aufdrücken wollten - was sie übrigens nur machen, wenn sie sich gerade mal besser fühlen als sonst den lieben langen Tag lang. Lass Dir es nicht anmerken, dass Du auch über sie lachst. Lache sie in Deinem Geiste innerlich aus, zeige nach aussen, dass Dein inneres Lachen über sie ein gemeinsames Lachen über die von ihnen so empfundene Situation sei. Und hab auch Verständnis, dass nicht jeder so weltoffen und gesittet sein kann, wie wir das sind.
Ein gemeinsames Lachen über die Situation ist ein gutes Zeichen für die ungebetenen Amüsierten, dass Du Dich mit ihnen freust und sie Dir mit ihren Reaktionen gar nicht so viel anhaben können. Das würdest Du zwar auch mit verbalem Kontern zeigen, aber ein gemeinsames Lachen transportiert das auf einer positiven Basis.
Ich habe schon oft erlebt, dass so die Gesamtsituation sich schnell entspannt. Es kam schon vor, dass wir uns anschließend prächtig über Gott und die Welt unterhalten haben, ja, sogar schon anschließend ein Bier zusammen trinken gingen.
Außerdem ist gut zu wissen, dass auch andere Menschen mit solchen Pöbeleien nichts anfangen können und Dir couragiert zur Seite stehen können. Auch das ist ein gutes Zeichen, dass Du nicht völlig isoliert bist, nur weil Du nicht den Erwartungen aller entsprichst.
-
Hallo John,
vorweg, egal was man trägt darf das Anlass für Anfeindungen oder dumme Kommentare sein. Alles andere ist mindestens übergriffig.
Bei dem, was Du auf den Bildern trägst, wundert mich die Reaktion besonders, ich würde es nicht mal als Kleid lesen, sondern eher als längeren Pullover über einer Hose, in meinen Augen Kleidung, die Aggressoren vermutlich weniger anzieht als Higheels und Netzstrumpfhose.
Aber gut, ich werde vermutlich nie verstehen, warum Menschen mit der Kleidung anderer Leute ein Problem haben können, bzw. warum sie in irgendeiner Form für diese Menschen relevant ist.
Das wäre aber ein eigenes Thema.
Im Allgemeinen denke ich, dass eine Diskussion, oder auch Argumentation, oder auch ein Gespräch mit Menschen, die einem mit dieser Attitüde begegnen in den meisten Fällen sinnlos ist.
Du hattest auf jeden Fall Glück, dass Du Unterstützung erhalten hast. Das ist leider nicht immer gegeben.
Entmutigen lassen solltest Du die von diesem Erlebnis aber nicht.
Ich trage seit Jahren alles Mögliche, wonach mir gerade ist, eine ähnliche Situation hatte ich noch nie, nicht mal eine die mir nennenswert unangenehm gewesen wäre.
In meinen Augen ist sowas selten, zumindest an den Orten und in dem Umfeld, in dem ich mich üblicherweise bewege.
ÖPNV gehört da allerdings explizit nicht dazu, darin fühle ich mich unabhängig von meiner Kleidung nie wohl und vermeide ihn nach Möglichkeit.
Was das auf dem Weihnachtsmarkt war? Als nicht Betroffener kann ich es nicht beurteilen, aber bei so vielen Menschen auf einem Haufen kommt man permanent mit anderen, ihren Taschen, ihren Hunden oder was auch immer in Kontakt - wenn es nicht massiv ist, würde ich es vermutlich nicht wahrnehmen, allerdings wird man sensibler, wenn man aufgrund besonderer Umstände, wie in deinem Fall die Kleidung, etwas angespannt ist.
Insgesamt lass Dich nicht entmutigen, was Du, ausgerechnet am Anfang deiner Rockerkarriere erlebt hast, ist ungewöhnlich.
Viele Grüße
Cephalus
-
Lieber Yoshi,
Danke für Deinen ausführlichen Beitrag. Gerade die Schilderung der Situation am Mainzer Hauptbahnhof von vor zwei Jahren schockiert mich, aber ja, ich erinnere mich, dass eine passende Meldung durch die örtlichen Medien ging.
Spätestens seit der Schaffung des 9-Euro-Tickets (am 01.06.22) bin ich wöchentlich mindestens 5 bis 6 Mal zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten am und im Mainzer Hauptbahnhof unterwegs - verstärkt zu Zeiten rund um Mitternacht. Auch wohnte ich bis vor gut 10 Jahren für 20 Jahre im Umfeld, die Hälfte davon sogar in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Ich kann nicht, schon gar nicht in letzter Zeit, von vergleichbaren Erlebnissen berichten. Verbale Nachrufe gab es bis vielleicht vor 15 Jahren vielleicht mal vereinzelt, aber von unmittelbaren Konfrontationen kann ich nicht berichten.
Vielleicht hatte ich diese Hunderte, Tausende Male einfach nur Glück. Oder ich weiss nicht, was ich ausstrahle oder nicht ausstrahle, was mich vor solchen Angriffen schützt.
Auch erinnere ich mich an Samstag, als ich zur Mitternachtszeit an und in den Hauptbahnhöfen in Wiesbaden und Mainz alleine unterwegs war, besonders an die S-Bahn-Fahrt dazwischen. Die ganze lange S-Bahn war voll, so dass etliche stehen mussten (ich fand noch einen Platz). Und sie war voll von auffallend jungen Leuten, die meisten in größeren Gruppen, z.T. über größere Sitzreihen und Steheinheiten (besonders im Türbereich) verteilt. Entweder kamen sie gerade von einer Unternehmung, scheinbar waren die meisten aber erst gerade aufgebrochen, um zu einer Unternehmung zu gelangen. Oft war das Vorglüh-Bier in der Hand. Und die Stimmung war aufgeheitert, aufgedreht - und auffallend überwog auch der nicht rein deutschgeprägte Kulturhintergrund der überwiegend männlichen Grüppchen.
Das war eine Situation, in der ich mich nur bedingt wohlfühlen konnte.
Und doch erreichte ich gut und unbelastet meinen Zielort. Nichts geschah, niemand beäugte mich verstohlen, niemand ließ mir irgendeine geringschätzige Reaktion zukommen, vermutlich hat auch niemand darüber gesprochen, soweit ich die Sprachen und Reaktionen dahingehend beurteilen konnte.
Anderes Beispiel, gerade von gestern. Ausgerechnet als ich auch alleine den Bus zur Mainzer Stadtmitte nehmen wollte, hatte eine nahe gelegene Schule Schulaus für etliche Klassen. Es kamen mehr und mehr plusminus 16-jährige an meine Haltestelle und auch zu der gegenüberliegenden Haltestelle, sie konnten mich auch von weitem aus schon prima sehen. Nach gut 8 Minuten Wartezeit stieg am Ende die Anzahl von zwei, drei Klassenstärken in meinen Bus ein. Ich bekam sogar noch einen Sitzplatz und ohne dafür zu drängeln. Weder beim Warten, noch beim Fahren oder beim Ein- oder Aussteigen gab es einen Hauch von Piep irgendeiner wie auch immer gearteten Reaktion auf mich. Nichts ist geschehen. Vor 20 Jahren wäre das deutlich anders gewesen.
Wie ich so rumlaufe, kann man ja fast täglich in der Rubrik "Was habt ihr gestern getragen?" sehen. Zu den beiden Schilderungen von eben gibt es auch die passenden Bilder zu sehen (zufälligerweise im selben Beitrag (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204642#msg204642)), hier mal kurz ein Einblick:
Samstag Nacht:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50350898mg.jpg
Gestern tags:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50350860kv.jpg
Dir gehört mein Mitgefühl, dass Du diese Situationen erleben musstest.
So etwas kann extrem verunsichern. Die von der Haltestelle wollten das ja auch auf alle Fälle. Wenn Du deswegen solche Situationen in Zukunft meidest, dann gibt das denen Recht.
Ich kenne das u.a. aus den 90ern. Gerade z.B. in Frankfurt, Konstablerwache, oben auf dem Platz. Vor allem freitags ab dem Nachmittag herrschte da eine aufgeladene Stimmung. Etliche "rumlungernde", "marodierende" Jugendgruppen oder jüngere Erwachsene hingen da ab und kommentierten alles, was da vorbeikam. Eine sehr konfliktreiche Atmosphäre.
Wie ich das erkannt habe, habe ich auf Verdeih und Verderb eine Passage da besonders zu den fraglichen Zeiten gemieden.
Irgendwann ging ich hin, das bewusst nicht mehr zu meiden. Sondern bewusst mich dieser Situation zu stellen.
Und meine Erfahrungen zeigten, auch in Begegnung mit anderen Jugendgruppen oder gelangweilten Erwachsenengruppen andernorts, dass das bewusste Nichtvermeiden sehr hilfreich ist, tatsächlich diese Konfrontationen zu vermeiden. Scheinbar wirkt man anders, wenn man sich eben genau von solchen Begegnungen nicht einschüchtern lässt. Inzwischen kann ich in solche Begegnungen schon mit einem äusseren Lächeln hineingehen - auch auch wieder hinausgehen. Lächeln, dass nichts, gar nichts passiert ist. Oder Lächeln, dass es Spaß gemacht hat, trotz einer Reaktion mit einem Gefühl des Gewinnens (des Gewinnens an Sympathie) aus diesen Begegnungen wieder hinaus zu gehen.
-
Lieber John,
Dein Kleid erinnert mich an zwei meiner Kleider. Eines davon hatte ich Ende November an. Jenes ist eher als "Lose-Fit", also als locker fallend bzw. als "Oversized" konzipiert, ansonsten sehr identisch:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50293601fd.jpg
(Beschreibung zum Kleid (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204235#msg204235))
-
Lieber John 1697,
Ich finde das Kleid toll, was Du an hast. Ich kann mir allerdings vorstellen, das es auch aufgrund der roten Farbe und der Kürze Leute provoziert, die in ihrer engen Welt leben.
Ich trage noch keine Kleider, weil sie für mich die totale Weiblichkeit ausstrahlen, aus der es kein entringen gibt. Mit einem Rock kann ich immer noch durch männliche Oberkleidung Akzente setzen, das der Rock nicht ganz so vorsticht. Ich hatte mich heute mit einem ehemaligen Kollegen getroffen, der es erst nicht wollte, das ich einen Rock anhabe. Dann stimmte er doch zu und sagte zum Schluss , ich könnte doch beim nächsten Mal einen Kitt anziehen. Er hätte gedacht, ich würde bunter rumlaufen. Ich hatte eine blaue Leggings an und einen blauen Wickelrock, der über das Knie geht.
Ich wollte z.b. keinen MIDI Blumenrock anziehen bei unserem Treffen. Das wäre mir zu auffällig gewesen.
Ich unterteile Kleidung nach Ying und Yang-Energie. Yang-Kleidung sind für mich z.B. Jeansröcke. Dein Kleid ordne ich zur Ying-Energie ein. Damit können insbesondere Männer oft schwer zu Recht kommen. Ich weiß von Queerleuten, die sich vom
Mann zur Frau haben umoperieren lassen, auf manche provozierend wirken.
Mit Mainz hat mich auch geschockt. Habe ich in der Form bisher noch nicht erlebt.
Ich fahre nächste Woche mit dem Zug nach Frankfurt und dann wieder zurück in den Abendstunden. Da ziehe ich keinen Rock an. Tagsüber ist das eine andere Sache.
Es ist traurig, das man diese Überlegungen anstellen muss. Trotzdem lasse Dich nicht entmutigen. Leider gehört es anscheinend dazu sich zu überlegen, was man anzieht. Über den Weihnachtsmarkt würde ich mich mehr unauffälliger kleiden gegen Abend. Am besten Midirock, für Mini hätte ich keinen Mut.
Im Sommer ziehe ich gerne bunte Blumenröcke an auch gegen Abend. Das kann z.B. auch provozieren.
Aber dies sind alles meine persönliche Ansichten.
Viele Grüße
Blumenrock
-
Hallo!
Ab dem Zeitpunkt, wo man sich selber nicht mehr wohl fühlt mit dem was man anhat, zieht man sich bereits selber runter. Andere können nur auf das reagieren, was sie beim anderen spüren.
Keiner greift jemanden an, der auf einem Höheren Energie level ist. Das reinhören in sich selber, und dann die nötigen Schlüsse ziehen, ohne die Erfahrungen im Rock hätte ich das niemals so hinbekommen, so wie ich das Rocktragen heute geniessen kann.
Lg Harry!
-
Hallo Blumenrock, schön Deine persönlichen Ansichten dazu zu lesen.
Natürlich sind Deine Ansichten auch gepaart mit Deinen Erfahrungen.
Ich fahre nächste Woche mit dem Zug nach Frankfurt und dann wieder zurück in den Abendstunden. Da ziehe ich keinen Rock an. Tagsüber ist das eine andere Sache.
Es ist traurig, das man diese Überlegungen anstellen muss. Trotzdem lasse Dich nicht entmutigen. Leider gehört es anscheinend dazu sich zu überlegen, was man anzieht. Über den Weihnachtsmarkt würde ich mich mehr unauffälliger kleiden gegen Abend. Am besten Midirock, für Mini hätte ich keinen Mut.
Letzten Sonntag kam ich auch mit S-Bahnen und Zügen durch Frankfurt durch und dort mit Wartezeiten, und auch in Abendstunden. Und ich war in der Nähe auch unterwegs auf Weihnachtsmärkten. Ich hatte mir diese Überlegungen nicht angestellt, die Du ansprichst.
Mein Outfit (für fortgeschrittene User bekannt aus dem anderen Thread):
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50347923xe.jpg
Dort im anderen Thread (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204621#msg204621) gibt es auch ein Bild aus der S-Bahn mit diesem Rock.
Ich kann von keinen negativen Eindrücken berichten, die mir untergekommen sind.
Mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass man sich voreilig einreden lässt von einer imaginären Person namens "Gesellschaft", was geht und was nicht geht. Aber in Wirklichkeit geht viel mehr, als man sich das in seinen kühnsten Träumen auszumalen vermag.
Sicher, Johns Erlebnisse waren bestimmt nicht aufbauend. Und ohne diese einschneidenden Erlebnisse in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, diese Situationen sind nicht an der Tagesordnung.
Und ja, John, Du warst natürlich auch bereits sensibilisert von Deiner Erfahrung in der Menge im Weihnachtsmarkt, die Du nicht recht einordnen konntest. Und ja, Dein Nervenkostüm musste dadurch bereits geschwächt und anfällig gewesen sein, als Du Dich daraufhin vorzeitig aus Deiner öffentlichen Präsenz entziehen wolltest und vorzeitig auf dem Heimweg warst. Das ist absolut verständlich und nachvollziehbar.
Und sicher sind (potenziell denkbar) eingeschlagene Zähne nicht durch bloßes Nachwachsen wieder ersetzbar. Aber die Gefahr davon ist trotz unangenehmer Einzelerfahrungen denkbar gering. Ich denke, in einem Hosenleben wäre bei mir die Gefahr eingeschlagener Zähne nicht geringer.
Freilich muss das jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann nur aus meiner jahrezehnte-langen Erfahrung sprechen, dass man diese sich einschränkenden Überlegungen kaum bis gar nicht anstellen muss. Ich will auch nicht von einem "gesunden Maß" von Optik und Aussenwirkung sprechen. Ich glaube, Übung ist der beste Weg, sich vor weitergehenden Anfeindungen zu schützen. Ein Rückzug in die heimischen vier Wände ist keine Übung. Übung ist nur draussen im Miteinander mit den Menschen, die alle so verschieden sind, wie wir selbst von all den Menschen verschieden sind. Und meine kleine Botschaft ist, nicht zu resignieren.
Das sind meine zwei Outfits von den Weihnachtsmärkten der letzten zwei Tage, also gestern und heute (bis gerade eben):
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50351640nl.jpg - https://up.picr.de/50352640ys.jpg
Das zweite Bild ist von genau heute. Und ich bin eben, also in den Abendstunden, noch dort gewesen. Vielleicht zur Auflockerung folgendes: Eine Bekannte, mit der (denen) ich für zwei Glühwein zusammenstand, sagte, ich hätte schöne Beine! Eine Freundin von ihr sagte, für sie wären die Beine zu dünn - aber wie jeder mag, so ihr Credo. Und ja, ich gebe der zweiten sogar eher Recht. Nunja, aber dieser Tage habe ich vermehrt Lust auf kurze Röcke. Liegt vielleicht auch an den warmen Temperaturen zurzeit.
Aber ich komme gar nicht auf diese Gedanken, wie Blumenrock sie formuliert hat:
Über den Weihnachtsmarkt würde ich mich mehr unauffälliger kleiden gegen Abend. Am besten Midirock, für Mini hätte ich keinen Mut.
Sicher! Wähle das, worin Du Dich voraussichtlich am wohlsten fühlst.
Aber ich wähle aus einem breiten Spektrum das aus, worauf ich gerade Lust habe, unabhängig von 'Weihnachtsmarkt' oder 'Abendstunden'.
Aber natürlich, John, Blumenrock und die anderen, ich kann ja verstehen, dass nicht jeder so routiniert sein kann wie ich. Aber es ist möglich, das zu werden. Lasst Euch nicht zu schnell verunsichern!
Und ja, das, was DesigualHarry schreibt, kann ich gewissermaßen ebenso unterschreiben.
-
Ich als Frankfurter war natürlich auch schon des Öfteren im Rock auf dem Weihnachtsmarkt. Ist eigentlich kein Problem und in der Masse geht man sowieso unter. Letztes Jahr lud ich sogar paar Forenmitglieder zu einem Rocktreffen nach Frankfurt ein, um meine Heimat zu zeigen. Wir schlenderten zu viert im Rock über den Weihnachtsmarkt und da gab es keine erwähnenswerten Reaktionen bis auf paar übliche neugierige Blicke. Wir sind sogar auf dem Rückweg über die Zeil gelaufen, die um diese Uhrzeit voll von jugendlichen Migranten waren. Auch da gab es keinerlei Probleme.
Sehr zu empfehlen ist übrigens der Rosa Weihnachtsmarkt am Friedrich-Stoltze-Platz. Das ist der queere Weihnachtsmarkt, der ganz in der Nähe vom "normalen" Weihnachtsmarkt ist und den man an den rosafarbenen Lichtern erkennt. Das Publikum dort ist meist ziemlich locker. Es hat eine sehr entspannte und gemütliche Atmosphäre. Ich gehe jedenfalls gerne dorthin.
Die Konstablerwache kann spätabends natürlich gefährlich werden. Ganz in der Nähe ist nämlich das Regenbogenviertel und vor ein paar Jahren gab es hier vermehrt Angriffe auf die queere Community. Ein paar Fälle gingen auch durch die Medien, beispielsweise eine Pfeffersprayattacke auf eine Drag Queen und ein körperlicher Angriff auf einen schwulen Mann, dem der Kiefer gebrochen wurde. Es gab sogar einen TV-Bericht vom Hessischen Rundfunk, wo vor laufender Kamera queere Menschen angepöbelt wurden. Die rot-grüne Politik hat daraufhin aktiv gehandelt, um queere Menschen besser zu schützen. Die verstärkte Polizeipräsenz ließ die Angriffe drastisch zurückgehen und die Aufklärungsquote steigen.
Na ja, da unterscheidet sich halt Frankfurt nicht von anderen deutschen Großstädten. Jede Großstadt hat ihre Ecken, die zu später Stunde gefährlich werden können. Ich finde, da sollte jeder auf sein Bauchgefühl hören, mit was er sich sicher fühlt, welche Situation er lieber meiden möchte und was ihm etwas mulmig vorkommt. Das eigene Bauchgefühl ist da meistens richtig.
-
Es ist schon viel geschrieben dazu, natürlich ist sowas super unangenehm, zum Glück sind die aller meisten Leute ja positiv und unterstützend, wie auch hier.
Ich will mich nur kurz zum Thema ÖPNV in Berlin äußern, ich fahre hier regelmäßig U- und S-Bahn, wenn ich im Rock, Kleid und mit hohen Schuhen unterwegs bin, auch Abends und spät Nachts, und habe eigentlich noch keine ernsthaft unangenehme Situationen erlebt, ganz selten mal einen dummen Spruch, den ich kontere. Deutlich mehr positive Erlebnisse, Leute die auf mich zukommen und meinen Stil gut finden etc.
Letztlich ist man nirgends ganz sicher vor Idioten… gerade in Gruppe und mit Alkohol…
Ne kleine Überraschung hätte ich notfalls für ganz heftige Fälle auch dabei, aber noch nie gebraucht…
BTW: die Aussagen zum Thema „Stadtbild“ teile explizit ich nicht, ich bin froh in einer bunten und diversen Stadt zu wohnen!
-
Hallo,
Ich betreibe mein Outing seit 14.06,2025 erst mit Leggings und kurzer Hose und seit September 2025 im Rock. Ich habe mich in meiner Heimatstadt, in der ich wohne, bewegt. Auch in früheren Räumen, wo man mich früher mit Hose kannte. So habe ich die Leute an so wie ich bin und mich wohl fühle , gewöhnt. Irgendwie war ich immer besser gelaunt, wenn ich einen Rock an hatte. Es war jedoch immer ein kleines inneres aufrichten, ja zu sich zu sagen. Im Bus oder der Bahn bewege ich mich besonders gerne oder auch in Cafés. Mittlerweile gehe ich auch in das Sportstudio manchmal im Rock. Ich denke, ich kann es und darf es machen und die Leute sollen sich ruhig daran gewöhnen, das ich einen Rock an habe. Trotzdem gibt es Teile in mir, die auf der Hut sind.
Besonders ist es auch im Rock zu sein bei Konzerten, die in kleinen Rahmen stattfinden (50 bis 100 Leute).
Da gibt es den Aspekt, das ich gerne Röcke trage , aber auch signalisieren will, eh, es ist sich etwas am verändern. Männer dürfen auch Röcke tragen. Das ist der zum Teil in mir wohnende provozierte Teil, der auch unangepasst sein will.
