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Röcke und mehr... => Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: Albis am 07.01.2026 22:04
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Gestern haben meine Frau und ich eine Großtante (Cousine meiner Mutter) und deren Mann besucht. Wir haben insgesamt eher losen Kontakt und sehen uns vielleicht alle zwei, drei Jahre mal. Sie kam uns auf halbem Weg von der Haltestelle entgegen. Ich hatte meinen grünen wadenlagen Jeansrock an. Nach der Begrüßung fragte sie gleich: "Was hast Du denn da an?" "Einen Rock." "Und darunter?" "Eine Strumpfhose" "Also wie ein Mädchen." Ich habe dann noch versucht zu erklären, dass Kleidung nicht unbedingt etwas mit dem Geschlecht zu tun hat. Ob sie das verstanden hat, weiß ich nicht. Sie wechselte dann das Thema. Als wir dann im Haus ankamen, stellte ihr Mann zumindest die erste Frage fast identisch.
Die beiden wissen, dass ich etwas speziell bin, aber mit nem Rock haben sie nicht gerechnet. Wir hatten dann einen schönen Nachmittag mit anderen Themen.
Es ist immer wieder spannend, ob und welches Aufsehen Mann mit Rock erregt.
LG, Albis
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Schöne Geschichte. :)
Na, man sieht, dass es Erstaunen auslösen kann.
Und wenn Leute mitkriegen, dass irgendein Mann einen Rock trägt, dann kann man sich ja mal aufregen.
Dass aber ausgerechnet in der eigenen Familie einer einen Rock tragen will, ist dann doch noch mal eine Spur überraschender.
Aber man sieht auch, dass es sehr bald keine Rolle mehr gespielt hat. So soll es sein.
Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, wie ein Mädchen. Und wie Frauen. Und wie einige andere Männer, die sich nicht mehr bevormunden lassen."
;)
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Ja, nette Geschichte!
Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn jemand seinem Erstaunen über den Rock Ausdruck verleiht, und es nicht einfach hinunterschluckt und totschweigt. Mir kommt vor, dass speziell ältere Leute ihr Erstaunen weniger verbergen als jüngere - aus welchem Grund auch immer. (Und ich nehme an, nachdem du nimmer ganz jung bist, werden die Großtante deiner Mutter und ihr Mann auch schon etwas älter sein.)
Ob die Erklärung von der geschlechtslosen Mode bei den beiden angekommen ist, mag in Zweifel gezogen werden. Man wird nicht verhindern können, dass sie sich danach ihre eigenen Gedanken dazu machen. Ich denke auch nicht, dass man irgendjemanden in ein paar Sätzen davon überzeugen kann, dass Mode kein Geschlecht hat, wenn der vorher etwas anderes gedacht hat. Auch bin ich kein Fan davon, den Menschen zu erklären dass für das Ende der modischen Benachteiligung der armen Männer gekämpft werden muss.
Ich erkläre mich gern mit "es gefällt mir" und "es fühlt sich toll an"... das kann mir nämlich niemand absprechen.
Auf jeden Fall scheinst du souverän reagiert zu haben, Albis, und das finde ich schon mal sehr gut!
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Schöne Geschichte, Albis, danke fürs Teilen!
Ich finde es eigentlich ganz schön, wenn jemand seinem Erstaunen über den Rock Ausdruck verleiht, und es nicht einfach hinunterschluckt und totschweigt. Mir kommt vor, dass speziell ältere Leute ihr Erstaunen weniger verbergen als jüngere - aus welchem Grund auch immer.
Ich hatte vor Weihnachten mit ein paar Kolleginnen, alle unter 30, gequatscht und eine erzählte, ihr Freund würde, gerade zum Feiern immer mal wieder Röcke tragen, und sich auch bei ihren bedienen.
Das gab kein weiteres Thema, kein Erstaunen, kein totschweigen. Für viele scheint es nicht so unnormal zu sein, dass man es groß thematiesieren müsste.
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Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, wie ein Mädchen. Und wie Frauen. Und wie einige andere Männer, die sich nicht mehr bevormunden lassen."
;)
Das würde ich so nicht formulieren, weil es vorwurfsvoll oder aggressiv rüberkommen könnte und den Gesprächspartner in eine Verteidigungshaltung bringen könnte.
Ich würde stattdessen eine positive Botschaft hineinpacken. So wie beispielsweise hirti.
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Ab der Frage "Wie ein Mädchen?"
hättest Du antworten können:
"Ja, stimmt. Ich will ja nicht frieren." ;D