Trotzdem gebe ich zu, das mir zum Teil die Coolness fehlt, die bei einigen von Euch vorhanden ist. Da ist immer die Hoffnung dar, das das Rocktragen irgendwann vorbei ist und ich dann wieder ein unauffälliges Leben in der Hose führe. Aber ich glaube, das wird nicht kommen. Was mich jedoch am Anfang erschreckt hat, welchen großen Raum das Rocktragen und die darum kreisenden Gedanken einnehmen. Ich glaube da hilft dann doch der Gedanke, die Verhaftung zu prüfen im Rahmen einer Selbstreflexion, damit die Verhaftung zum Rock das Leben nicht behindert. Der Rock sollte auf Dauer eines der Mittel sein, um sich auszudrücken. Es gibt im Leben bestimmt noch viele andere Dinge der Freude und des Ausdrucks. Hier wäre dann wirklich der Ansatz, dies alles im Rahmen einer Meditation zu prüfen einschließlich der mit dem Thema verbundenen Gedanken. Die Frage ist , was sollen wir als Mensch und Seele lernen, wenn wir uns in der Öffentlichkeit im Rock bewegen.
Eins ist sicher: man sollte das Leben „rocken“.
Rockige Grüße
Blumenrock
-
Na, die einen nennen das meditieren. Ich nenne es nachdenken. Und in meinen vielen Jahren im Rock hatte ich auch viel Zeit, darüber nachzudenken. Und nicht selten denke ich auch nochmals weiter nach, wenn ich hier fürs Forum irgendwas schreibe.
Die Frage ist , was sollen wir als Mensch und Seele lernen, wenn wir uns in der Öffentlichkeit im Rock bewegen.
Auch wenn diese Frage uns vom eigentlichen Thema hier im Strang wegzuführen scheint, will ich doch darauf eingehen.
Wie ich anfing, nach etlichen Jahren auch in meiner Heimatstadt mich im Rock rauszutrauen, merkte ich recht bald, dass ich richtig fröhlich wurde. Und Du, Blumenrock, schreibst das ja auch: "Irgendwie war ich immer besser gelaunt, wenn ich einen Rock an hatte." Und mehr noch: ich wurde irgendwie höflicher und hilfsbereiter.
Ich glaube, wenn wir es schaffen, trotz der äußeren Widerstände uns unserem inneren Wollen anzunehmen und uns gestatten, mehr "wir selbst" zu sein, schaffen wir es auch, uns besser um unsere Mitmenschen kümmern zu können.
Oder auf die Kurzformel gebracht:
Den Respekt, den ich mir von anderen einfordere, kann ich denen, die mir diesen Respekt einräumen, auch wieder entgegenbringen.
Oder nochmals anders ausgedrückt:
Fühle ich mich wohl mit mir, können andere auch sich wohler mit mir fühlen.
Und ich glaube, das schimmert bei mir so generell quer durch ziemlich alle Lebenslagen: dass ich offen, höflich und freundlich bin - so wird mir das jedenfalls immer wieder zugetragen und ich bilde mir das selbst auch ein.
In einem mir aufgedrückten Hosenleben würde ich das nicht sein können. Ich wäre nicht so innerlich befreit. Zu sehr würde mich die Sehnsucht nach Röcken aufzehren.
Vielleicht soll der Rock am Mann (an uns) uns das lernen:
Nimm Dich an, wie Du bist, dann fällt es Dir auch leichter, andere Menschen so anzunehmen wie sie sind.
Und das ist der Grundstock für ein besseres Miteinander unter uns Menschen.
Das könnte nun quasi eine fast schon religiös angehauchte Botschaft sein. Oder das Ergebnis einer wie auch immer angehauchten Meditation.
Und ja, solche Gedanken können zu dem Ausgangsthema dieses Strangs doch auch interessante Mosaiksteinchen sein bei der Verarbeitung der erlebten Zwischenfälle.
-
Es ist schon viel geschrieben dazu, natürlich ist sowas super unangenehm, zum Glück sind die aller meisten Leute ja positiv und unterstützend, wie auch hier.
Ich will mich nur kurz zum Thema ÖPNV in Berlin äußern, ich fahre hier regelmäßig U- und S-Bahn, wenn ich im Rock, Kleid und mit hohen Schuhen unterwegs bin, auch Abends und spät Nachts, und habe eigentlich noch keine ernsthaft unangenehme Situationen erlebt, ganz selten mal einen dummen Spruch, den ich kontere. Deutlich mehr positive Erlebnisse, Leute die auf mich zukommen und meinen Stil gut finden etc.
Letztlich ist man nirgends ganz sicher vor Idioten… gerade in Gruppe und mit Alkohol…
Ne kleine Überraschung hätte ich notfalls für ganz heftige Fälle auch dabei, aber noch nie gebraucht…
BTW: die Aussagen zum Thema „Stadtbild“ teile explizit ich nicht, ich bin froh in einer bunten und diversen Stadt zu wohnen!
Ich glaube das du das was mit Stadtbild verbunden wird überhaupt nicht verstanden hast.
Es geht nicht um den ausländischen Facharbeiter oder das ausländische Restaurant oder ähnliches.
Es geht um das Lumpenpack was die Sozialsysteme ausnutzt, im Görlitzer Park ( sollte dir was sagen) Drogen vertickt, im Berliner Gazastreifen illegale Shishabars betreibt, Geldautomaten sprengt, statts arbeiten zu gehen lieber in der Hängematte liegt, in irgendwelchen dubiosen Unternehmen Geldwäsche betreibt oder sonst irgendwie die Straßen unsicher macht zb durch nächtliche Autorennen wo die Vornamen ( komisch das die nie erwähnt werden) fast nie Thomas oder Uwe sind.
In der Polizeistatistik sind gewisse Gruppen überproportional erfasst.
Aber klar man sich alles schön reden nur weil man um die Ecke ins Asiatische Restaurant geht und der Betreiber sooo nett ist.
Bis man dann Nachts um 3 Uhr am Alex von anderen Lumpenpack überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen wird.
Stadtbild ist mehr als zum Karneval der Kulturen in bunten Kostümen durch die Stadt zu hoppeln und sich alles schön zu reden mit leeren Phrasen wie „wir schaffen das „.
Ein anderer sagte mal „wir schaffen uns eher ab… „. 👍🏻
Meine Meinung, meine Gedanken dazu.
(Und nun den Shitstorm aus der bekannten links grünen Ecke😅).
Danke schon mal 😝
Stadtbild: https://www.bz-berlin.de/polizei/lka-gegen-clan-szene-reportage?fbclid=IwZnRzaAOl-qpleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEej_V-C2MTfC1XSfS-O_Acnw5MA8g5zzpGZytS9iN2WepOuJIf6J0C5-3o020_aem_k1c7u-VsJm948hPXjN85OA
Wetten das die Vornamen nicht Uwe oder Thomas sind?
Aus meiner Sicht hilft das: ✈️
Nennt sich Remigration!
Und damit es auch JEDER versteht , ich rede NICHT von meinem HNO Arzt der ausländische Wurzeln hat und wo ich seit über 30 Jahren hingehe!
Sollte selbst für links Grüne verständlich sein.
-
Trotzdem gebe ich zu, das mir zum Teil die Coolness fehlt, die bei einigen von Euch vorhanden ist. Da ist immer die Hoffnung dar, das das Rocktragen irgendwann vorbei ist und ich dann wieder ein unauffälliges Leben in der Hose führe. Aber ich glaube, das wird nicht kommen. Was mich jedoch am Anfang erschreckt hat, welchen großen Raum das Rocktragen und die darum kreisenden Gedanken einnehmen. Ich glaube da hilft dann doch der Gedanke, die Verhaftung zu prüfen im Rahmen einer Selbstreflexion, damit die Verhaftung zum Rock das Leben nicht behindert.
Die Fragen sind sicher sehr individuell zu beantworten.
Die Coolness war bei mir am Anfang auch nicht gegeben, ich habe mit einem Kilt gestartet, weil männlich assoziiert Bald darauf auch mit hohen Schuhen, die aber zunächst mit Hosen kombiniert, in der Öffentlichkeit gegangen, weil mich die schon immer fasziniert haben. Ich habe dann für mich schnell erkannt, dass zu den hohen Schuhen ein Rock oder Kleid einfach das passendere Kleidungsstück ist.
Das erste Kleid hat mit tatsächlich meine Frau von einer Kleidertauschparty mitgebracht.
Es hat eine ganze Weile gedauert, Schritt für Schritt den Alltag zu erobern, anfangs nur Abends, zum Ausgehen, dann nach und nach im Freundeskreis, im Umfeld etc.
Mit jedem Schritt und den vielen positiven Resonanzen stieg das Selbstvertrauen.
Tatsächlich genieße ich es inzwischen in der Öffentlichkeit im Rock und hohen Schuhen, trotzdem eindeutig als Mann erkennbar, fahre gerne U- oder S-Bahn, gehe gerne in Konzerte, Theater, Museum, Galerie etc. oder in Kneipen, Restaurant, Weihnachtsmarkt, Einkaufen… oder einfach nur in den Park.
Mittlerweile ist das für mich so „normal“ geworden, dass dieses darum „gedanklich Kreisen“, das Du beschreibst, eigentlich komplett weg ist. Ich fühle mich einfach besser, wenn ich im Rock und Heels unterwegs bin, denke aber aktiv nicht mehr darüber nach. Das war Anfangs natürlich ganz anders…
Da der Wunsch hohe Schuhe und Kleider/Röcke zu tragen bei mir schon als Kind da war, erwarte ich nicht, dass das „wieder weg geht“!. Aber man weiß ja nie, was die Zukunft bringt…
Für mich war es jedenfalls eine große Befreiung, ich fühle mich da auch nicht „verhaftet“.
-
Hallo Blumenrock,
Trotzdem gebe ich zu, das mir zum Teil die Coolness fehlt, die bei einigen von Euch vorhanden ist. Da ist immer die Hoffnung dar, das das Rocktragen irgendwann vorbei ist und ich dann wieder ein unauffälliges Leben in der Hose führe
Das klingt mir nach einem inneren Zwiespalt, fast Zwang.
Ja, auch bei mir gab es Zeiten in denen sich viele meiner Gadanken um einen Rock gedreht haben.
Mittlerweile ist er zu einem normalen Kleidungsstück für mich geworden. Nicht alltäglich im Wortsinn, aber in etwa so verwendet wie von Frauen auch, zumindest von denen die öfters mal einen tragen.
Natürlich ist ein Rock ein besonderes Kleidungsstück, das ich bewusst einsetze und zu dem ich mir mehr Gedanken mache, als zu einer Hose.
Gedanken vor allem bzgl. Design, Praktikabilität und Wirkung.
Ich denke das dürfte sehr ähnlich sein, wie auch die meisten Frauen heute an das Thema Rock herangehen.
Er ist für mich eine Erweiterung meiner Kleidungsoptionen, speziell im Sommer, oder auch gerne zu eleganteren Anlässen.
Im Gegensatz zu Dir hoffe ich auch nicht, dass es irgendwann vorbei ist.
Wenn ich gerade Lust auf Kleid oder Rock habe, geniese ich es und kann ohne Bedenken oder Angst meinen Wünschen nachgehen.
-
Ich sehe auch keinen Grund warum es vorbei sein sollte. Ich trage Röcke so wie ich Lust und Laune habe und wenn der Anlass passt. Und dann macht’s auch Spaß. Das muss ja nicht 24/7 sein sondern zu besonderen Anlässen. In der Regel am We wenn der Zeitpunkt stimmt.
-
Es geht um das Lumpenpack was die Sozialsysteme ausnutzt, im Görlitzer Park ( sollte dir was sagen) Drogen vertickt, im Berliner Gazastreifen illegale Shishabars betreibt, Geldautomaten sprengt, statts arbeiten zu gehen lieber in der Hängematte liegt, in irgendwelchen dubiosen Unternehmen Geldwäsche betreibt oder sonst irgendwie die Straßen unsicher macht zb durch nächtliche Autorennen wo die Vornamen ( komisch das die nie erwähnt werden) fast nie Thomas oder Uwe sind.
In der Polizeistatistik sind gewisse Gruppen überproportional erfasst.
Aber klar man sich alles schön reden nur weil man um die Ecke ins Asiatische Restaurant geht und der Betreiber sooo nett ist.
Bis man dann Nachts um 3 Uhr am Alex von anderen Lumpenpack überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen wird.
Stadtbild ist mehr als zum Karneval der Kulturen in bunten Kostümen durch die Stadt zu hoppeln und sich alles schön zu reden mit leeren Phrasen wie „wir schaffen das „.
Ein anderer sagte mal „wir schaffen uns eher ab… „. 👍🏻
Meine Meinung, meine Gedanken dazu.
(Und nun den Shitstorm aus der bekannten links grünen Ecke😅).
Oh je, was für ein undifferenziertes Zeug, bei dem natürlich die Grün-Linken schuld haben.
Zunächst einmal, ich bin öfter am Görli und auch am Alex, auch als Mann im Rock und mit hohen Schuhen (gerade am letzten Wochenende Nachts am Alex), ich bin dort weder je zusammen geschlagen worden, nicht mal blöd angemacht worden. Dass das grundsätzlich Kriminalitätsschwerpunkte sind, steht außer Frage, aber warum ? Alles nur die Schuld von dem "Lumpenpack" ? Aber warum gibt es das überhaupt ? Sind bestimmt die Grünen und die Linken dran schuld, oder ;)
Man muss hier einfach differenzieren, der Dealer im Görli hat z.B. mit dem Clan-Burschen im Ferrari auf dem Ku-Damm nichts zu tun, das alles in einen Topf werfen ist einfach nur Populismus.
Wenn man in die Kriminalstatistik schaut, dann sind vor allem die rechts-motivierten Gewalttaten massiv gestiegen in den letzten Jahren, nicht aber die Gewalttaten durch Migranten... auch wenn das die Rechten Brandstifter natürlich nicht hören wollen.
Wenn man sich die Mühe macht, sich mal genauer anzusehen, worum es geht, dann ist das in erster Linie eine verfehlte Migrations- und Integrationspolitik, die dazu geführt hat, dass Migranten in's soziale Abseits gelenkt werden und die Zuwanderer in der 3. Generation in einer Parallelwelt leben. Das ist keine Erfindung der Grün-Linken gewesen, sonder die Folge vieler Jahre CDU/CSU geführter Bundesregierungen, die zwar gesagt haben "das schaffen wir", aber dann wenig dafür getan haben, die Basis für eine vernünftige Integration zu legen.
Wer z.B. lange Zeit keine Chance hat legal Geld zu verdienen, solange z.B. das Ayslverfahren läuft (was lange dauert), der wird irgendwann nach illegalen Mitteln suchen müssen um irgendwie an Geld zu kommen...
Ich finde es sehr schade, dass hier solche rechten Narrative ausgesprochen werden...
-
Für dich vielleicht Narrative. Für mich Fakten die täglich bestätigt werden. Ich habe den Eindruck das hier nur das gesehen werden will was gefällt.
Die Polizeistatistik ist ziemlich eindeutig.
Hättest du mal einen Blick in den Link geworfen dann wusstest du worum es geht! Das ist genau die Kundschaft die wir in Deutschland nicht brauchen!
Und wenn du das als rechtes Narrativ siehst , von mir aus. Geschenkt.
Betrachte es als Kontrast zu den ständigen Links grünen Narrativen.
Marke : Deutschland wird bunt und schön.
Im übrigen wird jeder Asylant versorgt während des Verfahrens und hat somit keinen Grund für Diebstahl oder oder.
Was für eine blödsinnige Rechtfertigung 🤮. Links grüner Kuschelkurs 🤮
-
Nur ganz kurz was zur Meditation:
Vor ca. 1/4 Jahrhundert hatte ich an einem Zen-Wochenende plötzlich eine Vision, in der ich mich in ein Geschäft gehen und einen Rock kaufen sah. Nee, eine Erleuchtung war das nicht, aber eine Befreiung von inneren Ängsten. An diesem Wochenende habe ich auch vor der Eingangstür im Freien Yogaübungen gemacht, ohne mir Gedanken darüber zu machen, was denn wohl die Leute, die da rein und raus gingen, denken würden. "Wer was wissen will, soll fragen", dachte ich mir.
Das hat auch viel damit zu tun, die Menschen nicht für Idioten zu halten, sondern allenfalls für unfrei und unwissend. Das mag zwar auch teils selbstverschuldet sein, aber man kann sich ja auch selbst in blöde Situationen manövrieren.
Und dann noch eine Meditation, die ich manchmal im ÖPNV mache. Sicher bevorzuge ich im Zug auch gerne eine Zweier- oder gar Vierersitzgruppe für mich und meinen Krempel. Aber manchmal hat man eben nur einen Sitzplatz oder gar nur einen Stehplatz. Statt mich jetzt darüber zu ärgern, das ich mit so vielen mir fremden Menschen auf engem Raum bin, schaue ich mir die Menschen ab und wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit, Glück, Wohlbefinden usw. Eine kleine Metta-Meditation mache ich da also, eine Meditation der liebevollen Güte. Zumindest fühle ich mich dann besser, gesünder, glücklicher, wohler usw. Und ich denke auch, dass ich dadurch auch eine für andere Menschen angenehmere Ausstrahlung habe.
"Stadtbild"? Gauner gibt es überall. Viele tragen Anzüge und fahren in teuren Autos. Manche sind gar Präsidenten. Andere verticken Drogen am Bahnhof oder sonst wo. Diesen kann man besser aus dem Weg gehen als den erstgenannt. Die bestimmen unser Leben mehr als wir wollen.
Für mich ist es vor allem die derzeit moderne kastige Architektur. Ganze Straßenzüge werden dadurch verschandelt. Und die vielen Autos stören das Stadtbild: Sie machen Lärm, verschmutzen die Luft, den Boden und das Wasser, heizen die Atmosphäre an. Und dazu sind sie seit Jahren auch noch meistens schwarz oder grau, statt schön vielfarbig.
Das zum Thema "Stadtbild".
Ich finde übrigens Wolfgangs Beitrag über das Mitlachen sehr sehr gut! Auch wenn nicht jeder Pöbler mit sich lachen lässt. Nicht jeder, aber viele schon.
LG, Micha
-
Und mein Stadtbild stören ua. die Bierkistenlastenkutschen von den Ökos aus dem Prenzlauer Berg wo manchmal auch 16 jährige Jugendliche drin sitzen und Fahrradwege dicht machen.
Geschmäcker sind verschieden…
Da hilft dann auch meditieren nicht.
-
Habe tagtäglich mit solchem Klientel zu tun.
Wie schon erwähnt wurde, wittern die Angst und Unbehagen.
Springen auch gleich darauf, weil sie dann ein Opfer gefunden haben.
Die Courage die Leute zu belehren hätte ich. Würde es aber nie in Betracht ziehen, weil es Öl ins Feuer gießen würde.
Ich würde eher gelangweilt und bagatellisierend reagieren, aber schonmal Plan B (geordneter Rückzug) in Betracht ziehen.
Nicht viele Dinge auf der Welt sind es Wert sein Leben zu riskieren.
Die Klamotten gehören nicht dazu.
-
Und mein Stadtbild stören ua. die Bierkistenlastenkutschen von den Ökos aus dem Prenzlauer Berg wo manchmal auch 16 jährige Jugendliche drin sitzen und Fahrradwege dicht machen.
Geschmäcker sind verschieden…
Da hilft dann auch meditieren nicht.
Was sind denn das für Fahrzeuge, die "Bierkistenlastenkutschen"? So was:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
?
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Die haben auf Fahrradwegen eigentlich nichts zu suchen. Da gebe ich Dir recht, Timper?
Ich war mal auf dem Prenzlauer Berg. Ein Großcousin von mir hat dort ein Restaurant. Ich sah da aber keine Bierkutschen, nur Autos.
LG, Micha
-
Es geht um das Lumpenpack was die Sozialsysteme ausnutzt, im Görlitzer Park ( sollte dir was sagen) Drogen vertickt, im Berliner Gazastreifen illegale Shishabars betreibt, Geldautomaten sprengt, statts arbeiten zu gehen lieber in der Hängematte liegt, in irgendwelchen dubiosen Unternehmen Geldwäsche betreibt oder sonst irgendwie die Straßen unsicher macht zb durch nächtliche Autorennen wo die Vornamen ( komisch das die nie erwähnt werden) fast nie Thomas oder Uwe sind.
In der Polizeistatistik sind gewisse Gruppen überproportional erfasst.
Aber klar man sich alles schön reden nur weil man um die Ecke ins Asiatische Restaurant geht und der Betreiber sooo nett ist.
Bis man dann Nachts um 3 Uhr am Alex von anderen Lumpenpack überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen wird.
Stadtbild ist mehr als zum Karneval der Kulturen in bunten Kostümen durch die Stadt zu hoppeln und sich alles schön zu reden mit leeren Phrasen wie „wir schaffen das „.
Ein anderer sagte mal „wir schaffen uns eher ab… „. 👍🏻
Meine Meinung, meine Gedanken dazu.
(Und nun den Shitstorm aus der bekannten links grünen Ecke😅).
Oh je, was für ein undifferenziertes Zeug, bei dem natürlich die Grün-Linken schuld haben.
Zunächst einmal, ich bin öfter am Görli und auch am Alex, auch als Mann im Rock und mit hohen Schuhen (gerade am letzten Wochenende Nachts am Alex), ich bin dort weder je zusammen geschlagen worden, nicht mal blöd angemacht worden. Dass das grundsätzlich Kriminalitätsschwerpunkte sind, steht außer Frage, aber warum ? Alles nur die Schuld von dem "Lumpenpack" ? Aber warum gibt es das überhaupt ? Sind bestimmt die Grünen und die Linken dran schuld, oder ;)
Man muss hier einfach differenzieren, der Dealer im Görli hat z.B. mit dem Clan-Burschen im Ferrari auf dem Ku-Damm nichts zu tun, das alles in einen Topf werfen ist einfach nur Populismus.
Wenn man in die Kriminalstatistik schaut, dann sind vor allem die rechts-motivierten Gewalttaten massiv gestiegen in den letzten Jahren, nicht aber die Gewalttaten durch Migranten... auch wenn das die Rechten Brandstifter natürlich nicht hören wollen.
Wenn man sich die Mühe macht, sich mal genauer anzusehen, worum es geht, dann ist das in erster Linie eine verfehlte Migrations- und Integrationspolitik, die dazu geführt hat, dass Migranten in's soziale Abseits gelenkt werden und die Zuwanderer in der 3. Generation in einer Parallelwelt leben. Das ist keine Erfindung der Grün-Linken gewesen, sonder die Folge vieler Jahre CDU/CSU geführter Bundesregierungen, die zwar gesagt haben "das schaffen wir", aber dann wenig dafür getan haben, die Basis für eine vernünftige Integration zu legen.
Wer z.B. lange Zeit keine Chance hat legal Geld zu verdienen, solange z.B. das Ayslverfahren läuft (was lange dauert), der wird irgendwann nach illegalen Mitteln suchen müssen um irgendwie an Geld zu kommen...
Ich finde es sehr schade, dass hier solche rechten Narrative ausgesprochen werden...
Das mit der Integration ist gar nicht so einfach, das geht nicht von selbst und schon gar nicht einseitig. Das bedeutet, dass beide Seiten aufeinander zugehen müssen, sich gegenseitig einladen, mit einander reden und sich befreunden. Sonnst lebt man neben einander her. Das ist harte Arbeit, weil man aus seinem gewohnten Trott raus muss und auf neue Leute zugehen muss. Und wenn die "Eingeborenen" das nicht machen, dann machen andere Einwanderer das. Das halb haben es die Fliegenfänger (z.B. Hassprediger) es so einfach, die Leute einzufangen. Die Leute suchen Anschluss, das ist ganz normal, ja sogar menschlich. Nur wenn sich keiner findet, dann halt eine Gruppe, die nichts gutes im Schilde führt.
Das ist kein platter Spruch von mir, das ist das Ergebnis langer Überlegungen, warum ich in meinen drei Jahren in den USA nur wenig Anschluss zu gleichaltrigen Amerikanern gefunden habe. Am ende waren wir ein bunter Haufen hauptsächlich Europäer, die sich befreundet haben. Meiner Analyse nach, hatten die Amerikanischen Kommilitonen ihren Freundeskreis und nicht so den Bedarf, neue Freundschaften zu knüpfen, man blieb unter sich. Das hätte sicherlich anders aus gesehen, wenn ich zu einer der großen Unis gegangen wäre, wo die Leute alle in den Studentenwohnheimen leben und alle total zusammen gewürfelt werden.
Also wenn wir wollen, dass sich was ändert, muss jeder mitmachen und auf die neuen Nachbarn aktiv zugehen, dann klappt das auch mit der Integration. Das ist auch nichts, was die Politik lösen kann, das kann nur jeder einzelne von uns.
-
Sehr richtig, lieber Experimental!
Neulich sprach ich in Bielefeld ein paar südasiatisch aussehende Stadtbahnmitfahrende an und stellte die Frage, die auch daneben gehen kann, nämlich, wo sie her kämen. Aus Pakistan waren sie und studierten in der Uni (habe vergessen, was). Einer fragte, ob ich Dozent sei, was ich bejahte. Er meinte, die Studierenden würden sie nämlich nicht ansprechen und fragen, wo sie herkämen. Das ist dann wohl so ähnlich wie in Deinem Erlebnis in den USA.
LG, Micha
PS: Wir sind ein bisschen vom Hauptthema des Threads abgekommen. Bei John war überhaupt nicht davon die Rede, welcher Herkunft die Typen waren, die ihn angemacht haben. Das Thema kam durch Timper auf. Sicher ist Migration, Integration oder auch Inklusion ein wichtiges Thema, aber wenn wir uns darüber weiter austauschen wollen, sollten wir dazu einen eigenen Thread eröffnen.
-
Ha, zum Thema Busfahren und Asylant könnte ich auch noch ein Schmankerl von vorgestern erzählen (Outfit-Beitrag (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204681#msg204681), Outfit-Bild (https://up.picr.de/50356399lk.jpg)). Das führte hier aber eindeutig zu weit, wobei - nur soviel - der Asylant erstaunlich still blieb. Vielleicht wann/woanders mal die Story.
Ja, es ist sinnvoll, wenn Ihr die Schwerpunkte der letzten Beiträge vertiefen wollt, das in einem eigenen Thread zu tun.
Und ja, Micha, John erzählte nichts von Menschen mit Migrationshintergrund. Im Gegenteil, möchte ich behaupten.
Denn Menschen mit eigener Migrationserfahrung verhalten sich nicht so, wie John uns das geschildert hat. Sie mögen sich zwar mal belustigen, aber nicht so offensiv wie bei Johns Erlebnissen. Selbst in potentiell zweiter oder dritter Generation verhalten sie sich eher anders. Aber wer kann schon genau sagen, wie integriert die Betreffenden sind oder ob sie juristisch bereits sogar deutsche Staatsbürger sind. Bei Menschen mit noch erkennbar wenig Integration erlebe ich öfters, dass sie manchmal mich zwar auch leicht belustigt ansprechen, hat aber dann den Hintergrund, dass sie sich wundern und sie interessiert nachfragen.
Zudem denke ich dann oft, Du bist hier zu Gast, Du hast keine ausreichende Berechtigung, mich auszulachen (wenn es denn mal dazu käme).
Zum "sich wundern" fällt mir jene Szene ein. Ist bald 30 Jahre her. Fest auf der Zeil in Frankfurt. Stehe mit einem Paar zufällig am Tisch. Er sagt: "Ich komme aus Pakistan und habe 10 Jahre gebraucht, mir den Rock abzugewöhnen. Und jetzt kommst Du und sagst, ich soll mir den Rock wieder angewöhnen?" :D :D
Zu Johns Erlebnis: Bei seiner Schilderung hatte ich sich ur-deutsch fühlende Männer vorm geistigen Auge, grob etwa rund um die 40 Jahre, und ja (jetzt Vorurteile) zum Teil mit Prachtbauch (vor allem der Wortführer), nicht allzu groß gewachsen (vor allem der Wortführer) und mit Sicherheit alle in Jeans. Das geschilderte Verhaltensmuster entspricht genau denen, die sich in all den Jahrzehnten mir gegenüber in solch einer Weise aufgeführt haben (das letzte Mal bestimmt schon 15 Jahre her, wenn nicht mehr). Und ich mutmaße sogar noch, das der Wortführer auch eine hellblaue Jeansjacke trug, vermutlich mit Aufnähern drauf.
Etwas schade finde ich, dass Themen-Eröffner John seit über einem Tag hier nicht mehr mitgelesen hat, und davor auch nicht noch mal eine weitere Rückmeldung gegeben hat. Das würde manches, was wir hier ansprechen, erleichtern.
Aber dennoch bin ich John dankbar, dass er so offen uns von seinen Erlebnissen und Gefühlen berichtet hat. Und gerne würde ich noch ein paar Gedanken von ihm lesen über das, was wir aus seinem Bericht nun als Diskussion daraus gemacht haben, und zu den verschiedenen Gedankensplittern von den hier Beteiligten. Das fände ich sehr interessant.
Ich hab noch einen anderen Aspekt, den ich gerne zu diesen Erlebnissen von John ansprechen möchte. Jetzt muss aber erstmal der Schlenker über Zuwanderung hier thematisch ein bisschen sacken. Wer dazu noch Bedarf hat, am besten in einen anderen oder neuen Thread das schreiben!
-
Zudem denke ich dann oft, Du bist hier zu Gast, Du hast keine ausreichende Berechtigung, mich auszulachen (wenn es denn mal dazu käme).
Das Recht dich auslachen zu dürfen ist natürlich nur den Einheimischen vorbehalten. :D
-
Zudem denke ich dann oft, Du bist hier zu Gast, Du hast keine ausreichende Berechtigung, mich auszulachen (wenn es denn mal dazu käme).
Das Recht dich auslachen zu dürfen ist natürlich nur den Einheimischen vorbehalten. :D
Dürfen mich Einheimische in ihrem Land auslachen, wenn ich mich dort aufhalte? ???
LG, Micha
-
Zudem denke ich dann oft, Du bist hier zu Gast, Du hast keine ausreichende Berechtigung, mich auszulachen (wenn es denn mal dazu käme).
Das Recht dich auslachen zu dürfen ist natürlich nur den Einheimischen vorbehalten. :D
👍
Micha: "Dürfen mich Einheimische in ihrem Land auslachen, wenn ich mich dort aufhalte? ???"
Ja. Geh mal zu den "unkontaktierten Völkern" im Regenwald. Die finden das komisch, wenn Du mit Schiebermütze und Fototasche durch das Dickicht läufst. Oder dass Du so blass bist. Oder groß.
Wenn etwas fremd ist, dann darf man als natürliche Reaktion entweder sich davor fürchten oder darüber lachen. Wenn man selbst in der Fremde ist, muss man damit rechnen, dass es Dinge gibt, die einem fremd vorkommen.
-
Zudem denke ich dann oft, Du bist hier zu Gast, Du hast keine ausreichende Berechtigung, mich auszulachen (wenn es denn mal dazu käme).
Das Recht dich auslachen zu dürfen ist natürlich nur den Einheimischen vorbehalten. :D
👍
Micha: "Dürfen mich Einheimische in ihrem Land auslachen, wenn ich mich dort aufhalte? ???"
Ja. Geh mal zu den "unkontaktierten Völkern" im Regenwald. Die finden das komisch, wenn Du mit Schiebermütze und Fototasche durch das Dickicht läufst. Oder dass Du so blass bist. Oder groß.
Wenn etwas fremd ist, dann darf man als natürliche Reaktion entweder sich davor fürchten oder darüber lachen. Wenn man selbst in der Fremde ist, muss man damit rechnen, dass es Dinge gibt, die einem fremd vorkommen.
Darf man, lieber Wolfgang, auslachen, was einem fremd ist?
Aber ich denke, das wäre auch einen eigenen Thread wert.
LG, Micha
-
MAS: "Darf man, lieber Wolfgang, auslachen, was einem fremd ist?"
Das wäre sicher einen eigenen Thread wert.
Aber mit dieser Frage sind wir doch sehr nahe dran an dem Erlebnis von der Bushaltestelle, das John uns geschildert hat.
By the way: habe gerade noch mal nachgelesen. Hatte überlesen oder nicht mehr im Sinn, dass die Aktion von "Halbstarken" ausging, also nicht von 40-jährigen, wie ich mir das vorhin noch so vorgestellt hatte. Dann habe ich jetzt ein anderes Erscheinungsbild im Kopf, und ja, da wären auch Menschen mit migrantischer Abstammung ebenso nicht völlig ausgeschlossen.
John schildert wirklich eine Situation, in der es zum Auslachen kam.
Nun ist es die Frage, ob im juristischen Sinne dieses Verhalten rechtskräftige Folgen auslösen könnte, also, ob dieses Verhalten "erlaubt" oder "nicht erlaubt" war, ob man es "darf" oder "nicht darf". Die Gefahr, dies als juristischen Bagatellfall zu bewerten, ist groß. Hätte das ein minderjähriges Mädel erlebt, wäre diese Situation vermutlich juristisch klarer als Tatbestand (z.B. der Belästigung) einzustufen.
Die Frage, ob das im zwischenmenschlichen Gebahren "erlaubt" ist, ist eine andere. (Ich rede nur vom Lachen, nicht von den vorausgehenden Zurufen und dem weiteren Verhalten.) Dass dieses Verhalten ein hohes Maß an Unhöflichkeit aufweist, steht außer Frage. Wäre im vorliegenden Fall die Polizei zuhilfe gerufen worden, hätte sie vermutlich eine entsprechende Verwarnung ausgesprochen und ggf. einen Platzverweis erteilt. Dass man sich über ungewohntes belustigt, ist menschlich nachvollziehbar. Diese Belustigung demonstrativ der auslösenden Person mitzuteilen, ist u.U. unhöflich, aber im Grunde noch von zwischenmenschlicher Kommunikation gedeckt.
Nun macht es sicherlich noch einen Unterschied, ob es sich um "darüber Lachen" handelt, oder es ein "offensives Auslachen" ist. Die Übergänge sind natürlich fließend und können auf 'Senderseite' anders wahrgenommen (und gemeint gewesen) sein als es auf 'Empfängerseite' oder bei Aussenstehenden ankommt.
Bei meinem Satz mit der "ausreichenden Berechtigung" bezog ich mich explizit auf das "Auslachen", eben als Extremfall.
Inwieweit man über alles, was einem fremd ist, lachen darf oder aber auch auslachen darf, sind feine Unterschiede.
Auslachen impliziert definitiv die Gefahr von "Belästigung" oder "Beleidigung". Kann aber im Sinne der Meinungsäußerung davon noch gedeckt sein. Nicht jede Belästigung oder Beleidigung ist juristisch ahndbar. Insofern kann sie also auch noch "erlaubt" sein.
Wer über alles, was ihm fremd ist, lacht oder gar ins Auslachen übergeht, sollte an seiner gesellschaftlichen Reife zweifeln. Aber verständlich ist es, wenn einem mal sowas rausrutscht.
Das gute an Johns Geschichte ist - unter obigem Aspekt -, dass diese Halbstarken von nun an vielleicht nicht mehr lachen - nämlich: weil es ihnen ja jetzt nicht mehr fremd ist.
P.S.: Wir haben eben nur vom Lachen bzw. Auslachen geredet. Die anderen Verhaltensweisen der Jungs von der Bushaltestelle haben wir jetzt außer Acht gelassen. Diese bringen ja noch gewisse weitere Nuancen in die Situation.
-
Man kann auch einfach kurz und knapp sagen:
Nichts von dem, was an der Bushalteatelle passiert ist, hat weitreichende juristische Konsequenzen für irgendwen. Platzverweise und Ermahnungen lösen die Situation auf, aber hat auch keine abschreckende Wirkung auf Halbstarke.
So ist halt die rechtliche Situation in Deutschland. Manche Länder unternehmen z.B. etwas gegen Catcalling bei Frauen, aber die meisten anderen europäischen Länder wiegen halt die Meinungsfreiheit und die Vermeidung von Bürokratie und Aufwand höher.
-
Lieber John,
Leider triggert ein "femininer" Kleidungsstil an männlich gelesenen Personen immer noch manche Menschen. Deswegen habe ich auch ein wachsameres Auge, wenn ich im Rock unterwegs bin und meide es manchmal sogar im Rock raus zu gehen, wenn ich weiß, dass es später werden kann und ich eine Gegend passieren muss, in der dann viele Asoziale unterwegs sind.
Bei mir als Transfrau wird es noch eine zeitlang dauern oder gar unmöglich das ich äusserlich als Frau durchgehe. Persönlich denke ich das mein Passing niemals komplett passen wird. Ich kenne diese Situationen auch zur Genüge. In den letzten 2 Jahren ist es aber leider merklich gefährlicher geworden. Waren es früher nur Beleidigungen sind es heute Handgreiflichkeiten. Aufgrund meiner Erfahrungen nutze ich den Öffentlichen Nahverkehr zum einen nur morgens um z.B. manchmal zur Arbeit zu fahren oder zu anderen Zeiten NUR in Begleitung von Freunden/Kollegen. Mittlerweile werde ich bei Feiern etc. auch immer gefragt wie ich nach Hause komme und wer mich begleitet. Ansonsten nutze ich UBER für meine Heimfahrten. Es ist traurig das man sich in unserem einst so schönen Land nicht mehr sicher bewegen kann.
-
Bei mir als Transfrau wird es noch eine zeitlang dauern oder gar unmöglich das ich äusserlich als Frau durchgehe. Persönlich denke ich das mein Passing niemals komplett passen wird. Ich kenne diese Situationen auch zur Genüge. In den letzten 2 Jahren ist es aber leider merklich gefährlicher geworden. Waren es früher nur Beleidigungen sind es heute Handgreiflichkeiten. Aufgrund meiner Erfahrungen nutze ich den Öffentlichen Nahverkehr zum einen nur morgens um z.B. manchmal zur Arbeit zu fahren oder zu anderen Zeiten NUR in Begleitung von Freunden/Kollegen. Mittlerweile werde ich bei Feiern etc. auch immer gefragt wie ich nach Hause komme und wer mich begleitet. Ansonsten nutze ich UBER für meine Heimfahrten. Es ist traurig das man sich in unserem einst so schönen Land nicht mehr sicher bewegen kann.
Das, liebe Rockie, ist wirklich eine traurige Erfahrung, die Du da machst. Das kriegt man als Cismann gar nicht so mit, genau so wenig wie Anfeindungen gegen Juden:Jüdinnen als Nichtjude.
Was ist nur los in unserer Gesellschaft?
LG, Micha
-
Wenn ich mir Eure Kommentare durchlese, so scheine ich wohl auf einem anderen Planeten, dem Planeten der Glückseligkeit zu leben.
Gestern z.B. bin ich an einem Hauptbahnhof zeitgleich vor einer Ampel gestanden, über diese Ampel gelaufen bis zu einer ein Stück weiter gelegenen Bushaltestelle, dort 4 Minuten gewartet, also das alles nacheinander, aber alles zeitgleich mit einer rumjuxenden, rumhampelnden, sehr bewegungsintensiven ausgelassenen Gruppe männlicher Halbstarker, die schon ein bisschen stärker als halbstark waren. Deren genetischen Herkünfte konnte man gar nicht mehr beschreiben. Auch scheinen es vier oder fünf gewesen zu sein, bis ich fertig war mit zählen, waren die Positionen schon wieder so durcheinander, weil sie ständig am umherschwirren waren, wie aufgeregte Luftmoleküle sozusagen. Und ja, ich habe nicht nur mit der Gruppe gemeinsam die obigen Abläufe getätigt, sondern war auch immer wieder zwangsläufig mittendrin innerhalb dieser Gruppe. Nichts ist geschehen, wo auch irgendwer blöd auf mich eingegangen wäre, noch nicht mal positiv. Und der rege Wortaustausch dieser Jungs untereinander war vollkommen in einem mir verständlichem, gutem Deutsch formuliert.
Auch habe ich insgesamt fünf Mal die Bahnhofsvorplätze zweier Hauptstädte* und deren Randbereiche im Dunkeln gestern passiert, zwei Mal rund um Mitternacht, drei Mal davon völlig alleine ohne weitere Begleitung. Es sind fünf Durchquerungen, die gut gegangen sind, im Gegenteil, niemand hat irgendeine Art von unhöflicher Reaktion auf mich gezeigt. Weder in größeren Menschentrauben, noch an abseits unbelebten Stellen, wo eins, zwei Personen sich - aus welchem Grund auch immer - dort fernab jeglicher Beobachtung durch andere aufhielten.
Das waren zwar nur fünf Durchquerungen, die statistisch also für sich gestellt nicht relevant sind. Aber stehen exemplarisch für all die anderen Durchquerungen, von denen ich unzählige schon hatte - und exemplarisch auch für andernorts zwielichtige Gegenden.
Ich lebe wohl auf einem Planeten der Glückseligkeit. Ich kann nur jeden einladen, auf meinen Planeten zu wechseln.
By the way: mein fragliches Outfit bei all den hier im Beitrag genannten Begebenheiten von gestern:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50361145yn.jpg
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50361172jy.jpg
und Beitrag zum Outfit bei "Was habt ihr gestern getragen? (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204718#msg204718)"
*damit die Orientierung besser klappt: zu meinem Planeten gehören z.B. Wiesbaden und Mainz...
-
Bei mir als Transfrau wird es noch eine zeitlang dauern oder gar unmöglich das ich äusserlich als Frau durchgehe. Persönlich denke ich das mein Passing niemals komplett passen wird. Ich kenne diese Situationen auch zur Genüge. In den letzten 2 Jahren ist es aber leider merklich gefährlicher geworden. Waren es früher nur Beleidigungen sind es heute Handgreiflichkeiten. Aufgrund meiner Erfahrungen nutze ich den Öffentlichen Nahverkehr zum einen nur morgens um z.B. manchmal zur Arbeit zu fahren oder zu anderen Zeiten NUR in Begleitung von Freunden/Kollegen. Mittlerweile werde ich bei Feiern etc. auch immer gefragt wie ich nach Hause komme und wer mich begleitet. Ansonsten nutze ich UBER für meine Heimfahrten. Es ist traurig das man sich in unserem einst so schönen Land nicht mehr sicher bewegen kann.
Wie ich lese, kommst du aus Köln und dazu habe ich auch zwei kleine Storys:
An anderer Stelle beschrieb ich, dass ich beim Frankfurter CSD en femme gekleidet war. Wenige Wochen darauf habe ich einen Tagesausflug von Frankfurt nach Köln gemacht und mich ebenso als Frau verkleidet. Sozusagen als kleines Experiment, ob die Menschen anders reagieren. Ich war sogar in Köln-Kalk unterwegs und hatte bei manchem Leuten schon etwas Bammel vorbei zu laufen. Vor allem bei so Halbstarken mit Migrationshintergrund am Bahnhof. Es ist aber nichts passiert. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich an dem Tag im Allgemeinen viel weniger Blicke zugeworfen bekam, als wenn ich als Mann erkenntlich im Rock unterwegs bin. Röcke an weiblich gelesenen Personen sorgen nicht für Verwunderung wie bei einer männlich gelesenen und es hat mir gezeigt, wie sexistisch diese Gesellschaft eigentlich ist. Mit weniger Selbstsicherheit fiel ich somit sogar weniger auf als sonst. Das ist jetzt natürlich nur die Erfahrung von einem Tag, die ich nicht als repräsentativ ansehe und meine Freunde sagen, dass ich mit Perücke und geschminkt sehr überzeugend aussehen würde. Es gab aber schon vereinzelte lüsterne Blicke von manchen Männern (sowohl europäischer Herkunft als auch anderweitig) und ich war froh, dass mich keiner angebaggert hat. Wirklich interessant mal die Perspektive zu wechseln. Es gibt einiges was mich am Mannsein stört, aber als Frau würde ich auch nicht leben wollen.
Meine zweite Story aus Köln geht um einen jungen Femboy von dort, den ich über das Internet kennen gelernt habe und mit dem ich mich mal treffen möchte. Er hat einen türkischen Migrationshintergrund und ist aufgrund von persönlichen Erfahrungen ziemlich schlecht auf die muslimische Community zu sprechen. Mit seiner Familie hat er keinen Kontakt mehr und in seinem Stadtteil geht er nicht in Röcken raus. Der Stadtteil hat einen hohen Migrantenanteil und er hat ziemlich negative Erfahrungen machen müssen. Er wurde mehrmals beleidigt und bedroht auf der Straße, weswegen er sich nur noch privat oder auf Anime Conventions so anzieht, wie er es gerne möchte.
Ich habe viele junge Männer kennen lernen dürfen, die meisten online, manche aber auch schon im echten Leben, die ähnliche schlechte Erfahrungen gemacht haben und sich deswegen nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen. Wir reden hier von Städten wie: Hagen, Oldenburg, Paderborn, Köln, Berlin oder Mainz. Da ging es nicht nur um Beleidigungen, sondern ich kenne auch Betroffene von krankenhausreifen Angriffen und ich kenne sogar ein Fall von Vergewaltigung. Die Täter waren auch häufig Deutsche mit rechtsextremen Hintergrund. Genauso kann ich aber auch andererseits von vielen jungen Männern berichten, die öffentlich Röcke tragen und kaum bis gar keine negative Erfahrungen gemacht haben. Auch viele die bisher keine Probleme mit Migranten hatten und ganz im Gegenteil schon positive Reaktionen für ihre Outfits von ihnen erhielten. Es ist leider nicht so Schwarz-Weiß, wie viele es hier immer sehen wollen. Damit meine ich sowohl die rechte als auch die linke Bubble.
Ich finde es auch immer sehr vermessen, wenn hier Forenmitglieder behaupten: "Es liegt nur an dir, deinem Auftreten und deiner Aura, ob du blöd angemacht wirst." Natürlich bewirkt ein unsicheres Auftreten eher, dass man als schwach wahrgenommen wird so á la "Mit dem kann man es ja machen.", aber nur wer selbstbewusst auftritt, ist nicht unantastbar vor Diskriminierung oder Gewalt, wie manche es hier darstellen. Manchmal klingt es für mich wie so ein Victim Blaming: "Selbst Schuld, wenn du nicht selbstbewusst genug auftrittst." Das mag aller Voraussicht nach nicht so gemeint sein, aber das schwingt in dieser Aussagen häufig so ein bisschen mit und kommt vielleicht bei manchen auch so an. Es hängt halt viel vom Umfeld ab, welche Erfahrungen man macht und lässt sich nicht verallgemeinern.
Es freut mich für jeden, der noch keine schlimmen Erfahrungen machen musste. Der Gedankengang "Ich hatte noch nie Probleme, weil ich selbstbewusst auftrete." ist natürlich ein unbewusster psychologischer Schutzreflex des Gehirns, der in der menschlichen Psyche häufig auftritt. Sozusagen "Sowas schreckliches passiert in der Welt, aber das passiert immer nur den Anderen." Man sucht dann Gründe, warum es denen passiert ist und einem selbst noch nicht. Letztendlich kann sowas immer passieren, egal was man trägt, egal wie man auftritt, egal wie selbstbewusst man ist. Bei einer großen gewaltbereiten Männergruppe hilft dir ein selbstbewusstes Auftreten recht wenig, wenn du auf dem Boden liegst und auf dich eingetreten wird. Man muss nur zur falschen Zeit am falschen Ort sein, um auf die falschen Leute zu treffen.
Die Gefahr besteht auch nicht erst seit paar Jahren, wie es gerne in Medien und von sowohl rechter als auch linker Seite gerne behauptet wird. Diskriminierungen gab es schon früher und ich habe schon verbale Angriffe auf Transpersonen vor vielen Jahren mitbekommen, die teils ein oder sogar zwei Jahrzehnte zurückliegen. So Idioten gab es schon immer und alles in allem würde ich immer noch sagen, dass die Gesellschaft offener und toleranter geworden ist als vor zwanzig, dreißig Jahren. Ich kann natürlich nur von meinem Umfeld und meinen Erfahrungen erzählen, die nicht für alle Lebenswelten zutreffen müssen.
-
Was ist nur los in unserer Gesellschaft?
Die Gesellschaft ist rechter geworden, Hass und Hetze haben zugenommen.
Noch sind wir nicht verboten, aber geh davon aus Rocki wird die erste sein die verboten wird, dann wir.
Die künftigen Blockwarte der Rechtsparteien üben eben schon.
-
Ich kann Yoshi bezüglich seiner Einschätzung der aktuellen Gesellschaft und des Bildes der Öffentlichkeit zu 100% zustimmen. Eigentlich wollte ich vor ein paar Tagen ebenfalls meinen Senf zu diesem Thema abgeben und hab den Text schon geschrieben gehabt, der die gleiche Einordnung erzielt mit Phrasen wie "Zur falschen Zeit am falschen Ort" und Selbstbewusstsein hilft nicht immer. Aber Yoshis persönliche Erfahrungen dazu untermalen es glaubhaft.
Kleiner Schmunzler zum Abschluss, weil das Thema so unerfreulich ist:
Es gibt einiges was mich am Mannsein stört, aber als Frau würde ich auch nicht leben wollen.
Das klingt für mich sehr nach Karl Valentin. 😀 Heute funktioniert der Witz natürlich nicht mehr. Aber dafür andere:
Der Mensch is guad, de Leit' san schlecht!
Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut. (Woran erinnert uns das?)
Früher war ich unentschlossen, aber heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.
-
Das klingt für mich sehr nach Karl Valentin. 😀 Heute funktioniert der Witz natürlich nicht mehr. Aber dafür andere:
Vorsicht mit Valentin-Zitaten: die Familie ist angeblich ziemlich rigoros was Urheberrecht angeht...
-
Es war aber trotzdem erfrischend!
-
Hmm vielleicht liegt es auch am Altersbonus das Wolfgang oder ich (leicht über fuffzich)
weniger negative Erfahrungen machen. Da zählen wir vielleicht nicht mehr zur Zielgruppe ;)
So ähnlich hatte es auch Jule bzw. Rockactiv vor paar Jahren ausgedrückt.
Wobei ich selten spätnachts alleine draußen rumstreune. Und wenn am Wochenende meist in Begleitung meiner Frau. Wahrscheinlich fehlen mir auch deswegen derlei Erfahrungen.
Wolfgang scheint aber zu jeder Tag und Nachtzeit ständig unterwegs zu sein.
Gruß
Jürgen
-
Ich finde es auch immer sehr vermessen, wenn hier Forenmitglieder behaupten: "Es liegt nur an dir, deinem Auftreten und deiner Aura, ob du blöd angemacht wirst." Natürlich bewirkt ein unsicheres Auftreten eher, dass man als schwach wahrgenommen wird so á la "Mit dem kann man es ja machen.", aber nur wer selbstbewusst auftritt, ist nicht unantastbar vor Diskriminierung oder Gewalt, wie manche es hier darstellen.
(...)
Es hängt halt viel vom Umfeld ab, welche Erfahrungen man macht und lässt sich nicht verallgemeinern.
Du hast sicher Recht Yoshi, sicher sein kann man sich nie.
Viel hängt Zufall, Ort, Aussehen und Auftreten ab, ich selbst hatte noch nie eine heikle Situation, oder eine in der ich mich unwohl gefühlt habe.
Zufall habe ich bewusst an erster Stelle genannt, die anderen Punkte steuern nur die Wahrscheinlichkeit.
Objektiv bewege ich mich fast ausschließlich in sicheren Umgebungen, nutze keinen ÖPNV, lebe in einer Ecke in der die Leute oder Nachbarschaft bestenfalls ratlos schauen, vielleicht innerlich den Kopf schütteln aber dabei höflich grüßen.
Komme ich in Ecken oder Situationen in denen ich mehr Fragezeichen und Ratlosigkeit verursache, kann ich mit versteckter oder offener Kritik umgehen wie bei meinem "Besuch auf dem Land" vor einigen Wochen.
Muss ja nicht jedem gefallen... bedroht habe ich mich absolut nicht gefühlt, auch wenn mancher wohl ein Problem mit meiner Erscheinung hatte.
Begebe ich mich in Situationen oder an Orte die mir unbekannt sind und die ich nicht einschätzen kann, kleide ich mich unauffällig.
Das nicht aus Angst, sondern weil ich offener und sicherer in mir selbst sein kann, für alles was um mich herum stattfindet, wenn ich nicht mit mir bzw. meiner Kleidung unterbewusst beschäftigt bin.
Ein Luxus, den gerade Transmenschen und ähnliche nicht wirklich nutzen können, bei denen es um Identität geht - bei mir geht es nur um Spaß, Kreativität, Abwechslung und Mode.
-
Das würde ich dann mal schnippisch sich in der Wohlfühkomfortzone bewegen nennen.
Freut mich das du das nicht schön redest sondern klar darstellst.
Nur dumm das das gegen das eine oder andere imaginäre Weltbild verstößt.
Aber ehrlich und nicht verklärt.
-
Begebe ich mich in Situationen oder an Orte die mir unbekannt sind und die ich nicht einschätzen kann, kleide ich mich unauffällig.
Das nicht aus Angst, sondern weil ich offener und sicherer in mir selbst sein kann, für alles was um mich herum stattfindet, wenn ich nicht mit mir bzw. meiner Kleidung unterbewusst beschäftigt bin.
Das klingt einleuchtend.
Vielleicht verhalte ich mich unbewusst überwiegend genauso. Ich erinnere mich aber auch, dass ich an mir bislang völlig fremden Orten oder in vorhersehbar fremden Situationen auch durchaus schon "auffällig" gekleidet habe. Nicht, dass ich nicht auch je nach den zu erwarteten Umständen gewisse Abwägungen treffe, aber gemeinhin scheine ich mir in Sachen "Auffälligkeit" da deutlich weniger Gedanken zu machen als es sich hier von Euch bisweilen liest.
Die Diskussionen dieses Threads begleiten mich mittlerweile sehr spürbar in meinem alltäglichen Alltag. Und so wurde ich gerade eben auf meinem Heimweg wieder ganz gezielt an die letzten Inhalte hier im Diskussionsfaden aktiv erinnert. An der Stelle, wo ich Stimmen hörte, hatte ich nämlich zwei Weg-Optionen, die eine gefällt mir derzeit eher besser, sie fühlt sich von dieser Stelle aus irgendwie kürzer an. Ich habe gerade mal nachgemessen, die andere Weg-Option wäre sogar 30 Meter kürzer.
Trotzdem finde ich die erste Option sympathischer, doch hörte ich an dieser Stelle, wo ich mich entscheiden musste, genau von dort, wo meine Lieblingsoption ist, jugendliche, herumtollende Stimmen von jungen Männern. Die Zahl konnte ich nicht einschätzen. Und Zack!, kam mir dieser Thread hier wieder in den Sinn.
Ich entschied mich aber, tatsächlich meine projektierte Lieblingsoption als Heimweg zu nehmen, obwohl laute Stimmen männlicher Halbstarker von dort ums Eck schallten. Also ging ich ums Eck und hatte einen Wegabschnitt von 150 Metern durch einen dunklen, fast parkähnlichen, aber abgelegenen Weg vor mir, so ähnlich war längst der Weg auch hinter mir bereits - kein Mensch weit und breit, aber lautstarke sehr junge Männer vor mir. Es waren nur zwei, vielleicht so 17. Und nach optischen Kriterien mit Sicherheit mit migrantischer Abstammung. Außer, das sie laut und relativ energiegeladen miteinander kommunizierten, sprachen sie aber ein perfektes Deutsch ohne jegliche erkennbare Färbung. Und da sprachen sie, und sprachen sie, und ich lief. Ich lief an ihnen vorbei in einer hellen Winterjacke, mit einem hellen, überwiegend orange erscheinendem wildgemusterten Kleid bis zur mittleren / unteren Wade, das unten deutlich aus der Jacke herausschaute, aber auch durch meine offen getragene Jacke frontal noch besser zu sehen war (gut, mit Pullover drüber wirkte es wie ein Rock - aber Kleid oder Rock am Mann ist in dieser Situation relativ unerheblich).
Sie sahen mich kommen, ich sah sie stehen, ich lief, sie erzählten überlaut weiter mit kurzen knappen Worten, ich lief an ihnen vorüber, und ging weiter und weiter, ging ums Eck - und irgendwann war ich zuhause.
Nichts, was man hätte befürchten können, ist auch nur im Ansatz geschehen. Gut, ich muss gestehen, dass ich nicht intensiv darauf geachtet habe, inwieweit und mit welchen ablesbaren Mimiken sie auf mich reagierten. Ich weiss nur, dass sie mich sahen, und dass ihr mit kurzen überlauten Worten fast gebellter Dialog mit mir absolut nichts zu tun hatte.
Ich hätte schon an der ersten Stelle, wo ich sie gehört hatte, aber weder ich sie noch sie mich gesehen hatten, freiraus ohne weiteres den - sogar kürzeren - Alternativweg wählen können. Aber nein, ich hatte Lust, den anderen Weg einzuschlagen, obwohl er Schlechtes hat potenziell erahnen lassen. Und ich lief in Armreichweite von einem der beiden vorbei.
Ich will mich nicht als Held darstellen, aber ich hätte diese Begegnung prima vermeiden können.
Hmm vielleicht liegt es auch am Altersbonus das Wolfgang oder ich (leicht über fuffzich)
weniger negative Erfahrungen machen. Da zählen wir vielleicht nicht mehr zur Zielgruppe ;)
So ähnlich hatte es auch Jule bzw. Rockactiv vor paar Jahren ausgedrückt.
Ja, bisweilen frage ich mich, ob die gefühlt "deutlich offenere Gesellschaft" im Vergleich zu früheren Jahren und Jahrzehnten eventuell etwas mit meinem 'in die Jahre gekommenen' Alter zu tun hat ("falsche Zielgruppe"). Und ja, denke ich, es spielt eine gewisse Rolle. Man kann auch ein gewisses Konfliktpotential mal versuchen zu hinterfragen (warum tut so einer sowas?), da kommt man zwangsläufig darauf, dass ein gehobeneres Alter eher vor missgünstigen Übergriffen, ausgeübt von jüngeren "Tätern", schützt. Das können wir nochmal wann anders mit Nachdenken vertiefen.
Jedenfalls ist es nicht so, dass ich von stattlicher Natur wäre. Jemand, der mir nichts Gutes wollte, könnte mich in Nullkommanichts auf den Boden kriegen. Da brauche ich mir nichts vormachen, dass ich mit muskulöser Gegenwehr mich einigermaßen selbst verteidigen könnte. Nein, kann ich nicht.
Ich denke aber, auf meinem Heimweg soeben, wäre ich prima der potenziell heiklen Situation aus dem Weg gegangen, wenn ich den Alternativweg vorsichtigerweise eingeschlagen hätte. Andererseits überlege ich mir, würde ich immer den Alternativweg zu einer potenziellen Konfliktsituation wählen, würde ich in einer Lage, in der kein Alternativweg existiert, mit einer deutlich erhöhten Anspannung in die unausweichliche Begegnungssituation hineingehen. Und würde mit erhöhter Aufmerksamkeit auf jedes Details achten und vielleicht vorschnell nervös reagieren, was wiederum erhöhte Aufmerksamkeit der anderen, vor denen ich mich fürchte, auf mich ziehen könnte.
Was ich damit sagen will: wenn jeder allen potenziell möglichen Gefährdungslagen aus dem Weg geht, braucht sich nicht zu wundern, dass sich keiner mehr im Rock auf die Straße traut. Dann ist die Welt eben so schlecht, weil man sich davon einschüchtern lässt. Die Welt aber ist viel besser, als man sich manchmal zu glauben traut. Jedenfalls auf meinem Planeten.
-
Und noch zur Auflösung von dem, was ich mich manchmal frage:
Ja, gehobeneres Alter, der "Altersbonus", spielt bestimmt mit eine Rolle.
Als ich grob so alt war, wie die möglichen "Täter" (Halbstarke bis besoffene 40er), erlebte ich auch mehr solcher verbalen Attacken oder weitergehende brenzlige Situationen bis hin zu Gewaltandrohungen.
Das hat nachgelassen. Der Täterkreis ist gleich alt geblieben. Ich bin älter geworden.
Dass es aber so viel ruhiger geworden ist, hat nicht alleine mit dem Altersbonus zu tun.
Die Gesellschaft ist insgesamt viel offener geworden als es noch vor 1, 2 oder gar mehr Jahrzehnten der Fall war.
Und manche gegenläufige Strömungen sind nicht wegzudiskutieren. Das sind aber einzelne. Es gab immer "einzelne". Nur fielen sie damals nicht so auf, weil insgesamt die Gesellschaft weniger offen war.
Ich kenne einige, die mit den Inhalten der "gegenläufigen Strömungen" sympathisieren. Nenne ich es offen: glühende AfD-Anhänger. Und die, von denen ich spreche, haben kein Problem mit mir als Mann im Rock. Im Gegenteil, sie finden es z.T. ausdrücklich sogar "klasse". Oder eine sagt zum Beispiel: "Es ist so schön mit Dir. Da kann ich den ganzen Sch... mal vergessen!"
-
Als ich las "ich lief" dachte ich: "Warum fing der Wolfgang jetzt an, zu laufen. Wurde es doch gefährlich?" Aber nein, Du meintest "ich ging" und zwar "einfach weiter im selben Tempo". Gell?
Ich wurde übrigens auch vor 25 Jahren öfter dumm angemacht als heute.
LG, Micha
-
Ich kenne einige, die mit den Inhalten der "gegenläufigen Strömungen" sympathisieren. Nenne ich es offen: glühende AfD-Anhänger. Und die, von denen ich spreche, haben kein Problem mit mir als Mann im Rock. Im Gegenteil, sie finden es z.T. ausdrücklich sogar "klasse". Oder eine sagt zum Beispiel: "Es ist so schön mit Dir. Da kann ich den ganzen Sch... mal vergessen!"
Klar. Wir haben ja auch einige hier im Forum, die zumindest in diese Richtung Sympathien haben, und die dennoch Röcke tragen.
Und die AfD hat eine lesbische Vorsitzende.
Es gibt auch schwarze Trump-Wähler.
LG, Micha
-
Ja, ich ging.
Ist man früher schneller gelaufen als Gehen, dann ist man gerannt.
Es gab früher auch schon z.B. den 100m-Lauf. Oder wir haben den 5km-Lauf gemacht. Aber da ist man gerannt.
Laufen ist für mich ohne weitere Erklärung das Synonym für Gehen.
Lauftraining und Joggen gab es erst später. Da war für mich Laufen bereits das Gehen.
Und als ich als Kleinkind laufen gelernt habe, bin ich auch noch nicht gerannt.
-
Ja, ich ging.
Ist man früher schneller gelaufen als Gehen, dann ist man gerannt.
Es gab früher auch schon z.B. den 100m-Lauf. Oder wir haben den 5km-Lauf gemacht. Aber da ist man gerannt.
Laufen ist für mich ohne weitere Erklärung das Synonym für Gehen.
Lauftraining und Joggen gab es erst später. Da war für mich Laufen bereits das Gehen.
Und als ich als Kleinkind laufen gelernt habe, bin ich auch noch nicht gerannt.
Klar sind die Wörter mehrdeutig. Ich verwende die Steigerung: gehen - laufen - rennen. Rennen ist also ein schnelles Laufen. Gewissermaßen rennt man beim 100 m-Lauf, aber beim 5000 m-Lauf würde einem zu schnell die Puste ausgehen, würde man versuchen, 5000 m zu rennen. Vielleicht rennt man die letzten Meter davon.
Aber ich habe Dich dann da verstanden, was die Hauptsache ist.
Den Rennsteig könnte man sicher auch nicht rennen. ;)
LG, Micha
-
Ich kenne einige, die mit den Inhalten der "gegenläufigen Strömungen" sympathisieren. Nenne ich es offen: glühende AfD-Anhänger. Und die, von denen ich spreche, haben kein Problem mit mir als Mann im Rock. Im Gegenteil, sie finden es z.T. ausdrücklich sogar "klasse". Oder eine sagt zum Beispiel: "Es ist so schön mit Dir. Da kann ich den ganzen Sch... mal vergessen!"
Klar. Wir haben ja auch einige hier im Forum, die zumindest in diese Richtung Sympathien haben, und die dennoch Röcke tragen.
Und die AfD hat eine lesbische Vorsitzende.
Es gibt auch schwarze Trump-Wähler.
LG, Micha
Tja siehst du die Welt ist nicht schwarz weiß sondern besteht eigentlich nur aus Grautöne.
Kannst du was mit interessen geleitetes Wahlverhalten anfangen?
Weißt du das deckt sich so gut wie nie mit einem Wahlprogramm einer Partei. Interessen geleitetesWahlverhalten ist eigentlich ein Mosaik. Es ist aus meiner Sicht ideologie frei.
Damit du es verstehst gebe ich dir mal ein paar Stichwörter:
Fangen wir an bei Umwelt
Das ist dir ein wichtiges Thema, Umweltschutz ja klar- aber bezahlbar. Wer es nicht bezahlen kann und keine Vorteile hat, wird es ablehnen. Keine Verbote sondern Anreize.
Stichwort dein Auto(Hass) Thema. Klar ÖPNV aber sicher, zuverlässig, sauber …
Nicht gegeneinander sondern ein miteinander. Ohne Autoindustrie keine Steuer, keine Steuern. Vielleicht wird dann sogar eine Uni zugemacht das wär doch schade.😉.
Wirtschaft: wer der Wirtschaft Fesseln von hohen Auflagen anlegt darf sich nicht wundern das es teuer wird und sie abwandert. Zb bei Energiekosten. Eine spezialdisziplin der Grünen.
Stichwort Ausländer. Da reicht eigentlich schon das Schlagwort Fachkräfte und nicht Felachen. Und wer herkommt um unser Land als Spielplatz für sehr krumme Dinge zu benutzen muss dann wieder ganz schnell heimfliegen. Einige sagen dazu Remigration. Nenn es rechts, ich nenne es Spielregeln im Gastland akzeptieren.
Steuern zb. Hat man als Steuerzahler nicht einen Anspruch darauf das das erwirtschaftet Geld zuerst im Inland investiert wird anstatt in Bananenrepubliken die korrupt sind? Nur um dort grüne Weltanschauung zu exportieren?
Nur kleine Beispiele.
Nicht ohne Grund sind politische Randerscheinung entstanden, die genau diese Probleme ansprechen.
-
Das würde ich dann mal schnippisch sich in der Wohlfühkomfortzone bewegen nennen.
Freut mich das du das nicht schön redest sondern klar darstellst.
Nur dumm das das gegen das eine oder andere imaginäre Weltbild verstößt.
Aber ehrlich und nicht verklärt.
Natürlich.
Ich bewege mich in meiner Wohlfühlzone.
Warum auch nicht?
Ich habe weder das Bedürfnis noch die Notwendigkeit sie zu verlassen und wenn ausnahmsweise doch mal, besitze ich bildlich gesprochen, Hosen.
Ein Luxus über den manche Personengruppen nicht verfügen.
Die müssen sich vor rechtem queerfeindlichen Gesindel mehr fürchten
Ich wüsste auch nicht, was ich für mich selbst schönreden sollte - es ist schön, und ich hatte nicht erwatet dass es so läuft, als ich die ersten Male vorsichtig und unsicher einen Rock getragen habe.
-
Eigentlich sollte sich jede:r überall frei und sicher bewegen können!
Niemand hat das Recht, das jemandem zu verwehren!
Unter denen, die sich das Recht nehmen, gibt es die, die in der Illegalität bleiben und die, die versuchen, mit ihrer Ideologie Staat und Gesetze umzukrempeln. Letztere sind die gefährlicheren. Sie schaffen es, durch geschickte Propaganda, konservativen Menschen ihre Ideologie als mit ihren Werten übereinstimmend darzustellen, damit diese sie dann wählen. Leider fallen zu viele Menschen darauf herein und merken nicht, dass sie nur benutzt werden. Und wenn sie es doch merken, wollen sie es nicht wahrhaben und entladen ihre Wut auf die Schwächeren, statt sich von denen zu befreien, die sie betrogen haben.
LG, Micha
-
Oh, Danke, Micha. Zum Glück habe ich nun das ganze Wochenende, um mir die ganzen Feinheiten Deiner drei Sätze zu erschließen. Grob empfunden hast Du aber vermutlich recht.
Frisch ausgeschlafen und gefrühstückt kann ich zu meiner Schilderung von heute morgen 00:01 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10287.msg204730#msg204730) bzw. 00:21 Uhr noch mal folgendes ergänzen:
In meinen ersten Jahren wäre ich zweifellos ohne jegliches Nachdenken ebenso den Alternativweg gegangen. Insofern kann ich jeden verstehen, der diesem nächtlichen Lärm (Jungmännergelaber) auf abgelegenem, dunklem Weg aus dem Wege gegangen wäre.
Zu meiner geschilderten Begegnung gibt es auch noch ein Foto, das zumindest einen ersten Eindruck meines Erscheinungsbildes wiedergibt, übrigens nicht in dem beschriebenen Bereich, sondern woanders entstanden.
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
https://up.picr.de/50363877em.jpg
Ein deutlich besseres Bild gibt es noch in unserer beliebten Foto-Rubrik "Was habt ihr gestern getragen? (https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg204740#msg204740)".
-
Begebe ich mich in Situationen oder an Orte die mir unbekannt sind und die ich nicht einschätzen kann, kleide ich mich unauffällig.
Ja das ist bei Frauen (Transfrauen) kaum möglich. Leider wird man aber gezwungen sich anders zu kleiden als man es eigentlich möchte. Wer trägt schon gerne Jeans wenn er eigentlich viel lieber einen Minirock abends im Club tragen würde? Das ist ein untragbarer Zustand und es verschlimmert sich weiter. Und JA in dem Fall sind es zu 99% Migranten muslimischer Glaubensrichtungen die dir ansonsten die Hölle heiss machen! Alle meine Freundinnen fahren nur noch mit Fahrgemeinschaft oder Taxi zu Locations wenn sie feiern und nicht wie ein Sack Muscheln aussehen möchten. JEDE hat schon diese Situation mehrfach erlebt und glaub mir die Erfahrung möchte Niemand noch einmal machen. Deutsche Männer pfeifen dir hinterher oder lassen Sprüche ab aber die aus der anderen Glaubensrichtung langen zu - aus der Gruppe raus - Und du weisst nicht ob du da unverletzt raus kommst. Das ist ne ganz andere Nummer!
LG
-
Das Problem mit den jungen muslimischen Männern ist, dass sie über die sog. sozialen Medien von islamistischen Ideologen beeinflusst werden und die Moscheegemeinden kaum noch einen Einfluss auf sie haben. Es findet eine Fanatisierung statt. Dass Nichtmuslime sie nicht als zu sich gehörig, sondern als fremde Ausländer ansehen, unterstützt die Attraktivität dieser islamistischen Rattenfänger. Diese gehören auch zu denen, von denen ich schrieb, dass sie ihre Ideologie zum Gesetz machen wollen.
LG, Micha
-
Importierte Probleme die wiederum neue Probleme erzeugen.
Wer hätte das gedacht das mit x Millionen Menschen aus einem anderen Kulturkreis auch Probleme mitreisen…🙈
Hatte Mutti das nicht auf dem Schirm bei ihrer legendären Pressekonferenz?🤔
Ganz erstaunt ist man neuerdings das da auch Judenhass mitgekommen ist…
-
Nun, Micha, man hört aber auch immer mal wieder, dass selbst in Moscheegemeinden bisweilen zu unfreundlichem Verhalten aufgestachelt wird bzw. dort Impulse zur mitunter nicht gewaltlosen Islamisierung ge-(ver-)teilt werden. Ein aktueller Fall ist ja gerade in den Nachrichten.
Und es ist zweifellos so, dass unter den zugewanderten Menschen islamischen Glaubens auch einige dabei sind, die von einer islamisch geprägten Gesellschaft hierzulande träumen oder daran arbeiten oder damit beauftragt wurden. Der Gedanke einer islamischen "Weltherrschaft" ist nicht völlig vom Tisch. Aber davon hatten die Christen ja auch einmal geträumt.
Inwieweit eine völlige Islamisierung erfolgreich sein wird oder kann, sei mal dahingestellt. Aber es gab (oder gibt vermutlich auch noch) Neo-Nazis, die auch von vergleichbarem träumen und daran arbeiten.
Dass für manche zugewanderten Männern die heimischen Frauen, die in ihren Augen unreligiös leben, wie Freiwild vorkommen, ist ja auch spätestens seit Silvester vor einigen Jahren bekannt geworden. Und mit diesem Konfliktpotential muss man leider umgehen.
Inwieweit z.B. Clubszenen oder Türsteher da von einer gewissen Ideologie bereits unterwandert sind, lässt sich wahrscheinlich bestenfalls erahnen. Solche Unterwanderungen könnten dazu beitragen, dass derlei übergriffige Pöbeleien völlig "salonfähig" werden.
Nun, solchen Übergriffen sind wahrscheinlich auch Frauen ausgesetzt. Frauen mit erkennbar männlicher Herkunft sind vermutlich noch leichter Ziel solcher Übergriffe bzw. dann schon Anfeindungen. Das ist leider sehr tragisch. Aber Einsichten in diese Welt von Transfrauen habe ich keine. Ich lebe als Mann im Kleid oder Rock da offenbar in einer sehr viel friedlicheren Umwelt.
Edit: Doch, solche Aktionen mir gegenüber sind mir doch geläufig, auch von Frauen ausgehend (zum Beispiel auffälliges bis hin zu aufdringliches Antanzen oder Anfassen), wobei es mir, von Frauen ausgeübt, oftmals sogar nicht unangenehm ist. Aber ich kenne es auch von unterschiedlich geprägten Männern, wobei ich sowas in den letzten Jahren oder letzten 10, 20 Jahren wohl immer als Spaß bzw. als Spiel auffassen konnte; also nichts, was ich als ernsthaft bedrohlich werten konnte.
-
Was ich damit sagen will: wenn jeder allen potenziell möglichen Gefährdungslagen aus dem Weg geht, braucht sich nicht zu wundern, dass sich keiner mehr im Rock auf die Straße traut. Dann ist die Welt eben so schlecht, weil man sich davon einschüchtern lässt. Die Welt aber ist viel besser, als man sich manchmal zu glauben traut. Jedenfalls auf meinem Planeten.
Das hängt natürlich auch wieder von Lebensrealitäten ab. Der jungen Transfrau, die beim ersten öffentlichen Rocktragen krankenhausreif zusammengeschlagen wurde, würde ich sowas nicht sagen. Das wäre absolut empathielos und unsensibel. Sie war von diesem Ereignis lange Zeit traumatisiert, hat vielleicht sogar eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickelt. Da hilft nicht zu sagen: "Ach, hab dich nicht so. Geh der Gefahr nicht aus dem Weg und lass dich nicht einschränken. Mich hats ja auch nicht erwischt, aber ich lebe ja anscheinend in einer anderen Welt als du." Man selbst ist halt nicht der Nabel der Welt und jeder hat seine eigene Lebensrealität. Mich freut es jedenfalls, dass ich sie durch meine Geschichten inspirieren konnte zu einem Outing auf dem Arbeitsplatz. Sie hat eine schlimme Erfahrung gemacht, da hilft es nichts das zu bagatellisieren und sich selbst zu profilieren, weil man selbst davon verschont blieb.
Ich kann auch den jungen Femboy aus Köln verstehen, der nach mehrmaligen Bedrohungen in seiner Nachbarschaft einen Rückzug gemacht hat. Ein Umzug kommt für ihn finanziell als Student nicht in Frage, dann trägt er halt Röcke nur daheim, bei Freunden oder zu bestimmten Anlässen - sprich: wo er sich sicher fühlt. Das halte ich nicht für feige, sondern für sehr klug. Wäre mir schon mehrfach in meinem Stadtteil Schläge angedroht worden, dann würde ich so auch nicht in meiner Umgebung rumlaufen, sondern mir andere Gelegenheiten suchen. Man muss sich nicht unnötig in Gefahr bringen, wenn man schon in riskante Situationen kam. Lieber sicher in Hosen heim kommen, als mit Röckchen im Krankenhaus liegen.
Einer Frau würde ich auch nicht zur Stärkung ihres Egos empfehlen, alleine nachts im Park bei besoffenen Männergruppen vorbei zu laufen, damit sie "selbstbewusster" wird. Die These: "Du wirst als Frau nur belästigt, weil du nicht selbstsicher genug auftrittst und die spüren deine Unsicherheit" ist doch ein absurder Gedanke. Ich brauche jedenfalls keine Mutprobe oder Challenge wie ein kleiner Teenager, der sich selbst was beweisen muss. Auch als erwachsener Mann kann man vorsichtig sein und es ist völlig in Ordnung erhöhtes Gefahrenpotential zu vermeiden. Ich weiß, dass gerade Männer da oft "falschen Stolz" haben und lieber den mutigen, selbstbewussten Macker spielen wollen. Das brauche ich jedenfalls nicht. Ich lasse mich da weniger von Angst leiten, sondern viel mehr von Vernunft.
Ja das ist bei Frauen (Transfrauen) kaum möglich. Leider wird man aber gezwungen sich anders zu kleiden als man es eigentlich möchte. Wer trägt schon gerne Jeans wenn er eigentlich viel lieber einen Minirock abends im Club tragen würde? Das ist ein untragbarer Zustand und es verschlimmert sich weiter. Und JA in dem Fall sind es zu 99% Migranten muslimischer Glaubensrichtungen die dir ansonsten die Hölle heiss machen! Alle meine Freundinnen fahren nur noch mit Fahrgemeinschaft oder Taxi zu Locations wenn sie feiern und nicht wie ein Sack Muscheln aussehen möchten. JEDE hat schon diese Situation mehrfach erlebt und glaub mir die Erfahrung möchte Niemand noch einmal machen. Deutsche Männer pfeifen dir hinterher oder lassen Sprüche ab aber die aus der anderen Glaubensrichtung langen zu - aus der Gruppe raus - Und du weisst nicht ob du da unverletzt raus kommst. Das ist ne ganz andere Nummer!
Ja, das ist tatsächlich ein großes Problem für Frauen, deswegen gibt es in vielen Großstädten auch kostenlose Frauentaxis. Viele Frauen, die ich kenne, lassen sich lieber abholen oder nehmen Hoodies mit, worunter sie sich auf dem Heimweg verstecken. Eine Freundin sagte mal: "Ich versteck mich lieber unter der Kapuze, damit ich aussehe wie ein Kerl."
Ob das Problem schlimmer geworden ist, würde ich eher bezweifeln. In meiner Jugend gab es schon diese Problematik, das war lange vor der Flüchtlingssituation 2015. Ich glaube, bei vielen ist es eher eine Verklärung von früheren Zeiten. Die Problematik gab es schon immer. Erinnert euch mal zurück, wie es in eurer Jugend war, ob da wirklich alles "Friede, Freude, Eierkuchen" war. Wenn meine Eltern von früher erzählen, sind da auch ziemlich krasse Storys dabei. Ich schaue mir zudem gerne alte Filme und Dokus an. Ehrlicherweise sehe ich da nicht viel Unterschied zu heute. Meiner Meinung nach ist vieles auch Panikmache der Medien, sowohl von links als auch rechts. Es wird oft überdramatisiert, womit ich die Probleme nicht wegreden will, aber es wird oft zu sehr emotionalisiert und politisch instrumentalisiert, anstatt reflektiert zu analysieren und konkrete, vernünftige Lösungsvorschläge zu geben.
Es ist allerdings nicht zu leugnen, dass es Nationalitäten gibt, bei denen solche Verhaltensweisen häufiger auftreten, weil sie in patriarchalischen Strukturen aufgewachsen sind. Meiner Erfahrung sind das aber nicht nur Menschen aus der islamischen Welt, sondern verstärkt tritt das auch bei osteuropäischen oder afrikanischen Männern auf. Asiaten aus dem Fernen Osten beispielsweise sind da weniger repräsentiert. Natürlich lässt sich das alles nicht verallgemeinern, aber es gibt schon Tendenzen in der Sozialisierung.
Letztendlich ist es ein Übergriff und da ist religiöse oder kulturelle Prägung egal. Das lässt sich mit nichts rechtfertigen oder entschuldigen. Es gibt leider auch genügend Italiener, Spanier, Deutsche oder Österreicher die Frauen belästigen. Ich kenne genügend Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die eine Zeit lang gekellnert haben. Betrunkene Europäer sind da oft nicht viel besser als Männer aus anderen Kulturen. Dass eine Kellnerin anzüglich angesprochen, begrapscht oder einen Klaps auf den Po bekommt, ist vielerorts leider keine Seltenheit. Eine Freundin erzählte mir, dass sie sogar mal von einem alten Herren an sich gezogen wurde, der ihr gleich die Zunge in den Hals gesteckt hat. Der wurde danach vom Chef persönlich rausgeschmissen. Ich war früher viel in Kneipen unterwegs gewesen und habe schon Belästigungen mitbekommen, die Mädels aus unserer Gruppe oder andere weibliche Gäste erfahren mussten. Einmal kam beispielsweiser einer, der fragte, ob eine Freundin nicht nur so schön am Strohhalm saugen würde, sondern auch sein Sperma schlucken könnte. Der hieß nicht Mohammed oder Ali, der hieß Manfred. Woher ich das weiß? Ich kannte ihn und seinen Männerstammtisch. Könnte jetzt noch andere Beispiele nennen, aber lassen wir das. Was ich damit sagen will: solche Arschlöcher gibt es überall. Arschlochsein lässt sich nicht an der Ethnie festmachen.
Importierte Probleme die wiederum neue Probleme erzeugen.
[...]
Ganz erstaunt ist man neuerdings das da auch Judenhass mitgekommen ist
Antisemitismus ist leider nicht erst seit wenigen Jahren "importiert" worden. Ich kenne genügend Leute, die das schon vor Jahren/Jahrzehnten sagten. In meiner Schulzeit gab es schon Aufklärungsarbeit und im Religionsunterricht (katholisch übrigens) hatte einige Schüler antisemitische Vorurteile. Natürlich gibt es Antisemitismus in Teilen der muslimischen Community, aber der Antisemitismus kennt viele Gesichter. Von dem rechtsextremen Judenhass muss ich sicherlich niemanden was erzählen, aber es gibt ebenso zahlreichen Judenhass aus dem linksextremen Milieu. Vom christlich motivierten Antijudaismus, den beispielsweise manche evangelikale Gruppierungen verinnerlicht haben, will ich gar nicht erst anfangen. Wenn man mich fragen würde, welchen Judenhass ich davon am schlimmsten finde? Meine Antwort ist: ALLE!
-
Lieber Wolfgang,
bin gerade in einem buddh. Gesprächskreis, deshalb nur kurz: Ja, es gibt auch Moscheegemeinden mit extremistischen Inhalten und Mitgliedern. Ich meine die normalen Moscheegemeinden, deren Imame einen normalen Islam vertreten, der zwar auch traditionell und konservativ sein kann, aber nicht gewalttätig gegenüber andersdenkenden Menschen. Es gibt da eher innerhalb der Familien recht autoritäre Personen und enge Ehrbegriffe. Die können auch problematisch sein.
Islamisten benutzen aber viel mehr die sog. sozialen Medien, um junge Leute zu ködern, so wie andere Extremisten auch.
Diese jungen Leute sind also zunächst Opfer von Extremisten und werden dann zu Tätern. Genau so wie bei rechtsradikalen Jugendlichen auch. Die Ideologien sind sich ohnehin sehr ähnlich: Den Leuten wird eingeredet, Opfer von bestimmten Feinden zu sein, gegen die sie sich wehren müssten, und in Wahrheit seien sie die Träger von Wahrheit und Ehre, wenn sie sich nur der richtigen Weltanschauung anschließen. Die anderen Menschen, besonders, wenn sie bestimmten Ethnien, Religionen, Genderidentitäten, sexueller Orientierungen oder auch politischen Überzeugungen angehören (jeweils außer der eigenen). Wirklich vorhandene wirtschaftliche und politische Krisen werden geschickt genutzt, die Unzufriedenheit zu fördern und Hass gegen vermeintlich Schuldige zu schüren.
Man muss als Verteidiger von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Vielfalt der Lebensweisen da aufpassen, nicht auch so extremistisch zu werden.
Und lieber Timper,
der Antisemitismus bei Muslimen ist ein Re-Import, nachdem er zuerst aus Europa in die islamischen Länder exportiert wurde. Es gibt zwar auch judenfeindliche Stellen im Koran, aber mit denen gingen Muslime Jahrhunderte lang nicht so vor, dass man Juden dermaßen als Feindbild benutzte, viel weniger als gleichzeitig im christlichen Europa.
Gleichwohl ist er gefährlich und muss bekämpft werden, wie jede Art von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, egal von wem sie ausgeht und wen sie trifft.
LG, Micha
-
Am vergangenen Donnerstag waren wir mit ca. 10 Mitarbeitenden auf einem Kölner Weihnachtsmarkt wie wir es jedes Jahr tun. Zu unserem Kreis zählen auch 2 türkischstämmige sowie ein Marokkaner und eine Iranerin. Es war super harmonisch und lustig. Einer der Türken heiratet nächstes Jahr auf traditionelle türkische Art. Seine Freundin kam ihn von der Feier abholen. Nix mit Kopftuch oder so. Sie leben westlich und kapseln sich auch nicht ab. Geheiratet wird aber türkisch. Die Tradition ist ihnen wichtig. Es gibt auch kein Schweinefleisch. Aber Glühwein :) Und wir werden zur Hochzeit auch eingeladen. Auch ich! Auf meine Frage was seine anderen Gäste wohl dazu sagen wenn ich da auftauche meinte er nur: Sie können jederzeit gehen wenn es ihnen nicht gefällt. Und seine Freundin hat mich zum Schluss auch verabschiedet wie es unter Frauen üblich ist. Nach Hause gefahren bin ich dann mit UBER. Hatte meinen Kapuzenhoodie vergessen :-)
-
MAS - : Kann ja alles sein von Export oder Import oder was auch immer.
Was aber kaum bestreitbar ist das die Judenfeindlichkeit in den islamischen Ländern erst richtig mit der Gründung des Staates Israel ins rollen kam und somit der Kampf der arabischen Staaten gegen das Existenzrecht Israels bis heute. Und genau diesen antisemitischen Kampf haben wir uns nach Deutschland reingeholt. Kaum ein Tag an dem nicht arabische Gruppen in Berlin ihre Parolen zb. from the River to the Sea in die Straßen schreien. Ich sage es mal ganz klar diesen Import brauchen wir nicht!
Das sind auch keine Fachkräfte. Das sind überwiegend Leistungsempfänger die unserer Gesellschaft keinen Gewinn bringen.
Merkel hat 2015 einen Geist aus der Flasche gelassen, der Probleme verursacht.
Diese Gruppen sollen zurückkehren, ihre Länder aufbauen und von mir aus islamische Republiken gründen oder sonst was.
Aber nicht versuchen hier am Rad zu drehen.......wer dreht , der fliegt... (Wobei das wohl ein Wunschtraum bleibt, da vieles von den Bundesländern abhängt.)
Wo das alles hinführt, kann man heute in Australien sehen... Wieder einmal..
Und auch Berlin hat gerade seinen Jahrestag bezüglich Terror - Stichwort Weihnachtsmarkt......
Und da soll mir keiner mit Whataboutism kommen.
-
Arschlochsein lässt sich nicht an der Ethnie festmachen.
Nein, aber am Geschlecht.
Wir haben kein Kulturkreisproblem, sondern ein Problem mit der männlichen Kultur, dem mit sozialen Verhalten von Männern.
Die überwiegende Zahl aller Straftaten wird von Männern begangen.
Gewalttaten sind noch männerlastiger.
Geht es um hier relevante Taten wie Belästigung, sind Täterinnen vernachlässigbar.
Ich sage mal, man kann jederzeit weitestgehend gefahrlos überall hingehen, wo keine Männer sind.
Wie man dieses Kernproblem behebt habe ich keine Ahnung, die Lösung wäre aber dringlicher, als alle anderen Ansätze. Jedenfalls wäre ein Land ohne Männer deutlich sicherer.
-
Natürlich gibt es ein Kulturkreisproblem.
Insbesondere die islamischen Gesellschaften ( Kulturkreis!!!) pflegen eine dominante, patriarchale Machokultur!! Männer stehen über allem, so führen die auch in der Sonnenallee , Gazastreifen auf.
Zb von Ehrenmorde hast du noch nie gehört?
Komm nach Berlin und unterhalte dich in Kreuzberg mit Insider!
Von Zwangsverheiratungen von jungen Frauen unter an Drohungen von Gewalt hast du auch noch nicht gehört?
Diese Verharmlosung dieser Strukturen und Relativierung dieser Parallelgesellschaften ist geradezu erschreckend. Immer schön Kulturkreisprobleme kleinreden.
Oder mit Whataboutism kommen, vom Problem ablenken.
Linksgrüne Ausblendung von Realitäten.
Anstatt immer nur im Modezeitschriften zu blättern. vielleicht mal öfters die regionalen Nachrichten lesen aus den Brennpunkten der Großstädte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass München auch ein Brennpunkt hat.
-
Lieber Timper, lieber Cephalus,
machen wir es uns doch nicht so leicht!
DIE Muslime sind schuld! DIE Araber sind schuld! DIE Männer sind schuld!
Wie wäre es mit: WIR Menschen sind schuld! ?
Ich musste selbst gerade nochmal nachschauen und kam dann auf das Sykes-Picot Abkommen und die Balfour-Erklärung. Schaut selbst mal nach.
Aber auch das sind nur Phänomene.
Letztlich geht es immer wieder um Macht für einen selbst bzw. die eigene Gruppe. In dem Fall war die eigene Gruppe Großbritannien und Frankreich. Und auch die haben Vorgänger: Das Osmanische Reich, das Römische Reich, die Israeliten und die Philister, und und und ...
Statt immer nur Schuldige in der Geschichte zu suchen sollten wir unsere Verantwortung und Möglichkeiten heute suchen!!!
Das ist wie bei der Karma-Frage: Betrachten wir die Gegenwart als Folge alten Karmas oder die Gegenwart als Ursache künftigen Karmas? Ich schlage vor, letzteres zu tun.
LG, Micha
-
machen wir es uns doch nicht so leicht!
DIE Muslime sind schuld! DIE Araber sind schuld! DIE Männer sind schuld!
Wie wäre es mit: WIR Menschen sind schuld! ?
Hm...
Ich empfinde die Aussage schon fast als unfair gegenüber der Hälfte der Menschheit.
An Kriegen, Ausbeutung, und allen Schandtaten in der Geschichte sind nach meinen Kentnisen bis heute fast ausschließlich Männer sowohl federführend, als auch ausführend.
Und näher am Rocker Thema: Wer hat ein ungutes Gefühl, wenn er in besonderem Outfit auf eine Gruppe Frauen trifft?
Warum dann bei Männern, wenn Menschen das
Problem wären?
-
Ja, das ist eine korrekte Beobachtung, lieber Cephalus!
Indes gibt es auch Frauen, die etwas gegen unsere Gewandung haben. Meine Schwester zum Beispiel, auch wenn sie den Widerstand aufgegeben hat. Dass es ihrem Wertesystem nicht entspricht, merke ich aber immer wieder.
Worauf ich hinauswollte oder hinauswill: Lasst uns nicht immer DIE Schuldigen bei DEN Anderen suchen, sondern unsere jeweilige Verantwortung dafür übernehmen, was wir aus unserer Gegenwart machen.
"Der hat angefangen!" - "Nein, der andere hat angefangen!" - Bringen uns solche Schuldzuweisungen irgendwie weiter?
Ist es nicht besser, jeweils bei uns selbst anzufangen mit der Friedensverantwortung.
Dumm daran ist sicherlich, dass wir hier alle nur kleine Leute sind und keine Mächtigen. Gemeinsam wären wir mächtig, aber wir lassen uns ja immer wieder auseinander treiben und gegeneinander aufstacheln.
Und wenn ein kleiner Mensch mächtig wird - was ja vorkommt - passt er sich schnell den Gepflogenheiten der Mächtigen an.
Am besten sollte niemand mehr mächtig werden können. Und keiner mehr so viel mehr Geld haben als der Durchschnitt. Hups, das ist jetzt eine sozialistische Forderung. Aus der Geschichte wissen wir, dass das so leicht nicht umsetzbar ist. Auch daraus erwachsen wieder welche, die mehr Macht und Geld haben.
Und nun?
LG, Micha
-
Damit du es verstehst gebe ich dir mal ein paar Stichwörter:
Fangen wir an ...
Ohne - Stand jetzt - alle Deine Ausführungen komplett nachvollzogen zu haben...
...und um 11:10 könntest Du ja relativ ausgeschlafen gewesen sein...
aber ja, mit einigen Gedankenansätzen zumindest hast Du ja ansatzweise recht... (sorry: Recht)
trotzdem sind - Stand jetzt - manche Gedankensplitter fast ein bisschen zu... äh nee ... noch ein bisschen gedanklich ausbaufähig...
-
Wie man dieses Kernproblem behebt habe ich keine Ahnung, die Lösung wäre aber dringlicher, als alle anderen Ansätze. Jedenfalls wäre ein Land ohne Männer deutlich sicherer.
Oh ja, ich hatte auch schon mal jenen Tagtraum, dass eine Welt ohne Männer für mich sich richtig attraktiv anfühlen würde, also komplett ohne Männer, so komplett, dass nur ich der einzige wäre. Ja, solch eine Welt könnte mir noch deutlich besser gefallen als die jetzige!
-
... Gemeinsam wären wir mächtig, aber wir lassen uns ja immer wieder auseinander treiben und gegeneinander aufstacheln.
Und wenn ein kleiner Mensch mächtig wird - was ja vorkommt - passt er sich schnell den Gepflogenheiten der Mächtigen an.
Nun, bestes Beispiel sind die Grünen. Die haben zwar immer noch ein geschärftes Politprofil, aber als die an die Macht in Regierungs-Verantwortung kamen, sind etliche Grundsatz-Ideologien von einst Geschichte gewesen und ihre Narrative mussten sich der Verantwortungs-Realität anpassen. (Das wird bei der AfD recht ähnlich sein, wenn sie sich mal beweisen müssen.)
-
MAS - : Kann ja alles sein von Export oder Import oder was auch immer.
Was aber kaum bestreitbar ist das die Judenfeindlichkeit in den islamischen Ländern erst richtig mit der Gründung des Staates Israel ins rollen kam und somit der Kampf der arabischen Staaten gegen das Existenzrecht Israels bis heute. Und genau diesen antisemitischen Kampf haben wir uns nach Deutschland reingeholt.
Ja, Du hast mit diesen Worten absolut Recht.
Nicht zu vergessen dabei, dass unsere Vorväter (uns selbst trifft natürlich keinerlei Schuld) ganz gewaltig dazu beigetragen haben, dass die Gründung des Staates Israel ein Erfolgsmodell werden konnte. Dass da zeitgleich ein Problem mit Unrecht entstanden ist, lässt sich mit Ehrlichkeit nicht wegdiskutieren. Trotzdem müssen wir anerkennen, dass das Wirken unserer Vorväter genau dieses Problem auf die Spitze getrieben hat. Auch wenn uns als Nachgeborenen keinerlei Schuld daran trifft, haben wir doch eine gewisse Mitverantwortung, dafür Sorge zu tragen, dass sowohl die eine Seite - die sich als jüdisches Volk fühlenden Identitäten - als auch die dadurch beeinträchtigten Menschen - z.B. die Palästinenser und deren affektiv zuhaltenden Sympathisanten - einigermaßen sich auf Augenhöhe begegnen können. Oder zumindest auf jener Ebene angesiedelt: dass wir die Juden mit ihrem als Heimstatt angesehenen Land verstehen und unterstützen können, und auch Verständnis haben, dass nicht jeder in dieser Region es unbedingt als supertoll empfinden kann, wenn Juden dort Gebietsansprüche und Deutungshoheiten geltend machen.
Letztlich - wie gesagt - war unsere deutsche Geschichte da ein wesentlicher Faktor, der das herausgefordert hat. Das müssen wir uns immer wieder in Erinnerung rufen. Und - auch wenn es nicht unsere eigene freie Entscheidung war, weil wir noch gar nicht geboren waren, aber trotzdem: - daraus erwächst für uns Nachkommen auch eine gewisse ererbte Verantwortung. Und zwar Verantwortung für beide Seiten.
-
Worauf ich hinauswollte oder hinauswill: Lasst uns nicht immer DIE Schuldigen bei DEN Anderen suchen, sondern unsere jeweilige Verantwortung dafür übernehmen, was wir aus unserer Gegenwart machen.
In diesem Fall sind es kaum die Anderen, da wir hier mehrheitlich Männer sind.
Durch das was wir vorleben, von anderen fordern und wie wir speziell nachfolgende Generationen prägen, tragen wir eine Mitverantwortung an dem, wie Männer sind.
Warum würdigen wir Männer untereinander nicht vor allem Empathie, Rücksicht auf die Mitwelt u.ä., sondern Kraft, Durchsätzungsfähigkeit, Dominanz, alles hin bis zu toxischen Männlichkeit?
Das alles ist nicht genetisch bedingt, hat aber eine Jahrtausende alte Tradition für deren Erhalt meist Männer verantwortlich zeichnen.
Matriachate in der Geschichte haben sich deutlich von den allgegenwärtigen patriachalen Systemen abgehoben.
Prinzipiell sind wir als Männer kleine Rädchren im großen Getriebe, das den Zustand beibehällt.
Sich über potentiell Schwächere, Frauen, Queere, oder andere Gruppen stellen zu wollen, manchmal auch zu müssen, schadet der Welt, aber jeder einzelne kann ein Sandkorn in diesem Getriebe sein.
-
Sich über potentiell Schwächere, Frauen, Queere, oder andere Gruppen stellen zu wollen, manchmal auch zu müssen, schadet der Welt, aber jeder einzelne kann ein Sandkorn in diesem Getriebe sein.
Das "Sandkorn sein" beinhaltet allerdings das Verlassen unserer Mitläufer-Männer-Komfortzone. Denn es kann sehr unbequem sein, sich gegen den Mainstream des Herabsetzens von anderen Menschen, die nicht unserem Weltbild entsprechen, zu stellen. Differenzieren und Mitfühlen sind anstrengend und machen Arbeit. Das liegt nicht jedem. Insbesondere dann, wenn wir deswegen angefeindet werden.
Immerhin haben wir im Bezug auf unsere Kleidung ein Stück weit unsere Komfortzone verlassen und wir erleben vielleicht den ein oder anderen Gegenwind. Folglich könnten wir in der Lage sein, uns in die Lage von Randgruppen hinein zu versetzen. Wenn wir wirklich wollten. Aber wollen wir das?
-
machen wir es uns doch nicht so leicht!
DIE Muslime sind schuld! DIE Araber sind schuld! DIE Männer sind schuld!
Wie wäre es mit: WIR Menschen sind schuld! ?
Hm...
Ich empfinde die Aussage schon fast als unfair gegenüber der Hälfte der Menschheit.
An Kriegen, Ausbeutung, und allen Schandtaten in der Geschichte sind nach meinen Kentnisen bis heute fast ausschließlich Männer sowohl federführend, als auch ausführend.
Und näher am Rocker Thema: Wer hat ein ungutes Gefühl, wenn er in besonderem Outfit auf eine Gruppe Frauen trifft?
Warum dann bei Männern, wenn Menschen das
Problem wären?
Da ist was wahres dran. Frauen werden lächeln, Männer eher unangenehm anders reagieren….wenn man uns im Rock sieht. Manchmal jedenfalls.
-
@Rockie
Sehr schöne Geschichte! Ich kenne auch einige Muslime, die absolut kein Problem damit haben. Sogar einige, die Bewunderung und Komplimente aussprachen. Es gab sogar welche, die mich vor anderen Eltern verteidigten, als die mich hintenrum angefeindet haben. Danke für das Teilen der Geschichte! Schade, dass solche positiven Geschichten oft unkommentiert untergehen, weil man sich lieber auf Diskussionen stürzt.
Immerhin haben wir im Bezug auf unsere Kleidung ein Stück weit unsere Komfortzone verlassen und wir erleben vielleicht den ein oder anderen Gegenwind. Folglich könnten wir in der Lage sein, uns in die Lage von Randgruppen hinein zu versetzen. Wenn wir wirklich wollten. Aber wollen wir das?
Sehr schön gesagt. Ich muss zugeben, dass ich mich seitdem in manchen Aspekten wirklich mehr in Randgruppen hineinversetzen kann als vorher. Diesen Effekt merke ich leider nicht bei jedem und bei manchem scheint das Rocktragen sogar die Vorurteile verstärkt zu haben.
Wie man dieses Kernproblem behebt habe ich keine Ahnung, die Lösung wäre aber dringlicher, als alle anderen Ansätze. Jedenfalls wäre ein Land ohne Männer deutlich sicherer.
Letztendlich schafft man sowas nur durch Aufklärung und Bildung. Das ist mit Konzepten in Kitas und Schulen, aber auch freizeitliche Bildungsangebote in Sportvereinen oder Jugendzentren zu fördern. Allen voran mit männlichen Fachkräften und Bezugspersonen, aber ebenso mit weiblichen.
Bei Erwachsenenbildung wird es schon schwieriger. Workshops kosten was und Arbeitgeber werden dafür kein Geld ausgeben. In puncto Flüchtlingsheimen kann ich sagen, dass es da Konzepte gibt, bei denen Pädagogen mit Flüchtlingen "neue Männlichkeitskonzepte" erörtern. Tatsächlich habe ich bei meiner Jobsuche erst kürzlich eine Stelle dazu gefunden, für die ich mich bewerben wollte, aber die dann schon vergeben war.
Meiner Meinung nach ist toxische Männlichkeit kein Problem, das nur von Männern gefördert wird. Viele Frauen wollen traditionelle Strukturen, geben diese Werte an Söhne weiter und suchen sich einen bestimmten Typ Mann als Partner aus. Die sexuelle Anziehung zu toxischen Alpha-Männchen und Machos sind bei nicht wenigen Frauen ganz oben auf der Attraktivitätsliste. In ganz extremer Form gibt es sogar die Romantisierung von Kriminellen. An toxischer Männlichkeit sind nicht nur die Männer selbst Schuld.
Indes gibt es auch Frauen, die etwas gegen unsere Gewandung haben.
Richtig! Aus meinem beruflichen Kontext kann ich sagen: Ich wurde eher von Frauen hintenrum angefeindet wegen meiner Kleidung. Und im Allgemeinen kann ich sagen: Es sind mehr Frauen, die mit einem Mann als Erzieher Probleme haben, weil es nicht in ihr Männlichkeitsbild hineinpasst.
Und genau diesen antisemitischen Kampf haben wir uns nach Deutschland reingeholt. Kaum ein Tag an dem nicht arabische Gruppen in Berlin ihre Parolen zb. from the River to the Sea in die Straßen schreien. Ich sage es mal ganz klar diesen Import brauchen wir nicht!
Es ist ja nicht zu bestreiten, dass es das Konfliktpotential erhöht hat. Sind das aber wirklich nur Flüchtlinge ab 2015? Gerade diese islamistisch-geprägten Menschen sind häufig diejenigen, die hier in zweiter und dritter Generation aufgewachsen sind. Wie Micha schon sagte, sind die Extremisten/Islamisten auf Social Media (vor allem TikTok) sehr stark und versuchen diesen Jugendlichen eine Identität und sozialen Halt zu geben. Übrigens konvertieren auch immer mehr deutsche Jugendliche zu islamistischen Gruppierungen. Führende islamistische Prediger wie Pierre Vogel und Sven Lau sind ja auch Deutsche. Und gerade in Berlin (aber auch hier in Frankfurt) sehe ich immer wieder, dass ein Teil der linken Szene kräftig mitgröhlt bei den Parolen. Menschen aus der Antifa, aus dem LGBT-Spektrum, von den Jugendorganisationen der Linken und Grünen, von linken Hochschulgruppen, usw. Die Demonstrationsteilnehmer sind teils sehr absurde Verzahnungen, beispielsweise wenn eine linke Transfrau dort Reden halten und von islamistischen Männergruppen tosenden Beifall bekommt. Es ist oft ein seltsames Wirrwarr an Zusammensetzungen, die sonst gegeneinander arbeiten.
Ich glaube auch, dass die Problematik in vielen Berliner Stadtteilen schon länger besteht. Die Rütli-Schule ging damals durch die Medien, lange bevor die Flüchtlinge hier her kamen. Der damalige Bezirksbürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky hatte schon in den 2000ern Alarm geschlagen und wurde öffentlich ziemlich an den Pranger gestellt in manchen Talkshows.
Anfang der 2010er habe ich aufgrund meines Studiums in Religionswissenschaften auch viel mit islamistischen Gruppierungen beschäftigt. Das ist leider kein wirkliches neues Phänomen. Es wurde auch damals schon in TV-Talkshows, Reportagen und Sachbüchern thematisiert.
Natürlich gibt es ein Kulturkreisproblem.
Insbesondere die islamischen Gesellschaften ( Kulturkreis!!!) pflegen eine dominante, patriarchale Machokultur!! Männer stehen über allem, so führen die auch in der Sonnenallee , Gazastreifen auf.
Zb von Ehrenmorde hast du noch nie gehört?
Komm nach Berlin und unterhalte dich in Kreuzberg mit Insider!
Von Zwangsverheiratungen von jungen Frauen unter an Drohungen von Gewalt hast du auch noch nicht gehört?
Diese Verharmlosung dieser Strukturen und Relativierung dieser Parallelgesellschaften ist geradezu erschreckend. Immer schön Kulturkreisprobleme kleinreden.
Oder mit Whataboutism kommen, vom Problem ablenken.
Linksgrüne Ausblendung von Realitäten.
Ja, das sind eindeutige Probleme, die schon seit Ewigkeiten bekannt sind. Ich nehme bei manchen in der linken Bubble leider wirklich so eine "Blindheit" wahr. Das ist dann die Kehrseite der Medaille von den Rechten. Die extremen Rechten sehen alle Probleme darin und die extremen Linken sehen gar keine Probleme darin. Beides halte ich für gefährliche Herangehensweisen. Ziemlich undifferenziert, was der Komplexität nicht gerecht wird und was beides nicht zu zufriedenstellenden Lösungen führt.
In vielen Großstädten haben wir so eine Ghettoisierung. Wie Timper angesprochen hat gibt es die in Berlin. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass in anderen Großstädten ähnliche Parallelgesellschaften herrschen, die ebenso ein Problem darstellen. Und die sind nicht immer arabisch-dominiert.
In Gelsenkirchen oder Duisburg haben wir Stadtteile die von Rumänen dominiert werden. Das sind keine Muslime, überwiegend Christen. Es sind keine Flüchtlinge, sondern EU-Bürger, die nach der Osterweiterung nach Deutschland kamen und nach EU-Recht nicht als "Ausländer" zählen. Auch diese Stadtteile haben große Probleme, die örtliche Politik ist überfordert und die Leute wählen AfD, weil sie enttäuscht sind.
Ich möchte aber auch noch auf gefährliche Parallelgesellschaften hinweisen, die nur aus Deutschen bestehen. Es gibt in Deutschland sogenannte "Nazikieze", beispielsweise in Dortmund, wo nationalsozialistische Symbole und Demonstrationen offen gezeigt werden und in die ich mich auch nicht als Einheimischer trauen würde.
Nicht nur Großstädte bilden Parallelgesellschaften. Ganze Dörfer wurden von Naziorganisationen erworben, gelten als Ausbildungsstätten. Reichsbürger oder gewaltbereite christliche Sekten haben deutschlandweit ebenso komplette Dörfer erworben. Wir haben viele Parallelgesellschaften, die die öffentliche Ordnung gefährden können, weil sie gewaltbereit und demokratiefeindlich sind.
Im Frankfurter Bahnhofsviertel haben wir eine Parallelgesellschaft, wo Drogenhandel und -konsum offen auf der Straße stattfindet. Es ist keine Seltenheit, dass man hier Drogenleichen entdeckt. Drogenabhängige von ganz Deutschland kommen hierher, um dann auf der Straße zu leben. Das Perverse ist noch: Direkt eine Straße weiter fängt das Bankenviertel der Superreichen an.
Die Diskussionen in der Gesellschaft sind mir viel zu monokausal und eindimensional. Es ist oft viel komplexer als viele es sehen wollen. Der Mensch neigt allerdings dazu, dass er einfache Antworten auf schwierige Fragen möchte und das spielt den Extremisten von allen Seiten in die Karten.
-
Diese Gruppen sollen zurückkehren, ihre Länder aufbauen und von mir aus islamische Republiken gründen oder sonst was.
Aber nicht versuchen hier am Rad zu drehen.......wer dreht , der fliegt... (Wobei das wohl ein Wunschtraum bleibt, da vieles von den Bundesländern abhängt.)
Wo das alles hinführt, kann man heute in Australien sehen... Wieder einmal..
Ich bin bisher nur auf den Stand, dass die Täter Vater und Sohn sind. Von Migrationshintergrund der beiden oder ob es einen islamistischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, habe ich bisher nichts entdecken können.
Ich bitte darum die Quellen nachzureichen, falls der Fehler bei mir liegt. Ansonsten bitte ich mit solchen vorschnellen Schlussfolgerungen vorsichtiger zu sein.
-
Ja, Cephalus und Hajo, da stimme ich Euch zu!
Was jetzt Israel und Palästina angeht, ist das eine schwer durchschaubare Gemengelage. Beide Völker reichen in ihrer Präsenz vor Ort bis in die Antike zurück. Die Römer haben die Israeliten/Juden vertrieben. Daher waren sie über 2000 Jahre nicht vor Ort, wohl aber die Philister/Palästinenser, aber immer unter Fremdherrschaft: römisch/byzantinisch, arabisch, osmanisch/türkisch, britisch. Beide wollen einen unabhängigen freien Staat. Wer hat nun mehr Recht an dem/auf das Land? Wer kann das beantworten?
Was uns wichtig sein sollte: Diese Feindschaft zwischen den beiden Völkern oder zwischen Meinungsmachern beider Völker, sollte nicht unsere Gesellschaft hier in Deutschland und Europa spalten. Wir sollten die Israelis und Juden und Palästinenser und Muslime (je auch -innen) unterstützen, die Frieden wollen.
Wobei dieser Streit sicher nichts mit Johns Erlebnis zu tun hat, mit dem er diesen Thread begonnen hat.
Außer in dem Sinne, dass alles mit allem zu tun hat.
LG, Micha
-
Diese Gruppen sollen zurückkehren, ihre Länder aufbauen und von mir aus islamische Republiken gründen oder sonst was.
Aber nicht versuchen hier am Rad zu drehen.......wer dreht , der fliegt... (Wobei das wohl ein Wunschtraum bleibt, da vieles von den Bundesländern abhängt.)
Wo das alles hinführt, kann man heute in Australien sehen... Wieder einmal..
Ich bin bisher nur auf den Stand, dass die Täter Vater und Sohn sind. Von Migrationshintergrund der beiden oder ob es einen islamistischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, habe ich bisher nichts entdecken können.
Ich bitte darum die Quellen nachzureichen, falls der Fehler bei mir liegt. Ansonsten bitte ich mit solchen vorschnellen Schlussfolgerungen vorsichtiger zu sein.
Genau, lieber Yoshi! John könnte uns aufklären, was das seiner Ansicht nach für Menschen waren, aber er hat sich lange nicht gemeldet.
John, bist Du noch da?
LG, Micha
-
Diese Gruppen sollen zurückkehren, ihre Länder aufbauen und von mir aus islamische Republiken gründen oder sonst was.
Aber nicht versuchen hier am Rad zu drehen.......wer dreht , der fliegt... (Wobei das wohl ein Wunschtraum bleibt, da vieles von den Bundesländern abhängt.)
Wo das alles hinführt, kann man heute in Australien sehen... Wieder einmal..
Ich bin bisher nur auf den Stand, dass die Täter Vater und Sohn sind. Von Migrationshintergrund der beiden oder ob es einen islamistischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, habe ich bisher nichts entdecken können.
Ich bitte darum die Quellen nachzureichen, falls der Fehler bei mir liegt. Ansonsten bitte ich mit solchen vorschnellen Schlussfolgerungen vorsichtiger zu sein.
Genau, lieber Yoshi! John könnte uns aufklären, was das seiner Ansicht nach für Menschen waren, aber er hat sich lange nicht gemeldet.
John, bist Du noch da?
LG, Micha
Lieber Micha,
ich meinte damit Timpers Schlenker zu dem Vorfall in Australien, weil das in einem Atemzug mit Islamismus genannt wurde. Zumindest liest es sich so in der Aufzählung.
Die Nationalität der Halbstarken aus Johns Schilderung ist mir herzlich egal, denn sie ändert nichts an meiner Bewertung ihres Verhaltens. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund macht es das weder besser noch schlechter.
-
Nun, Yoshi, der australische Geheimdienst hatte vor einigen Jahren den Sohn schon einmal aufgrund von möglichen Verbindungen zu einer lokalen IS-Zelle überprüft: Quelle (https://www.tagesschau.de/ausland/ozeanien/attentat-australien-ermittlungen-100.html)
Antisemitismus, Extremismus allgemein oder der Traum von Einzelnen, die Gesellschaft grundlegend nach ihren Wünschen zu verändern, können wir im Forum sicher diskutieren, führt dann aber doch vom eigentlichen Thema, das für uns John eröffnet hat, ziemlich weit weg.
Indes kann ich Yoshis längerem Beitrag so ziemlich uneingeschränkt zustimmen, vor allem mit Verweis auf seinen Schlusssatz:
Die Diskussionen in der Gesellschaft sind mir viel zu monokausal und eindimensional. Es ist oft viel komplexer als viele es sehen wollen. Der Mensch neigt allerdings dazu, dass er einfache Antworten auf schwierige Fragen möchte und das spielt den Extremisten von allen Seiten in die Karten.
Was hat das mit den Erlebnissen von John zu tun?
Viel, sehr viel. Jedenfalls besonders viel mit den Emotionen, die nun aufgrund von Johns Schilderung bei uns geweckt und diskutiert wurden.
Auffallend ist, dass unsere Gesellschaft immer mehr zersplittert. Ich darf dann doch noch mal ins Heile-Welt-Syndrom der Sparte "Früher war alles besser" verfallen. Denn ich glaube, früher war die Gesellschaft längst nicht so fragmentiert. Wenn ich so zurückblicke in meine Jugendlichenzeit oder in die Zeit als sehr junger Erwachsener, wo man schon ein bisschen Überblick über die Welt sich schaffen konnte und auch so manches reflektieren konnte, so fällt mir auf, dass zu jener Zeit die Gesellschaft mehr beinander stand, jedenfalls nicht so mit vielen tiefen Klüften gepalten war.
Damals waren es überwiegend die sozialen Klüfte, die maßgeblich waren, oft auch eng verbunden mit einer recht leicht erkennbaren Einteilung in die zwei, drei politischen Lager. Dann gab es noch die Gastarbeiter, wobei man so langsam lernte, von dieser Bezeichnung abzurücken. Ja, die Schaffung der Grünen war fast die einschneidenste Errungenschaft, die in die Gesellschaft einen neuen Riss hineinbrachte. Aus zwei großen Lagern wurden drei, das konnte man aber noch verkraften. Jedenfalls änderte das nicht groß daran, dass die horizontale Spaltung der Gesellschaft (soziale Spaltung, oft auch politisch ähnlich gespalten) dazu führte, dass die eine Seite nicht gut mit der anderen Seite konnte - die eine Welt hat die andere Welt halt nicht verstanden.
Heute muss ich feststellen, dass im menschlichen Miteinander die politische Ausrichtung jedes einzelnen kaum noch eine nennenswerte Rolle im Umgang miteinander spielt, ausser bei jenen Menschen, die an den Rändern des politischen Spektrum sich zugehörig fühlen, da dann oft eben übermäßig. Stattdessen gibt es ganz viele andere Splitterungen, und ja, Herkünfte spielen dabei auch eine immer größere Rolle. Und wo man früher fast nur auf das jeweils andere soziale / politische Lager zeigen konnte ("die da!"), gibt es heute viel mehr Gruppen, auf die man zeigen kann. Und das schwächt das Zusammengehörigkeitsgefühl sehr deutlich.
Was hat das mit unangenehmen (oder gar bedrohlichen) Erlebnissen zu tun, wenn man als Mann Rock tragen will? Viel.
Denn zum einen markieren wir ja selber uns als eine augenscheinliche Splittergruppe.
Zum anderen können wir etliche Gruppen ausmachen, denen wir zuschreiben können, dass sie uns exotischen Männer nicht mögen.
Insofern finde ich toll, dass es manchmal überraschend andere Reaktionen gibt als man erwartet hat. Ich hatte gelegentlich davon schon mal hier im Forum bei meinen Erlebnissen berichtet. Yoshi hat das ja auch gerade ebenso angedeutet:
@Rockie
Sehr schöne Geschichte! Ich kenne auch einige Muslime, die absolut kein Problem damit haben. Sogar einige, die Bewunderung und Komplimente aussprachen. Es gab sogar welche, die mich vor anderen Eltern verteidigten, als die mich hintenrum angefeindet haben. Danke für das Teilen der Geschichte!
Eine andere - von mir - fällt mir dazu auch gerade ein: die Eckkneipe (https://www.rockmode.de/index.php?topic=8754.msg153101#msg153101).
Zurück zu den einfachen Antworten auf komplexe Fragen. Analog dazu sind Menschen aus Splittergruppen, die man eher als uns unfreundlich gesinnt vermuten möchte, auch oftmals nicht mit einer einfachen Beurteilung abzuspeisen, sondern doch auch wieder vielfältiger als man zu glauben wagt.
-
Ja, Micha, ich vermisse auch Johns Statement zu unserer Diskussion aufgrund seiner Schilderung. Leider hat er seit fast einer Woche hier nicht mehr mitgelesen. Ich nehme an, dass nach seiner doch recht nüchternen Schilderung unser Diskussionsverlauf sehr nah an seine Emotionen des Erlebten herangehen und er sich deswegen erst mal eine kleine Diskussionsauszeit nimmt. Könnte ich mir vorstellen.
-
Diese Gruppen sollen zurückkehren, ihre Länder aufbauen und von mir aus islamische Republiken gründen oder sonst was.
Aber nicht versuchen hier am Rad zu drehen.......wer dreht , der fliegt... (Wobei das wohl ein Wunschtraum bleibt, da vieles von den Bundesländern abhängt.)
Wo das alles hinführt, kann man heute in Australien sehen... Wieder einmal..
Ich bin bisher nur auf den Stand, dass die Täter Vater und Sohn sind. Von Migrationshintergrund der beiden oder ob es einen islamistischen oder rechtsextremen Hintergrund hat, habe ich bisher nichts entdecken können.
Ich bitte darum die Quellen nachzureichen, falls der Fehler bei mir liegt. Ansonsten bitte ich mit solchen vorschnellen Schlussfolgerungen vorsichtiger zu sein.
https://www.deutschlandfunk.de/zahl-der-todesopfer-in-sydney-auf-15-gestiegen-regierung-will-waffenrecht-verschaerfen-100.html. Offensichtlich aus Pakistan. Also Islamisten offensichtlich. Verblendet und verstrahlt. Da hat die Gehirnwäsche mit der Religion gewirkt. Oder anders ausgedrückt sie führt zum Nichtdenken.
( Diese Gestalten haben wir wegen Merkel auch im Land. Sicher nicht alle, aber jeder einzelne ist einer zu viel.
Ich will nicht wissen viele Schläfer es gibt.
Da sollte man einen Freiflug organisieren! Und jetzt kommt sicher wieder einer der das relativiert mit einem aber…….. da fällt mir doch glatt Mannheim ein….. ist auch noch nicht lange her…)
-
Lieber Micha,
ich meinte damit Timpers Schlenker zu dem Vorfall in Australien, weil das in einem Atemzug mit Islamismus genannt wurde. Zumindest liest es sich so in der Aufzählung.
Die Nationalität der Halbstarken aus Johns Schilderung ist mir herzlich egal, denn sie ändert nichts an meiner Bewertung ihres Verhaltens. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund macht es das weder besser noch schlechter.
Ah so, Australien.
Aber in Bezug auf Johns Erlebnis sollten wir auch nicht einfach so zu wissen meinen, welcher Herkunft die Rumpöbler waren, ohne das John was dazu gesagt hat.
Mir wird die Herkunft auch viel zu oft als Grund für schlechtes Benehmen herangeführt. Die Gesinnung der Leute ist sehr viel wichtiger, wie Du, Yoschi, in Deinem längeren Beitrag oben ja auch ausgeführt hast. Und ob nun Nazis oder Islamisten, die sind beide aus demselben Holz geschnitzt.
LG, Micha
-
Ja, Micha, ich vermisse auch Johns Statement zu unserer Diskussion aufgrund seiner Schilderung. Leider hat er seit fast einer Woche hier nicht mehr mitgelesen. Ich nehme an, dass nach seiner doch recht nüchternen Schilderung unser Diskussionsverlauf sehr nah an seine Emotionen des Erlebten herangehen und er sich deswegen erst mal eine kleine Diskussionsauszeit nimmt. Könnte ich mir vorstellen.
Ich werde ihm nachher mal eine PN schicken und fragen.
Muss jetzt noch was für die Uni lesen. Habe eben nämlich beim Nachbarn Laub von unserem Baum auf deren Rasen entfernt. Unsere Nachbarn sind Pakistani, aber ihr Garten sieht deutscher aus als unserer. ;)
LG, Micha
-
Ja, das in Australien waren Islamisten die Juden ermorden wollten! Natürlich bringen das die Mainstreammedien nicht! Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren. Die Medien sind derart verlogen das an das gar nicht mehr anschauen mag! Aber zahlen muss man es trotzdem. Eine Schande wie hier alles vertuscht wird. Nur mal so als Info. Zitat "der 24jährige Naveed Akram war, ein Islam-Anhänger aus Pakistan."....Und der andere war sein VATER!
Zitat: " Während australische und israelische Medien unter Berufung auf die Polizei schnell die Herkunft des Täters und dessen Religion meldeten, konnten die Deutschen allenfalls aufgrund ihres gesunden Menschenverstandes erahnen, was da wirklich in Sydney geschah: Ein neuer islamischer Terroranschlag."
-
Ja, das in Australien waren Islamisten die Juden ermorden wollten! Natürlich bringen das die Mainstreammedien nicht! Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren. Die Medien sind derart verlogen das an das gar nicht mehr anschauen mag! Aber zahlen muss man es trotzdem. Eine Schande wie hier alles vertuscht wird. Nur mal so als Info. Zitat "der 24jährige Naveed Akram war, ein Islam-Anhänger aus Pakistan."....Und der andere war sein VATER!
Zitat: " Während australische und israelische Medien unter Berufung auf die Polizei schnell die Herkunft des Täters und dessen Religion meldeten, konnten die Deutschen allenfalls aufgrund ihres gesunden Menschenverstandes erahnen, was da wirklich in Sydney geschah: Ein neuer islamischer Terroranschlag."
Doch, genau das brachten die Mainstreammedien: ein Pakistani und ... die andere Nationalität habe ich vergessen. Ach so, wenn sie Vater und Sohn waren, waren wohl beide Pakistani. Und ein Syrer entwaffnete einen von ihnen.
Aber bitte, macht doch zu islamistischen Terroranschlägen einen eigenen Thread auf. John wurde nicht von Terroristen angegriffen.
LG, Micha
-
Ich glaube nicht, dass die Medien "gelogen" haben. Zu dem Zeitpunkt als ich mich informiert habe, war das anscheinend noch nicht bekannt. Ich finde es eigentlich ein Qualitätsmerkmal guten Journalismus, wenn man erst Fakten überprüft, bevor man irgendwelche halbgaren Mutmaßungen in die Welt posaunt. Mittlerweile berichten ja viele Medien, dass es wohl eine Sympathie zum IS gibt und dahingehend schon ermittelt wurde. Übrigens auch bei "Mainstream"-Medien zu lesen, zu denen ich die Tagesschau mal zählen würde.
Der Passant, der einen der Täter stoppte, ist übrigens ein syrischer Einwanderer und laut Verwandten ein gläubiger Muslim.
Für diese Diskussion sollten wir allerdings einen anderen Thread aufmachen.
-
Mich wundert es überhaupt nicht, dass John sich zurückhält mit einem Statement.
Was soll er denn schreiben zu Antisemitismus, Islamismus, Mainstreamschelte und so weiter? Das alles hat nichts mit seinem Erlebnis an der Haltestelle zu tun.
-
Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren.
Ich hätte gerne die Quelle zu dem Bericht/Ausschnitt, um mir selbst ein Bild machen zu können.
-
Es gibt nur vielleicht eine Handvoll Tage im Jahr, an denen ich meine Haustür und meinen Straßenzug nicht verlasse.
Und ich kann mich tatsächlich nicht mehr erinnern, wann zuletzt ich in Hosen in der Öffentlichkeit war. Ich kann nur mutmaßen, dass es vielleicht 11 Jahre her ist.
Ich kann also ganz viel von Alltagssituationen berichten, in denen man als Mann im Rock bzw. Kleid sich im Laufe seiner Jahre befindet.
Zu weniger alltäglichen Situationen fällt mir aber auch immer irgendetwas ein, was in vergleichbare Richtung geht, denn nach über 40 Jahren Rockerfahrung in der Öffentlichkeit, erlebt man auch außergewöhnliche, nicht alltägliche Begebenheiten.
Insofern soll es Euch nicht wundern, dass mir zu Johns Erlebnis in der Menge des Weihnachtsmarkts (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10287.0#:~:text=Es%20gab%20aber%20einen%20Moment%20den%20ich%20ziemlich%20komisch%20fand%3A) auch einiges einfällt, das ich für vergleichbar halte.
Besonders cephalus´ Hinweis auf z.B. Taschen oder Hunde (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10287.0#:~:text=Was%20das%20auf,etwas%20angespannt%20ist.), die nichtsahnend auf einmal in der Menge unter einem auftauchen, finde ich wertvoll. Manchmal tauchen Hunde urplötzlich auf, wo man sie gar nicht vermuten würde. Ich hatte schon mal einen Fall, wo der Hund nicht ablassen konnte, seinen Kopf unter meinen Midi-Rock zu stecken.
Oder urplötzlich tapsen kleine Kinder rum in einer stehenden Menschenmenge, wo man Kleinkinder beileibe nicht vermutet hätte (und keinem Kleinkind wünscht, sich dort gerade aufhalten zu müssen).
Mir jedoch fällt eine ganz besondere Begebenheit ein. Von neulich. Es war Ende Oktober.
Ich glaube, mir war es bisher noch nicht wert, hier im Forum davon zu berichten.
Ich stand in einem ländlichen Nest mit einem Kumpel auf einem Dorffest. Ich trug einen knielangen Rock.
Wir trinken Bier um die Zeit zu überbrücken bis zum Zug in der Ortschaft 2 km weiter über den Hügel. Wir sind zwei Schritte zurückgetreten vom Bierstand, um Leute dranzulassen, gucken aber noch zum Stand. Hinter unseren Rücken ein kleine Ansammlung älterer, naja mittelalter Damen, vier, fünf oder so. Keine Ahnung, ob sie versuchten anzustehen, oder ob sie einfach da standen, bereits versorgt mit Getränken. Uns beide hat das nicht gekümmert.
Nach einigen Minuten höre ich eine der Damenstimmen eher etwas von unten kommend. Oder war es ein sonstiger, nicht formulierter Laut? Und hatte ich etwa irgendwas an meinen Beinen gespürt? Jedenfalls bemerkte ich irgendetwas unerwartetes, schaute irgendwie so an mir runter und sah einen diffusen Schatten im Bereich bzw. eher hinter meinen Füßen.
Ja, ich stand eher stabil, also mit etwas breitbeinigem Stand da.
Wie ich mich umdrehte, sah ich, wie eine der älteren Damen in bückender Haltung irgendwie - auf den ersten Blick so zu deuten - auf dem Boden suchte.
Auffallend nur, dass in der nach unten reichenden Hand ein Handy war, in einer Stellung, wie wenn man im dunklen Kino irgendetwas auf dem Boden suchen würde - nur da halt mit eingeschalteter Taschenlampen-Funktion. Aber wir waren nicht im Kino, sondern auf der Straße. Und es war nicht dunkel, sondern taghell. Die Sonne wollte gerade erst gleich untergehen.
Wie ich mich umblickte, ging ein Raunen durch die kleine Damengruppe. Die gebückte Dame richtete sich sofort wieder auf, zog die Hand und das Handy hoch, so schnell das in ihrem mittelalten Alter eben noch ging. Ich maß der Aktion keine weitere Bedeutung mehr zu, sondern richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf mein Bier in meiner Hand und auf meinen Kumpel, der von allem nichts weiter mitbekam.
Hinter mir hörte ich nur: "Hast Du es?", fragte eine der Damen. Die äußerste des Damenhalbrunds hinter uns, die, die sich gebückt hatte, sagte: "Ja, ich glaub." Und ich hörte noch wie eine, vermutlich die erste, sagte: "Komm, lass uns schnell weggehen!" und leichtes Gelächter war noch in der gesamten Szenerie.
Etwa 2 Minuten später sah ich aus dem Augenwinkel jene Bückdame, wie sie knapp 10 Meter seitwärts von uns mit ihrer mutmaßlichen Tochter Schulter an Schulter stand und ihr das Handy zeigte. Der Blickverlauf von Bückdame und um eine, zwei Reaktionssekunden versetzt von der mutmaßlichen Tochter entnahm ich, dass sie über mich sprachen, während sie anschließend wieder ins Handydisplay sich vertieften.
Die Bückdame machte gerade eine der typischen Zweifingerbewegungen, um die Anzeige auf dem Handy zu vergrößern, da kam ich bei ihnen an und sagte: "Darf ich einmal bitte sehen, was Sie da aufgenommen haben?"
Die Tochter, total erschrocken, machte eine ihre Mutter wohl schützende Handbewegung, um das Handy aus der eher Waagerechten mit dem Display gegen den Körper der Bückdame zu drehen. Aber im Affekt schlug sie wohl ungewollt das Handy aus der Hand ihrer Mutter, so dass diese nur durch jonglierende Hand- und Fingerbewegungen das zu fallen drohende Handy auffangen konnte. Da kamen dann vermutlich mehrere unbeabsichtigte Berührungen des Touchscreens dazwischen. Ich erhaschte nur noch einen Blick auf das Display von einer Oberfläche einer Social-Media-Plattform, also ein Chat von sagen wir Whatsapp. Ein paar kurze gegenseitige Worte (kurze Sprechblasen) waren auf dem Display zu erahnen, aber auch darin eingestreute ringfingernagelgroß dargestellte Bilder, die man aber in ihrer Kleinheit auf den ersten Blick nicht weiter identifizieren konnte.
Ich redete ihnen ins Gewissen von wegen "Ich könnte Sie anzeigen", oder à la "Auch Frauen ist das Fotografieren unter Röcke verboten" (so gewählt hatte ich das aber nicht formuliert). Sie schauten mich nur groß an, sagten keinen Mucks und die Tochter drückte das Handy wie versteinert gegen ihrer Mutters Brust.
Ja, wie Ihr es aus der Schilderung schon ahnen konntet: Ich vermute ganz stark, dass bei den Damen im Halbkreis hinter uns die eine auf die freche Idee kam, unter meinen Rock mit ihrem Handy zu fotografieren. Vermutlich hatte sie auch Zeit, mehrere Bilder anzufertigen bis ich irgendetwas davon mitbekam.
Dann wurde es ihnen mulmig, gingen weg, und Frau Bückdame musste schnell ihrer erwachsenen Tochter, die paar Meter weiter stand, ihre Trophäe stolz zeigen. Vermutlich musste Mutter die Tochter erst einmal aufklären, was genau sie nun gezeigt bekommt, drum machte sie die Tochter auf mich aufmerksam, Mutter blickte als erstes, Tochter folgte ihrem Blick, dann anschließend genauer auf das Display.
Ich hätte aus dem Ganzen einen ziemlichen Rabatz machen können. Ich aber beließ es dabei, mahnende Worte auszusprechen und sie dann mit ihrem Glück einer einzigartigen Trophäe alleine zu lassen.
Natürlich finde ich es nicht schön, so hinterrücks ausspioniert zu werden. Auch wenn es an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist, gönne ich aber ihnen den Anblick meines Prachtbeutels. Strumpfhosen trug ich keine, aber Unterhosen in derselben Farbe wie der Rock. Sollen sie sich glücklich schätzen, so etwas zu sehen zu bekommen. Ich könnte mich furchtbar aufregen. Aber ich lasse ihnen ihren Spaß. Als Rockträger ist man eben mehr verletzlich. Aber die Vorteile des Rocktragens (Wohlbefinden) sind viel größer als die Nachteile, die irgendeine angeschickerte übergriffige Alte mit einem dummen Manöver mir für ein paar Sekunden bereitete.
-
Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren.
Ich hätte gerne die Quelle zu dem Bericht/Ausschnitt, um mir selbst ein Bild machen zu können.
War in der Tagesschau gezeigt worden wie feindselig die Stimmung gegen Juden in Australien ist.
Sag mal Yoshi, ich habe das subjektive Gefühl das Angriffe von islamisch verblendeten Menschen ( man nennt sie Islamisten) nicht in das Narrativ passen. Stattdessen soll weiter an der rechten Gefahr gegenüber Juden festgehalten und weitergefeilt werden.
Vielleicht täusche ich mich ja.
Nur kann ich mich nicht an solche Terroranschläge aus der rechten Ecke gegen Juden erinnern. Dafür an etliche aus der islamischen Ecke.
Aber vielleicht hast du ja eine Quelle um das zu vergleichen.
Also auf den Punkt gebracht- hier soll doch jetzt nicht der islamische Terror negiert werden oder?
Wie gesagt subjektiv….
-
Es gibt nur vielleicht eine Handvoll Tage im Jahr, an denen ich meine Haustür und meinen Straßenzug nicht verlasse.
Und ich kann mich tatsächlich nicht mehr erinnern, wann zuletzt ich in Hosen in der Öffentlichkeit war. Ich kann nur mutmaßen, dass es vielleicht 11 Jahre her ist.
Ich kann also ganz viel von Alltagssituationen berichten, in denen man als Mann im Rock bzw. Kleid sich im Laufe seiner Jahre befindet.
Zu weniger alltäglichen Situationen fällt mir aber auch immer irgendetwas ein, was in vergleichbare Richtung geht, denn nach über 40 Jahren Rockerfahrung in der Öffentlichkeit, erlebt man auch außergewöhnliche, nicht alltägliche Begebenheiten.
Insofern soll es Euch nicht wundern, dass mir zu Johns Erlebnis in der Menge des Weihnachtsmarkts (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10287.0#:~:text=Es%20gab%20aber%20einen%20Moment%20den%20ich%20ziemlich%20komisch%20fand%3A) auch einiges einfällt, das ich für vergleichbar halte.
Besonders cephalus´ Hinweis auf z.B. Taschen oder Hunde (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10287.0#:~:text=Was%20das%20auf,etwas%20angespannt%20ist.), die nichtsahnend auf einmal in der Menge unter einem auftauchen, finde ich wertvoll. Manchmal tauchen Hunde urplötzlich auf, wo man sie gar nicht vermuten würde. Ich hatte schon mal einen Fall, wo der Hund nicht ablassen konnte, seinen Kopf unter meinen Midi-Rock zu stecken.
Oder urplötzlich tapsen kleine Kinder rum in einer stehenden Menschenmenge, wo man Kleinkinder beileibe nicht vermutet hätte (und keinem Kleinkind wünscht, sich dort gerade aufhalten zu müssen).
Mir jedoch fällt eine ganz besondere Begebenheit ein. Von neulich. Es war Ende Oktober.
Ich glaube, mir war es bisher noch nicht wert, hier im Forum davon zu berichten.
Ich stand in einem ländlichen Nest mit einem Kumpel auf einem Dorffest. Ich trug einen knielangen Rock.
Wir trinken Bier um die Zeit zu überbrücken bis zum Zug in der Ortschaft 2 km weiter über den Hügel. Wir sind zwei Schritte zurückgetreten vom Bierstand, um Leute dranzulassen, gucken aber noch zum Stand. Hinter unseren Rücken ein kleine Ansammlung älterer, naja mittelalter Damen, vier, fünf oder so. Keine Ahnung, ob sie versuchten anzustehen, oder ob sie einfach da standen, bereits versorgt mit Getränken. Uns beide hat das nicht gekümmert.
Nach einigen Minuten höre ich eine der Damenstimmen eher etwas von unten kommend. Oder war es ein sonstiger, nicht formulierter Laut? Und hatte ich etwa irgendwas an meinen Beinen gespürt? Jedenfalls bemerkte ich irgendetwas unerwartetes, schaute irgendwie so an mir runter und sah einen diffusen Schatten im Bereich bzw. eher hinter meinen Füßen.
Ja, ich stand eher stabil, also mit etwas breitbeinigem Stand da.
Wie ich mich umdrehte, sah ich, wie eine der älteren Damen in bückender Haltung irgendwie - auf den ersten Blick so zu deuten - auf dem Boden suchte.
Auffallend nur, dass in der nach unten reichenden Hand ein Handy war, in einer Stellung, wie wenn man im dunklen Kino irgendetwas auf dem Boden suchen würde - nur da halt mit eingeschalteter Taschenlampen-Funktion. Aber wir waren nicht im Kino, sondern auf der Straße. Und es war nicht dunkel, sondern taghell. Die Sonne wollte gerade erst gleich untergehen.
Wie ich mich umblickte, ging ein Raunen durch die kleine Damengruppe. Die gebückte Dame richtete sich sofort wieder auf, zog die Hand und das Handy hoch, so schnell das in ihrem mittelalten Alter eben noch ging. Ich maß der Aktion keine weitere Bedeutung mehr zu, sondern richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf mein Bier in meiner Hand und auf meinen Kumpel, der von allem nichts weiter mitbekam.
Hinter mir hörte ich nur: "Hast Du es?", fragte eine der Damen. Die äußerste des Damenhalbrunds hinter uns, die, die sich gebückt hatte, sagte: "Ja, ich glaub." Und ich hörte noch wie eine, vermutlich die erste, sagte: "Komm, lass uns schnell weggehen!" und leichtes Gelächter war noch in der gesamten Szenerie.
Etwa 2 Minuten später sah ich aus dem Augenwinkel jene Bückdame, wie sie knapp 10 Meter seitwärts von uns mit ihrer mutmaßlichen Tochter Schulter an Schulter stand und ihr das Handy zeigte. Der Blickverlauf von Bückdame und um eine, zwei Reaktionssekunden versetzt von der mutmaßlichen Tochter entnahm ich, dass sie über mich sprachen, während sie anschließend wieder ins Handydisplay sich vertieften.
Die Bückdame machte gerade eine der typischen Zweifingerbewegungen, um die Anzeige auf dem Handy zu vergrößern, da kam ich bei ihnen an und sagte: "Darf ich einmal bitte sehen, was Sie da aufgenommen haben?"
Die Tochter, total erschrocken, machte eine ihre Mutter wohl schützende Handbewegung, um das Handy aus der eher Waagerechten mit dem Display gegen den Körper der Bückdame zu drehen. Aber im Affekt schlug sie wohl ungewollt das Handy aus der Hand ihrer Mutter, so dass diese nur durch jonglierende Hand- und Fingerbewegungen das zu fallen drohende Handy auffangen konnte. Da kamen dann vermutlich mehrere unbeabsichtigte Berührungen des Touchscreens dazwischen. Ich erhaschte nur noch einen Blick auf das Display von einer Oberfläche einer Social-Media-Plattform, also ein Chat von sagen wir Whatsapp. Ein paar kurze gegenseitige Worte (kurze Sprechblasen) waren auf dem Display zu erahnen, aber auch darin eingestreute ringfingernagelgroß dargestellte Bilder, die man aber in ihrer Kleinheit auf den ersten Blick nicht weiter identifizieren konnte.
Ich redete ihnen ins Gewissen von wegen "Ich könnte Sie anzeigen", oder à la "Auch Frauen ist das Fotografieren unter Röcke verboten" (so gewählt hatte ich das aber nicht formuliert). Sie schauten mich nur groß an, sagten keinen Mucks und die Tochter drückte das Handy wie versteinert gegen ihrer Mutters Brust.
Ja, wie Ihr es aus der Schilderung schon ahnen konntet: Ich vermute ganz stark, dass bei den Damen im Halbkreis hinter uns die eine auf die freche Idee kam, unter meinen Rock mit ihrem Handy zu fotografieren. Vermutlich hatte sie auch Zeit, mehrere Bilder anzufertigen bis ich irgendetwas davon mitbekam.
Dann wurde es ihnen mulmig, gingen weg, und Frau Bückdame musste schnell ihrer erwachsenen Tochter, die paar Meter weiter stand, ihre Trophäe stolz zeigen. Vermutlich musste Mutter die Tochter erst einmal aufklären, was genau sie nun gezeigt bekommt, drum machte sie die Tochter auf mich aufmerksam, Mutter blickte als erstes, Tochter folgte ihrem Blick, dann anschließend genauer auf das Display.
Ich hätte aus dem Ganzen einen ziemlichen Rabatz machen können. Ich aber beließ es dabei, mahnende Worte auszusprechen und sie dann mit ihrem Glück einer einzigartigen Trophäe alleine zu lassen.
Natürlich finde ich es nicht schön, so hinterrücks ausspioniert zu werden. Auch wenn es an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist, gönne ich aber ihnen den Anblick meines Prachtbeutels. Strumpfhosen trug ich keine, aber Unterhosen in derselben Farbe wie der Rock. Sollen sie sich glücklich schätzen, so etwas zu sehen zu bekommen. Ich könnte mich furchtbar aufregen. Aber ich lasse ihnen ihren Spaß. Als Rockträger ist man eben mehr verletzlich. Aber die Vorteile des Rocktragens (Wohlbefinden) sind viel größer als die Nachteile, die irgendeine angeschickerte übergriffige Alte mit einem dummen Manöver mir für ein paar Sekunden bereitete.
Ziemlich dreiste, verstrahlte Weiber. Aber eine gute Ansage!
-
Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren.
Ich hätte gerne die Quelle zu dem Bericht/Ausschnitt, um mir selbst ein Bild machen zu können.
Guten Morgen, möchte noch kurz nachschieben das ich aktives Mitglied in der Partei Die Linke im Ortsverband Köln Porz bin. Nicht das hier irgendwelche Argumente kommen bzgl. meiner Aussagen ich hätte was gegen Ausländer :-) Manchmal gibt es einfach Fakten die man nicht verschweige sollte und ich spiele bei der Verdrehung der Wahrheiten nicht mit weil ich selber Betroffene bin @Yoshi ich denke das kann ich mir sparen. Pfeifen heute alle Spatzen von den Dächern. u.a. auch die Bild-Zeitung.
-
Da lenkt man ab indem man Häuser mit Hakenkreuzen zeigt um abzulenken und so zu tun als wären es rechte Nazis gewesen die das waren.
Ich hätte gerne die Quelle zu dem Bericht/Ausschnitt, um mir selbst ein Bild machen zu können.
Guten Morgen, möchte noch kurz nachschieben das ich aktives Mitglied in der Partei Die Linke im Ortsverband Köln Porz bin. Nicht das hier irgendwelche Argumente kommen bzgl. meiner Aussagen ich hätte was gegen Ausländer :-) Manchmal gibt es einfach Fakten die man nicht verschweige sollte und ich spiele bei der Verdrehung der Wahrheiten nicht mit weil ich selber Betroffene bin @Yoshi ich denke das kann ich mir sparen. Pfeifen heute alle Spatzen von den Dächern. u.a. auch die Bild-Zeitung.
Umleitung des Themas "Terroranschlag in Australien" nach https://www.rockmode.de/index.php?topic=10290.msg204811#msg204811 (https://www.rockmode.de/index.php?topic=10290.msg204811#msg204811)
Lasst uns hier bitte beim Thema bleiben, das John begonnen hat. Da geht es um Belästigungen auf Weihnachtsmärkten, an Bushaltestellen usw., nicht um Terroranschläge.
LG, Micha
-
Zu Wolfgangs Beitrag:
Als ich bestimmt zehn Jahre, bevor ich im normalen Alltag mit dem Rocktragen begann, als Schotte verkleidet an einer Karnevalssitzung teilnahm, wollte eine junge Frau gucken, was ich unterm Rock trug. Ich ließ sie gewähren, denn eine Unterhose hatte ich ja darunter an. Dann machten wir beide "Whow!", ich nahm sie hoch, als wollte ich Baumstammweitwurf machen, aber setzte sie dann behutsam vor die Füße ihres schon besorgt dreinschauenden Freundes wieder ab.
Schon in meiner Alltags-Rocktragezeit war ich mal auf einem Stadtteilfest in Bonn, als plötzlich jemand von hintern meinen Rock hochhob. Es war ein Mann, der aber anscheinend auch nicht der Hellsten einer war. Ich wehrte ihn ab und er suchte das Weite.
Sonst hatte ich derartige Erlebnisse bisher nicht.
Mein Alltag im Rock verläuft im Allgemeinen friedlich. Auch mit Menschen, die in anderen Ländern geboren wurden und nun hier bei uns leben, hatte ich noch nie Probleme. Mit politischen oder religiösen Extremist:innen bisher auch noch nicht.
LG, Micha
-
Danke, Micha, für die thematische Umleitung (zwei Beiträge zuvor).
Dennoch schreibe ich meine Anmerkung zu Rockies Beitrag hier in diesen Thread, weil es doch auch zu Johns Erlebnissen und den daraus sich entwickelten Diskussionsinhalte passt. Warum passt es hier besonders gut? Weil sowohl Rockie, manch andere Schilderungen und John und wir alle genau davon betroffen sind, als "abweichende" Menschen wahrgenommen zu werden.
Meine Anmerkung: Bin gerade gestern durch Zufall einer sehr breit gefächerten Doku vom RBB und NDR begegnet. Leider bin ich erst bei dem "Sombrero-Eklat" bei der Bundesgartenschau in die Sendung eingestiegen, aber das, was ich von der Sendung noch sah, war sehr interessant und kann zum Nachdenken anregen - mit offenem Ausgang:
"Wie zerrissen ist Deutschland?", so der Titel. Kann ich jedem empfehlen, auch wenn es in den Mainstream-Medien lief. Ja, sogar selbstkritische Töne sind darin zu finden. Mit im breitgefächerten Themen-Mix: die verweigerten Regenbogenflaggen am Bundestag um CSD und Interviewpassagen mit Riccardo Simonetti, den ich zwar auch erstmal googeln musste (der Wikipedia-Eintrag zu ihm ist auch sehr interessant (https://de.wikipedia.org/wiki/Riccardo_Simonetti)). Kurzum, es wurde auch "abweichenden Menschen", sozusagen "uns", thematisch Raum eingeräumt und im Hauptprogramm der Mainstream-ARD zur besten Sendezeit sichtbar.
Ein Pressebild zur Sendung kann ich hier in unserem Rahmen verbreiten: Riccardo Simonetti mit Journalistin Jessy Wellmer
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
Bild: rbb/beckground tv/Felix Landbeck
Ausführliche Beschreibung zur Sendung:
Presseinformation zur Doku (https://www.rbb-online.de/unternehmen/presse/presseinformationen/programm/2025/12/20251215-wie-zerrissen-ist-deutschland-der-streit-um-werte-meinung-und-macht.html)
Und der Link zur Mediathek zum Anschauen, 43 min:
"Wie zerrissen ist Deutschland? (https://www.ardmediathek.de/film/wie-zerrissen-ist-deutschland-der-streit-um-werte-meinung-und-macht/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvd2llLXplcnJpc3Nlbi1pc3QtZGV1dHNjaGxhbmQ)"
Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der sich über die ganze Thematik unterschiedlicher Haltungen Gedanken macht. Ich persönlich fand die Doku ergebnisoffen, nicht erziehen wollend. Und jeder wird sich darin irgendwo wiederfinden, möchte ich mal behaupten.
-
Doch, Micha, ich hatte das eine oder andere Erlebnis schon - gerade, wenn es ums Rockhochheben geht -, das nicht immer nur von Spaß geprägt war, sondern mit despektierlicher Belustigung bis hin zu bedrohlichen Situationen. Aber das ist alles schon so unheimlich lange her, z.T. 40 Jahre, dass es keinen Sinn macht, das hier alles exemplarisch aufzuzählen.
Wenn man jung ist, was ich damals war, mag man mehr solchen Situationen ausgesetzt zu sein - der "Altersbonus" wächst erst nach und nach an. Aber wenn man jung ist, ist man auch noch nicht so sicher, als wenn man es dann schon jahrzehntelang praktiziert.
Es gibt aber einen, der es tatsächlich immer wieder versucht, teilweise sogar aggressiv, und ja, besonders im Sommer finde ich es auch gar nicht mal so unangenehm, wenn der ungefragt an meinem Rock "zobbelt": der Wind!
-
Riccardo Simonetti ist eigentlich recht bekannt, vor allem in der jüngeren Generation. Sein Look polarisiert, wird von vielen gefeiert, aber von vielen auf Social Media auch gehatet.
Er hat übrigens auch das Kinderbuch "Raffi und sein pinkes Tutu" geschrieben, was ich sehr empfehlen kann. Ich habe es schon selbst den Kindern im Kindergarten vorgelesen. Zwar trug ich kein pinkes Tutu, aber trug beim Lesen häufig Röcke.
In der Beschreibung (https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1055639149?ProvID=15322706&gad_source=1&gad_campaignid=17338972729&gbraid=0AAAAADwkCX6Nw-yHjzw8HDNXiZ_7u_V5_&gclid=Cj0KCQiAo4TKBhDRARIsAGW29bf2W1NKufyxTgXXWNMLD6AXCLwoCtPEw9cMsyRmFA9PL59JHN8rEy4aAsVZEALw_wcB) könnt ihr nachlesen, um was es geht und was die pädagogische Botschaft des Werkes ist.
-
Riccardo Simonetti ist eigentlich recht bekannt, vor allem in der jüngeren Generation. Sein Look polarisiert, wird von vielen gefeiert, aber von vielen auf Social Media auch gehatet.
Nichts Besonderes also ;)
Gefühlt wird alles, was aus den (optischen) Rahmen fällt, oder eine vom Mainstream abweichende Lebensart zelebriert, gleichzeitig gehatet und gefeiert.
Riccardo Simonetti kenne ich schon lange, das Buch auch.
Was mir tatsächlich entgangen war, ist der Fakt, dass das Buch von ihm stammt ;D
-
Sooo,
ich melde mich auch mal nach einer längeren Zeit wieder. Die Weihnachtszeit und Silvester war eben für mich sehr anstrengend ;D
Euch allen Wünsche ich natürlich auch noch nachträglich einen guten Rutsch und hoffe jeder hatte schöne Feiertage
Ich danke euch für eure Worte und ja es hat auch etwas an mir gezerrt und ich musste das auch erstmal verarbeiten.
Aber mir ist auch klar, dass das einfach auch ein kleines Risiko ist, dass ich damit eingangen bin und ja man fällt auch mal bei dem ein oder anderen auf die Schnautze. Aber ich möchte nicht liegen bleiben, sondern weitermachen und dass wollen wir ja auch. Es ist natürlich keine Freigabe zum Belästigen von Menschen egal aufgrund welcher Thematiken. Ich persönlich habe einen Haken dahinter gemacht und das Leben geht weiter.
Ich bin grad eher damit beschäftigt mir Gedanken zu machen was den tolle Schuhe oder Boots wären als Erweiterung für meinen Kleiderschrank.
Und zu Riccardo Simonetti:
Auch ich habe ihn erst vor einem Jahr zum ersten Mal gesehen bei ner Comey Serie auf Amazon Prime und ich finde ihn doch sehr sympathisch.
-
Das ist die richtig Einstellung, John!
The show must go on!
-
Ab dem Zeitpunkt, wo man sich selber nicht mehr wohl fühlt mit dem was man anhat, zieht man sich bereits selber runter. Andere können nur auf das reagieren, was sie beim anderen spüren.
Wie wahr, wie wahr… Wir senden mehr Signale als wir glauben. Und wir Menschen sind gut darin, die Signale zu lesen. Leider ist es sehr schwer, sich in einer unangenehmen Situation wohl zu fühlen und Selbstsicherheit auszustrahlen.
Mir hilft es, dass ich meinen Rock mag. Wie der Stoff aussieht, wie er geschnitten ist und wie er fällt. Ich finde ihn einfach schön und er passt zu mir. Das ist die wichtigste Zutat, um mich wohl zu fühlen.